Templum Baphomae
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Autor: Betreff: Die 7 Pforten des Geistes - und eine Unterscheidung.
Administrator
Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
Beiträge: 1444
Registriert: 3/2/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 30/10/2013 um 00:26  
Zu dem neuen Buch von Akron, die 7 Pforten des Geistes, und der dazugehörigen Musik CD hgab es im Oktober eine Vernissage in St. Gallen. Dazu gab Akron ein Zeitungsinterview mit einer kritischen Interviewerin:

www.akron.ch

Hier ein kleiner Textauszug als Kurzbeschreibung:

Träumer: letzte Frage: Was ist mit dem Weiterleben nach dem Tod? Wächter: Der Tod ist völlig bedeutungslos. Er betrifft nur das Ego und das Ego ist nur eine kleine Feder an der Schwinge des Adlers, und wenn sie wegfällt, wächst darunter schon eine neue nach, und der ganze Vorgang behindert den Flug des Adlers kaum.

Träumer: Und was bleibt von den Träumen? Wächter: Sie fliessen ins Auge des Ewigen zurück, wenn das letzte Individuum am Ende der Reise erwacht und die Kette unterbricht. Dann nämlich, wenn die gereifte Seele die schützende Hülle ihres Egos verlässt und beginnt, wieder mit den kollektiven Schöpferkräften zu zerfliessen, welche die Ursprungsquelle darstellen und für die der Mensch nur ein Blick im Auge des ewigen ist.

Träumer: So hat der Mensch keine wirkliche Freiheit? Wächter: Er hat viel mehr: nämlich eine schöpferische Illusion seiner Welt. Er weiss nicht, dass das, was er zu tun beabsichtigt, immer gerade dem entspricht, was er sowieso tun wird.

Träumer: Dann wäre das Wollen nur der Trick, sein inneres Streben mit den vorhandenen Energien in Uebereinstimmung zu bringen? Wächter: Nun - Zukunft ist im Grunde immer auch ein Teil unserer inneren Erwartungen.

Träumer: und wohin führt die Reise? Wächter: In alle Richtungen gleichzeitig. Die Summe aller gespeicherten Erfahrungen und Erinnerungen ist die treibende Schicksalskraft, die alles vorwärts peitscht, oder andersherum, die "zukünftige" Erinnerung ist das, was sich in der Gegenwart auswirkt und die Vergangenheit gestaltet, damit das Hier und Jetzt von den Menschen zu jedem Zeitpunkt richtig "beabsichtigt" werden kann.

__________________________________________


Ich selbst möchte dazu nur auf eines zum tieferen Reflektieren hinweisen:

Es heisst hier: (am Ende des Erwachens aus dem Kokon des Egotraumes) ... mit den kollektiven SCHÖPFERKRÄFTEN zerfliessen .....

UND NICHT: .... mit den kollektiven Kräften zerfliessen ...

(letzteres würde ich als normalen Ego-Tod bezeichnen, welcher ein neues Ego gebiert - ersteres als Erwachen)

____________________________

Gut, wenn man sich diesen Unterschied sehr bewusst gemacht hat! Ich behaupte: die meisten Okkultisten haben das nicht!

Alles, was ein Okkultist beschwört, befindet sich IN seinem Ego-Kokon aus individuellen und kollektiven Mustern, Kräften, Vorstellungen. (Die Matrix)

Und alle magischen Syseme agieren IM Ego-Kokon.

Die schöpferische Ursprungsquelle - als DAS Ziel von Magie - ist draussen. Leider ist DIE QUELLE aber selbst ausserhalb eines Zieles von uns- denn wie wir oben lesen, ist Wollen nur ein unbewusster - Zeit-erschaffender - Trick innerhalb unseres Ego-Kokons.

Und nochmal leider ist all das Gesagte - wie auch alle Pforten des Geistes - auch nur eine Hilfsvorstellung oder hinweisende Hilfskonstruktion..

Jenseits von Hilfsvorstellungen ist eine Pforte konkret und einfach ein Ausgang.

EXIT.

Und wie imer leichter gesagt oder vorgestellt als getan ... denn in unserem Kokon ist all das Mögliche und Beschreibliche - die Ausgänge sind unmögliche Sprünge ... und draussen ists UNBESCHREIBLICH.

*loool merlynn


[Editiert am 30/10/2013 um 00:45 von GeorgeTheMerlin]
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Simulacrum
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Ariman
Beiträge: 26
Registriert: 7/12/2011
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 31/10/2013 um 14:11  
die 7 Pforten des Geistes?
Das klingt irgentwie nach Lovecraft. ;)
Oder nach Wilson's Quanten Psychologie bzw. Leary's Schaltkreisen.

Oder ist es gar eine Mischung aus allen Dreien??

Das Kapitel vor dem Wächterdialog am Ende des Buches heißt:
'Das Ende ist der Anfang' :puzz:
Wann schreibt endlich mal wer ein Buch mit dem Titel
Die eine Abkürzung der Erkenntnis: Das offensichtliche Denken hinter dem überlieferten Wissen ??


[Editiert am 31/10/2013 um 14:40 von Ariman]
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Lux
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Esin
Beiträge: 9
Registriert: 2/9/2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 31/10/2013 um 18:46  

Zitat von Ariman, am 31/10/2013 um 14:11
die 7 Pforten des Geistes?
Das klingt irgentwie nach Lovecraft. ;)
Oder nach Wilson's Quanten Psychologie bzw. Leary's Schaltkreisen.

Oder ist es gar eine Mischung aus allen Dreien??


Die "sieben Tore des Geistes" sind älter als diese drei Herren, von denen ich keinen kenne. U.a. werden die Tore von dem Sufi-Meister Attar in "Konferenz der Vögel" erwähnt, um zu Allah/Ur-Macht (dem Sein?) zu gelangen.

http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/fariduddin_a ttar_g.htm~main2

@Topic: Interessantes Buch.

Esin.
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Lux
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sotan
Beiträge: 4
Registriert: 30/7/2011
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 31/10/2013 um 19:52  
Interessant


____________________
has cogitationes incidissem tenebris est ad sequendum
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Simulacrum
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Ariman
Beiträge: 26
Registriert: 7/12/2011
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 1/11/2013 um 08:36  
Schon klar, dass die drei es nicht 'erfunden' haben.
Und dein persönlicher Bekannter Sufi-Meister Attar auch nicht.
Erste schriftliche Erwähnung wird wohl der der Mythos um
Ischtars Reise in die Unterwelt sein, aus prä-babylonischer Zeit.
So cirka 3000 Jahre bevor dein Attar es geklaut hat.

Darum ging's mir aber eigentlich auch nicht.


[Editiert am 1/11/2013 um 08:48 von Ariman]
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Lux
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Esin
Beiträge: 9
Registriert: 2/9/2013
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 2/11/2013 um 19:42  

Zitat:
Schon klar, dass die drei es nicht 'erfunden' haben.
Und dein persönlicher Bekannter Sufi-Meister Attar auch nicht.
Erste schriftliche Erwähnung wird wohl der der Mythos um
Ischtars Reise in die Unterwelt sein, aus prä-babylonischer Zeit.
So cirka 3000 Jahre bevor dein Attar es geklaut hat.

Klar war Attar nicht der erste, hab "u.a." und "erwähnte" hingeschrieben. (btw er ist genauso mein Bekannter wie dir "dein" Lovecraft lol)
Geklaut, Weiterentwickelt, Neuentdeckt, Hinzugefügt, Inspiriert - leider enden die "Beweise" was, wer von wem hat als die Menschen angefangen haben zu schreiben.

Zitat:
Darum ging's mir aber eigentlich auch nicht.

War ein Missverständnis meinerseits. Sry.

Esin.
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Lux
Lux


Beiträge: 1
Registriert: 25/11/2013
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 28/11/2013 um 07:31  
*schmunzel*
Es gibt selten Zeilen von dir Merlin wo ich nicht innerlich nachtasten kann und herausfinde... ja... passt ^.^

Merci für deine kleinen Denkzettel

Edit: das ist ja das lustige - die Menschen behaupten es gäbe keine Magie. Dabei sind es gerade sie, die in der Lage sind den Prozess unmittelbar zu beobachten.

edit 2: ich sehe gerade, das waren akrons worte - das Merci behalte aber gerne - wenn nicht für diese Zeilen, dann für andere die ich schon von dir las.


[Editiert am 28/11/2013 um 07:35 von Anara]
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 29/11/2013 um 19:53  
Hochinteressanter Auszug, der sich doch tatsächlich mal mit den wirklich fundamentalen Fragen auseinander setzt. Die Frage die sich jetzt natürlich stellt ist, was ist der Unterschied zwischen "kollektiven Kräften" und "kollektiven SCHÖPFERKRÄFTEN"? Wurde nicht jede Kraft einmal erschaffen oder geschöpft? Mancher mag sich hier die ewige Frage des "Woraus?" stellen.

Viel interessanter ist doch die Bedingung für den Egotod. Die Bedingung ist der Tod selbst. Aus einer gewissen Perspektive ist das was wir tun wollen, das was wir tun werden. Aus einer Gewissen Perspektive ist alles bereits geschehen. Gibt es also eine Möglichkeit sich mit dieser zu verbinden? Und manifestiert sich diese als Gewissheit oder Intuition? In manchen Fällen als Angst oder Vorfreude/Wunsch. Wobei hinter so mancher Angst ein versteckter Wunsch lauert.
Im Vergleich zur Unendlichkeit ist jede Zeitspanne nur ein Moment. Erfahrung ist immer gebunden an Perspektive. Das einzige was Konstant ist ,ist Wandel. Um einen Angelpunkt das SELBST.

Der Tod hat nur die Bedeutung, die wir ihm zukommen lassen. So ist er nicht die Polarität zum Leben sondern der Geburt. Der Transformator wenn wir dies Zulassen. Eine Betrachtung ist notwendig und wird doch so oft vermieden. Wird alles geschehen, was geschehen soll oder habe ich etwas verpasst/falsch gemacht. Ist der Tod das Ende des Lebens oder etwa der Höhepunkt?


Was mich interessieren würde ist was "der Wächter" mit "dem letzen Individuum" meint.


[Editiert am 29/11/2013 um 19:59 von Goldy]
Antwort 7
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 8/5/2015 um 23:11  
Die Seele (das wahre ich) oder so vielleicht...
Antwort 8
Artifex
Artifex


Beiträge: 122
Registriert: 20/6/2009
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 9/5/2015 um 00:20  
Der Tod ist völlig bedeutungslos(Binsenweisheit:Wer lebt, ist nicht tot, wer tot ist, lebt nicht mehr, also egal , was und ob etwas danach kommt).
Pforten sind nicht nur Ausgänge, beide(und mehr)Richtungen sind möglich.
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