Thema: Schattenarbeit/Schattenpersönlichkeiten

Forum: Schattenarbeit

Autor: Dido


Dido - 18/10/2007 um 11:02

Ich bin ja nun neu hier und dementsprechend befangen/naiv sind meine Fragen.

Wie erfolgreich oder auch nicht ist eine Schattenarbeit wenn alle Persönlichkeiten die ein Mensch hat- meine im besonderen.Ich habe im Leben gelernt meine dunklen Seiten zu akzeptieren und in eine Art von Hochzeit/oder Party alle zusammen gebracht. Ich weis das alles "Ich" bin und doch komme ich immer wieder in Versuchung alle Aspekte meines ichs zu trennen. Ist das korrekt so oder verfehlt.

Idan - 19/10/2007 um 05:54

Mangels Verben und Grammatik war es mir nicht möglich, dein Post vollkommen zu verstehen. Aber ich versuche darauf zu antworten:

1. Deine Grundfrage ist eine moralische. Die kannst du nur selber beantworten. Niemand hat das Recht, dir vorzuschreiben, wie du mit deinen Schatten umgehen musst. Es ist nur für die Magie ab einem gewissen Punkt unerlässlich, sich mit den persönlichen Schatten auseinander zu setzen, da man sonst in der Persönlichkeitsentwicklung nicht weiter kommt. Außerdem können die Schatten unbewusst einen Zauber auch manipulieren, so dass es wichtigi st, die Schatten zu kennen um auch zu erkennen, dass ein Zauber nicht schief gegangen ist, sondern in der Tat funktioniert hat - aber eben genauso, wie der Schatten es wollte.

2. Was man mit dem Schatten macht, ist jedem selbst überlassen. Die einen betrachten ihn als einen störenden Teil der persönlichkeit, den es zu zerstören gilt, indem man gegen ihn arbeitet. Andere betrachten ihn als den Teil der Persönlichkeit, den nur die Gesellschaft nicht akzeptiert, weil er zutiefst egoistisch ist und streben die Wiedervereinigung mit ihm an. Wieder andere betrachten ihn als das eigentlich wahre Ich, von dem vor allem eigene Ängste einen trennen.

Du musst dich selber entscheiden, was du mit deinem Schatten machen willst, das kann dir niemand diktieren.

3. Ein kleiner Tipp am Schluss: Man kann sich niemals 100%ig sicher sein, seinen Schatten komplett zu kennen, denn so wie wir uns durch neue Erfahrungen verändern und weiter entwickeln, tut es der Schatten auch und es entstehen neue Schatten, die man vorher noch nicht kannte. Es ist sehr trügerisch zu glauben, man hätte den Schatten komplett belichtet, denn damit läuft man in eine Falle. Der Schatten macht uns glauben, er existiere nicht mehr, um uns in Ruhe weiter zu beherrschen.

Schattenarbeit ist meiner Meinung nach lebenslange Arbeit, die nie an ein Ende kommt. Aber das ist auch unwichtig, denn der Weg ist auch hier das Ziel. Es kommt nicht auf das Ergebnis an, sondern auf die lebenslange Auseinandersetzung mit sich selbst.

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