Thema: Odyssee in die Unterwelt

Forum: Astrales/ Aura/ Reinkarnation

Autor: samsaja1


samsaja1 - 25/10/2016 um 18:38

Da Reisen in die ich nenne es mal die Anderswelt auf gar keinen Fall unterschätzt werden sollten, wollte ich mal eure Erfahrungen zu ihren Bewohnern hören .. Heph und Hase haben ja schon einiges dazu geschrieben.. Vielleicht könnten wir hier unsere Erfahrungen,Vorgehensweisen und vor allem die Eigenschaften und Gefahren der Bewohner und der Anderswelt hier weiter austauschen
Interessant wären auch Details eurer jeweiligen Trips dorthin.. Wie eure Sehkraft, Mobilität und vorallem der unzähligen Orte dort drüben

Silas - 25/10/2016 um 18:45

Über welche Wesen genau soll / darf denn diskutiert werden? Ich frage nur, weil du 'Anderswelt'schreibst, und ich persönlich das als Ort kenne, an dem Naturgeister leben. Oder meintest du die Astralwelt?

samsaja1 - 25/10/2016 um 19:00

Heh da landen wir schon wieder bei den Definitionen.. Erzähl uns doch einfach mal wie du dich auf eine Reise überhaupt erstmal vorbereitest und durchführst, eventuelle Erfahrungen dazu usw .. Alles ist Erlaubt, keine Erfahrung ist verkehrt und jeder profitiert und assoziiert sich damit

Silas - 25/10/2016 um 19:16

Also ist es nicht wichtig, welche Art von Reise? Ok...

Also ich beginne immer mit einer schamanischen Reise. Auf diese stimme ich mich meist mit einem bestimmten Musikstück ein, trinke einen entspannenden Tee oder einen Schluck Alkohol und verdunkle den Raum. Ich lege mir zusätzlich noch ein dunkles Tuch auf die Augen, schalte die Trommelmusik ein und entzünde das Räucherwerk (meist verwende ich Salbei oder ein Räucherstäbchen).

Dann beginne ich die Reise, wobei ich zunächst in die untere Welt Reise, und dort mein Krafttier - einen Jaguar - besuche. Gemeinsam mit ihm klappere ich dann noch die mittlere und die obere Welt ab, um die dortigen Krafttiere und Helfer zu Besuchen. Seltsamerweise bekommt er, um mich irgendwo hin zu bringen, immer Flügel, manchmal 'fliege' ich auch selbst.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich nur an einen Ort denken muss, an den ich möchte, und diesen dann einfach 'an fliegen' kann. Gewöhnlich reise ich aber nur dann irgendwo hin, wenn ich etwas zu erledigen habe, also z.B in die Anderswelt um jemanden dort zu besuchen den ich kenne. Oder wenn mich jemand bittet bei ihm nach zu schauen ob ihm etwas anhaftet (ein Geist oder ein unabsichtlich geschaffenes, negatives Elemental etc.), dann reise ich auf der Astralebene zu diesem jemand. Ich war aber auch z.B schon mal eher unbeabsichtigt an einem Ort der Atlantis hätte sein können - sofern man daran glaubt. Oder in einer verlassenen Einöde bei der es sich - laut meinem Krafttier - um eine Ebene der Unterwelt handelte. Oder in der japanischen Version der 'Anderswelt', wo sich die in Japan heimischen Yokai aufhalten.

Ja....das erst mal dazu. Ich hoffe, das war ausführlich genug.

Schwarzer Hase - 25/10/2016 um 19:58

Hey, also nach dem Ausprobieren verschiedener Pantheons bin ich inzwischen bei der griechischen Mythologie hängen geblieben. Ich besuche momentan den Gott Hades im Schnitt zwei- bis dreimal pro Woche und nehme dann fast immer diesen Weg:

Also erst mache ich die relativ normale Vorbereitung für eine schamanische Traumreise. Ich singe ein Bisschen, gehe dann meist mit Trommelmusik im Hintergrund in Trance und betrete dann drüben meinen heiligen Garten. Da treffe ich mich mit meinem Krafttier und bitte es, mich hinunter in die Unterwelt in den Bereich des Todes zu bringen. Dann erscheint die Treppe nach unten und ich laufe los.

Unten angekommen stehe ich dann in einer Art großen Tropfsteinhöhle, in der sich die Tore des Todes befinden. Bei mir sind das irgendwo in der Luft hängende runde Ringe mit bunten Membranen drin (sehen ein bisschen wie Tore bei Stargate aus :redhead: ). Vor den meisten Toren stehen dann die Charuns Wache (das sind Wesenheiten die aussehen wie ne Mischung aus muskelbepacktem Menschenkerl und einem Tier, häufig Schwein, und mit irgendeiner großen Mordwaffe in der Hand).
Vorher bin ich dann immer zu einem der diensthabenden Charuns gegangen, erklärte ihm den Zweck meines Besuchs und bat um Einlass in den Hades. Dann habe ich von ihm die übliche Belehrung über die Verhaltensweise im Land von Meister Hades bekommen und durfte dann durch das Tor rübergehen. Es ist egal, welches Tor man nimmt, weil sie eh alle an der gleichen Stelle wieder heraus führen. Inzwischen habe ich einen Passierschein, den ich bloß noch vorzeige und dann darf ich gleich weiter zu einem Tor.

Hinter dem Tor stehe ich dann am Strand des Styx, über den eine Holzbrücke führt. Auf der rechten Seite liegt der Asphodiliengrund (ist ausgeschildert) und nach links quer über den Acker geht es immer nahe des Styx entlang zum Palast des Gottes Hades. Ab und an fährt mal Charon vorbei und nimmt mich mit seinem Boot zum Palast mit, meist laufe ich aber. Bis hier sieht die Umgebung eigentlich ziemlich normal wie bei uns aus, nur dass sie größtenteils in Lila- und Grautöne gehalten ist.

Je näher ich dem Palast von Hades komme, desto heller wird dann alles, weil der Palast über einer Magmagrube liegt. Deren Lava fließt auch fröhlich durch den Vorgarten und teilweise auch im Palast durch die Räume. Der Palast selbst sieht für mich aus wie ein relativ schlichtes schwarzes Schloss mit vier Türmen in einer Reihe und einem ziemlich seltsamen Schlossgarten aus schwarzen, grauen und lila Blumen sowie Lava als Bäche. Ich gehe dann einmal geradewegs den gepflasterten Weg entlang durch den Garten und betrete dann das Schloss durch die Mittelpforte. Ab und an stehen hier nochmal ein paar Wächter, aber die fragen nur selten mal nach was ich will.

Im Schloss selbst komme ich in einen fetten Vorsaal, gehe dann immer geradeaus durch zwei Räume und einen langen Gang entlang bis zum Thronsaal, in welchem mein Meister dann geduldig auf mich wartet. :D Was mir immer auffällt, ist dass drinnen ordentlich mit Schmuck und Edelmetallen gepotzt wird. Na, Hades ist ja auch der Gott des Reichtums, da kann er sich das wohl leisten...


Insgesamt emfinde ich die Reise in den Hades (als Gebiet) ehrlich gesagt als wenig bedrohlich. Solange man sich an die Vorschriften und Regeln hält und nicht auf die Idee kommt, mit einem der Wächter einen Schwertkampf austragen zu wollen, glaube ich nicht dass einem dabei viel passieren kann. Die einzige wirkliche Schwierigkeit liegt wohl gerade bei und nach den ersten paar Besuchen darin, die zugegebenermaßen teilweise ziemlich schaurigen Bilder und Erinnerungen zu verarbeiten, die insbesondere am Styx hochkommen. (Also oft sind es keine eigenen Erinnerungen, sondern Erinnerungen von Leuten die z. B. qualvoll gestorben sind. Oder es sind aufgegebene Wünsche mit den abgetrennten Schicksalsfäden dran, was hätte aus diesen Wünschen werden können.)

Hinter dem dem Asphodiliengrund gibt es noch verschiedene Bereiche, wie das Elysium, die Insel des ewigen Glücks, die Felder der Verdammten und die als solche ausgeschilderte "Sperrzone". (Ich vermute einfach mal, dass es da zum Großen Geist geht.)

Die Götter, die ich hier relativ regelmäßig treffe, sind Hades, Persephone, Charon, Thanatos und Hypnos. Hin und wieder sind auch mal andere Gestalten wie Hermes oder Ker unterwegs. Jedenfalls gilt auch bei diesen: wenn man sich an die Regeln hält, lassen sie einen in Ruhe (bis auf einen zynischen Kommentar vielleicht).

So, dass ist meine Variante der Odyssee in den Hades :D

Idan - 25/10/2016 um 20:01

Ich habe mich früher sehr schwer mit den Reisen getan, weil ich von vornherein keinen Zugang zur "anderen Seite" hatte. Dank einiger schamanisch erfahrener Leute habe ich dann zunächst einen für mich passenden Eingang gefunden und dort dann meinen - wie ich es nenne - "persönlichen Ort".

Dieser persönliche Ort ist eine wunderschöne Landschaft, die von Bergen und Nebel umrahmt ist, wo meine "Seelenkatze" mich erwartet und wo ich immer wieder neue Dinge entdecke. In der Vergangenheit habe ich bisher verschiedene "Tore" zu verschiedenen Bereichen gefunden:

- eine uralte Buche, in deren Ästen ich hochsteigen kann in himmlische Sphären um eher die lichten Aspekte der Oberwelt zu erkunden. Ein riesiger Adler begleitet mich hier.

- einen sehr tiefen See entdeckt, der in eine unterirdische Höhle führt, wo ich die dunklen Aspekte meine Persönlichkeit in den Schatten erkunden kann. Ein kleiner Wal begleitet mich hier, indem er mich in seinem inneren aufnimmt und durch das Wasser reisen lässt.

- ein fürchterlich kitschiges Märchenschlos à la Disney, für das ich mich ein wenig schäme, das aber mein inneres Kind beherbergt, die wenigen guten Kindheitserinnerungen und vor allem die Träume, Wünsche und Ideale meines jungen und naiven "Ich"s.

Von diesem sehr persönlichen Ort aus kann ich weiter reisen in andere Gefilde von anderen Individuen oder an "öffentliche Plätze", die von vielen Wesen genutzt werden.
___

was deine Fragen nach Wahrnehmung etc. angeht:

Die Wahrnehmung ist relativ "dumpf". Da ich mich sehr schwer damit tue, meine Körper völlig zu verlassen und auszuschalten, nutze ich die etwas mildere Art der Traumreise. Sowohl im wachen Zustand als auch nachts im Schlaf. Meine Wahrnehmung des hier und jetzt bleibt immer ein Stück weit dabei und führt dazu, dass ich die "andere Seite" in der Regel nicht ganz so intensiv wahrnehme. Wobei es Ausnahmen gibt.

Was den Austausch mit den Wesen auf der anderen Seite angeht, so gilt für mich persönlich, dass die visuelle Wahrnehmung massiv im Vordergrund steht. Nur sehr selten sind andere Sinne wie Gehör, Geruch, Tastsinn, etc. involviert, wobei die alle durchaus schon vorkamen bei einzelnen Reisen. Die allermeisten Reisen sind allerdings rein visuelle Reisen und unterscheiden sich dadurch deutlich von normalen Träumen, Fantasien, etc.

Kommunikation erlebe ich in der Regel als sehr, sehr, sehr direkt. Wenn ich eine Frage stelle, kommt die Antwort in der Regel prompt und zwar als Gedanken in meinem Kopf. Ich finde diese sehr direkte Kommunikation manchmal unangenehm, weil sie mir so distanzlos ist. Es findet kein hören, verarbeiten, etc. statt, sondern ein direkter Gedankenaustausch. Manchmal in Form von Wörtern, oft in Form von Bildern oder ganzen Gedankengängen, was mir sehr befremdlich ist. Es ist ein Unterschied, ob ich den Gedankengang von jemand anderen begreife und nachvollziehe oder ob er direkt 1:1 in meinem Kopf ist.

Austausch mit anderen Menschen vermeide ich in der Regel, dafür haben wir die materielle Welt und brauchen die andere Seite nicht.

Waren das so die Dinge, die dich interessierten?

Silas - 25/10/2016 um 20:11

Ach stimmt, das mit der Sehkraft usw. hatte ich vergessen...also ich bin oft sehr unkonzentriert und überhaupt nicht gut im 'Sehen'. Ich fühle-sehe eher, und auch mein Gehör ist sehr ausgeprägt. Wenn ich also ein Wesen treffe und es nicht richtig sehe, höre ich es aber fast immer sehr deutlich.

Mit Göttern habe ich eher selten Kontakt aber wenn, dann meistens mit Hathor, Osiris und Amentet. Ich treffe sie - relativ klischeehaft - in einer ägyptischen Pyramide.

Schwarzer Hase - 25/10/2016 um 20:24


Zitat von Idan, am 25/10/2016 um 20:01

- ein fürchterlich kitschiges Märchenschlos à la Disney, für das ich mich ein wenig schäme, das aber mein inneres Kind beherbergt, die wenigen guten Kindheitserinnerungen und vor allem die Träume, Wünsche und Ideale meines jungen und naiven "Ich"s.


Na das klingt doch mal amüsant! Gibt's da auch ne Bimmelbahn? :D Ne, mal im Ernst, ich hab auch so einen Bereich. Bei mir ist das eine Art kleines Feld mit einigen Gebäuden, bestehend aus Spielzeug und Süßigkeiten. Und - oh, ich laufe gerade tiefrot an - laufenden und sprechenden rosa Riesenteddybären^^

samsaja1 - 26/10/2016 um 00:57

ok dann leg ich mal los..
Meine Vorbereitung ist ähnlich..Nachts im dunkeln Kopfhörer aufsetzen und bei verfügbarkeit konsumiere ich dann noch etwas Cannabis illegal und ganz,ganz viel kaffee.. was mich unglaublich empfänglich für äußeres macht..
Ich beginne meine Reise stets immer mit demselben Video, ich schließe die Augen und nehme trotzdem leicht die Farben des Kreises wahr..somit spare ich mir gleichmal die Mühe einen Kraftort zu visualisieren und verlasse mich ganz auf die echte Wahrnehmung....wenn es soweit ist verwandeln sich die Farben in einen Strudel..er übt einen gewaltigen Sog auf mich aus und reist mich in sich hinein und schwupps bin ich drüben..
https://www.youtube.com/watch?v=TIwv3eh4Mq4

So weit mal zum Übergang ins Drüben..
Drüben nehme ich es ähnlich war wie Idan es beschrieben hat...ich sehe ebenfalls *Dumpf* aber irgendwie auch klar und deutlich ..die Kommunikation findet sofort und meiner Meinung nach über Telepathie statt...was befremdlich und unangenehm ist aber auszuhalten..mich selbst konnte ich drüben noch nie wahrnehmen..

Das übliche - Admin Hephaestos: klick


[Editiert am 27/10/2016 um 08:54 von Hephaestos]

Idan - 26/10/2016 um 08:04


Zitat von Schwarzer Hase, am 25/10/2016 um 20:24
Und - oh, ich laufe gerade tiefrot an - laufenden und sprechenden rosa Riesenteddybären^^

Die Frage ist immer nur, ob das ein lichter Aspekt oder ein Schatten ist? :phantom:

Hephaestos - 26/10/2016 um 09:45

Also, erstmal vorweg - ich bin mit Sicherheit nicht der größte Texter.

Früher hab ich das ähnlich gemacht wie ihr - Klassischer einstieg mit Tunnelvision und Wächtern und so weiter. (Ich hab jedoch noch nie eine Brücke über Styx oder Lethe gesehen)

Inzwischen habe ich einen Führer in der Unterwelt (Ähnlich wie Dante seinen Vergil hatte), und eine Methode, sozusagen im "Hinterzimmer" der Unterwelt aufzutauchen - dem Schlachtfeld, auf dem die Götter die Titanen abgelegt haben. Aber das ist mein privatding. Wie auch immer - ich rate allen Unterweltreisenden, sich einen Führer/Begleiter zuzulegen. Und fragt nicht Sokrates, der kriegt genug Anfragen :D

Später mehr - Tempus Fugit, sozusagen :)

Cruihn - 26/10/2016 um 16:32

Hey,
also bei mir läuft das irgendwie direkter. Ich reise meistens komplett ohne Trommeln oder sonstigem. Ich setze oder lege mich bequem hin, schließe die Augen, zähle von 3 runter und bin sofort an meinem Kraftort. Früher hab ich da viel mit Atmung gemacht um mich in Trance zu bringen, aber in der zwischenzeit funktioniert das sehr gut ohne, vorausgesetzt ich bin gefühlsmäßig nicht so sehr aufgewühlt in der hiesigen Welt, dann dauerts auch mal länger um die nötige Ruhe zu haben.

Wie gesagt fang ich immer an meinem persönlichen Ort an, von dem aus ich überall hinreisen kann. Hier zeigt mir meistens mein Krafttier oder ein von ihm gerufener Führer den Weg, Allerdings begleitet er/sie mich nicht überall hin. Es gibt durchaus Orte, z.B. die Unterwelt, von denen er meinte ich müsse allein reisen und die Erfahrung machen.

Feste Wesenheiten mit denen ich arbeite, bzw die ich treffe gibt es nur wenige. mit Lilith hab ich viel gearbeitet und tu es noch, eine zeitlang hab ich mit Dionysos gefeiert und immer mal wieder treffe ich Cernunnos. Ich bin also nicht an ein bestimmtes Glaubens/Götttersystem gebunden in dem Sinne.

Die Eindrücke sind bei mir immer Stimmungs und Konzentrationsabhängig. Mal ist alles völlig klar und ich bin nahezu "komplett" dort und ein andermal ist es eher verschwommen und obeflächlich, was dann auch eher nur zu einer kurzen Reise führt, da ich dann auch immer wieder abdrifte. Dazu muss ich sagen ich reise oft auch ohne bestimmten Grund, bzw. ist der einzige Grund dann die Zeit für/mit meinem Krafttier (auch wenn man dann doch irgendwie immer einen Grund oder eine Erfahrung findet).


So, nun hab ich doch mehr geschrieben als ich eigentlich wollte.

Grüße

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