Thema: DIE UNAUSSPRECHLICHE ERINNERUNG

Forum: Geschichten und Gedichte

Autor: GeorgeTheMerlin


GeorgeTheMerlin - 9/5/2017 um 00:58

Aus gegebenem Anlaß fühle ich mich berufen, mal wieder die Feder zu schwingen. wie in jungen Jahren. und mich als DICHTER zu versuchen. Zwar wird dies aus gebgebenem Anlaß kein Goethe - eher ein E.A. Poe. Solches Genre führt uns hinab in unsere eigene schaurige Unterwelt - ohne aber eine Lösung für unsere Existenz zu finden, wie andere Freimaurergeister es immer wieder versuchten. Dieses literarische Mittel soll die scheinbare Grabesruhe des Lebenskonsumenten beunruhigen - aufrütteln, ihn auf den Weg schicken. Wohlan:

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DIE SCHAURIGE ILLUSION VON DER EWIGKEIT
(GeorgeTheMerlin am 60. Geburtstag)

Von der Wiege bis zur Bahre
Sind´s jetzt nur noch wenig Jahre.
Hart nagt das Alter an den Knochen:
Leis kommt der TOD um die Ecke gekrochen.

Im vollen romantischen Mondesschein,
leuchtet auf einer Waldeslichtung fein,
grausig bleiches Totengebein.

Ein letzter Blick noch - und ganz adrett,
entflieht ein Gespenst seinem alten Skelett.

Und strebt himmelwärts:

Mit dem Mondlicht will ich mich vereinen,
Will nächtens auf weiße Gräber scheinen,
Und an den Gräbern seh ich einsame Frauen weinen:
Nur nicht an meinem.

An den Gräbern einsame Frauen weinen,
Nur nicht an meinem.
Als Mensch suchte ich die Unendlichkeit,
Strebte nach Erleuchtung und nach der Ewigkeit.

Hier aber gibt es keinen Schlaf mehr,
Dunkle Umarmung, ich vermisse dich so sehr.
Immer Präsent und unerreichbar weit die Zeit:
Gekreuzigt und genagelt bin ich an die Ewigkeit.

Ich ruhe nicht in Frieden.

Hier gibt es keinen Schlaf mehr.

Ich will nicht mehr, ich will das vermeiden.
Dunkle Umarmung, ich vermisse dich so sehr.

Solange ich Mensch bin,
Will ich Narkose, Betäubung und Verdrängung.
Blind taumelnd von Schlaf zu Tag fliegt die Zeit dahin,
Und betäubt wirksam die unaussprechliche Erinnerung.

Serafia_Serafin - 9/5/2017 um 18:52

In der Tiefe der Schatten lauert
gedeckte Ewigkeit und unerkannte -
aber lang ersehnte Lösung
erhoffterweise für alles und nichts
das eingeht eingeht eingeht ein geht
wie Rauschen des Ozeans in das Singen des Windes
das nichts ist
und alles
und vor allem vergänglich
Ein Strahl des einen großen Gesteinsbrocken
der das Licht einer großen lodernden Gasflamme wirft
reflektierend
Reißt Schatten auseinander und zeigt
der Ausweg, den man in den Schatten erhofft
ist die Erkenntnis:
Ich brauche eine Tür.
Und um sie zu öffnen
macht ein Wort den Mann zum mächtigsten Magier:
Wohin?
Nicht die Frage, sondern einfach nur
Die Tür
und das Wissen, dass sie hinausführt
und geschlossen werden kann.

Manchmal reicht es schon,
nicht in die Finsternis zu gehen
sondern einfach ...
weg...

GeorgeTheMerlin - 9/6/2017 um 20:46

In die Finsternis geht man aufgrund von Resonanz - fehlt diese, geht man weg. Das stimmt.

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Vielleicht gibt es ja in jedem von uns dieses UNZERSTÖRBARE - aus dem das Wissen um eine Lösung kommt.

grüssli merlYnn

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