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Autor: Betreff: ~ Diabolus stellt sich vor ~
Lux
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Diabolus
Beiträge: 8
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Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 10/8/2010 um 11:05  
Salvete!

Mein Name ist Diabolus und ich komme aus dem Saarland. Meine Interessen bewegen sich im Bereich Okkultismus (Schattenmagische Rituale, Magie der Schwarzen Sonne, Luziferianismus), Divinatorik (Astrologie und Tarot), Musik (hauptsächlich Ambient, Oper, Klassik und DSBM), Komposition (im Bereich DSBM, Ambient und Klassik), Klavier, Gitarre, Bass, Satanismus/Setianismus/Luziferianismus und Literatur.

Ich selbst brauche keine genaue Bezeichnung für meine Lebensphilosophie, doch am treffendsten wäre wohl das Wort "Luziferianismus", da ich mich hauptsächlich mit der Gottwerdung des Individuums, der Schattenarbeit und Selbstfindung, -hinterfragung und -verwirklichung beschäftige.

Mein magisches System orientiert sich hauptsächlich an luziferanischer Zeremonialmagie, also hauptsächlich die Arbeit mit den eigenen Schattenbereichen des Selbst, energetische Selbstfindung, Abstieg in die eigene Unterwelt, Tod und Metamorphose im Kraftstrom des ewigen Werdens.

Auf Akron bin ich zum ersten Mal über das Baphomet-Tarot gestoßen, das mich anfangs wegen den Bildern von Giger, später wegen den tiefenpsychologischen Betrachtungen der einzelnen Karten fasziniert hat. Vor kurzem habe ich mir das Akron-Tarot selbst zugelegt und arbeite seither intensiv mit diesem speziellen Set.

Ich freue mich auf interessante Unterhaltungen, neue Mitmenschen (-dämonen) und gemeinsame Gespräche.


Xeper!
Diabolus


[Editiert am 10/8/2010 um 16:22 von Diabolus]



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Aratak
Beiträge: 14
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red_folder.gif erstellt am: 10/8/2010 um 16:09  
Erstmal ein Großes Hallo im forum!
0Also mit dir Als Mensch kann ich nicht sonderlich anfangen.
ABER Als magier scheinst du dich schon seit geraumer zeit zu beschäftigen.
Ich hoffe dass du nicht anstrebst ein göttliches wesen zu werden da du dann wohl den Bezug zur Realität verlieren wirst und irgendwann in der Psichatry sein wirst.
3Gründe warum du nicht ein Gottwerden solltest
1.WAS ist daran so toll ein Gott zu sein?Du must dann ständig deine Kraft für kleine Magiere her geben und kannst irgendwann garnichtmehrrichtig auf die Materielle Welt einfluss haben. Du wirst in Vergessenheit geraten und nimand wird sich einen Dreck um dich scheren. :thumbdown:
2.Was willst du dann als Gott machen? Als feinstoffliches Wesen kannst du wohl niewieder die einfachenen Matteriellen genüsse einnehemen
3.Und was wenn die anderen Götter dich nicht akzeptieren? Die Macht eines Gottes richtet sich nach der zahl und den Glauben der Menschen und anderen Denkenden Wesen. Und wie viele Menschen würden sich dazu bereiterklären dich zu vergöttern

Bitte komm zur normalität
Aratak


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Diabolus
Beiträge: 8
Registriert: 10/8/2010
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 10/8/2010 um 16:21  
*grins* Ich glaube, wir bewegen uns da auf unterschiedlichen Diskussionsebenen, Monsieur Aratak.

Bevor Ihr mir abgehobenen Größenwahn unterstellt, solltet ihr Euch lieber ein wenig intensiver mit Luziferianismus beschäftigen; dann erübrigen sich auch solche kindischen Fragen.

Empfehlenswert für die Grundgedanken: Nietzsche (und Akron, da wir uns schon auf diesem Forum bewegen)
Empfehlenswert für weiterführend (satanische) Philosophie: Fehn, LaVey
Empfehlenswert für weiterführend (setianische) Philosophie: Frater Eremor
Empfehlenswert für weiterführend magische Praxis: Frater Eremor, Frater LaShTal

Ich glaube, unsere Vorstellungen von Individualition sind ein wenig unterschiedlich.

Ich danke für die Willkommensgrüße!


Fern von Normalität *g*
Diabolus


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Lux
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Aratak
Beiträge: 14
Registriert: 27/2/2010
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 10/8/2010 um 16:24  
Du hast ja den Punkt Gottwerdung des Individuums als dein Beschäftigungsgebiet angezeigt und die Meisten wollen das Natürlich auf sich selbst anwenden
Danke für die Info!

Im´Bodenversink vor Scham
Aratak


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Lux
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Diabolus
Beiträge: 8
Registriert: 10/8/2010
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 10/8/2010 um 16:33  
Hey, Unwissenheit ist keine Schande, Dummheit schon!
Also raus aus dem Scham und zurück an die Kaffeetasse!

Die Gottwerdung ist sinnbildlich zu verstehen. Es geht um den (wie Jung es nannte) Individuationsprozess, in dem der Mensch selbst zum Schöpfer seiner eigenen Realität (auch hierzu hat Akron sehr geile Zeilen verfasst) wird, sich mit seinem wahren Selbst vereinigt und sich im Spiegel seiner Projektionen selbst erkennt. Es geht um die BEwusste Werdung, das Xeper-Prinzip der setianischen Philosophie.

Xeper!
Diabolus


[Editiert am 10/8/2010 um 16:34 von Diabolus]



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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 11/8/2010 um 07:47  
Hi ich hätt da mal ne frage ..das mit dem ganzwerden das ist dann schon so zu verstehen das man warhaftig sich selbst lebt? aber das problem sind ja die gesamten fremd einflüsse woher weiß man das man wirklich sich selbst lebt und nicht nur die überzeugung eines anderen..man wird doch stetig beeinflusst wenn auch nur feinstofflich..
frage: wenn es einen weg gibt oder eine art erleichterung zur selbstfindung kannst dus mir sagen? (buch tipp oder sowas) :)
danke
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Artifex
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Beiträge: 164
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red_folder.gif erstellt am: 11/8/2010 um 09:00  

Zitat von Diabolus, am 10/8/2010 um 16:33


Die Gottwerdung ist sinnbildlich zu verstehen. Es geht um den (wie Jung es nannte) Individuationsprozess, in dem der Mensch selbst zum Schöpfer seiner eigenen Realität (auch hierzu hat Akron sehr geile Zeilen verfasst) wird, sich mit seinem wahren Selbst vereinigt und sich im Spiegel seiner Projektionen selbst erkennt. Es geht um die BEwusste Werdung, das Xeper-Prinzip der setianischen Philosophie.

Xeper!
Diabolus


jeder mensch ist schöpfer seiner persönlichen realität. der mensch muss dafür nicht mal ein (finsterer) magier sein, er muss nicht mal wissen, dass er schöpfer seiner persönlichen realität ist.
wenn wir nun einen schritt weiter gehen und ein klein wenig schattenmagie betreiben, können wir bis zu einem gewissen grad die eigenen projektionen erkennen. dies führt auch zu einem situativ und zeitlich begrenzten anstieg der bewussheit.
die vereinigung mit dem wahren selbst wird damit niemals erreicht!

das xeper-prinzip, der setianischen philosophieder kann durchaus als individuationsprozess verstanden werden, ist aber meiner meinung nach, die sich auf die beobachtung einiger setianer/ luziferaner gründet, nichts anderes als ein sozialisationsprozess, da einfach nur ein externes referenzsystem durch anderes externes referenzsystem ersetzt wird.
die kraft, die wir identifikation nennen, richtet sich einfach nur auf die andere seite einer idee, die mitte wird dabei einfach übersehen. anders formuliert, man bewegt sich weiter im labyrinth des eigenen ich.


[Editiert am 11/8/2010 um 09:09 von Alles und Nichts]
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Lux
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Diabolus
Beiträge: 8
Registriert: 10/8/2010
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red_folder.gif erstellt am: 11/8/2010 um 12:21  

Zitat:
Hi ich hätt da mal ne frage ..das mit dem ganzwerden das ist dann schon so zu verstehen das man warhaftig sich selbst lebt? aber das problem sind ja die gesamten fremd einflüsse woher weiß man das man wirklich sich selbst lebt und nicht nur die überzeugung eines anderen..man wird doch stetig beeinflusst wenn auch nur feinstofflich..


Bei der Individuation geht es nicht um die Loslössung von äußeren Einflüssen (was ja pragmatisch betrachtet schlicht und einfach unmöglich ist), sondern um die Entwicklung des eigenen Geistes. Der offene Weg in die Schatten, sowie der offene Weg ins Licht ~ dazwischen natürlich der Weg in die Dämmerung.
Es geht um die bewusste Entwicklung, nicht um die vollständige Isolierung von der Außenwelt (was uns wiederum nicht möglich ist).
Einen "einfachen" Weg gibt es dazu nicht. Ich würde Dir auch gerne Bücher empfehle, allerdings weiß ich nicht, ob sie Dir was bringen. Immerhin geht es ja um DEIN individuelles Selbst, nicht um meins.

Zitat:

das xeper-prinzip, der setianischen philosophieder kann durchaus als individuationsprozess verstanden werden, ist aber meiner meinung nach, die sich auf die beobachtung einiger setianer/ luziferaner gründet, nichts anderes als ein sozialisationsprozess, da einfach nur ein externes referenzsystem durch anderes externes referenzsystem ersetzt wird.


Eure Meinung gründet auf eurer Beobachtung, meine Philosophie tut dies nicht. Ich führe es zurück auf die Individuation selbst.

Zitat:
jeder mensch ist schöpfer seiner persönlichen realität. der mensch muss dafür nicht mal ein (finsterer) magier sein, er muss nicht mal wissen, dass er schöpfer seiner persönlichen realität ist.
wenn wir nun einen schritt weiter gehen und ein klein wenig schattenmagie betreiben, können wir bis zu einem gewissen grad die eigenen projektionen erkennen. dies führt auch zu einem situativ und zeitlich begrenzten anstieg der bewussheit.
die vereinigung mit dem wahren selbst wird damit niemals erreicht!


Einspruch, Euer Ehren, Ihr habt mich falsch verstanden.
Dass der Mensch Schöpfer seiner Realität ist, ist Faktum. Es geht aber nicht um das (wie Du es nanntest) unwissende Gestalten der Realität, sondern um die WISSENDE Schöpfung der Realität. Sich selbst in dem zu erkennen, was man gestaltet und wie man es gestaltet, Baphomet, der sich selbst in seinen eigenen Augen blickend erkennt.

Die Vereinigung mit dem eigenen Selbst wird nicht vollkommen erreicht ~ richtig, lassen wir das so stehen. Denn die vollkommene Vereinigung mit dem wahren Ich (was ist Wahrheit, wenn Objektivität nicht existiert?) ist unmöglich; es geht um die Entwicklung der eigenen Perspektive, der Weg ist das Ziel. Wären wir bei der vollkommenen Wahrheit angelangt (gehen wir in dieser Theorie davon aus, dass eine solche existent ist), wäre unser Leben an dieser Stelle zu Ende; denn welchen Sinn hätte es, sich selbst zu suchen, wenn die Suche, die eigentlich nur die Suche nach der Suche selbst ist, beendet ist?

Ich denke, Du verstehst, was ich in meiner Philosophie in den Vordergrund stelle und an welche Punkte ich mich nicht hänge.


Xeper!
Diabolus


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Artifex
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red_folder.gif erstellt am: 11/8/2010 um 13:06  
einspruch wird nicht stattgegeben, angeklagter :-)
nein, mal scherz beiseite.

ich verstehe deine philosophie sehr gut, immerhin habe ich 15 jahre lang diesen weg verfolgt, durchaus mit erfolg, wenn ich die üblichen referenzsystem der gesellschaft oder des luziferanismus heranziehe. trotzdem bin ich aufgrund bestimmter erfahrungen zu dem schluss gekommen, dass sich in den 15 jahren nichts an einer grundsätzlichen problematik geändert hat. nach 15 jahren war ich noch immer im labyrinth des ichs gefangen. es hatte nun zwar eine andere farbenfrohere tapete, es waren aber noch immer die selben wände, die einem dem blick auf die realität versperren.

wenn du nun sagt, du schaffst dir deine "persönliche realität" bewusst (wissend), muss ich dir sagen, diese schöpfung ist ok, aber nicht bewusst. faktisch betrachtet ist es eine illusion, mit der du dich selbst gefangen hälst. an dieser stelle muss ich sagen, ich mache eine unterscheidung zwischen verstand und bewusstsein. der verstand braucht ein mindestmaß an bewusstsein, das bewusstsein braucht keinen verstand.

die vereinigung mit dem wahren selbst ist möglich, zu 100%. das tote leben geht dadurch zu ende, dass tatsächliche ewige leben beginnt mit der vereinigung. es ist der tot vor dem körperlichen tot, es ist die geburt nach der körperlichen geburt.

wie geschieht aus deiner perspektive individuation?
aus meiner sicht kann ich nur sagen, individuation wird erst dann möglich, wenn alles was tot ist, alles was du in deiner sozialisation (wie schon gesagt, luziferanische individuation ist auch nichts anderes als sozialisation) gelernt hast, loslässt.
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Diabolus
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red_folder.gif erstellt am: 11/8/2010 um 14:14  

Zitat:
ich verstehe deine philosophie sehr gut, immerhin habe ich 15 jahre lang diesen weg verfolgt, durchaus mit erfolg, wenn ich die üblichen referenzsystem der gesellschaft oder des luziferanismus heranziehe. trotzdem bin ich aufgrund bestimmter erfahrungen zu dem schluss gekommen, dass sich in den 15 jahren nichts an einer grundsätzlichen problematik geändert hat. nach 15 jahren war ich noch immer im labyrinth des ichs gefangen. es hatte nun zwar eine andere farbenfrohere tapete, es waren aber noch immer die selben wände, die einem dem blick auf die realität versperren.


Verstehen kann ich Deine Entscheidung durchaus, nur nicht nachvollziehen, da sich mir dieses Problem niemals eröffnet hat. Meine Weltsicht ist frei genug, nicht in den ewig gleichen Denkmustern zu stagnieren. Stagnation ist Tod, wie es so schön heißt.

Zitat:
wenn du nun sagt, du schaffst dir deine "persönliche realität" bewusst (wissend), muss ich dir sagen, diese schöpfung ist ok, aber nicht bewusst. faktisch betrachtet ist es eine illusion, mit der du dich selbst gefangen hälst. an dieser stelle muss ich sagen, ich mache eine unterscheidung zwischen verstand und bewusstsein. der verstand braucht ein mindestmaß an bewusstsein, das bewusstsein braucht keinen verstand.


Deinem letzten Satz stimme ich zu; dennoch frage ich mich, wie Du denn bitte beurteilen möchtest, dass meine "persönliche Realität" eine Illusion ist?
Gehen wir davon aus, dass jede Realität eine Illusion ist, befinden wir uns nie in der Realität. Oder doch? *grins*

Das bewusste Erschaffen der eigenen Realität bedeutet nicht die Gestaltung einer Weltsicht, die die Dinge so interpretiert, wie es das Gefühl des Wohlwollens gerne hätte. Sondern die Entwicklung einer Perspektive (die abhängig von Erfahrungen und Vergangenem ist ~ jede Form der Gegenwart beruht auf einer vorangehenden Vergangenheit), die die Dinge auf eine bestimmte Abstraktionsebene hebt, sie aus der pragmatischen Sicht betrachtet, aus der intuitiven und der naiven. Ein Zusammenspiel der Elemente, wenn man es etwas mystischer ausdrücken möchte.
Zitat:

die vereinigung mit dem wahren selbst ist möglich, zu 100%.


Aber Euer Ehren, ist denn Eure Realität nicht auch nur eine Illusion? *g*
Dies sei mal so dahingestellt. Ich glaube, die genaue Definition des "wahren Selbst" ist zu abhängig von Subjektivität, als dass wir eine allgemein gültige (ekelhafte Verbindung von Wörtern!) Aussage treffen könnten.


Zitat:
wie geschieht aus deiner perspektive individuation?


Konntest Du keine kompliziertere Frage stellen, mein Freund? *g*

Ich versuche, mich so pragmatisch wie möglich zu fassen, wobei ich sicherlich scheitern werde:

Die Individuation entsteht durch die Hinterfragung der bestehenden Werte, Normen und Gegebenheiten, wie sie dem menschlichen Individuum über die Jahre anerzogen worden sind. Individuation stellt die Frage: "Moment mal, was bin ich und wieso bin ich, wie ich bin? Und ist mein Sein nicht ein ewiges Werden?"

Der zentrale Schritt der Individuation ist die ewige Konfliktverarbeitung, bei dem sich das Individuum in seinen Handlungen, Denkweisen, Perspektiven und Empfindungen selbst beobachtet, plant und sich letztendlich mit der gelösten Quintessenz des Konfliktes (wenn wir es mal so nennen wollen) auf einer höheren Ebene (fern des eigentlichen Konfliktes, da dieser ja ein vergangener Prozess darstellt) vereinigt. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass ich das Wort "Konflikt" weder positiv, noch negativ behaften möchte, so dass genügend Übertragungsfreiraum gegeben ist.

Ich stimme Carl Gustav Jung in dem Sinne zu, dass er (wie ich bereits geschrieben habe), der Auffassung war, dass die Vereinigung mit dem wahren Selbst ein utopisches Endziel darstellt, dessen Weg die eigentliche Herausforderung und Prägung bedingt.

Aus Deinen Zeilen lese ich eine etwas buddhistische Haltung raus, kann das sein?

Die Loslösung ist natürlich ein wichtiger Schritt der Individuation.
Doch betrachte es mal aus meiner Sicht:
Wenn meine Philosophie (die ich als luziferanisch bezeichne, ungeachtet der allgemeinen Definition dieses Begriffes im Left Hand Path) die Loslösung und Überwindung gewisser Denkstrukturen beinhaltet, ist sie dann noch einengend?
Freiheit muss gegeben sein, doch auch Freiheit darf nicht zur Dogmatik werden, damit sie sich nicht selbst ein Gefängnis erschafft.

Nebenbei danke ich für die angenehme Unterhaltung :)

Xeper!
Diabolus


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red_folder.gif erstellt am: 11/8/2010 um 14:41  
angeklagter, du kostest mir heute echt arbeitszeit :-), also verzeihe mir, wenn ich nicht auf alle argumente eingehe sondern den für mich wesentlichen punkt herausgreife, die illusion.

das worüber ich oft schreibe findet sich in vielen paradigmen als essenz. einige paradigemen stehen sehr nahe an der essenz, wie der buddhismus. ich spreche aber nicht über die menschen, die aus dem buddhismus eine religion machen. du findest hinweise über die quelle, das wahre selbst auch im christentum, im hinduismus und natürlich auch im luziferanismus.

das erschaffen einer realität ist der wesentliche hinweis für die illusion, insbesondere unter einbeziehung der erfahrungen/ des vergangen. das was ich bin ist jenseits von vergangenheit und zukunft.
aus sicht des subjektes wird das wahre selbst immer subjektiv sein und wörter, mögen sie einen noch so genussvollen abgang haben, können nur darauf hinweisen.

auch die meinung, dass die vereinigung mit dem wahren selbst ein utopisches endziel ist, ist eine begrenzende denkstruktur, die die vereinigung verhindert und somit die verhaftung in der illusion zementiert.

es sei dem angeklagen aber zugute zu halten, dass er sehr differenziert argumentiert und bei guter führung das endziel erreichen kann, wenn es den sein wunsch ist.

wirkliche freiheit ist in sich frei, kann also niemals zur dogmatik werden.

nur solange die freiheit ein idee des ichs ist, ist diese idee dogmatisch und zugleich auch illusion. die wirkliche freiheit haftet an keiner idee, wirkliche freiheit ist der unendliche fall ins nichts, aus dem alles entsteht, ohne jemals zu landen, also an einer idee anzuhaften.

das kompliment gebe ich gerne zurück.


[Editiert am 11/8/2010 um 15:18 von Alles und Nichts]
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Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 24/8/2010 um 09:32  

Zitat von Diabolus
Gehen wir davon aus, dass jede Realität eine Illusion ist, befinden wir uns nie in der Realität. Oder doch?


Schöner Gedankengang. Aber was ist denn die Realität?
Oder sollte man hier vielleicht die Begrifflichkeiten wechseln und von Wirklichkeiten sprechen, die auf der Realität basieren, sich aber jedoch durch die Wahrnehmung der Betrachter verändern?
Dementsprechend befinden wir uns alle in der Realität, vielleicht ohne es zu merken - und leben in der eigenen Wirklichkeit?


Zitat von Diabolus
Die Definition des wahren Selbst ist absolut subjektiv, darüber kann keine allgemein gültige Definition getroffen werden.


Ich bin fernab der Weisheit zu erfassen, was das wahre Selbst überhaupt sein könnte; ich vermute jedoch, dass genau dieser Punkt ganz fernab jeglicher Subjektivität ist.
Mit Subjektivität meine ich in diesem Fall: Die Wirklichkeit konstruierendes (steuerbares) Wahrnehmen.


Zitat
Individuation stellt die Frage: "Moment mal, was bin ich und wieso bin ich, wie ich bin? Und ist mein Sein nicht ein ewiges Werden?"

Der zentrale Schritt der Individuation ist die ewige Konfliktverarbeitung, bei dem sich das Individuum in seinen Handlungen, Denkweisen, Perspektiven und Empfindungen selbst beobachtet, plant und sich letztendlich mit der gelösten Quintessenz des Konfliktes (wenn wir es mal so nennen wollen) auf einer höheren Ebene (fern des eigentlichen Konfliktes, da dieser ja ein vergangener Prozess darstellt) vereinigt.


Ist das alles nicht "normale" Basis des Lebens eines halbwegs vernunftbegabten Menschen, dessen Hirn nicht komplett vernagelt wurde?
Fortschritt funktioniert doch nur so...
Da ich weiß, dass es Menschen gibt, die ihr Leben lang auf der gleichen Stelle kleben bleiben können (betäubt oder stagniert) schreibe ich hier mal nicht, dass diese Weiterentwicklung ein Grundbedürfnis des Menschen sein müsste.

Aber, was ich mich gerade frage...

Ist das:
Zitat
die vereinigung mit dem wahren selbst ist möglich, zu 100%. das tote leben geht dadurch zu ende, dass tatsächliche ewige leben beginnt mit der vereinigung. es ist der tot vor dem körperlichen tot, es ist die geburt nach der körperlichen geburt.


Und das:
Zitat
Der zentrale Schritt der Individuation ist die ewige Konfliktverarbeitung, bei dem sich das Individuum in seinen Handlungen, Denkweisen, Perspektiven und Empfindungen selbst beobachtet, plant und sich letztendlich mit der gelösten Quintessenz des Konfliktes (wenn wir es mal so nennen wollen) auf einer höheren Ebene vereinigt.


Nicht irritierend ähnlich, wenn man das:

Zitat
Individuation (lat. individuare „sich unteilbar/untrennbar machen“) ist der Weg zu einem eigenen Ganzen. Es beschreibt den Prozess des Ganzwerdens zu etwas Einzigartigem, einem Individuum.

betrachtet?
Der ganze Text


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Artifex
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Beiträge: 122
Registriert: 20/6/2009
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 1/9/2010 um 20:03  
-Hauptsache, man bleibt flüssig genug, neue Wahrheiten zu finden, nachdem man die Wahrheit gefunden hat. Alles lehrt, wenn man es zulässt.Ich mag Individuation/LinkehandPfad,er beinhaltet Verantwortung für eigenes Handeln & lebt unabhängig von "Höherem Sinn".Hoher Freiheitsgrad-
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Administrator
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GeorgeTheMerlin
Beiträge: 1453
Registriert: 3/2/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 7/9/2010 um 11:15  
Wenn das Ego versucht, das höhere Selbst auf magisch-ritualistischem Wege zu beschwören - *loool und sagen wir mal, es kommt WIRKLICH - dann wird das Ego feststellen müssen, dass es diese Schwingungsebene auszuhalten gar nicht imstande ist und einen Überlebenskampf starten, da es unterzugehen droht. DANACH kann sich das Ego dann fragen - hmmm - ich habe bekkommen, was ich wollte - und als ich es hatte, habe ich alles getan, damit es wieder verschwindet.

Dann kann man es mit kleinen Schritten versuchen und wirklicher Schattenarbeit. Wirkliche Schattenarbeit heisst, dass Schatten wirklich aufgelöst werden in reine Energie - also nicht darüber geredet - interpretiert - irgendwie integriert oder mit sich manipuliert. NLP ist zum Beispiel oft der Versuch, Schattenprogramme so umzuprogrammieren, dass sie einem äußeren Ziel genügen. Dies erweckt den unbewußten ROBOTER aber nie zu wirklichem Leben. Man pfuscht nur in seinen Programmen herum - selbst wenn mqan damit erkannt hat, der eigentliche Metaprogrammioerer zu sein, bleibt man eben doch nur der Roboter, der sich selbrer programmiert.

Die Handhabung der Schattenprogramme deutet auf äußerlich gesellschaftliche Ziele hin - der Wunsch nach Kontrolle über das Höhere Selbst mittels Rituale deutet auf eine Haltung niedriger Magie hin - der Wunsch nach wirklicher Befreiung auf einen inneren spirituellen Impuls. Und dies hieße, dem höheren Selbst mehr und mehr ins Auge blicken zu können - und dort sich selber zu sehen.

Schöne Worte - aber der WEG ist halt echte Arbeit!


grüssli merlYnn
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