Thema: Die HOHE SPIRITUELLE KUNST DER ABGRENZUNG

Forum: Schattenarbeit

Autor: GeorgeTheMerlin


GeorgeTheMerlin - 19/1/2016 um 13:45

Wir haben hier ja schon ganz schön heftig zum Thema Flüchtlinge diskutiert!

http://www.magie-com.de/modules.php?name=eBoard&file=viewth read&tid=1126&page=2#pid8747

Na - den Feuerwehrschlauch zum Löschen brauchen wir hier noch nicht - allerdings sollten wir uns dies Feuer mal angucken.

Es SPIEGELT sehr schön, wie sehr die Diskussion - und damit auch die Fähigkeit, Lösungen zu finden und zu handeln - BLOCKIERT ist.

Die einen sind auf absolute WILKOMMENSKULTUR aus - und jeder, der dagegenredet, ist Rassist oder rechts.

Ein Türsteher, der als AUGENZEUGE seine ERLEBNISSE berichtet - wird als gekauft und Rechts usw. beschimpft.

MAN WILL NICHT WISSEN, WAS ANDERE ERLEBT HABEN.

Auf der anderen Seite gibt es wirklich gefälschte und erfundene Berichte - und man muss schon ziemlich aufpassen, aus welcher Quelle man sich informiert.

Dann werden aus politischen Gründen - deren POSITIVE AUSFORMUNG sich ja in den Volksverhetzungsgesetzen wiederspiegelt - Realitäten, Vorkommnisse und Erlebnisse unterdrückt und verdrängt. Seit Jahrzehnten schon. Bandenbildung, Probleme mit Leuten aus bestimmten anderen Ländern und Kulturen werden NICHT MEHR ZUR SPRACHE GEBRACHT - das heißt: wo vorher in die eine Richtung NICHT differenziert wurde (Alle XY sind Verbrecher) wird dann in die andere Richtung nicht mehr differenziert ( kein Verbrechen darf mit XY in Verbindung gebracht werden).

Köln usw, ist krass. Wenn Frauen im Mob verschwinden, diese Männer dann sagen: This is our girl ... dann argumentieren einige - jaa - denkt doch mal an häusliche Gewalt in den eigenen Häusern - dagegen ist die Prozentzahl bei Ausländern ja nur Nullkommasoviel.

Fronten, die ENTWICKLUNG bedürfen, gegeneinander aufzurechnen finde ich sinnlos. Gewalttaten in Deutschland zu verharmlosen, weil diese in Gebieten von Drogenbossen oder Zwangsverheiratung oder Zwangsverstümmelung ja viel höher sei - finde ich nicht sinnvoll. Entwicklung ist ÜBERALL notwendig.


Dann kommen wir hier an die GRENZEN DER DEMOKRATIE. Eine Grenze mal so veranschaulicht:

Es gibt zwei Parteien, die eine sagt Krieg im Ausland und Steuererleichterung - die andere sagt, keinen Krieg und extreme Steuererhöhung.

ANDERE POSITIONEN STEHEN NICHT ZUR AUSWAHL.

Was wählt man jetzt?

Wenn es jetzt doch zu einem Krieg kommt - kann man eigentlich nicht sagen, dass der Krieg demokratisch gewählt wurde.

So auch die Diskussion in Deutschland - und selbst hier.

Die Leute, die wissen, dass es fünf vor zwölf ist - und mancherorts, die man wie in Düsseldorf als "Hochburgen" im eigenen Land bezeichnet - ist es fünf nach zwölf. Aber für diese Leute sind die einzigen, die sagen, dass sie HANDELN - Rechts. Und damit kommen lauter Dinge hinzu, die man eben NICHT will.

Aber dann sind die einen frustriert und sagen hoffentlich tun DIE wenigstens was - sogar obwohl DIE dann auch gegen einen selber was tun würden - die anderen sagen: mit EUCH rede ich nicht - obwohl es sich bei den Frustrierten gar nicht um DIE handelt!

Was gesellschaftlich am Flüchtlingsproblem deutlich wird, ist eine Defizitäre Antwort der 69ziger Generation auf die autoritären Strukturen der Nazizeit: ist die fehlende Kunst der ABGRENZUNG. Ich bezeichne es einmal als ABGRENZUNGSPROBLEM - besonders der 69ziger Generation mit den absolut antiautoritärem Anspruch - ohne zu bemerken, wie autoritär diese Ansprüche damals waren!

Wozu Abgrenzung?

Wenn ich mein IMMUNSYSTEM abschalte - werde ich das nicht überleben.

Auch in der Kindererziehung geht es nicht darum, JEDE ABGRENZUNG abzuschalten - sondern die HOHE KUNST DER ABGRENZUNG zu verstehen. Die Knüppel und Teppichklopfergeneration der 50ziger hatte es falsch gemacht - die darauf folgende 89ziger Generation, die meinte, JEDE Abgrenzung abschalten zu können - nun, das RESULTAT (kleine Egomanen und TYRANNEN ohne Wertebewußtsein) sieht dann so aus, bei einem - auf den ersten Blick - "guten Vater":

(Ich empfehle Vollbildmodus und volle Lautstärke!!!)

https://www.youtube.com/watch?v=u-FVcBWffzw

So sieht KEINE LÖSUNG IN BEZUG AUF ABGRENZUNG aus: Entweder Egomanen - oder Kondome. Beides KEINE LÖSUNGEN in Bezug auf Kinder.

Entweder alle Ausländer raus - oder alle Ausländer rein.

Beides KEINE LÖSUNG in Bezug auf die aktuellen Probleme.

Eine HOHE KUNST DER ABGRENZUNG haben wir nicht entwickelt.

Schaut euch mal in diesem Video besonders die anderen erwachsenen Leute an. Die repräsentieren UNSERE GESELLSCHAFT. Es ist niemand von ihnen in der Lage, dem Kleinen zu zeigen, dass hier etwas NICHT IN ORDNUNG ist. Schaut euch mal an, wie die gucken. Und: WEN die angucken - den Vater!

Ich glaube, unsere Gesellschaft reagiert auf Vorfälle wie in Köln ähnlich. Mit DENSELBEN GESICHTERN.

Wir haben entweder keine Abgrenzung aus der 69ziger Generation - oder die ALTEN, die mit RECHTS kommen.

NICHTS NEUES!!!!!

Beides ist KEINE LÖSUNG.

DIE HOHE KUNST DER ABGRENZUNG - die ein möglichst kreativers Miteinander für alle ermöglicht - wie unser Immunsystem ein Miteinander aller Organe zu einem Ganzen - haben wir noch nicht entwickelt.

Und das kriegen wir nun aufs Tablett serviert.

Dabei halte ich ABGRENZUNG durchaus für eine sehr spirituelle Kunst!

Nur: wir haben da noch nichts! Oder?

grüssli merlYnn


[Editiert am 19/1/2016 um 15:03 von GeorgeTheMerlin]

GeorgeTheMerlin - 19/1/2016 um 17:43

Ist Abgrenzug - spirituell betrachtet - eine ILLUSION, da ja ALLES SOWISO EINS ist - und jeder SOWISO Teil des Ganzen ist?

Die Illusion ist wohl eher, wenn der Teil meint, das Ganze zu sein.

Die ganze Welt ist nur für mich und meine Gier nach Süßigkeiten da. Die ganze Welt hat sich meiner gesellschaftlichen Vorstellung über Allah und die Frauen als FUNKTION in der Gesellschaft unterzuordnen. Jeder andere wird geköpft.

Wir haben es zugelassen und haben eine Teilschuld daran, das dies in großen Gebieten GRAUSAME REALITÄT ist.

Bei einer STEHLKULTUR - ebenso wie bei einer AUSBEUTUNGSKULTUR - oder einer VERACHTUNGSKULTUR - oder einer absolutistischen Kultur - macht sich das Einzelne zum Parasiten oder Zentrum des Ganzen.

Beim Körper ist dies Krebs. Krebszellen. Und der macht DANN eine Operation notwendig, wenn das Ganze überleben will. Wenn man zu lange wartet mit der Operation, haben sich zu viele Metasthasen gebildet - und es ist zu spät. Das Ganze ist nicht mehr zu retten.

Abgrenzung als KUNST UNTER GEISTIGEN WESEN ist aber ein KOMMUNIKATIONSPROZESS, ein ANPASSUNGSPROZESS im Sinne von Annäherung, ein BEWUSSTER ENTWICKLUNGSPROZESS.

Gesellschaftlich müssen wir das Ganze ja erst entwickeln - die voll entwickelte Gesellschaft gibt es bei uns nicht - es sei denn in einem absolutistischem IS Kalifat.

Wir hingegen befinden uns in einem PROZESS.

In diesem PROZESS wird Abgrenzung eine notwendige Kunst sein.

Beziehungen sind Kommunikations-PROZESSE - die eine flexible Abgrenzung notwendig machen. ANNÄHERUNG ist ein respektvoller Prozess mit flexiblen Formen der Abgrenzung.

Bei respektloser ÜBERGRIFFIGKEIT sollte die Fähigkeit da sein, sich und andere zu schützen.

Wenn bei dir als GASTGEBER jemand auftaucht, der den Frauen auf die Toiletten hinterhersteigt, Diebstahl und Raub begeht, deine Einrichtungen zerstört, den Kindern Drogen verkauft usw - solltest du dich abgrenzen können - und das wäre keine Illusion, sondern ein NOTWENIDGER Beitrag zum besseren Ganzen.

Klar solltest DU Integrationsarbeit anbieten - Kaffee, Essen, Kommunikation - aber auch der andere sollte Integrationsfähig sein und RESPEKT haben. (DAS Ziel, was alle Umgangsformen gemeinsam haben - ist RESPEKT ausdrücken) Ist der Gast nicht würdig und Respektlos - bist nicht DU nicht mehr derjenige, der die Integration zu leisten hat.

Dann ist Abgrenzung notwendig - UND ZWAR EINE ABGRENZUNG, DIE VON DER STÄRKE HER DER RESPEKTLOSIGKEIT BEGEGNEN KANN.

Die meisten hier waren noch nie im Gefängnis. Von einem Ausländer kann man erwarten, dass er soviel Repskt mitbringt, hier 5 Jahre lang straffrei sich zu verhalten ehe er eingebürgert wird. Leute unter zwei Jahre nicht ausweisen zu können - dass alle Straftäter hier jedesmal seit langem bekannt sind und man hier nix gemacht hat - das alles ist KEINE ABGRENZUNG.

Bekannte HOCHBURGEN, die als Rückzugsorte ausländischer Diebesbanden bekannt sind - Drogenecken in Berlin, wo die Politzei zugucken muss - ist auch keine Abgrenzung.

INTEGRATION heißt auch nicht, genau zu wissen, dass man bei der Polizei frech und agressiv sein kann - beim Richter auf Reue machen muss - um dann LACHEND seinen Abgang machen zu können.

Oder unser Rechts-System, dass dem EINZELNEN eine Tat nachgewiesen weden muss - SO AUSZUHEBELN, dass man diese Taten im unübersichtlichem Mob begeht. Integration heißt auch nicht, hier Orte mit Parallelgesellschaften aufzubauen und zu BESETZEN.

Integration heißt nicht, unser Rechtssystem so auszuhebeln dass man hier ungestraft und mit äußerster Respektlosigkeit Straftaten begehen kann.

Bei all diesen Auswüchsen weist die Polizei JAHRELANG immer wieder daraufhin, dass in vielen Fällen die Täter bereits BEKANNT sind - und das seit längerer Zeit. Hier wird deutlich, dass eine mangelnde Abgrenzung eine funktionierende Zusammenarbeit mit Flüchtlingen, die RESPEKTVOLL mit ihrem Status umgeben - sabotiert wird.

Der HAKEN an mangelnder Abgrenzung ist, dass sie am Ende PLÖTZLICH UND HART hereinbricht - als Umschwung. Und dann alle trifft - ob schuldig oder nicht.

Bei Kindern mag man lange keine Abgrenzung durchsetzen - laufen sie Amok werden sie weggesperrt - dann ist ein plötzlicher Umschwung zu TOTALE AUSGRENZUNG da. Das GANZE ist nicht mehr zu retten, zu spät.

Erst lange nichts - dann plötzlich alles.

__________________________________________

Zurück zur KUNST DER ABGRENZUNG.

Absolute Systeme grenzen sich ab, um ENTWICKLUNG zu verhindern. Absolutistische rechte oder linke oder religiöse Positionen verhindern eine ENTWICKLUNG durch drakonische AUSGRENZUNGEN und Diffamierungen. Absolutistische Abgrenzung ist sofort ausschließend - und unflexibel.

Abgrenzung als KUNST ist FLEXIBEL - kommunikativ - integral. Sie ist ein PROZESS. Gesellschaft wird hier als Entwicklungsprozess betrachtet - Abgrenzung SCHÜTZT die Entwicklungsfähigkeit vor Negativität. Sie ist aber auch fähig, extremer und bewußter Negativität in angemessener KRAFT zu begegnen.

Und auch im Kleinen schon angemessen und BEWUßT zu reagieren, kennt ihre STUFEN - nicht erst nichts und dann als plötzliche Gewaltreaktion hereinzubrechen.

Ihr Ziel ist eine RESPEKTVOLLE ANNÄHERUNG - auch eine kreative Integration in das Neue Ganze.

INTELLEKTUELL haben wir lange Zeit darüber philosophieren können. Bei Kindererziehung - und jetzt beim Flüchtlingsproblem - werden wir aber mit PRAXIS konfrontiert. Und da fällt es uns schwer!

PRAKTISCH scheinen wir eher Abgrenzungsprobleme zu haben als PRAKTISCHE LÖSUNGEN. Es wird Zeit, den Fokus darauf zu richten: Abgrenzung als hohe praktische Kunst der respektvollen Annäherung und gemeinsamer wie individueller ENTWICKLUNG zu einem GANZEN.

Es geht also jetzt - nach viel Philosophie - um GANZ PRAKTISCHE FÄHIGKEITEN.

grüssli merlYnn


[Editiert am 19/1/2016 um 17:47 von GeorgeTheMerlin]

samsaja1 - 19/1/2016 um 20:09

Ich betreibe die Hohe Kunst der Abgrenzung nur gegen die aufgebauschte Panik und Hysterie Mache der Medien lieber GeorgeTheMerlin..
siehe Ebola,GriechenlandKrise,UkraineKrise und was sonst noch für Krisen..vielleicht sollte man sich nicht ganz so stark auf die geschriebenen Geschichten bezahlter Meinungsmacher stürzen und nicht alles Wort und Karglos übernehmen..und so lebe ich definitiv ruhig und zufrieden vor mich dahin. Wir wurden oft genug von den Medien in gewollte Meinungen gelenkt..einfach mal vor die Haustür gehen und auf die Menschen zu gehen auch wenn Sie einem Fremd erscheinen verbergen sich dahinter eine Menge tolle und interessante Menschen..

Serafia_Serafin - 19/1/2016 um 21:11

Interessant, es aus diesem Blickpunkt zu sehen. Ich würde aber nicht behaupten, dass es nur diese beiden krassen Lager gibt (totale Willkommenskultur und totale Ablehnung).

Allerdings ist diese Schönfärberei (Willkommenskultur) eine starke Abgrenzung gegen die pessimistischere Betrachtungsweise (Ablehnung). Häufig auch zu beobachten, wenn das Elternhaus, gerne auch aus der jüngeren Generation, sich in die Ablehnende Haltung begibt.

Sicher will ich in keinem Land leben, in dem es Ghettos gibt, in die sich die Polizei nicht mehr hinein traut. Ich glaube aber nicht, dass das aus Gutmenschentum in Kauf genommen wurde, sondern vielmehr aus Desinteresse. Desinteresse der Politik, die andere Schlagzeilenkämpfe betrieb. Das Gutmenschentum wird nur für die Publicity gefeiert, um vordergründig eine Moral zu zeigen, die gar nicht existent ist.

Ich gebe zu, dass meine Sichtweise in gewisser Hinsicht verhärtet ist. Ich meine, die Hintergründe zu verstehen, die zu den mir gegenläufigen Sichtweisen geführt haben (nicht immer, manchmal). Dass ich die Alternative wähle, nicht über dieses Thema diskutieren zu wollen, ist das Erlebnis, dass die ablehnende Haltung wie eine Religion oder eine Ideologie geführt wird. Da gibt es nichts zu diskutieren, für beide Seiten nicht. Denn ich werde mich in meiner Meinung nicht der ihren annähern, und sie sich nicht der meinen. Verständnis für die Gegenseite ist auch selten ein Treibstoff einer solchen Unterhaltung - auch nicht der Wunsch einer Bereicherung aneinander. Dementsprechend "rede ich mit solchen Leuten über solche Themen nicht". Weil ich in der gleichen Zeit viele andere schöne Dinge tun könnte. Trotzdem halte ich es für wichtig, auch in dieser Hinsicht eine Abgrenzung zu betreiben, und klar auszusprechen, was ich von solchen Meinungen halte.

Denn gerade Kommentare der Ablehnenden überfluten zur Zeit das Internet. Sei es Facebook, sei es die Kommentarfunktion unter unterschiedlichen Onlineartikeln; es ist zur Zeit eine regelrechte Schwemme, angeregt von den Geschehnissen in der Silvesternacht. Sie reißen andere mit, die vielleicht noch schwanken. Und je weniger dagegen geschrieben wird, desto mehr steigt die Bereitschaft, sich dieser Anschauung anzuschließen (wenn keiner ein Wort dagegen erhebt, wird es wohl richtig sein). Das ist inzwischen so krass, dass bekennende vegane esoterische Neohippies sich öffentlich wünschen, Hitler käme zurück. Und sich nicht schämen, dies an einem Ort bleibend schriftlich zu äußern, wo jeder es nachlesen kann.

Ich finde die Vorstellung, dass so etwas jetzt Usus wird, grauenhaft.
Ich finde auch die Vorstellung von unbetretbaren Ghettos fürchterlich.
Genauso wenig vertretbar finde ich, dass Menschen hierherkommen, und sich denken, dass ein System, das sich so human benimmt, geradezu danach schreit, verarscht zu werden (Wenn du nett bist, bist du schwach).

Ich erinnere mich aber auch an gut integrierte Familien, in denen die Kinder zur Schule gingen, die abgeschoben werden sollen, weil der deutsche Amtsschimmel es so wollte - nicht weil sie sich etwas zuschulden hätten kommen lassen. Und ich erinnere mich daran, dass es oft Initiativen gab, um diese Abschiebungen zu verhindern, weil die Personen als integriert wahrgenommen wurden.

Dementsprechend wäre eine Abgrenzung, wie du sie ansprichst, durchaus der richtige Weg. Und anscheinend wird ja auch daran gearbeitet - indem sie Straffällige innereuropäisch leichter recherchierbar machen; indem sie sich jetzt darum kümmern, dass die Menschen besser erfasst werden und damit besser verfolgbar werden.

Sarija_ - 19/1/2016 um 22:20


Zitat von Serafia_Serafin, am 19/1/2016 um 21:11
Interessant, es aus diesem Blickpunkt zu sehen. Ich würde aber nicht behaupten, dass es nur diese beiden krassen Lager gibt (totale Willkommenskultur und totale Ablehnung).


lol
Nachvollziehbar. Wenn du drüber nachdenken müsstest, würdest du wohl mit der Extremität deiner eigenen Ansichten konfrontiert werden. Und da du schonmal Admin ist, sollte dir das an diesem Ort doch nun wirklich erspart bleiben.

Serafia_Serafin - 20/1/2016 um 11:11

[ off Topic]
@Sarija_ Tut mir leid, für diesen Kleinkrieg stelle ich mich nicht als Gegner bereit. Ich möchte dich aber abschließend auf folgende Fakten hinweisen:
- Ich habe keine Inhalte gelöscht oder editiert. Dementsprechend habe ich nicht über eure Köpfe hinweg entschieden.
- Ich habe keine bestehenden Inhalte als Volksverhetzend bezeichnet.
- Ich habe eine Warnung in den Raum gestellt, die sich auf eine zukünftige Entwicklung der Diskussion richtet. Diese Warnung beinhaltete, dass Volksverhetzende Inhalte gelöscht werden würden.

[/off Topic]

GeorgeTheMerlin - 20/1/2016 um 19:32

Zu dem Thema habe ich mich hier ausführlich geäußert - das bitte dort weiter bereden, wenn es jetzt noch nicht geklärt sein sollte

:)

http://www.magie-com.de/modules.php?name=eBoard&file=viewth read&tid=1126&page=2#pid8758


[Editiert am 20/1/2016 um 19:43 von GeorgeTheMerlin]

GeorgeTheMerlin - 20/1/2016 um 19:42

Das Problem ist, dass sich RECHTS das Thema Abgrenzung unter den Nagel gerissen hat - dass man das Wort schon gar nicht mehr in den Mund nehmen kann.

RECHTE ABGRENZUNG ist allerdings AUSSCHLIEßEND - und Starr.

Kreative Abgrenzung sollte hingegen ein flexibler PROZESS sein, der immer bessere Formen der Annäherung sucht und findet.

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Medien agieren zur Zeit mal aufbauschend - mal verschwiegen und verdeckend, finde ich. Auf jeden Fall zur Zeit irgendwie nicht hilfreich.

Der PROZESS ist ein SPIEL zwischen Abgrenzung und Annäherung. Klaro - lerne ich Leute REAL kennen, kommt dieser Prozess in Gang!

Hier wird es gute und schlechte Erfahrungen geben. Mit BEIDEN sollte ich umgehen können. Mit Annäherung - und Abweisung.

Auch Abweisung kann eine notwendige STUFE in diesem Prozess sein.

grüssli merlYnn

samsaja1 - 20/1/2016 um 23:36


Zitat von GeorgeTheMerlin, am 20/1/2016 um 19:42



Medien agieren zur Zeit mal aufbauschend - mal verschwiegen und verdeckend, finde ich. Auf jeden Fall zur Zeit irgendwie nicht hilfreich.

grüssli merlYnn


Ich finde es sogar durchaus gefährlich und schädlich, klar ist nicht alles perfekt, aber was ist schon perfekt in diesem Leben? Es wird Hass und Zwietracht gesät..und dann wundert man sich über Brand und Schuss Anschläge auf Kinder die in Asylheimen eigentlich schutz suchen! Das ist ein Produkt der mehrheitlich negativen Berichterstattung der Presse. Die Leute werden verblendet und verängstigt..und reagieren ihrerseits mit solch irrsinnigen Aktionen..


[Editiert am 21/1/2016 um 00:11 von samsaja1]

Schwarzer Hase - 24/1/2016 um 19:27

Ich denke, wir brauchen eine ABGRENZUNG sowohl von rechter Meinung als auch von Linker - einen MITTELWEG.
Einen Weg, bei dem die wirklich Schutzsuchenden und Integrationswilligen in Deutschland aufgenommen und von der Bevölkerung angenommen werden. Aber ebenso muss dieser Weg eine Obergrenze der möglichen Anzahl aufzunehmender Migranten, eine ebenso klare rechtliche Verfolgung von Straftaten Einreisender wie bei Deutschen und eine schnellstmögliche Abschiebung von Personen beeinhalten, die hier straffällig werden oder bei denen es keine objektiven Bleibegründe gibt.
Es gab ja auch schon in der "großen Politik" mehrfach Forderungen nach diesen Dingen. Insofern hat unsere Kanzlerin hier wohl selbst ein Abgrenzungsproblem gegen Links.


Die Medien sehe ich persönlich ohnehin sehr kritisch... also jetzt von den Berichten über die Flüchtlingssituation jetzt mal ganz losgelöst. Es ergibt sich einfach schon der Natur der Medien, dass sie gar nicht wirklich frei Berichte bringen können.
Medien sind entweder öffentlich-rechtlich oder privatrechtlich organisiert. Die öffentlich-rechtlichen Medien haben ähnlich wie Beschäftigte im öffentlichen Dienst eine gewisse Linientreue zu zeigen und dürfen nur in begrenztem Maße gegen die offizielle politische Meinung der Regierung schießen.
Die privatrechtlichen Medien sind Wirtschaftsunternehmen, die ihr Geld mit ihren Berichten verdienen. Ob die Berichte nun der Wahrheit entsprechen ist eigentlich kaum von Bedeutung (höchstens mal für Haftungsfragen bei einem Rechtsstreit) - Hauptsache die schwarze Zahl auf dem Firmenkonto stimmt.
Von daher ist am Treffsichersten, selbst raus zu gehen und sich seine eigene Meinung zu einem bestimmten Thema zu bilden.

Sire THVBH - 10/2/2016 um 16:53

Abgrenzung wäre, sich nicht darüber Gedanken zu machen, was andere denken!Alles andere wäre Selbstbetrug!

GeorgeTheMerlin - 13/2/2016 um 00:42

Ohje - genau diese Art Abgrenzung meine ich nicht - und es gibt zum Glück auch Dimensionen jenseits von Selbstbetrug.

Sich nicht Gedanken zu machen, was andere denken - Monologisieren - ginge ja in Richtung Autismus. Sich nicht für die Gedanken anderer mehr zu interessieren ginge in Richtung Narzismus. Dann gibt es Projektionen - alle Menschen sind gut - das wäre esoterische Naivität. Dann gibt es Projektion in die andere Richtung- alle Menschen einer Gruppe sind böse - das wäre diskriminierend.

Nichts davon führt zu einer funktionierenden bzw. gar produktiven Abgrenzung.

Beispiele aus der Arbeitswelt:


MANGELNDE ABGRENZUNG liegt zum Beispiel vor, wenn jemand einen Job hat mit Bereitschaftsdienst - wo er auch im Feierabend Tag und Nacht bereit für einen sofortigen Einsatz sein muss. Da gibt es keine Abgrenzung mehr zwischen Beruf und Feierabend. So einen traf ich dann im Krankenhaus: plötzliche Herzbeschwerden mitten auf der Autobahn. So ab 40 kann das eigene "System" dann eine ernsthafte Rückmeldung gegen so eine stetige Gewalt gegen sich selber geben.

Oder der Busfahrer eines freien Busunternehmens, der gar keine Schichten mehr hatte: mal tagsüber fuhr, mal um 4 Uhr nachts ankam, mal um 3 Uhr nachts losfuhr - irgendwann Depressionen, dann Frau weg, dann noch mehr Depressionen ...

Hier fehlt es an Abgrenzung: nein, das mache ich nicht mit! Das schaffen aber die meisten nicht. Beide Fälle bekamen hier Tabletten, da Psychodrogen und Behandlungen - und machten genauso weiter. Völlig DURCHLÄSSIG, ohne Abgrenzungsfähigkeit. Oder bei Mobbing - da wird ewig weitergemacht aus Existenzgründen.

Da ich es genauso machte, habe ich viele solcher Fälle kennengelernt.

Dort wird Abgrenzung aber ÜBERLEBENSWICHTIG.

Wichtig auch hier zu wissen, wie dieser Arbeitgeber eigentlich denkt.

Der hat durch solches Verhalten einen Vorteil gegenüber seiner Konkurrenz. Wenn er die Leute verheizt hat, stellt er einfach neue ein, es gibt ja genug.

Gerechter wäre es, wenn er dann auch Arztkosten, Rehamaßnahmen und EU Rente zahlen müsste - aber das zahlt ja die Solidargemeinschaft. Schmarotzertum also, welches funktioniert, weil es keinen interessiert, wie so ein Arbeitgeber denkt.

Stattdessen nimmt man (noch?) die Ursache im Kranken an.

Direkte Arbeitsunfälle bezahlt der Arbeitgeber, der sich deswegen in Deutschland zu der Solidargemeinschaft BERUFSGENOSSENSCHAFT zusammengeschlossen hat. Diese zahlt dann, wie eine Versicherung.

Bei einem Arbeitsunfall führt diese eine genaue Betriebsprüfung durch - inclusive peinlichst GENAU untersucht, wie das passieren konnte - und auf einmal KANN man sich sehr wohl GENAU dafür interessieren, wie der EINZELNE Arbeitgeber über allgemein gültige Unfallverhütungsvorschriften denkt. Und sich als Solidargemeinschaft gegebenenfalls davon abgrenzen.

In einigen Fällen funktioniert Abgrenzung - in anderen nicht.

Wo sie PRODUKTIV funktioniert - produktiver Umgang mit Unfallverhütung - da erfasst man ggf. sehr wohl, wie der andere darüber denkt.

Bei dysfunktionaler Abgrenzung liegt eine Unfähigkeit oder ein Desinteresse vor, zu erfassen, wie andere denken.

Wie denken nun Flüchtlinge über uns - warum kommen sie her?

Das ist KOMPLEX - erschwert durch andere Mentalitäten, verschiedendste Interessengruppen wie Schleuserbanden die Märchen in den Umlauf setzen, wirkliche Not, religiöse Prägungen und Gegnerschaften, kulturelle Prägungen, sexuelle Prägungen, Bildung, realistische bis völlig unrealistische Erwartungen und Moralvorstellungen ......

Es fällt auf, dass sich hier jeder aus dem ganzen komplexen Kuchen "SEINE FLÜCHTLINGE" raussucht - um "richtig" zu sein - und verallgemeinert. Und das geht auf Kosten derer - die wirklich aus Not kommen und sich integrieren wollen.

Die "Kunst" der Abgrenzung wäre hier, das "Ganze" erfassen zu wollen - in all seiner Komplexität.

Auch in dem Wissen, dass man selber nur Annäherungen erreichen kann, sich nicht selber überschätzen darf. Aber das würde auch wieder eine gessellschaftliche Lösungsorientiertheit ermöglichen. Über KOMPLEXITÄT zu reden und zu handeln - nicht über verdrängende Vereinfachungen.

(Magisch grenzt man sich ja auch gegen bestimmte Energien ab - wächst aber damit, sie tiefer zu verstehen. Nur wäre es banal und geradezu dekadent, das kleine Bannritual mit den anliegenden massiven MENSCHLICHEN Problemen überhaupt zu vergleichen).

Abgrenzung ist für mich eine Kunst, die versucht, jenseits von Projektionen zu erfassen, was andere denken - und wie andere ticken.

Wenn man Diebe jahrelang gewähren läßt und man es politisch verharmlost - und wenns dann massiv auffällt, die andere Seite nun fordert: ALLE raus weil ALLES Diebe sind - das ist so ALLES keine besonders große Kunst :)

grüssli merlYn


[Editiert am 13/2/2016 um 01:12 von GeorgeTheMerlin]

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