Thema: Was ist Wille?

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Autor: GeorgeTheMerlin


GeorgeTheMerlin - 30/5/2016 um 09:27

Wille ist für mich eine geistige Kraft, eine geistige Verdichtung, die auf eine Absicht fokusiert wird.

Wille kann zwanghaft sein - unbeständig - voller Zweifel - schwach - stark - sicher - unsicher - bewußt - unbewußt motiviert - gegen sich selbst gerichtet (Als Soldat sterbe ich für das Vaterland) - für sich selbst sein - konstruktiv - destruktiv - naiv - reflektiert - triebgesteuert - geistgesteuert - fremdgesteuert - manipuliert - reflektiert - aus einer Entscheidung kommen - spontan und unreflektiert kommen .........

Trainiert man seine Willenskraft, dann trainiert man die Fähigkeit der Fokusierung, die Fähigkeit der Verdichtung der Absicht.

Ebenso wichtig ist die Fähigkeit der Defokusierung - der Absichtslosigkeit, um zu ERKENNEN. Starker Wille verengt und begrenzt den Horizont - Absichtslosigkeit weitet den Horizont der geistigen Wahrnehmung.

In den Kampfkünsten sind beide Fhigkeiten äußerst flexibel und fließend - vielleicht sogar GLEICHZEITIG als sontane Verdichtung in einem weiten gelösten Raum.

Wahrer Wille - aus dem "tu was du willst" von Crowley - und nicht: "tu was dir beliebt" - erfordert die Kenntnis seiner ursprünglichen Absicht, die nicht fremdgesteuert oder unbewußt ist.

Demgegenüber steht kompensatorischer Wille mit dem unbewußten Motiv, sich nicht spüren zu wollen, Ablenkung im Dienste der Verdrängung.

Dann von außen manipulierter Wille - fremdgesteuerter Wille.

Meistens denke ich unbewußt an Gegenabsichten und erzeuge Willen als eine GEGENKRAFT. Dann wird die Verdichtung eine geistige Anstrengung, die Kraft und Zwang erfordert, um real zu werden. Wille ist dann eine Kraft, gegen die Realität eingesetzt - um die Realität gemäß seinem Willen zu formen.

Das ist unser Alltag - bzw. die menschlich-physische Erfahrungswelt.

Beim magischen Willen kommt die Absicht direkt aus dem Selbst, ohne unbewußte Gegenabsichten - und die Verdichtung geschieht in der Realität MÜHELOS. Das Konzept der Mühelosigkeit. Diese Verdichtung IST dann unmittelbar die Realität - es ist keine Krafteinwirkung gegen die Realität, um ihren Status Quo umzuformen.

Diese Verdichtung IST dann unmittelbar die reale Form. DIREKT, ohne Umweg.

Der Weg von A nach B ist die vollständige ERKENNTNIS von A - bis dieses sich im Erkennen auflöst und B übrigbleibt.

Praktisch mag man das Gefühl haben, weit gekommen zu sein - und plötzlich haut einen etwas total aus den Latschen und man merkt wie sehr man immer noch im Anfang verhaftet ist. Fühlt sich wieder ganz am Anfang des Weges - und man wähnte schon das Ende in Sicht!

Den wahren Willen erkennt man, wenn man trotz Allem nie aufhören will, ZU ERKENNEN. Zu wachsen. Wenn trotz aller fremdgesteuerter Persönlichkeitsanteile ein wahrer Kern einen unaufhörlich motiviert - auf dem Weg zum wahren Selbst zu bleiben. Unter allen Umständen. Selbst dann, wenn einem alles entgleitet und einem nichts anderes mehr als dieser wahre Wille übrigbleibt.

Sterben heißt, dass alle Kräfte, Fähigkeiten, Ziele, Beziehungen, Identitätsmerkmale, die innere vertraute Stimme - verschwinden, sich auflösen - und man kriegt das im Sterbeprozeß mit. Es ist keine Reise ins Unbekannte. Das bekannte ICH löst sich auf.

DER ALTE BEKANNTE, DER DIE GANZE ZEIT ÜBER BEI EINEM WAR, DER MAN SELBST IST - LÖST SICH AUF!

Im buddhistischen SOTAPANNA - der in den STROM Eingetretene - bedeutet für mich, daß dieser Kern, dieser wahre Wille, diese Motivation, zu sich selber unter allen Umständen zurückzukehren, von Inkarnation zu Inkarnation weitergegeben wird, in jedem Leben erwacht - und nie wieder verlöscht.

Es geht also nicht um das Herausputzen einer tollen Identität - eines tollen Magiers mit besonderen Kräften usw - das alles verschwindet im Sterbeprozess. Es geht um das Erkennen seines wahren Kernes - des wahren Willens. Aus diesem kommt eine Motivation, die in allen neu entstehenden ICHs immer wieder erwacht.

Die Motivation, seine ur-sprüngliche SOHEIT zu erkennen - die vor jedem Ich ist.

Das, woraus die mühelose Absicht kommt.

Schicksalsschläge - Unfälle - plötzliche Gesundheitsunfälle - Verlust von Fähigkeiten - sind alles KLEINE STERBEPROZESSE - für das ICH.

Für den BALLAST des ICH.

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Wer bin ich wirklich?

Da gibt es dieses:

WEDER DIES NOCH DAS!

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Aber auch: Alles Dies und Das, was ich meine zu sein - kreiere ich in jedem Augenblick selbst - und der Verstand fällt dann auf dieses selbstkreirete Spiegelbild herein. Identifiziert sich jeden Augenblick mit dem, was er lediglich selber kreiert.

Und dieses selbstkreierte ICH, dieses Spiegelbild - erzeugt als seinen Willen Gegenkräfte zur Realität, um diese zu formen.

Die Spiegelbilder verdecken die Quelle.

Keine Quelle - kein Spiegel!

grüssli merlYnn

Hephaestos - 31/5/2016 um 09:38

Hmm.. ich würde erst mal zwischen (mindestens) 3 verschiedenen arten von Willen unterscheiden:

1.) Trieb-Wille

Ich will Schokolade, ich will Sex....

2.) Vernunft-Wille

Ich will Reichtum, ich will was erreichen, ich will Schach lernen

3.) Höherer Wille ( moralischer Wille, Spiritueller Wille...)

Ich will Erleuchtung, ich will "das Gute"...




Ich denke ferner, die Übergänge sind fließend, so das es schwierig ist, *Wille" genau zu fassen. Beispielsweise. worin unterscheidet sich eine Absicht von einem Willen?

GeorgeTheMerlin - 31/5/2016 um 11:04

Hallo Hephaestos,

dazu zunächstmal, wie es sich gehört :) , die Dudendefinitionen:

Wille = jemandes Handlungen, Verhaltensweise leitendes Streben, Wollen, besonders als Fähigkeit des Menschen, sich bewusst für oder gegen etwas zu entscheiden; durch bewusste geistige Entscheidung gewonnener Entschluss zu etwas; bestimmte feste Absicht.

Absicht = Bestreben: Wollen.

Für mich erspürt ist Wille mehr mit Emotion, Energie, "Farbe" verbunden. Wille ist für mich schon eine gewisse Verdichtung von geistiger Energie. Diese Verdichtung von Energie zeigt die Dudendefinition "feste" Absicht für Wille.

Eine Absicht ist für mich eher eine Entscheidung, ein Entschlss, ein Bestreben auf der INFORMATIONSEBENE - ist mehr noch eine Information als eine Verdichtung von Energie oder Emotion.

Die Übergänge sind natürlich fließend, wie auch die Dudendefinition zeigt.

MAGISCH wäre für mich die Unterscheidung von verdichteter Energie und Informationsgehalt interessant.

Magisch kann man ja energetisch wirken (Energien absenden) - oder ohne Energie auf einer rein abstrakten Informationsebene (Zahlencodes abschicken ) - oder eine Mischung (Radionik als Zahlendodes abschicken in Verbindung mit Energieverstärkern. Durch eine Pyramide zum Beispiel. Oder Runen als abstrakte Ziffer und als energetische Geometrie)

Wesenheiten kann ich energetisch verdrängen (energetische Entstörung als Wille, was für eine Energie ich hier haben will) - oder ich kann mit ihnen "reden" (Informationsaustausch mit der Absicht zur Transformation)

grüssli merlynn


[Editiert am 31/5/2016 um 11:05 von GeorgeTheMerlin]

Serafia_Serafin - 31/5/2016 um 17:13

Ich bin der Ansicht, dass der Wille virtuell ist.

Wandelbar, nicht existent, aber genauso treibend und weltbewegend, wie die Emotionen die ebenso virtuell und steuerbar sind.

Wer erkennt, dass es den eigentlichen Willen nicht gibt, sondern nur Triebkräfte, die aus bestimmten Gründen in bestimmte Richtungen zerren, der gewinnt ein Stück Freiheit.

Wer weiß, dass der Wille eine Kraft ist, gewinnt ein Stück Macht...

Hephaestos - 1/6/2016 um 09:05

Demnach ist "Wille" der geistige Akt, der vom Wunsch zur geplanten Handlung führt.

Ich will Schokolade ist der Wunsch (Trieb, Begehren, Sehnen)

Während der Wille die Entscheidung ist, diesen Wunsch auch zu verwirklichen (oder halt nicht).

Die Verwirklichung ist dann der Plan, wie der Wille durchsetzbar ist - sich von der Schokolade fernhalten oder doch naschen.




Kennt ihr Schopenhauer?

GeorgeTheMerlin - 1/7/2016 um 15:35


Zitat von Hephaestos, am 1/6/2016 um 09:05
Demnach ist "Wille" der geistige Akt, der vom Wunsch zur geplanten Handlung führt.

Ich will Schokolade ist der Wunsch (Trieb, Begehren, Sehnen)

Während der Wille die Entscheidung ist, diesen Wunsch auch zu verwirklichen (oder halt nicht).

Die Verwirklichung ist dann der Plan, wie der Wille durchsetzbar ist - sich von der Schokolade fernhalten oder doch naschen.




Kennt ihr Schopenhauer?


Wille - Strategie - Plan - Tat - Verwirklichung.

Hier sind zwischen Wille und Verwirklichung lauter trennende Zwischenschritte. Die Willenskraft wirkt hier nur als MOTIVATIONSKRAFT für mich, um physikalisch manipulativ wirksam zu werden.

Dort wird eine materielle Welt vorrausgesetzt - ohne unmittelbare geistige Wirkkräfte.

Magie hingegen versucht, die geistige Kraft des Willens viel UNMITTELBARER für eine Verwirklichung einzusetzen. Die Willenskraft soll unmittelbbar mit geistigen Wirkkräften agieren.

Hier werden die geistigen Kräfte gesucht, die auf die Geschicke der materiellen Realität einwirken.

Am ehesten ist das beim Thema Krankheit - Heilung realisierbar. Dass psychisch geistige Kräfte mit Ursache für Krankheit ist, ist heute schon anerkannt. Ebenso psychosomatische Heilung.

Beim Placebo sind wir schon nahe dran an der Magie. Das Placebo bewirkt, dass der WILLE gesund zu werden, als geistige Wirkkraft UNMITTELBAR wirkt! Das entspricht einer magischen Vorgehensweise.

Die materialistischeVorgehensweise wäre die der Pharmaindusrie: Eine Absicht formulieren (Geld zu verdienen) - die Notwendigkeit, wegen Konkurrenzdruck erfolgreich sein müssen - Forschung, Studien, Marketingstrategien, Überzeugung der Ärzte, das Krankenkassensystem - was IST da alles ZWISCHEN meinem Willen und der Verwirklichung. Von UNMITTLEBAR keine Rede mehr!

Astrologie versucht, die geistigen Kräfte von Schicksal und BEGEGNUNGEN zu finden. Es ist ein Beschreibungsmodell für geistig wirksame Qualitäten und deren Resonanzen.

Als plumpes Erklärungsmodell (Planeten sind schuld) ist es wieder Aberglaube.

Ein Magier würde versuchen, die Planteten selber in die Hand zu nehmen. Sein eigenens Schicksal zu kreieren. Für dieses gibt es psychische und energetische Vorraussetzungen, auf die er unmittelbar mit geistiger Willenskraft Einfluß zu nehmen sucht.

Ich kann beispielsweise pendeln, wie die Energie ist, dass ich eine Wohnung finde.

Meist schlecht. Aber diese Energie kann ich durch Willenskraft unmittelbar verändern.

Dann ging es plötzlich sehr schnell.

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Je stärker die unbewußte und kollektive und physische Gegenabsicht ist - umso schwerer wirds für einen Magier - der ein Leben lang FORSCHT!

:) merlYnn


[Editiert am 1/7/2016 um 16:04 von GeorgeTheMerlin]

Tarek701 - 2/7/2016 um 15:04

Persönlich kann ich mich mit Schopenhauers Ansicht vom Willen nicht anfreunden. Er hat für mich zwar die Magie richtig auf die Macht des Willens basiert, aber er hat diesen Willen als natürliche Begierde missverstanden, wie sie sich bspw. am stärksten im Geschlechtstrieb zu verspüren gibt. Ein solcher Wille ist aber für mich nicht echt, sondern reiner Schwindel. Selbst der bloße Naturwille, und natürlich auch der Vernunftwille, sind keineswegs blind, sondern immer die intelligente Ursache einer Veränderung.

Schopenhauer meint, dass sein blinder Wille den Intellekt erschafft, ohne den er gar kein Wille wäre. Nach Schopenhauer gehört also der Wille mit der Blindheit zusammen.

Daher schließe ich mich, was den Willen betrifft, eher Kants Ansicht an. Erst der vernünftige Wille, ist der eigentliche Wille, von dem Magie ausgehen kann. Ich verstehe unter dem Willen eine wesentlich mit intelligenter Voraussicht des Zweckes verbundene, an sich vernünftige Kraft, eine Tatkraft, vermittelst deren der Mensch sich zum Herrn der Natur machen lernt. Diese magische Macht ist in sich selbst (Noumenon = Vernunftwesen = Mensch) übernatürlich, kann sich aber nur natürlich und gesetzlich äußern. Ziel der Magie ist es also die Natur zu überwinden. Die Überwindung der Natur ist aber nicht gleichzusetzen mit der Vernichtung oder asketische Abkasteiung der Natur. Für mich gilt das Gegenteil: Es soll eine immer innigere Harmonie zwischen Vernunft und Natur geschaffen werden, also die Pflege, Kultivierung, die Versittlichung der sonst zwieträchtigen, rohen, blinden Natur (z.B. des Körpers). Das ist für mich der Zweck aller magischen Versuche und Übungen. Eines von beiden kann niemals das Ziel sein, sondern immer nur ihre übereinstimmende Gegenseitigkeit, also Hand in Hand.

Wir müssen wollen, weil wir vernünftig sollen. Wir stehen nicht nur unter dem Zwang der Natur, sondern eben auch handelnd unter dem Selbstzwang unserer eigenen Vernunft, die die Natur bezwingen soll und ebenso kann.

Für mich gilt also nicht: Wille zum Leben, sondern Wille zur Tat.

Soviel zu meiner Ansicht. Natürlich klingt das wieder in den Augen anderer wie Quacksalberei, sei's drum.

MfG,
Tarek701.

Sire THVBH - 3/7/2016 um 10:39

Absichtslosigkeit:

Gewichtiges Wort in der Magie. Ich frage mich oft, was meinen die mit Absichtslosigkeit? Gibt es sowas überhaupt in der Magie? Eigentlich machen wir doch alles mit voller Absicht! Sei es um sich zu schulen in Wissensaufnahme, Training in Körperschulung, Meditationen und Yoga, Ernährung, Erschaffen von Wesenheiten und Welten, Rituale zelebrieren,etc.etc. Kann man da absichtslos sein? Heute benutzt man auch gerne das Wort Intention. Weil es sich schöner anhört, oder weil man wunderbar vergessen kann und sich am ende einreden kann absichtslos zu sein? Das habe ich noch nicht rausgefunden ;) .

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Zitat:
Wahrer Wille - aus dem "tu was du willst" von Crowley - und nicht: "tu was dir beliebt" - erfordert die Kenntnis seiner ursprünglichen Absicht, die nicht fremdgesteuert oder unbewußt ist.



Auch so gewichtig, so schwanger. Sind wir jemals wirklich nicht fremdgesteuert? Selbst ich kann das noch nichtmal für mich verbuchen.Wenn ich bedenke was ich auslöse indem ich mal ganz gemein, ein anders Bild des BdL mit (leicht) anderen Planetenzuordnungen hier reinsetze, so ist das nicht auf meinem Mist gewachsen, aber ich nehme den Gedanken mit und trage ihn weiter. Ist das dann meine freie Entscheidung, mein freier Wille? Wieso hab ich das an dem Tag im INetz gefunden? Warum musste ich das weiter verbreiten? War es das Bauchgefühl...die Intuition? Intuition/ Bauchgefühl...erst die Wärme, dann das Gefühl und als letztes die berühmte Glüchbirne (AhaErlebnis) die aufleuchtet und oft frag ich mich: Woher kommt das? Wie finde ich immer genau das, was ich gerade suche.Das selbe Prinzip läuft auch so bei PDFs/Bücher. Akashachronik sagen einige dazu...keine Ahnung. Mache ich das, weil es mir beliebt oder weil ich das will, oder ist beides am ende falsch? (diese Fragen sind nicht nur für mich und daher bitte nicht nur auf die Fragezeichen achten, sondern sie gegebenenfalls durch Ausrufezeichen ersetzen)

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Zitat:
Dem gegenüber steht kompensatorischer Wille mit dem unbewußten Motiv, sich nicht spüren zu wollen, Ablenkung im Dienste der Verdrängung.



Sei mir nicht bös, aber den Satz versehe ich nicht, da er für mich ein Paradoxon enthält: Kompensatorisch= unbewust + sich nicht spüren zu wollen, Ablenkung im Dienste der Verdrängung.
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Bis heute weis ich nicht was Realität ist. Realität ist relativ.
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Zitat:
Der Weg von A nach B ist die vollständige ERKENNTNIS von A - bis dieses sich im Erkennen auflöst und B übrigbleibt.


...und C, D bis Z nicht vergessen ;) Dominoeffekt!

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Zitat:
Praktisch mag man das Gefühl haben, weit gekommen zu sein - und plötzlich haut einen etwas total aus den Latschen und man merkt wie sehr man immer noch im Anfang verhaftet ist. Fühlt sich wieder ganz am Anfang des Weges - und man wähnte schon das Ende in Sicht!


...und am ende denk ich dann: Ich weis das ich nichts weis. Scheiß Spruch, aber manchmal so real.

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Zitat:
Sterben heißt, dass alle Kräfte, Fähigkeiten, Ziele, Beziehungen, Identitätsmerkmale, die innere vertraute Stimme - verschwinden, sich auflösen - und man kriegt das im Sterbeprozeß mit. Es ist keine Reise ins Unbekannte. Das bekannte ICH löst sich auf.


Keine Ahnung was du meinst. Ich selbst bin Körperlich noch nicht gestorben. Gefühle starben, ja. Lebenskraft die scheinbar abnimmt, ja. Und manchmal an dunklen Tagen, die Erkenntniss, das da draußen nichts mehr ist, was einem reizt, motiviert, neugierig macht, Alle Bücher sind gelesen, der Rest ist Wiederholung, Träume werden fahl/langweilig (selbst die Albträume). Traurigkeit bleibt, weil man eigentlich nicht das bewirkt hat, was man sich vorstellte, sondern ein Eigenleben entwickelten, wie Kinder und man irgendwie weis, daß sie die selben Fehler machen, wie man selbst angefangen hat.

Das erinnert mich an ein Gespräch und die Frage, ob die neue Generation, den selben Lehrweg gehen muß, wie die anderen, die 20 bis 40 Jahre schon dabei sind. Ich fragte, ob das wirklich so sein muß, daß sie die selben Fehler machen müssen, wie die Alten und ob das sinnvoll wäre. Ich fragte, ist es sinnvoll ist, daß sie das Rad neu erfinden müssen? Warum lassen wir ihnen nicht die Möglichkeit, daß was wir gelehrnt haben direkt zu nutzen (Beispiel Bardon) ohne Umwege und ohne Komplizierte Erklärungsmodelle. Ohne Level1 bis 10. Die Antwort war: "Nein, das muß so sein, wir mussten das auch so machen und alle anderen machen es auch so...ist Tradition."

Was soll man dazu noch sagen?
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Zitat:
Im buddhistischen SOTAPANNA - der in den STROM Eingetretene - bedeutet für mich, daß dieser Kern, dieser wahre Wille, diese Motivation, zu sich selber unter allen Umständen zurückzukehren, von Inkarnation zu Inkarnation weitergegeben wird, in jedem Leben erwacht - und nie wieder verlöscht.
Es geht also nicht um das Herausputzen einer tollen Identität - eines tollen Magiers mit besonderen Kräften usw - das alles verschwindet im Sterbeprozess. Es geht um das Erkennen seines wahren Kernes - des wahren Willens. Aus diesem kommt eine Motivation, die in allen neu entstehenden ICHs immer wieder erwacht.


Reinkarnation geh weg...ich habe nach meinem Tod erstmal für mindestens 100000 Jahre Urlaub!!!! :P

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Zitat:
Wer bin ich wirklich?
Da gibt es dieses:
WEDER DIES NOCH DAS!


Einfach nur: Ich bin....und alles andere wird bedeutungslos...bei mir hatte diese Erkenntnis den Auslöser: Wie sinnlos (SINN-LOS:in Bedeutung von "ohne Bedeutung"...nicht, sich von "den Sinnen lösen")! Vieleicht haben wir daher diese Illusionen erschaffen:

1 Die Illusion der Bedürftigkeit

2 Die Illusion des Versagens

3 Die Illusion der Spaltung

4 Die Illusion des Mangels

5 Die Illusion des Erfordernisses

6 Die Illusion des Richtens

7 Die Illusion der Verdammung

8 Die Illusion der Bedingtheit

9 Die Illusion der Überlegenheit

10 Die Illusion der Unwissenheit

Eine für mich damals heftige /deftige Lektüre (N. D. Walsch GEMEINSCHAFT
MIT GOTT) als Paradigmenwechsel, vom Satanismus zum Neu-Gnostizismus (Zeitraum 2005 bis 2009)


[Editiert am 3/7/2016 um 10:47 von Sire THVBH]

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