Thema: SIGILLEN-BASICS......mal etwas anders

Forum: Rituale

Autor: Sinmara


Sinmara - 27/11/2005 um 11:36

SIGILLEN-BASICS......mal etwas anders (von VAMAMARGA)


Hier in der Com ist ja schon sehr oft über die angewandte Sigillenmagie gesprochen, sind viele Fragen gestellt und eine Menge Teilinformationen zu diesem Thema eingestellt worden.
Daher habe ich jetzt mal meine schon pathologisch zu nennende Schreibfaulheit überwunden und mich mal drangemacht, ein KOMPLETTES Sigillenritual samt Vor- und Nachbereitung auszuarbeiten.
Sicher werden einige Trolls und sonstige Bücherwürmer sich hernach darüber aufregen, dass diese Methode „aba nich so innem Buch drinnesteht“ und Ähnliches. Aber das muß mich ja nicht weiter interessieren......

Diese Methode ist MEINE Methode, wie ich sie seit Jahren anwende und sehr gute bis durchschlagende Erfolge damit erzielt habe.

Die Personen, denen ich diese Form der Sigillenoperationen beigebogen habe, sind ebenfalls zufrieden (fragt mal „the dark“).
Also, gehen wir es an.

I. Was wollen wir eigentlich??



Die Grundfrage bei der einfachen Sigillenmagie ist und bleibt der Zweck.
Sicherlich stürmen gerade auf den Neuling eine Unmenge Ideen ein, was man denn jetzt nun alles erreichen möchte.

Eines vorweg: So umwälzende Dinge wie den Weltfrieden, Schließung des Ozonloches oder eine Senkung der Benzinpreise auf das Niveau von 1950 wird man sicher nicht erreichen, das haben schon Andere erfolglos versucht (obwohl ich die Bündelung vieler Energieströme in einer konzertierten Aktion immer noch für ein interessantes Experiment halte....).

Also sollte man tunlichst zu Beginn seiner Versuche Ziele auswählen, die weniger tiefgreifend und irgendwo realistisch sind. Allerdings ist somit das Betätigungsfeld schier endlos....und so kommen wir nun zur Reduktion auf das Wesentliche, ein Faktor, der schon bei vielen Operationen über Erfolg und Misserfolg entschieden hat.
Wenn sich denn der Adept mal irgendwann für eine grobe Richtung entschieden hat (Beziehungsmanipulation, Erfolg in Diesem oder Jenem, Schadenszauber, das überlasse ich dem Operateur) setzt man sich erst einmal ganz profan an den Schreibtisch.
Nachdem wir nun die grobe Form unseres Willenssatzes auf ein Stück Papier niedergeschrieben haben, meditieren wir ein wenig darüber. Dabei sollte uns die Frage beschäftigen: Wieviele Faktoren habe ich mit einbezogen? Magie ist in erster Linie eine Sache des Focus, also ist zu vermeiden, dass zu viele Störquellen auftauchen.

Ein Willenssatz wie : „ Ich möchte eine Frau kennenlernen, die blond, 1,70 Meter groß, blauäugig, smart, willig und stinkreich ist, und das am 20. Dezember 2007 unter dem großen Kreuz bei der Fähre.“ wird den Anfänger sicherlich so ins Schleudern bringen dass er unter Umständen eine Frau treffen wird, die ihm mit ihren 1,50 Metern, schwarzen Augen, bettelarm und frigide am 20.07.2017 mit ihrem Smart ganz nonchalant ins Kreuz fährt.
Wer will das schon?
Also reduzieren wir den Willensatz auf den für uns wichtigsten Faktor.
Richtig, wenn möglich nur eine Einzigen. Welchen, dass bleibt wiederum Euch überlassen. Erlaubt ist, was gefällt.

Nachdem wir den essentiellen Willenssatz zu Papier gebracht haben, geht’s weiter.

Vorbereitung der Sigillenoperation


Mit unserem Satz in der Hand betreten wir nun unser Refugium (Tempel, intellektuelle Unterdruckkammer, Betbude, jeder nennt es anders....).

Auch hier sei erlaubt, was gefällt. Jedoch sollte man auf einige wesentliche Parameter achten.

Ruhe! Der Ritualraum sollte von Außengeräuschen weitestgehend abgeschirmt sein (Kein Mensch kann sich konzentrieren wenn aus dem Nebenraum das Technogeballer der kleinen Tochter scheppert, ich spreche da aus Erfahrung).

Visuelle Abschirmung. Der Raum sollte so weit verdunkelt werden, dass nicht das geringste Licht von Außen hineingelangt. Das wenige Licht dass wir brauchen, erzeugen wir durch Kerzen oder Fackeln (auf den Brandschutz achten!).

Das Zubehör für unsere Operation. Ich persönlich verwende Folgendes: Räucherschale inklusive Kohle, dazu habe ich mir eine spezielle Räuchermischung gefertigt, auf deren Inhaltsstoffe ich jetzt nicht näher eingehen möchte (BtmG beachten!). Ich kann aber eine schwere Saturn-Räucherung empfehlen. Desweiteren mehrere Kerzen einer Euch konvinierenden Farbe und Anzahl, allerdings nur so viele dass das Licht gerade zum Lesen und Schreiben ausreicht. Auf meinem Altar befindet sich ein in Stein gemeißeltes Pentakel, ein Altartuch müsste aber ausreichen. Magie findet in Körper und Geist statt, der Rest drum herum dient nur zur Konditionierung. Ein Athame zur Richtungskontrolle sollte ebenso vorhanden sein. Nun das Wichtigste: Mehrere ausreichend große Stücke Pergament, eine Feder und Tinte. Nachdem wir alles griffbereit gelegt, die Kerzen entzündet und die Räucherung entfacht haben, kommen wir zum nächsten Schritt.

die leidige Bannung

Wiederum ein breites Spektrum. Meiner Meinung nach gibt es so viele verschiedene Bannungsrituale wie Beamte im mittleren Dienst. ZU VIELE.
Um die ganze Angelegenheit möglichst kurz, aber dennoch wirksam zu halten, habe ich mich seinerzeit für das thelemische Ritual der NU-Sphäre entschieden. Dieses ist recht leicht zu erlernen und auszuführen (kleiner Tip: möglichst einmal am Tag in eurem Tempel ausführen, wirkt sehr energetisierend!).

Aber jetzt zur Sache.

IV Das Ritual der NU-Sphäre

Nach einer gewissen Zeit in deinem bevorzugten Asana (Sorry, diese Kenntnisse muß ich voraussetzen. Würde sonst zu weit führen) und dem Erreichen eines .....hmmm, ich nenne es „schwingenden Zustandes“, hoch mit dem Hintern und beginne:

Stehe mit dem Gesicht nach Osten und bilde das Kreuz des Lichtes auf folgende Weise:
Visualisiere eine Sphäre aus strahlend weißem Licht über Deinem Kopf. Greif hoch in die Sphäre und ziehe einen Strom aus Licht herab in Deine Stirn und sprich:

„Mein Gott ist über mir.“

Ziehe das Licht herab durch deinen Leib, eine senkrechte Säule bildend. Berühre dein Geschlechtsteil und sprich:

„Mein Gott ist unter mir.“

Berühre Deine rechte Schulter und sprich:

„Mein Gott ist zu meiner Rechten.“

Ziehe das Licht über Deinen Leib, um einen waagerechten Balken zu bilden, berühre Deine linke Schulter und sprich:

„Mein Gott ist zu meiner Linken.“

Kreuze Deine Arme über Deiner Brust (rechter Arm über dem Linken) und sprich:

„Mein Gott ist in mir.“

Wirf deine Arme empor und nach außen über Deinen Kopf, um ein V zu bilden und sprich:

„Da ist kein Gott, wo ich bin.“

Dies bildet das Kreuz des Lichtes.
Tritt nun vor zum Osten und ziehe ein großes aufrechtes Pentagramm in die Luft vor Dir. Stehe dann im Zeichen des Eintretenden, die Arme vor Dir ausgestreckt, linker Fuß etwas vorgesetzt. Visualisiere Energie, die aus Deinen Händen in das Pentagramm strömt, und vibriere das Wort:

„Therion“

Ziehe Deine Arme zurück im Zeichen des Schweigens (Daumen gegen die Lippen gepresst, Füße zusammen).
Wende Dich nach links. Dich widdershins (gegen den Uhrzeigersinn) bewegend und wiederhole diesen Vorgang des Pentagrammzeichnens in nördlicher, westlicher und südlicher Richtung.
Wenn Du das Pentagramm im Norden zeichnest, vibriere das Wort:

„Nuit“

Im Westen das Wort:

„Babalon“

Im Süden das Wort:

„Hadit“

Kehre zurück zum Mittelpunkt des Kreises, und wieder nach Osten blickend, breite Deine Arme zu beiden Seiten aus. Sprich:

„Vor mir die Kräfte der Erde
hinter mir die Kräfte des Wassers
Zu meiner Rechten die Kräfte des Feuers
Zu meiner Linken die Kräfte der Luft“

Visualisiere den Körper der Göttin Nuit über Dich gebogen (Na, in Ägyptologie nicht gepennt?), mit den Füßen im Norden und den Händen im Süden, den Kreis mit Sternenlicht erfüllend. Rufe an mit den Worten:

„Um mich herum brennen die Sterne der Nuit
Und in mir brennt der Stern von Hadit.“

Wiederhole das Kreuz des Lichtes (wie im ersten Teil).

Das war´s eigentlich schon. Frater Rodney mag mir verzeihen, dass ich das Ritual aus seinem Buch geklaut habe, aber dafür hast Du es doch geschrieben, oder Rodney?

Wir werden es beide überleben.

Nun, das war die Pflicht.....jetzt kommt die Kür!

V Die Erstellung der Sigille


Nach der ausgeführten Bannung kommen wir erst einmal ein wenig zur Ruhe. Ich z. B. kehre in mein Asana zurück und beginne damit, die freigewordenen Energien auf das mir gestellte Fernziel zu fokussieren.
Hierbei gibt es ebenfalls kein Zeitlimit (merke: Hektik ist der Todfeind der Effizienz!).

Wenn wir dann für uns den Zeitpunkt als richtig empfinden fahren wir damit fort, unseren Willenssatz und ein Stück Pergament auf dem Altar (oder einem dementsprechendem Äquivalent,sei es ein Tisch, Obstkiste, der Rücken unserer Freundin) auszubreiten. Das Folgende dürfte eigentlich schon zum größten Teil aus diversen themaspezifischen Büchern bekannt sein.

Als erstes streiche aus deinem Willenssatz alle doppelt vorkommenden Buchstaben heraus.

Aus diesem vielleicht etwas wunderlich wirkenden Konstrukt werden nun alle Vokale herausgestrichen.

Laß Dich nicht dadurch aus der Bahn werfen, dass nun reichlich wenig von deinem Willenssatz die Prozedur überlebt hat (auch das hängt mit dem Prinzip der Reduktion zusammen.).

By the way: Bloß nicht während der Operation durch Gedankenabschweifungen irritieren lassen. Halte den Fokus!! Kalt, berechnend und konzentriert arbeiten, sonst geht unter Umständen alles den Bach runter, wäre doch schade um die Zeit, oder?

Wenn Du nun die Essenz vor Dir siehst, nimm ein neues Stück Pergament und konstruiere die Sigille.

Beginne aus den vorhandenen Schriftzeichen ein einprägsames, ansprechendes Zeichen zu bilden (schade, dass meine technischen Möglichkeiten es ausschließen hier einen Scan einzufügen, aber laß mal Deine Phantasie spielen!).

Wenn Du dieses Zeichen vorliegen hast, übertrage es unter ständigem Intonieren und visualisieren des Willenssatzes und -zweckes mittels der Feder auf ein neues Stück Pergament. Danach vernichte die vorangegangenen „Entwurfsblätter“, da diese allenfalls nur den Fokus stören würden.

Wer möchte, kann anstatt des Intonierens des gesamten Satzes auch ein Kraftwort desselben bilden, das dann wie ein Mantram vibriert wird.
Dies funktioniert folgendermaßen: nehmen wir einmal an, du hast als Essenz die Buchstaben M P X S übrigbehalten, so füge nur die unbedingt zur flüssigen Aussprache nötigen Vokale ein (im weitesten Sinne ähnlich der henochischen Rezitation).Zum Beispiel MoPaXiS.

Schon hast Du ein griffiges, zweckbezogenes Mantram, dass Dir auch in der nun folgenden Zeit durchaus hilfreich bei Deiner Arbeit sein könnte.


Ich gehe jetzt einmal davon aus, dass Du deine Sigille fertiggestellt hast.

Dann gehen wir in aller Ruhe zum nächsten Schritt über.

VI. Das Laden der Sigille

Nachdem wiederum einige Zeit der Meditation verstrichen ist, kommen wir zum wichtigsten Teil der Operation, dem LADEN des Ganzen.
Lege die fertige Sigille vor Dir auf den Altar und fixiere sie optisch wie psychisch. Ein wenig stimmige Musik mag dabei durchaus hilfreich sein (ich verwende dazu die „Thelema – der gewundene Pfad zur Erkenntnis“-CD, erhältlich von MEMBRUM DEBILE PROPAGANDA, D-97990 Weikersheim. Ich kenne die Leute nicht, also verbitte ich mit jedweden Vorwurf der Schleichwerbung!;-).).

Jetzt kommt es darauf an, den Willenssatz (oder Mantram) in Übereinstimmung mit der Sigille zu bringen. Jetzt ist Deine Visualisationsgabe gefragt.
Unter Intonisation des Mantrams muß eine Verschmelzung deines Wunsches mit der Sigille erfolgen!

Visualisiere das gewünschte Endergebnis und ZWINGE dieses Bild in deine gestaltete Sigille.

Hierbei kommt dann auch (für denjenigen, der es für nötig befindet) das Athame zum Einsatz.

Visualisiere deine Dir entströmende Energie quasi in die Spitze deines Athames und leite sie in die Sigille.
(Als Voodoo-Praktiker steche ich auch schon einmal auf die Sigille ein, soweit sie denn danach noch zu erkennen ist, aber das nur am Rande)

Dabei muß ich allerdings erwähnen, dass in Trancearbeiten untrainierte Adepten bei ersten Anzeichen körperlicher unerwünschter Nebeneffekte (Hyperventilation, Herzrasen u. ä.) das Experiment SOFORT abbrechen und es später noch einmal versuchen sollten.

Keine Bange, das ist keine Schande. Habe schon einige Magie-Psychotiker kennengelernt, und was ich da zu sehen bekam.....

Wenn Du es vollbracht hast, Deinen Wunsch mit der Sigille zu kombinieren, kommen wir nun zur


VII. NACHBEREITUNG

Wenn Du der Meinung bist es geschafft zu haben die Sigille erfolgreich zu laden, solltest Du dem Ritual einen würdigen Abschluß bereiten.

Ein entschiedenes „SO IT IS DONE“ (habe ich bei der C.O.S. erfolgreich angewendet) wäre zum Beispiel sehr stimmig.

Dann lösche die Kerzen, räume den Ritualraum soweit als nötig auf und nehme die Sigille in dein Wohnzimmer (Stube, Mainroom, „das saubere Zimmer“, however) mit.

Du hast vielleicht bemerkt, dass ich die so oft propagierte abschließende Bannung weglasse. DAS IST ABSICHT.

Warum sollte ich jedwede Energie killen die dazu beitragen könnte dass mein Experiment gelingt? Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, dass Bannungsrituale nur NEGATIVE Energien beseitigen, beseitigen Bannungen ALLE auftretenden Energien.

Also, laß die nun beschworenen Energien frei wirken und banne nicht.

Ebenfalls undogmatisch sehe ich die Anwendung der geschriebenen und geladenen Sigille.

Anstatt wie in vielen Büchern dahererzählt die Sigille wegzupacken und den Willenssatz zu vergessen, vervielfältige ich die Sigille mehrere Male und verteile sie überall in meinem unmittelbaren Sicht- und Wirkungsbereich.

Allerdings solltest Du darauf hintrainieren, den Willenssatz im UNTERBEWUßTSEIN mit der Sigille zu verknüpfen, was wohl der anstrengendste Aspekt der Nachbereitung ist.

Also kurz: SEHEN = WISSEN.

So, nun bin ich mit meinen Ausführungen (vorerst) am Ende.

Wie schon Anfangs erwähnt, ist dies MEINE Methode, also bitte ich von nervigen Vergleichen abzusehen.

Eins noch auf den Weg:

SEID VORSICHTIG MIT EUREN WÜNSCHEN!

SIE KÖNNTEN IN ERFÜLLUNG GEHEN!


Viel Erfolg!

VAMAMARGA



Der Text ist auch im Grimoire eingetragen

Hephaestos - 27/11/2005 um 13:54

hö? wieso schreibst du denn was von vama hier rein, sin?

und - auch wenn es beliebt ist, seine sigille so zu "aktivieren" - ich habe A.O.Spare eigentlich so verstanden, das man nicht die sigille mit energie lädt, sondern sich das symbol ins unterbewusstsein einprägt, die energie also nicht in die sigille fliesst sondern zum erreichen der trance nötig ist.

aber - wenns funktioniert, ists klasse :)

vamamarga   - 27/11/2005 um 14:12

ohne kommentar gehts wohl bei dir nicht, was, heph? ;) .

aber.....es funktioniert. also an dieser stelle an alle bookworms united: WERDET MAL KREATIV!!

und austin.....tja austin. ich habe eine original-malerei von ihm an meiner wand.
sieht gut aus. mehr aber auch nicht.

greetz

V.

theDark   - 27/11/2005 um 18:17

@ vamamarga: schade, dass du keine möglichkeit hast einen scan einer sigille hier rein zustellen. dadurch wäre es 'ansehnlicher'. du erinnerst dich noch an meinen versuch die sigille zu erstellen ;) dabei ist es so simpel und effektiv! reduktion auf das wesentliche.
an dieser stelle nochmals ein dank :thumbup: für deine 'unterweisung' und anleitung :thumbup: und natürlich deine geduld ;)
und natürlich unsere biere :P he he he

ich hab diese art der sigillenmagie jetzt so kennengelernt. und es funktioniert und wirkt!

aber eine weiterführende frage bleibt noch: die bannung! ist die bannung wirklich immer notwendig? bisher hab ich darauf verzichtet. dazu würde ich gern noch deine meinung lesen...


so long,
theDark

Hephaestos - 28/11/2005 um 07:22

doch vama - wenn jemand kompletten unsinn schreibt dann sag ich nix dazu :) und das ist ja bei dir nicht der fall.

wie auch immer: ich halte recht viel von spare, aber mir ist selbstverständlich bewusst, das seine theorie für viele zu "psychologistisch" ist. und da man ja alles mögliche energetisch laden kann - warum nicht eine sigille? bei deinem ritual wird der wunsch halt durch die visualisation (und das ständige sehen) fixiert. ist wohl wie mit vielem: es gibt mehrere methoden :)

deine sigille ist also weniger ein programm, das am unterbewusstsein vorbeigeschmuggelt wird, sondern mehr in der art eines amulettes, das energetisch geladen ist - und? das sind die ganzen "alten sigillen" a la dawn/crowley/bardon im prinzip auch, wenn man sie dem weiheprozess untertzieht und sofern man nicht davon ausgeht, das die planetengeister (oder wasimmer) auf solche schriftzeichen "an sich" reagieren. ein ganzer haufen weihen haben eine ähnliche struktur wie dein ritual.

edit postskriptum: werde das ganze mal auf experimenteller basis testen - diese todeshaltung geht mir eh auf die nüsse.



[Editiert am 28/11/2005 von Hephaestos]

vamamarga   - 29/11/2005 um 08:21

nun ja, ich gebe offen zu von crowley maßgeblich beeinflußt worden zu sein.
von spares zhos kia halte ich nicht soviel, obwohl es einige sehr interessante aspekte hat.

allerdings versuche ich crowleys komplexität und teilweise (er möge mir verzeihen) "kauderwelsch" in eine gangbare und verständliche weise zu komprimieren.
allerdings gehe ich seit einigen jahren mehr und mehr meinen eigenen weg, allerdings nicht ohne vorhandene fakten außer acht zu lassen.
man sollte nicht versuchen, die dampfmaschine ein zweites mal zu erfinden.

jedenfalls suche ich mir nichts wahllos aus dem web heraus ünd kleister es zusammen (seh ich hier öfter, als mir lieb ist!).

gruß

V.

Hephaestos - 30/11/2005 um 13:24

liegt wahrscheinlich eher daran, das crowley (meiner meinung nach) eher ein mensch der worte (klasse dichter :) ) als spare war, der sich eher über visuelle eindrücke definiert. ich finde, das sieht man öfter (ist aber nur so ein eindruck) das visuell veranlagte menschen eher zu den psycho/trance richtungen greifen, während eher schriftlich veranlagte sich in die richtung konkret/zeremoniell orientieren. ich steh da irgendwie zwischen den fronten, schätze ich - ausserdem ists ja fast egal.

kann ja keiner feststellen, ob eine sigille funktioniert weil ich sie mit energie geladen habe oder ob mein unterbewusstes das für mich macht. huhn oder ei halt (obwohl huhn oder ei eigentlich einfach zu beantworten ist)

theDark   - 2/1/2006 um 17:44

hallo,

ich denke mal, dass der ein oder andere diese methode der sigillen-magie schon ausprobiert hat.
daher würde mich mal interessieren welche erfahrungen sowohl positiv und auch negativ ihr mit dieser methode gemacht habt. erfolgreich oder nicht?

meine sigille braucht noch zeit, weil der formulierte wille etwas größer bzw. komplexer ist, als dass er sich schnell umsetzen lässt. daher kann ich noch keine abschliessende erfolgs- oder misserfolgsmeldung geben.

eure bisherigen erfahrungen und eindrücke dieser methode würden mich (und sicherlich den autor auch ;) ) interessieren...

theDark

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