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Autor: Betreff: Das Ego als Teufel der Esoteriker
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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 11/3/2015 um 01:30  
DAS EGO

Das Ego, unsere Ich-Persönlichkeit - wird in der Spiritualität als etwas Negatives gewertet, das zu überwinden gilt - so in dem Sinne von Egozentrik. Aber stimmt das? Muss ich ZWANGSLÄUFIG mein Ego SEIN - oder kann ich es nicht genauso bewußt HABEN wie meine Hand? Zumindest theoretisch? Geht es - tiefer gesehen - nicht um den UMGANG mit dem Ego - ob ich da frei und bewußt bin - oder zwanghaft und unbewußt?

Zunächst: Das Ego kann beobachtet werden durch den meditativen Beobachter.

Dann ERSCHAFFEN wir das Ego jeden Moment. Wobei beim Erschaffen durch unerledigte Muster und ENTSCHEIDUNGEN im Unbewußten ein bestimmtes Ego aufrechterhalten wird. (Unbewußtes Erschaffen, unbewußte Fixierungen).

Man kann also erstens das Ego beobachten beim Meditieren - oder zweitens das unaufhörliche Erschaffen des Egos durch uns beobachten.

Will man noch tiefer gehen - kann man auf die QUELLE des Egos meditieren - auf die Schöpfungsquelle - die wir im tiefsten Sinne sind.

Diese Quelle ist UNBESCHREIBLICH - denn jede Beschreibung ist lediglich eine schon erschaffene Projektion. Alles was wir wahr-nehmen können ist bereits erschaffen - die Quelle ist jenseits davon - ein Mysterium!

Unbewußtes Erschaffen, wodurch wir uns selber manipulieren, verdrängen, vor uns selber verstecken, welches uns ZWINGT zu sein was wir sind - nehmen wir als negative Energie wahr - durch Pendeln oder andere hellsichtige Wahrnehmung.

Bewußtes Erschaffen nehmen wir als positive Energie wahr. Positive Energie ist also etwas wie wahrer Wille - negative Energie verdrängter, überwältigter Wille. Dabei kann die KOMPENSATION uns SCHEINBAR Freude machen, Kraft geben, abenteuerlich sein - die ungefühlte Quelle davon ist aber unerledigter SCHMERZ.

Ziel wäre also, Unbewußtes aufzulösen - bzw. erstmal zu ERKENNEN bevor man es aulösen kann - um dann sein Ego BEWUßT ERSCHAFFEN zu können - jeden Augenblick.

grüssli merlynn


[Editiert am 11/3/2015 um 01:39 von GeorgeTheMerlin]
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Incognitus
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Aladdin Salomon
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red_folder.gif erstellt am: 12/3/2015 um 12:13  
Es wäre ja erst mal zu klären immer noch was das Ego ist. die meisten meinen die Persona und schatten komplex mit Ego verwechseln es aber mit dem ich. Das ich selber würde ich nie negativ sehen. weil dann hat man ein Problem:)

Das ich hat viele Vorlieben die es gern nach außen projeziert oder auslebt und nicht jedes davon ist zum überwinden da^^

Eigentlich nur die Muster ,Komplexe und verdrängten Sachen die uns behindern. Noch nicht mal alles was andere behindert muss überwunden werden.

Weil es ja auch sein Egoproblem sein kann nicht das eigene.

So gesehen bin ich immer skeptisch bei Ego überwindungs gereden. Wenn ich meditiere hab ich auch ein Ich und mittlerweile unterscheidet es sich kaum vom Altags ich nur ,dass dort die Wahrnehmung größer ist. Hab viel dran gearbeitet um störende Muster für mich selbst zu beseitigen durch meditation konnte ich auch besser rausfiltern was ich tatsächlich an mir nicht haben will,weil anerzogen oder gewohnheit, falsches Denken u.s.w.

Natürlich wollen einige ins Nirvanna was immer das auch sein soll :P mir ist aber ein Zustand suspekt wo ich nichts habe und komischerweise meinem high Self ,wenn ich Kontakt damit habe auch.

Wer aber unbedingt den zweiten biblischen Tot sterben möchte und wieder im Steinbewusstsein anfangen will kann es ja machen und wieder sich zig Jährchen Treppe für Treppe nach oben kämpfen. Jeden das seine ,ne :)

Fakt ist es gibt eine Zeit des Ruhens und des Bewegens , wer aber eines der beiden extreme anstrebt wird dauern in irgentwelchen Hierachien ob bewusste oder unbewusste auf und ab steigen...

Hinzu kommt im Menschen selber Konkurrieren Personas um die Herrschaft im ich. Heißt der sogenannte Impuls sich aufzulösen ,kann auch ein Staatsstreich sein von einer andern Persona die gern oben wäre in einem selbst. Sozu sagen selbst manipulation /demontage :D Also prüfe wo was kommt und ob es wirklich so dienlich ist.

Schließlich ist das sogenannte Ego eine neue Erfindung der Evolution bei den alten Griechen war es z.b höhst wahrschein mehr ein offenes Bewusstsein ,wo die Götter(Persona/Archetypen) in einem selbst Wahrgenommen wurden. Man redete dort öfter mit sich selbst und mit ganz vielen selbst,war mehr gesteuert als Steuermann.

Dann kamm die Evolution des Bewusstsein um ein etwas festes Ego zu erschaffen. Und nun sehe ich den Abschluss darin beides zu kombinieren mit dem Ich als Herrscher.

Deshalb haben auch die Jüden einen Gott eingeführt:) Es ist sowohl für den Makrokosmos als auch Microkosmos bestimmt das dort nur eine Gottheit herrscht. Denkt mal drüber nach.
Schließlich geht es doch einfach nur darum wer mein sein möchte in Ewigkeit ,statt zig Rollen zu spielen.

PS: Zum Thema Ego neue Erfindung was neu ist wird oft angegriffen siehe Buch/FIlm jetzt Computerspiele und wie schädlich das angeblich alles ist, wurde zu jeder Zeit von den alten erstarrten Leuten erzählt mit dem alten Paradigma. Dazu past Bruce Lee: Wer den Ball hat wird angegriffen;)


Liebe Grüße aladdin


[Editiert am 12/3/2015 um 12:25 von Aladdin Salomon]



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Everything will be okay in the end. If it's not okay, it's not the end.
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Lux
Lux

kritiker
Beiträge: 3
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Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 12/3/2015 um 20:37  

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 11/3/2015 um 01:30
Das Ego, unsere Ich-Persönlichkeit - wird in der Spiritualität als etwas Negatives gewertet, das zu überwinden gilt - so in dem Sinne von Egozentrik.


Hmmm... Das ist aber ziemlich allgemein und feststehend formuliert.
Ich würde das nicht unbedingt so sehen. "in der Spiritualität" Was ist für dich denn Spiritualität? Letztendlich haben die meisten Religionen einen spirituellen Ursprung und es sind eher wenige Religionen, die sich überhaupt intensiv mit dem Ego beschäftigen.

Man könnte auch Aleister Crowley in gewisser Hinsicht als spirituellen Menschen bezeichnen. Crowley hat da zum Beispiel ganz andere Ansichten, was das Ego betrifft.

Im Buddhismus und Hinduismus spielt das Ego eine große Rolle, aber nicht zwangsläufig im negativen Sinne und schon gar nicht im Sinne von "Egozentrik".
Es geht viel mehr darum zu erkennen, dass das Ich eine Illusion ist - dass du nicht dein Ego bist, sondern ein spirituelles Wesen (bzw. eine unsterbliche Seele), die in einen sterblichen Körper inkarniert ist.
Dein Ego wird nach dem Tod von deinem Körper nicht mehr weiter existieren.

Eigentlich sehen es viele Buddhisten und Hinduisten ähnlich wie du.

Das wollte ich erstmal klar stellen.

Im Grunde genommen hast du jedoch Recht.
Ich persönlich habe den von dir beschriebenen Prozess schon hinter mir. Als ich das erste mal die von dir beschriebene "QUELLE" gesehen habe und mich mit anderen "spitituellen Menschen" darüber unterhalten habe, musste ich feststellen, dass das Ego i.d.R als etwas negatives betrachtet wird.
Ich selber habe es auch lange Zeit so gesehen, aber dann habe ich mir die Frage gestellt, warum das Ego überhaupt existiert.

Ich glaube, dass alles was existiert einen bestimmten Sinn hat, also muss auch das Ego einen Sinn haben.
Desweiteren leben viele Menschen, die schon so weit gekommen sind, dass sie ihr eigenes Ego überwinden möchten irgendwann in ihrer eigenen Welt bzw. haben sie schon ihr Ego überwunden, haben geistig die "Matrix" verlassen, leben jedoch körperlich immernoch in dieser Welt.
Auch hier stelle ich wieder die "Sinn"-Frage. Warum inkarniert man überhaupt in diese materialistische 3D-Welt, nur um dann das heraus zu finden und versucht es zu ändern? Das kann nicht der Sinn des Lebens sein.

Für mich ist es von daher nicht mehr erstrebenswert mein Ego aufzulösen und auch nicht es bewusst zu erschaffen. Es fällt mir übrigens auch schwer mir vorzustellen, wie das überhaupt möglich sein soll.
Vielleicht kannst du das ja nochmal genauer ausführen.
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Incognitus
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Echidna1
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red_folder.gif erstellt am: 12/3/2015 um 22:36  
Ego = Selbst

Selbst auflösen im Sinne von : ich trage nicht mehr mit, was mir (warum auch immer) angedichtet ist und ziehe ab sofort meine eigenen Kreise.


Dazu fällt mir ein : niemand ist eine Insel, ganz für sich allein ..... wobei man auch da Fremdbestimmung ausschließen kann und auch sollte.

Dann gilt zuerst einmal das Selbst zu befragen : was will ich selbst? und gleichzeitig überprüfen : kann ich diesen Willen allein zum tragen bringen ?

... je mehr man sich in diesem Willen bestätigt, desto zahlreicher sind Hindernisse im Blickfeld. Misstrauen kommt auf. Nicht, dass man als Selbstbaumeister versagen kann, sondern Misstrauen dem Gegenüber, was vorher mehr oder weniger unbewusst geführt hat.

Das Ego vollkommen zu überwinden heißt : Selbstlos !

Ist es das was ich will ? Das sind immer wieder neue Steine Fremdbestimmung, die aus dem Weg geräumt werden müssen.
Selbstlos sehe ich etwa wie eine Windmühle die sowohl annimmt als auch abgibt.

Dann gilt es eigentlich nur noch die Geistesrichtung zu bestimmen, die zukünftig herrschen soll.

Ich verstehe nur nicht, was der Teufel dabei für eine Rolle spielen soll und das bei Esoterikern. Der kann beim Teufel bleiben, mit persönlichem Ego.


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“Den Teufel merkt das Völklein nie, selbst wenn er es am Kragen hätte”. (Goethe)
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Incognitus
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Schwarzer Hase
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red_folder.gif erstellt am: 15/3/2015 um 10:48  
Ich schließe mich kritiker und Echidna1 voll und ganz an.

Dass wir ein Ego haben muss einen Sinn haben - nämlich den Sinn unsere Existenz zu sichern und uns damit in der Welt zu halten. Altruismus - Selbstaufgabe - führt zur Selbstzerstörung und ist von der Evolution bestimmt nicht vorgesehen gewesen.

Natürlich gibt es Eigenarten, die man an sich selbst gerne verändern möchte und auch kann. Nur die ganze Existenz zu verändern indem man das Ego vollständig bewusst steuert, erfordert erstmal einen Kraftaufwand, welcher wohl kaum zu realisieren sein dürfte und außerdem wäre man damit so beschäftigt, dass man keine einzige Sekunde seines Lebens mehr mit etwas anderem verbringen kann, weil dann ja die Gedanken abschweifen und die Kontrolle über das Ego entgleisen würde.
Das heißt aus meiner Sicht de facto: ab jetzt nur noch meditieren, nicht essen, auf's Klo oder gar arbeiten gehen, mit niemandem sprechen und auch sonst einfach nur in Meditationsstarre auf den Tod warten.

Von daher hab ich für mich entschieden: Mein Ego und ich sind die besten Freunde und werden gemeinsam Hand in Hand durch's Leben gehen.
P. S. Im Übrigen beurteilt man ja selbst, ob man eine Sache als "gut" oder "schlecht" einstuft. Letztendlich sind beides nur Seiten einer Medaillie, die ihre Eigenschaften ändern können, wenn man den Blickwinkel darauf ändert.

Aber solche Entscheidungen muss natürlich jeder für sich selbst treffen.
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Multum Umbra

GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 15/3/2015 um 15:28  
Hmm - die Sache mit den Blickwinkeln - dass man eine Sache aus verschiedenen Perspektiven sehen kann - sollte aber nicht zur Verwässerung führen.

Ist meine Hand mit einer heißen Herdplatte verbunden - habe ich trotz Blickwinkel Theorie keinen Spielraum mehr vor Schmerz. Ist mein Unbewußtes - welches den größten Teil des Egos ausmacht - voller schmerzhafter Erinnerungen, die ich verdränge, die mir aber Verhaltensweisen wenn nicht mein ganzes Schicksal aufzwingen, dann sind andere Blickwinkel eher wieder ein Mittel zu verdrängen, was man nicht sehen will.

Zwanghaftigkeit durch unerlöste Geschehnisse aus dem Unbewußten kann man als negative Energie pendeln - das ist keine beliebige Interpretation, sondern ein Zusammenhang. In der Psychologie unterscheidet man falsches und wahres Selbst - in der Magie oft den wahren Willen vom unbewußt manipulierten Willen. Ziel ist das wahre Selbst, der wahre Wille. Das zeigt beim Pedneln positiv - jeder Zwang im Bewußtsein zeigt negativ. Wobei ich diese unbewußten Zwänge bewußt meist gar nicht bemerke.

Bin ich Magier, so ist das Unbewußte oft die Magie, die HINTER meiner Magie wirkt, diese anschiebt.

Habe ich eine Disposition im Unbewußten, die zu übermäßiger Wut führt - werde ich ein großes Interese an aller möglichen Rache-Magie haben - mich in Angriffs und Verteidigungmagie verstricken. Die SCHUBKRAFT hinter meiner Magie ist dann mein Unbewußtes - welches mich immer wieder in entpsrechende Situationen bringt.

Ein Schattenmagier interessiert sich daher auch für seine eigenen Schatten. für die unbewußte Magie, die hineter seiner bewußten Magie wirkt.

Einige werden ja tatsächlich Mönch - weil sie genug haben von diesem unbewußten Hamsterrad - dem ewigen Rad der Wiedergeburten nach Buddha. Diesen ewigen Widerholungen, die uns das Unbewußte aufzwingt - die wir als Lebens-MUSTER im Leben erkennen, wenn wir älter werden.

Es geht meiner Meinung aber darum, dass das Ego sich selber DURCHSICHTIG wird - nach Kierkegaard. Und dass man sich von zwanghaften Identifikationen erlöst.

Das geht auch, indem man bewußt lebt.

Löst man sich von unbewußten Identifikationen, erschafft man sein Ego MÜHELOS - es geht von selbst. Spontan.

Wenn man das Unbewußte nicht erlöst - sondern dagegen kämpft - dann kommt man in diesen KRAFTAUFWAND, der kaum zu realisieren ist - wie schwarzer Hase sagt.

grüssli merlYnn


[Editiert am 15/3/2015 um 15:30 von GeorgeTheMerlin]
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Incognitus
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Schwarzer Hase
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red_folder.gif erstellt am: 17/3/2015 um 20:33  
Hm, ich vermute jetzt mal, dass du mit der Durchsichtigkeit des Egos das vollständige Erkennen des eigenen Wesens meinst und die Akzeptanz dieses Wesens auf allen Ebenen. Einige ungewünschte Eigenschaften und Erlebnisse kann man herausfiltern und bearbeiten, den Grundstamm belässt man jedoch. Ähnlich einer Rose, welche man im Frühjahr verschneidet, damit sie geordnet wächst und gesunde Blüten trägt.

Dann kann ich mir tatsächlich vorstellen, das Ego mühelos und eher als Nebenprodukt einer bewussten Lebensführung als wie als Hauptziel eines mit dem Ziel der Erlösung gesteuerten Lebens zu kreieren. Ich denke, insofern kommt es auf den Fokus an. Erleuchtung und Selbsterkenntnis kann man nicht erzwingen, aber man kann sich ihnen schrittweise nähern, indem man sich selbst und der Umwelt mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt. So kann man auch nach und nach die schädlichen und fremden Einflüsse aus der Seele filtern. Ob man allerdings jemals an den Punkt kommt, in dem das Ego tatsächlich vollkommen befreit ist, wage ich zu bezweifeln. Ich glaube, dafür ist ein Menschenleben einfach zu kurz.

Allerdings bleibe bei meiner Ansicht, dass eine dauerhafte Kontrolle des Egos durch Zwang nicht funktionieren kann. Jemand, der dies versucht, wird an dem Kraftaufwand zugrunde gehen.
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Artifex
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red_folder.gif erstellt am: 20/3/2015 um 19:11  

Zitat von Aladdin Salomon, am 12/3/2015 um 12:13


Wer aber unbedingt den zweiten biblischen Tot sterben möchte und wieder im Steinbewusstsein anfangen will kann es ja machen und wieder sich zig Jährchen Treppe für Treppe nach oben kämpfen. Jeden das seine ,ne :)



Lieber Aladdin, solltest Du einmal ein Gipfelerlebnis haben und mal kurz in das Kucken, was George die Quelle nennt, dann wirst Du sagen, dass aus Sicht der Quelle, dass Ego einem Steinbewusstsein gleicht.


Zitat von Aladdin Salomon, am 12/3/2015 um 12:13


PS: Zum Thema Ego neue Erfindung was neu ist wird oft angegriffen siehe Buch/FIlm jetzt Computerspiele und wie schädlich das angeblich alles ist, ..


Jo! Die Atomkraft als neue Erfindung ist einfach klasse neue Erfindung. An Anlehnung an einen Griechen: Der Strahlenmühl ist doch nur so kleines Randproblem.


Zitat von GeorgeTheMerlin, am 15/3/2015 um 15:28

Löst man sich von unbewußten Identifikationen, erschafft man sein Ego MÜHELOS - es geht von selbst. Spontan.


Georg, wenn Du den Weg gehst, den Du beschreibst und Du dann Dein Ego mühelos erschaffst, würde ich sagen, Du siehst nur den Schatten, den das Ego wirft, aber nicht das Ego.

Das Ego ist der Teufel. Das was die Menschen Welt nennen, die ja ihre subjektive Welt ist, ist die Hölle.


[Editiert am 20/3/2015 um 19:13 von Alles und Nichts]
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GeorgeTheMerlin
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red_folder.gif erstellt am: 21/3/2015 um 17:59  

Zitat von Alles und Nichts, am 20/3/2015 um 19:11


Zitat von GeorgeTheMerlin, am 15/3/2015 um 15:28

Löst man sich von unbewußten Identifikationen, erschafft man sein Ego MÜHELOS - es geht von selbst. Spontan.


Georg, wenn Du den Weg gehst, den Du beschreibst und Du dann Dein Ego mühelos erschaffst, würde ich sagen, Du siehst nur den Schatten, den das Ego wirft, aber nicht das Ego.

Das Ego ist der Teufel. Das was die Menschen Welt nennen, die ja ihre subjektive Welt ist, ist die Hölle.


Huh - hier kann man schon durcheinanderkommen mit den GEdankenmodellen. Was ist ein Schatten? Ist nicht jedes Ego ein Schatten der Quelle?

ALSO: was wir zunächst als Schatten beschreiben, ist der Einfluß des Unbewußten - unaufgelöste Schmerzerlebnisse - oder nicht adäquate Spiegelung in der Kindheit, so dass ganze Lebensbereiche nicht kommunizieren konnten oder durften.

Schatten führen zu Kompensations - und Verdrängungsverhalten, machen uns manipulierbar. Schatten führen zu einem falschen Selbst - zu einem kompensatorischen idealen Selbstbild - oder zu einem minderwertigen Selbstbild oder meist beides im Wechsel.

Schatten beeinflussen unser Schicksal, da unerledigte Geschehnisse unbewußt immer wieder inszeniert werden. Schatten bringen uns von unserem Seelenweg ab, da wir Unbewußtes kompensieren müssen ohne dass wir diesen Zwang wahrnehmen können. Wir halten das für unseren Willen - oder wissen oft nicht warum wir bestimmte Dinge tun und fühlen.

Schatten sind die Kraft hinter unserem Wunsch, dieses oder jenes zu zaubern. Denn fast jeder Wunsch hat den Zwang einer unbewußten KOMPENSATION als Grund.

Den wahren Willen würden wir nicht als Schatten bezeichnen.

_________________________________________________________

Jetzt kann man sich fragen ob nicht das Ego AN SICH grundsätzlich ein Schatten ist. Ein Schatten der Quelle des Selbst.

Ich würde sagen: nein, solange es frei, spontan ist, und KEINE ZWANGHAFTE IDENTIFIZIERUNG stattfindet. D.h. es kann mühelos erschaffen - und wieder zurücknehmen. ENTSCHAFFEN.

Als solches ist es eine Erweiterung der Quelle, ein bewußtes SPIEL.

Sobald aber auch nur eine kleine zwanghafte Identifizierung mit Aspekten des Ego stattfindet - findet eine SPALTUNG statt. Das Ego wird von der Quelle abgespalten. Die Quelle gerät aus dem Fokus.

DA ist dann jedes Ego eine Hölle oder ein Schatten.

Ein freier Zustand, indem ich mich nicht mehr zwanghaft identifiziere, ist da, wo wir jetzt sind, meistens nichtmal mehr vorstellbar. Selbst nach einem kurzen Erwachen fallen wir of immer wieder in Muster und Identifikationen zurück - durch Restimulation der Umwelt.

Deshalb neigen wir vielleicht dazu, das Ego grundsätzlich als Schatten zu bezeichnen. Das sehe ich aber nicht unbedingt so.

Es muss diese Spaltung dazukommen, diesen FALL ins Ego.

Und das mit der Mühe: Erzählt uns ein BUDDHA, er habe alles Leid überwunden, hafte an nichts mehr an - und macht einen total glücklichen Eindruck auf uns - dann versucht UNSER VERSTAND diesen Zustand zu KOPIEREN. Wir werden mit SEHR VIEL MÜHE vielleicht einen asketischen Zustand aufrecht erhalten wollen, wo wir an nichts anhaften.

Wir übersehen dabei: Ein Buddha braucht nix aufrecht zu erhalten. Er braucht keine Zustände kopieren. Was er ist - ist er völlig NATÜRLICH - OHNE MÜHE - völlig Selbst-Verständlich. Sein Ego kommt und geht - ohne Anhaftung.

Aber wir - die wir den innerlich erlösten Zustand nicht kennen, die wir versuchen äußerlich die Nicht-Anhaftung zu kopieren - wir haben große Mühe und Anstrengung damit. Das Nicht-Anhaften wird ein neues zwanghaftes Ego-Postulat, Buddhisten haften oft am Nicht-Anhaften.

Aber im Grunde - bei Budddha selbst - ist alles völlig natürlich und mühelos. Weil es eine INNERE Erlösung ist.


Grüssli merYnn


[Editiert am 21/3/2015 um 18:05 von GeorgeTheMerlin]
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Artifex
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red_folder.gif erstellt am: 22/3/2015 um 10:20  
george, du hast mich falsch verstanden. in diesem fall meinte ich mit schatten nicht die magische / psychologische sicht von schatten sonderen eine bildliche sicht von schatten. wenn du in der sonne stehst, siehst du einen schatten, aber nicht dich selbst.

dein zitat:
erschafft man sein Ego MÜHELOS

wer ist den "man". das ego, der konstrukteur seiner selbst. solange der Konstrukteur - der erste ich-gedanke - nichht gesehen wird, siehst du letzten endes nur den schatten des konstrukteuers.

natürlich ist das ego auch ein gewünschter teil der Evolution. in dem Moment, wo der erste ich-gedanke gesehen wird, verbrennt dieser gedanke und die quelle wird in einem jedem geschehen gesehen, jedes geschehen ist unpersönlich. selbst wenn jemand glaubt eine Persönlichkeit zu sein. auch dies ist nur teil eines unpersönlichen geschehens.

das ich glaubt, die krone der Schöpfung zu sein. dabei ist es nur eine kleine schuppe der kundalini-schlange.
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red_folder.gif erstellt am: 23/3/2015 um 19:52  
Also wenn ich mich beim Meditieren selbst beobachte, bekomme ich manchmal das Gefühl, gar nicht ich selbst zu sein, sondern als wäre alles umgekehrt:

Statt das ich "beobachte" wie die Welt so ist, bin ich irgendwie Alles, und betrachte mich und meine Gedanken dann irgendwie von außen. Meint ihr das?
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red_folder.gif erstellt am: 23/3/2015 um 20:59  

Zitat von Daenerys, am 23/3/2015 um 19:52
Also wenn ich mich beim Meditieren selbst beobachte, bekomme ich manchmal das Gefühl, gar nicht ich selbst zu sein, sondern als wäre alles umgekehrt:

Statt das ich "beobachte" wie die Welt so ist, bin ich irgendwie Alles, und betrachte mich und meine Gedanken dann irgendwie von außen. Meint ihr das?

Ich glaube, du beschreibst gerade einfach nur einen ganz normalen Zustand während der Meditation. Gedankenkontrolle. Pratyahara. No-Mind. Oder wie auch immer man es noch nennt.
Die anderen meinen hier eher eine Lebensweise, in der man versucht, einfach nur im Fluß mit der Welt zu sein, oder einer universalen Energie. Vieles, was du mit dem Ausdruck 'ich' verbindest, empfinden sie dabei als Störfaktor.


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red_folder.gif erstellt am: 24/3/2015 um 09:13  
@ Daenerys, das was du in der meditation erlebst, ist ein tor in den raum, jenseits des persönlichen ichs. meditation ist der natürliche zustand des menschen, in jedem moment, egal was du gerade tust. das ich will nur nicht an diesem ort bleiben und geht davon immer weg.

@ Chtonia, dieser zustand hat nichts mit gedankenkontrolle zu tun. jemand der kontrolliert ist noch immer mitten im ich.
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Zitat von Alles und Nichts, am 24/3/2015 um 09:13
jemand der kontrolliert ist noch immer mitten im ich.

Gilt das auch für die, die Korinthen klauben, um von einem 'sie empfinden' auf ein 'es ist' zurückzuführen und damit ihre nahezu als missionierend anzunehmende Plattform nicht zu verlieren?


[Editiert am 25/3/2015 um 10:35 von Chtonia]



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Daenerys
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red_folder.gif erstellt am: 25/3/2015 um 13:35  

Zitat:
das ich will nur nicht an diesem ort bleiben und geht davon immer weg.


Warum? (nein, das soll keine Trollfrage sein)

Und mag mir jemand kurz einen Link geben, wo ich was über dieses Ego/Schatten/Quelle-Zeug nachlesen kann? Ist das irgendwie Buddistisch? Und George redet wahrscheinlich nicht über "Den Teufel" (ihr wisst schon, Hörner, Ziegenbeine)? Oder doch? unter "Baphomet" findet manden ja auch....???
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Zitat von Daenerys, am 25/3/2015 um 13:35

Und mag mir jemand kurz einen Link geben, wo ich was über dieses Ego/Schatten/Quelle-Zeug nachlesen kann?


Ich würde Dir empfehlen Dich mit CG Jung zu befassen. Stichworte sind da wohl Archetypen, Unbewußtes usw.

Auch interessant zu diesem Thema könnte ein Essay von Herbert Silberer sein: "DURCH TOD ZUM LEBEN"

Ansonsten bin ich auch auf Literatur Tips der anderen gespannt.


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red_folder.gif erstellt am: 5/4/2015 um 12:43  
Daenerys, es klingt buddhistisch. aber nicht nur im Buddhismus findest du entsprechende hinweise. in vielen Traditionen wie dem Christentum, dem Islam (Sufismus), Hinduismus (advaita vedanta) um nur einige zu nennen.

Literatur:
Reise ins Nichts: Geschichte eines Erwachens von Pyat Troll
Hütet das Feuer!: Jesus als radikalen Weisheitslehrer entdecken von Pyar
Die Geburt des Löwen von OM C. Parkin
Intelligenz des Erwachens von OM
Von Allem und vom Einen von Dschelaladdin Rumi
Seelen-Burg oder Die sieben inneren Wohnungen der Seele von Teresa von Ávila
alles von A H Almaas
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Lux
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Daenerys
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red_folder.gif erstellt am: 5/4/2015 um 16:48  
Ich habe versucht diese beiden Threads zu lesen... keine chance:

http://www.magie-com.de/modules.php?op=modload&name=aBoard& file=viewthread&tid=3192

http://www.magie-com.de/modules.php?name=eBoard&file=viewth read&fid=18&tid=996

Ich krieg zwar ein Gefühl dafür, was gemeint sein könnte, aber ....*seuftz* eigentlich bin ich nur verwirrter.
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Incognitus
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Cruihn
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red_folder.gif erstellt am: 6/4/2015 um 10:09  
Wie 20 schon gesagt hat, fang doch erstmal mit C.G. Jung an. Da haste die Grundlagen dafür und das wirft sowieso wieder Fragen auf ;)
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