Thema: Verheiratet! Aber anderer Mann geht mir nicht mehr aus dem Kopf

Forum: Alles was sonst nicht passt

Autor: sarafina


sarafina - 21/5/2012 um 16:51

Hallo ihr Lieben,

ich weiß mir nicht mehr anders zu helfen, auch wenn es ein Thema mit keinerlei Verbindung zu übersinnlichen ist, würde ich mir das gerne von der Seele reden. (Ich hoffe, ich bin jetzt hier nicht so ganz falsch damit)
Wie der Titel schon verrät spukt mir die ganze Zeit ein anderer Mann (unglücklicherweise auch noch mein Dozent) im Kopf rum. Nun denke ich, kommt das Gefühl nicht von irgendwo her. Ich denke nämlich, dass auch ich ihm nicht ganz egal bin. Ich sehe es z. B. daran wie er mich ansieht, die Aufmerksamkeit, die er mir schenkt, und Letztens (Zufall oder nicht) hat er mich beim Verlassen meines Tisches am Arm berührt. (wirklich berührt und nicht "einfach nur gestreift") Hinzu kommt noch, dass ich sehr sehr sensibel bin was Gefühle anderer Menschen angeht, teilweise habe ich sogar das Problem, dass diese Gefühle auf mich überschwappen. Sprich, ich bin schlecht gelaunt wenn sie es sind, ich bin traurig wenn sie es sind, etc.

Aber dieser Mann übt so eine wahnsinnige körperliche Anziehung auf mich aus, das ich langsam das Gefühl habe verrückt zu werden. Das wird für mich immer mehr zum Problem, da ich
1. verheiratet bin (Ich liebe meinen Mann, das macht alles noch unerträglicher)
2. nicht mehr weiß ob es überhaupt meine Gefühle sind oder doch nur seine und
3. das ich leider nicht mehr mit Bestimmtheit sagen kann, das ich ihm einen Korb geben würde (aber das Nicht-Nein-sagen-können, hat auch teilweise andere Gründe)

Ich habe ein so schlechtes Gewissen meinen Mann gegenüber und so eine Sehnsuch nach dem anderen dass es mir fast den Verstand raubt.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten oder was ich überhaupt noch machen soll.
Vielleicht habt ihr ja einen Rat oder gebt einfach Kritik ab. Es hat aber auf jeden fall schon mal gut getan, sich das alles von der Seele schreiben zu können.

Vielen lieben Dank

Liebe Grüße

LadyLobster - 21/5/2012 um 22:25


Zitat von sarafina, am 21/5/2012 um 16:51
Hallo ihr Lieben,

ich weiß mir nicht mehr anders zu helfen, auch wenn es ein Thema mit keinerlei Verbindung zu übersinnlichen ist, würde ich mir das gerne von der Seele reden. (Ich hoffe, ich bin jetzt hier nicht so ganz falsch damit)
Wie der Titel schon verrät spukt mir die ganze Zeit ein anderer Mann (unglücklicherweise auch noch mein Dozent) im Kopf rum. Nun denke ich, kommt das Gefühl nicht von irgendwo her. Ich denke nämlich, dass auch ich ihm nicht ganz egal bin. Ich sehe es z. B. daran wie er mich ansieht, die Aufmerksamkeit, die er mir schenkt, und Letztens (Zufall oder nicht) hat er mich beim Verlassen meines Tisches am Arm berührt. (wirklich berührt und nicht "einfach nur gestreift") Hinzu kommt noch, dass ich sehr sehr sensibel bin was Gefühle anderer Menschen angeht, teilweise habe ich sogar das Problem, dass diese Gefühle auf mich überschwappen. Sprich, ich bin schlecht gelaunt wenn sie es sind, ich bin traurig wenn sie es sind, etc.

Aber dieser Mann übt so eine wahnsinnige körperliche Anziehung auf mich aus, das ich langsam das Gefühl habe verrückt zu werden. Das wird für mich immer mehr zum Problem, da ich
1. verheiratet bin (Ich liebe meinen Mann, das macht alles noch unerträglicher)
2. nicht mehr weiß ob es überhaupt meine Gefühle sind oder doch nur seine und
3. das ich leider nicht mehr mit Bestimmtheit sagen kann, das ich ihm einen Korb geben würde (aber das Nicht-Nein-sagen-können, hat auch teilweise andere Gründe)

Ich habe ein so schlechtes Gewissen meinen Mann gegenüber und so eine Sehnsuch nach dem anderen dass es mir fast den Verstand raubt.
Ich weiß einfach nicht, wie ich mich verhalten oder was ich überhaupt noch machen soll.
Vielleicht habt ihr ja einen Rat oder gebt einfach Kritik ab. Es hat aber auf jeden fall schon mal gut getan, sich das alles von der Seele schreiben zu können.

Vielen lieben Dank

Liebe Grüße


Das sarafina, ist ein dunkler Aspekt der Emanzipation.

Verheiratet sein trägt nicht mehr den Sinn den es einmal hatte. Was Gott zusammengefügt hat darf/kann der Mensch nicht trennen .... bis dass der Tod Euch scheidet ..... hat keine Gültigkeit mehr.
Eher ist ein geistiges streiten um Vorherrschaft und Besitzanspruch und/oder um erpresserische Maßnahmen und überflügeln, klappt das vorherige nicht ....


Solange Du denkst, es ist so wie Du es beschreibst, ist es Deine Seite der Medaille..... wie auch immer.

Lass Deine Gedanken und Gefühle aus dem Spiel. Stell Dich auf eine Ebene, die jeden anderen Mann ausser Deinen ausschliesst. Sage Dir selbst, es ist eine Rückspiegelung der Zeit, als Du Deinen Mann kennenlerntest ...... eine von Dir unentdeckte Seite Deines Mannes, den Dir das Leben zeigt .....

..... und dann? was kommt dann ? mal gucken ..... ;)

Verrückt bist Du immer von etwas, nimmst Du das Wort verrückt als verrückt sein an.
Verrückt ist man von jedem Menschen, sonst lägen alle aufeinander.

Die Möglichkeit besteht auch : da es sich um einen Lehrer handelt, solltest Du Dir die Frage stellen, ob Du alle Voraussetzungen für Deine berufliche Laufbahn erfüllst oder diese Gefühle ein Narrenspiegel sind, weil er was hat, was Du nicht hast ...... ? Auch : Ist Deine persönliche Gefühlswelt eher auf Beruf oder Mann spezialisiert ?

Wie dem auch sei, lass es mal wissen, wenn Du zu einem Ergebnis gelangst :)

greebo - 21/5/2012 um 23:45


Zitat von sarafina, am 21/5/2012 um 16:51
1. verheiratet bin (Ich liebe meinen Mann, das macht alles noch unerträglicher)


wenn du deinen mann liebst, dann sollte es nichts zu überlegen geben. es ist eine sache deiner position und aus dieser ergibt sich meiner meinung nach der rest!

GeorgeTheMerlin - 22/5/2012 um 10:07

Hallo sarafina

Zum Thema gehört das schon - weil dies ja fast magische Aspekte in uns selber betrifft - die wir aber nicht verstehen können.

Ein Persönlichkeitsmodell (unter vielen!!!) sagt ja, dass wir aus mehreren Persönlichkeitsanteilen bestehen, wovon einige abgespalten und unbewusst sind, weil sie unerledigte überwältigende Dinge aus der Vergangenheit speichern, die sie unbewußt immer wieder im Leben inszenieren, UM SICH SELBER ZU ERLEBEN!

Also: wir verdrängen diese mit intensiven Gefühlen geladenen Erinnerungsspeicher, die Dinge enthalten, die wir NICHT erleben wollten. Diese unbewußten Anteile von uns kommen dann so wieder zu uns zurück, dass wir unbewußt Situationen KREIEREN - in denen diese vergangenen Erfahrungen wieder als Gegenwart erlebt werden DÜRFEN - aus der Sicht der verdrängten Persönlichkeitsanteile die so wieder leben DÜRFEN - MÜSSEN, aus der Sicht des Ego-Teils, der diese Dinge lieber ins Unbewusste verbannt und damit WÄHLT.

In deiner Situation wird ziemlich klar, dass da mehrere Teile um ihr RECHT AUF LEBEN kämpfen. Deine Lebensbühne ist so, dass ein Teil verdrängt werden muss - der andere darf sich ausleben. Diese Lebensbühne taugt nun als Lösung nicht mehr - du ahnst es bereits, gibst du dem einen Teil Recht und verdrängst den anderen, dann wird der verdrängte Teil sich irgendwann unbewußt wieder inszenieren und du bist soweit wie vorher.

Das ist wie Paris, der die bevorzugte Göttin wählen solle - und mit der Wahl einen der größten Kriege auslöste.

Oder die germanischen Götter, die sich obern hinsetzten und allés, womit sie nicht klarkamen, in die Unterwelt verfrachteten. Dann gibt es dort dieses Weltuntergangsszenario, wo das Untere nach onben drängt und die Götter werden gestürzt.

Die Götter sind unsere 'Ideale - oder das was RICHTIG ist. Wem die Ehe und Familie ein Ideal ist, der tut die Aphrodite in die Unterwelt, wem spontane kurzfristige Liebe und möglichst Erfahrungen mit vielen Partnern ein Ideal ist, der tut die Hera in die Unterwelt.

Auch die Mythen spiegeln die Unmöglichkeit einer Lebensbühne, die JEDER VON UNS als Lösung für Unerwünschtes, nicht Konfrontierbares, in sich INSTALLIERT hat. Eine Lebensbühne aus Bewusst - Unbewusst, aus Göttin für Liebe, Göttin für Ehe, Göttin für Weisheit, aus Asgaard, Mitgqaart, Utgaart und all das ....

Und das ist nun deine Stuation: da kommt was hoch ins Leben - und was auch immer du tust, bewirkt auf irgendeine Weise einen inneren UND äußeren Krieg.

Und was auch immer hier geantwortet wird - die Leute einschließlich mir selber kommen immer in die Versuchung, zu wählen zwischen der Göttin der Liebe (Aphrodite), der Göttin der Ehe (Hera) und der Göttin der Weisheit (Athene).

night   - 22/5/2012 um 10:30

also ich würde mir den typen aus den kopf schlagen. kurz, du sagst das du deinen mann liebst? dann ist doch alles ok . ich glaube so schwährmereihen kennt jeder, aber denk mal darüber nach, mit deinem mann bist du sicherlich schon durch dick und dünn gegangen, willst du das alles für einen dahergelaufenen riskieren? ausserdem gibt es viele dozenten die es auf junge mädels in der uni abgesehen haben, danach werden die weggeschmissen..aber gut nehmen wir mal an es ist anders, meiner meinung nach ist betrug immer scheiße. ganz ehrlich, davor mach mit deinem mann schluss, zwei ist nicht, ausser du bist so verdorben(ich geh jetzt mal nicht davon aus, das es so wäre)das du eine affäre oder seitensprung ohne schlechtem gewissen vereinbahren kannst. na ja letztlich musst du wissen was du machst.
gesegnet sind die singels :D :D

GeorgeTheMerlin - 22/5/2012 um 11:22

Schaut man sich deine Situation TIEFER an, so wird klar, dass es nur sehr vordergründig um eine Wahl zwischen zwei Männern geht. Egal wie du wählst, du wirst mit keiner Wahl DAS bekommen, worum es dir wirklich geht, nämlich DEINE VERLORENE EINHEIT WIEDERZUGEWINNEN. Wärest du in dir eins, so würdest du im Aussen nicht unbewussst selber so eine Situation inszenieren, die eine derartige Wahl erfordert.

Mit anderen Worten: die Situation GÄBE es in deinem Leben schlichtwegs nicht.

Wenn ich etwas mal so an und wann bei mir WIRKLICH verarbeitet hatte, - kam ja auch mal vor - dann geschah immer etwas Erstaunliches. Es nicht so, dass ich einfach mit den Stuationen besser umgehen konnte, wie ich es vorher gedacht oder besser vorrausgerechnet hatte.

Es war vielmehr so, dass diese Stuationen nie wieder in meinem Leben auftauchten. Als würde ich in einer völlig neuen Welt Leben, wo es Situationen, die vorher so häufig waren - es gab einfach nichts mehr dergleichen.

Die Situation, die du wahrscheinlich unbewußt selber inszeniert hast - vielleich schon, bevor du deinen Mann kanntest - spiegelt bei dieser Sichtweise etwas Unerledigtes intensiv Gefühltes in dir selber wieder, was wie bei der germanischen Göttrerdämmerung wieder nach oben drängt. Die Ehe ist Asgaard, der neue Mann ist Utgaard, in der Mitte du - und nun haben wir Götterdämmerung!

Da ist es nun spannend, dir selber auf die Spur zu kommen - wie der Schamane sagt, ein PFADFINDER auf dem Weg zu sich selber zu werden. Diese Situationen sind nämlich sehr hilfreiche Spuren, die auch GELESEN werden wollen.

Wenn eine Wahl zwischen Hera, Aphrodite oder Athene immer zu einem Krieg führt, muss es andere Lösungen geben. Eine mögliche Lösung wäre ein KOMMUNIKATIONSPROZESS zwischen den Dreien - herausfinden,

WAS IHRE URSPRÜNGLICHE EINHEIT ENTZWEIT HAT.

Mit GRÜBELN kommt man hier nicht weiter, ausser, dass man dadurch immer verrückter wird!

Es gibt so viele ÜBERRASCHENDE Ursachen, warum wir sind, wie wir sind. Das ist ziemlich vertrackt. Die Antwort kriegen wir BEI DEN PERSÖNLICHKEITSANTEILEN SELBST, indem wir MIT ihnen reden - nicht ÜBER SIE grübeln und rumanalysieren. ÜBER SIE - damit sind wir immer noch die überheblichen Götter in Asgaard. Der Held eerr Mythen musste schon in die Unterwelt hinabsteigen, um sein Frau, also die Einheit seiner Seele - wiederzugewinnen.

DAS VÖLLIG NEUE in uns, die gefühlte Einheit der Seele, bekommen wir nicht, indem wir mit dem Verstand IM INVENTAR DES ALTEN herumrühren.

Beispiele für solche GEZIELTEN Entdeckungsfahrten:

Eine Frau in einer ähnlichen Situation. Ein Bekannter hat ihr dann gesagt, sie solle sich die ALLERERSTE Situation erinnern, in der sie den Mann gesehen hat. Also - nicht das erstmal, wo er ihr auffiel, sonern vorher, das allererste Sehen im Leben.

Dann wurde eine Liste gamacht, was sie zuerst gesehen hat, die genaue Reihenfolge.

Also: Hände - Augen -Mantel ...

Dann wurde bei jedem Punkt auf der Liste gefragt, AN WAS VON GAANZ FRÜHER es erinnert. Also Hände - ja der Großvater hatte solche Hände. Was war mit dem Großvater? Ja - der war immer sehr lieb zu mir, aber wir konnten ihn selten besuchen - Spüre das!

Die Augen - jaa -als Kind wollte ich immer einen Hund haben, der solche Augen hat, den durfte ich aber nie haben. obwohl ich ihn immer so wollte ... - Spüre das!

Das ist ein tiefer KOMMUINIKATIONSPROZESS, mit dem man seinen UNERLEDIGTEN INTENSIVEN SEHNSSUCHTSGEFÜHLEN auf die Spur kommen kann.

Dann kann man fragen - wie fühlt es sich an, deinen Mann zu verletzen -auch wenn du es gar nicht willst? Dieses Gefühl lokalisieren - spüren, WO es im Körper auftritt, was es ist, also Kälte, Wärme, Kribbeln, Verspannung,Hitze usw.

Dann LASSE die Person aus deiner Kindheit auftauchen, wo bei dir in der Kindheit ein ähnliches Gefühl entstand. Warum war diese Person wichtig für dich? Was war passiert?

Welche Ähnlichkeit hat sie mit dem einen Mann - mitdem anderen Mann'?

Lady Lobster hat ja die interessante Möglichkeit erwähnt, dass der neue Mann einen Anteil hat, den du brauchst, den aber dein eigener Mann in sich verdrängt.

Finde mal heraus, was das ist. Und was für ein Gefühl das bei dir auslöst, es nicht zu haben. Und dann gehe mal zurück zu deinem VATER. LASSE die konkrete Situation auftauchen, wo du bei ihm ein ähnliches Gefühl hattest. Oder lass die Bezugsperson auftauchen, wo du ein ähnliches Gefühl hattest.

Vergleiche mal ÄUSSERLICHKEITEN, wo sich vergangene und gegenwärtige Personen ähneln. Spiegeln die zwei Männer zwei widersprücfhliche Seiten deines Vaters? Innere Verletzungen, die er über dich durch verletzende Widersprüche ausgelebt hat? Augenfarbe, Stimme, Haarfarbe, Gesichtsform, Kleidung, Geruch, Art der Bewegung - gibt es da Ähnlichkeiten?

Solche Ähnlichkeiten wirken wie ein SCHALTER, der unerledigte Gefühle wieder hochholt. Dabei können das Äusserlichkeiten sein, die man für völlig unwichtig hält - bewußt!

Eine andere Möglichkeit ist, dass ein Teil von dir abgewertet und verletzt wurde. Dieser Teil kann sich von einem Mann, der in dich verliebt ist, besonders angezogen fühlen. Dieser Mann ist dann die - kurzfristige - LÖSUNG seiner unverarbeiteten intensiven Gefühle: Erleichterung, das Gefühl, lieben zu können.

Diesem Teil kommst du auf die Spur, indem du dir veostellst, der neue Mann würde dich ablehnen. Lokalisiere dann das Gefühl in dienem Körper - und lasse die Person aus deiner Kindhait auftauchen, wo du dasselbe Gefühl hattest. Hier wird sich der neue Mann wohl genau so verghalten, wie du es dir von deiner Bezugsperson gewünscht hättest.

Dann das SPANNUNGSGEFÜHL des Heimlichen, Verbotenen. Fühle mal die UNTERSCHWELLIGS Spannung, die das Verbotene dem Gefühl für diesen Mann zusätzlich gibt.

Lasse auch hier die Person und die Situation in deiner Kindheit auftauchen, wo dasselbe Gefühl entstand.

Was tust du untereschwellig, um den Mann anzulocken? Das ist schwierig :) . Gehe auch mit diesem Gefühl mal in die Kindheit.

Gab es in deiner Kindheit Dinge, die du heimlich tun musstest? Vergleiche das mal mitdem jetzigen Gefühl.

Damit entdecktst du vielleicht schon viele Zusammenhänge und siehst klarer. Aber Vorsicht - es geht hier nicht ums GRÜBELN, sondern um KOMMUNIKATION. Das heisst, du nimmst dir eine gewisse Zeit, stellst Telefon usw ab, findest ein konkretes Gefühl, mit dem du arbeitest, lokalisierst es, umd LÄSST die Verbindung zu deiner Vergangenheit sprechen. Grübeln ist Chaos! Nein, hier wählst du durch die genaue Lokalisation EINES Gefühls - wie EINE Telefonnummer und nicht alles mögliche - EIN Thema an und LÄSST es auftauchen, und zwar als KONKRETE Sitaution oder Bild. Alos: hier wurden viele Möglichkeiten aufgezählt - aber es geht nun darum, GEZIEHLT immer nur EINES nach dem anderen abzuarbeiten um DAMIT zu sprechen und NICHT DARÜBER. Letzteres ist eigentlich nur wieder Verdrängung.

Also: Eine bestimmte Zeit für ein Thema.

Nachdem etwas mehr Klarheit da ist, wollen diese Gefühle ja auch erlöst werden. Vielleicht geht es teilweise nun schon besser -aber wie können vorsichtshalber mit jedem beteiligten Gefühlsaspekt den betrefenden Parsönlichkeitsanteil lokalisieren und tiefer gehen bis zum Ur-Sprung ins allererste Sein, wo noch Licht war.

Eine Möglichkeit ist, alle diese Gefühle nacheinander mit dem Core Prozess zu bearbeiten.

Jo - es gibt viel zu tun. Aber da der Mind ja nun AUTOMATISCH so am Rattern und Grübeln ist - lohnt es sich vielleicht, stattdessen GEZIEHLT zu arbeiten.

Kann sein, dass sich die ganze Situation dann verändert oder gar in Wohlgefallen auflöst.

liebe Grüsse - merlYnn


[Editiert am 22/5/2012 um 11:39 von GeorgeTheMerlin]

Lirote - 22/5/2012 um 15:23

Hallo Sarafina,

Ich kann das Problem gut nachvollziehen. Ich war selber mal in der Situation. Ich bin folgendermaßen damit umgegangen:

Als erstes habe ich mich gefragt, was in meiner Beziehung derzeit nicht stimmt. Ein neuer Mann hat für mich etwas mit Spannung, Herausforderung und ausbrechen aus der Routine zu tun. Deshalb fragte ich mich: Flirte ich mit meinem Mann noch? Konnte ich ihn noch umgarnen? Zwei Dinge, die leider gar nicht mehr da waren. Und wir waren in der Routine festgefahren.
Was ist der Reiz des neuen Mannes? Und bekommst Du das in Deiner Beziehung?

Als zweiten Schritt habe ich mich mit meinem Partner zusammen gesetzt und bin genau diese Punkte mit ihm durchgegangen (natürlich ohne den Hintergrund zu erwähnen) und Lösungen gesucht. Und wenn Dir in Deiner Beziehung was fehlt, dann fehlt es Deinem Partner oft auch. Du tust also Euch beiden einen Gefallen. Bei mir war es schon hier, wo es eigentlich wieder gepasst hat. Aber ich wollte ganz sicher sein.

Und dann war der letzte Schritt eigentlich einfach. Und zwar: gezielt schlechte Seiten des Schwarms suchen. Was für ein Bild hat die Person von Beziehung, Frauen, zur Emanzipation, Politik und all die Dinge, die man normalerweise im Smalltalk vermeidet? Wie steht er zu seiner Ex-Freundin? Wer sind die Deppen und Idioten in seinem Leben? Was kann er gar nicht haben? Teste seine Konfliktfähigkeit (d.h. brich eine emotionale Diskussion vom Zaun).
Die schlechten Seiten Deines Partners kennst Du und kannst damit umgehen. Normalerweise haben wir aber kein adäquates Bild bei einem Menschen, für den wir schwärmen.

Mir ging es danach so, dass ich heilfroh war, dass mein Partner mein Partner ist und mir ist mal wieder bewusst geworden, dass ich ihn um nix in der Welt tauschen möchte, weil er so ist wie er ist. Mir war aber auch zeitglich klar, dass ich auf die Punkte, die ich im ersten Schritt rausgefunden hatte, immer achten muss und sicherstellen, dass diese Bedürfnisse von mir gedeckt sind.

LG
Lirote


[Editiert am 22/5/2012 um 15:25 von Lirote]

Sarija   - 22/5/2012 um 18:27

Kommt mir das nur so vor, oder zieht hier tatsächlich außer mir niemand die Möglichkeit in Erwägung, dass auch verheiratete Menschen nicht zwangsläufig monogam leben müssen?

Wär doch mal eine Erweiterung des Horizonts.

Offensichtlich, sarafina, bekommst du bei deinem Mann nicht alles, was du willst und vielleicht brauchst.
Je nachdem, wie ehrlich ihr eure Beziehung führt, wär das ja mal ein Gedanke, über den du mit deinem (aktuellen) Partner reden könntest, inklusive der Option, das vielleicht von jemand Anderem zu bekommen. Wie praktikabel das für euch ist, hängt natürlich schon etwas davon ab, wie offen ihr mit moralischen Konventionen umgeht und wie gut eure Kommunikationsfähigkeiten sind, auch was den emotionalen Bereich betrifft.
Und noch als kurzes Statement: Ich für meinen Teil, und mit meinem aktuellen Hormonstatus, wäre zum Kompromiss "Monogamie" eigentlich bloß bereit, um ein Kind großzuziehen, weil das gemeinsam nunmal besser funktioniert. Von der gesellschaftlich-christlichen Bewertung der Thematik halte ich nicht allzu viel.

Ich denke, bis auf wirklich wenige Ausnahmen sind Menschen für Monogamie bis zum Lebensende einfach nicht gemacht.

sarafina - 22/5/2012 um 18:34

Ich danke euch für eure Hilfe.

@ MerlYnn: Das, was du mir vorschlägst, hört sich wirklich gut an, aber ich denke das wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen um die Schritte wirklich gewissenhaft durchmachen zu können. Ich wollte dir aber gleich für deine Hilfe danken. Manches kann durchaus mit der Kindheit in Verbindung gebracht werden. Meine, wenn ich das sagen darf, war ein Rundgang durch die H......

@ Lirote: Ich glaube du hast Recht und mir fehlt tatsächlich etwas in meiner Beziehung. Und davor hab ich Angst. Ich weiß jetzt nicht ob man das nachvollziehen kann aber so ist es tatsächlich.

@ night: Ja, ich liebe meinen Mann. Und du hast schon recht damit was Dozenten und Studentinnen angeht. Ich würde auch nicht abstreiten, dass es in meiner Situation anders ist. Ich denke auch, dass er nichts anderes von mir möchte. Und NEIN so verdorben bin ich nicht. ;)

@ greebo: Leider ist es doch manchmal ein wenig komplizierter, meiner Meinung nach.

@ LadyLobster: Ich werde es dich wissen lassen. Sobald ich antworten zu all den Fragen gefunden habe :)

Aber was mich auch noch beschäftigt ist, dass die Gefühle die ich ihm gegenüber habe sich erst so wahnsinnig stark entwickelt haben als ich bemerkt habe, dass er "mehr" von mir will. Das es soetwas wie einen Gefühlentransfer gibt, ist ausgeschlossen, oder? Also nur um ganz sicher zu gehen! Denn sowas hab ich noch nie erlebt. Schwärmereien gut und schön aber, das ist mir doch ein klein wenig unheimlich.

Nochmal Vielen lieben Dank.
Ich hab mich wirklich über die Antworten gefreut. Schön zu wissen, das man nicht alleine ist. :redhead:

Arkis   - 22/5/2012 um 21:47

Je nachdem, wie ehrlich ihr eure Beziehung führt, wär das ja mal ein Gedanke, über den du mit deinem (aktuellen) Partner reden könntest, inklusive der Option, das vielleicht von jemand Anderem zu bekommen. Wie praktikabel das für euch ist, hängt natürlich schon etwas davon ab, wie offen ihr mit moralischen Konventionen umgeht und wie gut eure Kommunikationsfähigkeiten sind, auch was den emotionalen Bereich betrifft.



Hallo hier *lach* ich ziehe es in Erwägung, Sarija. Solch Gestaltung setzt aber m. E. und wie du obig schreibst eine gewisse Entwicklung aller beteiligten voraus. Wie sagte George, aller Persönlichkeitsmodelle. Das klassische Bild, ist zunächst meist der des Eindringlings in eine Zweierbeziehung. Das ist wirklich gar nicht so einfach.

Feluna - 24/5/2012 um 13:28


Zitat von night, am 22/5/2012 um 10:30

gesegnet sind die singels :D :D


richtig! :D

Also wenn ich mit 25 schon verheiratet wär...ok das passiert nicht xD

Serafina...so wie das klingt, scheint das nur ein sexuelles Verlangen zu sein, keine tiefen Gefühle, die du für deinen Dozenten hast.
Dir bleiben eigentlich nur zwei Optionen: 1. Du versucht psychisch und/oder magisch dein sexuelles Verlangen auf deinen Ehemann zu fokussieren. Viel Sex hilft übrigens grundsätzlich immer ;) Vielleicht mal Neues ausprobieren? Und was richtig gut hilft, vor allem, wenn man leicht nymphoman veranlagt ist: auspowernder heißer Sex vor dem Rausgehen (also vor der bösen Begegnung mit deinem Dozenten^^)
oooder 2. Du sprichst mit deinem Ehegatten und ihr klärt das ab. Jeder darf einmal^^ oder so. Ich kenn so ein paar Leute, die das so handhaben.

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