Thema: dunkelmagische Logen

Forum: Dunkle Magie

Autor: Minerva1


Minerva1 - 10/8/2009 um 13:28

Hallo,
Seit einiger Zeit suche ich nach einer Loge, die sich dem Linken Pfad verschrieben hat, aber nicht zu den Teufelsanbetern zählt. Bevor ihr auf Google verweis, ich hab schon gesucht und nichts gedunden. Es wäre nett wenn mir jemand helfen könnte

Danke eure
Minerva1

Psychopompus   - 10/8/2009 um 14:55

Wozu ich rate:

Dragon Rouge
www.dragonrouge.net

Temple of Set
www.xeper.org

Ordo Saturni (arbeiten sehr wohl mit Luzifer und Co., aber nicht als Anbetung)
www.ordo-saturni.info

Minerva1 - 10/8/2009 um 14:59

Danke, aber mit DRAGONROUGE´hab ich so meine Probleme bin für weitere Vorschläge ofen.

Sid_Amos - 10/8/2009 um 15:13

DRAGONROUGE :-) kann ich verstehen. *lach*

Tempel of Set - die Idee des Bildes auf der Startseite ist wohl aus Odyssee 2001 - und sollte mal neu gerendert werden.

Leider kann ich Dir da auch keine Tipps geben und auch keine empfehlen obwohl ich fast alle kenne.

Problematisch ist die vormoderne Ausrichtung der meisten Orden und Verbünde, sie sind wir die ewig Gestrigen, haben nicht gemerkt, dass wir schon 200 Jahre Moderne haben, die Welt ein wenig anderes Funktioniert und die Magie sich im allgemeinen und im speziellen weiterentwickelt hat.
Ich frag mich oft auch, was sie erreichen wollen, das hört sich alles sehr schwammig oder naiv an und was schlimmer ist unprofessionell.

Psychopompus   - 10/8/2009 um 15:19


Zitat von Minerva1, am 10/8/2009 um 14:59
Danke, aber mit DRAGONROUGE´hab ich so meine Probleme bin für weitere Vorschläge ofen.


Wieso?

Tyr - 10/8/2009 um 15:20


Zitat von Minerva1, am 10/8/2009 um 14:59
Danke, aber mit DRAGONROUGE´hab ich so meine Probleme bin für weitere Vorschläge ofen.


Hallo Minerva,

hier ist eine - wenn auch nicht ganz vollständige - dennoch brauchbare Übersicht. Klick dich einfach mal durch...
http://www.newaeon.de/index.php?BOAS-Linkliste&folderID=17635 8

Gruß,
Tyr

Sid_Amos - 10/8/2009 um 15:37

@Psychopompus
Kenne die Gründer und sag da mal nix zu. Mit Magie hat es auf jeden Fall nichts zu tun und auch diese super Beschreibung des Ordens. Wir sind gegen die drei M, ne is richtig. Ihr wisst gar nicht was die M's bedeuten. Eines der M's ist die Moderne, die Moderne zu verstehen, bedarf es sehr lange und sehr viel Bildung, was bei den Leuten, wohl nicht vorhanden ist. Die Moderne ist eine der außerordentlichsten geistigen Leistungen der Menschheit und nur in Europa zu finden. Alle anderen Kulturen sind noch vormodern. Die Moderne hat eine eigene Logik entwickelt, die erst zu solche tiefgründigen Erkenntnisse führen konnten, wie wir sie heute haben. Goethes Frage im Faust, der magischen Frage an sich: "Was hält die Welt im innersten Zusammen?" Hat die Moderen und ihre Denkweisen zum größten Teil beantworten können und zwar nachvollziehbar. Und jetzt sag mir noch mal wir sind gegen die Moderne. ... Klar, weil wir geistig nicht weit genug vorgedrungen sind.

@Tyr
War NewAeon gibt es noch.

Minerva1 - 10/8/2009 um 15:45

Danke sehr. Mein Problem mit DR ist einfach: Ewig keine Antwort bekommen.

Minerva1 - 10/8/2009 um 16:06

sorry für den Doppelpost will aber nachtragen:

zu DR: Ich wollte ja nicht vom Fleck weg beitreten. Ich wollte nur noch mehr Infos zur Loge(Prakticen etc.) Keine Antwort. Ich glaube die wollen keine Leute, die ihren Kopf nutzen.

Mit altmodischen und engstirnigen Ansichten hab ich meine Probeme. Mir geht es vor allem um Austausch von Meinungen im "Echten" Leben. Die örtlichen Eso-Anhänger schauen einen als LHP-Magierin, die nichts mit dem Teufel am Hut hat ja komisch an.
Ivh glaub für mich gibts den passenden Verein halt nicht.

Cassiel   - 10/8/2009 um 18:38


Zitat von Sid_Amos, am 10/8/2009 um 15:13
Ich frag mich oft auch, was sie erreichen wollen, das hört sich alles sehr schwammig oder naiv an und was schlimmer ist unprofessionell.


Dem kann ich nur zustimmen. Nehmen wir mal die Fraternitas Saturni als Beispiel. Die Logenleitung glaubt doch tatsächlich daran, das die Logenmeister "die Gestalter des neuen Äons" sind. Ein Meister versuchte mir mal glaubhaft zu machen, das er es war, der den Irak Krieg ausgelöst hat, weil er sich am selben Tag als der Krieg ausbrach eine amerikanische Militärhose gekauft hat.

Die Großmeise .:Thot:., verfolgt das Ziel die FS zur größten "magischen Macht" der Welt zu machen, dabei hat er nicht mal seine 50 Leutchen im Griff. Aus diesem Grund hat er einen Pakt mit einem Dämon geschlossen, der ihn belohnt, wenn er Anwärterinnen im Keller unter Drogen setzt und rituell vergewaltigt.

All dies kommt meiner Meinung nach zu Stande, bei Leuten die ein sexuelles Defizit haben. Alle mir bekannten Leute in verschiedenen Logen, die derart durchgeknallt sind hatten ein Problem mit ihrer sexualität. Die hatten alle keine Partner und wenn dann welche, die aus irgendwelchen Gründen keine Lust auf Sex hatten. Einige von diesen Typen unterstellten zum Beispiel den Menschen die eine ganz normale regelmäßige Sexualität ausübten (also 95% aller Menschen) eine psychiose. Sie erklärten also kurzerhand die "normalen" Leute für psychisch krank und glaubten ihr eigenes abnormes Verhalten sei die normalität.

Um ihr offensichtliches psychisches Problem zu kompensieren, flüchten sich solche Leute in den Aufbau von dunkellogen und folgen dem Pfad der linken Hand. Dort können sie dann die großen Helden spielen, die das Weltgeschehen durch ihren Klamottenkauf beeinflussen, sie können unwürdige Menschen durch ihre schwarze Magie bestrafen und der neuen Weltordnung den Weg bereiten.

Den Blick für die Realität haben diese Leute schon lange verloren und daher erscheint vieles von dem was sie tun merkwürdig und antiqiert. Das betrifft besonders das Weltbild dieser Leute, welches meist ultra konservativ ist. Das liegt daran, weil sie insgeheim wissen, wie krank sie eigentlich sind, dies aber vor sich selbst zu verstecken versuchen, indem sie versuchen normaler als der normalbürger zu sein, daher sind sie konservativer als die konservativen.

LG

Cassiel

Psychopompus   - 10/8/2009 um 19:01

Ganz ehrlich, bei dem heutigen Sexualverhalten kriege ich auch Mordgelüste. Hätte ich jeden umgebracht, der so handelt, könnte ich mehrere Friedhöfe füllen. Normal ist das Sexualverhalten heute sicher nicht mehr.

Zitat:
zu DR: Ich wollte ja nicht vom Fleck weg beitreten. Ich wollte nur noch mehr Infos zur Loge(Prakticen etc.) Keine Antwort. Ich glaube die wollen keine Leute, die ihren Kopf nutzen.

omisch, ich warte auch schon seit sechs Wochen auf eine Antwort.

Zitat:
Mit altmodischen und engstirnigen Ansichten hab ich meine Probeme. Mir geht es vor allem um Austausch von Meinungen im "Echten" Leben. Die örtlichen Eso-Anhänger schauen einen als LHP-Magierin, die nichts mit dem Teufel am Hut hat ja komisch an.
Ivh glaub für mich gibts den passenden Verein halt nicht.

Naja, dann empfehle ich dir so´n Abklatsch a la Church of Satan

Zitat:
Dem kann ich nur zustimmen. Nehmen wir mal die Fraternitas Saturni als Beispiel. Die Logenleitung glaubt doch tatsächlich daran, das die Logenmeister "die Gestalter des neuen Äons" sind. Ein Meister versuchte mir mal glaubhaft zu machen, das er es war, der den Irak Krieg ausgelöst hat, weil er sich am selben Tag als der Krieg ausbrach eine amerikanische Militärhose gekauft hat.

Und was war da dran jetzt die magische Handlung? :D

Cassiel   - 10/8/2009 um 19:58


Zitat:
Und was war da dran jetzt die magische Handlung? :D


Na die magische Handlung was das kaufen der militärhose. Dadurch ist der Irak Krieg ausgebrochen :-) Hätte er sich diese Hose damals nicht gekauft, wären die Amerikaner dort niemals eingeritten :-) Soviel zur geistigen Verfassung der Meister der Fraternitas Saturni. (im übrigen war der noch einer der normalsten)

LG

Cassiel

Psychopompus   - 10/8/2009 um 21:19

Aha.

Und weil ich an dem Tag wo die letzten Bomben in Spanien hochgegangen sind, meine Gaspistole in der Hand hatte (wohlgemerkt vergoldet :) ) und ein spanisches Wörterbuch auf dem Schreibtisch liegen hatte, habe ich mit dieser hochmagischen Handlung den Terror nach Spanien gebracht :D

mohammed - 10/8/2009 um 22:27

....und dann hat er sich ne Jeans gekauft und die Amis haben den Krieg für gewonnen erklärt, oder was? Was soll das sein, Dadaismus?

Psychopompus   - 10/8/2009 um 23:01

Wohl was ähnliches wie der Donaldismus ^^

Vau - 10/8/2009 um 23:45

Vor langer, langer Zeit hat mein frustrierter Ausruf:"Fickt Euch ins Knie!"
Die Zunft der Korbflechter Ins Leben gerufen.Die, Die Es nicht falsch verstanden haben, sind zerbrochen und vergessen.

Psychopompus   - 11/8/2009 um 12:16

Da fällt mi noch was ein...

ALs Kind habe ich mal einer barbypuppe von meiner Schwester den Kopf abgehackt. Kurz danach führ ein Motoradfahrer einem LKW hinten drauf, der Überlange Stahlplatten geladen hatte. Das der kopf nicht mehr da war, wo er hingehört, ist wohl klar. War auch gar nicht so weit entfernt, denn der Onkel meine Mutter hat den kopf im Helm mit einer Plattschaufel aus dem Graben geholt. Ohne Scheiß.

Das war sicher im zarten alter von 7 jahren schon eine hochmagische handlung :D


[Editiert am 11/8/2009 um 12:17 von Psychopompus]

anouk - 11/8/2009 um 12:55

Was mir noch einfällt zum Pfad der linken Hand ist, dass dieser Begriff eigentlich aus dem Tantra abgeleitet wurde, aus Tibet glaub ich, aber da kenne ich mich nicht aus,....

Anybody?

Tyr - 11/8/2009 um 18:49

Hallo Anouk,

soweit ich informiert bin ist der Begriff 'linkshändig' eher von westlichen Okkulktisten auf eine ursprüngliche Form des Tantrismus übertragen worden. Er bezeichnet den Gebrauch sexueller Energien für magische Zwecke bei der Rückbesinnung auf die Kraft der großen Mutter. Aber auch 'Entgleisungen' wie Anbetung des Häßlichen und Vergötzung des Abwegigen, die in satanischen Kulten in Form von Folter, Mord und Kannibalismus vorkommen.
In diesem Zusammenhang interessant, daß es allein im deutschsprachigem Raume im Jahre 2005 zu 871 Ritualmorden kam (wie ich letzte Woche auf einem Vortrag in Wien erfahren durfte).
Also steht beim 'linkshändigen' Tantrismus weniger das 'Heilige' oder Energetische (z.B. zur Weckung der Kundalini) im Vordergrund.
Lieber Gruß,
Tyr

Psychopompus   - 11/8/2009 um 19:10


Zitat:
Aber auch 'Entgleisungen' wie Anbetung des Häßlichen und Vergötzung des Abwegigen, die in satanischen Kulten in Form von Folter, Mord und Kannibalismus vorkommen.

Was bist du denn für ein Märchenerzähler?

Zitat:
In diesem Zusammenhang interessant, daß es allein im deutschsprachigem Raume im Jahre 2005 zu 871 Ritualmorden kam (wie ich letzte Woche auf einem Vortrag in Wien erfahren durfte).

Ahja und lass mich raten was das fü ein Vortrag war. Diejenigen die ihn gehalten haben, waren entweder Erzchristen, Pastoren, Pfarrer oder eingefleischte Weißlichtfanatiker.

Ich verkehre seit 5 jahren im Satanismus und habe nie irgendwas von Ritualmorde an Menschen und Tieren mitgekiegt! 99% von allen andeen auch nicht. Also, von wem war der Vortrag?

Ich empfehle di dann auch mal die Seite www.horst-koch.de - der erzählte zu Lebzeiten genau solche Hororgeschichten, die allesamt lediglich seiner phantasie entsprungen sind und die er anhand von Beweisen nicht belegen konnte - wie üblich!

Cassiel   - 11/8/2009 um 20:32

Die Bezeichnung links- oder rechtshändischer Pfad richtet sich nach dem Sonnenlauf. Dieser spielt in Logen und Orden eine große Rolle. Unter anderem schreitet man im Tempel nur dem Sonnenlauf entsprechend.

Da sich der normale Sonnenlauf nach rechts bewegt und dies ein Sinnbild für das aufbauende Prinzip ist, spricht man vom rechtshändigen Pfad.

Im Pfad der linken Hand arbeitet man entgegen dem Sonnenlauf, also links herum. Dies ist der Gegenpol zum solaren aufbauenden Prinzip und nicht die Sonne steht im Vordergrund, sondern der Saturn.

Der rechtshändige Pfad steht für die Schöpung, der linkshändige für die Leerheit. Auf beiden Pfaden gerät der Adept über kurz oder lang ins Ungleichgewicht, da man jeweils nur einem Pol folgt.

Meiner Meinung nach ist der einzig gangbare Weg, der nicht zur Zertsörung oder Auflösung führt, der mittlere Pfad. Dort aufzubauen, wo es Sinn macht und dort zu zerstören, wo es notwendig ist.

LG

Cassiel


[Editiert am 11/8/2009 um 20:35 von Cassiel]

Vau - 11/8/2009 um 22:22

LHP bdeutet, die Absicht der selbst-Gottwerdung in die Tat umzusetzen,
RHP ist der Weg der Mystiker,-einswerden mit Gott.
Sieht das wer Anders?Wie?

Eliphas Leary - 12/8/2009 um 02:43


Zitat von Cassiel, am 11/8/2009 um 20:32
Die Bezeichnung links- oder rechtshändischer Pfad richtet sich nach dem Sonnenlauf. Dieser spielt in Logen und Orden eine große Rolle. Unter anderem schreitet man im Tempel nur dem Sonnenlauf entsprechend.


Wo hast Du das denn her? Die Etymologie hier finde ich da glaubhafter. Die Adepten des LHP scheuen halt buchstäblich "vor nichts" zurück. Der LHP ist also einerseits konsequenter, andererseits auch weniger in Vorurteilen Befangen. Die größte Gefahr auf dem LHP ist halt die Dummheit der Praktizierenden... wobei die Gefahr auf dem RHP die Ignoranz der Praktizierenden ist und der Glaube, daß man satt werden kann, wenn man sich nur vorstellt etwas zu essen.



Zitat von Vau, am 11/8/2009 um 22:22
LHP bdeutet, die Absicht der selbst-Gottwerdung in die Tat umzusetzen,
RHP ist der Weg der Mystiker,-einswerden mit Gott.
Sieht das wer Anders?Wie?


Jupp, ich seh das anders. Was Du meinst hat nichts mit LHP oder RHP zu tun sondern ist ein grundlegender Unterschied zwischen der westlichen und der östlichen Mystik. In den abrahamitischen Religionen ist das höchste, was erreicht werden kann die "Erkenntnis Gottes von Angesicht zu Angesicht", in den östlichen Religionen ist das höchste die Unio Mystica, die Einheit mit der Gottheit.
Der RHP ist ein Pfad, auf dem viele Sachen verboten sind und die höchstens mal angedacht werden (wobei "denken" da ein wenig zu hoch gegriffen ist). Der LHP ist ein Pfad der Praxis. Es wird gehandelt anstatt nur darüber zu reden wie es sein muss wenn man etwas tut.

Minerva1 - 12/8/2009 um 11:14


Zitat von Minerva1, am 10/8/2009 um 16:06
sorry für den Doppelpost will aber nachtragen:

zu DR: Ich wollte ja nicht vom Fleck weg beitreten. Ich wollte nur noch mehr Infos zur Loge(Prakticen etc.) Keine Antwort. Ich glaube die wollen keine Leute, die ihren Kopf nutzen.

Mit altmodischen und engstirnigen Ansichten hab ich meine Probleme. Mir geht es vor allem um Austausch von Meinungen im "Echten" Leben. Die örtlichen Eso-Anhänger schauen einen als LHP-Magierin, die nichts mit dem Teufel am Hut hat ja komisch an.
Ich glaub für mich gibts den passenden Verein halt nicht.


mohammed - 12/8/2009 um 12:48

....vielleicht ist das auch Teil des Spieles, alleine sein. Beim Odinismus oder wenn man sich die (früheren) Pamphlete des "Order of the nine angles" mal durchliest, steht da, daß es wohl eher ein alleiniger (nicht einsamer) Weg ist, den man geht. (LHP)

....im europäischen Kontext gibt es noch zwei Definitionen, die ich hier mal mit ins Rennen werfen will, apollynisch und dionysisch, meint ungefähr das Selbe....wobei dionysisch früher anders verstanden wurde, viel apollynischer als wir es tun.

Bacchus-LHP?

Cassiel   - 12/8/2009 um 13:13


Zitat von mohammed, am 12/8/2009 um 12:48
....im europäischen Kontext gibt es noch zwei Definitionen, die ich hier mal mit ins Rennen werfen will, apollynisch und dionysisch, meint ungefähr das Selbe....wobei dionysisch früher anders verstanden wurde, viel apollynischer als wir es tun.


Nein die beiden Begriffe meinen nicht das selbe, sie unterscheiden sich an der Angangsweise. Appolynisch bedeutet der Weg über den Traum. Dionysisch ist der Weg durch den Rausch.

LG

Cassiel

Minerva1 - 12/8/2009 um 14:08

den Linken Pfad definiere ich wie folgt:
- Der Magier wird dem göttlichen ähnlich, wird aber nicht eins mit ihm wie in der Unio Mystica.
- Der Praktizierende arbeitet auch mit den negativen Seiten der Seele.
- Der Praktizierende arbeitet an der Steigerung seiner Fähigkeiten um sich weiter zu entwickeln, nicht "um die Welt zu retten."

Als was ich LHP nicht sehe:
- Einen Grund für Gewalt und Sexismus
- Satansanbetung
- Ein Werkzeug um anderen sinnlos zu schaden.

Die Tantra-Erklärung ist zutreffend

Dies ist nur meine Meinung und ich möchte damit niemand zu nahe treten.

Tyr - 12/8/2009 um 14:19

Hallo Psychopompus,

danke für deinen Beitrag, du fragst:

Zitat:
Was bist du denn für ein Märchenerzähler?


Ich habe nach drei Jahrzehnten Studium verschiedener Wissenschaftdisziplinen und des Okkulktismus, sowie Angehörigkeit in verschiedenen Gruppen, nicht nötig 'Märchen' zu erzählen.
Obige Aussage stützt sich auf eine Passage aus Benjamin Walkers Buch "Tantrismus - Die geheimen Lehren und Praktiken des linkshändigen Pfades" und auch bei Francis King "Tantra als Selbsterfahrung" gibt es so manchen Hinweis.
Es sind aber Ausnahmen und ganz selten belegte oder dokumentierte Fälle.

Zitat:
Ahja und lass mich raten was das fü ein Vortrag war. Diejenigen die ihn gehalten haben, waren entweder Erzchristen, Pastoren, Pfarrer oder eingefleischte Weißlichtfanatiker.
Ich verkehre seit 5 jahren im Satanismus und habe nie irgendwas von Ritualmorde an Menschen und Tieren mitgekiegt! 99% von allen andeen auch nicht. Also, von wem war der Vortrag?
Ich empfehle di dann auch mal die Seite www.horst-koch.de - der erzählte zu Lebzeiten genau solche Hororgeschichten, die allesamt lediglich seiner phantasie entsprungen sind und die er anhand von Beweisen nicht belegen konnte - wie üblich!


Ich habe nicht geschrieben, daß diese Morde durch Satanisten geschehen sind, der Zusammenhang war 'Ritualmord' und nicht 'Satanist'. Da hast du zu schnell assoziiert. Denn in anderen Kulturkreisen und Kulten sind Morde und Handlungen, die zum Tode führen und einen sagralen Hintergrund haben können, viel häufiger. 'Selbstmordattentäter' lasse ich dabei mal außen vor, aber 'Ehrenmorde' unter Moslems sind da wohl dabei.
Bei dieser Person, die den Vortrag hielt, handelt es sich um einen Berater der Wiener Mordkommission. Namen und Hinweise, die auf eine Identität von anderen Personen schließen lassen, gebe ich prinzipiell im Internet nicht bekannt.
Aber bedenke auch, daß Mord (und auch die Tötung von Tieren - in diesem Zusammenhang zumindest nicht von Juden oder Moslems begangen) eine Straftat ist, und kaum jemand ausplaudern würde, wenn er es getan hat - es sei denn er ist wirklich dumm, was der Intention einer solchen Tat zuwiderläuft.
Dennoch sind auch Ritualmorde durch 'Satanisten' oder irregeleitete Personen, die sich solches Anmaßen, bekannt: nehmen wir einfach mal so Fälle wie das Ehepaar Ruda oder die Mörder von Pedro, etc. Im übrigen herrscht meist - aus unterschiedlichen Gründen - Nachrichtensperre über solche Vorkommnisse (weniger weil man eine Jagd auf 'Satanisten' befürchtet).
Auch mir persönlich sind aus okkulten oder magischen Gruppierungen keine Ritualmorde bekannt, selbst die letzte mir bekannte 'Tieroferung' ist über zweieinhalb Jahrzehnte her. Wir können also unser Gemüt wieder beruhigen.

Lieber Gruß in die dunkle Szene,
Tyr

Psychopompus   - 12/8/2009 um 16:39

Naja....

Zitat:
Bei dieser Person, die den Vortrag hielt, handelt es sich um einen Berater der Wiener Mordkommission

Das reichtt mir schon. In der Regel stützen sich solche "Experten" nur auf Horrormärchen, Übetreibungen und Wunschdenken.

Tyr - 12/8/2009 um 18:19


Zitat:
Das reichtt mir schon. In der Regel stützen sich solche "Experten" nur auf Horrormärchen, Übetreibungen und Wunschdenken.


Hallo Psychopompus,

hätte ich heute eine lyrische Ader würde ich, gleich Goethe den Mephisto in seinem Faust, sagen "Du gleicht dem Geist, den Du begreifst..."
Du könntest es respektieren, wenn keine Namen genannt werden, denn manchmal reicht ein kleiner Hinweis, daß jemand seine Arbeit, sein politisches Amt, seine Frau oder Familie oder seine Priesterweihen verliert, wenn zuviel über ihn geschrieben wird.
Vielleicht projezierst Du Dein Wunschdenken auf andere, kann das sein?
Es gibt nunmal Morde und es gibt Ritualmorde, und ich habe in keinster Weise geschrieben in welcher Art und Weise daran Satanisten beteiligt sind.
Glaub mir, nach drei Jahrzehnten hat kann man mehr Erfahrungen und Kenntnisse haben als nach wenigen Jahren, egal wo und in welcher Szene.
Aber ich finde dein kritisches Bewußtsein gut! Hinterfrag weiter, denn aus Erfahrungen wirst du Gewißheit schöpfen nicht Glaube.

Lieber Gruß,
Tyr

Psychopompus   - 12/8/2009 um 19:11

:thumbdown:


[Editiert am 24/8/2009 um 15:33 von Silva]

Eliphas Leary - 12/8/2009 um 19:19

Wie sagte Hagen Rether so schön? "Ehrenmorde" gibt es nicht nur bei Menschen "mit Migrationshintergrund", nur gebrauchen wir in unseren Medien ein anderes Wort dafür: wir nennen sowas dann "Familiendrama".

Tyr - 13/8/2009 um 19:32

edit


[Editiert am 24/8/2009 um 15:34 von Silva]

MagierX - 21/8/2009 um 17:48


Zitat:
- Der Magier wird dem göttlichen ähnlich, wird aber nicht eins mit ihm wie in der Unio Mystica.
- Der Praktizierende arbeitet auch mit den negativen Seiten der Seele.
- Der Praktizierende arbeitet an der Steigerung seiner Fähigkeiten um sich weiter zu entwickeln, nicht "um die Welt zu retten."

Ist das nicht die "normale" Vorgehensweise? An sich braucht man weder ein Orden, noch eine Loge, Selbständige arbeit bringt da einen viel weiter, was nicht bedeutet dass man unter bestimmten Voraussetzungen nicht mit bestimmten Gruppen zusammenarbeiten kann. Die Gefahr bei Logen etc. ist dass man entweder zur energetischen Batterie gemacht wird, Blitzableiter für fehlgeschlagene Zauber oder Versuchskaninchen für Rituale. Sollte man Schwierigkeiten haben seinen Weg zu gehen wird man zur bestimmten Zeit schon den Lehrer /Begleiter finden. Die höheren Kräfte weisen da schon den richtigen Weg. Ich kenne zum Beispiel eine "Schule", die ein wenig was können, was diese Leute mit den Schülern machen-kriegt kaum die schlimmste Sekte mit...sicherlich kann man dann etwas mehr und findet ein paar Antworten, aber der Preis ist der Verzicht auf Wachstum und Entwicklung. Den Weg zum Ziel muss man alleine gehen, es wird schon jemand da sein wer unterstütz und hilft...ich hatte selbst mit einigen Orden zu tun, wirklich etwas bitten konnte keine, zu mindestens nichts was ich nicht selbst kann. Auf dem Weg der Magie ist es sinnvoll selbständig arbeiten zu können. Und Leute mit welchen man zusammen zaubern kann findet man auch so. Abgesehen davon ist das Wissen nicht nur für erleuchtete Meister zugänglich...Vielleicht mag ja jemand sagen was man von der Mitgliedschaft in einem Orden erwarten kann- mich würde interessieren was du erwartest....

Psychopompus   - 21/8/2009 um 18:26

:thumbdown:


[Editiert am 24/8/2009 um 15:35 von Silva]

gnomicuskaefericus - 21/8/2009 um 19:02

Am ehesten kann man in einer Loge erwarten, dass man Freundschaften schließt -
Eher noch als nur Blitzableiter, Batterie oder Versuchskaninchen zu sein ^^

Gemeinsam zu arbeiten ist etwas anderes als dies alleine zu tun. Alleine kann jeder arbeiten, auch zusätzlich zum Gemeinsamen. Da besteht doch kein Widerspruch.

Warum sollte eine Loge meine Entwicklung velangsamen? Ich bleibe doch der Mensch, der selbst beschließt was er lernen möchte. Meine eigenen Antriebsimpulse, Wille etc lege ich doch nicht mit Eintritt in eine Loge ab.

So eine innere Haltung des Mißtrauens, sich selbst und anderen Mitmenschen gegenüber, im Bezug zum Verlust der Selbstständigkeit tut einem Menschen doch eigentlich nicht gut, oder?

Eliphas Leary - 21/8/2009 um 21:38

@ Psychopompus:

Wenn ein Mensch eine Beziehung führt und der Partner fremdgeht, dann sollte sich der Mensch fragen, was er in der Beziehung alles falsch gemacht hat, daß es überhaupt so weit kommen konnte. Wenn ein Mensch aber nicht die Stärke besitzt, die für eine derartige Selbstbetrachtung notwendig ist, wenn der Mensch also zu schwach ist, um sich selbst und seine Fehler ertragen zu können, dann rechtfertigt diese Schwäche keine Gewalttaten.
Das Selbe gilt auch für Amokläufer: wenn sich jemand jahrelang mobben läßt und nichts produktives unternimmt, um die eigene Lage zu verbessern, dann rechtfertigt auch diese innere Schwäche, dieses menschliche Versagen, keine Gewalttaten.


Zitat von Psychopompus, am 21/8/2009 um 18:26

Wenn Hobby- und Berufsnutten umgebracht werden....habe ich kein Problem mit.


Als Thelemit sind mir Huren heilig. Deine armseeligen Versuche, die eigene Schwäche zu rechtfertigen, erinnern mich an ein sehr gutes Buch, daß Du wahrscheinlich niemals lesen wirst (obwohl Du es wirklich lesen solltest): Josef Dvorak, "Satanismus. Schwarze Rituale, Teufelswahn und Exorzismus, Geschichte und Gegenwart", ein sehr gutes Buch, welches besonders die pathologische Seite des Satanismus betrachet. Diese Satanist spielenden Kinder erstaunen mich immer wieder, die ihre eigenen Schwächen verabsolutieren und sich dann ganz, ganz stark vorkommen...

Minerva1 - 22/8/2009 um 10:56

Vielen Dank für die netten Antworten.

@ MagierX: Wer sagt den dass ich Antworten suche. Die finde ich in Büchern und mancfhmal auch in Träumen. Probleme mit meinem Weg habe ich nicht. Du verstehts tmich falsch: Ich suche keinen Guru oder Papst. Die Arbeit und der Austausch mit Gleichgesinnten ist das was ich möchte. Auf Gehrnwäsche kann ich gerne verzichten. Große Lust Blitzableiter zu spielen hab ich auch nicht .

@ mohamed: Ich arbeite schon ewig allein und hab da eigentlich auch kein Problem. Und ja, der LHP ist schwierig

Psychopompus   - 23/8/2009 um 14:53

:thumbdown:


[Editiert am 24/8/2009 um 15:35 von Silva]

JessayahX - 23/8/2009 um 16:21

eure eigene meinung ist mir komplett egal, ich muss nur wiedermal darauf aufmerksam machen, dass hier respekt an den tag gelegt werden soll, voreinander sowie vor dem leben.

wenn ich nochmals etwas o.g. von euch, einem von euch, lesen sollte, wird der user sofort gebannt und gelöscht.

Team

MagierX - 23/8/2009 um 21:00

@Topicstarterin: der Weg der linken Hand ist an sich, meinem Verständnis nach, die Arbeit an sich selbst zum eigenen Wohl. Ein Orden wird aber immer etwas für sich haben wollen, ein magischer. Freundschaften schließen und sich austauschen-dafür braucht man keinen Orden- das kann man z.B. auch in dem Rahmen des Forums. Oder innerhalb eines Kreises gleichgesinnter-Stammtisch.

Vau - 23/8/2009 um 21:53

Hunde, die ihren eigenen Schwanz jagen, sind nicht auf dem Irrweg, immerhin können sie sich um sich selbst drehen.
Kindheitsbeweinungen und Diverses sind oft nur peinlich, wenn man die Umstände kennt.Zum Glück ich nicht.
@Minerva1:Du bekommst, was du willst.Alles fliesst dir zu, zurnot bergauf.
Sei gegrüsst!
@Andere:Wozu?

Gruss

Vau - 23/8/2009 um 21:55

Ich habe den scheiss Smiley nicht bewusst aktiviert.

Spinnenbein - 24/8/2009 um 12:05

Psychopompos, als Erwachsener schlecht drauf sein, weil man schon als Kind gemobbt wurde, hält einen ewig gefangen in der Kindheit. Ich kenne auch einen spirituelle Lehrerin, die hat mir früher die Backförmchen geklaut, ja und?

Zunächst einmal ist es so, dass die Kindheit nicht unbedingt das weitere Leben vorzeichnet. Vorzeigeschüler werden manchmal doch zu Versagern, und der Gehänselte sitzt heute vielleicht im Stadtrat.

Jeder Lebensabschnitt birgt neue Möglichkeiten. Indem ich mich an die schlechten Erfahrungen klammere, verhindere ich die Weiterentwicklung.

Wisse, was Du willst. Dazu mag es sogar gehören, gewisse Personengruppen zutiefst zu verabscheuen, Gefühle, Wertungen, Gedanken sind erlaubt. Aber wie viel Zeit und Lebensenergie vergeht, wenn ich mir ständig Gedanken über diese mache. Sie sind mir dann viel zu egal.

Du beklagst, dass zu viele Menschen Einfluß auf Dein Leben genommen haben. Und Du beabsichtigst wiederum auf das Leben vieler Einfluß zu nehmen, wenn Du ständig von der Gewalt träumst, sie verherrlichst.

Wertungen, Wertungen, Wertungen. Sie verstellen Dir Wahrnehmung und Erfahrung. Und damit die Entwicklung.

Und in welchem Zusammenhang stehen nun Deine Gedanken über „Ehrenmord“ mit der Suche nach einer Loge?

Psychopompus   - 24/8/2009 um 17:05

:thumbdown:


[Editiert am 24/8/2009 um 17:15 von Silva]

mohammed - 25/8/2009 um 12:13

:cool: ....ich hatte da mal was bei evola gelesen, dass apollynisch eher en vater meint und dionysisch mehr die mutter.....eben nicht , dass dionysisch den rausch meint, sondern die "irdische ekstase", während apollynisch eher die "geistige ekstase meint"....was ist denn eigentlich mit dem O.T.O.? Ist das LHP?

Cassiel   - 25/8/2009 um 12:29


Zitat von mohammed, am 25/8/2009 um 12:13
....was ist denn eigentlich mit dem O.T.O.? Ist das LHP?


Nein der OTO ist RHP, der ist rein solar.

LG

Cassiel

Sith-Lord - 31/8/2009 um 16:27

Salve!

Der hier gepflegte Austausch hat mich an einen Witz erinnert, der zuerst in der politischen Partei "SPD" kursiert, vom katholischen Klerus rezipiert und erweitert wurde, und meiner Meinung nach ebenfalls gut im Zusammenhang von "dunkelmagischen Logen" und Orden/Logen passt:

Feind, Erzfeind, Parteifreund, Ordensbruder!

Das der Begriff "Ordensbruder" resp. durch den Begriff "Logenbruder" ersetzt werden kann, ist aus dem Kontext evident.

Seit geraumer Zeit habe ich mich mit dem Beschäftigt, was im allgemeinen als Magie und Okkultismus bezeichnet wird. Ebenfalls habe ich die verschiedensten Logen und Orden kennenlernen dürfen, und habe mich jedoch entschieden dennoch Einzelgänger zu bleiben.

Was die hier erwähnten Logen und Gruppierungen angeht, kann ich viel aus meiner Erfahrung darüber berichten, viel wichtiger wäre es mir aber "mit diesen" zu Berichten, zu Berichten über die dringende Notwendigkeit in unserer Epoche "Bewusstseinsarbeit" als einen weiteren Schritt der geistigen Evolution des Menschen zu etablieren.

@Sid_Amos: Mit dem Stichwort "Epoche" komme ich zu Deinen Ausführungen bzgl. der "Moderne": Viel Bildung bedarf es die Moderne zu verstehen, aber diese zu leben bedarf es keiner Bildung. Dies erinnert mich an Luhmanns Thesen zu der "unsichtbaren Religion", dass in der "Moderne", resp. würde ich dies eher als typisch "postmodernes" Merkmal ansehen, die Gesellschaft keiner festgefügten Religion mehr huldigt, sondern Versatzstücke der verschiedensten religiösen Strömungen und Religionen in ihrem Alltag religiös auslebt. Ein Beispiel in etwa, wäre die Buddhastatue auf dem Schreibtisch um der nicht selten ein Rosenkranz (wobei es sich auch um eine moslemische Gebetskette handeln könnte) gehängt wird, folgend im Hintergrund das Yoga-Anleitungsbuch mit Meditationskissen passend arangiert ist.

Der dogmatische Ansatz im Islam oder Christentum würde ein solches Arrangement verbieten, worum sich jedoch der Moderne Mensch wenig kümmert. Er versteht nicht was er tut, und bei näheren Nachfragen wird dieser in den seltensten Fällen Erklärungen z.B. von Luckmann und Luhmann kennen. Letztlich ist ihm dies oft egal, weil es sein Gefühl ist, das seine Handlungen und letztlich seine Lebenseinstellung prägen. Der "moderne" Mensch ist durch die Regeln des globalisierten Kapitalismus gefesselt genug, eingeschränkt in seiner Lebenszeit und seinem Tun, durch die Tatsache, dass jede Handlung, jede Sekunde Lebenszeit eines Menschen nur nach nach Leistung, letztlich nach dem "Geldwert" bemessen wird - er darf insofern existieren so lange dieser die Mittel dazu hat. Gehen dem einzelnen Menschen die Mittel aus, z.B. er hat kein Geld mehr, kann er von unserer Gesellschaft bisher wenig, und in Zukunft gar keine Hilfe erwarten - passend formulierte der ehemalige US-Präsident Clinton " `Sozialhilfe` ist nicht mehr ein Konzept das ein Leben tragen soll, sondern darf in der Zukunft nur eine limitierte Chance für einen Neustart sein". Nicht nur das Wieder-auferstehen sozialistischer Parteien zeigt uns, dass ein gesellschaftliches System in dem Menschen zwangsläufig auf der Strecke bleiben, den Menschen kein Sinn, keinen geistigen Halt gibt.

Viele Menschen der Moderne suchen die Befreiung in einer, wie auch immer gearteten, Religiösität. Er erwartet von dieser die Erweiterung seiner Möglichkeiten, die Freiheit von der Enge des Materialismus. Letzlich Macht, Macht über sich selber, die ihm die Arbeitswelt immer mehr wegnimmt. Er erwartet nicht etwa noch zusätzliche Regeln die Ihn beschränken. Er erwartet dies auch von uns Hexern/Magiern/Mentalisten, Logen, Orden usw. Ein Ort wo der einzelne Mensch Sein darf und sich entfalten kann....Im Prinzip ist die Zeit jeden dogmatischen Ansatzes am ablaufen, dies gilt auch für die Magie ...besser geschrieben "Magick", weil das was wir tun nichts mit Illusionismus zu tun hat. Das bedeutet ebenfalls, das Logen und Orden, wie diese bisher organisiert sind, aktuell keine zukunftsweisende Struktur bieten!

Auch ich sehe die Moderne in Europa am besten verstanden und philosophisch aufgearbeitet, jedoch dürfen wir nicht den selben Fehler verfallen wie die Denker im angelsächsichen Raum (USA, GB), die uns Europäer allzugerne im "verkrusteten metaphysischen kontinentalen Denken" wähnen. Auch in den USA existieren schon seit geraumer Zeit treffende Erklärungsmodelle für die menschliche Existenz. Als Beispiel seien die Transzendentalisten im amerikanischen Concord erwähnt. Aber auch die europäische Neuscholastik liefert bemerkenswert "moderne" Erklärungsansätze der Moderne - Letztendlich geht auch die Moderne an der Klassik nicht vorbei, und gar Sokrates, nicht der platonische, sondern der "wahre" Sokrates liefert Ansätze die erst heute in ihrer Tiefe verstanden werden. Metaphysik kann auch als flexibles, nicht-starres Denkgebäude betrieben werden, und bahnte durchaus, so verstanden, der Moderne den Weg....

Du beschreibst die Moderne als eine außerordentliche Leistung der Menschheit.... Ich sehe jedoch, dass wir noch nicht einmal im Ansatz diese Leistung würdigen, und schaffen es nicht einmal Gruppen, Logen, Orden oder einzelne Menschen ohne dogmatisch festgelegte Vor-Urteile zu bewerten.
Ich sag Dir damit noch mal "viele verhalten sich gegen die Moderne". Was letzlich zu Deinen Worten passt; "klar, weil geistig nicht weit genug vorgedrungen".

Ich wiederum Frage aber, wer oder was hindert uns daran? Was hindert uns daran geistig in die Weite vor-zu-drängen? Was hindert uns daran...

@Cassiel: ...das sich die richtigen Leute zur richtigen Zeit zusammensetzen und wirklich eine "Bewegung" ins Leben rufen die das "neue Äon" einläutet.

Ich denke, dass es die Arroganz ist, die Arroganz die nur der eigenen Gruppe zubilligt die Macht zu haben eine neue Epoche zu manifestieren.

Ich habe die verschiedenen Logen und Gruppen versucht nach der Qualität Ihrer Arbeit zu bewerten. Ich habe hierzu nicht meinen persönlichen, oder einen x-beliebigen Massstab angelegt, sondern habe mich bei den Leuten erkundigt die wissenschaftlich Tag ein und Tag aus sich mit der Materie beschäftigen. Dieses Gefühl hatte ich bei der IGPP, dem Nachfolgeinstitut des Lehrstuhles für Parapsychologie. Die jüngste Veröffentlichung "Arkane Welten" von Dr. Gerhard Mayer (Mehr Infos dazu hier: http://www.rezensionen.ch/buchbesprechungen/magier/38991361 87.html ) zeigt es mir am deutlichsten auf. Es ist die Rede von "differenzierten und oftmals überraschenden empirischen Befunde"n die durch Interviews von Magier/innen gewonnen wurden.

Die Autoren haben sich die Mühe gemacht die verschiedenen interviewten mit Decknamen zu anonymisieren. Doch jeder der die Szene ein bischen kennt, wird sehr schnell herausfinden wer sich hinter den Pseudonymen verbirgt. Manches ist gar sehr durchsichtig. Letzlich sind es drei magische Wege, Schulen oder wie es sonst genannt werden kann, die hier prägend sind, und auch meiner Meinung nach, qualitativ gute Arbeit leisten. Darunter zählt die FS, jedoch wird aus wissenschaftlicher Sicht auch die Gruppe um meinem Halbbruder ebenso hoch gehandelt in der Qualität ihrer "magischen" Arbeit.

Diese neutrale Sicht zeigt mir, dass die Bewertung die sich Logen und Magier/innen gegenseitig geben in keinem Fall den Anspruch auf Objektivität erheben! Persönlicher Habitus und Verhalten einer Person und Gruppe wird oft auf die magische Kompetenz übertragen, worin der große Denkfehler liegt.

Deine Einwände bzgl. der FS sind damit eigentlich erklärt, klar ist die FS eine Loge die das Potential hätte das "neue Äon" einzuläuten, nur andere Personen und Gruppen haben diese Kompetenz ebenfalls, und zum Glück ist dies jetzt auch eine wissenschaftliche Tatsache. Es ist Ihre Arroganz die Sie daran hindert zu sehen, dass es auch andere gibt die eine eben so gute Arbeit hingelegt haben. Eine Arroganz die leider nicht nur bei der FS existiert.

Das der Großmeister der FS inzwischen soweit gesunken sein soll, dass er Anwärterinnen "rituell" missbraucht, kann ich mir nur schwer vorstellen - jedoch ist es eine Tatsache, dass sein "Laden" aktuell mit Grabenkämpfen und übelsten Intrigen untereinander Beschäftigt ist. Dies zeigt mir nur sehr deutlich wohin eine solche Arroganz führen kann. Wollten mir die FS Meister noch vor zwei Jahren glaubhaft versichern, dass die "heiligen Foren" und das "saturnische Imperium" durch "eine Person und den Weg der Logenpolitik beschmutzt wurde/n", zeigt mir der aktuelle Zustand der FS, dass dies wohl nicht an einer Person gelegen hat, und sich hier einige in die eigene Tasche gelogen haben.

Die letzten Berichte über solche Auseinandersetzungen sind ebenso weltfremd, wie das Denken mancher Logen. Als Reaktion auf ein magischen Angriff von ca. 30 Kapuzen gegen eine Person soll ein ganzes Netzwerk, wir nennen es mal "Greatz" (Insider sollen angeblich wissen wie wichtig es für den finanziellen Rückhalt der FS war) vernichtet! Nur blablabla...manche sehen es als Strafe für das von Dir (Cassiel) angeklagte, andere wiederum als der Beginn dessen, was aus dem tiefen Sumpf der Armut, des Drogenmissbrauchs und des Schmutzes emporsteigt und nun nicht mehr aufgehalten werden kann ..... es so zu sehen wie es ist, oder nicht liegt ebenfalls an Ihnen bzw. Euch.

Ich sehe für die Zukunft nur zwei Wege die sich für die Magick und das neue Äon entwickeln. Entweder macht es rechtzeitig bei den Leuten "klick" und man setzt sich nicht nur zusammen, oder... ein barbarischer immerwährender magischer Krieg wird Klärung schaffen. Entweder bleibt was übrig, oder es bleibt nichts übrig.... es liegt so gesehen in deren bzw. eurer Hand.

Fehler der Vergangenheit sollten jedoch auch hier nicht wiederholt werden - nicht jeder kann mit jedem - und die Geschichte diverser Dachverbandsversuche hat gezeigt, dass es eine Illussion ist sich als "eine Familie" zu verstehen. Ein erster Schritt, und dieser wäre wirklich für jeden machbar, dass die Wertung magischer Kompetenz in Zukunft objektiver erfolgen könnte. Besser formuliert, das nicht wichtig ist wer was sagt, sondern was er sagt! Manche meinen, dies könnte man nicht so einfach trennen - ich sage, selbst dies hängt ebenfalls von dem ab, was einer sagt. So machte mein Halbbruder einen schweren Fehler, den er zwischenzeitlich zugibt, als dieser Eschners Kompetenz damit angriff indem er eine vermeintliche "Lüge" aufdeckte. Mag sein, das es nicht richtig war, Tatsachen der magisch interessierten Öffentlichkeit zu verschweigen. Aber was daraus wurde, war eine üble Kampagne die die Person in ihrer Ganzheit in keinster Weise würdigte. Auf Foren permanent als "Lügner" oder schlimmeres klassifiziert zu werden, in seinem Ansinnen, Intention nicht ernst genommen zu werden weil einem ständig ein vergangener Fehler "unter die Nase gerieben" wird - das kann einen Menschen seelisch schwer zu schaffen machen, gar zerstören. Ich habe mich damals mit den Worten "Du bist nicht besser wie diese" von ihm distanziert. Denn für mich war die Tatsache, dass mein Halbbruder diese Verhaltensweise von denen erlernte die später darunter zu leiden hatten, erleuchtend. Viele meinen bessere Menschen als mein Halbbruder zu sein, und machen tag ein tag aus immer noch das selbe wie er damals, nämlich sich durch Abgrenzung zu definieren - ein weiterer einfacher Schritt in das neue Äon wäre aufzuhören sich durch Abgrenzung negativ zu definieren, stattdessen kann jeder lernen sich durch Eigenkompetenz/Eigenkonzept selbst zu definieren....

Auf jeden Fall ist der bisher eingeschlagene Weg der falsche, und was ich jeden empfehlen kann, ist abzuwarten bevor er in eine Loge eintritt....abzuwarten ob die "Moderne" wirklich dort ankommt wo Sie ankommen sollte..... bei uns.

@all: Vor noch einem Jahr galt die Grußformel "LG" bzw. "lieber/lieben Gruss" als eine spezifische Grußformel, wie etwa "Salve", einer magischen Gruppierung resp. Einzelperson, die diese Formel oft anwandte. Soweit kann ich mich noch daran erinnern, dass ich alleine für den Gebrauch dieser Grußformel in diversen Magie-Foren für meinen Halbbruder oder seine "Ordensgenossen" gehalten wurde. Das diese Grußformel inzwischen als "neutral" angesehen wird, und oft im Gebrauch ist unter den verschiedensten "Richtungen" finde ich gut.


[Editiert am 1/9/2009 um 18:02 von Sith-Lord]

Uchiha Itachi - 6/9/2009 um 11:11

Also wen ich endlich volljährig bin (kurzer Jubel zwischendurch: JUHHHUUUU kommt immer näher :D ) dann beabsichtige ich auch in die Dragon Rouge einzutreten.
Der Grund warum hier manche noch auf ihre Antwort warten könnte ganz einfach der sein, dass sie sie nicht wollten, aber is ja schon ziemlich unhöflich, einach nicht zu antworten.
Jedenfalls denke ich, dass sie keine kompletten Anfänger aufnehmen, sondern sie suchen sich wahrscheinlich die raus, die schon etwas begabt sind.
Und so viele werden die ja auch nicht aufnehmen, sonst ises ja bald keine Loge mehr sondern ein recht großer Haufen und das würde ja dann dieses "Logenfeeling" zerstören.
Ich hab ja aber auch noch zeit einiges zu lernen, um mioch als geeigneten Kandidaten zu etablieren^^
Kann mir einer sagen, was man in so einer Bewerbung für eine Loge zu schreiben hat?

Askarya - 18/10/2009 um 15:18

was Orden allgemein anbetrifft sollte man da Vorsichtig sein, da diese oftmals sich ehr kontraproduktiv auf die individuelle Entwicklung auswircken können...den sie geben ein Muster vor und hindern so an dem eigenen Forschungen und Entwicklungen von Ideen...

Dragon Rouge ist zwar sehr beliebt aber meiner meinung nach gibt ehr zu wenig über sich Preis...(z.B Ziele, und Vorgehensweises...)

die Idee der Orden ist aber durchaus sehr Positiv, da diese Zusammenarbeit bedeutet, welche sehr bei der Selbstfindung/entwicklung helfen kann...

da stellt sich aber die Frage 'wo findet man gleich Gesinnte, mit dennen man Erfahrungen und Wissen austauschen kann?'
Zu aller erst sollte man sich zumindest grob über mögliche Orden informieren und offen für alle Sachen sein. Je mehr 'Wege' man kennen lernt desto einfacher ist es dann auch etwas für sich geeignetes zu finden und somit gleich Gesinnte...

die Zusammenarbeit soll einem nur ein Leitfanden sein, sie soll inspirieren und helfen doch letztenenden soll man sich bewusst sein, dass man selbst die Arbeit verrichtet und die Erfolge erreicht hat.

carpe noctem
Askarya

Alles und Nichts - 28/12/2009 um 15:45

Hallo Minerva,

um auf Deine Eingangsfrage zurück zu kommen würde ich mir mal den IOT anschauen.

Deine Kriterien:
den Linken Pfad definiere ich wie folgt:
- Der Magier wird dem göttlichen ähnlich, wird aber nicht eins mit ihm wie in der Unio Mystica.
- Der Praktizierende arbeitet auch mit den negativen Seiten der Seele.
- Der Praktizierende arbeitet an der Steigerung seiner Fähigkeiten um sich weiter zu entwickeln, nicht "um die Welt zu retten."

Alle Aspekte des LHP werden in der Chaosmagie, und im IOT, bearbeitet.

Meine bescheiden persönliche Meinung schließt der LHP die Unio Mystica (=Erwachen, oder auch erkennen, wer ich wirklich bin) nicht aus. Um die Unio Mystica zu erkennen ist die absolute Radikalität des LHP notwendig.

Choyo
Alles und Nichts

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