Thema: Unglaublicher Wissensdurst?

Forum: ~Selbstfindung~

Autor: sence


sence - 22/12/2017 um 17:24

Kennt das auch einer von euch?
Jeden Tag sich desöfteren die Frage nach dem Existenzgrund zu stellen?
Wenn ja wie geht ihr damit um?

Es gibt so viele Menschen die einfach vor sich hin leben und es genügt ihnen, Aufstehen, Arbeiten, gelegentlich Freude verspühren und wieder Schlafen.
Soll das der ganze Sinn sein? Magie ist für mich lange kein Mittel um Vorteile zu schaffen, es ist viel mehr die Suche nach höherem Sinn, und doch ist da so viel Schatten als wäre die Welt nicht dafür geschaffen sie zu verstehen.

Am liebsten würde ich den mich den Rest meines Lebens mit dem Lernen der Magie und der Beschaffenheit der Welt beschäftigen. Ich habe es verlernt zu leben, so mein Empfinden, zumindest ohne die Antworten die ich suche.

20-1-30-40 - 23/12/2017 um 10:43

Ich finde Deine Wertung der anderen Menschen bedenklich. Wie kommst Du dazu andere für weniger erwacht als Dich selbst zu halten?
Der Wege gibt es viele und Papageno ist nicht weniger erfolgreich als Tamino.

Arroganz ist sicherlich keinZeichen dafür das man sich auf einem guten Weg befindet.

sence - 23/12/2017 um 12:15

Da musst du mich missverstanden haben, ich stelle mich nicht über andere. Es ist einfach so dass mich die Frage nicht mehr in ruhe lässt. Dadurch bin ich auch nicht erwachter als andere, ich fühle mich eher unfähig ein normales Leben zu führen. Daher auch die Frage ob es jemand kennt und wie man damit umgeht..

20-1-30-40 - 23/12/2017 um 13:21

Ich denke das geht den meisten hier so. Allerdings lässt die Dringlichkeit über die Jahre nach.

Schwarzer Hase - 23/12/2017 um 17:55

Den Sinn des Lebens wirst du nicht abschließend erkennen können. Wenn du tatsächlich eine Antwort auf die Frage haben musst, bleiben dir nur zwei Alternativen: 1. du suchst dir eine vorgefertigte Antwort aus (z. B. aus einer Religion) oder 2. du gibst deinem Leben selbst einen Sinn. Die zweite Version hat den Vorteil, dass du dich in die Eigenverantwortung begibst und dann in Konsequenz mehr von dem tust, was du selbst wirklich möchtest und weniger von dem, was die Gesellschaft von dir erwartet. So lernt man selbstbestimmt zu leben.

sence - 24/12/2017 um 23:23


Zitat von Schwarzer Hase, am 23/12/2017 um 17:55
Den Sinn des Lebens wirst du nicht abschließend erkennen können. Wenn du tatsächlich eine Antwort auf die Frage haben musst, bleiben dir nur zwei Alternativen: 1. du suchst dir eine vorgefertigte Antwort aus (z. B. aus einer Religion) oder 2. du gibst deinem Leben selbst einen Sinn. Die zweite Version hat den Vorteil, dass du dich in die Eigenverantwortung begibst und dann in Konsequenz mehr von dem tust, was du selbst wirklich möchtest und weniger von dem, was die Gesellschaft von dir erwartet. So lernt man selbstbestimmt zu leben.

Die 2e. ist wohl klar die von fast jedem hier im Forum, jeder hier steht mal mehr mal weniger mit einem Bein in der Luft. Aber jetzt mal im Ernst, es gibt unsere Rasse Mensch schon so lange.. Wie können wir noch nie die Antwort entdeckt haben? Vlt. hatten wir sie ja schon.. Wie auch immer, es ist echt deprimierend.

Schwarzer Hase - 26/12/2017 um 20:01

Wie gesagt gibt es schon eine ganze Reihe Erklärungsmodelle. Ich persönlich mag den Schamanismus - aber das ist einfach nur persönliche Geschmackssache.

sence - 27/4/2018 um 11:07

Ich mag ihn auch :)

White Flame - 6/5/2018 um 23:54

Kenne das all zu gut, Sence.

Hatte das früher sehr stark: das permanente Nachdenken darüber, was denn nun der Lebenssinn ist.

Lebenssinn ist letzten endes auch nur etwas, was dazu führt, dass man sein Leben einer Sache widmet. Die meisten Menschen tun das mehr oder weniger unbewusst.

Ein "normales" Leben mit 9 to 5 - Job, Hund, Frau und zwei Kindern ist ebenso "sinnerfült" wie dasjenige eines verantwortungslosen Drogenabhängigen als auch das eines Politikers, der sich für sein Volk einsetzt oder aber des Mannes, der einfach nur "glücklich" sein will.

Es ist halt faktisch so, dass du ersteinmal einfach in die Welt gesetzt wirst und dann selber schauen musst, was du machst.

Du kannst das bewusst machen indem du sagst "das ist mein Lebensinn, das ist der Sinn hinter meinem Leben" und dein Leben ganz darauf ausrichtest oder aber mehr oder weniger unbewusst dich treiben lässt von gesellschaftlichen Ideen.

Der Begriff "wahrer Wille" und die Diskussionen darüber hier im Forum kommen ganz nah an diesen "Lebenssinn" nach.

Wenn mein Lebensinn es ist, der beste Bruder der Welt zu sein für den 10 Jahre jüngeren Spross der Familie, dann richte ich auch das eigene Leben darauf aus: führe einen guten Lebensstil um körperlich und seelisch bedingt lange und gut für ihn da sein zu können, spare ihm ein Konto an, bin ein Vorbild für ihn.


Es ist individuell und am Ende soll es nur etwas tun: einem Sinn geben. Oder mit Synonymen ausgedrückt: Halt, Sicherheit, Identität, Glück, Erfüllung, Ruhe...

Und selbst wenn man einen Sinn hat, man kann immer noch mehr dazu lernen. Wenn es mein Lebenssinn ist glücklich zu sein so kann ich in 10 Jahren vielleicht erkennen, dass auch arbeiten glücklich machen kann und es nicht blos die Freizeit und die Sehnsucht nach einer frühen Pensionierung ist.

Und selbst wenn man einen Lebensinn hat muss man lernen zu akzeptieren, dass man selber auch nur Mensch ist und dementsprechend vielschichtig. Der Sinn, das Ziel/die Ziele eines Lebens sind das eine und der Mensch das andere. Dazwischen liegt ein Weg. Und jenen kann man nur begehen indem man immer die Waage halten muss zwischen "Kraftaufwendung" für das Gehen und den "Pausen" (oder wie man auch immer das nennen will) zum Regenerieren der eigenen Kräfte.

Selbstverantwortung ist da ein gutes Stichwort.

Und Burnout, Selbstlüge, Stress.. sind andere Stichwörter die ein Ungleichgewicht darstellen in der Lebensführung des Sinngebenden.


[Editiert am 7/5/2018 um 00:02 von White Flame]

Dux Bellorum - 7/5/2018 um 19:07

Der Lebenssinn ?

Hm... Magie, Met, Metal, Marlboro und Mäuschen (Magierinnen, oder Hexen)
Die 5 M`s des Pentagramms :cool:

xeper


[Editiert am 7/5/2018 um 19:07 von Dux Bellorum]

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