Thema: L´enfant terrible

Forum: Geschichten

Autor: Astarte77


Astarte77 - 26/2/2008 um 16:48

Geschrieben vor gar nicht allzu langer Zeit, fiel ich heute wieder darauf und wieder verstehe ich mich selbst ein Stückchen mehr...


L´enfant terrible

Kratzend sein Nagel mir raubte den Sinn
Ellbogenkette schwand taumelnd im Nebel
Glühende Augen waberten hin
Innerste Schreie ich zückte den Säbel

Der Herrscher noch immer auf seinem Thron
Sein Amboss geschwächt und mit ihm mein Mut
Lachender Geifer des Kindes Hohn
Voller Entzücken zur Tafel mich lud

Trostlose Speisen, versickernder Wein
Im Spiegel ich sah wie Galle er spie
Die Frau in Ketten nur scheinbar rein
Glanzlose Welle des Frohmuts mir lieh

L´enfant terrible es packt mich im Nacken
Und bohrt seine Kralle vernichtend den Geist
Der Dolch kaum spürbar in meinen Hacken
So rennt meine Schwester im Innern verwaist

Der Spiegel nun leer nur endlose Tiefe
Schwamm es hinfort das letzte Getier
Wissen hinfort nach wem ich riefe
Sehnsucht am Ende nur nach mir

Jahrhundert ewiger Wellenstoß
Blick in lebendig Pupillenschrein
Kleiner Jubel wie rigoros
Wandel weder bejah noch vernein.

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