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Autor: Betreff: Ein Hexer, ein Zeuge Jehova und die Bibel ...
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Idan
Beiträge: 389
Registriert: 30/8/2005
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 31/7/2007 um 16:34  
Hexe:

Du kannst mir übrigens noch einen gefallen tun. Da ihr Zeugen eine eigene Bibelübersetzung nutzt, würde mich interessieren, wie bei euch Psalm 62,2(-3) übersetzt ist? Das war nämlich mein Konfirmationsspruch, den ich mir selber ausgesucht hatte. In der Bibelübersetzung im Neuen Deutsch, wie die Evangelische Kirche Rheinland sie verwendet lautet er:

"Gott wende ich mich zu, darum bin ich ruhig. Von ihm allein erwarte ich Hilfe."

In der Lutherbibel lautet er:

"Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft."

Ich bin neugierig, wie er bei euch lautet ;-)


Zeuge:

Ja, das interessiert mich jetzt auch. Augenzwinkern

Schöner Text. Ich gucke, wenn ich zu Hause bin, sofort nach. Ich finde die Bibel ist echt ein Buch für alle Lebenslagen! Die Poesie der Psalmen, Sprüche oder Klagelieder ist gigantisch und wunderschön!

Hexe:

Ja, das Konzil von Nicaea hat damals eine echt schöne Auswahl getroffen.

Ich habe damals diesen Konfirmationsspruch gewählt, weil er eine direkte, unmittelbare Verbindung vom "Ich" und "Gott" beschreibt. Da steht nicht "Der Bibel wende ich mich zu", oder "dem Gesetz" wende ich mich zu, auch nicht "der Gemeinde wende ich mich zu" und erst recht nicht "dem Priester wende ich mich zu". Es gibt keine vermittelnde Zwischenebene, sondern nur Gott und das Ich direkt. Und das entspricht voll und ganz meinem religiösen Verständnis und ist auch der Grund, warum ich mich weder an der Bibel, noch an einer religiösen Gemeinschaft orientiere. Ich suche den direkten, unmittelbaren Kontakt, ohne vermittelnde Instanz.

Es ist übrigens ein Psalm des Königs David im Exil, wie so viele Psalmen. Die weiteren Zeilen dieses Psalms finde ich nicht mehr so schön, denn da beginnt David, sich über seine Feinde zu beklagen und bittet Gott, sie auf verschiedenste Weise auszuschalten. Aber diese ersten ein/zwei Sätze (je nach Übersetzung) finde ich wirklich schön.


Zeuge:

Meinst du nicht, dass Gott auf eine bestimme Art und Weise angebetet werden möchte? Sind wirklich alle Religionen für Gott annehmbar?

Und gibt es nicht wirklich einen Mittler zwischen Gott und Menschen.

Jesus sagte zu seinen Nachfolgern: "Und daran werden sie erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt." Da fallen schon einmal einige Religionen weg, die sich gegenseitig abschlachten. Wir Zeugen Jehovas verweigern den Krieg und jede kriegerische Handlung.

Jesus sagte von sich: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich." Allein der Kontext lässt erkennen, dass Jesus der einzige Weg ist, um Gott kennen zu lernen, sehr passend, denn er ist das perfekte Spiegelbild seines Vaters (ich glaube nicht an die Dreieinigkeit, dafür gibt es keinen biblischen Beleg, es widerspricht ihr sogar, wie man es oben am Bibelvers sehen kann, denn warum sollte Jesus mit sich selbst sprechen).

Aber das wird jetzt alles zu tiefgründig, und hat hier während der Arbeit nichts zu suchen. Augenzwinkern

Hexe:

Da hast du mich missverstanden. Ich sagte nicht, dass ALLE Religionen gleich wären. Aber zu deiner Kritik gibt es eine andere Bibelstelle, die ich wesentlich tragender finde (ich weiß nicht, wie sie bei euch übersetzt ist?)

"Hütet euch vor denen, die kommen werden in meinem Namen, um euch zu versuchen."

JEDE Religion kann auf ihre Weise missbraucht werden. Es gibt auch im Islam absolut pazifistische Strömungen, die den Djihad gegen das Böse als rein symbolischen Kampf gegen das Schlechte in einem selbst drin betrachten, also als psychologische Transformation des Selbst zu einem besseren Menschen.

Der Buddhismus ist da wesentlich extremer, da gibt es sogar Richtungen, in denen Mönche sich rein vegan ernähren und nur auf Steinen laufen, niemals auf Erde oder Gras, weil sie damit Pflanzen und Tieren unter ihren Füßen (Ameisen z.B.) verletzen könnten.

Ich maße mir nicht an, über andere Menschen zu richten und auch nicht über andere Religion. Der Name "Daniel" bedeutet, "Der Herr ist mein Richter" und das ist sehr weise. Ich bin nur ein kleiner Mensch, es steht mir nicht zu, über andere zu sagen, dass ihre Religion falsch oder richtig sei, es steht mir nicht zu, über anderer Menschen Lebensführung ein Urteil zu geben. Natürlich analysiere ich trotzdem gerne und setze mich sowohl mit Menschen als auch mit verschiedenen Religionen auseinander. Aber letztendlich ist Gott - oder "das Göttliche", ich mag eine Geschlechtsneutrale Bezeichnung - der Anfang und das Ende, Ursprung von allem und die einzige Macht, der ein Urteil zusteht.

Ich kann nur über mein eigenes Leben bestimmen, kann nur selber nach dem Göttlichen suchen und versuchen, nach meiner Auffassung ein gutes Leben zu führen. Und dabei vertraue ich dem Göttlichen voll und ganz, dass es mich auf dem Richtigen Weg führt, auch ohne Kirche, Priester, Bücher, Regeln, Dogmen.

"Gott wende ich mich zu, darum bin ich ruhig. Von ihm allein erwarte ich Hilfe."

Keinem Menschen steht es zu, Gottes Willen zu kennen oder zu verkünden, denn kein Mensch ist besser als der andere. Keinem Menschen steht es zu, die Position einzunehmen, die einzig Gott hat. Ich vertraue Gott und ich glaube, dass Gott überall ist, denn alles ist schließlich von Gott, alles geht auf seine Schöpfung zurück, alles in der Welt geht auf ihn zurück. Und so, wie alles von ihm kommt und alles auf seiner Schöpfungskraft beruht, genauso kann man ihn auch in allem sehen und in allem finden, wenn man es zulässt.

Das ist meine Überzeugung, nach der ich lebe.


Zeuge:

Eigentlich eine lobenswerte Überzeugung. Augenzwinkern

Aber ich wollte ja auch nicht alle Religionen über einen Scherkamm ziehen. Ich will mir auch kein Urteil erlauben, weil es mir einfach nicht zu steht. Aber mit Hilfe der Bibel kann man eben erkenne, was Gott liebt und was er hasst.

Aber ich bin der Auffassung, dass es allen Menschen zusteht, Gottes Willen zu kennen! Warum? Weil Gott es selber will, dass wir seinen Vorsatz erfahren. Mat. 24:14 "Geht daher hin", sagt Jesus, "zu Menschen aller Nationen und verkündigt die Gute Botschaft vom Königreich."

Wir müssen uns mal irgendwann woanders hinsetzten und darüber reden. Ist spannend! Ich hab nur keine Lust jetzt so viel auszuholen, weil ich das ja alles aufschreiben muss und das während der Arbeit echt nicht so das Wahre ist. Augenzwinkern

Aber wie ich sehe, hast du ein fundiertes Bibelwissen. Das sagen viele von sich, aber es stimmt nicht bei allen. Hast du die Bibel auch einmal komplett durchgelesen?

Hexe:

Ich muss gestehen, die prophetischen Bücher des alten Testaments habe ich nicht alle gelesen, aber ansonsten bin ich ziemlich fit. Ich komme eben aus einer Familie, in der Religion immer wichtig war. Sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits habe ich sowohl Priester und Kirchenleute in der Familie gehabt, als auch immer "esoterische" Personen. Nur völlige Atheisten gab es in meiner Familie nie.

Wir können uns gerne mal zusammensetzen und über Religion reden, aber ich muss dich warnen, meine Einstellung zur Bibel grundsätzlich ist eine andere als deine, deswegen kann es durchaus sein, dass wir ins Gehege kommen ;-)

Ich glaube eben an Gott und nicht an die Bibel. Deswegen lasse ich mich von der Bibel weder leiten noch verleiten. Ich vertraue darauf, dass Gott mich auch so führt. Denn auch ich bin ein Teil seiner Schöpfung, wie alles andere auch und so wie in jedem Kunstwerk etwas vom Künstler steckt, steckt auch in mir ein Stück von Gott und diesem Teil vertraue ich voll und ganz. Nichts und niemanden sonst.

Von einem Traum lasse ich mich eher leiten als von einer Bibelstelle ;o) Und auch dafür gibt es biblische Vorbilder ^^



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nachdenkend
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wirrkopp
Beiträge: 34
Registriert: 28/3/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 31/7/2007 um 22:25  
schön und danke dass ich das heute lesen durfte:-), ich bitte darum einen teil davon mit in mein wachbewusstsein nehmen zu dürfen:-)
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interessiert
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Munia
Beiträge: 17
Registriert: 9/3/2007
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Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 2/8/2007 um 07:58  
Also das hat mich jetzt ganz schön bewegt...Ich muß sagen, ich bin immer wieder überrascht welch literarische Leckerbissen man hier zu lesen bekommt (stilistisch und inhaltlich).


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Der Mensch kann nur so sein, wie er sich sieht,
und er kann nur das erlangen,
was er im Geiste sich erlangen sieht.
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