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Autor: Betreff: Die Magie des Abramelin
Magister Templi
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Seraphine
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red_folder.gif erstellt am: 22/10/2017 um 20:14 New
Ich würde hier gerne den Beitrag von unserer Seite wiedergeben, da mir persönlich dieses Thema sehr am Herzen liegt.Und da ich zwischendurch immer so wenig den Eindruck habe, als ob manches Wissen verloren gehen könnte, also so ein bisschen wider dem Vergessen.

Buchrezension und Einführung ins Thema: Die Magie des Abramelin

Ich möchte an dieser Stelle gerne einen Klassiker der Magie vorstellen, der heutzutage ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein scheint. Dabei handelt es sich um das mittelalterliche Grimiore über die göttliche Magie des Abramelins. Als Erstes werde ich eine Buchrezension und weitere Literatur zum Thema anführen und daraufhin eine kleine Einführung zum Thema geben.

Buch Abramelin
Von Georg Dehn (Hrsg.)
Verlag Neue Erde (mittlerweile gibt es eine neue Auflage von einem anderen Verlag)

Georg Dehn, der 1954 geboren ist und heutzutage in Leipzig wohnt, befasst sich hauptsächlich mit analytischer Astrologie. Aber ebenso mit Aborigines, Abramelin-Magie, Traumdeutung und integraler Ökonomie. Dehn selbst begab sich auf den Weg nach Ägypten / Araki um dort der Magie des Abramelin nachzuspüren.

Es handelt sich beim Abramelin um einen mittelalterlichen Klassiker der Magie. In diesem Buch wird die Suche nach der heiligen, also göttlichen Magie beschrieben. Durch ein achtzehnmonatiges Ritual wird sodann der Kontakt zum heiligen Schutzengel erlangt und sich Dämonen und Geister auf diese Weise dienstbar gemacht. Das Ritual gipfelt in einer Anrufung der 4 Höllenfürsten sowie ihrer Untergebenen und eben der Dienstbarmachung derselbigen. Zudem lässt sich ein Teil des Buches auf Zaubersprüche des 6./7. Buch Moses zurückführen.

Da das Abramelin zu den mittelalterlichen Grimoiren der Magie gehört, welches weiträumig die magischen Richtungen (Crowley, Golden Dawn, OTO u.v.m.) beeinflusst und inspiriert, ist es für jeden, der sich mit den magischen Systemen und Paradigmen auseinandersetzt, sehr zu empfehlen. Durch den rituellen Ablauf und das was vom Adepten verlangt wird, ist dieses Buch etwas für die Fortgeschrittenen und Entschlossenen der magischen Disziplin. Dementsprechend beschreibt Aleister Crowley den Entwicklungspfad des Magiers als von zwei großen Krisen geprägt, die erste große Krise ist „die Erlangung der Konversation mit dem Heiligen Schutzengel“ und die zweite die Überschreitung des Abyssus , welcher sich zwischen den unteren sieben und oberen drei Sephiroth am kabbalistischen Baum des Lebens befindet. Die Erlangung der Konversation mit dem Heiligen Schutzengel ist vor dem Überschreiten des Abyssus notwendig, da der Heilige Schutzengel über den Abgrund zu den höheren drei höheren Sephiroth führt.

So ist es auch hier beschreibend, was gerade für die Klassiker der Magie beschreibend ist, die in früheren Zeiten, eben noch nicht dem Wahn verfallen sind, dass ohne Mühe, Arbeit und Opfer der Weg zu den Sternen uns bereitet werden kann. Auch ein Einkaufen esoterischer Dienstleistungen und Einweihungen, die in unseren Zeiten so häufig sind, wird keine Veränderung des Selbst zeitigen, weil das Selbst nur durch Passivität geglänzt hat und dieser Glanz ist nur täuschend, ein Wohlfühlen ohne Wohl, da die eigene Arbeit am Selbst fehlt und dadurch auch die Eigenverantwortlichkeit. So kann kein Transformationsprozess von statten gehen und die Dinge bleiben entwicklungs-technisch wie sie sind.

Literatur:
Dehn, Georg (1995): Buch Abramelin, das ist die egyptischen grossen Offenbarungen oder des Abraham von Worms Buch der wahren Praktik in der uralten göttlichen Magie.

Weitere Literatur zum Thema:
Ins, Jürgen von (1988): Abraham von Worms. Das Buch der wahren Praktik in der göttlichen Magie, München
Johann R Beecken (1986) : Die heilige Magie des Abramelin: Die Überlieferung des Abraham von Worms. Nach einem hebräischen Text aus dem Jahre 1458, Berlin

Kleine Einführung in die Magie des Abramelin

Im Buch Abramelin befinden sich die Vorschriften für ein achtzehnmonatiges Ritual mit dem der Kontakt zum Heiligen Schutzengel hergestellt werden kann. Es ist in der Esoterik bekannt, dass jeder Mensch von Geburt an einen Schutzengel sowie einen Schutzdämon zur Seite stehen. Nach der jüdischen Lehre, dem Sefer ha-Sohar (Buch des Glanzes), ist diesen beiden um die Gunst des Menschen gelegen.

Das Ritual des Abramelin hat mehrere Nachteile, die es schwer praktizierbar machen, da wäre zum Einen die lange Zeitspanne, die das Ritual ausgeführt werden soll, die täglichen Meditationen, Waschungen und Räucherungen, sowie der extra Raum für das Ritual, die Gebetskammer. Es ist also sehr zeitaufwendig, raumgreifend und ressourcenintensiv. Der Kern, die Erlangung der Konversation mit dem Heiligen Schutzengel, kann jedoch ebenso ohne dieses aufwendige Ritual erlangt werden.

In der antiken griechischen und römischen Literatur begegnen wir der Idee eines persönlichen Schutzgeistes. Diese Vorstellung findet sich dort z.B. bei Sokrates, Mark Aurel, Jamblichus und Seneca. Bei den Griechen wurde der persönliche Schutzgeist unter dem Begriff „Daimonion“ gefasst. Wobei unter Dämonen (griech. Daimones) Mittlerwesen verstanden wurden, welche zwischen den Menschen und Göttern standen.
So ist der Heilige Schutzengel ein Bindeglied zwischen dem All-Einen-Gott und dem Menschen. Er ist der Vermittler, der den Menschen den Entwicklungspfad hinauf führt zu Gott; kabbalistisch ausgedrückt, der den Menschen durch die vier Welten von Malkuth nach Kether führt.

Die Frage an dieser Stelle lautet, wie kann jemand den Kontakt, die Kommunikation mit seinem Heiligen Schutzengel, dem Daimonion herstellen. Um diese Frage zu beantworten, kann das Abramelin zu Rate gezogen werden.

Zudem sollte sich jeder beim Heiligen Schutzengel darüber im Klaren sein, welcher Qualität von Wesenheit er sich nähert. Der Heilige Schutzengel ist nicht dazu geneigt, seinen Schützling in Eitlem, Nutzlosem, Schädlichem zu unterstützen, er wird sich niemals für egoistische Wünsche und Ziele instrumentalisieren lassen.

So ist es ein Einfaches, Betrug zu entlarven. Wer behauptet, dass er im Kontakt stehe mit seinem Heiligen Engel und dieser weiter behauptet, er würde von diesem in den oben genannten Kategorien unterstützt, sprich in Eitlen, Nutzlosen, Schädlichen und egoistischen Wünschen, so wisse und bedenke: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen!“ Wenn die Welt unterteilt würde gleich den Positionen des Realismus und Idealismus der Philosophen, so könne analog hierzu, sich der Heilige Schutzengel als ein Wesen idealistischer Natur vorgestellt werden. Die Welt der Menschen hingegen besteht aus dem, was der Realismus seiner Ebene hergibt. Wobei der Idealismus aus der Perspektive des Heiligen Schutzengels den Realismus seiner Seinsebene ausmachen würde. Ein idealistisches Wesen hat aber bestimmte Wesenseigenschaften und an denen kann es erkannt werden, weicht das Wesen nur ein einziges Mal von diesen ab, so ist es ein Betrüger.

Doch, wenn wir uns umschauen in unserer Welt, müssen wir feststellen, dass der Gedanke an Engel und Dämonen befremdlich wirkt, von vielen belächelt wird, durch die Wissenschaft wegrationalisiert wurde. Das Individuum in der Modernen und Postmodern hat mit der Umwertung aller Werte nicht nur dazu gewonnen, sondern ebenso manches verloren. Wie kann in der Modernen das Wissen über einen wegrationalisierten Gott, Engeln und Dämonen, neu entdeckt werden? Wie kann Gott nach der Umwertung aller Werte in der Postmodernen wieder neu erfahren werden?
Die Antwort auf diese Fragen fallen schwer, sie versinnbildlicht den tiefen Schlaf in dem sich die Menschheit befindet. Auch ist der Passus „Glauben an Gott“, Engel und Dämonen, der so oft gebraucht wird, schon problematisch, mit Glauben sollte die Angelegenheit, wenn wie uns im Bereich der praktischen Magie befinden, nichts zu tun haben, sondern mit Wissen. Wissen kann erlangt werden durch Erfahrung. Erfahrungen bilden wir durch Wahrnehmung. Folgerichtig nehmen die meisten Menschen, heutzutage weder Gott noch Engel, noch Dämonen etc. wahr. Das rührt daher, dass die meisten Menschen für diese Art der Wahrnehmung nicht sensibel, nicht offen, nicht interessiert und fokussiert sind. Sowie Goethe im Faust schreibt:

Die wirkende Natur vor meiner Seele liegen.
Jetzt erst erkenn ich, was der Weise spricht:
„Die Geisterwelt ist nicht verschlossen,
Dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot!“ (Goethe o. J., 17)

Warum dies so ist, bildet eine wichtige Frage und kann mitunter durch den Kontakt durch den Heiligen Schutzengel beantwortet werden.
Die detailierte Ausgestaltung des Abramelin-Rituals, die Räucherungen, Waschungen, Gebete und Zeitangaben finden sich in weiter oben benannter Literatur. Hier für den Interessierten ein paar Stichpunkte zum Ritual:

1. Eine von Abramelin immer wieder geforderte Tugend ist die Gottesfurcht.
2. Verabscheuung von Wucher und Reichtum, der über den Nachteil eines anderen erworben wurde.
3. Das Ablassen vom befolgen falscher Dogmen, dem Weg des Herren soll gefolgt werden.
4. Drei Tage fasten vor dem Beginn des achtzehnmonatigen Rituals.
5. Gott ein allgemeines Bekenntnis seines vergangenen Lebens geben und einen angestrebten Wandel hin zu Gott proklamieren.
6. Während der 18 Monate ein enthaltsames zurückgezogenes Leben führen, unnötige Gespräche und Gesellschaft meiden.
7. Einrichten eine Betkammer.
8. Sich vor dem Teufel und seine Lehre hüten. Er vermischt Wahrheit mit Lüge um vom Weg abirren zu lassen.

Schlussfolgernd:
Der Schlüssel zur Konversation mit dem heiligen Schutzengel liegt zusammengefasst in einem ehrlichen und aufrichtigen Bemühen um den Kontakt mit ihm. Dieses Bemühen kann jeder durch seine Taten, Gebete, seine Lebensführung und durch die Qualität seiner Gedanken beweisen. Eine Hingabe an das Göttliche und seinen Heiligen Engel ist erforderlich, aber nicht unbedingt in einer professionellen Art eines Priesters, eines schon geläuterten und Eingeweihten. Es reicht die Offenheit und Unverschlagenheit eines Kindes, welches sich mit seinem Vater, dem Heiligen Schutzengel, zurück auf den Weg seiner Heimstätte macht und auf seinen Weg durch die Ebene und Welten bis es Heim kommt, viele Abenteuer erlebt und vieles lernen kann, von dem es vormals nichts wusste und dies alles unter den wachenden Blick und dem Schutze seines Vaters, der immer bei seinem Schützling weilt und ihn sicher nach Hause führt. Was die Magie betrifft, ist diese in Verbund mit dem Heiligen Schutzengel in der Qualität um einiges effizienter, da der Heilige Schutzengel keinen Filter bildet, wie in der Arbeit mit unterschiedlichen Wesenheit und Gottheiten dies der Fall ist. Aus diesem Grunde ist auch das Vorankommen in der eigenen Entwicklung in Verbund mit dem Heiligen Schutzengel klarer und gradliniger.


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red_folder.gif erstellt am: 22/10/2017 um 23:01 New
Hey,

ohne dich angreifen zu wollen, aber trotzdem kritisch (du kennst mich), frage ich mich, ob es nach dieser Definition, überhaupt jemand schaffen kann mit seinem Schutzengel in Kontakt zu treten.
Ausserdem klingt das in weiten Teilen für mich ähnlich wie ein Krafttier (ich arbeite ja nunmal Schamanisch).
Ich bin da etwas Allergisch gegen den Begriff "Heilig", da das für mich immer etwas religiöses mit sich bringt und ich der Meinung bin, das Religion mit Magie wenig zu tun hat.

"Der Heilige Schutzengel ist nicht dazu geneigt, seinen Schützling in Eitlem, Nutzlosem, Schädlichem zu unterstützen, er wird sich niemals für egoistische Wünsche und Ziele instrumentalisieren lassen."

Macht mein Begleiter auch nicht, nur lässt er mich halt einfach reinrennen wenn ich es möchte und mich die Erfahrungen selbst machen. Welche Lehren ich daraus ziehe, bleibt wohl mir ǘberlassen...


Insgesamt ein Interessanter Text, wenn auch meiner Meinung nach eher geklaut von "alten" Kulturen und angepasst an unsere "Industrielle Zeit" (ja ich habs tatsächlich mal gelesen).


Grüße
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red_folder.gif erstellt am: 23/10/2017 um 08:05 New

Zitat von Cruihn, am 22/10/2017 um 23:01
Hey,

ohne dich angreifen zu wollen, aber trotzdem kritisch (du kennst mich), frage ich mich, ob es nach dieser Definition, überhaupt jemand schaffen kann mit seinem Schutzengel in Kontakt zu treten.


Soll funktionieren. Jedoch bedarf es dieses komplizierten Rituals nicht.

Zitat von Cruihn, am 22/10/2017 um 23:01

Ausserdem klingt das in weiten Teilen für mich ähnlich wie ein Krafttier (ich arbeite ja nunmal Schamanisch).


Ein Vergleich Krafttier und HGA wäre interessant.


Zitat von Cruihn, am 22/10/2017 um 23:01

Ich bin da etwas Allergisch gegen den Begriff "Heilig", da das für mich immer etwas religiöses mit sich bringt und ich der Meinung bin, das Religion mit Magie wenig zu tun hat.


Diese Allergie haben heute die Meisten. Muss etwas sein, was an unserer Zeit liegt. Jedoch bin ich was den Zeitgeist betrifft, immun und sehe die Sache anders. Religion und Magie gehört für mich zusammen. Man kann Magie ohne Religion betreiben und Religion ohne Magie. Wahre Mystik verbindet beides und Religion wird plötzlich sehr lebendig.


Zitat von Cruihn, am 22/10/2017 um 23:01

"Der Heilige Schutzengel ist nicht dazu geneigt, seinen Schützling in Eitlem, Nutzlosem, Schädlichem zu unterstützen, er wird sich niemals für egoistische Wünsche und Ziele instrumentalisieren lassen."


Macht mein Begleiter auch nicht, nur lässt er mich halt einfach reinrennen wenn ich es möchte und mich die Erfahrungen selbst machen. Welche Lehren ich daraus ziehe, bleibt wohl mir ǘberlassen...


Das ist beim HGA nicht anders, obwohl dieser einen dabei begleitet diese Erfahrung zu machen und zur Not dabei Hilft wieder zu korrigieren.


Zitat von Cruihn, am 22/10/2017 um 23:01

Insgesamt ein Interessanter Text, wenn auch meiner Meinung nach eher geklaut von "alten" Kulturen und angepasst an unsere "Industrielle Zeit" (ja ich habs tatsächlich mal gelesen)..


Der Text stammt von 1458. Da war da noch nichts mit der Industrialisierung. Der Text ist schon original was er ist... Oder was meintest du?


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Für mich fängt das damit an, das ich mit der Idee des "einen, alleinigen" Gottes nicht so viel anfangen kann.


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Zitat von Hephaestos, am 23/10/2017 um 08:15
Für mich fängt das damit an, das ich mit der Idee des "einen, alleinigen" Gottes nicht so viel anfangen kann.


Warum nicht?


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ersetz "Industriell" halt durch "aktuell" im Sinne des damaligen Jahrhunderts. Ich meinte damit nicht wirklich Industrie sondern eher die Art zu Leben die sich geändert hat.
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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2017 um 16:38 New

Zitat:
Warum nicht?


Wie soll ich da anfangen? Also erstmal passt's mir intuitiv nicht.

Aber gut, ich versuch's zu erklären (ist aber nur ein Versuch):

Wenn ich mir einen einzelnen, ewigen, allmächtigen... (attributliste gerne fortsetzbar) Gott vorstelle, so hat dieser ja alle göttlichen Eigenschaften. Ich müsste mir also etwas konstruieren, was sowohl, sagen wir, die Eigenschaften von Wasser und Feuer hat, also sowohl gemeinsames als auch unterschiedliches enthält. Dieser Gott wäre bzw. gleichzeitig heiß und kalt, positiv und negativ geladen, existent und eingebildet....

Ok. So etwas kann ich mir konstruieren. Gedanklich, sagen wir, wie ein Würfel, von dem man immer nur bestimmte Seiten sieht oder so etwas.

Mir persönlich liegen da Konstruktionen von /sich widerstreitenden Prinzipien/ eher.

Diese göttlichen Prinzipien kommen sich andauernd in die Quere: Liebe vs. Pflichtgefühl, Ehre vs Erbarmen... so wie in einer griechischen Tragödie.

Oder Planeten: Gravitation vs. Drehimpulserhaltung -> und schon haben wir einen Mond, der um die Erde kreist.

Neutron, Proton, Elektron -> und schon haben wir ein Periodensystem der Elemente.

P.S.: Ja, ich weiß, das letzteres müsste "Quarks, Leptonen, Eichbosonen" heißen, aber.... hey :D




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red_folder.gif erstellt am: 24/10/2017 um 18:31 New

Zitat von Hephaestos, am 24/10/2017 um 16:38



Wie soll ich da anfangen? Also erstmal passt's mir intuitiv nicht.


Ok. Intuitiv sollte es passen. Obwohl die unterschiedlichen Religionen, hier ja auch unterschiedliche Erklärungsansätze haben. Vielleicht würde ein Erklärungsansatz einer anderen Religion ja für dich stimmig sein.


Zitat von Hephaestos, am 24/10/2017 um 16:38

Aber gut, ich versuch's zu erklären (ist aber nur ein Versuch):

Wenn ich mir einen einzelnen, ewigen, allmächtigen... (attributliste gerne fortsetzbar) Gott vorstelle, so hat dieser ja alle göttlichen Eigenschaften. Ich müsste mir also etwas konstruieren, was sowohl, sagen wir, die Eigenschaften von Wasser und Feuer hat, also sowohl gemeinsames als auch unterschiedliches enthält. Dieser Gott wäre bzw. gleichzeitig heiß und kalt, positiv und negativ geladen, existent und eingebildet....


Oder all diese Attribute (zehntausend Dinge) einfach nur belebend, wie das Dao...


Zitat von Hephaestos, am 24/10/2017 um 16:38


Ok. So etwas kann ich mir konstruieren. Gedanklich, sagen wir, wie ein Würfel, von dem man immer nur bestimmte Seiten sieht oder so etwas.

Mir persönlich liegen da Konstruktionen von /sich widerstreitenden Prinzipien/ eher.

Diese göttlichen Prinzipien kommen sich andauernd in die Quere: Liebe vs. Pflichtgefühl, Ehre vs Erbarmen... so wie in einer griechischen Tragödie.


Die Vereinigung von Yin und Yang ist das Dao... Hast du dich schon einmal mit Daoismus befasst? Vielleicht wäre diese Religion/Philosophie intuitiv ja dein Ding.


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smilies/achtung.gif erstellt am: 24/10/2017 um 21:23 New
Ich kann mich @Hephaestos nur anschließen, für mich ist in meiner magischen Auffassung kein Platz für den einen allmächtigen Gott. Und generell mische ich meine Magie nicht mit Religion, außer ich baue bestimmte Götter als Repräsentanten gewünschter Einflüsse ein (geschieht höchst selten) , aber verehren tue ich keinen.


[Editiert am 24/10/2017 um 21:26 von Eldr]
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red_folder.gif erstellt am: 27/10/2017 um 07:14 New

Zitat:
Die Vereinigung von Yin und Yang ist das Dao... Hast du dich schon einmal mit Daoismus befasst?


Ja, aber das Dao ist ja kein Gott in diesem Sinne. Das Dao gehört ja nicht zu den "10000 Dingen":

DAO lebt EINS
EINS lebt ZWEI
ZWEI lebt DREI
DREI lebt ZEHNTAUSEND DINGE
ZEHNTAUSEND DINGE: tragend YIN, haltend YANG
Qi unendlich offen : das gewährt Harmonie

Wie gesagt: Man kann sich so etwas gedanklich konstruieren, aber das Dao, Kether (bzw. Ain) oder das Universum bzw. "Alles" zu Gott zu erklären, mach den Begriff "Gott" unnötig. Auch im Zen wird irgendwann "Alles Buddha". Wie auch immer: Ich seh' das Pantheistischer: Die zehntausend Dinge (ja, Götter zählen für mich auch dazu) haben Anteil oder sind vielleicht insgesamt auch etwas göttliches, aber deswegen muss ich ja nicht Monotheist werden :)

Brot und Nüsse enthalten ja auch beide "Stärke", aber deswegen erkläre ich ja nicht, das Stärke gleichbedeutend mit "Essen" ist.

Übrigens habe ich bei vielen dieser Sichtweisen eher den Eindruck, man redet von etwas Immanetem. Vorausgesetzt, Gott ist Transzenden, gibt es nämlich schon 2 Welten: die Immanenz und die Transzendenz.

Aber vielleicht missverstehe ich einfach deinen Gottesbegriff so früh am Tag.


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red_folder.gif erstellt am: 27/10/2017 um 18:44 New

Zitat von Hephaestos, am 27/10/2017 um 07:14


Ja, aber das Dao ist ja kein Gott in diesem Sinne. Das Dao gehört ja nicht zu den "10000 Dingen":

DAO lebt EINS
EINS lebt ZWEI
ZWEI lebt DREI
DREI lebt ZEHNTAUSEND DINGE
ZEHNTAUSEND DINGE: tragend YIN, haltend YANG
Qi unendlich offen : das gewährt Harmonie


Mir persönlich ist das gar nicht so wichtig, wie Gott benannt wird. Ob er jetzt als Dao benannt wird, oder als der Eine, ohne einen Zweite, in Buddha seinen Niederschlag findet oder bei den Hinduisten als Brahman.

Ich halte es da so wie Karl Julius Weber:

"Religion ist ein Prisma, von dessen sieben Farben sich jeder seine Lieblingsfarbe wählen mag, alle rühren aber nur von einem Sonnenstrahl."

Manche Religionen, wie der Daoismus mögen eher abstrakt sein. Andere wie das Christentum sind mit Gott-Vater als einen persönlichen Gott vielleicht dann eher greifbar als ein abstrakter Gottesbegriff. Aber um ein Gut oder Schlechter geht es eigentlich nicht.


Zitat von Hephaestos, am 27/10/2017 um 07:14

wie gesagt: Man kann sich so etwas gedanklich konstruieren, aber das Dao, Kether (bzw. Ain) oder das Universum bzw. "Alles" zu Gott zu erklären, mach den Begriff "Gott" unnötig. Auch im Zen wird irgendwann "Alles Buddha". Wie auch immer: Ich seh' das Pantheistischer: Die zehntausend Dinge (ja, Götter zählen für mich auch dazu) haben Anteil oder sind vielleicht insgesamt auch etwas göttliches, aber deswegen muss ich ja nicht Monotheist werden :)


Ich bin ja auch kein Monotheist. Jedoch bin ich mir darüber im Klaren, dass es viele Götter gibt, aber nur einen Gott. Den Göttern selbst ist dies aber auch bewusst. Und da besteht meiner Erfahrung nach kein Antagonismus zwischen Gott und Götter.


Zitat von Hephaestos, am 27/10/2017 um 07:14

Übrigens habe ich bei vielen dieser Sichtweisen eher den Eindruck, man redet von etwas Immanetem. Vorausgesetzt, Gott ist Transzenden, gibt es nämlich schon 2 Welten: die Immanenz und die Transzendenz.

Gott ist vielleicht ja auch nicht eindimensional und kann mehr als einer Idee gerecht werden ;)


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red_folder.gif erstellt am: 7/11/2017 um 08:27 New
Naja, so richtig kann ich mich mit der Thematik auch nicht anfreunden... zumal es, da du gerade die griechische Mythologie ansprichst, eine ganze Menge Daimones gibt, die nicht positiv sind. Paradebeispiele wären da wohl Phobos und Deimos, die Söhne des Ares. (Zumindest bei den Griechen ist ein Daimon ein Gott, der im Dienste anderer Götter steht. Mit seiner Gesinnung hat das gar nichts zu tun.) Von daher sei mir bitte nicht böse wenn ich das jetzt sage, aber für mich klingt das Ganze als hätte Abramelin ganz aktiv Synkretismus betrieben.
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Zitat von Schwarzer Hase, am 7/11/2017 um 08:27
Naja, so richtig kann ich mich mit der Thematik auch nicht anfreunden... zumal es, da du gerade die griechische Mythologie ansprichst, eine ganze Menge Daimones gibt, die nicht positiv sind. Paradebeispiele wären da wohl Phobos und Deimos, die Söhne des Ares.


Mal aus der Wiki geklaut: Das Daimonion (auch Dämonion) bezeichnet in der griechischen Antike einen persönlichen Schutzgeist, der Teil des Ichs ist. Es wacht über das dem Menschen vorherbestimmte Schicksal. Nur vereinzelt wird die Auffassung vertreten, das Daimonion könne den Menschen von seiner Schicksalsbestimmung befreien.

Wobei ich den HGA nicht unbedingt als einen Teil des Ichs wahrnehme.

Wieder aus Wiki: Ein Daimon (griechisch δαίμων daímōn, Plural: daimones) ist in der griechischen Mythologie und Philosophie ein Geistwesen (→ Dämon in den Religionswissenschaften). Der Begriff kann sich auf einen Gott oder auf die Seele eines Toten beziehen; meist sind aber Wesen gemeint, die einer von Göttern und Menschen zu unterscheidenden Klasse angehören. Die daimones vermitteln zwischen Göttern und Menschen. Ein besonderes Konzept ist das des „persönlichen“ Daimons, die Personifikation der Schicksalsbestimmung eines Menschen.

D.h. das Daimonion ist eine spezielle Art von Daimones und von daher in den Eigenschaften davon verschieden.


Zitat von Schwarzer Hase, am 7/11/2017 um 08:27

(Zumindest bei den Griechen ist ein Daimon ein Gott, der im Dienste anderer Götter steht. Mit seiner Gesinnung hat das gar nichts zu tun.) Von daher sei mir bitte nicht böse wenn ich das jetzt sage, aber für mich klingt das Ganze als hätte Abramelin ganz aktiv Synkretismus betrieben.


Abramelin hat wenig damit zutun. Die Textstelle auf die du dich beziehst, ist nicht originär der Quelltext, sondern, interpretiert und versucht an das Thema heranzuführen. Bei der Heranführung an das Thema kommen halt die griechischen Begriffe vor, die nur zeigen sollen, dass auch bei den Griechen ein persönlicher Schutzgeist vor kam und woher sich dieser Begriff ableiten lässt.


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Zitat von Seraphine, am 7/11/2017 um 17:44

Wieder aus Wiki: Ein Daimon (griechisch δαίμων daímōn, Plural: daimones) ist in der griechischen Mythologie und Philosophie ein Geistwesen (→ Dämon in den Religionswissenschaften). Der Begriff kann sich auf einen Gott oder auf die Seele eines Toten beziehen; meist sind aber Wesen gemeint, die einer von Göttern und Menschen zu unterscheidenden Klasse angehören. Die daimones vermitteln zwischen Göttern und Menschen. Ein besonderes Konzept ist das des „persönlichen“ Daimons, die Personifikation der Schicksalsbestimmung eines Menschen.


Aaah, dann hab ich das bisher wohl falsch verstanden... vielleicht sollte ich wirklich mal anfangen, ein bisschen "magische" Literatur zu lesen. Vielen Dank für die Aufklärung :) Wie gesagt, ich kannte den Begriff bisher nur für zweitrangige Dienstgötter.

Bei dem Anderen habe ich nicht gesehen, dass es eine Interpretation war. Gut, dann verstehe ich jetzt jedenfalls was Abramelin meinte.
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Den Heilige Schutzengel als zweitrangigen Dienstgott zu betrachten, wäre aber schon hart ...

Obwohl, mich haben die griechischen Begriffe, bei der Erstellung des Textes, zuerst auch verwirrt, da bin ich genauso durcheinander gekommen. Aber wofür gibt es Lexikas?

Kannst ja direkt anfangen einmal das Abramelin zu lesen ;) hihi


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red_folder.gif erstellt am: 12/11/2017 um 23:36 New
Magie kann man materiell verstehen - oder geistig.

Beispiel: Ein Ritual, wo ich ein Kind herausputze - in meinen Tempel schicke - und es mit meinem HG reden lasse.

Verstehe ich das alles MATERIELL - so mache ich einen völligen Unsinn. Heutzutage wäre das zu Recht ein Fall fürs Jugendamt - und Kinder für magische Zwecke einzusetzen ist ein Mißbrauch - aber im Mittelalter kannte man da wohl noch nix.

Versteht man so ein Ritual auf der materiellen Ebene - ist das ein völliger Blödsinn, der KEINE Ergebnisse bringen wird.

Auf der GEISTIGEN Ebene - wenn ich mein INNERES KIND visualisiere - es mit LOSLASSE - also in den Tempel vorschicke - und es mit dem HG kommunizieren lasse - das macht Sinn und wird auch Ergebnisse bringen. Damit redet ein unbefangener Persönlichkeitsanteil mit dem HG.

HG ist für mich das höhere Selbst - also ich selbst auf einer höheren Frequenz als mein Ego. Das höherschwingende Bewußtsein können wir genausowenig bewußt wahrnehmen wie unser traumatisches Unterbewußtsein. Wir empfangen aber manchmal Ahnungen - Wegweiser - Visionen - er RUFT uns - aber auch unsere traumatisch abgespaltenen Persönlichkeitsanteile (Dämonenfürsten) rufen uns.

Das Problem ALLER Wesen hier ist Abspaltung vom höheren Selbst durch Spaltungsgeschehnisse (Spaltungsmagie - Traumatas - Bewußtlosigkeit - Verletzungen - Verluste - Überwältigungen - Mißbrauch usw usw).

Das Abramelin ist ein seltsames - und wohl CODIERTES - Magiebuch in diesem Szenario. Die REISEERFAHRUNG z.B. ist länger als die eigentliche Praxis. WARUM? Das Judentum gilt ihm als wahrer Glaube. usw usw. Es ist voller Seltsamkeiten.

Es verspricht materiellen Reichtum - eine Frau und glückliche Beziehung - usw usw. Jedes Ego wünscht sich das!

Ich glaube, es führt einen so oft und mit Absicht auf seine eigene materielle Egofährte. Wo man dann ziemlichen BLÖDSINN zaubert. Und damit sein Ego gut gespiegelt kriegt.

Es hat also seine Wächter. Dieser Wächter ist DEIN UNVERSTÄNDNIS! An dem muss man vorbei. Und zwar MIT Verständnis!

Man müsste es geistig-metaphorisch durchdringen können, um es als Reise zu seinem magischen Selbst verstehen zu können.

Die Entscheidungsfrage für einen Magier lautet grundsätzlich: WAS WILLST DU? - oder WAS ZWINGT DICH ZU WOLLEN WAS DU WILLST. Es ist eine lange REISE, diese Frage überhaupt zu erkennen - und sie beantworten zu können - Mich selbst - mich selbst als HG, als das, was ich immer schon war.

Magiere, die wie kleine Kinder nur fragen: WIE KRIEGE ICH WAS ICH WILL - laufen in die Irre.

Das gilt auch ganz besonders für das Abramelin - wenn man unbedingt damit arbeiten möchte. Inspirierend finde ich es allemal!

grüssli merlYnn

PS: Im Wesentlichen ist es eine REISE ....


[Editiert am 12/11/2017 um 23:38 von GeorgeTheMerlin]
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Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

Magie kann man materiell verstehen - oder geistig.

Oftmals ist Magie aber auch beides, geistig und materiell. Ein schönes Beispiel bietet hier für die Ritualmagie.

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

Beispiel: Ein Ritual, wo ich ein Kind herausputze - in meinen Tempel schicke - und es mit meinem HG reden lasse.
Verstehe ich das alles MATERIELL - so mache ich einen völligen Unsinn. Heutzutage wäre das zu Recht ein Fall fürs Jugendamt - und Kinder für magische Zwecke einzusetzen ist ein Mißbrauch - aber im Mittelalter kannte man da wohl noch nix.

Ich sehe hier nicht das Problem. Ich denke auch nicht, dass die mittelalterliche Sichtweise hier fehlt. Ein Kind mit einem Engel Gottes sprechen zu lassen, ist wohl kaum ein Vergehen. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass Kinder an dererlei auch ihre Freude hätten. Mir z.B. hätte es als Kind eine große Freude bereitet, bei so etwas mit machen zu dürfen. Zudem wird man das Kind kaum dazu gezwungen haben, da die Art der Operation so etwas von Vornhinein verneint.

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

Versteht man so ein Ritual auf der materiellen Ebene - ist das ein völliger Blödsinn, der KEINE Ergebnisse bringen wird.
Auf der GEISTIGEN Ebene - wenn ich mein INNERES KIND visualisiere - es mit LOSLASSE - also in den Tempel vorschicke - und es mit dem HG kommunizieren lasse - das macht Sinn und wird auch Ergebnisse bringen. Damit redet ein unbefangener Persönlichkeitsanteil mit dem HG.

Da es sich bei der Kommunikation mit dem Heiligen Schutzengel um etwas Unmittelbares handelt und nicht um eine Traumreise, geführte Meditation oder Visualisierungsarbeit ist deine Herangehensweise so nicht richtig.
Zudem ist es auch nicht von Bedeutung, ob jemand Kontakt zu seinem Inneren Kind hat oder nicht. Das hört sich zwar schön romantisch und esoterisch an, Fakt ist aber, der Heilige Schutzengel ist für jeden da, egal ob derjenige Kontakt zu dem esoterischen Konstrukt seines inneren Kindes hat oder nicht.

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

HG ist für mich das höhere Selbst - also ich selbst auf einer höheren Frequenz als mein Ego. Das höherschwingende Bewußtsein können wir genausowenig bewußt wahrnehmen wie unser traumatisches Unterbewußtsein. Wir empfangen aber manchmal Ahnungen - Wegweiser - Visionen - er RUFT uns - aber auch unsere traumatisch abgespaltenen Persönlichkeitsanteile (Dämonenfürsten) rufen uns.

Das Problem ALLER Wesen hier ist Abspaltung vom höheren Selbst durch Spaltungsgeschehnisse (Spaltungsmagie - Traumatas - Bewußtlosigkeit - Verletzungen - Verluste - Überwältigungen - Mißbrauch usw usw).

Der Heilige Schutzengel ist man nicht selbst auf einer höheren Bewusstseinsfrequenz. Der Heilige Schutzengel ist tatsächlich ein eigenständiges Wesen, ein Engel Gottes, der einen hilft den Weg zu Gott, zur Urquelle zu finden.
Das beinhaltet natürlich auch Heilung, denn Gott ist Heil.
Der Heilige Schutzengel ruft nicht einfach, da Engel gebeten werden müssen. Das ungefragte ungebetene Rufen, Zerren und Eingreifen ist eher eine Angelegenheit von Dämonen.

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

Das Abramelin ist ein seltsames - und wohl CODIERTES - Magiebuch in diesem Szenario. Die REISEERFAHRUNG z.B. ist länger als die eigentliche Praxis. WARUM? Das Judentum gilt ihm als wahrer Glaube. usw usw. Es ist voller Seltsamkeiten.

In dem Buch steht eigentlich, dass Angehörige jeder Religion, die Operation durchführen können, es ist dabei völlig gleich, ob man Jude, Christ, Moslem oder Heide ist, nur sollte man nicht von seiner ursprünglichen Religion abweichen.

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

Es verspricht materiellen Reichtum - eine Frau und glückliche Beziehung - usw usw. Jedes Ego wünscht sich das!

Ich glaube, es führt einen so oft und mit Absicht auf seine eigene materielle Egofährte. Wo man dann ziemlichen BLÖDSINN zaubert. Und damit sein Ego gut gespiegelt kriegt.

Zugegeben habe ich diesen Teil in dem Buch auch nicht verstanden. Der passt da nicht so recht rein. Das erinnert dann vielmehr an die gewöhnlichen mittelalterlichen Grimoire.

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

Es hat also seine Wächter. Dieser Wächter ist DEIN UNVERSTÄNDNIS! An dem muss man vorbei. Und zwar MIT Verständnis!

Man müsste es geistig-metaphorisch durchdringen können, um es als Reise zu seinem magischen Selbst verstehen zu können.

Das Unverständnis kann gar nicht der Wächter sein. Denn erst durch den Kontakt zum Heiligen Schutzengel kommt das Verständnis. Das Verständnis darüber, wie der Weg zurück zu Gott, zum Urquell alles Seins und Lebens, beschritten werden kann.
Der Wächter ist, ob der Mensch es auch tatsächlich ernst meint. Wie im Abramelin es schon beschrieben wird, der Heilige Schutzengel schaut den Menschen ins Herz und in den Kopf. Wenn die Operation für den Ausführenden nur eine magische Operation ist, ohne wirkliche Hingabe und Motivation zum Richtungswechsel, einen Richtungswechsel hin zur Erkenntnis, dann wird der Heilige Schutzengel dies wissen. Und Hörner aufsetzen lässt er sich nicht ;-)

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

Die Entscheidungsfrage für einen Magier lautet grundsätzlich: WAS WILLST DU? - oder WAS ZWINGT DICH ZU WOLLEN WAS DU WILLST. Es ist eine lange REISE, diese Frage überhaupt zu erkennen - und sie beantworten zu können - Mich selbst - mich selbst als HG, als das, was ich immer schon war.
Magiere, die wie kleine Kinder nur fragen: WIE KRIEGE ICH WAS ICH WILL - laufen in die Irre.

Die Entscheidungsfrage bei der Abramelin-Magie ist eher, ob man den Weg der göttlichen Erkenntnis ist entschlossen zu wählen, oder nicht. Sollte sich der Mensch dafür entscheiden, den Erkenntnisweg zu Gott anzutreten, dann wird sein HGA ihn dabei unterstützen und die Irrungen und Wirrungen aufklären. Letzten Endes ist Gott immer bei den Menschen, doch der Mensch ist so selten zuhause.

Ich dachte, kleine Kinder wären hier so zielführend… ;-)



Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36

PS: Im Wesentlichen ist es eine REISE ....



Der Kontakt mit dem Heiligen Schutzengel selbst wohl eher nicht. Wobei die Reise an sich, dann die Arbeit mit dem HGA beschreiben würde. Eine Reise von Malkuth nach Kether (unserer Erdebene bis zur ersten göttlichen Emanation).

Wobei ich hier noch einmal anmerken möchte, dass es für einen Kontakt zu seinem Heiligen Schutzengel nicht notwendig ist dieses 18-monatige Ritual durchzuführen. Jedoch sind in der Abramelin-Operation wirklich viele gute Ansätze, die den Kontaktschluss mit den Heiligen Schutzengel vereinfachen.


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red_folder.gif erstellt am: 18/11/2017 um 02:54 New
Das interessante daran ist ja, dass ein jeder solche Texte MIT SEINEM INVENTAR des Bewußtseins versteht - projeziert.

Beim Abramelin fällt - einem jedem Deutschlehrer auch :) - rein von der Struktur schon auf, dass es aus zwei Teilen besteht. Eine Reise als Suche - und das Ergebnis der Reise, die Methode.

Die Reise wäre dann so eine Art Vorwort zum Hauptthema.

Auffälligerweise ist das Vorwort viel länger als das Hautthema!

Was ist deine Idee dazu?

grüssli merlYnn
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red_folder.gif erstellt am: 18/11/2017 um 17:46 New
Meine Sicht darauf ist eine ganz andere.

Was kann ich mit der Magie des Abramelin erreichen?

1. Die Konversation mit dem Heiligen Schutzengel

2. Die Herrschaft über die vier Höllenfürsten

3. Wie du schreibst:


Zitat von GeorgeTheMerlin, am 12/11/2017 um 23:36


Es verspricht materiellen Reichtum - eine Frau und glückliche Beziehung - usw usw. Jedes Ego wünscht sich das!

Ich glaube, es führt einen so oft und mit Absicht auf seine eigene materielle Egofährte. Wo man dann ziemlichen BLÖDSINN zaubert. Und damit sein Ego gut gespiegelt kriegt.



den eigenen Vorteil.

Dass die Reiseerfahrung einen Großteil des Buches einnimmt, ist für mich zur Erreichung der Ziele unwichtig. Zudem ist diese Feststellung auch nur ein Mittel zur Textanalyse.

Die Suche nach der Methode endet ja in dem Moment, in dem man das Abramelin zur Hand hat.

Die Reise besagt einfach nur, dass man nach der göttlichen Magie suchen muss, dass diese einen nicht einfach so zufällt.

So meine Ansicht zu der Thematik Reise/Suche nach der göttlichen Magie im Abramelin.


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red_folder.gif erstellt am: 24/11/2017 um 02:48 New
hmmmh - ich bin da immer vorsichtig - also das mit der scheinbar unwichtigen Reisebeschreibung, die trotzdem den Großteil ausmacht - da MUSS doch irgendein Knackpunkt dran sein :)

Es ist einfach zu auffällig! Wie einiges andere auch.

Was meinen denn die anderen dazu?

________________________________________

Wäre dann mal für später die interesante Frage, was für Resultate es bei dir gegeben hat!

Praktisch habe ich selber meinen eigenen Weg - das Abramelin hat mich aber immer wieder mal interessiert - wegen so einiger Auffälligkeiten.

Vom Pendeln her hat es eine Art Energie - eine Selbstbestimmte Bewußtheit, die sowohl ins Licht als auch ins Dunkel schaut. (Baphomet - Janus Aspekt) - Es ist schon die Energie, auf die ich mich gerne ausrichte. *loool - wenn ich nicht gerade mal wieder etwas mit dem absoluten unverständlichen Nichts als Quelle zu tun hab :D

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Also da ich ja sowieso gerne Reise, sowohl geistig als auch physisch, wäre für mich in diesem Fall die Reise der wichtigere Teil. Um mal bei deiner (Seraphine) göttlichen Symbolik zu bleiben, vergleich ich es mit einer Pilgerreise. Es ist nicht wichtig WO du ankommst (Mekka, Jerusalem, beliebiger Ort), sondern der Weg dort hin, der dich "reinigen" und "erleuchten" soll. Die Erfahrungen die du ohne die Reise nie machen würdest...
Ja ich weiß, klingt wie ausgelutschter Kram, es ist aber durchaus was dran an den Klischees a la "der Weg ist das Ziel" etc.

Zu dir selbst findest du nicht durch Kommunikation mit irgendwelchen Heiligen Engeln oder Herrschaft über irgendwas, sondern durch Erfahrungen die du machst, positiv wie negativ. Der HGA ist, das behaupte ich jetzt einfach mal, genauso wie ein Krafttier oder sonstiger Begleiter, lediglich eine Unterstützung. Die Arbeit allderings nimmt er dir nicht ab, die musst du selbst machen.
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Das finde ich jetzt interessant - eine Ansicht, die dem Reiseteil Priorität beimißt - ganz nach dem Motto: DER WEG IST DAS ZIEL.

Hmm - zugegenben habe ich mich derart für "was bin ich" interessiert, dass ich nicht rechts oder links mehr geguckt habe. Nach dem Motto: Triffst du Buddha unterwegs - schlag ihn tot. - Das bin ich nicht. - Triffst du den HGA unterwegs, schlag ihn tot - das bin ich nicht.

Hat man dann ein wenig mehr vom Ich im Ich - vom Zentrum im Zentrum usw geschnuppert, wirds mal wieder Zeit, auch seitwärts zu schauen. Klar gibt es da eine Menge geistigen Schutz - den HGA usw - und es kann ein gangbarer Weg sein, Rat von seinen geistigen Gefährten zu holen. Wenn es mehr ist als nur eine Ablenkung vom Selbst.

Interessant wäre beim Abramelin (Abramerlin :) ) der ZUSAMMENHANG zwischen den beiden Teilen.

Eines fällt mir noch rein strukturell auf: im ersten Teil geht es um den menschlichen Meister - um menschliche Kommunikation. Die Suche nach dem idealen spirituell hoch entwickelten Meister - der mich lehren kann. Der verwirklichte Mensch, der die Verbindung mit Gott weitergeben kann.

Im zweiten praktischen Teil geht es um astrale Wesenheiten - und den Umgang damit.

grüssli merlYnn
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