Thema: Hekate-Erfahrung

Forum: Glaubensrichtungen und Götter

Autor: Idan


Idan - 20/11/2016 um 01:02

Hallo Leute,

in letzter Zeit bin ich irgendwie öfters auf die Göttin Hekate gestoßen. Sie begnete mir in youtube-Videos und in diversen Artikeln anderer Gottheiten als Querverweis. Ich dachte, ich nehme das als Anlass, mich näher mit ihr zu beschäftigen.

Manchmal lache ich selbst über mich :D

Jedenfalls habe ich viel zu Hekate gelesen und fand sie recht interessant. Sie ist eine sehr mysteriöse Gottheit, deren Ursprung nicht ganz klar ist, deren Aufgabengebiet nicht eindeutig bestimmbar ist und auch ihre Erscheinungsform hat mehrmals variiert. Relativ konstant ist lediglich, dass sie eine weibliche Gottheit ist, eher der Dunkelheit und Nacht zugehörig und dass sie eine Verbindung zu Wegen, Übergängen, Schwellen und zur Magie hat.

Ich habe auch gelesen, dass sie meist von Frauen angebeten worden sei, dass es aber auch männliche Hekatepriester gab, die jedoch Eunuchen / Kastraten waren. Mit dieser Angabe war ich jedoch sehr vorsichtig, denn es hätte auch eine Polemik gegen den Hekate-Kult sein können, diesen zu verunglimpfen, also sprach ich dem nicht viel Bedeutung bei.

Schließlich war ich an den Punkt, an dem ich mich bereit fühlte, Hekate anzurufen und meine persönliche Erfahrung mit ihr und ihrer Kraft zu machen. In der Vergangenheit habe ich meine persönliche Form der Traumreise entwickelt, mit der ich gute Erfahrungen in Reisen auf der "anderen Seite" gesammelt habe.

Tja, was soll ich sagen? Ich hatte einen sehr intensiven Traum. Hekate selbst ist mir nicht begegnet, dafür ist mein Penis abgefallen. :devil: Ich will euch die Details ersparen, aber quasi ist mein Penis komplett aus meinem Körper herausgefallen und ich hatte ihn in der Hand. Ich hatte keine Schmerzen, war aber irritiert, was ich mit dem "Ding" machen soll? Ich bin dann zu einem Becken, habe meinen abgefallenen Penis gewaschen und dann versucht, ihn wieder in meinem Körper zu stecken in der Hoffnung, er würde wieder anwachsen. :puzz:

Das war auch schon der ganze Traum. Ich bin mir nicht sicher, was es bedeutet, aber vielleicht ist an der Sache mit den kastrierten Priestern doch etwas dran und es ist nicht nur Polemik ... ^^

Sope   - 20/11/2016 um 11:01

Haha, du armer :). Hast du schon den ganzen Wikipedia Ei trag gelesen? Der ist doch voll aufschlussreiche
Zitat:
Hesiod beschreibt sie als eine den Menschen sehr hilfreiche Göttin, sie schenkt den Hirten fruchtbare Herden, den Fischern volle Netze, den Jägern reiche Beute, den Athleten und Kriegern Erfolg und Glück im Kampf. Sie ist neben Zeus die einzige Gottheit, die den Menschen jeden Wunsch erfüllen oder verweigern kann. Doch genauso wie die Göttin den Segen geben kann, kann sie ihn wieder nehmen, wenn sie es für richtig empfindet. Außerdem bezeichnet Hesiod die Göttin Hekate als Pflegerin aller Geschöpfe. Sie scheint stark mit den Menschen verbunden zu sein; sie ist in Hesiods Theogonie jene Gottheit, die am häufigsten in Verbindung zu Menschen genannt wird.
Vom einfachen Volk wurde Hekate stark verehrt. Ihre Rituale wurden vor allem im privaten Kreise und im Schutze der Dunkelheit abgehalten. Man bat sie darum, Wünsche zum persönlichen Wohle zu erfüllen (vor allem Schutz, Führung, Glück, Wohlstand). Ihr wurden Opfergaben an Kreuzwegen, Friedhöfen und Hauseingängen (Türschwellen) dargebracht.[1]

Der letzte Tag des Monats, der im athenischen Kalender auf den Neumond fiel, war den Toten heilig. An diesem Tag wurden Hekate, als Wächterin der Unterwelt, Speiseopfer an Wegkreuzungen dargebracht. Diese Speisen waren tabu. Sie zu berühren oder von ihnen zu essen, galt als besonders verwerflich. Trotzdem scheint es üblich gewesen zu sein, dass arme Menschen und Obdachlose von ihnen gegessen haben. Belegt ist auch, dass Hekate zu Vollmond des Monats Munychion (April/ Mai) verehrt wurde.[1]



Von schnipschbap Penis ab oder Eunuchen hab ich nichts gelesen https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hekate

Scheint übriegens ein sehr interessantes göttliches Wesen zu sein. Ich würde mich drüber freuen wenn du deine Erfahrungen mit Hekate weiterhin teilst, falls du wieder mal probierst Kontakt aufzunehmen.
Und falls du deine Männlichkeit verlierst, was ich dir nicht wünsche :D... Heutzutage gibts sehr gute Chirurgische Eingriffe :P


[Editiert am 20/11/2016 um 13:25 von Sope]

Idan - 20/11/2016 um 18:05

Ja, den Wikipedia-Eintrag kenne ich sowie diverse andere Quellen.

Die Kastraten / Eunuchen sind belegt für den Hekate-Tempel in Lagina

https://en.wikipedia.org/wiki/Hecate

Zitat:
Her most important sanctuary was Lagina, a theocratic city-state in which the goddess was served by eunuchs


Allerdings muss man da aufpassen wegen der Übersetzung. So wird z.B. der dritte Abschnitt des Kamasutra auch gerne so übersetzt, als sei es für Eunuchen beschrieben, weil es sexuelle Handlungen unter Männern beschreibt, gemeint sind aber im Original die Hijra, das "dritte Geschlecht". Von daher war ich sehr skeptisch, ob die Eunuchen in Hekates Tempel wirklich Eunuchen meinten, oder ob das nicht eine abfällige Polemik ist und eigentlich Transsexuelle oder Homosexuelle gemeint waren.

Jede Quelle ist immer auch in Frage zu stellen.

Ich werde weiter den Kontakt zu Hekate suchen und meine Erfahrungen beschreiben.

Idan - 21/11/2016 um 10:34

Nachdem ich den ersten Schock mit Hekate verarbeitet hatte, wagte ich gestern einen neuen Versuch.

Im Traum reiste ich an meinen üblichen Start-Ort. Von dort aus rief ich immer wieder Hekate und wartete darauf, dass etwas passiert.
Je länger ich Hekate rief, um so dunkler wurde die Szenerie. Ich dachte zunächst, ich würde einfach einschlafen und das Bild würde verschwinden. Aber statt dessen wurde es stockdunkel, so dass ich in völliger Finsternis weiter Hekate rief.

In der Dunkelheit erschien ein neuer Ort. Ich befand mich in irgendeiner Großstadt auf einer Straßenkreuzung. Die Kreuzung war tiefer als die Straßen, wie eine Senke, so dass in alle Richtungen die Straßen leicht bergauf gingen. Und inmitten der Kreuzung war war ein Gullydeckel. Über diesen Gullydeckel schwebte eine spindelförmige Wolke aus schwarzen Rauch, die sich langsam drehte. Ich dachtte erst, dass diese Wolke oder in dieser Wolke drin Hekate sei und näherte mich ihr.

Aber dann hörte ich eine Frauenstimme mir zuzischen, als wollte mir eine Person was zuflüstern. Die Stimme kam seitlich von unten. Ich sah hin. An der Borsteinkante war eine Rille zur Kanalisation, wie ich das eher von Amerika und Frankreich kenne, weniger aus Deutschland. Aus dieser Rinne schaute ein sehr blasses Gesicht mit schwarz umrandeten Augen hervor und schwarzen Haaren, die glatt herunterhingen. Es erinnerte mich ein wenig an die japanischen Horrorfilme "the grudge/der Fluch" und "U-on/The Ring".

Das war Hekates Erscheinung. Es war nicht, wie ich es erwartet hatte und ich war etwas verdutzt, warum sie aus der Kanalrinne zu mir spricht wie der Clown Pennywise in stephen Kings "Es".

Hekate lachte über diesen Gedanken (ich vergesse immer wieder, dass Gedanken in der anderen Seite wie gesprochene Wörter sind ^^) und erklärte es mir.

Hekates Geheimnis:

Hekate zeigte mir erst Bilder aus meiner Erinnerung, die ich bereits kannte. Bevor die Griechen Hekate als dreifache Göttin im Reigen dargestellt hatten, gibt es ältere Darstellungen von Hekate auf einem Thron sitzen mit einem Mauerwerk als Krone. Im Internet hatte ich gelesen, dass diese Krone eine STadtmauer darstellte und Hekate als eine Beschützerin der Stadt (Laguna) ausweise.

Hekate zeigte mir jedoch, dass dieses Mauerwerk keine Stadtmauer darstellt, sondern einen Brunnen. Sie ist die Göttin der Zwischenwelt, die die Welten verbindet. Die welt der Lebenden und der Toten, der Oberwelt und der Unterwelt, sie ist die Göttin des Geburtskanals, der die Gebärmutter mit der Außenwelt verbindet und auch die Göttin aller Tunnel und Schächte, inklusive Brunnenschacht. Wo immer ein Mensch durch etwas hindurchgeht, um von A nach B zu gelangen, ist Hekate und damit ist sie gleichzeitig überall und doch nirgends.

Mit einem sehr grellen Lachen verschwandt Hekate im dunkel der Kanalrinne und auch die Wolke über den mittleren Gullydeckel löste sich auf. Von den Straßenseiten tauchten Hunde auf, die mich bedrohlich anknurrten und ich nahm das als Zeichen, dass ich jetzt "gehen darf" und visualisierte wieder meinen persönlichen Ort.

Ich werde nochmal ein update machen und ein paar Bilder posten, um das ganze besser zu veranschaulichen.

Sope   - 21/11/2016 um 13:34

Hört sich doch super an : )

Willst du weiter Kontakt mit ihr aufnehmen oder hast du erfahren was du wolltest : )?
Das Lachen würd ich ja auch zu gern hören ^^

Schwarzer Hase - 21/11/2016 um 14:58

Hi Idan,

deine Erfahrungen klingen wirklich spannend und sehr interessiert! Allerdings weis ich nicht so Recht, ob du wirklich Hekate getroffen hast ... bei mir ist sie gänzlich anders. Von deinen Erzählungen her hätte ich vermutet, du hättest bei deiner ersten Reise ihre Tochter Circe und bei deiner zweiten Reise auch Circe oder Janus, den Gott der Türen, getroffen.

Zwar gehören Übergänge in der Tat zu Hekates Machtbereich, aber hauptsächlich ist sie die griechische Göttin der Magie und der Geheimnisse. Mit Übergängen hat sie normalerweise nur in dem Sinne zu tun, wie ein Schamane mit dem Übergang von Hier nach Drüben zu tun hat.
Bei mir sieht sie aus, wie eine gesunde alte Frau, die geduldig und wach die Welt und ihre Besucher beobachtet. Dazu, dass sie keinen klaren Herrschaftsbereich hat, meinte sie mal zu mir: "Ich möchte nichts sein und ich habe auch nichts zu sein."

Was genau wolltest du denn von ihr? Sie ist ein Bisschen launisch und lässt sich gern verleugnen, wenn sie keine Lust hat jemanden zu treffen...

Silas - 21/11/2016 um 15:16

Ist Hekate nicht eine dreifaltige Gottheit? Klar, diese Darstellung kam erst später, aber wenn Idan den "jungen" Aspekt der Göttin traf, und du die Greisin, dann würde das doch für die Dreifaltigkeit sprechen, oder? Ist nur so eine Theorie, Griechenland und sein Pantheon sind nicht unbedingt mein Spezialgebiet.


[Editiert am 21/11/2016 um 15:21 von Silas]

Schwarzer Hase - 21/11/2016 um 15:23

Ja, schon (Geister haben ja eh keine wirklich festgelegte Gestalt). Was mich stutzig macht, ist ihr vollkommen anderer Charakter bei Idans Erlebnissen. Also die Hekate, die ich kenne, würde NIE aus nem Kanalschacht rausgucken... das ist eher so Janus' Masche unter dem Motto "So erkennt man mich nicht so schnell."

Silas - 21/11/2016 um 15:29

Naja, vielleicht hat der jugendliche Aspekt von Hekate ja auch einen anderen Charakter? Jeder Aspekt repräsentiert ja etwas. Die Hekate-Greisin würde vielleicht nicht aus einem Kanal schauen, aber die jugendliche Hekate schon...? Wer weiß schon, was in 'Gottheiten' vorgeht... ;-)


[Editiert am 21/11/2016 um 15:35 von Silas]

Idan - 21/11/2016 um 16:04

Soweit wie ich das recherchieren konnte, hat Hekate eine lange Wandlung hinter sich. Was ihr beiden beschreibt, trifft eher auf die griechische Hekate zu.

Allerdings ist Hekate - wie Dionysos und Adonis - nicht originär griechisch, sondern hat ihren Ursprung im vorderasiatischen Raum. Und dort z.B. kennt man Hekate nicht als dreifaltige Gottheit. Erst die Griechen haben Hekate dreifaltig darfgestellt in Anlehnung an andere Frauen-Dreier wie z.B. die drei Moiren oder die drei Grazien.

Auch, dass Hekate eine Göttin der Magie ist, kam erst bei den Griechen. Vorher war sie eine Göttin der Übergänge und spielte - ähnlich Hermes - eine Rolle als Götterbotin.

Ich empfehle hier sehr den englischen Wikipedia-Eintrag zu Hekate, der um einiges ausführlicher ist als der deutsche und der auch mehr über die verschiedenen Entwicklungsstufen von Hecate erzählt:

https://en.wikipedia.org/wiki/Hecate

Interessant finde ich persönlich, dass Hekate mir gegenüber speziell den "Geburtskanal" genannt hat. Denn es gibt die Theorie, dass Hekate noch vor der asiatischen Variante ganz ursprünglich auf die ägyptische Göttin "Heqet" zurückgeht, die eine Göttin der Geburt und der Wiederaufstehung der Toten ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Heket

Die Hekate, oder besser, der Hekate-Aspekt, den ich kennen gelernt habe, passt eher dazu.


[Editiert am 21/11/2016 um 16:09 von Idan]

Sope   - 21/11/2016 um 17:01

Entschuldigt das ich hier mal eben so quer in den Raum springe :D mit meiner frage.
Spielt die Aussprache wenn man hekate ruft eine Rolle? Weil ich persönlich wüsste nicht wie man das aus spricht :D in welcher Sprache auch immer.


[Editiert am 21/11/2016 um 17:02 von Sope]

Silas - 21/11/2016 um 18:47

Bei Hekate liegt die Betonung auf den E's, das letzte wird ein wenig länger gezogen als das erste, wenn ich mich nicht irre ;-)

Das mit Heket macht Sinn, finde ich. Die Frage ist nur, ob die Griechen demzufolge falsch lagen, mit ihrer dreifaltigen Vorstellung von Hekate.

Schwarzer Hase - 21/11/2016 um 20:54

@Idan: Verstehe, dann hast du quasi den "historischen" Aspekt der Göttin getroffen. Wenn ich Hekate beschwöre, hat sie Ähnlichkeit mit Hestia.

@Silas: Das liegt wohl mal wieder am Synkretismus. Man werfe einfach alles an Ideen in einen Topf und schaue, was dabei heraus kommt^^

Silas - 21/11/2016 um 21:30

Nicht dass mich dafür jetzt einer mit faulen Eiern bewirft, aber mir kommt eh vieles das mit dem griechischen Pantheon zu tun hat, oft nicht sehr stimmig vor :redhead: Aber das ist nur meine persönliche Ansicht, ich will niemandem irgendwas schlecht reden.

Idan - 22/11/2016 um 07:35

Ihr solltet nicht den Fehler machen, in die christliche Falle zu tappen.

Es ist ein typisch christliches Übel bei Glaubensfragen über "richtig" und "falsch" zu diskutieren.

Die griechische Hekate ist nicht falscher oder richtiger als die ägyptische oder asiatische. Der Hekate-Aspekt, der mir begegnete ist nicht richtiger oder falscher als der, den schwarzer Hase kennt. Es sind verschiedene Aspekte.

Ein und dieselbe Frau kann gleichzeitig eine Tochter sein (in Bezug zu ihren Eltern), eine Mutter (in Bezug zu ihren Kindern) eine Geliebte (in Bezug zum Partner) eine Kriegerin (in Bezug zu feindlichen Fremden) eine Herrscherin (in Bezug zu ihrer Domäne) und eine Dienerin (in Bezug zu einer höheren Macht).

trotzdem ist es ein- und dieslbe Frau, die sich trotzdem in jeder ihrer Rollen anders verhält und sogar anders redet. Das ist vollkommen normal.

Dass ich einen etwas ursprünglicheren Aspekt von Hekate kennen gelernt habe und schwarzer Hase eher den kulturell weiter entwickelten Aspekt, sagt mehr über ihn und mich aus als über Hekate.

Alle Wesenheiten passen sich dem Empfängerhorizont des Gegenübers an. Das hat nichts mit richtig oder falsch zu tun. Es bedeutet nur, dass schwarzer Hase und ich, bzw. die Griechen in Europa und die im asiatischen Raum, verschieden waren.

Sope   - 22/11/2016 um 08:46

Menschen sind ja auch vielfältig :) und ich verhalte mich auch verschiedenen Personen anders gegenüber.
Aber vermutlich kommt es auch ein wenig auf die Erwartungshaltung an wie man ihr gegenüber Tritt?
Idan du bist ihr mysteriöser Weise immer wieder über quer Verweise begegnet und wolltest was über sie erfahren. Sie hat ein auf spooky gemacht , die Seite von sich gezeigt die sie dir zeigen wollte.

Hach das mit dem Gulli und alles :D und angefangen mit abfallenden penis ^^. Echt Hammer :).Also sie hat bei dir eindeutig ein auf Wächterin bzw beschutzerim gemacht.

Und Hase , du meintest sie ist launisch und lässt sich verleugnen wenn sie keine Lust auf einen hat :)..
Das sagt doch finde ich schon einiges aus :) und da wundert die Eunuchen Geschichte auch nicht :D. Sie bleibt halt mysteriös.

Zitat:

Hekate, Wanderin der Dunkelheit

Hekate wandert in mondlosen Nächten, umgeben mit ihren heiligen Hunden. Sie ist eine Tochter von Asteria. Sie gilt als Hexen- und Zaubergöttin und herrscht über die übernatürlichen Kräfte. Hekate wurden oft Reste des Abendmahles vor die Tür gestellt, die für sie und ihre Meute bereitgehalten wurde.

Hekate als Herrin alles Zauber-, Spuk- und Hexenwesens war im 5. Jahrhundert sehr populär. In erster Linie war sie eine Frauengöttin.

Sie gilt zugleich als hilfreich und unheimlich. Mit Fackel und Schlangen im Haar tritt sie als Herrin alles "nächtlichen Unwesens" auf, ebenso beherrscht sie die Zauberei und Giftmischerei. Sie jagt mit ihrem Gespensterschwarm durch die mondlose Nacht.
Dargestellt wird sie mit nach drei Richtungen blickenden Gesichtern.
Ihre heiligen Tiere sind die Hunde, die sie stets begleiten ...


Bleib hartnäckig idan sie scheint auf dich zu stehen :P naja oder mag dich nicht :x


[Editiert am 22/11/2016 um 09:00 von Sope]

Idan - 22/11/2016 um 09:50

Auch wenn die erste Erfahrung nicht so angenehm war, hatte ich schon schlimmere Erfahrungen mit Wesenheiten (z.B. durch Apollo).

So sehr sie sie sich auch an diversen Horror-Klisches bedient hat, ist sie mir doch irgendwie sympathisch. Ich denke, sie will mir zeigen, dass sie sehr gefährlich sein kann, wie stephen Kings "Es", wie Samara aus "The Ring" oder "Der Fluch" und dass ich mir sehr genau überlegen sollte, ob ich mich weiter mit ihr einlasse.

Auf der anderen Seite hat sie mir die Sache mit den Übergängen erklärt, ihren Bezug zum Brunnen und zum Geburtskanal und als Mittlerin zwischen den Welten. Das fasse ich sehr positiv auf, sie hätte es auch beim Erschrecken lassen können ohne mir etwas lehrreiches zu vermitteln.

Aller guten Dinge sind drei, ich werde einen dritten Kontakt wagen und euch berichten, wie dieser ablief.

Silas - 22/11/2016 um 09:52


Zitat:
Ihr solltet nicht den Fehler machen, in die christliche Falle zu tappen.


Da hast du recht, danke fürs dran erinnern! Ich versuche immer, das zu vermeiden aber es ist ja irgendwie 'drin'....

Sope   - 22/11/2016 um 12:31

Bring ihr dieses Mal wenigstens Blumen mit sie ist ne Frau. ... Und den Hunden eine Mini wini Würstchen Kette :).

Was erhoffst du eigentlich von ihr zu erfahren? Oder willst du nur eine neue Verbündete für zukünftige magische Arbeiten?

Idan - 22/11/2016 um 14:30


Zitat von Silas, am 22/11/2016 um 09:52

Zitat:
Ihr solltet nicht den Fehler machen, in die christliche Falle zu tappen.


Da hast du recht, danke fürs dran erinnern! Ich versuche immer, das zu vermeiden aber es ist ja irgendwie 'drin'....


Das ist halt unser kulturelles Handicap ;-)

Zitat:
Was erhoffst du eigentlich von ihr zu erfahren? Oder willst du nur eine neue Verbündete für zukünftige magische Arbeiten?


Erstmal will ich sie nur näher kennenlernen. Ob ich dann auch mit ihr arbeite und wenn ja, in welche Richtung es dann geht, wird man dann schon sehen.

Schwarzer Hase - 22/11/2016 um 15:07

Wenn du mit Apollo Probleme hast, dann sind wir wohl wirklich ziemlich verschieden. Er ist der Gott, dem ich am Ähnlichsten bin und mit dem ich am Besten klarkomme.

Ich vergesse manchmal, dass jede Geisterbeschwörung was Persönliches ist und die gerufene Wesenheit zwar von Drüben kommt, aber auch gleichzeitig ein Spiegel meines Ich ist. Naja, wie Innen so Außen :)

Idan - 22/11/2016 um 15:48

Probleme würde ich nicht sagen. Aber nach meiner Erfahrung mit Apollo habe ich zumindest die Mythen verstanden, warum manche (Kassandra, Daphne) vor ihm davon gelaufen sind. Ich habe ihn sehr fordernd, dominant und intensiv erlebt und meine Begegnung mit ihm ging eher in die Richtung sexueller Missbrauch. Gar nicht angenehm.
Aber schließlich hat er auch einen kriegerischen Aspekt, ist sehr rachsüchtig und kann durchaus auch sehr zerstörerisch sein. Licht und Schatten liegen auch bei den höheren Wesen oft sehr nahe beiander.
Vielleicht zeigt mir Hekate auch noch ihre lichte, schöne Seite als Fackelträgerin und Hüterin der Erleuchtung, wenn ich ihren Pfad der Dunkelheit und Schrecken überstanden habe?

Silas - 22/11/2016 um 17:40

@Idan: Hast du eigentlich auch Erfahrungen mit Dionysos gemacht? Wenn ja, magst du davon vielleicht auch erzählen?

Idan - 23/11/2016 um 00:21

Dionysos bisher noch nicht. Ich nehme es mal auf die Liste ^^ Wobeii ich aber fürchte, dass ich sehr wenig Bezug zu ihm habe. Allerdings können uns gerade die ganz Fremden auch spannende Erkenntnisse über uns bringen.

Silas - 23/11/2016 um 10:02

Wohl wahr ;-)

Idan - 24/11/2016 um 08:53

Aller guten Dinge sind drei und Hekate selbst gilt bei den Griechen als dreifaltig, also hier meine dritte Begegnung:

Ich habe die Idee von schwarzer Hase aufgegriffen und Hekate ein Geschenk gemacht. Allerdings keine Blumen. Da sie eine Fackelträgerin hast, habe ich an einer Kreuzung in meiner Nähe eine Kerze angezündet, die ich zuvor mit ihrem Namen dreimal beschriftet habe und mehrere Minuten besprochen habe.

Ich habe mich abends schlafen gelegt und während des Einschlafens Hekate imaginiert.

Traum:
Diesmal war ich in einem fremden Haus. Es wirkte alt und war im englischen Stil, etwa Ende 19. Jahrhunderts und aus Holz. In dem Haus lebte eine alte, bösartige Hexe, die aber als sehr hübsche Blondine auftrat.
In dem Haus waren sehr viele Geister, vor allem von Kindern. Sie wollten aus dem Haus entkommen, aber ein Zauber der alten Hexe hielt sie fest. Ich verbündete mich mit einigen der Geisterkinder und sagte ihnen, was sie tun und lassen müssen, um aus dem Einfluss der Hexe zu entkommen.
Ich erinnere mich vor allem an ein Kind, das ein scheinbar harmloses Kinderbuch laut vorgelesen hatte, ich erkannte, dass kodiert im Text eine Beschwörung für einen bösartigen Dämon steckte, der Kinderseelen frisst und schlug dem Kind das Buch aus der Hand.

Am Ende hatte ich die Hexe zwar nicht besiegt, bin aber mit einzelnen Geisterkindern entkommen.

Hekate wiederum war im Ganzen Traum anwesend, aber als ein schwarzer Schatten in meinem Augenwinkel. Sie schien alles zu beobachten, ohne einzugreifen. Trotzdem fühlte ich mich durch ihre Anwesenheit bestärkt.

_____________


Ich weiß noch nicht so recht, was ich davon halten soll. Ich weiß, es gibt Wesenheiten, die einem Prüfungen stellen, ehe man an ihrer Weisheit teilhaben darf. Aber ist es das? Oder treibt Hekate nur Schabernack mit mir und will mich nur gern was verschrecken?

Hephaestos - 24/11/2016 um 12:24

>Hekate wiederum war im Ganzen Traum anwesend, aber als ein schwarzer Schatten in meinem Augenwinkel. Sie schien alles zu beobachten, ohne einzugreifen.

So kenne ich Hekate auch - man muss Sie schon ziemlich "provozieren" um von ihr eine Reaktion zu bekommen.

>trotzdem ist es ein- und dieslbe Frau, die sich trotzdem in jeder ihrer Rollen anders verhält und sogar anders redet. Das ist vollkommen normal.

+1

>Vielleicht zeigt mir Hekate auch noch ihre lichte, schöne Seite als Fackelträgerin und Hüterin der Erleuchtung, wenn ich ihren Pfad der Dunkelheit und Schrecken überstanden habe?

Hekate ist mir mit den Fackeln nur ein mal begegnet, und da hat der Schrecken eher angefangen als aufgehört. Aber die Fackeln sind hilfreich, wenn man sie herbeirufen kann, gerade an "dunklen Orten".

Idan - 24/11/2016 um 14:26

du machst mir ja Mut ^^
Aber so ist es halt, wenn man die Türen in die Dunkelheit öffnet, darf man sich über die Dunkelheit nicht beschweren.

Schwarzer Hase - 24/11/2016 um 17:46

Ach, ist schon i. O., Götter sind halt so^^
Ich habe bisher nur wenig mit Hekate gearbeitet, weil ich auch ehrlich gesagt nicht viel mit ihr anfangen kann. Wenn dann stand sie mir in einen langen Mantel gehüllt gegenüber oder saß in einem Schaukelstuhl.

Bisher war es bei mir immer so, dass ich erst eine Prüfung bestehen musste, bevor der beschworene Gott mich wirklich hat in seine Karten gucken lassen. Normale Hilfe ist auch so okay, aber wenn man die "Essenz" der Wesenheit erfahren möchte, glaube ich suchen sich die Wesenheiten den Partner schon sehr genau aus. Das kommt bei dir dann jetzt wohl darauf an, wie tief deine Verbindung zu Hekate werden soll.

Gegen Apollo z. B. musste ich bei so einer Art mittelalterlichem Ritterturnier gegen ihn gewinnen. Du hast schon Recht, dass er ein ziemliches A-loch sein kann (er heißt ja auch A-pollo ;) ). Aber hinter der groben Fassade steckt ein echt guter Kumpel, der über erstaunlich viel Wissen und eine ziemliche große Vielfalt an Fähigkeiten und Herrschaftsbereichen verfügt. Wenn meine derzeitige Lehre bei Hades abgeschlossen ist, werde ich mich wohl mal an meinen Big Buddy Apollo bzgl. einer Lehranfrage wenden.

Zu Dionysos hab ich auch keine Erfahrungen (bin auch nicht so der Partylöwe...).

Zum Traum: willst du ihn hier deuten, Idan? Dann gib mal ein paar mehr Infos und beschreib, wie du dich gefühlt hast.


[Editiert am 24/11/2016 um 17:47 von Schwarzer Hase]

Idan - 24/11/2016 um 19:49

Ich will in erster Linie Erfahrungsaustausch betreiben, der Traum selbst muss nicht zu intensiv auseinander genommen werden.

Ich finde es aber interessant, dass die meisten von euch Hekate als durchaus sehr ruhig und beobachtend beschreiben. Das deckt sich bei uns allen, finde ich.

Hephaestos - 25/11/2016 um 12:25


Zitat:
...als durchaus sehr ruhig und beobachtend...


Oh, aber wehe wenn Sie losgelassen - die Dame kann auch anders.

GeorgeTheMerlin - 25/11/2016 um 20:44


Zitat von Schwarzer Hase, am 24/11/2016 um 17:46

Ich habe bisher nur wenig mit Hekate gearbeitet, weil ich auch ehrlich gesagt nicht viel mit ihr anfangen kann. Wenn dann stand sie mir in einen langen Mantel gehüllt gegenüber oder saß in einem Schaukelstuhl



Saß in einem Schaukelstuhl - also GESPIEGELT hat sie dir doch sehr gut, dass du mit ihr nix anfangen kannst *looool

Das sie auf ihre Weise SPIEGELT - mag vielleicht ein kleiner schlüssen sein, was da passiert. Dann wäre eine mögliche Verständnis-Frage: was hat sie mir da gespiegelt?

grüssli merlynn

Idan - 25/11/2016 um 21:44

Hekate IV

Wieder eine völlig neue Szenerie. Ich sah vor mir ein großes Podest, auf dem eine Art Thron aus einem hellen/weißen Stein stand. Links und rechts von mir waren unzählige Männer, die auf dem Boden hockten und völlig synchron Trommeln schlugen, die vor ihnen standen. Ich wollte keine Aufmerksamkeit auf mich ziehen und habe mich neben einen Trommler auf den Boden gesetzt und beobachtet, was vorne passierte.

Begleitet von mehreren Männern und Frauen kam Hekate. Unfassbar majestätisch. Ich kann kaum beschreiben, wie sie aussah, aber ihr Kleid war silbrig-weiß. Überall war es mit riesigen Federn geschmückt, die Hekate in alle Richtungen verlängerten.

Sie schritt von links über die Bühne zu ihrem Thron und nahm Platz. Dann sah sie mich direkt an. Und mit ihr alle anderen auch. Auch alle Trommler - die unentwegt weiter trommelten - sahen mich an.

Ich stand langsam auf und ging auf Hekate zu. Sie schien zu lächeln. Ihr Kleid und die Federn schienen bei jedem Schritt ihr Aussehen zu ändern. Mal erschien mir ihr Outfit ganz schwarz, mal fast weiß. Es changierte extrem.

Ich wollte vor ihrem Thron knien, aber da erhob sich Hekate schon und fasste mich mit beiden Händen an den Wangen. Ich blieb wie erstarrt stehen. Sie hauchte mir links und rechts einen Kuss um die Wangen und flüsterte etwas. Die Wörter weiß ich nicht mehr, aber die Bedeutung war in etwa "Sei gesegnet mein Kind".

Dann wurde die ganze Szenerie langsam dunkel und verschwand im Nichts.

__________

Ich fühle mich in der Vermutung bestätigt, dass Hekate mich geprüft hat.

1. Penis-Verstümmelung = körperliche Gefahr
2. Kreuzung und Horror-Gully = Gefahr für mein Leben
3. Rettung der Geisterkinder = Gefahr für meine Seele und für andere Wesen

Ich bin froh, dass ich am Ball geblieben bin und mich Hekate weiter gestellt habe. Ich habe das Gefühl, einen Ansprechpartner auf der anderen Seite gewonnen zu haben. Auch wenn es recht aufwühlend war. :D

Schwarzer Hase - 26/11/2016 um 07:55

Freut mich für dich! Das würde ich mal als "akzeptiert" bezeichnen. :D

@George: Danke für den Hinweis. Da muss ich mal drüber nachdenken.

Idan - 26/11/2016 um 10:55

Ich will ja nicht paranoid werden, aber als ich heute einkaufen war und auf dem Display den Rechnungsbetrag sah, musste ich sofort an Hekate denken.

Ich dachte, das teile ich mit euch:


Schwarzer Hase - 28/11/2016 um 10:24

:thumbup: Genial.

Idan - 1/12/2016 um 12:22

Also jetzt verarscht Hekate mich aber :D


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