Thema: chaosstern - kardinale und caltropische Richtungen

Forum: Symbolik

Autor: Chtonia


Chtonia - 4/10/2011 um 16:00

Hallo zusammen.

In "spirituelle Desinfektion" von Amathaon aus Golem nr 20 [falls ich das nun nicht ganz verpeilt habe] gibt es so ne Anspielung von dem switchen zwischen Alltags- und "magischem" bewusstsein über diese Richtungen der Chaossphäre.
Ich find den Ansatz ganz nett [erspart es mir potentiell doch mein allverhasstes LBRP], hab auch ein wenig dran versucht, aber ich hab das Gefühl, das nicht ganz gerafft zu haben und da es in dem "Artikel" auch nur aus 2. Hand und sehr knapp steht und ich in meinen Recherchen nichts fand, was mehr her gab, wollte ich nachfragen, ob jemand von auch weitere Publikationen dazu kennt.

Chtonia - 8/2/2012 um 15:10

Kleines Update, falls es irgendwen interessiert:

Zitat:
Zu: Spirituelle Desinfektion von Amathaon (Ausg. 20)
Liebe Gundula, lieber Frank,
vielen Dank für den neuen ‘Golem 20’, er gefällt mir wieder sehr gut! Vor allen Dingen der Artikel ‘Spirituelle Desinfektion’ von Amathaon hat es mir angetan. Ich kann ihm/ihr übrigens helfen: Der von ihm/ihr gesuchte chaosmagische Text (siehe Anm. 24) bezüglich der Chaos-Anrufung ist zuerst 1978 in ‘Chaos International’ erschienen, die deutsche Übersetzung ist enthalten in ‘Das Buch der Resultate’ (Book of Results) von Ray Sherwin, erschienen 1993 im Bohmeier Verlag, ISBN: 3-89094-269-5. Ich hoffe, ich konnte hier mit weiterhelfen!
[...]
Liebe Grüße
Uwe Möhring

Das stammt aus den Leserbriefen der Ausgabe 21.
War mir anscheinend zu naheliegend. -.-

Edit:
Aus "the book of results":
Zitat:
THE CALTROP OF CHAOS

THE MAGICIAN STANDS AT THE CENTRE OF THE TEMPLE. HAVING
COMPOSED HIMSELF DY BREATHING DEEPLY AND REGULARLY HE SAYS:
In the beginning, four forces joined in perfect absolution. The end will be the same.
Aleph is Omega. The four are one and the one is the world. All comes from the unity of
the four. All exists because they are separate.
There are four forces. Gravity, electro magnetism, weak and strong. These forces are
responsible for this and previous universes. When the four come together the big bang
occurs, ending one universe and beginning another. This doctrine is similar in some ways
to the classical notion of the four elements.
The magician now goes on to identify the powers with the cardinal points.
FACING ANY CARDINAL POINT THE MAGICIAN INTONES THE MANTRA,
VlSUALISlNG AS HE DOES SO A SEGMENT OF WHITE L1GHT, THE ENERGY
RUSHING AWAY FROM HIM HE REPEAT’S THIS AT THE REMAINING THREE
POINTS.
le arbaa ka yikun gamaa agiba ka ta’ala nu yikun sowaa
The mantra has a twofold application since it is used both to dissolve the magician’s ties
with concensus reality and to emphasise the influx of energies and powers which bring
about the state of otherness and allow for the performance of magick. It is almost
impossible to compose a mantra in English to perform these functions for two reasons. 1)
In order to be maximumly effective it needs to be vibrated in one breath with stresses on
the second and fourth syllable of each line so that the whole mantra gives an effect not
unlike the thrum of a steady, deep-noted engine. 2) By creating mantras
autoschediastically and then meditating on them to ally the sound to the meaning, a great
deal of information can be telescoped into a relatively short mantra. The intended
meaning of this particular mantra is: ‘Let the effect of the four forces come within my/our
reasoning. Let chaos pervade me/us and concentrate me/us in the strange realm (of
impressions and power)”.
FACING THE FIRST POINT AGAIN THE MAGICIAN SAYS:
Let Chaos and Cosmos combine!
Chaos and cosmos are always combined anyway but not necessarily within our reasoning.
The purpose of the Caltrop is to reinforce the notion within our sphere of knowing.
HE PAUSES TO REINFORCE IN HIS (OR THE GROUP’S) IMAGINATION THE
RITE SO FAR. THEN HE CONTINUES:
Before the first! Beyond the last! The unknowable pulse, unwitting of time, pervades the
rigid forms. Improbable Chaos, in between the lines, contrives the whirling dance.
Chaos is not confined by time or by big bangs. It is improbable in the scientific sense and
allows for the improbable to occur within the inertial frame of the knowable.
TURNING TO THE FIRST CALTROPIC POINT HE VIBRATES THE MANTRA,
VISUALISING AN INRUSHING BLACK SEGMENT OF ENERGY, KNOWING
THAT THE MEDIUM OF IMPROBABILITY IS BEING INVITED IN. HE REPEATS
THIS AT THE THREE REMAINING POINTS AND THEN, FACING THE FIRST
POINT AGAIN HE SAYS:
Let Chaos and Cosmos combine!
THE MAGICIAN IS THEN READY TO PROCEED TO THE MAIN BODY OF THE
RITE AT THE END OF WHICH THE CALTROP SHOULD BE PERFORMED IN
REVERSE, THE BLACK CHAOS ENERGY RUSHING OUT THE WHITE COSMOS
ENERGY RUSHING IN.
It is easiest to visualise the Caltrop and its flowing energies on a flat plane but much
better to imagine the wedges reaching to infinity above and below, oneself at the centre.



[Editiert am 8/2/2012 um 16:00 von Chtonia]

Hephaestos - 23/4/2012 um 16:57

Ich versteh immer noch nicht, warum ihr Chaosleute euch nicht selbst was zusammenbastelt, was zu euch passt....

im übrigen wäre ich mir mit "4 grundkräfte" nicht mehr so sicher:

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektroschwache_Wechselwirkung


[Editiert am 23/4/2012 um 17:00 von Hephaestos]

LoS - 23/4/2012 um 17:14

@ Heph:

Ich denke viele tun das, aber es gibt immernoch eine Menge Individuen und Verbände die auf "Corporate Identity" nicht verzichten wollen. Vielleicht weil das Merchandising nicht ganz so gut läuft wie es sollte.. ^^

Chtonia - 23/4/2012 um 17:26

Mir persönlich geht es dabei um die Erfahrung, um Inspiration. Wie will ich denn meinen Horizont erweitern, wenn ich mich immer nur um mich selbst drehe? Nicht dass es nicht schön wäre, und nicht dass nicht ein Liedtext oder ein Plakat oder ein Satzfetzen aus der Unterhaltung Fremder genügend "Anschub"geben. Nur Arbeiten anderer sind so viel intensiver als eine ausschließliche Idee, die ich halb im eigenen Matsch ersticke.

Hephaestos - 27/4/2012 um 10:07

ah, den ansatz versteh ich. ist so wie wenn ein maler z.B. versucht im stil von van gogh zu malen oder so....

Chtonia - 27/4/2012 um 10:23

...und dabei noch etwas über Pinselführung lernt, und so auch seine eigenen "Kreationen" verbessern kann.

Was hast du eigentlich für ein Problem?

Hephaestos - 27/4/2012 um 12:00

Also ich wüsste jetzt gerade nicht, was ich für ein Problem hab....

Chtonia - 27/4/2012 um 13:11

Mir erscheint es zumindest so, als würde es dir um kein spezielles Thema gehen, sondern als würdest du ausschließlich einen Konflikt konstruieren wollen, um dich dran reiben zu können.

Howard - 28/4/2012 um 11:09

Und noch was brauchbares gefunden zu deiner anfänglichen Frage ?

Chtonia - 28/4/2012 um 15:48

Abseits meines Updates nicht, nein. Zumindest nicht in irgendeiner Literatur.

Howard - 29/4/2012 um 08:01

Na ja, leider hat der Text weniger Augenmerk und Aufsehen erregt, als ich selber erhofft hätte. Nur von kurzer dauer waren einige "Zuckungen" in magischen "Kreisen", obgleich einige ihr denken und handeln überarbeitet haben, bin ich mir doch gleichsam ziemlich sicher, das ein großer Teil magisch arbeitender Menschen, genau den Problemen wie im Text beschrieben, unterliegen. Nun liegt der Artikel eine Zeit lang zurück aber wirklich aufgegriffen und weitergearbeitet wurde kaum, es gibt einige Ansätze die ich gerne zu Verfügung stellen würde, wenn es beliebt. Ich glaube jeder der den Text begriffen hat, ist sich bewusst warum und weshalb man kaum etwas ließt und mal kein Buch über solche Probleme und Denkweisen geschrieben wurde, dabei ist es so allgegenwärtig. Es liegt sehr viel wahres Wort in diesem Text, heute aktueller als damals. Und in der Tat waren es ein paar Chaosmagier die gerade dort angesetzt haben, es gab nur kein brauchbares Publikationsorgan mehr.
Fazit: Ein jeder sollte sich den Artikel von Amathaon zur Gemüte führen und vielleicht sogar einrahmen lassen.

Chtonia - 29/4/2012 um 09:15

Du warst eigenen Angaben nach 20 bei Erscheinen des Artikels.
Ich bezweifle, dass mehr als ein verschwindend geringer Rest an Menschen in diesem Alter die geistige Reife und vor allem die Beziehungen besitzt, beurteilen zu können, welche Auswirkungen ein einzelner Artikel auf ne informelle Gruppe hat.

Und auch wenn es von meinem ursprünglichen Thema zumindest in meiner Welt abrückt: Es beliebt.


[Editiert am 29/4/2012 um 09:16 von Chtonia]

Howard - 30/4/2012 um 07:27

Sehr spannend welche große und gewichtige Rolle das alter immer noch spielt. Gerade unter zauber wirkenden Menschen, klingt wie klassische Vorurteile ... oder muss ich erst einen schloh weißen Rauschebart und 100 Jahre alten Eichengehstock besitzen ?
Aber deine Zweiflungen sind berechtigt, durchaus denn woher auch willst du mich kennen .

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