Thema: Erkennen des wahren Willen

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Autor: Alles und Nichts


Alles und Nichts - 6/12/2013 um 21:57

In der Magie und Mystik beziehen wir uns immer wieder auf den "Wahren Willen". Mich interessiert, woran ihr erkennt, dass sich der "Wahre Wille" zeigt und zum Ausdruck gebracht werden möchte.

Es geht mir nicht um eine Diskussion, was der "Wahre Wille" ist.

Ouroboros93 - 7/12/2013 um 05:57

Success is your proof; courage is your armour; go on, go on, in my strength;&ye shall turn not back for any!
Liber Al vel Legis III.46

Hephaestos - 7/12/2013 um 09:32

"wir uns" <- Crowleyaner aller Arten.

Wenn ich versuche, mich als crowleyaner zu sehen, merke ich, das ich meinen "wahren willen" gar nicht kenne und das ich viel zu lange nicht mit sowas gearbeitet habe, um den spontan zu erkennen. Also setze ich mich hin und versuche mir klar zu werden, warum ich etwas will und ob das wirklich "ich" bin, oder ein auferlegtes gesellschaftsding oder sowas. meistens werd' ich dann unsicher, begebe mich auf eine trancereise und rede mit meinen "leuten" um mir klarheit zu verschaffen.

War sowas als Antwort gesucht?

Raxend   - 7/12/2013 um 21:04

Reden wir hier über den Willen hinter der Handlung die wir gerade durchführen, oder unserem Willen, der hinter ALL unseren Aktionen steckt. Oder unser Wille, der uns von niemand anderen aufgzwungen wird und auschließlich aus uns geboren wird/wurde ?

Alles und Nichts - 8/12/2013 um 13:31

@ hep, wenn du bei "wir uns" auch mich mit Crowleyaner in einen topf wirfst, empfinde ich das fast als beleidigung :-(. was nicht heißt, dass ich was gegen Crowleyaner habe. jedem seine macke, mir meine.

deine darstellung empfinde ich als eine annäherungstechnik an den wahren willen. so etwas meine ich unter anderem auch.

@Ouroboros93, zitate sind gut, mich interessiert, wie du unterscheidest, wie sich das für dich anfühlt, was deine kriterien der unterscheidung sind, sowie auch deine techniken, sich dem anzunähern (siehe hep).

@ Raxend, aus meiner sich steckt hinter jeder unserer handlungen ein wille. für mich ist nur die frage welcher wille genau. ich differenziere zwischen den kleinen willen (ego-wille) und dem wahren willen (den willen meiner seele, dem göttlichen willen, wenn ich es ganz hoch aufhänge). deswegen auch die frage. auf die dahinterliegenden ideen möchte ich persönlich nicht eingehen, da ich meine sicht durchaus zu diesem thema schon kund getan habe. was nicht heißt, dass ihr euch nicht nochmals dazu austauscht.

ich habe für mich kriterien der unterscheidung gefunden, erhoffe mir aber durch einen austausch möglicherweise noch weitere kriterien der unterscheidung zu finden. der kleine wille ist für mich sehr laut, er nimmt im inneren raum sehr viel platz ein. man könnte sagen, er ist ein rüppel.
der wahre wille ist für mich, sehr leise und ohne absicht. ich muss wach in mich hineinspüren um in wahrzunehmen.

Sternenpulver - 8/12/2013 um 17:09

Derzeit verstehe ich meine Gefühle als Signale, wie sehr ich mich auf meinen „wahren Willen“ zu oder eben weg bewege. Das bedeutet jedoch nicht mehr für mich jeden Impuls zu folgen, sondern auch zu beobachten, was langfristig eine Bedeutung für mich hat und mit dem Verstand zu prüfen, warum ein akuter Impuls auftaucht. Alles was in mir ein Gefühl von Glück, Freunde und Zufriedenheit auslöst zeigt an, dass ich auf den richtigen Weg bin. Damit meine ich nicht Hedonismus, auch Arbeitsprozesse können in einem dieses Gefühl von Zufriedenheit auslösen. Zudem spüre ich, dass es auf gewissen Pfaden Unterstützung gibt, ich einfach im Flow bin und mir Dinge lichter von der Hand gehen. Stellt sich dieser Zustand ein, mache ich etwas richtig. Den Themen, die in mir ein Wohlbefinden auslösen, versuche ich viel Raum in meinem Leben zu geben, das was mir Energie raubt wird reduziert. Übrigens haben mehrere meiner Bekannten ebenfalls gemerkt, dass es, wenn man sich stark damit auseinandersetzt den Willen zu folgen, zunächst einmal eigenartige Widerstände und Phänomene gibt.


[Editiert am 8/12/2013 um 17:10 von Sternenpulver]

Alles und Nichts - 8/12/2013 um 18:20

hallo sternenpulver, schöne beschreibung deiner vorgehensweise. erinnert mich stark an focusing und ist eine gute methode die persönlichen bedürfnisse / motive zu leben.

Hephaestos - 9/12/2013 um 09:23

@AuN : Naja, wenn ich "Wahrer Wille" höre, dann muss ich halt automatisch an das Crowley-Konzept denken, so mit HGA und all dem was dazu gehört. Wo taucht das Konzept denn noch auf? Also, gibts das überhaupt ohne Crowley im Hintergrund?

Alles und Nichts - 10/12/2013 um 10:40

@hep: natürlich gibs das ohne onkel ac.
in "anleitung zur wunscherfüllung - innerer und äußerer reichtum durch tarotpfadarbeit". der wahre wille hat nur einen anderen namen, nämlich das wahre wesen.

im advaita vedanta. es wird dort nur nich als konzept verstanden und ist um einige unwesentlichkeiten älter als das konzept von ac.

Hephaestos - 10/12/2013 um 10:55

schon klar, aber wenn jemand von "wahrem willen" schreibt, liegt doch die vermutung nahe das es um crowley geht.. :)

Kerzenflaemelein - 10/12/2013 um 21:25


Zitat von Alles und Nichts, am 8/12/2013 um 13:31
[...]aus meiner sich steckt hinter jeder unserer handlungen ein wille. für mich ist nur die frage welcher wille genau. ich differenziere zwischen den kleinen willen (ego-wille) und dem wahren willen (den willen meiner seele, dem göttlichen willen, wenn ich es ganz hoch aufhänge). deswegen auch die frage. auf die dahinterliegenden ideen möchte ich persönlich nicht eingehen, da ich meine sicht durchaus zu diesem thema schon kund getan habe. was nicht heißt, dass ihr euch nicht nochmals dazu austauscht.

ich habe für mich kriterien der unterscheidung gefunden, erhoffe mir aber durch einen austausch möglicherweise noch weitere kriterien der unterscheidung zu finden. der kleine wille ist für mich sehr laut, er nimmt im inneren raum sehr viel platz ein. man könnte sagen, er ist ein rüppel.
der wahre wille ist für mich, sehr leise und ohne absicht. ich muss wach in mich hineinspüren um in wahrzunehmen.



Das kommt meinem Gefühl dazu sehr nahe.

Der "wahre Wille", denke ich würde ich mit meinem Weg vergleichen, wenn nicht sogar gleichsetzen.

Wenn es um den, wie du ihn nennst, "kleinen Willen" geht, also den der in unserer Gesellschaftsform am ehesten gefragt ist, so empfinde ich ihn als laut und bestimmend sofern ich selbst erschöpft bin oder anderweitig aus meinem Gleichgewicht rausgebracht bin. (gibt ja unterschiedliche Dinge die das hervorbringen können, ist unangenehm aber hat auch seinen Sinn)

Warum ich den "wahren" Willen mit meine Weg gleichsetze - mit der "nötigen" inneren Ruhe ist für mich der "wahre" Wille mehr ein Gewahrsein des Weges auf dem ich mich befinde. Da passt für mich auch deine Beschreibung von "ohne Absicht". Es ist der rote Faden der mich durchdringt - und mein Irrlicht, sollte ich der Versuchung erliegen mich Aufgrund eines "kleinen Willens" an einer Faser dieses Fadens festhalten.

Der kleine Wille, ist ein Illusionist und hat Mitleid wenn man strauchelt. Er bietet einem Erfüllung darin, Sehnsüchte zu leben und das Gemüt mit materiellem Besitz zu vertrösten. etwas Poetischer könnte man ihn auch "Teufel" nennen, denn er kann uns verführen und uns dazu bringen der Inneren stimme, dem "wahren Willen" den Rücken zu kehren.
Man kann aber auch einfach aufhören Ihn zu personalisieren ;)

Wie erkenne ich meinen "wahren Willen" bzw. das was zu meinem Weg gehört?
Brauch ich nicht ;) ... es ist alles und nichts :D
Nein, also natürlich durch in mich hineinfühlen. Der inneren Stimme zuhören, nicht immer sagt sie etwas, aber es reicht halt das Gefühl/der Blick/ ein Windhauch/ ein Vogelzwitschern ..what ever.
ein gutes Indiz, das alles "nach plan" verläuft, ist meist das es fließt. Keine Zweifel, keine quälenden Gedanken...
Grundlegend gehört Alles dazu, unabhängig von meinen Entscheidungen die ich im Leben treffe, vorausgesetzt ich entscheide mich.
Natürlich gehören auch mal Sümpfe zu meinem Weg, und auch wenn ich in so einem Sumpf den Weg meist aus den Augen verliere. Früher oder später ist immer ein Licht am ende des Tunnels und rückblickend war jeder Sumpf, jede Schlucht und jeder Stein meine eigene Entscheidung und somit teil meines Weges, Teils meines Willens.
Natürlich kann ich Umwege/ Sümpfe/ what ever vermeiden, umgehen. Natürlich kann ich Abkürzungen nehmen.
Gehe ich einen Umweg, komme ich schneller voran, ist das Leben intensiver, sind die Erkenntnisse tiefgründiger.
Nehme ich eine Abkürzung, finde ich keine verborgenen Schätze, übergehe ich wichtige Aufgaben und muss unter Umständen Erfahrungen doppelt machen, quasi nachsitzen und brauch letztlich länger.

no risk no fun ;) diese Sichtweise aufs Leben angewendet sieht natürlich bei jedem anders aus.

achso ... sollte man den Weg/ "den Faden" verloren haben gibt es eigentlich immer irgendwo Boten/ Botschaften/ Notizzettel die einen, je nachdem ob man sie findet/wahrnimmt, nach und nach wieder mit dem Weg verknüpfen. Das können Gesprächsfetzen, Personen, Tiere, "Schicksalsschläge", Worte, Bücher, Situationen, Träume... u.v.m. sein.

LG


[Editiert am 10/12/2013 um 21:28 von Kerzenflaemelein]

Kerzenflaemelein - 10/12/2013 um 21:32


Zitat von Sternenpulver, am 8/12/2013 um 17:09
Derzeit verstehe ich meine Gefühle als Signale, wie sehr ich mich auf meinen „wahren Willen“ zu oder eben weg bewege. Das bedeutet jedoch nicht mehr für mich jeden Impuls zu folgen, sondern auch zu beobachten, was langfristig eine Bedeutung für mich hat und mit dem Verstand zu prüfen, warum ein akuter Impuls auftaucht. Alles was in mir ein Gefühl von Glück, Freunde und Zufriedenheit auslöst zeigt an, dass ich auf den richtigen Weg bin. Damit meine ich nicht Hedonismus, auch Arbeitsprozesse können in einem dieses Gefühl von Zufriedenheit auslösen. Zudem spüre ich, dass es auf gewissen Pfaden Unterstützung gibt, ich einfach im Flow bin und mir Dinge lichter von der Hand gehen. Stellt sich dieser Zustand ein, mache ich etwas richtig. Den Themen, die in mir ein Wohlbefinden auslösen, versuche ich viel Raum in meinem Leben zu geben, das was mir Energie raubt wird reduziert. Übrigens haben mehrere meiner Bekannten ebenfalls gemerkt, dass es, wenn man sich stark damit auseinandersetzt den Willen zu folgen, zunächst einmal eigenartige Widerstände und Phänomene gibt.


:) ja das können wahrhaft magische Momente sein. Vorher so eine Qual und hört man einmal in sich hinein, scheint sich auf einmal alles zu fügen. Und so viele merken es nicht und nennen es Zufall.

Goldy   - 6/1/2014 um 23:19

Also ich würd mich da Sterni und May anschließen. Auch mit der sich einstellenden Synchronizität. Eine Teilung zwischen "kleinem" und "wahren" Willen halte ich jedoch nicht für sinnvoll, denn wie May schon sagte, ist der eine nur eine Faser des anderen. Also KEINE Gegensätzlichkeit. Raxends Frage finde ich sehr wichtig. Und überhaupt die Frage: "Was ist Wille?" ist eine sehr Essenzielle. Wenn nicht sogar die Essenzielle, die einen direkt in die Esoterik hineinführt. Aber gut, darum geht es ja ausdrücklich nicht.

Am einfachsten würde ich sagen: Zu wissen was zu tun ist, auch ohne das Ergebnis zu kennen.
Ob man es mit der Intuition gleichsetzt ist, denke ich, Definitionssache. Wenn man sich wirklich damit auseinandersetzt, bekommt mein ein Gefühl dafür und lernt es von anderen Impulsen zu unterscheiden. Im Nachhinein kann man beobachten, dass die Entwicklung in Richtung Individualität und Unabhängigkeit geht und weg von Konformität und Abhängigkeit. Je nachdem in wieweit man dafür bereit ist. Oder um es in Mays alter Signatur zu sagen: Ob ein Weg der Richtige für dich ist, erkennst du daran, dass du ihn gegangen bist. Oder wie war das? :D


[Editiert am 6/1/2014 um 23:23 von Goldy]

Kerzenflaemelein - 7/1/2014 um 20:02


Zitat von Goldy, am 6/1/2014 um 23:19
Oder um es in Mays alter Signatur zu sagen: Ob ein Weg der Richtige für dich ist, erkennst du daran, dass du ihn gegangen bist. Oder wie war das? :D


Goldy, das wandelnde Archiv ;)

Naja ich glaub es hieß, "...erkennst du daran, ob du dich dazu entscheidest ihn zu gehen" .. aber kommt denk ich auf ähnliches raus. Vergangenheitsform passt auf jedenfall auch ganz gut, da einem der Weg manchmal erst bewusst wird wenn man zurückschaut. (zumindest mir ging es bisher so)

Unicorn11   - 8/1/2014 um 01:36

Ah..high! Liebe Grüße zuvor erstmal. Ich habe diese Community gestern zum ersten Male gefunden und werde beim zweiten Log Erfreulicherweise mit solch tiefgründigen Diskussionen über das Finden des wahren Selbst konfrontiert.
Bevor ich aber Eure ausführlichen und durchdachten Beiträge lese (und schau, ob ich dazu etwas sinnvolles beitragen kann) möchte ich mich ernsthaft an Hephaestos wenden.. also
@hep : Weißt du, ich glaube kaum dass Crowley das Konzept des "den wahren Willen zu finden .." erfunden hat, Crowley war schon recht genial, aber letztendlich geht es doch um soviel mehr, weit über das Verständniss eines Menschem hinaus. nämlich eines jeden Wesens Selbsterkenntniss über alle Reinkarnationen hinweg zu wissen wer man ist;
Zu WISSEN ... naja nennt sich Evolution glaub ich. Und dafür sind wir Menschen nach heutigem Stande ziemlich weit zurück (scheinbar irgendwo Hängen geblieben .?). Jedenfalls ist es wirklich nicht einfach in Jedem Mann und jeder Frau einen Stern zu sehen. Ich denke mir, umden wahren Willen zu erkennen ist es vorallem von Nöten sich selbst zu erkennen... sein wahres Selbst zu erkennen (und das widerspricht leider jeder Paradigmenwechslerei / ds verliert sich aber an dieser Stelle so langsam,,,) Nun gut, ich selbst komme da auch nicht weiter, vielleicht fällt jemand anderes dazu was ein
... ein Licht am Ende des Realitätstunnels ? :cool:

20-1-30-40 - 8/1/2014 um 10:17

Ich glaube kaum das "Gnothi seauton" und das drumherum eine Erfindung von Crowley ist oder dies heute in den Hintergrund getreten ist.

"Erkenne Dich selbst" war und ist ein DER Überschriften der Eingeweihten und Crowley hat dies evtl. aus dem dunkel der diskreten Gesellschaften hervorgeholt. Meiner Meinung nach steht Crowley auch am Anfang der Popkultur in der altes kopiert und (neu) anderen Zugänglich gemacht wird. Das was Du beschreibst, die Suche nach dem wahren Selbst, wird seid hunderten von Jahren nicht nur in der westlichen Freimaurerei betrieben sondern auch in östlichen Gruppierungen (wie etwa den Sufis).

Warum jedoch diese Suche inkompatibel mit den verschiedenen Paradigmen sein sollte verstehe ich nicht.

Kerzenflaemelein - 8/1/2014 um 16:28

Hi Unicorn11,
als erstes, sorry das ich mich einmische, da du dich ja ausführlich ernsthaft an Hephaestos gewannt hast.


Zitat von Unicorn11, am 8/1/2014 um 01:36
@hep : Weißt du, ich glaube kaum dass Crowley das Konzept des "den wahren Willen zu finden .." erfunden hat, Crowley war schon recht genial, aber letztendlich geht es doch um soviel mehr, weit über das Verständniss eines Menschem hinaus. nämlich eines jeden Wesens Selbsterkenntniss über alle Reinkarnationen hinweg zu wissen wer man ist;
Zu WISSEN ... naja nennt sich Evolution glaub ich.


Sind Menschen wirklich so "beschränkt" (in mehrerlei sinn)?
Hat das Wesen, über alle seine Inkarnationen hinweg, diesen Wissen(-sstand) erreicht .. spielt es dann noch eine Rolle zu wissen wer man ist, oder liegt er Kern der Erkenntnis darin zu erkennen das es kein "man" gibt", oder vielleicht noch dahinter?
"wissen" und "evolution" halte ich für leicht "beschränkt".

Da ich grad das Wort "Wissensstand" eingestreut hab, könnte sich natürlich die Frage stellen ob es sinnvoll ist einen bestimmten Wissensstand zu erreichen, oder ob es gleichbedeutend mit einer Art Tod ist. Stand = Stillstand.. Stillstand auf einem Wissen. Stillstand ist meist gleichzusetzen mit Tod, als Gegenteil vom Bewegung, Fluss und Leben. Nur so am Rande, aber das ist eventuell OT.


Zitat:
Und dafür sind wir Menschen nach heutigem Stande ziemlich weit zurück (scheinbar irgendwo Hängen geblieben .?). Jedenfalls ist es wirklich nicht einfach in Jedem Mann und jeder Frau einen Stern zu sehen.


Ich denke es ist nicht nur "nicht einfach" sondern nicht nötig, bzw. nicht möglich bevor du nicht "dich selbst" erkannt hast.
"Wir Menschen" ... hast du sie alle kennengelernt? Die Menschheit an sich kommt einer dummen Herde gleich, mindestens in den "zivilisierten" Regionen, aber jeder Mensch für sich ist durchaus intelligent und hat Potenzial (zu was auch immer) in sich. Um etwas in der Masse zu bewirken, kommt es nicht zuallererst auf die Wieterentwicklung des einzelnen an?


Zitat:
Ich denke mir, um den wahren Willen zu erkennen ist es vorallem von Nöten sich selbst zu erkennen... sein wahres Selbst zu erkennen (und das widerspricht leider jeder Paradigmenwechslerei / ds verliert sich aber an dieser Stelle so langsam,,,) Nun gut, ich selbst komme da auch nicht weiter, vielleicht fällt jemand anderes dazu was ein
... ein Licht am Ende des Realitätstunnels ? :cool:


Warum meinst du das es "Paradigmenwechslerei" widerspricht?

Mit Gruß
May

20-1-30-40 - 9/1/2014 um 10:23


Zitat von Kerzenflaemelein, am 8/1/2014 um 16:28

Sind Menschen wirklich so "beschränkt" (in mehrerlei sinn)?
Hat das Wesen, über alle seine Inkarnationen hinweg, diesen Wissen(-sstand) erreicht .. spielt es dann noch eine Rolle zu wissen wer man ist, oder liegt er Kern der Erkenntnis darin zu erkennen das es kein "man" gibt", oder vielleicht noch dahinter?


Ich mische mich auch mal ein.
Die Frage "Wer bin Ich" beinhaltet natürlich die Frage "Was bin Ich". Vor dem "Wer" liegt das "Was". Die Antwort "Mensch" ist da recht unbefriedigend denn was genau ist ein "Mensch" im Wesentlichen?

Kerzenflaemelein - 9/1/2014 um 10:50


Zitat von 20-1-30-40, am 9/1/2014 um 10:23

Zitat von Kerzenflaemelein, am 8/1/2014 um 16:28

Sind Menschen wirklich so "beschränkt" (in mehrerlei sinn)?
Hat das Wesen, über alle seine Inkarnationen hinweg, diesen Wissen(-sstand) erreicht .. spielt es dann noch eine Rolle zu wissen wer man ist, oder liegt er Kern der Erkenntnis darin zu erkennen das es kein "man" gibt", oder vielleicht noch dahinter?


Ich mische mich auch mal ein.
Die Frage "Wer bin Ich" beinhaltet natürlich die Frage "Was bin Ich". Vor dem "Wer" liegt das "Was". Die Antwort "Mensch" ist da recht unbefriedigend denn was genau ist ein "Mensch" im Wesentlichen?


Danke das du es doch erwähnt hast ;)
Für mich ist diese Fragestellung, bzw. dieser Gedankengang fast Grundlegend, zumindest für den Anfang. Und schon allein würde man sich mit Wortherkunft und anderen Zusammenhängen im sprachwissenschaftlichen Sinn auseinandersetzen, käme man bei viel mehr raus, als das Wort im durchschnittlichen Alltagsgebrauch vermuten ließe.
(hatte überlegt es zu schreiben, dachte aber es ist vielleicht zu off topic)

Zu dieser Frage muss sich letztlich jeder selbst seine Idee formen.
("Idee" deswegen, weil alles andere zu starr ist.)

LG

Unicorn11   - 12/1/2014 um 01:50

> ------------------> date: Sat.29.08.2009 18:59:22 ------------------>
> -------------------> von: xxx@pyromania-arts.de> ------------------->
LIEBE SUCHT DICH
> Der Mensch ist kein Wesen, dass spirituelle Erfahrungen macht, sondern
> ein spirituelles Wesen, dass die Erfahrung des Mensch-Seins tätigt.
>
> Befreie Dich von den Überholten Betrachtungsweisen und werde als
> Krieger,
> Navigator Deiner (zuvor unbewussten) Programme."(zb.)

20-1-30-40 - 13/1/2014 um 09:46


Zitat von Unicorn11, am 12/1/2014 um 01:50
> ------------------> date: Sat.29.08.2009 18:59:22 ------------------>
> -------------------> von: xxx@pyromania-arts.de> ------------------->
LIEBE SUCHT DICH
> Der Mensch ist kein Wesen, dass spirituelle Erfahrungen macht, sondern
> ein spirituelles Wesen, dass die Erfahrung des Mensch-Seins tätigt.
>
> Befreie Dich von den Überholten Betrachtungsweisen und werde als
> Krieger,
> Navigator Deiner (zuvor unbewussten) Programme."(zb.)



Mensch, ich glaube letztens auf dem Weihnachtsmarkt habe ich Frühstücksbrettchen mit genau diesen Sprüchlein drauf gesehen.

Unicorn11   - 13/1/2014 um 14:59

Schade. hier in der Provinz kriegt man sowas nur auf postets,...
aber wenigstens ;) hast Du damit die Frage, ob Menschen wirklich so "beschränkt"
sind anschaulich dargestellt,
... jedenfalls wenn Du dich hier, als Durchschnitt des üblich vorkommenden
domestizierten Primaten für Anschauungszwecke zur Verfügung stellst.

Mit "wir Menschen" war von mir eigentlich nur der kleinste gemeinsame Nenner, s
prich "der Mob" als einzelliges tumbes Gesamtwesen gemeint ...
Du bist ein Teil davon...
und es lohnt nicht (muss ich leider immer wieder schmerzhaft feststellen)
sich mit diesem Ding auseinanderzusetzen.

Ach Ja, mal ganz vorsichtig nachgefragt (rein retorisch natürlich) :
viel Ahnung von Alchimie scheinst du ja nicht zu haben?

Ŀo√E & LÍgh† ☆

20-1-30-40 - 13/1/2014 um 15:03

Ich habe mir gedacht das Dir die Anwort nicht gefallen wird.
Aber auf die Idee das DEINE "Antwort" das hervorgerufen hat bist Du wohl nicht gekommen?

Ich bin mir auch sicher das zwischen uns ein größeres Wissensgefälle zum Thema Alchemie besteht. Natürlich können wir nun unsere Vorurteile einpacken und Du bringst mich, was Alchemie betrifft mal in die Spur.


[Editiert am 13/1/2014 um 15:06 von 20-1-30-40]

Unicorn11   - 13/1/2014 um 19:35

high
hmm
also ich hab keine Ahnung warum dieser kleine Einwurf über die Natur des Menschen
dich dazu bewegt hat, mich , wie ich das deinen Worten entnahm abzukänzeln.

Ok,,es kann evtl. falsch verstanden werden in der Art abgehobenem Esoterik Schmusibuh.
Leider habe ich zuvor schon von Fräulein Kerzenschein dermaßen harsche Kritik einstecken
müssen, wobei ich mir fast sicher bin, dass Sie mich bewusst falsch verstanden hat ,,,
keine Ahnung warum (vielleicht ja: ah da ist wer Neues, den mag ich nicht, den känzeln wir mal ab.)?

Weißt du, meine Magie ist aus der Not geboren, mir diese Welt so fremd seit Kindheit bis zum Tod. Und manchmal könnte ich laut ausschreien: Welt! Ich töte dich ich will dich nicht warum tust du mir die ganze Zeit so weh?

Und dann suche ich nach Menschen ...

20-1-30-40 - 13/1/2014 um 19:44

Es macht das Leben hier im Forum alles mit einem Augenzwinkern zu nehmen als sich angegriffen zu fühlen.

... und ja, ich fand Deine "Eso Schmusibuh" Zitate ebenso unschön als Antwort auf die Beiträge davor wie Du meinen Frühstücksbrettchen Beitrag auf diese Zitate.

Aber lassen wir diese Episode hinter uns und wenden wir uns dem sachlichen zu :)

Zitat:
Weißt du, meine Magie ist aus der Not geboren, mir diese Welt so fremd seit Kindheit bis zum Tod. Und manchmal könnte ich laut ausschreien: Welt! Ich töte dich ich will dich nicht warum tust du mir die ganze Zeit so weh?

Und dann suche ich nach Menschen ...


Es ist schwer darauf etwas zu erwidern, finde ich. Warum glaubst Du das die Welt nur Dir so fremd ist? Dem Gefühl des "Hineingeworfen seins" wurde bereits in der Gnosis ausdruck verliehen und ganze Religionen haben dieses Thema aufgegriffen. Unser Leben zwischen den individuellen eschatologischen Endpunkten (Geburt und Tot) ist vermutlich jedem gleich unerklärlich.
Wie tut die Welt Dir weh? Weltschmerz?

... und nun, wie ist der Zusammenhang zur Alchemie (ich könnte jetzt schöne Bögen schlagen dorthin, aber wo siehst Du diesen Zusammenhang)?

Unicorn11   - 13/1/2014 um 20:33

Sorry? Weltschmerz? ...geht mir am *blubb* vorbei. hat kein Sinn hier,
viel zu Bodenständig meinem Geschmack nach, Und Tschüss

Kerzenflaemelein - 13/1/2014 um 22:55


Zitat von Unicorn11  , am 13/1/2014 um 20:33
Sorry? Weltschmerz? ...geht mir am *blubb* vorbei. hat kein Sinn hier,
viel zu Bodenständig meinem Geschmack nach, Und Tschüss


Tut mir leid für dich. ich hoffe du findest deinen Sinn.
Dir hätte ein bisschen Boden gut getan. Bodenhaftung lindert den Schmerz des getrennt sein/ fühlen.

(auch wenn er es vermutlich nicht mehr ließt)

20-1-30-40 - 14/1/2014 um 09:02

Unverständlich.

GeorgeTheMerlin - 18/1/2014 um 00:43


Zitat von Unicorn11  , am 8/1/2014 um 01:36
Jedenfalls ist es wirklich nicht einfach in Jedem Mann und jeder Frau einen Stern zu sehen.


*loooooooooooooooool

You made my day!

______________________________________________

Falls einem aber mal TROTZDEM dieses SEHEN gelingt. wird der Mensch TRANSPARENT. Die vielen Ebenen der Masken werden UNWICHTIG.

Es gibt viele MASKEN der Verzerrung, des Unbewussten - und die Vordergründigste ist die zur Schau gestellte Persönlichkeit. Es ist die Ebene, die man manifestiert - die die Transparenz verhindert.

Zwischen technischer Entwicklung und Entwicklung des Menschen selbst klafft ja augenscheinlich so ein gewaltiger Unterschied, dass die Menschheit meist vergeblich damit ringt, allgemeine Selbstzerstörung unter Kontrolle zu bringen.

Wird man sich selber transparenter - erlöst mehr und mehr die manifestierten Persönlichkeitsebenen unter der Vordergründigen Selbstidentifikation - gelingt einem an und wann ganz unverhofft eine Kommunikation von Stern zu Stern.

Indem wir aber gegenseitig unsere unbewussten Verdrängungspunkte antriggern - verlanlassen wir uns gegenseitig, uns andauernd wieder zu Personen zu verfestigen.

Ein Aspekt, der uns als Maske (griech. Personna) verfestigt, ist unsere eigene Wichtigkeit.

;) merlYnn


[Editiert am 18/1/2014 um 00:47 von GeorgeTheMerlin]

Gnome - 20/1/2014 um 05:50

:D Sehr weise Worte Meister Merlin. Danke !
The Gnome aka Unicorn11

GeorgeTheMerlin - 21/1/2014 um 01:26

Interessant in diesem Zusammenhang: ich lese gerade, dass die tibetisce Dzogchen (große Vollendung) Lehre im Kern sagt, alles, auch der Mensch, sei bereits vollkommen. Daher bräuchte man die Dinge weder zu transformieren, wie im Tantra, noch ihnen zu entsagen, wie im Sutra Buddhismus - sondern sie NUR als das erkennen, was sie wahrhaft sind.

________________

*lol das Wörtchen NUR halte ich allerdings für die große Vollendung einer Untertreibung.

Bestimmt aber ist das ein sehr interessanter Weg - oder an und wann eine sehr effektive Meditation - sozusagen vom anderen Ende her.

Ich glaube die meisten - auch ich - denken da eher tantrisch, also: man muss hier was verändern! die Dzogchen Lehre ermahnt einen hier, dass dies auch ein innerer Zwang sein kann! Daher würde ich diese Sicht zumindest zeitweise empfehlen.

Freiheit bedeutet übrigends für mich, jede Sichtweise annehmen zu können - frei switchen zu können - ohne sich zwanghaft zu identifizieren.

grüssli merlYnn

Goldy   - 26/1/2014 um 19:50

@ merlYnn: Liegt die Freiheit nur darin, jede Sichtweise einnehmen zu können, oder aus der daraus erwachsenen Fähigkeit zu handeln oder nicht nicht zu handeln?

Ich würde letzteres sagen, wobei dies auch der eindeutig schwierigere Teil ist.

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