Thema: Hexensalben-Skurilles aus dem Internet

Forum: magische Rezepte

Autor: Caltara  


Caltara   - 21/2/2010 um 19:20

Hallo liebe Community,

ich bin Studentin der Pharmazie und habe die Aufgabe für das Fach Biogene Arzneimittel ein 30 minütiges Referat zu dem Thema "Hexensalben-Skurilles aus dem Internet" auszuarbeiten. Meine bisherige Suche gestaltete sich schwieriger als ich zuerst gedacht hatte und deswegen wende ich mich an euch. Könnt ihr mir Links oder gar Rezepte zukommen lassen, die euch bisher einmal über den Weg gelaufen sind, die für mich interessant sein könnten?
Da mein Referat das letzte einer längeren Votragsreihe sein wird, hat der Dozent ausdrücklich gesagt, dass es Spaß machen soll, somit also nicht hochwissenschaftlich sein muss. Es geht eben vor allem auch um Kuriositäten, die Hexen in der Geschichte aber auch heute für ihre Zubereitungen verwenden. Alles ist interessant, nicht nur Salben, sondern alle Arten von Zubereitungen oder Infos, die ihr in so einem Vortrag erwähnen würdet. Ich wäre sehr, sehr dankbar für jegliche Art von Hilfe!

caltaralinn[at]googlemail.com

Saziel - 21/2/2010 um 19:33

Darf ich mal anmerken das du es mal ebend so locker rüber bringst als sollen wir dir irgend ein Mist verkaufen, damit du und dein Prof was zu lachen habt? Entschuldige so kommt es mir vor. Mein Lehrer bringt mir nichts skurieles bei sondern etwas was man benutzen soll um seiner Gesundheit zu helfen. Aber wenn du willst, Mist gibt es im internet genug da kann ich dir bestimmt 30 links zu geben.

florentin - 21/2/2010 um 19:38

Hexensalben-Skurilles aus dem Internet

Klingt in der Tat etwas voreingenommen. Das man auch wenig skuril und verantwortungsvoll mit Substanzen umgehen kann zeigt z.B. H. E. Douvals 7. Band aus der Reihe "Bücher der praktischen Magie" mit dem Titel "Magie und Toxikologie".

Ist vielleicht nicht skuril genug, aber wenn du lieb fragst erfinden wir dir auch seltsame Rezepturen. :puzz:

f.

BabyDrache - 21/2/2010 um 20:21

Also ich kann mich jetzt nicht an konkrete Hexensalben erinnern, hab' auch noch keine gemixt, aber - ohne jetzt nachzuschlagen:
Die Rezepte von denen ich las, enthielten hierzulande wachsende psychoaktive Pflanzen/Pilze die den im Alltagsbewußtsein vorhandenen Realitätszensor auflockern (auch "Halluzinogene" genannt)
Da gäbe es die Tollkirsche, Bilsenkraut, Stechapfel, Fliegenpilz, Krötenschleim, etwas sanfter auch Beifuß - das ganze muß dann in seiner Wirkung "abgefedert" werden mit streichelnden, besänftigenden Mitteln wie Gänseblümchen, Ringelblume so daß der Horrortrip vermieden werden kann. Wenn man es einreibt, zieht es direkt ins Blut ein, ohne Umweg über den Verdauungsapparat, und wirkt gleichzeitig nicht so stark.
Dürfte eine Hilfe für Astralreisen/Wachträume/etc. sein.

Ich kann mir auch vorstellen daß einige aphrodisische Zutaten der Rezeptur noch einen zusätzlichen Kick geben könnten.

Ich habe übrigens von den genannten Nachtschattendrogen nur Tollkirsche probiert, und den Fliegenpilz, bevor ich wußte daß man ihn trocknen muß. Der Fliegenpilz gab mir nur "Bauchschmerzen", aber mit der Tollkirsche konnte ich mich recht gut anfreunden, es war ein sehr interessanter Spaziergang im Wald !

Was an einer Hexensalbe "skurill" sein soll, und warum das Rezept "aus dem Internet" kommen soll, kann ich mir nur so erklären, daß der Verfasser dieses Titels eine süffisante Reportage im Spiegel-Stil erwartet (was mir persönlich so ganz nicht gefallen würde)

Spaß machen können solche Rezepte aber wirklich, solange man nicht zum Junkie wird :-)

Es ist m.E. auch sehr interessant, die Prinzipien zu erforschen, nach denen man magische Rezepturen und Heilmittel selber erstellen kann - die besten Heilpflanzen sind oft diejenigen die man im eigenen Garten als Unkraut finden kann ;-)

Idan - 21/2/2010 um 20:44

Damit ich das richtig verstehe , du willst, dass wir uns selbst in die Pfanne hauen, um eure Vorurteile über unsereins zu bestätigen und damit ihr euch über uns lustig machen könnt? Das ist echt eine bodenlose Frechheit, wie ich sie lange nicht mehr erlebt habe. Tut mir echt leid, wenn du mit google nicht bestätigen konntest, dass wir wildfremde Spinner sind, die seltsame Tinkturen brauen, die nicht wirken. Ich bedaure zutiefst, dass wir eure Klischees nicht bedienen und eure Vorurteile nicht bestätigen ...

Also manchmal ... :calim:

Eliphas Leary - 22/2/2010 um 00:26

Skurrile Anfrage, in der Tat. Ob Du Deinen Kurs zum Lachen bringen kannst wird sich zeigen, aber hier hast Du es geschafft.

Wenn Du an ernsthafter Recherche interessiert wärst wäre das von Florentin erwähnte Buch von Douval zu empfehlen. Oder für einen kleinen Blick in die Geschichte der mittelalterliche Reisebreicht aus dem Buch Abramelin, in dem jemand die "wahre Magie Gottes" sucht und allerlei Scharlatane und Betrüger trifft, die er aber auch schnell durchschaut, unter anderem auch eine Hexe mit der er eine Flugsalbe benutzt. Derartige Beriche zeigen einem, daß die Menschen im Mittelalter nicht naiver waren als sie es noch heute sind...

Serafia_Serafin - 22/2/2010 um 11:18

Dass deine Suche sich als schwierig gestaltet, lässt mich daran zweifeln, dass du es bisher überhaupt versucht hast.

Bittesehr: http://lmgtfy.com/?q=Flugsalbe

Saziel - 27/2/2010 um 15:43

Der link von Serafia ist ja lustig. :D

Caltara   - 29/3/2010 um 12:24

Dass sich die eine oder andere durch meinen Beitrag angegriffen gefühlt hat tut mir Leid, wahrscheinlich hab ichs ein bisschen blöd rüber gebracht. Es geht meinem Prof nicht darum irgendwen zur Schau zu stellen, sondern darum die Bedenklichkeit solcher Rezepturen aufzuzeigen, wenn sie in die falschen Hände geraten. Im Internet hat ja nunmal jeder darauf Zugriff und kann sie nachmachen, egal ob er sich genauer mit dem Thema auseinander setzt, wie ihr, oder auch nicht. Und mit skurill sind eher Zutaten gemeint, die erstmal keinen erkennbaren Eigeneffekt haben (sowas wie Vogelblut o.ä.), was ebenfalls interessant ist um aufzuzeigen, warum solche Inhaltsstoffe trotzdem verwendet wurden. Das Hexen immerschon auch heilkundige Frauen waren steht ganz außer Frage, aber um solche Rezepte, die wie man ja heute weiß einen nachgewiesenen Heileffekt haben, soll es in dem Vortrag nicht gehen, denn die lernen wir zu genüge.
Wem ich jetzt noch mehr auf den Schlips getreten habe, möge mir verzeihen und den Beitrag einfach ignorieren. Denen, die mir ein paar Informationen geschrieben haben danke ich sehr und würde mich auch über weitere Anregungen freuen.

Lug Skywalker - 15/4/2010 um 08:35

Na, dann beschaeftige dich doch mit dem Forscher Carl Kieslwetter, der es nach ausgiebigem Studium der Hexensalben schaffte, sich damit ins letale Nimmerland zu sprengen. Momentan nennenswerter Erforscher der Hexensalben scheint mir auf Anhieb der Ethnopharmakologe Christian Raetsch zu sein. Er hat einiges interessantes dazu zusammengetragen, wobei die Forschung heute noch sehr weit davon entfernt ist, die Zusammenhaenge der Salben zu verstehen, weil sie in den rationalistischen Axiomen nicht erfasst werden koennen (Goedels Theorem :P )
Also, besorg dir die Buecher HEXENMEDIZIN von Claudia Mueller Ebeling, Wolf Dieter Storl und Christian Raetsch, sowie Raetschs definitive ENZYKLOPAEDIE DER PSYCHOAKTIVEN PFLANZEN.
Im Zusammenhang mit Magie ist sicherlich noch die Fraeterniats Saturnii zu nennen, dessen Guru Gregorius in seinen Briefen interessantes zu den Salben schrieb und sogar zwei oder drei Rezepte beifuegte, deren Bestandteile (Spanische Fliegen, Opium - nicht zu vergessen Kinderfet ;-)) wirklich klassisch sind...fuer ein belangloses UNireferat duerfte das reichen, denk ich.

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