Thema: Der Hase kommt, die Füchse laufen...

Forum: Mitgliedervorstellung

Autor: Schwarzer Hase


Schwarzer Hase - 15/3/2015 um 12:41

Hey Leute,

habe mich heute mal bei euch angemeldet. Ich in 27 Jahre alt, männlich und mit Magie aufgewachsen, da meine Eltern beide Magier sind. Von daher habe ich von einigen Themen recht viel Ahnung, in Anderen (für die ich mich nicht interessiert habe) bin ich allerdings blutiger Anfänger. :)

Größtenteils mache Zukunftsdeutungen über Tarot, Runen und manchmal auch das I-Ging (mag ich nicht so besonders), Traumdeutungen, Ausflüge an meinen Ort der Kraft und manchmal Evokationen.

Ich hoffe, ich finde hier viele anregende Ideen und neue Ansichten und freu mich auf eine lehrreiche Zeit mit euch :D

GeorgeTheMerlin - 15/3/2015 um 15:01

Was praktizieren denn deine Eltern?

Dann scheinst du deinen Schwerpunkt bei Deutungen zu haben.

Viel Spaß und Anregung hier!

grüssli merlYnn

silverdragon - 15/3/2015 um 17:22

dann willkommen mal bei uns

Keket - 15/3/2015 um 19:05

Mh es ist immer sehr praktisch wenn man von zuhause schon
etwas mitnehmen kann :)
Willkommen im Forum^^

kritiker - 15/3/2015 um 20:58

Willkommen im Forum.

Was machst du denn für Evokationen?

der Antichrist - 16/3/2015 um 16:43

so will auch ich dich Willkommen heißen

Schwarzer Hase - 16/3/2015 um 17:46

Erstmal danke für die Begrüßungen!

Mein Dad praktiziert größtenteils Invokationen mit Tiergeistern (er ist ein bisschen indianisch angehaucht...) und Weissagungen mit Runen.
Meine Mum macht alle möglichen Versionen von Zukunftsdeutungen und hat sich ferner auf Flüche spezialisiert (auch wenn sie mit zunehmendem Alter milder wird...) :D

Wie gesagt, evokaiere (ist das Wort korrekt?) ich nur selten. Wenn dann rufe ich bestimmte Götter, meist die Nornen für schwierige Weissagungen oder Mars, Thor oder Odin, wenn mir mal wieder ein Kampf bevor steht (ich boxe)

Lilith68 - 18/3/2015 um 00:39

Herzlich Willkommen und ich hoffe du findest hier,
was du suchst

kritiker - 18/3/2015 um 00:47

Jetzt wird es interessant.
Sind deine Eltern zufällig Mitglieder in einem Duidenorden, der hauptsächlich in Norddeutschland und Dänemark agiert?

Schwarzer Hase - 18/3/2015 um 07:46

Interessante Theorie, aber nein. Sie sind eher sowas wie Einsiedler. Das Motto meines Vaters lautet: Am Besten weiß niemand, dass du überhaupt existierst.
Obwohl ich auch schon mehrmals auf diese Idee gekommen bin... konnte es ihnen bisher aber nicht beweisen, also wer weiß? Wir wohnen jetzt auch schon seit ein paar Jahren mehrere hundert Kilometer auseinander, sodass ich das wohl auch nicht mehr erfahren werde

kritiker - 18/3/2015 um 15:15

Hmmm.. Ich kenne nur einen Orden, der sich mit Runen und germanischen Göttern befasst.
Woher haben deine Eltern dieses Wissen?

Kannst du mal detailiert schildern, wie so eine Evokation genau bei dir abläuft?
Ich kenne derartige Beschwörungen nur aus Erzählungen und da geht es hauptsächlich um Dämonen. Evokationen von germanischen Göttern höre ich zum ersten mal. Hört sich auf jeden Fall interessant an

Schwarzer Hase - 18/3/2015 um 21:07

Woher meine Eltern ihr Wissen haben, frage ich mich schon seit über 20 Jahren. Sie blocken immer ab, sobald ich versuche irgendwas dergleichen in Erfahrung zu bringen. Obwohl ich zugeben muss, dass man auf viele Dinge irgendwann selbst kommt, wenn man sich wirklich ernsthaft damit beschäftigt und nach einer Antwort sucht. Und der Faible für Götter stammt eher von mir selbst, meine Eltern beschäftigen sich kaum mit ihnen (jedenfalls soweit ich weiß).

Tja, der zweite Teil deiner Frage wird jetzt etwas schwieriger... aber ich werde mal versuchen, mein Evokationsverfahren in Worte zu fassen. Hoffentlich haltet ihr mich danach nicht für total durchgeknallt...

Vorab sollte ich erstmal erwähnen, was Götter für mich sind (also ich beschwöre auch Götter aus anderen Kulturkreisen, nicht nur germanische).
Götter habe ich als durchaus mächtige Geisterwesen mit einem eigenen Charakter kennen gelernt, die aber ganz gewiss nicht allmächtig sind. Alles in der Welt hängt irgendwie zusammen - egal ob Pflanzen, Tiere, Menschen, Gegenstände, die Elemente oder Übernachtürliches, wie z. B. Götter oder Dämonen. Letztlich würde ich beide Bezeichnungen nur für eine besondere Art Geisterwesen gebrauchen, es sind und bleiben Geister. Der Unterschied besteht im Wesentlichen darin, dass Dämonen meist selbstsüchtig und rachsüchtig sind (warum beschwört man sowas überhaupt?). Götter sind hingegen zwar an der Welt interessiert, aber irgendwie auch von ihr losgelöst. Sie sind eher stille Beobachter, können zwar Groll hegen, aber auch genauso Positives bewirken. Ich beschwöre Götter daher eher als Berater und Freunde, vielleicht ähnlich wie andere ein Krafttier haben, nur dass ich die Götter halt nicht bewusst steuere.

Ich gebe dir mal als Beispiel eine Beschwörung von Odin, welche ich im letzten Sommer gemacht habe. Hatte wieder einen Kampf und wollte Odin beschwören, um mir mit den Runen zunächst die verschiedenen Möglichkeiten des Kampfes anzeigen zu lassen und ihn dann für die jeweilige Situation um Rat zu fragen.

Nach erden, schützen und reinigen hab ich dann erstmal innerhalb meines Schutzkreises nen Haufen Liegestütze und Klappmesser gemacht. Odin steht nach den alten Geschichten als Gott der Krieger und des Kampfes häufig in der Ekstase des Kampfes und der Erschöpfung - darum verursache ich diesen Zustand bei mir selbst, um mich mit ihm sozusagen auf dieser Ebene treffen zu können. (Das spart übrigens auch das In-Trace-Versetzen, die totale physische Erschöpfung gleicht einer Trance.)

Dann setze ich mich auf den Boden und meditiere, um in den Fluss der Energie zu kommen. Da alles miteinander zusammen hängt, verbinde ich sozusagen meinen Geist mit allem, was ertastbar und auch unsichtbar existiert. Wenn ich dann quasi die ganze Welt in meinem Wohnzimmer spüre, mache ich mich daran, Odin als Teil dieser Welt zu rufen. Ich spreche ihn dabei direkt an und sage etwas ala "Odin, mein alter Freund, ich brauche deinen Rat und deine Weisheit. Bitte leiste mir Gesellschaft bei einem kühlen Met."
Odins Qualitäten sind Kraft, Weisheit, Mut und ein unbezwingbarer Wille. Diese Eigenschaften extrahiere ich aus mir selbst und spalte einen Großteil dieser Eigenschaften von mir ab. Diese Eigenschaften oder diese Energie biete ich Odin als Tribut an, aus welchen ich ihn dann visualisiere.

Dann entspanne ich mich, öffne die Augen, gieße uns erstmal zwei Bierchen ein und stelle sie auf den Boden vor mich. Dabei visualisiere ich Odin als einäugigen graubärtigen Hünen gemeinsam mit seinen beiden Wölfen und manchmal auch den beiden Raben. Ich verselbstständige meine Energie und lasse zu, dass sie ein Ego bekommt (Odins Ego - er ergreift sozusagen Besitz von meinem Opfer).

Dann beginnt der eigentliche Dialog. Er grüßt mich, ich grüße zurück und erkläre ihm, wozu ich seine Hilfe brauche.
In meinem Beispiel habe ich dann die Runen befragt, drei mögliche Ausgänge des Kampfes bekommen und danach Odin befragt, wie ich eine dieser Varianten der Zukunft verhindern kann (die anderen beiden waren für mich soweit okay). Dieser Teil der Evokation hat immer eher was von einem gemütlichen Pläuschchen bei gutem Met. Allerdings achte ich trotzdem darauf, die Kontrolle über die Magie zu behalten und das Odin einen gewissen Sicherheitsabstand einhält. (Odin wollte mich mal zu einer Invokation zwingen, bei der er dann sicher das Ruder übernommen hätte.)

Wenn mein Anliegen dann geklärt ist, verabschiede ich Odin, indem ich ihn von der noch nicht verbrauchten Energie abtrenne und diese wieder in meinen Körper zurück ziehe. (Ich kriege immer zu hören, ich solle mit meiner nächsten Beschwörung doch nicht zu lange warten, Asgard sei schrecklich langweilig.) Dann trenne ich mich vom Energienetz aller Dinge, atme ein paar Mal ruhig ein und aus und danach dann wieder ganz normal reinigen, schützen und ausgiebig erden.
Und als besonderen Bonus saufe ich danach noch Odins Becher leer ;) Obwohl ich schwören könnte, dass immer etwas weniger drin als ich eingegossen habe (aber hier spielen mir meinen überreizten Nerven wohl wirklich einen Streich)

So, hoffe es war halbwegs verständlich... ist nicht gerade leicht, das in Worte zu fassen.

kritiker - 19/3/2015 um 03:06

Danke für die ausführliche Beschreibung.
Ein Psychologe würde dir dazu wahrscheinlich sagen, dass du dir das nur einbildest. Ich maße mir nicht an darüber zu urteilen, aber für mich hört sich derartiges immer ziemlich skurril an, was daran liegen mag, dass ich selber solche Dinge noch nie versucht habe.

Zudem hört sich das Beispiel ziemlich schwammig an. Bei einem Boxkampf gibt es doch meineswissens ohnehin nur 3 mögliche Ergebnisse (Sieg, Unentschieden oder Niederlage).
Und dann sagt dir Odin, wie du die Niederlage zu verhindern hast, aber klappt das denn immer?
Trifft denn immer genau das zu, was dir prophezeit wird?

Bei allem, was mit Zukunftsvorhersagen zu tun hat, bin ich generell immer recht kritisch.
Es gibt ja viele Menschen, die von sich selber behaupten, mit verschiedenen Methoden die Zukunft vorhersehen zu können. Nur leider scheitern alle, wenn es darum geht, etwas konkretes vorher zu sagen.

Es gibt bis heute leider keinen einzigen Beweis dafür, dass jemals jemand auf die Zukunft vorhergesagt hat.

Es ist halt so, dass bei allen Zukunfsvorhersagen immer nur schwammige, unkonkrete Aussagen kommen, die man auf tausend verschiedene Arten auslegen kann und dann meistens auch noch ohne Zeitangabe.
Wenn jetzt jemand 3 mal hintereinander die korrekten Lottozahlen vorhersagen würde, dann würde mich das schwer beeindrucken. Aber was man meistens von selbsternannten "Hellsehern" bekommt, sind eher Aussagen wie "dir wird etwas gutes passieren", "du wirst jemanden kennen lernen". Ja klar, wie hoch ist denn auch die wahrscheinlichkeit, dass mir nie wieder im Leben etwas gutes passieren wird oder dass ich niemanden mehr kennen lerne? Verschwindend gering. Deshalb ist es klar, dass diese "Vorhersagen" irgendwann mal zutreffen.
Eine Vorhersage wie: "Du wirst am 19.03.2015 um 12:30 jemanden mit dem Namen Max Mustermann in Berlin beim spatzieren gehen im Park kennen lernen" wäre z.B. konkret und könnte man auch nicht auf verschiedene weise auslegen. Warum gibt es derartige Vorhersagen nicht? Warum gibt es so viele Menschen, die behaupten in die Zukunft sehen zu können und warum scheitern alle, sobald es konkret wird?

Die einzige logische Schlussfolgerung, die mir dazu einfällt ist, dass man nicht in die Zukunft schauen kann.
Es gibt ja leider auch viele, die sowas vortäuschen, um leichtgläubige Menschen abzuziehen.

Das ist jedenfalls mein aktueller Wissensstand und soll nicht heißen, dass ich ausschließe, dass es wirklich Menschen gibt, die in die Zukunft schauen können. Ich würde mich sehr gerne vom Gegenteil überzeugen lassen.

Unabhängig davon, ob ich daran glaube oder nicht, hört sich das auf jeden Fall sehr spannend an.

der Antichrist - 19/3/2015 um 08:10

Schwarzer Hase gute Beschwörung, klar mal Met mal Bier, aber das Grundkonzept stimmt.Ich frag mich nur immer, warum soviel Schutz, Schutzkreise usw ihr ruft doch alle immer nur die lieben?
ps.im Becher fehlt immer etwas,kommt dir nicht nur so vor.

20-1-30-40 - 19/3/2015 um 11:46


Zitat von kritiker

Die einzige logische Schlussfolgerung, die mir dazu einfällt ist, dass man nicht in die Zukunft schauen kann.


Ehrlich? Dann gebe ich Dir weitere mögliche Schlußfolgerungen:
* Die Zukunft ist nicht festgelegt. Je weiter in der Zukunft etwas gesehen wird umso wahrscheinlicher wird eine Veränderung die dieses gesehene Ereignis ändert. Man kann also in so einem Fall höchstens Wahrscheinlichkeiten nennen.

* Der Geisteszustand der nötig ist um in die Zukunft zu schauen ist nicht stabiler natur. Unser Geist pendelt schnell zwischen Vergangenheit und Zukunft. Um in die Zukunft sehen zu können muß dieses Pendeln gebremst, am besten auf Null ins JETZT gebracht werden. Je mehr noch gependelt wird um so kürzer die Sicht in die Zukunft.

Willst Du selber nochmal nachdenken oder soll ich weitere Möglichkeiten nennen?

Zitat:
Unabhängig davon, ob ich daran glaube oder nicht, hört sich das auf jeden Fall sehr spannend an.


Mich wundert das Du diese Evokation auf eine Zukunftsschau einschränken möchtest. Es hat ein Zwigespräch stattgefunden, ein Austausch. Wenn Du magst war es ein Austausch zwischen einem archetypischen GOtt und einer Person, wenn Du lieber magst war es ein Austausch zwischen einer personifizierten Eigenschaft der eigenen Psyche (Unterbewußtsein) und einer Person (Bewußtsein). Eine wirklich Zukunftsschau sehe ich nicht in obiger Beschreibung.

Was genau willst Du nun mit "glaube"? Sobald jemand mit Glauben kommt wird es für mich unseriös. Magie hat etwas mit Erfahrungen zu tun. Glaube kommt als Technik vor und leider auch oft in den holprigen Erklärungsversuchen aber notwendig erscheint er mir an dieser Stelle jedenfalls nicht.


[Editiert am 19/3/2015 um 11:48 von 20-1-30-40]

Cruihn - 19/3/2015 um 13:16


Zitat von kritiker, am 19/3/2015 um 03:06

aber für mich hört sich derartiges immer ziemlich skurril an, was daran liegen mag, dass ich selber solche Dinge noch nie versucht habe.

Unabhängig davon, ob ich daran glaube oder nicht, hört sich das auf jeden Fall sehr spannend an.


@ kritiker, warum setzt du dich nicht mal hin, möglichst unvoreingenommen, und versuchst sowas einfach mal? Ich denke du wärst überrascht und es würde sich für dich wohl einiges klären.

kritiker - 19/3/2015 um 14:02

@20-1-30-40
Ja, ich gebe dir Recht. Theoretisch gibt es noch weitere logische Schlussfolgerungen.
Ich möchte die Evokation nicht auf die Zukunftsschau beschränken. Ich sage ja nur, dass ich die Dinge versuche kritisch, objektiv und realistisch zu betrachten, sobald es um Zukunftsvorhersagen geht. Und da ist es egal, ob die Informationen von einem Kartenleger, einem Gott, meinem eigenen Unterbewusstsein oder Nostradamus kommen.

Ich verstehe deine Aussage mit dem Glauben nicht. Sobald dir jemand irgendwas erzählt, wovon du nicht weisst ob es stimmt oder nicht, hast du zwei Optionen - entweder du glaubst es oder nicht.
Da ich kein leichtgläubiger bzw. naiver Mensch bin, glaube ich an nichts, bis ich mich selber davon überzeugt habe.

@Cruihn
Evokationen halte ich für zu gefährlich, um es auszuprobieren.
Was Zukunftsvorhersagen betrifft, habe ich schon einiges selber ausprobiert und mir auch von anderen Menschen die Zukunft vorhersagen lassen. Immer vollkommen unvoreingenommen. Ist bis jetzt noch nichts konkretes bei rumgekommen, viele Vorhersagen waren auch einfach falsch.
Ich bin aber offen für alles. Falls du irgendwas hast, was ich mal ausprobieren könnte, bin ich gerne dazu bereit.
Was ich auf jeden Fall noch machen werde ist eine Reise nach Indien in eine Palmenblattbibliothek. Da soll angeblich sehr konkret die Vergangenheit und die Zukunft von jedem drinstehen, der dort irgendwann mal hinkommt.

20-1-30-40 - 19/3/2015 um 14:46


Zitat von kritiker, am 19/3/2015 um 14:02

Ich verstehe deine Aussage mit dem Glauben nicht. Sobald dir jemand irgendwas erzählt, wovon du nicht weisst ob es stimmt oder nicht, hast du zwei Optionen - entweder du glaubst es oder nicht.


Ah, ich dachte Du meinst ob Du überhaupt an Magie glauben willst. Dazu wollte ich eben sagen das man das nicht glauben soll/braucht/muß.

Zitat:
Da ich kein leichtgläubiger bzw. naiver Mensch bin, glaube ich an nichts, bis ich mich selber davon überzeugt habe.


Sehr gut!

silverdragon - 19/3/2015 um 15:08

wie war das noch zukunft ist vergangenheit?

gibt es sowas wie schicksal oder hat jeder einen freien weg

Schwarzer Hase - 19/3/2015 um 20:13

Oje, da habe ich jetzt wohl ein etwas unglückliches Beispiel gewählt... aber der Reihe nach.

@der Antichrist: Danke für dein Lob! :) Ich sage zwar Met, nehme aber immer Bier, weil ich Met und Wein vom Geschmack her einfach eklig finde. Bisher hat sich noch kein Gott darüber beschwert.

@der Antichrist und kritiker: Evokationen sind immer schwierige Magie, egal was man für einen Geist ruft. Insbesondere wenn man die Macht, die man anruft, noch nicht persönlich kennt, sollte man für ausreichend Schutz sorgen. Außerdem können gerade Götter (oder wie 20-1-30-40 es zutreffend als Archetypen benennt) mitunter sehr launisch sein und komische Anwandlungen zeigen. Von daher bin ich immer für die klassische Zeremonialvorbereitung Erden, Schützen, Reinigen (mache ich sogar, wenn ich mir einfach nur die Karten lege, also wirklich immer).

@kritiker: Cruihn hat schon Recht. Du würdest eine Menge neuer Erfahrungen sammeln, wenn du dich einfach mal an einer Evokation versuchst. (Es kann ja auch erstmal ein niederer Schutzgeist oder so was sein.) Natürlich bleibt immer eine Gefahr dabei. Du musst halt selbst entscheiden, ob du das Risiko eingehen möchtest.

Habe mein Beispiel wohl schlecht gewählt, weil ich neben der Evokation auch eine Weissagung gemacht habe und damit die eigentliche Antwort auf deine Frage verfälscht habe. Zu den erwähnten drei Ausgangsmöglichkeiten meines Kampfes: ich hätte in allen drei Fällen gewonnen, aber in einer unter heftigen Schmerzen (wohl mal wieder ein Nasenbeinbruch... autsch!). Die betreffende Weissagung war, dass wenn der Kampf über die 7. Runde hinaus geht, ziehe ich mir sehr wahrscheinlich eine schmerzhafte Verletzung zu. Also habe ich Odin um Rat gefragt, mit welcher Strategie ich den Kampf möglichst schnell für mich entscheiden kann. (Hoffe jetzt wird mein Beispiel verständlicher.)

Was das Thema Wahrsagen an sich angeht... wie 20-1-30-40 sagt, ist Wahrsagen die Tätigkeit, sich mit den wahrscheinlichsten zukünftigen Entwicklungen auseinander zu setzen. Je weiter sie in der Zukunft liegen, desto schwieger wird es da etwas einzugrenzen, weil einfach ständig neue Störfaktoren auftreten können und die wahrscheinlichste Variante der Zunkunft verfälschen oder ändern.
Außerdem kommt es auch die Person an, für welche die Weissagung gemacht wurde. Nur wenn sie entspechend der Weissagung handelt, kann diese auch tatsächlich eintreten (anders herum kann man natürlich mit entgegengesetztem Verhalten bewusst die Weissagung außer Kraft setzen, falls das sinnvoll ist).
Deshalb kann ich dir durchaus vorhersagen, dass du morgen im Einkaufszentrum XY gegen 18 Uhr die Möglichkeit hast, an der Tiefkühltruhe jemand Tollen kennen zu lernen. Die Frage ist aber, ob du dann auch wirklich dorthin gehst und im Zweifelsfall auch wirklich die Leute dort ansprichst, die sich dort aufhalten. Nur, wenn du etwas dafür tust die Wahrsagung zu erfüllen, kann sie sich überhaupt erfüllen.

@silverdragon: Wie schon erwähnt, hab ich ein besonderes Verhältnis zu den Nornen. In den Fäden des Schicksals, die sie spinnen, wird die Welt miteinander verknüpft. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von allem was existiert sind gleichsam Teile ihres Netzes und miteinander verwoben (das nennt man dann wohl das Schicksal). Letztlich ist alles Sklave der Zeit, welche die eigentliche Herrscherin über die Welt ist. Also so verstehe ich es jedenfalls...

Lilith68 - 19/3/2015 um 22:34

Mir gefällt deine Beschwörung auch und ja....
der Becher ist immer etwas leerer als vorher.
Ich arbeite öfter ähnlich,allerdings verzichte ich auch auf einen Schutzkreis um mich herum,da ich einen Freund oder Freundin anrufe.
Wozu brauche ich selber da Schutz ?
Lediglich ziehe ich einen Schutzkreis im Raum,damit dieser separiert ist und keine fremden Einflüsse stören können.

Schwarzer Hase - 20/3/2015 um 07:50

Naja, ich gehe gerne auf Nummer sicher. Bin halt ein ängstliches Häschen ;)

Cruihn - 20/3/2015 um 18:58

Na das mit den ganzen Kreisen, Schutz und was weiß ich, ist wohl immer ne persönliche Vorliebe. Ich kann da auch nix mit anfangen, bzw. habs noch nicht gebraucht.
Wenn ich was rufe, kann ichs auch wieder verscheuchen. Bzw. sehe ich es von der Seite, mein Gebiet, meine Regeln.

Ich denke dass sowas immer nur soviel Macht hat, wie ich ihm zugestehe (zumindest mir gegenüber). Mag Arrogant klingen, funktioniert für mich aber recht gut.

Lilith68 - 21/3/2015 um 22:00


Zitat von Cruihn, am 20/3/2015 um 18:58
Na das mit den ganzen Kreisen, Schutz und was weiß ich, ist wohl immer ne persönliche Vorliebe. Ich kann da auch nix mit anfangen, bzw. habs noch nicht gebraucht.
Wenn ich was rufe, kann ichs auch wieder verscheuchen. Bzw. sehe ich es von der Seite, mein Gebiet, meine Regeln.

Ich denke dass sowas immer nur soviel Macht hat, wie ich ihm zugestehe (zumindest mir gegenüber). Mag Arrogant klingen, funktioniert für mich aber recht gut.


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kritiker - 27/3/2015 um 03:09

Würdest du mal so eine Evokation für mich durchführen?
Also ich würde dir dann den Gott und die Frage sagen und du gibst mir dann nach der Evokation die Antwort?

Schwarzer Hase - 27/3/2015 um 06:26

Hä? Wie soll das denn funktionieren?

20-1-30-40 - 27/3/2015 um 10:03

@kritiker,
wenn Du diese Frage so stellst, frage ich mich wie Du Dir das vorstellst und welches denkbare Erklärungsmodell Du dafür hättest?!

kritiker - 27/3/2015 um 16:01

Also wenn ich das richtig verstanden habe, beschwörst du Götter und stellst ihnen Fragen.
Wo liegt da jetzt der Unterschied ob du dir die Frage selber aussuchst oder jemand anders?

20-1-30-40 - 27/3/2015 um 16:13

Es gibt unterschiedliche Erklärungen für sowas, eine ist psychologischer Natur.

Der gerufene Gott bildet der als Archetypus in Dir zu finden ist, bietet Dir eine personifiziertes "User Interface" zu Deinem Unterbewußtsein.
Da kann man natürlich eine Frage eines anderen stellen, aber ob die Antwort einen messbaren Sinn ergibt ist fraglich.

Selbst wenn wir postulieren das nicht jeder Mensch ein eigenes Eiland im Ozean des Seins ist und also die Ebene der Archetypen eine Verbindung zwischen den Wesen aufweist ist es fraglich ob die gefundene Antwort für einen anderen Sinn ergibt.
Es ist nämlich auch unklar ob der Magier bis zu dieser Ebene in der wir alle verbunden wären durchdringt oder eben tatsächlich nur mit sich selbst quatscht.

:puzz:

Schwarzer Hase - 27/3/2015 um 19:49

Hm, ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass ich eine dich betreffende Frage klären kann, zumal ich dich ja nicht mal kenne. Mit engen Bekannten habe ich ähnliches zwar schon mal gemacht, aber nicht wirklich als Evokation... Mit einer allgemeinen Frage könnte es funktionieren, aber die kannst du dann auch selbst auf anderem Weg klären.

Aber nur mal aus Interesse: Wen sollte ich denn was fragen?

kritiker - 28/3/2015 um 05:51

Interessant. Das erklärt vieles.
Also, wenn 10 Magier den vermeintlich selben Gott oder Dämon beschwören, dann gibt es möglicherweise 10 verschiedene Antworten?
Heißt also im Umkehrschluss, dass das Medium im Prinzip selber die Quelle ist und die Evokation nur eine Taktik ist, um an Informationen aus dem eigenen Unterbewusstsein zu gelangen?

Das würde dann aber auch wieder einige Fragen aufwerfen.

Schwarzer Hase - 30/3/2015 um 07:44

Ja, im Prinzip hast du es jetzt. Obwohl die Geister auch mit der Quelle allen Seins verbunden sind, wie 20-1-30-40 anmerkt. Momentan habe ich aber noch nicht die Fähigkeiten um dies effektiv zu nutzen. Bin schon froh, wenn ich nur mal nen kurzen Blick drauf werfen darf :D

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