Thema: Treppe

Forum: Geschichten und Gedichte

Autor: Serafia_Serafin


Serafia_Serafin - 5/7/2009 um 21:23

Tief führt sie
weit hinab wohl
in Kerkersgründe
tiefer noch
in Höllenschlünde
wo das kalte Feuer loht
all ihr seid an diesem Ort gewesen
viel mehr noch bleiben ewig dort
Ironie nur, dass sie es nicht wissen -
und leben, als hörten sie das Wort
des Einen, dem sie so fern sind;
denn er wohnt hoch unterm Dach
hinauf zu steigen halten sie für heilig
und tun es nicht
- denn ER holt sie schon
und ganz eilig holt er sie hinauf
so glauben sie.

Der Widersacher, den sie verfluchen
den sie kennen wie ihr eigen Blut
nimmt seine Geliebten an die Hand
lässt sie treppauf gehen, treppab
wie es ihnen beliebt (und ihm)
denn in Wirklichkeit ist er der große Planer
weil er ihnen nahe ist.

Die wahren Heiligen gehen ohne
leitende Hand - nur um der Logik willen,
die alles zum Reinen führt.

Tief mag der Sturz sein,
wenn sie sich nicht selbst
halten können.

(Entstanden 2005, überarbeitet 2009)

Varghamn - 5/7/2009 um 23:03

Ein sehr schönes Gedicht!!

Das gibt von mir :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:

5/5
*g*

Lg Varg

Ozymandias - 5/7/2009 um 23:58

An und für sich ein schönes Gedicht! Bloß hats in meinem Kopf ein bisschen geholpert - vielleicht noch am Rhythmus feilen? ;)

Serafia_Serafin - 7/7/2009 um 13:26

Vaghamn, vielen Dank für das Lob! :)

Ozymandias: Auch Danke ^^ . Das mit dem ungleichmäßigen Rythmus ist Absicht! Für mich ist es eine weitere Ausdrucksform, keinen harmonischen Rahmen zu benutzen, sondern die Sätze so wachsen zu lassen, wie sie klingen sollen.

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