Thema: der Körper ist ein Tempel für Geist und Seele

Forum: ~Selbstfindung~

Autor: Taria Luna


Taria Luna - 21/11/2015 um 07:54

Hallo zusammen.

Um sich mit sich selbst, seiner Seele und seinem Geist auseinanderzusetzen, muss man auch an seinem Körper arbeiten. Man sagt ja auch, der Körper ist ein Tempel.

Daran arbeite ich zurzeit, indem ich nun regelmäßig(er) Sport treibe, meditiere und ... mich vom Ernährungswahnsinn löse. Wahrscheinlich dachtet ihr jetzt, ich würde "bewusst ernähren" schreiben, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht wirklich machbar ist. Man kann natürlich auf Rohkost, Veggie und Bio zurückgreifen, letztlich ändert sich das nach dem nächsten Lebensmittelskandal oder wenn man merkt, es schmeckt einem auf Dauer einfach nicht mehr und man will unbedingt wieder ein Schnitzel haben. (Was jetzt aber nicht heißen soll, dass ich diese Lebensmittel nun grundsätzlich boykottiere. Ich habe auch vollen Respekt gegenüber Vegetariern.)
Darum ernähre ich mich, wie es mir gefällt und esse was mein Körper gerade wirklich braucht.

Was tut ihr, um euren Körper mit Geist und Seele in Einklang zu bringen?
Welche Methoden wendet ihr an, um mit eurem Körper auf spirituelle Weise zu arbeiten?

Idan - 21/11/2015 um 08:50

von nichts zu wenig, von nichts zu viel.

so ähnlich hat es Buddha gesagt. Ich halte nichts von Extremen, weder in Richtung Exzess, noch in Richtung Askese.

Auch bei mir spielt Ernährung eine wichtige Rolle, zumal ich eine ganze Reihe Allergien und Unverträglichkeiten entwickelt habe, so dass ich sowieso sehr genau auf meinen Körper hören muss, um nicht krank zu werden.

Gemäßigter Sport und Meditation mache ich auch. Früher habe ich Qi Gong und Tai Ji gemacht, heute fehlt mir oft der Platz und die Zeit dafür.

HexenKraft - 4/12/2015 um 00:29

Sport halte ich auch für wichtig. Manchmal kommt man ja auch beim Sport in einen meditativen Zustand. ^^ Z.B. beim Laufen. Oder zählt Yoga als Sport? Aber egal, es ist aufjedenfall sehr harmonisierend für den Körper. Gesunde Ernährung halte ich ebenso für wichtig. Es macht schon einen Unterschied aus ob man Bio isst oder nicht. Seit dem ich mich umgestellt habe merke ich auch daß meine Gedanken immer klarer werden und meine Fähigkeiten immer besser. ^^ Also die Ernährung spielt da schon eine Rolle. Auch was Träume angeht.

der Antichrist - 4/12/2015 um 15:04

Qi Gong und Tai Chi als Sport oder auch sehr gut als Atem / Energie Übungen zu nutzen,Essen naja ein bisschen pass ich schon auf ,aber übertreiben tu ich nicht.Ich ess schon was mir schmeckt. Die Meditation ist natürlich auch noch so ein Bestandteil der nicht außer Acht gelassen werden sollte

Arcanum77 - 4/12/2015 um 17:54

Was die Ernährung angeht, kann ich nur zustimmen. Isst du denn oft Bio, Taria Luna? Klar gibt es überall Betrügereien und Lebensmittelskandale, aber Bio-Verbände wie Demeter sind sehr streng (und findet man auch nur in Bioläden) und da ist es ziemlich schwer, für längere Zeit Betrug durchzuführen. Geschmacklich ist es schon ein großer Unterschied, man merkt förmlich, dass die Kuh oder das Huhn artgerecht gehalten wurden und glücklicher waren. Und wenn ich das energetisch betrachte, muss sich dieser Unterschied ja auch in unserem eigenen Energiekörper auswirken (nach dem Verzehr). Bzw. auf allen drei Ebenen (Körper, Seele, Geist). Ich empfinde es jedenfalls so...

Sire THVBH - 4/12/2015 um 18:33

Der Körper als Tempel. Ich habe mir oft darüber Gedanken gemacht, was die Menschen damit meinen könnten. Befriedigend waren die Antworten weniger. Warum?!

1.
Wenn es nur das eine Leben gäbe so könnte ich die Intentionen des Körperkultes nachvollziehen, da ich dann weiß, dass es nur das eine Leben gibt und danach nichts.Also ist mein Körper dementsprechent heilig und notwendig, aber das macht leider auch die Begrifflichkeit von Seele und Geist unnötig, weil unwichtig. Das ist auch genauso als Erkenntniss, wenn man sich die Frage stellen würde: Was wäre, wenn es nie eine Religion gegeben hätte und keine Lehren, für ein Leben danach. Ich frage mich noch heute wie die Wellt dann aussehen würde, und ob sich so viele Menschen auf der Welt, sich all das gefallen lassen würde, was sie sich jetzt schon antun lassen, wenn sie wüssten : Es gibt nur das eine Leben! Jedenfalls weiß ich, es gebe keine 1 % Elite ;)

2.
Ist der Begriff Karma oder Reinkarnation das ausschlaggebene, so ist mein Körper nur ein Vehiculum um in einer 3 Dimensionalitität existieren zu können. Für mich wie ein Kleidungsstück. Nur zu dumm, dass man das Kleidungsstück nicht wechseln kann.Was aber sein müsste. Vieleicht können wir das mal irgendwann.

3.
Fakt ist in dieser Welt: Alle müssen eines Tages sterben und werden alt, mit allem was dazu gehört. Wenn es die Göttlichkeit der Natur ist, so ist es natürlich das der Körper eines Tages den "Geist" ;) aufgibt. Was ist so wichtig daran ob einer 50 oder 100 Jahre alt wird? Narben und Spuren des Lebens werden immer am Körper ablesbar sein und wer will schon unsterblich werden...ich jedenfalls nicht. Wenn ich mir die letzten 10000 Jahre Menschheitsgeschichte ansehe, haben wir es wirklich nicht weit gebracht, was Menschlichkeit angeht.

Mein Körper ist nun mit oder ohne Religion eine Notwendigkeit, wie ein Kleid was ich in der Öffentlickeit trage..und egal wie oft ich mein Kleid wasche und flicke, eines Tages hilft da auch kein Nadel und Faden mehr um es zusammen zuhalten (Methapher)

Taria Luna - 4/12/2015 um 20:08

Nun, ich habe niemals auch nur daran gedacht, dass sich mein Körper von Religionen beeinflussen lässt (außer die wunden Knie nach einem Gebet ;) ). Wenn, dann lässt eher der Geist Einflüsse von solchen "spirituellen" Faktoren u.a. durch das soziale Umfeld zu. Das hat jedoch auch mit persönlichen Interessen und der eigenen Meinung zur Religion und Weltanschauung zutun.
So gesehen finde ich, dass der Geist als das lenkende Element des Körpers eben auch eine große Bedeutung hat, aber der Körper (die Masse) allein würde sich nicht vor dem Kreuz verneigen.

Was das dritte Element - die Seele - nun ist, bleibt wohl möglich jedem selbst zu definieren. Das Gefühlsleben? Die Psyche? Die Identität des Person selbst? Der "Hinweis" auf Reinkarnation?
Da gibt es viele Ansichten und Möglichkeiten zu Streitgesprächen.

Meine Meinung ist jedenfalls, dass die drei Elemente gepflegt werden sollten, um Einklang zu finden.
Selbst wenn es nur ein Leben gibt. Das wäre doch ein Grund mehr, sich so mit sich selbst als Mensch auseinanderzusetzen und dabei auf dich selbst zu achten. Später wiedergeboren zu werden, ist jedenfalls keine gute Ausrede, um heute zu verwahrlosen - sowohl körperlich, geistig und spirituell.


[Editiert am 4/12/2015 um 20:08 von Taria Luna]

Serafia_Serafin - 4/12/2015 um 22:41

Wenn man den Körper als Tempel betrachtet, dann ist er ein Teil der Einheit. Dann bedeutet es, dass es nicht nur wichtig ist, das spirituelle Leben auf den Geist und die Seele zu beziehen, sondern ihr auch physischen Rückhalt zu geben.

Es ist eine Lebensweise; eine Art Religion - der ich selbst allerdings nicht folge.

Ich denke nicht, dass es darum geht, einem bestimmten Jugendkult oder Gesundheitswahn zu folgen. Aber ich kenne das Gefühl, dass es zum Beispiel einfacher ist, direkt nach dem Yoga zu meditieren. Oder dass man sich frisch und gesund durch das fühlt, was man mit seinem Körper tut.

Für mich sind Seele, Geist und Körper ohnehin eine Einheit. Ich weiß nicht, ob es Reinkarnation gibt. Ich kann es glauben, oder nicht. Dan ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass ich jetzt und hier existiere und dass mein Empfinden im Moment so ist, wie es eben ist.

Wenn alle drei eine Einheit bilden, dann unterstütze ich mein Bemühen um spirituelle Klarheit mit einem entsprechenden Verhalten, das auf meine Physis wirkt.

Ich bin übrigens eine Verfechterin des guten Gefühls. Ich halte nichts von Askese.

Asenath - 5/12/2015 um 03:32

Wenn man ein Handwerker ist oder irgendeinen anderen Beruf ausübt, in dem man notwendig und regelmässig bestimmte Werkzeuge braucht, dann pflegt man diese doch auch. Dem Koch sind die eigenen Messer heilig und oftmals haben sie eine verdammte Menge Geld gekostet.

Mein Körper ähnelt so einem Handwerkszeug, mit ihm erfahre ich die Welt mit meinen Sinnen und kann mich durch den Raum bewegen. Daher auch der Vergleich mit dem Tempel- dieser ist auch nur heilig, wenn er von einem Gott bewohnt wird. Der Tempelbau allein ist einfach nur ein Gebäude wie jedes andere auch, solange er nicht von einem entsprechendem Geist belebt wird.

Im Hier und Jetzt habe ich nur einen Tempel- pardon Körper. Ihn zu pflegen ist nicht nur heilige Pflicht, sondern auch eine Art Gottesdienst an mir selbst. Wie ich das mache bleibt am Ende mir überlassen. Für mich sind diverse Körperverzierungen geradezu eine Ehrung dieses Leibes- für manch anderen mag es eine Schändung darstellen.

Was ich zu mir nehme beeinflusst meinen Körper- und es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass diese Beeinflussung auch vor unserem Seelenleben nicht halt macht (ob das nun eine direkte energetische Beeinflussung ist oder eine indirekte über den Zustand der Verdauungsorgane und ähnlichem mag an anderer Stelle diskutiert werden, hier gehört das wohl gerade nicht hin). Fakt ist, dass ich sehr stark spüre, wie mein eigenes Körperbewusstsein sich verändert, je nachdem wie ich mich ernähre.
Viele Jahre habe ich mich mit Fast und Junk Food vollgestopft. Seit ich darauf achte, keine Fertigprodukte mehr zu verzehren und den Geschmack aus den Lebensmitteln selbst zu ziehen (inklusive Gewürze natürlich), die ich verarbeite, habe ich auch gar nicht mehr den Drang, mal eben bei McDoof zu "sündigen"- im Gegenteil, schon allein die Werbung diverser Ketten lässt eine Art Ekel in mir aufsteigen.

Schwarzer Hase - 10/12/2015 um 07:17

Ich verstehe es so, dass es die Seele ist, die unter Löschung der Erinnerungen wiedergeboren wird. Also die Seele stellt die Verbindung zum großen Ganzen dar.
Der Körper ist das Instrument, mit dem wir uns in diesem Leben bewegen. Also die Verbindung zur stofflichen Welt.
Der Geist steuert den Körper und beeinflusst auch die Seele und stellt damit die Verbindung zwischen dem Stofflichen und dem Feinstofflichen dar.
So zumindest haben es mir mal die Nornen beigebracht.

Ansonsten schließe ich mich Asenath an. Ich sehe es genauso (also bis auf die Tattoos :P ). Sport halte ich für wichtig, da man hierbei seinen Körper aktiv spürt und durch das Fenster des Geistes auch das Seelenleben beeinflusst (nicht ohne Grund gibt's bei Depressionen und Ähnlichem Sporttherapien). Eine vernünftige Ernährung, bei der man sich auch bewusst mal was gönnt, ergänzt das Ganze dann.

Echidna1 - 10/12/2015 um 17:19

... nein, der Geist steuert nicht den Körper, .... der Wille steuert ! Der Geist einer Sache verändert Ansichten !

Man muss den Geist für eine Sache wollen, damit er durch das persönliche Verständnis wirksam werden kann.

Schwarzer Hase - 22/12/2015 um 06:42

Ich habe den freien Willen eigentlich immer als Instrument oder Abteilung meines Geistes gesehen. Von daher passt es dann wieder.

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