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Autor: Betreff: Rückwirkung eigener "Schadensmagie" ?
Magus
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Cruihn
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red_folder.gif erstellt am: 26/2/2016 um 19:15  
Zitat:
'Dann kannst du natürlich auch mit Flüchen arbeiten, indem du ihm "Angst", "Zweifel" und Ähnliches in seine Gedanken streust. Oder du konfrontierst ihn mit Schuldgefühlen. Fragt sich eben nur, wie weit du da gehen willst und was du bereit bist dafür selbst zu ertragen.'
Zitat Ende!


Aufgrund des obigen Zitats aus einem anderen Thread, möchte ich das Thema hie mal aufgreifen und meine Fragen dazu loswerden.

Ich glaube nicht an Karma, an Sprüche wie: 'Alles was du tust fällt auf dich zurück ', oder ähnliches.
Aber mir ist auch aufgefallen das gerade im Bereich Schadensmagie (ich nenn es jetzt einfach mal so), Flüche etc. dann doch auch das eigene Leben sehr turbulent werden kann (milde ausgedrückt).
Mir geht's hier weniger um das warum, sondern eher darum, was sind eure Erfahrungen damit? Wie schützt man sich gegen solche 'Rückschläge'. Gibt es einen effektiven Schutz oder ist so etwas doch unvermeidlich? Oder liegt der Fehler in meiner Denkweise/Moral o.ä.?

Ich frage eher allgemein als aus einem aktuellen Grund, nur ist das etwas was mir im Laufe der Zeit aufgefallen ist und jetzt hier im Forum Grade aktuell ist.

Gruß
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Magister Templi
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Schwarzer Hase
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red_folder.gif erstellt am: 26/2/2016 um 20:35  
Ich würde sagen das hängt im Wesentlichen davon ab, WIE man jemandem schaden will, ob der Schaden DAUERHAFT sein soll und welche METHODE man dafür wählt. Früher hab ich viel mit Schadmagie gearbeitet, inzwischen nicht mehr so (ich habe einfach gemerkt, dass es i. d. R. auch andere effektive Methoden gibt um ein Problem zu lösen). Grundsätzlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass je größer und je langfristiger der Schaden sein soll, umso größer und länger der Rückfluss den Magier trifft.

Bei leichtem Schaden auf kurze Zeit gibt es eigentlich kaum Rückflüsse auf den Magier selbst, sodass man auch keine Schutzmaßnahmen ergreifen muss. Z. B. wenn man jemandem in einer bestimmten Situation ein Bisschen Angst machen will, weil er sich über einen lustig gemacht hat.

Bei den anderen Kombinationen hatte ich bisher immer einen Rückfluss. Dabei waren es zum Teil die gleichen Effekte, die ich dem Ziel meiner Magie angedacht habe, zum Teil waren es aber auch komplett andere Effekte.
Einen großen Unterschied macht es da, ob man mit Wesenheiten arbeitet. Mit diesen kann man im Falle eines Schadzaubers im Rahmen des erteilten Auftrags auch die Rückwirkungen auf einen selbst verhandeln und damit einige ungewollte Rückflüsse von vornherein ausschließen.
Bei Flüchen fallen i. d. R. die gleichen Effekte in abgemilderter Form auf einen selbst zurück, wie sie das Ziel des Zaubers getroffen haben. Dafür gibt's hier unter Umständen ein paar Zusatzrückwirkungen, z. B. in Form von Schuldgefühlen oder Zweifeln an der eigenen Entscheidungsfähigkeit.
In der Variante mit aufgeladenen Gegenständen übergibt man dem Ziel quasi den Effekt der Magie, sodass sie sich nicht mehr gegen einen selbst richten kann (es sei denn man bekommt den verzauberten Gegenstand zurück und die Magie ist noch nicht verbraucht). Hat man aber kein Opfer oder nur ein unzureichendes Opfer für die Magie erbracht, holt sich die Magie dann eigenständig den offenen "Restpreis" zzgl. Zinsen mit ganz anderen Effekten.

Im Grunde ist man umso besser geschützt, je höher der Preis ist, den man für den Zauber zahlt. Ich habe meist ein höherwertiges Opfer erbracht als für den Effekt an sich wirklich nötig gewesen wäre, und dann in die Magie Klauseln über den Wirkungsrückfluss eingebaut bzw. verschiedene Rückflüsse ausgeschlossen. Gerade wenn man einen Vertrag mit einer Wesenheit macht oder noch besser die Wesenheit eigens für den Auftrag erschafft, hat man da großen Gestaltungsspielraum und kann viele oder auch alle schädlichen Rückflüsse von vornherein ausschließen.

Generell arbeite ich ohnehin sehr viel mit Schutzmagie, insbesondere um mich gegen die Rückwirkungen meiner eigenen schwarzen Magie zu schützen. Bis zu einem bestimmten Grad funktioniert das ganz gut. Man darf eben nur nicht versuchen sich gegen das Opfer zu schützen, welches man für den Schadzauber erbringt. Dann geht die Sache mächtig nach hinten los (ist ja eigentlich auch logisch).

Irgendwann habe ich mal angefangen, mir vor großen schwarzmagischen Attacken auf Andere von den Nornen die Varianten meines Schicksals zeigen zu lassen, wenn ich mein Vorhaben so oder so durch ziehe. Gegen ein entsprechendes Opfer waren die Drei dann bereit, den Eintritt einer bestimmten Zukunftsvariante aus dem Pool der möglichen Ereignisse zu streichen. Das ganze Verfahren ist aber nicht gerade billig... wie Werdandi mal sagte: "Schicksalsänderungen wollen gut vergütet sein. Leistung kostet, so ist das eben."


So, keine Ahnung ob das jetzt allgemein gültige Regeln sind. Jedenfalls sind das die Rückwirkungen, die ich bei mir bisher beobachtet habe. :P

Ich kann dir sonst auch ein paar Beispiele geben, wenn das jetzt zu abstrakt war.
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Magus
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Cruihn
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red_folder.gif erstellt am: 26/2/2016 um 21:16  
Nein das war nicht zu abstrakt. Danke für die ausführliche Antwort.

Im großen und ganzen deckt sich das ja auch mit meinen eigenen Erfahrungen, deshalb ja dieser Thread, wobei ich bisher nicht mit opfern für die Magie gearbeitet habe.

Beim Umgang mit Wesenheiten hatte ich bisher auch keine Probleme, hier arbeite ich persönlich nichtmal mit Schutzzaubern. Ist einfach nicht nötig.

Alles andere, z.b. Flüche, war bisher eben wesentlich problematischer, gerade wenns 'hässlicher' wurde, war der 'Rückschlag' auf mich selbst sehr interessant (gerade wenns dann das eigene Leben komplett auf den Kopf stellt). Und genau das ist eben der springende Punkt dieses Threads.

Gruß
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Philosophus
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red_folder.gif erstellt am: 26/2/2016 um 21:39  

Zitat von Cruihn, am 26/2/2016 um 19:15
Mir geht's hier weniger um das warum, sondern eher darum, was sind eure Erfahrungen damit? Wie schützt man sich gegen solche 'Rückschläge'. Gibt es einen effektiven Schutz oder ist so etwas doch unvermeidlich? Oder liegt der Fehler in meiner Denkweise/Moral o.ä.?

Wie man sich dagegen schützt: Indem man einfach systematisch vorgeht, keine Wunder und keine Instant-Wirkungen erhofft, und NICHT mit Eigenenergie arbeitet.

An der Moral liegt es mMn nicht. Eher daran, dass ein guter Teil der westlichen Magie durchsetzt ist mit Fragmenten von Psychologie.
Wenn man einen Deal mit Mächten, die man nicht wirklich einschätzen kann und in einem menschlichen Sinne nicht "kennt", machen möchte, dann sollte man sich das vorher gut überlegen, und es dann einfach tun.

Wenn man von einer Brücke springt und sich dabei vorstellt, man springe da nicht ins Wasser, sondern dem Chef auf den Kopf, ändert das nichts daran, dass der eigene Körper damit zurechtkommen muss, von der Brücke gesprungen zu sein.
Wenn man die Psyche oder, um bei religiös-magischen Begrifflichkeiten zu bleiben, die Seele oder auch bloß das eigene, gefühlte "Ich" in einen gedanklichen Krieg schickt, dann wird man mit dem Krieg auch zurechtkommen müssen, und kann sich nicht bloß die Rosinen rauspicken.
Wenn man anfängt, mit Wesenheiten zu arbeiten, die nicht der materiellen Welt entspringen, muss man sich der Sichtweise öffnen, dass es solche Wesenheiten überhaupt gibt - und vielleicht nicht alle nur knuddeln wollen.
Und wenn man negative Energie in den Raum schießt, muss man damit rechnen, dass sie dann einerseits in dem Raum vorhanden ist, und IRGENDWAS treffen kann, und andererseits muss man dann mit der Perspektive umgehen, dass, wenn man selbst das kann, es sicherlich so einige andere Leute auch können. Und irgendwer wird schon dabei sein, der stärker oder bösartiger oder beides ist als man selbst.

Man braucht gar nicht an esoterisches Karma glauben, um sich auszurechnen, dass schadensmagische Praktiken Probleme nach sich ziehen können.
Es reicht schon, sich einfach mal die Ursachen und die Perspektiven anzusehen, die man selbst erschafft.

Die besten Schadensmagier sind immer noch die Gotteskrieger: Denn sie wissen nicht nur nicht, was sie tun - sie wollen's auch gar nicht wissen. Ihr Gott lobt es grundsätzlich, wenn sie einfach glauben und nicht nachfragen.
Solchen Leuten fällt es entsprechend leicht, jede Art von Schaden anzurichten. Sei der materiell oder sonstwie. Sicherlich ist ihr Gott ihrer Meinung. Und entsprechend handeln sie ja auch nur im Interesse und im Namen ihres Gottes.
Der Rest von uns muss hin und wieder nunmal damit leben, ein schlechtes Gewissen zu haben. Und dass das mindestens zu Bauchschmerzen führen kann, wissen wir ja alle spätestens seit der Judenbuche.
:-)


[Editiert am 26/2/2016 um 21:39 von Sarija_]
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Cruihn
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red_folder.gif erstellt am: 27/2/2016 um 04:53  
@Sarija
Ich meinte mit 'Rückschlägen' nicht die Gegenwehr des anderen, sondern den 'Rückschlag' des eigenen Zaubers.
Insofern geht es also weder um Krieg, noch darum dass ich mir nicht möglicher Konsequenzen bewusst bin, falls der gegenüber solche Dinge auch beherrscht.

Ich gebe ein Beispiel: Wenn ich ein Gewehr abfeuere, dann erwarte ich, dass die Kugel irgenwo vor mir einschlägt und nicht mich selbst trifft, das was mich trifft, ist lediglich der Rückschlag des Gewehrs aufgrund der kinetischen Energie des geschosses. Mir geht es also genau um diesen Rückschlag und nicht darum das evtl jemand auch was abfeuert oder ich nicht weiß wohin die Kugel fliegt.

Gruß
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Philosophus
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red_folder.gif erstellt am: 27/2/2016 um 08:25  
Heyho,

Zitat von Cruihn, am 27/2/2016 um 04:53
Ich gebe ein Beispiel: Wenn ich ein Gewehr abfeuere, dann erwarte ich, dass die Kugel irgenwo vor mir einschlägt und nicht mich selbst trifft, das was mich trifft, ist lediglich der Rückschlag des Gewehrs aufgrund der kinetischen Energie des geschosses. Mir geht es also genau um diesen Rückschlag und nicht darum das evtl jemand auch was abfeuert oder ich nicht weiß wohin die Kugel fliegt.

ist mMn eine Fehleinschätzung.

Wenn du nicht genug mentale Kraft hast, und dein Gegner stärker oder stabiler ist als du, bedeutet ein magischer Rückschlag, dass du mindestens zurückbekommst, was du selbst aussendest.
Ist eher mit einem Tennisball zu vergleichen als mit einer Gewehrkugel. Gibt ja keinen Apparat, der dich dabei unterstützt, genug Energie aufzubringen, um gegen einen vernünftigen Schutz tatsächlich was zu bewirken. Das musst du, wie beim Tennis, schon selbst machen, wenn du selbst schießt/schlägst.
Oder, wie im Nachbarthread schon erwähnt: Du lässt jemand Anderen für dich spielen, der das hoffentlich besser kann als du selbst. Da du selbst dann allerdings am Spielfeldrand stehen bleibst, ist immer noch nicht ausgeschlossen, dass jemand dich als den Urheber das Ganzen identifiziert und dich dann trotzdem mal ein Ball trifft.

Damit, dass Erschöpfung etc., die wirklichen reinen "Neben"wirkungen des Schlagens, ebenfalls Auswirkungen auf dich haben können, muss man einfach noch obendrauf zurecht kommen. Aber das ist nicht das, was ich unter einem "Rückschlag" verstehen würde.

Beispiel: Wenn du jemandem negative Gedanken einpflanzen willst, und der die mentale Kraft hat, das abzublocken, kann es ganz gut sein, dass du selbst mit der negativen Absicht da herumstehst, und deine ganze schöne Angriffsenergie bei dir selbst hängenbleibt, weil dein Ziel in der Lage war, sie nicht anzunehmen.
Da kann man dann schonmal dran ersticken.

Das sind alles gute Gründe, sich zu überlegen, ob man überhaupt mit Schadensmagie herumspielen sollte. Leute, die aus der Teenager-Phase heraus sind, in der sie sich einfach total mächtig fühlen und sich einfach mal an anderen Leuten abreagieren wollen, verwenden sowas wie Magie nicht aus guten Gründen dazu, andere anzugreifen. Spätestens, wenn man sich mal die Finger an jemandem verbrennt, der tatsächlich stärker ist, wird jede/r begreifen, wieso.
In den allermeisten Fällen gibt es andere und bessere Lösungen.


[Editiert am 27/2/2016 um 08:29 von Sarija_]
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Magus

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 27/2/2016 um 11:25  
Nach meiner Wahrnehmung HAT es bereits längst zurückgeschlagen - ehe man den Schadens-Zauber überhaupt gewirkt hat.

Jemand, der Rachezauber liebt - hat eine unerlöste Disposition in sich, die Opfersituationen anzieht - welche eine Rache GERECHTFERTIGT scheinen lassen - vor sich selber.

Oder man sucht sich aus einer unbewußt selbstkreierten Opferposition heraus magische Helfer - und verschwendet deren Energie, weil man so ewig andere in die Netze seines Karmas einspinnt - anstatt diese für sich selber aufzulösen.

Kurz: das, was einen innerlich veranlaßt, Schaden zu kreieren und Sitiationen anzuziehen, die das Kreieren von Schaden rechtfertigen oder sinnvoll scheinen lassen - das hat längst schon zurückgeschlagen - und tut es wieder und wieder.

grüssli merlYnn
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Magus
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Cruihn
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red_folder.gif erstellt am: 27/2/2016 um 18:35  
OK, der Thread kam wohl falsch an.

Nein ich hab nicht vor ständig mit Flüchen um mich zu werfen weil ich da Grad geil drauf bin ;). Das sollte also keine psychologische - oder moraldiskussion werden.

Mir ging es um den Effekt des Rückschlags.

Dahingehend @Sarjia: ja wenn meine eigene Energie 'abprallt' seh ich so einen Rückschlag ein und das erscheint mir auch logisch, nur eben nicht in dem Fall, daß meine Energie trifft und wirkt.
Und trotzdem hat man in dem Fall ebenfalls einen Rückschlag. Der ist es welcher mich interessiert.

@Merlin: ja ich stimm dir in dem Fall zu. In dem Moment in dem man es für nötig erachtet "Rache" zu nehmen, hängt man schon mitten drin und man gibt dem gegenüber mehr Einfluss auf einem selbst, als er anders haben würde. (hat glaub ich in dem anderen Thread schon jemand ähnlich geschrieben sry für die Wiederholung)

Trotzdem danke für die antworten.
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Eldr
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red_folder.gif erstellt am: 27/2/2016 um 19:50  
Meines Erachtens gehören sowohl Rache als auch der Wunsch nach Gerechtigkeit zum Bedürfnis den erlittenen Schaden auszugleichen,nur das Rache meistens eine übertriebene Reaktion darstellt. Ich habe, so wie der Hase festgestellt, dass man den Preis automatisch zahlt, einen Rückfluss meiner Magie habe ich nur bemerkt, wenn der Zauber exzessiv verwendet wurde.

Ein effektiver Schutz ist / sind z.B. ein magischer Zwilling, Schutzgeister, Vertraute ( in Form von Haustieren,oder auch Menschen , die das mögliche Ungleichgewicht abfangen,den Preis für die Handlung selbst zahlt "immer" der Magier )... diese Art von Schutz mag ich nicht, denn man schiebt die Verantwortung der eigenen Handlungen auf andere Lebewesen!
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red_folder.gif erstellt am: 27/2/2016 um 20:41  

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 27/2/2016 um 11:25
Nach meiner Wahrnehmung HAT es bereits längst zurückgeschlagen - ehe man den Schadens-Zauber überhaupt gewirkt hat.

Jemand, der Rachezauber liebt - hat eine unerlöste Disposition in sich, die Opfersituationen anzieht - welche eine Rache GERECHTFERTIGT scheinen lassen - vor sich selber.

Oha, "Opfersituationen" anziehen?
Da interpretierst du ja eine ganze Menge hinein, beziehungsweise propfst dem Ganzen ja eine Menge an Glaubenssätzen auf.

Möglicherweise bist du noch nie situationsbedingtes aka zufallsbedingtes Opfer einer Gewalttat geworden, und hast auch noch nie mit Menschen zu tun gehabt, denen das so gegangen ist.
Sicher ziehen ständig stänkernde, bösartige Menschen nicht gerade Sympathien auf sich.

Attacken anderer Menschen allerdings bekommt man durchaus vor den Latz geknallt, ohne selbst bösartig sein zu müssen. Was z.B. die allermeisten homosexuellen Männer aus erster Hand wissen dürften. Die, die sich outen, aus direkter Erfahrung, und die, die sich nicht outen, weil sie wissen, wieso sie das nicht tun.
Und wenn man dann mal eine Faust abbekommen hat, weil man schwarz war oder schwul, und die Person, der man über den Weg gelaufen ist, ein Nazi ... ist das Problem die Gewalttätigkeit des Nazis, nicht der Person, die schwarz war oder schwul. Um nur mal ein typisches Beispiel zu nennen, wie man begründet in die Situation geraten kann, Rachegelüste zu entwickeln (gegenüber dem Nazi nämlich, wenn der in der Situation stärker war, und die Tatsache, dass er im Unrecht ist, daran nichts ändert).

Rachegelüste sind ein natürliches Resultat aus erfahrenem Unrecht. Ich stimme schon zu, dass sie ein Problem werden können, wenn man sie exzessiv verfolgt.
Andererseits ist unser Rechtssystem darauf ausgelegt, das Gerechtigkeitsempfinden wiederherzustellen, indem es die Entscheidung der angemessenen Rache/Strafe einer unparteiischen Instanz überlässt. Soll heißen, der Wunsch nach Rache ist Teil unserer Gesellschaft, und die Akzeptanz und Durchsetzung derselben ebenfalls.

Sorry für das OT. Aber diese typisch esoterische Marotte, Opfern die Schuld zuzuschieben, finde ich ehrlich gesagt einfach nur zum Kotzen.
Vor allem, wenn man das dann noch an Gedanken wie den knüpft, dass biologische und psychisch völlig normale Reaktionen auf Gewalt das Problem wären. Und damit den Druck noch weiter auf das Opfer legt, nach dem Motto: Es würde sich alles von allein erledigen, wenn deine Psyche einfach nur endlich mal tot wäre, und keine Gegenreaktionen mehr erzeugen würde.

Schönes, verwöhntes Europa.
Wer im falschen Viertel wohnt, geht ab einer gewissen Uhrzeit einfach nicht mehr vor die Tür. Und falls doch, dürfte es vollkommen egal sein, wieviel oder wenig Negativität man in sich trägt. Weil es vollkommen ausreicht, wenn man sich unter Menschen bewegt, die willens und in der Lage sind, ihre eigene Negativität ungestraft an Anderen abzureagieren.
Opfer kann man durch Ungeschicklichkeit werden, durch Dämlichkeit, oder einfach nur aus PECH. Und ich nehm mal an, wenn man von Psychologie und Esoterik die Finger ließe ... könnte man einfach mal akzeptieren, dass Pech eben Pech ist. Und sich nicht ständig Ideen zurechtlegen, die Sicherheit implizieren, indem sie versuchen, eine Regel und einen vermeintlichen Fehler im Opfer zu finden.
Spätestens, wenn man im betreffenden verkehrten Viertel mal wohnt, ist man gut beraten, das zu begreifen.


[Editiert am 27/2/2016 um 20:48 von Sarija_]
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Magus

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 01:03  

Zitat von Sarija_, am 27/2/2016 um 20:41

Sorry für das OT. Aber diese typisch esoterische Marotte, Opfern die Schuld zuzuschieben, finde ich ehrlich gesagt einfach nur zum Kotzen.


Ich auch! Allerdings meine ich eine Disposition, wo Rache oder Schadenszauber wichtiger ist als eine Lösung. Dass man sich von außen schon fragt: worum geht es hier eigentlich?

Es geht weder darum dem Opfer die Schuld zuzuschieben - noch Täter zu schützen. Aber manchmal scheint bei Leuten Schadensmagie irgendwie im Zentrum des Lebens zu stehen - und Lösungen wollen gar nicht gesehen werden. Zu Lösungen gehört auch die Konfrontation der Täter mit ihrer Tat - und Konsequenzen. Für das Opfer, die Erfahrung zu verarbeiten - die Situation für sich zu verändern.

Schadensmagie kommt nicht als eine erwachsene Form der Verarbeitung daher ...

Der Rückschlag ergibt sich nicht aus moralischen Überlegungen - sondern daraus, dass wir uns in einem Netzwerk von Energien bewegen. Ein Netzwerk aus Vergangenheit und Zukunft - und Verknüpfung mit anderen Entitäten.

Ich würde eine Magie bewirken, dass versteckte Dinge hochkommen, ans Licht kommen.

Und für mich Formen finden, mit der Situation besser zu kommunizieren. Das kann die Frage sein: wie kann ich besser mit einem Messer kommunizieren. Oder: was kann ich juristisch unternehmen. Aber auch oft: wo gehöre ich wirklich hin.
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Philosophus
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Hi wieder,


Zitat von GeorgeTheMerlin, am 28/2/2016 um 01:03
Ich auch!

Okay.

Zitat:
Allerdings meine ich eine Disposition, wo Rache oder Schadenszauber wichtiger ist als eine Lösung. Dass man sich von außen schon fragt: worum geht es hier eigentlich?

Na, das ist gut, wenn man sich das fragt. Solange man es sich allerdings selbst ehrlicherweise fragen muss, weil man's allzu sicher nicht weiß, sollte man das dann so offen auch formulieren, und bei Unterstellungen oder Verallgemeinerungen dieser Art vorsichtig sein. Soll heißen, vielleicht mal hinterfragen, ob die eigene verallgemeinerte und einseitige Sichtweise angemessen ist.

Einigen Menschen, die extrem im Ungleichgewicht sind, kann man es tatsächlich schnell anmerken, ob sie ihre Entscheidungen überhaupt noch rational treffen, oder rein von irgendeiner Art von Emotion geritten werden. In den allermeisten Fällen allerdings lassen sich solche Gewohnheitsaspekte übers Netz, bei einer Person, die man meistens noch nicht EIN Mal real gesehen hat, ganz schön schlecht einschätzen. Weswegen man mMn mit solchen Verallgemeinerungen vorsichtig sein sollte. Und mit den daraus abgeleiteten Interpretationen auch.

Manchmal ist Rache, zur Not auch eine symbolische, einfach das, was die eigene Psyche braucht, um eine Geschichte abzuschließen.
Es gibt Leute, die klären im eigenen Freundeskreis Auseinandersetzungen auch mal mit einer kleinen Käbbelei, einfach um die Energie abzureagieren. Sich politisch korrekt zu verhalten, indem man eine friedliche "Lösung" findet, während man aber eigentlich alles im eigenen System behält, kann auf Dauer ziemlich vergiftend sein.

Wenn man sich als Satanist oder Materialist hin und wieder mal hinstellt und ein sehr ernst gemeintes Schadensritual für die Leute veranstaltet, von denen man ehrlich meint, dass sie es verdienen, hat das auch was von einer Selbstreinigung, verbunden mit Selbstakzeptanz. Da zur magischen Arbeit dazugehört, das Zeug am Ende loszulassen, ist es bei dieser Motivation dann auch irrelevant, ob es funktioniert.

Ich für meinen Teil habe schon negative Dinge losgelassen, ohne dass ich irgendeine Art von Rückschlag kassiert hätte. Seltsamerweise sogar in einer Phase, in der ich durchaus noch nicht in der Lage gewesen wäre, KEIN schlechtes Gewissen dabei zu haben.
Der Preis, den man zahlt, ist vermutlich eine andere Geschichte, und wenn man sich mit dem falschen Mensch oder Wesen anlegt, wird man auch ohne Blessuren nicht davonkommen. Aber wie ich es mal ausdrücken würde: Wenn man eine magische Aktion ausführt und einen Rückschlag kassiert, obwohl die Sache gewirkt hat, der Gegner getroffen wurde und sich auch nicht gewehrt hat, macht man vermutlich einfach irgendetwas falsch.

Meine few cents dazu.


[Editiert am 28/2/2016 um 08:35 von Sarija_]
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 09:37  
Sarija_, ich muss Merlin recht geben. die Opferhaltung wirkt. Da das Opfer immer einen Täter braucht, wird es einen Täter anziehen (Gesetz der Resonanz). Damit kann die Opferlüge (Opfer sind Täter im Schafspelz) auch aufrecht erhalten werden. Ob dir das passt oder nicht, ändert nichts an diesen geistigen mustern und Gesetzen.

Bzgl. der Schadensmagie habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mich durch bestimmte Techniken (insbesondere Paradigmenwechsel) punktuell schützen kann, aber es kann an anderer Stelle zurückkommen.
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 10:02  

Zitat von Alles und Nichts, am 28/2/2016 um 09:37
Sarija_, ich muss Merlin recht geben. die Opferhaltung wirkt. Da das Opfer immer einen Täter braucht, wird es einen Täter anziehen (Gesetz der Resonanz).

Wie erwähnt, mit irgendeiner Resonanz hat das nichts zu tun.
Menschen, die früh in ihrem Leben bereits geschädigt werden, vorzugsweise durch Bezugspersonen, tendieren dazu, per Körperhaltung etc. zu signalisieren, dass sie sich nicht wehren werden. Und werden von daher von potentiell übergriffigen Leuten aufgrund dessen auch vorzugsweise als Opfer ausgewählt - die allermeisten Täter wollen keine Gegner, sondern Opfer.

Zitat:
Damit kann die Opferlüge (Opfer sind Täter im Schafspelz) auch aufrecht erhalten werden.

Na, das ist aber nicht so.
Studien belegen, dass Männer, die früh zu Opfern werden, u.a. im Zuge ihrer eigenen Sozialisierung und beim Austesten ihrer Männlichkeit häufig die Erfahrung machen, dass es okay ist, sich an Anderen abzureagieren. Von daher werden die tatsächlich häufiger dann selbst zu Tätern.
Frauen werden zur Ausübung körperlicher Gewalt in unserer Gesellschaft weniger ermutigt, machen meistens diese Erfahrung nicht, und werden dann häufig zu Opfern.
Erwähnt werden sollten dann noch Leute, die in der Lage sind, zu verarbeiten, was man ihnen angetan hat, und/oder zumindest so viel Selbstbeherrschung bewahren, dass sie weder das Eine noch das Andere werden.

Was auch richtig ist, oder als Hypothese zunehmend anerkannt wird, ist der Begriff des "Introjekts" - soll heißen, wenn man nunmal übergriffiges Verhalten erfährt, sind wir dank unserer Spiegelneuronen schon in der Lage, das als Kopie dieses Verhaltens in uns zu behalten. Sehr, sehr viele Opfer allerdings behalten diese Kopie bloß in ihrem Inneren, so dass sie sie selbst weiterhin ständig schädigt - als strafende Stimme des strengen Vaters im Kopf, beispielsweise, als ständige Todesdrohung, wenn das und das falsch gemacht wird - was auch immer Täter ihren Opfern antun. Je früher, desto wahrscheinlicher, dass das funktioniert.
Von der Sichtweise aus stimmt es schon, dass es so jemandem, der das ständig im Kopf hört, schwerer fallen wird, Verhalten etwas entgegenzusetzen, das im Außen stattfindet, und dem innerlich erlebten gleicht oder ähnelt.
Gar nicht selten sind das allerdings vergebliche Versuche, die Stimme im Kopf in den Griff zu bekommen. Denn da das einfach eine gespeicherte Information ist, die sich immer wiederholt, sind die Chancen gering, etwas daran zu ändern.

Aber weißt's, was eben AUCH passieren kann, wenn man jemanden, der ein anständiges Geschöpf ist, anfleht, einen bescheiden zu behandeln: Dass der Jemand das einfach nicht tut.
Da gehört schon Selbstbeherrschung dazu. Und die haben sehr viele Menschen nicht. Aber möglich ist das schon. Und so passiert am Ende dann auch wirkliche Heilung.
Wohingegen das Geschwafel vom Opfernimbus meistens nichts Anderes ist als der klägliche Selbstschutz der Idee, einem selbst könne das nicht passieren.

Hypothetisches Beispiel: Wenn die Statistik sagt, dass 30% der Menschen in einer Gruppe in ihrem Leben mal Gewalt erleben werden, aber 80% oder 90% der Menschen nicht glauben, dass ihnen selbst das mal passieren wird, haben wir hier ungefähr 10-20% an Menschen, die falsch liegen werden. Es ist komfortabel, sich Gründe zu überlegen, wieso man selbst nicht zu den 30% gehören wird. Aber wenn man dann zu Silvester am Kölner Hauptbahnhof umsteigen möchte, wo sich einfach Täter finden, die systematische gewaltsame Übergriffe ohne Beachtung der Person planen, wird das alles nicht viel helfen.
Das Weltbild eines Menschen, der allem einen Sinn geben will, kann unter solchen Erfahrungen dann schonmal leiden. Dabei ist es eigentlich einfach nur das, was den Unterschied zwischen einer Fliegenlarve ausmacht, die im Speck wachsen darf und der, die dank Schädlingsbekämpfer früh draufgeht: Glück oder Pech.
Zitat:
Ob dir das passt oder nicht, ändert nichts an diesen geistigen mustern und Gesetzen.

Dass das Gehirn nunmal funktioniert, wie es funktioniert, bestreite ich ja gar nicht.
Das Problem in der Esoterik und bei der trivialen Interpretation dieser Vorgänge läuft meistens darauf hinaus, dass eine moralische Komponente ins Spiel kommt.

Es ist schon richtig, dass man durch niedergeschlagenen Blick, ängstliches Ausweichen, schlaffe Körperhaltung, hängende Schultern signalisiert, dass man sich gegen einen Übergriff nicht wehren wird. Oder durch übermäßige Nervosität und Angst signalisiert, dass man gleich in Paralyse fallen wird, wo man sich nicht wird wehren können.
Trotz all dieser verlockenden Einladungen braucht es aber immer noch einen Menschen, der die Entscheidung trifft, diese günstigen Faktoren ausnutzen zu wollen, weil er gerade Lust hat, sich abzureagieren.

Und wenn man nunmal in einer Bank oder beim Juwelier arbeitet, wird man ggf. auch einfach das Pech haben, traumatisiert zu werden, weil das nunmal Orte sind, bei denen Menschen sich schonmal vornehmen, sich auch mit Gewalt zu bereichern. Ob man dann traumatisiert wird, hängt nicht davon ab, ob man solche Erfahrungen schon gemacht hat.

Es ist verdammt vielen Zielpersonen oder Überlebenden gegenüber arg rücksichtslos, wenn man mit solchen gesellschaftlich akzeptierten Ideen am Ende ihnen zumindest eine relevante Mitschuld daran unterstellt, dass ihnen etwas passiert ist. Aber dass es da noch jemanden gibt, der die Entscheidung getroffen hat, sich gewaltsam zu bedienen, und wie brutal und egoistisch so ein jemand sein muss - naja, das wird schon jemand sein, der dann auch egoistisch genug ist, auf abwertende Meinungen nicht viel wert zu legen. Wenn also ein Täter eh schon Egoist ist, und sich kein schlechtes Gewissen machen lässt ... und man aber gern irgendwem die Schuld zuweisen will, oder mit jemandem rücksichtslos umspringen will ... dann nimmt man sich dazu vorzugsweise jemanden, der gerade schon traumatisiert IST. Und wenn der- oder diejenige sich dagegen wehren sollte, bedeutet das ja schließlich nur, dass die These, auch diese Person sei letztlich nur ein "Täter" (schließlich lässt sie sich ja dann in dem Moment gerade NICHT zum Opfer machen, ne?), wohl was dran sein müsse.

Ja, ja, man sollte sich wirklich von Esoterikern, Psychologen und sonstig abergläubischen Menschen mit schwach entwickelter Ethik und übermäßigem Verständnis für Narzissten fernhalten, wenn man psychisch aus sehr realen Gründen angeschlagen ist.
Wie traurig, dass ausgerechnet da Leute zu landen pflegen, die in ebendieser Situation gerade sind.

Zitat:
Bzgl. der Schadensmagie habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich mich durch bestimmte Techniken (insbesondere Paradigmenwechsel) punktuell schützen kann, aber es kann an anderer Stelle zurückkommen.

Paradigmen wie Hemden wechseln, wannimmer man jemanden trifft, der sich darin wie ein A**** verhält. Tolle Idee :D
Und dann auch noch mit der Gewissheit, dass es anderswo trotzdem zurückkommen kann? Na, da würd ich mir den Paradigmenwechsel doch glatt mal schenken. Ist ja nicht so, dass es Paradigmen gäbe wie Sand am Meer.

Wobei ich ja ernsthaft bezweifle, dass jemand, der so unkritisch mit Glaubenssätzen wie dem Opfernimbus umgeht, zu einem wirklichen Wechsel überhaupt in der Lage ist. Wenn man etwas glaubt, dann glaubt man's halt, ne?


[Editiert am 28/2/2016 um 10:11 von Sarija_]
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 12:41  
Sarija, ich habe nicht erwähnt, dass zwischen der Schadensmagie und der Erkenntnis, dass es auch an anderer Stelle und zu späteren Zeitpunkten, zu Rückkoppelungseffekten kommt - man könnte das auch Karma nennen, wobei ich Karma anders definieren, als es gemeinhin verstanden wird - ein Zeitraum von einem Jahrzehnt lag.

Ein Magier kann Paradigmen wechseln wie die Hemden oder ein Paradigma durchdringen. Das macht einen Unterschied. Wenn Du Dich auf ersteres beziehst, kann ich Deine diesbzgl. Erfahrungen nicht ernst nehmen, solltest Du keine Erfahrungen damit haben, kann ich Dich an dieser Stelle noch weniger ernst nehmen. Solltest Du der Meinung sein, dass Du die Technik des Paradigmenwechsel durchdrungen hast, muss ich sagen, nein, hast Du nicht.

Wenn ich von Opfer und Täter spreche, musst Du wissen, dass ich zuallererst meine, dass jeder in sich Opfer- und Täteranteile trägt. Mal ist der eine Hauptdarsteller in deinem Leben, mal der Andere, siehe auch Dein Bsp. mit den Opfern sexueller Gewalt. Du kannst daraus nur Erwachen, wenn Du Täterbewusstsein entwickelst. Täterbewusstsein hat nichts mit Gewalt sondern mit Kraft zu tun. In diesem Bewusstseinszustand hat man kein Interesse mehr an Schadensmagie und Schadensmagie kann an einen solchen Menschen auch nicht mehr andocken, sozusagen magische Unverwundbarkeit.

Das ist jetzt nicht persönlich zu verstehen, wenn ich Deine Zeilen lese und auch die Texte von Dir zu dem Thema Köln heranziehe (in der äußeren Zielsetzung sind wir hier sehr nahe beieinander) schmecke ich zwischen Deinen Zeilen eine Opferhaltung. Ich habe schon eine Ahnung, was nun kommen kann.
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 16:13  

Zitat von Alles und Nichts, am 28/2/2016 um 12:41
Das ist jetzt nicht persönlich zu verstehen, wenn ich Deine Zeilen lese und auch die Texte von Dir zu dem Thema Köln heranziehe (in der äußeren Zielsetzung sind wir hier sehr nahe beieinander) schmecke ich zwischen Deinen Zeilen eine Opferhaltung. Ich habe schon eine Ahnung, was nun kommen kann.

"Unverwundbarkeit" ist jedenfalls ein nettes Stichwort.

Ne, lass man, ich hab zwar selbst Dinge überlebt, und am eigenen Leibe erfahren, wie schmerzhaft diese Ignoranz, diese Gleichgültigkeit und die rücksichtslose Belastung durch die Schuldzuweisung an die eigene Person sich während eines Traumas anfühlen ... aber wenn ich an solchen Glaubenssätzen rüttle, tu ich das eigentlich nur für den Fall, dass im Publikum/bei den Mitlesenden irgendwer sitzt, der ein hinreichendes Maß an Mitgefühl, Selbstbeherrschung, Ethik und persönlicher Integrität hat, um sich mal dahingehend zu prüfen, ob und wie leicht er oder sie ebenso bereit wäre, Leuten, die gerade echt schon genug Blessuren davongetragen haben, noch die eine oder andere Schippe mehr aufzubürden.

Es ist eine traurige Wahrheit, dass Menschen, die negative Dinge mitgemacht haben, in der Esoszene landen, im weitesten Sinne.
Ich denke, da kann man hin und wieder mal an den Rest Menschlichkeit appellieren, der zwischen all den zusätzlich schädigenden Glaubenssätzen vorherrscht, die du ja treffenderweise auch schon als unabänderliche Regeln oder Gesetze dargestellt hast.

Das Problem ist nichtmal, dass die Leute bereit sind, über solche scheinbaren "Gesetze" nachzudenken. Sondern dass sie NICHT bereit sind, mal darüber nachzudenken, ob der Ursprung des Ganzen nicht vielleicht einfach eine Psyche ist, die bestimmte Dinge leichter für wahrer hält als andere - womit sie noch lange nicht wahr werden.
Ich finde es grundsätzlich problematisch, wenn man als wahlberechtigter Bürger einer Demokratie nie hinterfragt, wie man zu bestimmten Vorstellungen und Überzeugungen überhaupt kommt; wie das Lernen, das Verarbeiten von Informationen, das Bilden einer Meinung vor sich gehen; und wie sich das zunutze machen lässt, um ganz bestimmte Effekte zu erreichen.

Ein großer Teil der Glaubenssätze, die in der Eso-Szene als unumstößliche Regeln propagiert werden, sind nicht viel mehr als extrem verwässerte, abgekupferte und teils auch einfach arg falsch interpretierte Vorstellungen, die eine gewisse Frau Blavatsky sich nach oberflächlicher Kenntnis einer Mischung von östlichen und westlichen spirituellen Systemen zusammengebastelt hat. Was für eine Fakerin die Frau gewesen ist, kann heutzutage jede Person wissen, die sich dafür interessiert. Aber abgekupfert wird der Kram auch heute noch zu guten Teilen deswegen, weil das ja so schöne, eingängige, irgendwie zum Staunen animierende "Weisheiten" sind.
Dass man sich für eine Idee begeistern kann, bloß weil das Gehirn darauf programmiert ist, bestimmte Dinge toll zu finden, so weit kommt man im Denken aber wohl dann selten. Und, ach, daran wird's liegen: Wir sind ja im Westen sowieso zu "verkopft" und "denken zu viel" und fühlen zu wenig, sobald wir irgendeinen Mist nicht einfach brav glauben/schlucken.

Ich bin insofern einfach immer noch Idealist genug, um in Erwägung zu ziehen, dass einige Leute, die vielleicht gar nicht die Absicht hätten, Geschädigten noch eine Schippe draufzulegen, ihr Verhalten und ihre Glaubenssätze mal überdenken, im Interesse der Leute, denen da Schaden zugefügt wird.
Ich hab aber auch kein Problem damit, und es überrascht mich nicht, wenn das NICHT passiert ;-)

Am Ende schreib ich in jeder Art von Forum bloß, weil ich gerade Lust darauf habe, das und das loszuwerden (vorzugsweise, wenn's zu den Themen passt, so sozialkonform bin ich meistens schon noch). Aber weder muss ich irgendwen überzeugen, noch irgendwen beschützen.

Aber du konntest dir ja schließlich denken, dass das jetzt kommt. Insofern schrieb ich es bloß für die übrigen Leute, die weniger hellsichtig sind als du.


[Editiert am 28/2/2016 um 16:17 von Sarija_]
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Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 16:17  

Zitat:
Es ist schon richtig, dass man durch niedergeschlagenen Blick, ängstliches Ausweichen, schlaffe Körperhaltung, hängende Schultern signalisiert, dass man sich gegen einen Übergriff nicht wehren wird.


Jepp. Um dann um so härter zuzuschlagen, wenn der andere siegesgewiss ist.


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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 16:21  

Zitat von Hephaestos, am 28/2/2016 um 16:17
Jepp. Um dann um so härter zuzuschlagen, wenn der andere siegesgewiss ist.

Ich frag mich immer, wie viele Jahre Kampftraining, und zwar wirklich Hartes, man durch haben muss, um mit der Tour erfolgreich zu sein.
Echte Profis sind eigentlich immer ganz froh, wenn sie mit einem vernünftig bestandenen Interview eine Eskalation verhindern können. Und das tut man NICHT, indem man sich als leichte Beute präsentiert. Durchaus im Gegenteil.

Ich würde mal behaupten, wer so regelmäßig ordentlich trainiert, wird schon vom Training her eine Körperhaltung mitbringen, die so sehr nach "unfit" nicht aussieht.
Und wer nicht irgendwann mal ein bisschen Kämpfen gelernt hat, dem wird vermutlich nichtmal das unter dem Mantel verborgene Messer, so vorhanden, wirklich viel bringen.

Menschliche Räuber jagen extrem selten allein.
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 16:28  
Zurück zum Thema "Schutz durch Paradigmenwechsel"
Zitat von Alles und Nichts, am 28/2/2016 um 12:41
Ein Magier kann Paradigmen wechseln wie die Hemden oder ein Paradigma durchdringen. Das macht einen Unterschied. Wenn Du Dich auf ersteres beziehst, kann ich Deine diesbzgl. Erfahrungen nicht ernst nehmen, solltest Du keine Erfahrungen damit haben, kann ich Dich an dieser Stelle noch weniger ernst nehmen. Solltest Du der Meinung sein, dass Du die Technik des Paradigmenwechsel durchdrungen hast, muss ich sagen, nein, hast Du nicht.

Nun, es war DEIN Vorschlag, dass man sich punktuell durch Paradigmenwechsel schützen könne. Dann erläutere doch mal an einem realistischen Beispiel, wie das bitte funktionieren soll.

Ich hab sehr tatsächlich schon mehr als ein magisches System geübt, mehr oder weniger erfolgreich. Spielerische Paradigmenwechsel betreib ich dank meiner Sympathie für Chaosmagie schon auch gern. Und was ich durchaus auch schon in meinem Leben durch habe, sind sehr echte Wechsel der gesamten Glaubens- und Denkweise.
Nachdem ich dank dieser Erfahrungen aber nunmal auch weiß, wie schwer ein vernünftiger Wechsel wirklich ist, halte ich es für massive Selbstüberschätzung, wenn wer meint, seine Glaubenssätze wirklich grundlegend situationsbedingt immer mal anpassen zu können. Richtige Glaubenssätze jetzt, nicht bloß die oberflächliche Interpretationsebene, zu der es mehrere Sekunden braucht, bis man rein gedanklich da angekommen ist.
Für wirkliche Reflexe ist es nach so einer Zeitspanne nämlich schlicht und ergreifend schon zu spät.

Aber gut, du hast das Thema Paradigmenwechsel aufgebracht. Statt sich hier gegenseitig Unwissenheit vorzuwerfen, ehe wir bloß mal definiert haben, was genau wir unter Paradigmenwechsel eigentlich verstehen, kannst du ja einfach mal beispielhaft erläutern, wie das bei dir schonmal funktioniert hat, und wie du es hinbekommst, dir Paradigmen wie Sand am Meer zu generieren, die alle für deinen Alltag funktionieren. Mein Standpunkt ist: So groß dürfte die Auswahl nicht sein.
Ich lerne aber immer wieder gern was Neues :-)

Andererseits hast du ja gleich eingeschränkt, dass irgendetwas ggf. trotzdem noch durch kommt. Soll heißen, offenbar gibt's gewisse Probleme bei der Technik, und an der Stelle könnte's für dich ja vielleicht interessant sein, wenn man sich das mal gemeinsam ansieht. Evtl. kommen wir gemeinsam auf irgendwelche Ideen, wo das Problem herkommen könnte, auf die du bislang nicht gekommen bist.
Was okay ist. Man hat halt seine Ideen und hängt da drin. Eine wirklich externe, nicht nur vorgestellt externe, Perspektive mag da ja vielleicht mal helfen. Am Ende ist bei dir zumindest die Hardware vermutlich immer dieselbe.


[Editiert am 28/2/2016 um 16:34 von Sarija_]
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Magister Templi
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 17:51  
Also hätte ich gewusst, dass meine kleine Anmerkung im anderen Tread hier so ne Welle schlägt... na egal.

Zum eigentlichen Thema zurück:
@Cruihn: Das Wort "Opfer" verwende ich im magischen Sinne sehr vielschichtig und wohl ein Bisschen irreführend. Für mich gehört da auch die Energie dazu, die man für die Magie selbst aufbringt, die man für die Absicht des Zaubers aufbringt und ggf. auch die Energie um die Wesenheit mit dem Auftrag zu betrauen. Gerade Wesenheiten nähren sich ja am Liebsten mit Energie. Also mit zur Verfügung gestellter "Kraft", aber auch sehr gerne von Emotionen und Erinnerungen. Insofern hast du also immer unbewusst ein "Opfer" gebracht, wenn du Schadmagie angewandt hast.
Meist gehe ich da aber noch weiter und biete z. B. weitere Erinnerungen der Wesenheit an, damit sie mich vor möglichen Rückschlägen schützt. Ich erteilte ihr sozusagen einen zweiten Auftrag. An der Stelle sollte ich wohl sagen, dass ich da in der Vergangenheit mitunter echt kranke Sachen mit Magie vollbracht habe...

Wie gesagt, beobachte ich zumindest einen möglichen Rückschlag bei jeder Art von Magie, die ich auf andere wirke, egal ob weiß oder schwarz. Aber gerade wenn es um schädliche Wirkungen auf andere geht mache ich mir da vorher meine Gedanken drüber. Habe ich mit der Zeit auch einfach aus meinen Rückschlagerfahrungen gelernt...
Ich muss auch zugeben, dass ich früher wirklich vielfach echt bösartig war... ob nun mit oder ohne Magieunterstützung. Einmal habe ich z. B. einen Mitschüler von mir wegen einer Lapalie einen schweren Unfall gewünscht. Zwei Wochen später wurde er von einem Auto angefahren und (neben einer ganzen Menge anderer Verletzungen) war sein rechtes Bein mehrfach gebrochen. So weit, so gut - allerdings habe ich fast zeitgleich (und damit bevor ich von seinem Unfall erfahren habe) selbst Schmerzen in meinem rechten Bein bekommen, wenn auch sicherlich nicht so heftig wie er. Das war einer meiner ersten größeren Flüche und ich hab mich nicht dagegen geschützt bzw. war auf den Rückschlag nicht vorbereitet. Selbst heute, nach über 12 Jahren, habe ich noch immer hin und wieder Schmerzen in meinem rechten Bein, obwohl sein Bein schon längst geheilt ist.


Zu den Off-Topics:
@Sarija_: Ich kann deinen Standpunkt nachvollziehen und in vielen Dingen stimme ich auch mit dir überein. Gerade was Mitgefühl und was das, wie du es ausdrückst, "andern noch eine Schippe drauflegen" betrifft. Musste ich aber auch erst über die Jahre mühevoll lernen... es gab Zeiten, da hätte ich mich selbst als das größte *blubb* auf diesem Planeten beschrieben.
Mal zum Thema Nahkampffähigkeiten: Ich mache seit über 15 Jahren mehrmals pro Woche Kampfsport und habe auch schon verschiedene Kampfsportarten durch. Zwei oder drei Normalos kann ich in ein paar Sekunden zusammenfalten. Aber wenn sie in Horden auftreten oder gar noch Waffen tragen... keine Chance. Da kann man eigentlich nur versuchen abzuhauen.

@Alles oder Nichts: Ich kann deiner Argumentation mit dem Paradigmenwechsel zwar theoretisch folgen, habe aber wie Sarija_ großen Zweifel daran, dass man das in der Praxis tatsächlich so umsetzen kann. Letzenendes bleibe ich immer noch ich - egal welches Paradigma ich mir gerade überstreife. Also ich zumindest kann das nicht. (Aber ich bin ja auch kein Maßstab...)
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 18:28  
@Hase:
So ist das eben manchmal mit dem Wellenschlagen;)
OK, wenn du 'opfer' so definierst macht es für mich Sinn und dann verstehe ich auch was du meintest, danke. Das hatte ich so nicht bedacht, weil das für mich selbstverständlich war.

@AuN: Paradigmenwechsel in dem Zusammenhang klingt zwar interessant, aber da es, wie du schreibst, auch nur punktuell ist, trifft dich trotzdem ein Rückschlag. Für mich interessant ist, das von nahezu jedem hier dieser Rückschlag in der ein oder anderen Form wahrgenommen wird, was mich in meiner Absicht des Threads schon weiterbringt.

Danke dafür an alle, auch wenn ich hier nicht auf jeden einzeln eingehe.

@sarjia: auf der einen Seite regst du dich über den Thread auf, weil du schadensmagie verteufelst, auf der anderen Seite fühlst du dich aber auch von jeder kleinen ausserung angegriffen und spielst immer wieder aufs schwul sein und die Nazis an. Ich muss kein Psychologe sein um zu sehen dass du da selbst noch zeit brauchst um etwas aufzuarbeiten (nein das soll kein Angriff sein).
Ein ernst gemeinter tip: geh mal für ein paar Wochen oder Monate ins Ausland, aber in eines das mit Europa wenig zu tun hat. Vielleicht ändert sich dann auch deine Täter /Opfer Sicht. Gerade wenn es ein Land ist, das vielleicht etwas gefährlicher oder unbeherrschter ist als das schöne wohlbehuetete Deutschland. Dort wirst du sehr schnell lernen, das sich die innere Sicht eben doch sehr schnell ins aussere spiegelt wenn du auf der Straße unterwegs bist.

@kampfsport: empfehle ich sowieso jedem, korpergefuehl, beherrschung der Atmung und der Gefühle, alles wunderbar magische arbeiten und arbeiten an einem selbst.


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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 18:41  

Zitat von Sarija_, am 28/2/2016 um 16:13
die weniger hellsichtig sind als du


Sarija, ich bin zwar in gewissen graden durchaus hellsichtig, aber nicht in der art, die du ansprichst. dafür braucht man nicht hellsichtig sein. ich habe einfach nur deine Argumentation bzgl. den ereignissen in köln verfolgt. dann kann ich einfach abstrahieren und kann mit gewisser Wahrscheinlichkeit ein verhalten vorhersagen oder provozieren. das ist simple psychologie.

ich kann deine argumentation gut nachvollziehen und wie gesagt, in weiten teilen bin ich auch deiner Meinung (Stichworte: Frau Blavatsky, Demokratie, differenzierte Betrachtung der Themen etc.) , wenn ich sie aus einer reinen ego-perspektive betrachte. selbst auf dieser ebene sollte jeder sich mit seiner eigenen opferhaltung auseinandersetzen. da stellt sich einfach die frage, aus welchem raum kommt die Argumentation, selbst wenn das, was gesagt wird, richtig ist, aus einer bestimmten perspektive / ebene.

Zum Thema:
Jeder Mensch kann jedes Paradigma annehmen. Der Mechanismus ist Glaube. Glaube hat viel mit Beziehungen zwischen Objekten im Außen und Innen zu tun. An dieser Stelle, geht der Ich-Gedanke in Beziehungen.

Bei Schadensmagie brauche ich nur daran glauben, dass es sowas wie Karma / Rückkoppelungsprozesse nicht gibt. Meine Erfahrung ist die, dass damit das Thema erledigt ist, solange ich daran fest glaube und kein Zweifel durch das Ego spukt.

Der Glaube an ein bestimmtes Paradigma /einen bestimmten Glaubenssatz führt aber zu Verdrängung, Abwehr von Energien, Projektionen, inneren Anteilen. Ich könnte auch sagen, zu einer Fixierung von geistiger Energie.

Mit Beginn innerer Arbeit - hier im Forum würde man von Schattenmagie sprechen, wobei es nicht ganz das Selbe ist - habe ich jeden Glaubenssatz in Frage gestellt. Auch der Fundamentale Ich-Gedanke wird in Frage gestellt. Bei innerer Arbeit geht es um die Auflösung von allem Fixierten, also alles was Ego ist.

Die Konsequenz war, alles kam zurück. In dem es gesehen, gefühlt und anerkannt wird, als das was es ist, kann es integriert und transformiert werden. Dann kann ein Raum jenseits von Ego betreten werden.

Dann ist der ganze Kindergarten mit Täter- und Opferspielen, mit "Du" und "Ich" nicht mehr notwendig, da völlig Überbewertet. Der Kindergarten hat nichts mit nahe an der Realität, der Quelle zu tun.

Hätte ich nicht mit innerer Arbeit begonnen, wäre nichts zurückgekommen, solange ich daran geglaubt hätte und kein Zweifel durch mein Ego gehuscht wäre. Wie gesagt, aus meiner heutigen Sicht ist das Kindergarten.


[Editiert am 28/2/2016 um 18:44 von Alles und Nichts]
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red_folder.gif erstellt am: 28/2/2016 um 22:36  
Ich stehe noch ganz am Anfang meines Weges, aber trotzdem scheint mir das keine Frage zu sein, die etwas mit Magie zu tun hat.
-> Sie erscheint mir fast schon philosophisch
Wenn man die Ausgangssituation mal dramatisiert:
"Tötet ein Mörder beim Töten auch einen Teil von sich selbst?" Das ist keine retorische Frage, sondern durchaus ernst gemeint :)
Gebt mal euren Senf dazu!
Lg Hanno
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Zitat:

Zitat:
Zitat von Hephaestos, am 28/2/2016 um 16:17
Jepp. Um dann um so härter zuzuschlagen, wenn der andere siegesgewiss ist.


Ich frag mich immer, wie viele Jahre Kampftraining, und zwar wirklich Hartes, man durch haben muss, um mit der Tour erfolgreich zu sein.


Ich besitze durchaus fast* kein Kampfsporttraining, nur ein wenig Taichi (so 10 Jahre) . Ich freu' mich jedes mal, wenn ich eine "Eskalation" verhindern kann - das klappt bei mir meistens ganz gut. WENN dann aber doch mal was schiefgeht, war es für mich bisher besser, wenn der 'Gegner' mich unterschätzt hat. Wenn dich jemand nicht unterschätzt, und angreifen will, versuchts derjenige nämlich nicht erst mit ein wenig rumschubsen, sondern geht agressiv auf dich los. Und gegen Rumschubsen und Festhalten kann man sich mit einem Knie in den Eiern oder Armverdrehen oder einem gestellten Bein ganz gut wehren.

*fast bedeutet hier, das ich keine formelle Kampfsportart betreibe,aber früher mal gemacht habe. Bin ja schon alt.

Und: Nein, ich glaube nicht, das ich gegen jemanden MIT Kampfsportkenntnissen eine Chance hätte.


[Editiert am 29/2/2016 um 09:34 von Hephaestos]



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Practicus
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red_folder.gif erstellt am: 29/2/2016 um 14:37  
Mein eigener Senf zu der Sache!

Ich glaube auch nicht an ein Karma. Warum? Wenn es sowas wie Karma geben würde, so würden sich alle Weißmagier/-hexen in bedrohliche Lagen begeben. Sie denken und glauben zwar immer, sie würden nur Gutes tun , aber wenn Karma greifen würde, so sind auch sie verflucht für ihre Taten!!!! Das Zauberwort heißt dann: Synchronizitäten! Was dem einem gegeben wird, muß ja dann logisch gesehen dem anderen genommen werden. Wir leben mit diesem Gesetz, in einer 3Dimensionalität und die ist begrenzt! Ein Mangel ist immer da. Wenn die Weißlichter mal dessen bewusst wären....jaaaaaaa was für ein FEST!
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