Thema: Aberglaube - Die schwarze Katze

Forum: Symbolik

Autor: heffer


heffer - 19/10/2005 um 09:24

Schwarze Katzen bringen Unglück... oder wenn eine Katze von Links deinen Weg kreuzt, kehre um. Jeder hat das oder etwas ähnliches schon mal gehört.

Aber was ist der Ursprung dieser Warnungen? Hat es vielleicht damit zu tun, dass schwarze Katzen gerne mit Hexen in Verbindung gebracht werden und ihnen dabei unheimlicheKräfte zugesprochen werden?

Idan - 19/10/2005 um 11:59

Schwarze Katzen waren der Göttin Freya heilig und eigneten sich nicht für eine positve, christliche Übertragung, deswegen wurden sie zu einem Teufelssymbol. Ursprünglich istes so, dass eine Bewegung von links nach rechts ein weggehen, von rechts nach links ein kommen bedeutet. Bei den Germanen war wahrscheinlich Katze von rechts nach links ein Glückszeichen, weil es kommendes Liebesglück bedeutet, wohingegen Katze von links nach rechts Unglück und Unfrieden im Haushalt bedeuten könnte.
Im Mittelalter dann kam es zur Umkehrung, weil dieKatze zum Teufelssymbol wurde, so dass sich das Verhältnis umdrehte, bzw. vermischte, dass eine Katze immer Unglück bedeutet.

Übrigens ist die Dämonisuerung der Katze Schuld am ausbreiten der Pest, denn der Katze als Teufelssymbol wurde die Schuld an der Pest gegeben, es gab Massenvernichtungen von Katzen. Dabei waren es die Ratten und die Katzen als Fressfeind der Ratten hätten die Pest eingrenzen können.

Duncrow - 19/10/2005 um 22:32

Andere Länder, andere Sitten. In England gilt die schwarze Katze als Glücksbringer!

winnessus   - 21/10/2005 um 09:18

@ Idan

Hallo schön dich hier zu sehen :) freut mich.

Deiner Antwort ist nichts hinzuzufügen.

Aberglaube ist ja "aber dem Glauben", also dem Glauben konträr (entgegengesetzt). Somit ist es eigentlich mit der heutigen Definition von Aberglauben ein Paradoxon.

Wenn du glaubst eine Katze bringt dir in welcher Form auch immer Unglück, dann ist es ja kein " Aberglaube ". Denn du glaubst ja dran.

Früher sprach man eher von Omen oder Zeichen was zutreffender war.
Als Omen kann jedes Ereignis und Geschehen betrachtet werden, zum Beispiel Naturerscheinungen (Wetter, Verhalten von Tieren), Begegnungen mit bestimmten Personen oder andere scheinbar unerklärliche Dinge, wie das Ergebnis eines Würfelwurfs.
Das Individuum muss das Omen richtig deuten und kann sich dementsprechend auf die Zukunft vorbereiten.

Dies würde auch erklären warum mancher "Aberglaube" in manchen Ländern Glück und in anderen Unglück bedeutet. Es kommt auf die Deutung des Omen an.

dSchmetterling - 24/10/2005 um 01:42

@ Idan

So wie bei dem Pentagramm das verteufelt wurde?
Böses und gutes Pentagram...brr...*KOPFSCHÜTTEL*

So doch einfach die Spitze nach oben Bannend und die Spitze nach unten Herbeirufend bedeuted...?

Hephaestos - 24/10/2005 um 05:52

:) ich kenn das
bannen - gegen den uhrzeigersinn, auf die elementspitze zu
herbeirufen - andersrum

sowie spitze oben :
geist über materie (bzw geist regiert)

spitze unten :
andersrum (geist wird beherscht)

:)

Idan - 24/10/2005 um 07:21

Die Unterscheidung der beiden Pentagramme (Spitze oben <-> Spitze unten) gibt es erst seit Crowley! Bis ins 19. Jahrhundert wurde da nicht unterschieden. Bis vor Crowley galt das Pentagramm zunächst mal als magisches Zeichen, das sehr mächtig. Meistens wurde es zur Abwehr böser Mächte benutzt, manchmal auch zur Anrufung. Crowley hat versucht, da etwas "Ordnung" reinzubringen und die beiden Anwendungen des Pentagramms an der Ausrichtung der Spitze festgemacht.
Diese Unterscheidung von Crowley ist von Lavey und anderen Autoren aufgenommen worden und hat sich im 20. Jahrhundert weit verbreitet.

Dass das Pentagramm "böööse" sei, kam erst im 20. Jahrhundert auf! Bis ins 19. Jahrhunderte verwendeten die Kirchen dieses Symbol selber, weil es für sie den auferstandenen Christus bedeutete, sehr berühmt ist das 2m große Pentagramm an der Michaelskirche auf dem Marktplatz bei Hannover :D

dSchmetterling - 24/10/2005 um 07:57

hihi,,,das böse Unterbewusstsein...Ok, eigentlich könnt ich auch einen Haufen Kot vor mir Werfen und wenn jemand glaubt, das das Umglück bringt, passiert das auch.

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