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Autor: Betreff: Griechische Mythologie
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:23  
Die Enstehung der Welt

Am Anfang war das Chaos, die grenzenlose, gähnende Leere. Aus dem Chaos entstanden Gäa, die Erde, und Eros, die Liebe.
Gäa erzeugte aus sich selbst Pontos, das Meer, und Uranos, den Himmel. Darauf vereinigte sie sich mit Uranos und gebar die zwölf gewaltigen Titanen und die drei riesigen, einäugigen Kyklopen.

Unter den Titanen, sechs Brüdern und sechs Schwestern, sind die berühmtesten: Okeanos, der Weltstrom, und seine Schwester und Gattin Tethys, die Eltern aller Gewässer; Hyperion, der Vater des Sonnengottes Helios; Japetos, der Vater von Prometheus, Epimetheus und Atlas; Themis, die Göttin der Gerechtigkeit; Kronos und Rhea, die beiden Geschwister und Gatten, die bestimmt waren, nach Uranos die Weltherrschaft anzutreten, bis sie selbst von ihrem Sohne Zeus gestürzt wurden.

Da Uranos die Kyklopen, seine eigenen Söhne, zu mächtig wurden, warf er sie in den Tartaros, den Abgrund unter der Erde. Aus Zorn über diese Tat überredete Gäa ihren jüngsten Sohn Kronos, den eigensüchtigen Vater mit einer scharfzahnigen Sichel, die sie ihm schmiedete, zu verstümmeln und der Herrschaft zu berauben. Aus den Blutstropfen, die von dem Verwundeten auf die Erde herabfielen, entstanden die Erinnyen (lat. Furien, Rachegöttinnen) und die schrecklichen Giganten.

Um nicht von seinen eigenen Kindern ein ähnliches Los zu erleiden, verschlang Kronos alle Kinder, die Rhea ihm gebar, jedesmal gleich nach der Geburt: Hestia (lat. Vesta), Demeter (lat. Ceres), Hera (lat. Juno), Hades (lat. Pluto) und Poseidon (lat. Neptunus). Deshalb stieg Rhea, als sie wieder einem Kind das Leben schenken sollte, auf Anraten ihrer Mutter Gäa hinab auf die Insel Kreta, wo sie in einer dunklen Höhle den Zeus (lat. Jupiter) gebar und verbarg. Zeus wuchs in seinem Versteck, von der Ziege Amalthea gesäugt und von Nymphen gepflegt, rasch heran. Als er groß geworden war, zwang er Kronos durch eine List, die verschlungenen Kinder wieder von sich zu speien.

Nun begann Zeus mit seinen Geschwistern vom Berge Olymp in Thessalien aus den Kampf gegen Kronos. In diesem Kampfe um die Weltherrschaft hielten einige Titanen zu Kronos, andere aber, wie Okeanos und Themis, zu Zeus. Die Kyklopen, welche Kronos erlöst, später aber selbst wieder in den Tartaros verbannt hatte, wurden von Zeus endgültig befreit. Sie schmiedeten ihm die Donnerkeile, und mit Hilfe dieser furchtbaren Waffen besiegte er die Titanen, fesselte sie und warf sie in den Tartaros.

In späterer Zeit brachen die gefangenen Titanen los und versuchten, Zeus zu stürzen. An ihrer Seite kämpften die Giganten, wilde Riesen, deren Leiber in geschuppte Schlangen ausliefen. Die Giganten mit ihren ungeheuren Kräften türmten ganze Berge aufeinander, den Olymp, den Ossa, den Pelion, um den Himmel zu stürmen. Aber Zeus und die mit ihm verbündeten Götter, zu denen sich auch Herakles gesellt hatte, vernichteten die Giganten. Die unsterblichen Titanen wurden zurück in den Tartaros geschickt. Später söhnte sich Zeus mit ihnen aus und versetzte sie mit ihrem Herrscher Kronos in das Elysion, auf die Inseln der Seligen fern im Westen.

Nach der Gigantenschlacht versuchte die Urmutter Gäa noch einmal, die neuen Götter zu vertreiben. Sie gebar den Typhon, ein gewaltiges Ungeheuer mit hundert Drachenköpfen, und schickte ihn gegen Zeus. Doch Zeus traf den Typhon mit seinem Blitz und warf den Ätna auf ihn; seither macht sich das darunterliegende Scheusal immer wieder bemerkbar, indem es Feuer ausstößt und die Erde zum Beben bringt. Nachdem Zeus auch noch diesen jüngsten Nachkommen der Gäa besiegt hatte, war seine Herrschaft endgültig befestigt.


[Editiert am 8/10/2017 um 15:25 von Hephaestos]
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:23  
Die neue Weltordnung

Die drei Brüder, Zeus, Poseidon und Hades, teilten sich so in die Welt, daß Zeus, der zugleich König über alle anderen war, den Himmel, Poseidon das Meer, Hades die Unterwelt erhielt.

Auf dem Gipfel des hoch in den Himmel ragenden Olympos stehen die von Hephästos, dem Gott der Schmiede, erbauten Götterpaläste. Dort fällt weder Schnee noch Regen, dort weht kein Wind. Auf den immer heiteren Höhen dieses Berges verbringen die Götter ein seliges Leben in ewiger Jugend. Allen Göttern steht dahin der Zutritt offen, doch haben nicht alle dort ihren ständigen Aufenthalt. Über der Erdscheibe erhebt sich das Himmelsgewölbe, getragen von Atlas, dem Sohn des Titanen Japetos.

Die Erdscheibe wird von dem gewaltigen Weltstrom Okeanos, dem Vater aller Gewässer, umflossen. Im Innern der Erde aber ist die Welt der Toten, die nach ihrem Beherrscher Hades genannt wird. Unter der Erde befindet sich der finstere Tartaros, und am äußersten Westrand der Erde, am entlegensten Gestade des Okeanos sind die glücklichen Inseln oder das Elysion. Doch dachte man sich auch Tartaros und Elysion als Teile des Hades, jenen als den schrecklichen Aufenthalt der büßenden Frevler, dieses als herrlichen Wohnsitz der Guten nach dem Tode.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:24  
Zeus

Zeus, der Sohn der Rhea und des Kronos, ist der höchste Gott, dem sich Götter und Menschen zu beugen haben.

Als Ordner und Erhalter der ganzen Welt wohnt er zuhöchst auf dem Olymp, von wo er die Wolken lenkt und Regen, Schnee und Hagel, Donner und Blitz herabsendet.
Seine Dienerinnen sind die Horen, die Göttinnen des Wetters und der Jahreszeiten. Segen und Gedeihen, Tod und Verderben kommen aus seiner allmächtigen Hand. Er beschützt das Recht und bestraft den Frevler. Deshalb erscheinen auch Themis und ihre Tochter Dike, die Göttinnen des Gesetzes und der Gerechtigkeit, als Vollstreckerinnen seines Willens. Eid und Gastfreundschaft sowie die Wahrsagekunst stehen unter seinem besonderen Schutze.

Die Kinder des Zeus von seiner Gattin Hera sind Hephästos, Ares und Hebe; von der Titanentochter Leto: Apollon und Artemis; von der Nymphe Maja: Hermes; von der Okeanostochter Dione: Aphrodite; von Demeter: Persephone. Oft läßt sich der höchste Gott zu den Töchtern der Sterblichen herab; so gebar ihm Semele den Gott Dionysos, Alkmene den Halbgott Herakles, Europa den Minos, Danae den Perseus, Leda den Polydeukes (lat. Pollux) und die Helena.
Abgebildet wird er gewöhnlich mit Zepter und Blitz, den ihm geheiligten Adler zur Seite. Unter den Bäumen war ihm die Eiche geweiht.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:25  
Hera

Hera (lat. Juno), die Schwester und Gemahlin des Zeus.

Die majestätisch schöne Himmelskönigin, wacht über die heiligen Gesetze der Ehe und beschützt die Mütter. Ihr wurden besonders Kühe geopfert.



Pallas Athene

Pallas Athene (lat. Minerva), die Lieblingstochter des Zeus, in kriegerischer Rüstung aus seinem Haupte entsprungen, ist nächst dem Herrscherpaare die angesehenste Gottheit, ausgezeichnet durch Klugheit, Mut, strenge Schönheit und jungfräuliche Reinheit.

Durch Klugheit lenkt sie die Geschicke der Völker in Schlacht und Krieg, während sich im Kriegsgott Ares mehr die Leibesstärke und rohe Gewalt verkörpert. Ihre Abzeichen sind die Ägis, der Ziegenfellschild mit dem alles versteinernden Haupt der Medusa, und die Lanze.
Odysseus, der klügste aller Sterblichen, war ihr Liebling. Athene erfand den Pflug, den Webstuhl und die Flöte; sie lehrte die Menschen, Wagen und Schiffe zu bauen.
Handwerk, Wissenschaft und Kunst stehen unter ihrem besonderen Schutz.

Die Eule und der Ölbaum sind ihr heilig.




Phöbos Apollon

Phöbos Apollon, der erhabene Sohn des Zeus und der Leto (lat. Latona), wurde auf der schwimmenden Insel Delos als Zwillingsbruder der Artetuis geboren.

Unter den männlichen Gottheiten ist er nächst Zeus die edelste und reinste Gestalt, strahlend und doch streng, schrecklich als Rächer des Bösen und doch wieder mannigfachen Segen gewährend.
Apollon ist der Gott des Lichtes, weshalb er in späterer Zeit oft mit Helios, dem Sonnengott, identifiziert wurde. Er ist der Gott der Heilkunst; der berühmte Arzt Asklepios, der sogar Tote erweckte, ist sein Sohn.
Als Gott der Weisheit sagte er den Menschen wahr. Sein berühmtestes Orakel befand sich zu Delphi. Dort saß in seinem Heiligtum die Pythia, seine Priesterin, auf einem goldenen Dreifuß über einem Erdspalt, aus dem ihr der Gott im Auftrag des Zeus die Eingebungen zu ihren Orakelsprüchen schickte.

Apollon ist der Gott der Musik und der Dichtkunst und der Anführer der Musen. Seine Waffen sind Pfeile, denen niemand zu entrinnen vermag. Als er die Nymphe Daphne in Liebe verfolgte, verwandelte sich die Nymphe, um sich ihm zu entziehen, in einen Lorbeerstrauch; daher ist Apollon der Lorbeer geweiht.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:26  
Artemis

Artemis, die Zwillingsschwester Apollons, ist diesem in vielem verwandt.

Auch ihr stehen die unfehlbar treffenden Pfeile zu Gebote, doch verwendet sie dieselben besonders gern zur Jagd. Von den Nymphen begleitet, schweift die schlanke jungfräuliche Göttin durch die Wälder, dem edlen Weidwerk obliegend. Artemis ist die Beschützerin der Tiere. Sie ist die Göttin der Keuschheit und kann streng, ja grausam sein: den Jäger Aktäon, der sie beim Bade überraschte, verwandelte sie in einen Hirsch, so daß ihn die eigenen Hunde zerrissen.

In manchen Gegenden wurde Artemis als Fruchtbarkeitsgöttin aufgefaßt; so hatte sie zu Ephesos in Kleinasien eine berühmte Statue, auf der sie mit zwanzig Brüsten dargestellt war.




Hephästos

Hephästos (lat. Vulcanus) ist der Sohn des Zeus und der Hera.

Er wurde, weil er häßlich und lahm war, gleich nach seiner Geburt von seiner Mutter aus dem Olymp hinab in das Meer geschleudert, jedoch von den Meeresgöttinnen Thetis und Eurynome aufgefangen und erzogen.
Er ist der Gott des Feuers und der Schmiedekunst. Auf dem Olymp steht seine Werkstätte, doch wird sie auch oft in das Innere des Ätna verlegt, wo die Kyklopen seine Gehilfen sind.
Von herrlichen Werken seiner Hand ist oft die Rede; so schmiedete er den Schild des Achilleus und die Waffen des Äneas.

Obwohl er hinkte und häßlich war, bekam er Aphrodite, die schönste Göttin, zur Gemahlin.




Ares

Ares (lat. Mars), Sohn des Zeus und der Hera, ist der Gott des tobenden Schlachtengewühls.

Er ist ganz verschieden von der klugen Kriegsgöttin Pallas Athene. Der wilde Männermord ist seine Lust; Furcht und Schrecken begleiten ihn. Wegen seiner ungeschlachten Roheit ist er allen anderen Göttern, sogar seinem Vater Zeus, verhaßt.

Die wilden, kampflustigen Thraker verehrten den Kriegsgott; in Griechenland erfuhr er wenig Verehrung, um so mehr jedoch bei den Römern.
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Coronet
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:45  
Das Selbe wie bei der germanischen Mythologie :) http://www.enctype.de/mythologien/mythologien.htm.
Ich hoffe mal, dass jetzt kein Mod sauer auf mich is, weil ich mich erdreiste die Quelle zu fordern. ;(

Ebene Wege,
Coro


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Ich wünsche dir die zärtliche Ungeduld des Frühlings, das milde Wachstum des Sommers, die stille Reife des Herbstes und die Weisheit des erhabenen Winters.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:47  
Aphrodite

Aphrodite (lat. Venus) ist die Tochter des Zeus und der Dione.

Nach anderer Sage jedoch entstand sie aus dem Schaum des Meeres und stieg auf Kypros (Zypern) ans Land. Hier und auf der Insel Kythera genoß sie besondere Verehrung.
Sie ist die Göttin der Liebe und Schönheit, die anmutigste unter allen Himmlischen, die in ihrem Gürtel allen Zauber der Liebe verbirgt.
Geheiligt waren ihr besonders die Taube und der Sperling, vor den Pflanzen die Myrte, die Rose und der Apfel.
Zu ihrem herrlichen Gefolge gehören ihr Sohn Eros und die Chariten (lat. Grazien), die drei Göttinnen der festlichen Freude, Aglaia, Euphrosyne und Thalia. Eros (lat Amor, Cupido), ganz verschieden von jener aus dem Chaos geborenen gestaltenden Kraft, wurde als schöner Knabe dargestellt, der mit seinen Liebespfeilen die Herzen der Götter und Menschen verwundet.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:48  
Hermes

Hermes (lat. Merkur), der Sohn des Zeus und der Maja, einer Tochter des Atlas, ist schlau und gewandt wie kein zweiter unter den Göttern.

Er richtet die Aufträge des Zeus aus und geleitet den Menschen sicher durch Gefahren. Als Vollstrecker des höchsten göttlichen Willens führt er auch die Seelen der Verstorbenen in die Behausung des Hades hinab.
Seine erstaunliche Verschlagenheit, der er die Ehre verdankt, Schutzgott der Diebe zu sein, vererbte sich auch auf seinen Sohn Autolykos, den Großvater des Odysseus.

Schon wenige Stunden nach seiner Geburt hatte sich der junge Hermes aus der Grotte, in der seine Wiege stand, geschlichen und eine den Apollon gehörige Herde von fünfzig Rindern gestohlen. Er umwickelte die Hufe der Tiere, um ihre Spur zu verwischen, und trieb sie dann vorsichtig rückwärts in eine Höhle; außerdem band er sich selbst die Sandalen verkehrt an, um die Verfolger zu täuschen. Als er seine Beute in der Höhle in Sicherheit hatte, schlachtete er zwei Stück der Herde und briet sie am Feuer Bei dieser Gelegenheit erfand sich der Knabe ein hübsches Spielzeug: Er fertigte aus den Därmen sieben Saiten und spannte sie über die Schale eine Schildkröte; so schuf er die erste Leier. Mit diesem wohlklingenden Instrument besang er sogleich seine eigene Geburt. Darauf kehrte er unbemerkt in die Grotte seiner Mutter zurück und legte sich wieder in seine Wiege. Seine Mutter Maja erstaunte nicht wenig, als Apollon voll Zorn erschien; denn dieser hatte den Urheber des Diebstahls vermöge seiner Sehergabe erkannt. Der Gott ließ sich nicht beirren durch das kecke Leugnen des Knaben, sondern führte den Betrüger nach dem Olymp vor den Vater Zeus. Dieser befahl lächelnd dem kleinen Hermes, den Raub zurückzugeben. Als die beiden danach auf dem Weg zur Höhle waren, ließ Hermes die von ihm erfundene Leier erklingen. Apollon war über ihre Töne so entzückt, daß er sich sogleich bereit erklärte, für das Instrument die gestohlene Herde abzutreten. Durch diesen Tausch war der Zwist entschieden.

Hermes ist der Beschützer der Herden und des Reichtums, des Handels und Verkehrs, der Wanderer und der Herolde. Er ist der Bringer des Schlafs und der Träume. Dargestellt wird er als schlanker Jüngling, auf dem Haupte zuweilen einen Reisehut, mit Flügeln an den Sandalen, die ihn mit Windesschnelle durch die Luft tragen.
In der Hand trägt er seinen zaubermächtigen goldenen Stab.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:48  
Hestia

Hestia (lat. Vesta), Tochter des Kronos und der Rhea, wurde als die ernste, jungfräuliche Göttin des Herdfeuers und damit des häuslichen Friedens und Glückes in Griechenland hoch verehrt.

Der Herd war der Mittelpunkt der Familie, an ihn flüchteten sich die Schutzflehenden, bei ihm wurde vor jeder Mahlzeit ein kleines Opfer dargebracht. Jede feierliche Opferhandlung wurde mit einer Anrufung der Hestia begonnen, so daß in Griechenland das Sprichwort aufkam: "Fang mit Hestia an!" In Rom wurde Vesta zwar nicht in den Familien verehrt, hatte aber als Staatsgöttin große Bedeutung.
In einem Rundtempel auf dem Forum Romanum brannte ihr zu Ehren ein ewiges Feuer; in diesem Tempel, dem ältesten Tempel Roms, dienten ihr die sechs Vestalinnen, edle, jungfräuliche Priesterinnen, die unter den Römern hohes Ansehen genossen.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:48  
Helios, Eos, Selene und die Plejaden

Helios (lat. Sol), der Sohn des Titanen Hyperion und seiner Schwester Theia.

Er ist der Sonnengott, der alltäglich mit seinem strahlenden, von vier feuerschnaubenden Flügelrossen gezogenen Wagen am Himmel auf und nieder fährt; frühmorgens taucht er aus den Wellen des Okeanos, die ihn am Abend wieder aufnehmen. Man pflegte bei ihm zu schwören, da er, der Allsehende, verborgene Schuld an den Tag bringt. Von seinen Söhnen sind Phaeton, Aietes (Vater der Medea) und Kirke, die berühmte Zauberin, am bekanntesten. Daß er oft mit Phöbos Apollon vermengt wird, wurde schon gesagt.

Die Schwester des Helios ist Eos (lat. Aurora), die Morgenröte, mit rosenfarbenen Händen und Armen und goldenem Gewande, die den strahlenden Bruder verkündigt und vor ihm mit ihrem hellen Rossegespann aus dem östlichen Weltstrom auftaucht. Ihr Gemahl ist Tithonos, der Sohn des trojanischen Königs Laomedon, dem sie den herrlichen Helden Memnon gebar. Auch die Winde und Sterne werden ihre Kinder genannt.

Zu Helios und Eos tritt als drittes Geschwister Selene (lat. Luna), die reine, stille Mondgöttin, die, von zwei weißen Kühen gezogen, langsam am Nachthimmel dahinfährt.

Unter den übrigen Gestirnen genossen göttliches Ansehen besonders die Plejaden und der Morgen- und Abendstern. In den Plejaden, dem Siebengestirn, sah man die Töchter des Atlas und der Pleione, welche von dem riesigen Jäger Orion verfolgt werden.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:49  
Äolos und die Winde

Die Winde werden von ihrem König Äolos in einer Grotte auf einer Insel gefangengehalten und von ihm nach Belieben Iosgeschickt.

Es sind dies: Euros, der heiße Ost, Notos, der feuchte Süd, Zephyros, der milde, fruchtbaren Regen bringende West, und Boreas, der wildbrausende Nordwind.





Die Musen

Die neun Musen sind Töchter des Zeus und der Titanin Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung.

Sie sind geboren in Pierien, am Fuße des Olymp. Apollon, der Gott der Künste und schönen Wissenschaften, führt sie an.
Gerne weilen sie auf dem böotischen Berge Helikon, auf dem die Quelle Hippokrene rauscht, die das Flügelpferd Pegasos durch einen Hufschlag zum Entspringen brachte, oder auf dem benachbarten Parnassos, auf dem die heilige Quelle Kastalia fließt, die dem, der aus ihr trinkt, Begeisterung und Dichtergabe verleiht.

Die Namen der neun Musen sind:
Erato (Muse der Liebeslyrik, dargestellt mit einem Saiteninstrument), Euterpe (Muse des Ge sangs, mit einer Doppelflöte),
Kalliope (Muse der epischen Dichtkunst, mit Wachstafel und Schreibgriffel),
Klio (Muse der Geschichtsschreibung, mit Buchrolle),
Melpomene (Muse des Trauerspiels, mit einer tragischen Maske),
Polyhymnia (Muse der hymnischen Dichtung, meist ohne Attribut),
Terpsichore (Muse des Tanzes, mit der Lyra, oft in tanzender Haltung),
Thalia (Muse des Lustspiels, eine komische Maske in der Hand, mit Hirtenstab und Efeukranz) und
Urania (Muse der Sternkunde, mit einer Himmelskugel).





Iris, Hebe und Ganymedes

In den Sagen wird häufig Iris, die Göttin des Regenbogens, erwähnt.

Wie der Regenbogen Himmel und Erde verbindet, ist Iris die geflügelte Götterbotin, welche die Aufträge der Himmlischen den Sterblichen überbringt.

In anderer Weise dient Hebe, die Göttin der ewigen Jugend, den Göttern des Olymp, indem sie ihnen bei festlichen Gelagen den Nektar einschenkt. Nektar und Ambrosia sind der Trank und die Speise, welche den Göttern ewige Jugend und Unsterblichkeit verleihen.
Herakles erhielt nach seiner Aufnahme in den Olymp Hebe zur Gemahlin.

Der besondere Mundschenk und Liebling des Zeus ist Ganymedes.





Die Moiren, Nemesis und Tyche

Geheimnisvoll waltende Schicksalsmächte sind die Moiren (lat. Parzen), Töchter des Zeus und der Themis.

Diese drei Schwestern entscheiden über das Leben des Menschen:
Klotho spinnt den Lebensfaden,
Lachesis erhält ihn durch alle Zufälligkeiten des Daseins, und
Atropos, die Unerbittliche, schneidet ihn ab.

Weitere Schicksalsgöttinnen sind Nemesis, die das einem jeden Menschen zukommende Maß von Glück und Unglück abwägt und jede Uberheblichkeit straft, und
Tyche (lat. Fortuna), die Göttin des glücklichen Zufalls. Auch wirkt in jeder einzelnen menschlichen Seele ein ihr zugehöriges göttliches Wesen, ein Dämon, der sie zum Guten oder zum Bösen treibt.
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Mondhexchen
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red_folder.gif erstellt am: 7/2/2005 um 18:51  
Poseidon und Amphitrite

Der Herrscher des Meeres ist Poseidon (lat. Neptunus), der sich mit seinen Brüdern Zeus und Hades in die Weltherrschaft geteilt hat.

Mit seinem Dreizack, den er in die Wogen und die Uferfelsen stößt, erschüttert er das Meer und die Erde. Poseidon ist ein im Zorne gewaltig aufbrausender Gott, darin ganz dem ihm zugehörigen Element ähnlich. Nicht nur durch Aufwühlen der Wogen und Überschwemmung der Länder läßt er die Schuldigen seinen Zorn fühlen, er schickt auch schreckliche Ungeheuer aus der Tiefe, den Menschen zum Verderben.

Aber Poseidon zeigt sich auch als Gewährer glücklicher Seefahrt. Tief in den Wogen steht sein kristallener Palast. Von dort aus fährt er mit seinem Rossegespann über die schimmernde See, von den übrigen Gottheiten des Meeres umspielt.

Neben ihm steht dann oft seine holdselige Gattin Amphitrite, die Meereskönigin, eine Tochter des Neas.
Ihr Sohn Triton, ein mächtiger Seegott mit menschlichem Oberkörper und Fischleib, erregt oder besänftigt durch wilde oder sanfte Töne seines Muschelhorns die Wogen.
Dem Poseidon waren vor allem Pferd und Delphin heilig; die von ihm geschaffenen Ungeheuer erscheinen oft in Gestalt eines Stieres.
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red_folder.gif erstellt am: 4/10/2017 um 15:22 New
was kann ich noch dazu beitragen?
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20-1-30-40
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red_folder.gif erstellt am: 4/10/2017 um 15:24 New

Zitat von Susanne Lange, am 4/10/2017 um 15:22
was kann ich noch dazu beitragen?


Was Du kannst und möchtest. Eine Widerbelebung des Threads wird auch andere heranlocken!


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Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 8/10/2017 um 10:45 New
:D meine Güte ist das lange her :D


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der Antichrist
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red_folder.gif erstellt am: 9/10/2017 um 13:41 New
da merken wir langsam wie alt wir sind


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GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 10/10/2017 um 21:16 New
Wenn das Forum noch 1000 Jahre weitergeht - dann erscheinen WIR unter den Mythen. Dann ist von den Göttern Hephaestos, Antichrist, Merlin und 20-1-30-40 die Rede. Mit anderen Worten: DANN GEHTS ENDLICH ZUR SACHE IM MYTHENWALD!

:) merlynn
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Idan
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red_folder.gif erstellt am: 11/10/2017 um 06:53 New
2005 - das waren noch Zeiten damals, da war hier richtig viel los.

Abwarten, ob die wieder kommen oder ob wir alle hier im Mythos der Zeit verschwinden.
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red_folder.gif erstellt am: 16/10/2017 um 18:20 New
ich muss mir erst einmal überlegen mit was ich am besten anfange. Mit welcher mythologie. aber ich helfe euch.
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Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 22/10/2017 um 18:05 New
Und ich bin dann die 13te Fee, vor der man sich dringend hüten sollte...
Nur weil ich nie da bin heißt das nicht, dass die weibliche Fraktion übersehen werden darf :P :exclam: :cat:

Hepha, hast du die Smileys repariert?
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Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 23/10/2017 um 08:07 New
Ich kann hier mehr-oder-weniger nix reparieren :D


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