Thema: EQUINOX - DIE TAG UND NACHTGLEICHE.

Forum: Rituale

Autor: Chinesische Laterne


Chinesische Laterne - 29/8/2016 um 12:26

Was hat es mit der Tag und Nachtgleiche im magischen Sinne auf sich ??
Gibt es etwas Besonderes an Ihr ??
Wer kann mir Genaues darüber sagen ??
Ich habe leider in der Literatur nichts entsprechendes gefunden !!
Bitte um detailierte und inhaltsreiche Auskünfte !! :question:

Silas - 29/8/2016 um 14:38

Es gibt zwei Tag- und Nachtgleichen. Einmal die Frühlings-Tagundnachtgleiche, und die Herbst-Tagundnachtgleiche. Wie der Name bereits sagt, sind dabei Tag und Nacht gleich lang.

Die Frühlings-Tagundnachtgleiche, auch Ostara genannt, wird um den 21. März herum gefeiert und ist das Fest der gleichnamigen Fruchtbarkeitsgöttin. Es zeigt die Rückkehr des Frühlings und die Wiedergeburt der Natur an, und ist ein Fest der Erneuerung / des Neuanfangs, daher eignen sich für diesen Zeitraum Rituale, die genau das fördern oder bringen sollen. Daher sind auch Eier Symbole dieses Festes, woran man sehr gut sieht, dass das christliche Osterfest von Ostara her geleitet ist. Beziehungsweise, geklaut wurde ;)

Jedenfalls legen Vögel und von Menschen gehaltenes Federvieh im Winter ja keine Eier, weshalb der Beginn des neuen Eierlegens als Zeichen für den Frühling (und neue Fruchtbarkeit) galt. Daraus entstand auch der Brauch des Eiersuchens - die Hennen legten die Eier irgendwo hin, und der Mensch musste sie sich zwangsläufig zusammen suchen. Auch das Eierfärben hat lange Tradition, wobei die verschiedenen Farben rituelle Bedeutung hatten.

Zu diesem Fest verehrte Götter sind Ostara, Esus, Cernunnos, Astarte, Hathor, Freyr und Freyja, und Thor.

Symbole des Festes sind Hasen, Eier, Vögel (besonders Schwalben), Birken und Weidenkätzchen.

Damit verbundene Farben sind weiß, grün, gelb, und sämtliche Pastellfarben.



Die Herbst-Tagundnachtgleiche, oder auch Mabon, findet um den 21. September herum statt. Es ist der Vorläufer des Erntedankfestes, das wir heute kennen. Wie auch zu Ostara, ist aufgrund des gleich langen Tages und der gleich langen Nacht alles im Gleichgewicht. Man feiert die Ernte, allerdings nicht nur im wörtlichen Sinne, sondern bedankt sich auch für das, was man im Laufe des Jahres an Erkenntnissen und Erfahrungen oder an Erlebnissen dazu gewonnen hat denn Mabon ist auch eine Zeit der Rückschau.

Als Zeichen der Dankbarkeit für die Gaben der Natur kann der Altar mit Sträußen aus Ähren und Kornblumen geschmückt, und Wein und Beeren geopfert werden, oder auch selbstgebackenes Brot. Farben dieses Festes sind natürlich Rot-, Orange- und Gelbtöne, denn es ist ein Sonnenfest und symbolisiert den Herbstanfang.

Traditionelle Symbole des Festes sind buntes Herbstlaub, Nüsse, Obst, Getreide, Brot, Wildgänse, Vogelbeeren, Brombeeren, Weintrauben, Hagebutten und alles rund um die Ernte.

Verehrte Gottheiten sind Demeter/ Kore / Ichakos, Hel, Loki, Anubis und der gleichnamige Gott, Mabon.




Ich hoffe, das hilft dir weiter. Ich hab auch noch mehr Infos, wenn du noch irgendwas wissen willst.


[Editiert am 29/8/2016 um 15:32 von Silas]

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