Thema: Jesus das Kontrollinstrument.

Forum: Glaubensrichtungen und Götter

Autor: Goldy  


Goldy   - 28/10/2013 um 16:06

Jesus gab's nie. Sollte eigentlich jedem klar sein. Im Internet gibt es ja genug Menschen, die merh als genug Beweise dafür anführen. Die Doku "Caesar's Messiah" führt das ganze jedoch endlich zum Abschluss. Sie entlavrt ihn als Erfindung einer Kaiserlichen Familie zur Kontrolle der Massen.
http://www.youtube.com/watch?v=SUPoLMW6dNM (anscheinend nur englisch)
Ich hab die Doku noch nicht gesehen. Und man mag sich gerne über Fakten streiten, das ist auch garnicht der Punkt. Zumahl die Korrektheit der Geschichtsschreibung sowieso zweifelhaft ist.

Interessant finde ich jedoch den Gedanken, dass es sich bei
Christentum in Wahrheit um kastriertes modifiziertes und Instrumentalisiertes Heidentum handelt.

Um dem dezentralisierten Wissen eine Hierarchische Ordnung zu verleihen. Die "wahren Wunder" werden nur Heiligen zugesprochen. Die Rituale und Zeremonien dürfen nur Inizierte Sektenmitglieder durchführen und dabei nur ein bestimmtes selektiv an Otensilien benutzen.(Kreuz, Weihrauch Kelch, Kerzen, Roben). Alles was darüber hinaus geht oder das Individuum in seiner Macht bestärkt ist "Teufelswerk".
Die Methoden mit denen dieses aus unserer Kultur vertrieben wurde, ist wohl jedem Bekannt.
Interessant finde ich auch das Symbol des Kreuzes. An das über Jahrhunderte Menschen genagelt wurden bis sie daran elendig verreckten. Am besten häng ich mir einen von der Sorte auch noch in mein Haus.

20-1-30-40 - 28/10/2013 um 16:14

Also der Werdegang ist aber bei vielem von dem was Du schreibst andersherum.
Die Heiligsprechung etwa liegt im allgemeinen NACH dem Wunder.
Rituale, Zeremonien und hierarchische Ordnungen sind ebenfalls erst im Laufe der Zeit zur Kirche hinzugekommen. Über den Werdegang derselben kann man sich wunderbar informieren (das Fach dazu ist Theologie).

Im weiteren weiß ich nicht ganz genau was Du diskutieren möchtest. Die historische Person Jesus ist Thema einiger Forschungen (die doch tatsächlich über Youtube Dokumentationen hinausführen):
http://de.wikipedia.org/wiki/Historische_Jesusforschung

Goldy   - 28/10/2013 um 16:32

Naja gab es ja alles schon im alten Ägypten. Und was was die Germanen oder andere Völker so getrieben haben ist ja auch nicht überliefert. Wem wir das wohl zu verdanken haben? Warum wurden Hexen dann nicht heilig gesprochen?

Siehst du? Schon haben wir eine Diskussion.

20-1-30-40 - 28/10/2013 um 17:10

Was gab es jetzt genau schon in Ägypten?

Das wenig überliefert wurde haben wir unter anderem zu verdanken das die entsprechenden Herrschaften wenig bis nichts aufgeschrieben haben.

Nun, wenn man einen Titel aus einer "Spielwelt" haben will, dann sollte man auch das Spiel spielen. Hildegard von Bingen etwa hat das verstanden.


Ich finde Kirchenbashing ja auch ganz nett, aber wollen wir das nicht lieber mit Niveau machen?

Goldy   - 21/11/2013 um 01:43

Ich glaub das mit Ägypten bezog sich auf die Hierarchische Ordnung der Zeremonien. Hat aber keinen wirklichen Bezug zu deiner Aussage.
Aber du scheinst mir ja recht zu geben. Es geht darum SpielREGELN zu schaffen. Infragestellen der Vorhandenen Autoritäten und damit verbunden das Entdecken der eigenen Autorität, ist in diesem Paradigma untersagt. Ein Bewusstsein das in einem fremden Paradigma agiert, wird auch immer für fremde interessen agieren.
Als Quellenangabe gibst du Wikipedia an. Hier sind Okkultisten Kultisen, der Placeboeffekt ein Nebenprodukt der Medizin und ein großer Grad von hier im Forum behandelten Themen werden keine Relevanz zugetan. Zudem Geht eine institutionell (christlich) gesellschaftlich geprägte Informationsverarbeitung über die "freie" jedem zugängliche Verarbeitung, meist noch von absolventen der ersteren, hinaus? Weiter fügst du Youtube an,( auf dem sich lediglich der Trailer befindet) wobei sich beinahe JEDES Video auf youtube finden lässt. Willkommen im Informationszeitalter.
Die "Historische Jesusforschung" wird ja vorwiegend von den Nämlichen betrieben. Und mal abgesehen von den vielen Parallen zu anderen Personen in anderen Religionen, sind die Christlichen Feiertage die "zufällig" auf die heidnischen treffen, doch wohl offensichtlich?
Historische Beweise eines Jesus' lassen sich sicherlich finden. Aber DIESER JESUS? ich denke nicht. Keine Wunder. Kein Sohn Gottes. Auch seine "Lehren"; nichts besonderes, was nicht auch schon 1000 vor oder nach ihm geschwafelt haben.
Was bleibt von DEM Jesus noch übrig? Nichts. Lediglich eine leere Hülle. Ein imaginärer Freund, den du dir nach deinem eigenem Bilde erschaffst. Und das tun nicht nur Christen. Auch Atheisten oder die Popkultur. Jeder Erschafft sich seinen eigenen Jesus und legitimiert damit eine Geschichte, die geschrieben wurde um (Spiel)Regeln zu machen.

Und zu den Germanen. Richtig sie haben nichts aufgeschrieben. Ganz im Gegensatz zu einer Gewissen anderen Fraktion.


[Editiert am 21/11/2013 um 01:47 von Goldy]

Hephaestos - 21/11/2013 um 09:41

Was ist mit "Nag Hammadi" ?

20-1-30-40 - 21/11/2013 um 10:13


Zitat von Goldy, am 21/11/2013 um 01:43
Ich glaub das mit Ägypten bezog sich auf die Hierarchische Ordnung der Zeremonien. Hat aber keinen wirklichen Bezug zu deiner Aussage.
Aber du scheinst mir ja recht zu geben. Es geht darum SpielREGELN zu schaffen. Infragestellen der Vorhandenen Autoritäten und damit verbunden das Entdecken der eigenen Autorität, ist in diesem Paradigma untersagt. Ein Bewusstsein das in einem fremden Paradigma agiert, wird auch immer für fremde interessen agieren.


Bei der Frage zur Christlichen Religion finde ich es hilfreich zu trennen zwischen der Organisationsstruktur und den theologischen Inhalten. Die äußere Organisationsform hat nur wenig mit den theologischen Inhalten zu tun. Die Form leitet sich bestenfalls aus Glaubensinhalten her, muß sie aber nicht. Weltliche Gründe, wie Du sie anprangerst spielen da eben auch stark hinein.

Zitat:
Als Quellenangabe gibst du Wikipedia an. Hier sind Okkultisten Kultisen, der Placeboeffekt ein Nebenprodukt der Medizin und ein großer Grad von hier im Forum behandelten Themen werden keine Relevanz zugetan.


Meinst Du jetzt Wikipedia allgemein oder den von mir verlinkten Artikel?


Zitat:
Zudem Geht eine institutionell (christlich) gesellschaftlich geprägte Informationsverarbeitung über die "freie" jedem zugängliche Verarbeitung, meist noch von absolventen der ersteren, hinaus? Weiter fügst du Youtube an,( auf dem sich lediglich der Trailer befindet) wobei sich beinahe JEDES Video auf youtube finden lässt. Willkommen im Informationszeitalter.


Um, ... häää?

Zitat:
Die "Historische Jesusforschung" wird ja vorwiegend von den Nämlichen betrieben. Und mal abgesehen von den vielen Parallen zu anderen Personen in anderen Religionen, sind die Christlichen Feiertage die "zufällig" auf die heidnischen treffen, doch wohl offensichtlich?


Wen wissenschaftliche Methodik sauber verwendet wird, dann ist es eigentlich unerheblich welchen Glauben der Forscher hat. Die historische Jesus Forschung befasst sich eben mittels wissenschaftlicher Methodik mit der Person "Jesus".

Es ist durchaus kein Geheimnis das zum Zwecke der Missionierung die Feiertage günstig gelegt wurden. Hinzu kommt, daß es sich um natürliche "Feiertage" handelt die durch den Jahreslauf in unseren Breiten bestimmt werden.

Zitat:
Historische Beweise eines Jesus' lassen sich sicherlich finden. Aber DIESER JESUS? ich denke nicht. Keine Wunder. Kein Sohn Gottes. Auch seine "Lehren"; nichts besonderes, was nicht auch schon 1000 vor oder nach ihm geschwafelt haben.
Was bleibt von DEM Jesus noch übrig? Nichts. Lediglich eine leere Hülle. Ein imaginärer Freund, den du dir nach deinem eigenem Bilde erschaffst. Und das tun nicht nur Christen. Auch Atheisten oder die Popkultur. Jeder Erschafft sich seinen eigenen Jesus und legitimiert damit eine Geschichte, die geschrieben wurde um (Spiel)Regeln zu machen.


Das geht jetzt wieder vom Organisatorischen zum Glauben. Christen glauben nunmal an Jesus als Teil der Dreifaltigkeit. In diesem Glauben wird ein spritueller Sachverhalt verbildlicht und so (offensichtlich) für viele Menschen erreichbar gemacht.
Man kann den gemeinten Sachverhalt auch anders verbildlichen, das wurde in anderen Religionen und Lehrarten auch betrieben. Nun kann man an diesen Stellen immer darauf verfallen das große Ähnlichkeiten vorhanden sind und so ein Abschreiben postulieren, man kann sich aber auch die Frage stellen ob der dargestellte Sachverhalt evtl. gleich ist und daher die große Ähnlichkeiten auftreten.

Die Dreifaltigkeit, mit Jesus in einer Doppelrolle als Mensch UND GOtt findet man übrigens in veränderter Form bei den Pythagoreern und dem "zählen bis 4" oder in der Struktur des jüdischen Lebensbaumes oder in der Freimaurerei ganz enthoben von "Jesus" als existierender Person oder Personen überhaupt. Etwas spirituelles zu vermitteln funktioniert nur sehr schlecht mit dem Kommunikationsmodell "Sprache" und so nutzen wir andere Modelle Bilder, Symbole, Dichtkunst, Tanz, Musik, rituelle Handlungen, Mathematik,... und alles mögliche andere um derartiges von einem zum anderen Menschen zu vermitteln.

Ariman - 21/11/2013 um 11:38

„Die Ohnmacht der ausgebeuteten Klassen im Kampf gegen die Ausbeuter erzeugt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf mit der Natur den Glauben an Götter, Teufel, Wunder usw. erzeugt. Denjenigen, der sein Leben lang arbeitet und Not leidet, lehrt die Religion Demut und Langmut hienieden und vertröstet ihn mit der Hoffnung auf himmlischen Lohn. Diejenigen aber, die von fremder Arbeit leben, lehrt die Religion Wohltätigkeit hienieden, womit sie ihnen eine recht billige Rechtfertigung ihres ganzen Ausbeuterdaseins anbietet und Eintrittskarten für die himmlische Seligkeit zu erschwinglichen Preisen verkauft. Die Religion ist das Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen Fusels, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen.“
Lenin

20-1-30-40 - 21/11/2013 um 12:10


Hephaestos - 22/11/2013 um 10:07

Ich wollte damit eigentlich nur andeuten, das die (eigentlich recht gnostischen) nag hammadi - sachen sich so garnicht in das bild eines kontrolljesus einfügen lassen. und die sind, soweit ich informiert bin, die "ursprünglichsten".

20-1-30-40 - 22/11/2013 um 10:49

Ach das greift ja in vielerlei Hinsicht zu Kurz, das mit dem Kontrollinstrument.

Da kann man höchstens ein AUCH davor schreiben dann wird was draus.

Goldy   - 22/11/2013 um 16:32


Zitat von 20-1-30-40, am 21/11/2013 um 10:13

Meinst Du jetzt Wikipedia allgemein oder den von mir verlinkten Artikel?

Wikipedia allgemein.


Zitat von 20-1-30-40, am 21/11/2013 um 10:13

Um, ... häää?


lol. Ich empfand deinen Kommentar "die doch tatsächlich über Youtube Dokumentationen hinausführen" als Seitenhieb bzw Diskreditierung meiner Angewohnheit, hier ab und an mal ein Youtubevideo zu posten. Mit institutionell (christlich) gesellschaftlich geprägte Informationsverarbeitung"(:D) meinte ich zB. Universitäten in christlich geprägten Ländern, and denen man zB. Theologie studieren kann. und mit ""freie" jedem zugängliche Verarbeitung" meinte ich Veröfffentlichungen die nicht von solchen Universitäten kommen. Jedoch manchmal von Absolventen dieser.


Zitat von 20-1-30-40, am 21/11/2013 um 10:13

Wen wissenschaftliche Methodik sauber verwendet wird, dann ist es eigentlich unerheblich welchen Glauben der Forscher hat. Die historische Jesus Forschung befasst sich eben mittels wissenschaftlicher Methodik mit der Person "Jesus".

Soetwas wie eine "saubere wissenschaftliche Methodik" gibt es nicht. Zu Wissenschaft habe ich auch schon etwas im "Was ist Glaube"-Thread geschrieben. Absolute Beweise gibt es nicht. Es wird sich lediglich auf Indizien und Beobachtungen verlassen. Die Interpretation dieser ist abhängig vom jeweiligen Individuum. Die Interpretation ist abhängig vom jeweiligen Paradigma, welches wiederum ausdruck der Interessen ist.(siehe oben) Ich meine, lies dir den Artikel doch durch. Dem Verfasser blieb nichts übrig als eine Aneinanderreihung der unvereinbaren Ergebnisse dieser einzelnen Wissenschaftler. Am Anfang lese ich dann: "Sie geht heute davon aus, dass Jesus existierte..."(Vielleicht mein Fehler, aber ich habe beim überfliegen jetzt keinen Konkreten Beweis dafür gelesen....) damit wir auch politisch korrekt bleiben und sich niemand auf den Schlips getreten fühlt.
Und nichts anderes ist Wikipedia. Politisch Korrekt und damit faktisch falsch.

Die Populärwissenschaft ist genauso dogmatisch wie die Religion. Und für manche Menschen ist die Wissenschaft der neue Gott.


Zitat von 20-1-30-40, am 21/11/2013 um 10:13

Die Dreifaltigkeit, mit Jesus in einer Doppelrolle als Mensch UND GOtt findet man übrigens in veränderter Form bei den Pythagoreern und dem "zählen bis 4" oder in der Struktur des jüdischen Lebensbaumes oder in der Freimaurerei ganz enthoben von "Jesus" als existierender Person oder Personen überhaupt.

Mit der Dreifaltigkeit habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt. Die Kabba spricht mich bis jetzt nur bedingt an. Alles was mit griechischer Mystik, Philosophie und Magie zutun hat finde ich jedoch hoch interessant. Ud ich wäre sehr dankbar über guten Lesestoff.(habs grad mal in die Suchmaschiene gehaun und bin auf diesen interessantne link gekommen http://tetraktys.de/home.html


Zitat von 20-1-30-40, am 21/11/2013 um 10:13

Etwas spirituelles zu vermitteln funktioniert nur sehr schlecht mit dem Kommunikationsmodell "Sprache" und so nutzen wir andere Modelle Bilder, Symbole, Dichtkunst, Tanz, Musik, rituelle Handlungen, Mathematik,... und alles mögliche andere um derartiges von einem zum anderen Menschen zu vermitteln.


Ich denke nicht, dass Religion unbedingt etwas mit Spiritualität zutun hat. Eher im Gegenteil. Richtig die Symbolik oder Archetypen spielen eine wichtige Rolle im Bewusstsein. Wieso hat man das nicht unterrichtet? Lieber wird sich dieser Symbolik bedient um ganz bestimmte Characteranteile aus den Leuten zu extrahieren. Nehmen wir mal Gott. Der bärtige alte Mann. Archetyp des Übervaters. Wenn ich Menschen kontrollieren will, dann kann ich solche Menschen nicht gebrauchen. Deswegen Erzähle ich ihnen dass diese Person irgendwo "da draußen" ist. Personifiziereungen haben diese Rolle nur mit Hilfe dieser singulären Figur zu Erreichen. (Durch Gotte legitimiert. Da haben wir Königeaber viel Konkreter den Papst(Vater) und Vaterstaat. Zeil ist es den zu indoktrinierenden in einer Kinderrolle zu halten. Weiter haben den aufstrebenden spirituellen Jüngling. Der wird kurzerhand ans Kreuz genagelt. Er muss sich opfern.(Masochismus)
Jemand der diese Symbolik in sich trägt wird nach ganz bestimmten mustern handeln.

Wahre Spriitualität bedeutet ALLE Archetypen in sich zu fnden und zu vereinen.

Die gnostischen Texte waren sehr kryptisch und es bedarfte einer Initiation um die Lehren zu verstehen. Da keiner von uns diese durchgemacht hat, können wir es uns auch nicht erlauben jetzt irgendwelche Schlüsse darüber zu ziehen.


[Editiert am 22/11/2013 um 16:37 von Goldy]

Hephaestos - 22/11/2013 um 17:14


Zitat:
Die gnostischen Texte waren sehr kryptisch und es bedarfte einer Initiation um die Lehren zu verstehen. Da keiner von uns diese durchgemacht hat, können wir es uns auch nicht erlauben jetzt irgendwelche Schlüsse darüber zu ziehen.


Selbstverständlich darf ich Schlüsse ziehen. Ich darf mir ja auch eine Meinung über Astrophysik oder Stammesgesellschaften oder sonst was bilden, auch wenn ich nichts davon verstehe. :) Du meinst wahrscheinlich eher, das meine Schlüsse dann unpräzise sind.

20-1-30-40 - 22/11/2013 um 18:12

Also ich persönlich habe eine klassische Initiation mitgemacht ;)

Zur Wissenschaft:
Bei wissenschaftlichem Vorgehen wird klar gekennzeichnet welche Teile Spekulation sind und worauf die Spekulationen beruhen. Es sollte also eindeutig ermittelbar sein welche Quellen wie interpretiert zu welchem Ergebnis führen.
Neue Funde = neue Quellen = Änderung der Spekulation.
Es lohnt sich die Frage einmal zu beantworten: "Was ist Wissenschaft"

Lesestoff:
Zum Zählen bis 4?
Da kannst Du mal Papus "DIE GRUNDLAGEN DER OKKULTEN WISSENSCHAFT" und/oder "DIE WISSENSCHAFT DER MAGIER" lesen.

Wenn es Dich doch mal juckt, am besten fand ich "Schöpfung im Wort: Die Struktur der Bibel in jüdischer Überlieferung" von Friedrich Weinreb.

Ansonsten befasse Dich mal mit den Zahlen 3 und 4 und wie diese durch Grundrechenoperationen aus der Monade (1) entstehen. :)

Zu Deinen Ausführungen über Religion:
Zunächst denke ich das Deine Vorstellung von GOtt sehr wenig mit tieferen theologischen Überlegungen zu tun hat. Die volkstümlichen Vorstellungen wie "Himmel oben" und "Hölle unten" führen zu einer interessanten Infernozentrik die im Christentum sicherlich eigentlich nicht gemeint sein wird. (Dazu liest sich Sphären: Eine Trilogie: 3 Bände. von Peter Sloterdijk insbesondere Band II Globen (und Antigloben) sehr erheiternd).
Ähnlich ergeht es einem wenn man versucht GOtt als bärtigen Mann zu denken. Leider bleibt dabei auf der Strecke das im Christentum (anders als etwa im Islam) eine denkbare Theologie versucht wird. Das Bild des bärtigen GOttes entspricht in keiner Form der theologischen Vorstellung von GOtt im Christentum.
"Religio duplex" ist da ein Begriff den man evtl. auch auf das Chrsitentum anwenden könnte. Marienglaube, Pilger nach Fatima, ... gehören zum Volksglauben und passen nur schlecht zur wissenschaftlichen Theologie. Man findet solche doppel Lehren z.B. auch ganz offen im Buddhismus (Mahayana, Hinayana) und es stellt sich die Frage ob dabei eigentlich sowas wie Betrug vorliegt.
Meiner Meinung nach liegt eben kein Betrug vor denn beide Fahrzeuge (um beim Buddhismus zu bleiben) führen zum Ziel.
( Dazu: Religio duplex: Ägyptische Mysterien und europäische Aufklärung von Jan Assman)

Übrigens finden sich auch zwei Einweihungswege im Tarot und diese spiegeln auch ganz zufällig Elemente des Volksglaubens vs. durchdachter Theologie wider.

Zitat:
Zeil ist es den zu indoktrinierenden in einer Kinderrolle zu halten. Weiter haben den aufstrebenden spirituellen Jüngling. Der wird kurzerhand ans Kreuz genagelt. Er muss sich opfern.(Masochismus)


Du verstehst das als Nicht Christ:
"Jesus opfert sich um einen eingeschnappten GOtt mit seiner Schöpfung zu versöhnen"
Aber der Christ glaubt:
"GOtt opfert SICH SELBST um seine Schöpfung zu erretten"

(Anmerkung: Das GOtt sich für die Schöpfung opfert ist nicht wirklich neu. Dazu kann man sich überlegen was aus einer Monade wird die sich selber erkennen will und ob es dann noch eine Monade ist
dazu Definition 1 aus dem Liber XXIV philosophorum: „Gott ist die Monade, die eine Monade erzeugt, indem sie ihre innere Glut reflektiert“)

Das Selbst Opfer kennen wir auch noch aus anderen Stellen, etwa Odin Hávamál Vers 139:
Ich weiß, dass ich hing
An windigem Baum
neun ganze Nächte,
vom Speer verwundet
und Odin geweiht,
ich selbst mir selbst,
an diesem Baum,
von dem niemand weiß
aus welcher Wurzel er sprießt.


Wobei Odin eben Erkenntnis sucht IN dieser Welt.

Durch den Schöpfergott erhält das Christliche einen starken jenseitigen Bezug der beim Odin Opfer eben fehlt.

Lesestoff (DU HAST gefragt, also maule nicht):
* Die Masken Gottes: 4 Bde. von Joseph Campbell
* Geschichte der religiösen Ideen. 5 Bände von Mircea Eliade

und evtl. auch noch
* Abendländische Eschatologie von Jacob Taubes
* Eschatologie - Tod und ewiges Leben: Mit einem neuen Vorwort von Papst Benedikt XVI von Benedikt XVI.

Wobei ich von den letzten beiden das Buch von Taubes besser fand (es passt auch besser hier zum Thema, man kanns kaum fassen aber im letzten wird eine sehr katholische Sicht vertreten :))


[Editiert am 22/11/2013 um 18:15 von 20-1-30-40]

Serafia_Serafin - 23/11/2013 um 12:11

Manchmal frage ich mich, warum dieses Thema eigentlich so gerne wieder hoch kocht, oder warum sich irgendjemand darüber wundert, dass unsere Kultur von den vorhergegangenen beeinflusst wurde. Und wieso der Christengott weniger Substanz haben sollte, als die ganzen Heerscharen an Dämonen, Engeln oder antiken Göttern, die von den magisch Tätigen schon eher akzeptiert werden.

Vielleicht geht es hier ja gar nicht um das Thema Jesus - sondern um das Thema Rebellion gegen die Kulturdoktrin, das sich in der Ablehnung des Christentums äußert?

Ich bin atheistisch aufgewachsen, obwohl der Rest meiner Familie mich schon ab und an gerne in die Kirche geschleift hat. Und ich erlebe es in meiner Familie, dass Christentum als traditioneller Wert Wichtigkeit hat. Und ich denke mir: So lange sie mich lassen, sollte ich ihnen das gleiche gönnen.

Was mich wiederrum fuchsig macht, ist wenn Idioten den Kreationismus als Lehrstoff an Schulen vorschreiben oder aus religiösen Gründen keine Homosexualität dulden wollen. Da geht es aber nicht um Christus, sondern um die Spinner, die das, was ihm in den Mund gelegt wurde, falsch verstehen. Absichtlich.

Ich betrachte das Christentum nicht anders als alle anderen Religionen - und erachte z.B. die Bergpredigt als sehr spirituell. Ich denke nicht, dass das, was daraus geworden ist, von ihm beabsichtigt war.

Was die Feiertage angeht: Es gab eine Zeit, da mussten sich die einen vor den anderen verstecken und umgedreht. Deswegen wurden die Feste in die gleiche Zeit gelegt, um nicht mit den Feiern aufzufallen. As simple as that. Dass es natürlich einfacher ist, Bräuche und Volksglauben zu integrieren anstatt sie nur zu verteufeln (z.B. ehemalige heidnische Götter zu Heiligenfiguren umzuwandeln) gehört dazu. Die Frage ist nur, soll man jetzt auch die Altägypter, Griechen und Röber verdammen, weil sie die Gottheiten der Vorgänger und Nachbarn assimiliert haben? Das ist kulturelle Dynamik...

Goldy   - 23/11/2013 um 20:46

@20-1-30-40: Dann sollt emein vorher aufgeführtes Beispiel ja eigentlich garnicht passieren können. "Eindeutig" ist etwas nur, wenn man von vornherein Deutungsmöglichkeiten ausschließt.
Ob sich diese Initiation noch mit der von vor über tausend Jahren deckt, sei mal dahingestellt.
Zu welchen spirituellen Erkenntnissen bin ich denn gekommen nachdem ich diese Tausend Seiten von Schriftwerk durchgelesen habe? Und seit wann maule ich?

@Hephaestos: So ist es. Da hat wohl noch etwas gefehlt.

@Serafia_Serafin: Wo kocht hier was? Also ich riech nix. Wenn das pure kritische Hinterfragen einer Religion schon als "Rebellion" angesehen werden muss, dann stellt sich doch ganz klar die Frage nach der Substanz der selbigen.
Und was die griechischen Götter betrifft. So zeigt sich das Archetypen-Schema doch mehr als irgendwo anders.( Und auch hier wieder der bärtige Übervater. Alle anderen Archetypen wegzulassen, spricht denke ich für sich) Weshalb sich diese Götter auch hervorragend zum Philosophieren eigneten. Wieder jedoch nur als EIGENE Persönlichkeitsanteile. Jemand, der zu Aphrodite spricht, spricht in Wirklichkeit nur zu seinen eigenen verführerischen Characteranteilen. Gleichsam Tut dies jemand, der zu Ares spricht mit seinen Kriegerischen.

Und was Dämonen und Engel angeht. Ich denke die astrale Welt funktioniert ganz anders als unsere Materielle. Und die Wesenheiten präsentieren sich eben so, wie sie mit dir am weitesten kommen. (Ganz wie im normalen Leben eigentlich)
Soviel dazu erstmal.

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