Templum Baphomae
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Autor: Betreff: Wut als missverstandene Emotion?
Simulacrum
Simulacrum


Beiträge: 34
Registriert: 2/7/2011
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 23/8/2011 um 11:28  
Hallo zusammen.

Durch Zufall bin ich auf die Theorien von Robert Augustus Masters, einem amerikanischen Psychotherapeuten, der doch glatt nachdem er 60 war für sich noch herausfand, dass Gmünder und Oser noch n Paar Stufen mehr zu bieten haben, gestoßen, der nun seine Freizeit damit verbringt, Menschen gegen Bares zu einem tieferen Lebensgefühl zu geleiten.
Angetan hat es mir seine Darlegungen zum Thema Wut (Besprechung auf Deutsch), auch wenn sie meiner Meinung nach auf gewisse Weise verheimelichend ist.
Deswegen wollte ich euch mal Fragen, was ihr unter Wut versteht, ob ihr einedirekte Abgrenzung zwischen Wut und Aggression befürworten würdest, oder sie für euch einen gepaarten Charakter haben und wie ihr persönlich mit dem Gefühl umzugehen pflegt.
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Incognitus
Incognitus

Idan
Beiträge: 71
Registriert: 31/8/2002
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 23/8/2011 um 15:16  
Aggression ist in meinen Augen etwas affektives, was auf eine Situation in der Gegenwart bezogen ist. Sie ist eine Reaktion auf etwas Gegenwärtiges.

Wut bezieht sich auf eine zurückliegende, negative Erfahrung, die mit Schmerz verbunden war und einen in der Gegenwart immer noch belastet. Sie bezieht sich auf etwas Vergangenes.

Aggression kann ein Charakterzug sein, sie kann eine vorübergehende Stimmung sein, wenn z.B. jemand einfach nur überspannt und gereizt ist, deswegen aggressiv auf jede zusätzliche Stimulierung reagiert. Sie steht für mich der Gereiztheit nahe und tritt in Situationen von Schmerz, Angst, Wut, etc. auf.

Echte Wut sehe ich als personengebundenes, sie steht damit der Rache nahe und findet über einen längeren Zeitraum statt.

So sehe ich das jedenfalls. Was die Frage nach dem Ausleben der Gefühle angeht, so muss man unterscheiden zwischen unterdrücken (also nicht wahr haben wollen) oder bloßen nicht ausleben. Unterdrücken ist selten gut, starke Gefühle suchen sich immer ein Ventil und können im Unterbewusstsein großen Schaden anrichten. Gefühle zuzulassen, ohne sie gleich unkontrolliert auszuleben, das ist eine hohe Kunst, die zu erlernen unser Menschsein mit ausmacht.


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Administrator
Speculum

Serafia_Serafin
Beiträge: 249
Registriert: 21/11/2005
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 23/8/2011 um 16:04  
Ohne den verlinkten Text gelesen zu haben:


Ziemlich komplizierte Frage...

Wut kann ja auch enorm produktiv sein - siehe Arbeitswut - und muss nicht zwingendermaßen etwas mit Zorn zu tun haben.
Jemand der "wütet" befindet sich in einem Zustand zu großer Energie, die schlecht kanalisiert wird. Dementsprechend auch "blindwütig" - also ohne Ziel und Verstand.

Ich Ordne "Wut" mal als hohes Energielevel (im Sinne von Tatendrang) ein - man will, dass sofort etwas passiert, sofort etwas fertig wird, sich sofort etwas verändert. Oftmals ist dieser Drang so stark, dass er nur noch schwer oder gar nicht kontrolliert werden kann - weil das Bedürfnis, das eigentlich hinter der Wut steht, sehr dringlich geworden ist. Wut kann direkt in Taten umgesetzt werden. Sie kann sehr viel Kraft verleihen. Ein Teil von Wut ist für mich Entschlossenheit.

Zorn, der eigentlich ein Synonym für Wut ist, hat in meinen Augen viel mehr mit Aggressionen zu tun. Zorn ist ein Brand, der einen von Innen packt, eine Reaktion auf falsche Behandlung, Ungerechtigkeiten und das Gefühl, benachteiligt worden zu sein. Zorn ist für mich eine direkte emotionale Reaktion auf eine konkrete Situation; gern auch ausgelöst von Hilflosigkeit. Zorn ist nur in den seltensten Fällen produktiv nutzbar - es sei denn, man führt gerade Krieg, oder will jemanden erschlagen oder vergiften ... *hüstel*

Aggression ist komplex... Sie muss nicht unbedingt mit Wut oder Zorn gepaart sein, oder aus ihnen heraus geboren werden. Eigentlich vermittelt Aggression folgendes: "Ich stehe konkret und aktiv für mich, meine Wünsche und Bedürfnisse" ein.
Das ist etwas, das wir nicht in die Wiege gelegt bekommen - im Gegenteil: Man soll ja brav und höflich und vor allem still sein. Ich denke auch, dass deswegen so viele Angst vor eigenen Aggressionen haben.
Aber auch sie ist wieder etwas aktives, nach außen gerichtetes.


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Profil anzeigen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 2
Artifex
Artifex

LoS
Beiträge: 138
Registriert: 24/8/2010
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 25/8/2011 um 12:24  
tl;dr zum Text

Also ich unterscheide zwischen Wut, Aggression, Zorn und Verärgerung in folgender Form:

Wut
Merkmale: hält lange, füttert Aggression, lässt sich beheben
Auftreten: Wenn mich etwas wütend macht, sind das in aller Regel Umstände/Ereignisse, die gegen meine Prinzipien verstoßen und die ich am liebsten von der Welt tilgen oder zumindest mit keinem Fingerkrumm unterstützen würde.
Folgen: Die Folgen der Wut können sich je nach Umstand lange Zeit halten, das ist das konsequente handeln gegen das was sie verursacht, effizienzbasiert, im Hintergrund immer auf eine Gelegenheit wartend, den Missstand anzuprangern/abzustrafen/von dieser Welt tilgen.
Beispiele: Wenn in der Nachbarschaft wieder vergiftete Fleischstücke für Hunde ausgelegt werden von einem Unbekannten, wenn ein Kollege aufs übelste gemobbt wird aus Neid und Angst um die eigene Position, etc.

Zorn
Merkmale: Spontan auftretend, schnell wieder verflogen, füttert Verärgerung
Auftreten: Zorn ist in meinen Augen eine angestaute nahezu überkochende schadenfreudige Energieform, die am ehesten dem Dampf entspricht aus "Dampf ablassen". Zorn ist nicht so ernst und nicht so nachhaltig wie Wut und ich betrachte ihn meist Ursprungsgebunden, das heißt wenn das Thema vom Tisch ist, ist nur noch eine Erinnerung über die Verärgerung die er angefüttert hat übrig.
Folgen: Meistens muss ich Dampf ablassen, das lässt mich kreative und zT produktive Möglichkeiten Finden die angestaute Energie freizusetzen. Manchmal schreib ich, manchmal mach ich irgendwas wie ein Bekloppter und reagiere mich dabei ab, manchmal schmeiß ich mit irgendwas rum oder haue gegen die Wand in diesem Fall. Das was grad hilft. Danach kann ich mich auf das zugrundeliegende Problem meist besser konzentrieren.
Beispiele: Wenn ich gerade ein Kartenhaus fertiggebaut habe und einer kommt an und schnickt mit einem genüsslichen Lächeln die unterste mittlere Karte weg. Das ist Metaphorisch gemeint, ein banales Kartenhaus interessiert mich nicht wirklich. ;) Anderes Beispiel ist, wenn eine Behörde aus Bürokratie und sonstigen Schwachsinnigkeiten sich sturstellt und man kaum eine Möglichkeit hat dagegen anzugehn.

Aggression
Merkmale: Ist zeitlich variabel, ist eher mit Verbissenheit gleichzusetzen, lässt mich übertreiben
Auftreten: Wenn ich aggressiv gegen oder für etwas tätig werde, verleihe ich meinen Worten Nachdruck, nutze sämtliche Regellücken und pfeife auf Konventionen. An erster Stelle steht in aller Regel das Ziel - und so weit muss man mich erstmal kriegen. Wenn eine Situation/Person/Aufgabe/Umstand mir aber genug Aggressionspotenzial offenbart hat, gebe ich auch ganz gern nach und lasse mich darauf ein, zwar im Hinterkopf behaltend, daß ich zu Übertreibungen neige, aber die Energie die mir das ganze zur Verfügung stellt ist echt nicht zu verachten und damit bekommt man einiges erledigt, wenn man sie richtig zu kanalisieren mag.
Folgen: Ich betreibe Ressourcen-Raubbau auf kurze Zeit, bin akribisch und unnachgiebig in dem was ich tue und übergehe Autoritäten und Entitäten wenn sie mich nicht gewähren lassen mit einer Zielstrebigkeit, die ihnen oft als "außer Kontrolle" vorkommt. Mit Vorsicht zu genießen, vor allem bei Projekten im Berufsalltag.
Beispiele: Ein herausforderndes Projekt, das als "unschaffbar" gilt und ich dennoch beschließe, daß man es durchziehen sollte. Eine Debatte bei der die Tatsachen für meine Position sprechen, mein Kontrahent jedoch zu betriebsblind und beratungsresistent und zu von gestern ist, um die Notwendigkeit dessen zu erkennen was getan werden sollte, etc. Zugegeben, im privaten Feld beschränkt sich die Aggression auf die wenigen Gelegenheiten, wo es darum geht mir querzukommen und meine Planung zu verpfuschen und/oder hinter meinem Rücken irgendwas zu machen was so selten ist, daß es eigentlich keiner Erwähnung bedarf

Verärgerung
Merkmale: Tritt kurz und nicht allzu heftig auf, animiert zu Workarounds und bietet Chancen zu improvisieren, fördert Aggression
Auftreten: Unter Verärgerung verstehe ich alles, was mich anpisst aber noch nicht die Dimension eines Royal Pain in the Ass oder einer persönlichen Katastrophe erreicht. Ich ärgere mich bei manchen Dingen leicht, lege das ganze aber sobald es vom Tisch ist ad acta. Bei den meisten Dingen juckt mich die Situation mangels Relevanz nicht wirklich, nicht im Sinne von unbekümmert, sondern im Sinne von "darauf will ich meine Lebenszeit nicht verschwenden, mich darüber aufzuregen, führt zu nichts"
Folgen: Wenn ich verärgert bin, springt mein Sprachprozessor in den Zyn-Modus und ich werde bösartig/giftig von der Stimmung, was nicht ohne Stil von statten geht und was ich hin und wieder sehr genieße, im Sinne eines gepflegten Rants. Ich mache dann oft kauzige oder fragwürdige Dinge um darauf aufmerksam zu machen, daß mir was nicht passt, tue aber nur wenig gezielt gegen den Ursprung, weil es mir nicht wichtig genug erscheint.
Beispiele: Wenn ich auf etwas/jemanden warte und es/er tri(ff)t nicht ein, wo Vorfreude den Bach runter geht (ja, den Luxus von Vorfreude leiste ich mir hin und wieder, manchmal auch gezielt um genau diese Verärgerung zu triggern - á la, komm freuen wir uns drauf und wenn nicht, gehen wir gepflegt die Wände hoch). Wenn ein Reifen platt ist, wenn mein Rechner abschmiert, wenn ich meine komplette Tagesplanung umschmeißen muss, weil irgendwas dazwischenkommt. Nicht immer, aber manchmal. Aber ich denk mal die Dimension ist klar.


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Ich bin von der Nachtschicht. Glaubst Du an Geister?

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Lux
Lux

Sifaka
Beiträge: 6
Registriert: 26/3/2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 28/3/2012 um 18:07  
Wut gehört für mich in den Solarplexusbereich, das Feuerchakra. "Wut im Bauch" ist ein Satz der bestens passt wie ich finde. Wut ist für mich etwas Zusammenziehendes.

Aggression eher etwas Ausbreitendes. Wenn man sich mit seiner Wut eher zurückzieht ,so sinnt man in Aggression eher einem Angriff entgegen.

Wut gehört eher in die verbale Welt, Aggression in die Realität wenn man wirklich kurz davor ist nicht nur Klartext zu reden.

LG


[Editiert am 28/3/2012 um 18:09 von Sifaka]
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Artifex
Artifex


Beiträge: 122
Registriert: 20/6/2009
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 7/4/2012 um 08:05  
Wut tilgt Angst,der Sie entspringen kann.Beherrscht macht Sie wenig beherrschbar.Brennstoff:Anders verwertet bringt die in einem Osterfeuer aus nutzlosem Zeug freigesetzte Entropiezunahme dein Auto nach Südfrankreich & zurück, etc..

@Sifaka:Dein Avatar ist witzig-sieht aus wie ein Handschädeltoaster mit Tatendrang.


[Editiert am 7/4/2012 um 08:08 von Vau]
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Lux
Lux

Sifaka
Beiträge: 6
Registriert: 26/3/2012
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 9/4/2012 um 16:52  

Zitat von Vau, am 7/4/2012 um 08:05

@Sifaka:Dein Avatar ist witzig-sieht aus wie ein Handschädeltoaster mit Tatendrang.


Ja ich dachte mir: "der passt irgendwie" :question: Jetzt erinnert er mich an meinen kaputten Spongebob-Sandwichmaker :puzz:

Also ich finde Wut gar nicht schlecht. Ich finde es ist keine Schwäche wenn man Sie kontrollieren kann. Ich dachte immer Aggression und Wut sei schwach aber ich glaube es gehört viel dazu sich damit auseinanderzusetzen. Und Manche können eben nicht Anders, manche Menschen sind so widerlich da muss man nicht viel machen bis der Ofen brennt.

Also ich denke WENN Wut = missverstandene Emotion, dann die weitläufige aber verfehlte Ansicht es sei ein Zeichen von Schwäche.
Es klingt eben ziemlich schlau wenn man sagt "Du bist nur wütend weil du was zu verstecken hast". Aber so schlau ist das gar nicht. Ehrlich. Zumindest finde ich das so.


[Editiert am 9/4/2012 um 16:53 von Sifaka]
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