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Autor: Betreff: Daoismus
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Ipsissimus

20-1-30-40
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red_folder.gif erstellt am: 17/3/2017 um 11:43  
@greebo,
mist, da ist man mal einige Monate nicht unterwegs und dann sind ganze Foren weg. Sowohl Liminal Nation ist off als auch Abrahadabra Forum. Da gab es ein Grüppchen von Freaks die sich mit dem Lo Shu und dem Ho Tu befasst haben. Dort habe ich auch Hilfe gefunden als ich beim Tanz des Yü nicht so recht weiter kam (auf der 5).

Hier ist noch was vom Material:
http://theleeburton.blogspot.de/


[Editiert am 17/3/2017 um 11:44 von 20-1-30-40]



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Ipsissimus

Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 12/3/2017 um 08:28  

Zitat von Cruihn, am 10/3/2017 um 23:47

Zitat von Hephaestos, am 10/3/2017 um 18:24

ICH WILL MEHR ZEIT HABEN!


Die du dir selbst einteilst und nimmst!


Meine Wünsche stimmen leider manchmal mit den Notwendigkeiten des Lebens nicht überein :D


[Editiert am 12/3/2017 um 08:28 von Hephaestos]



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Ipsissimus
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Idan
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red_folder.gif erstellt am: 11/3/2017 um 10:31  

Zitat von Seraphine, am 10/3/2017 um 11:54

Was der Taoismus mit Qi Gong und Tai Chi zu tun haben soll, ist mir auch schleierhaft?


Qi Gong und Tai Chi basieren auf die arbeit mit der lebensspendenden Kraft Qi. Qi ist naturwissenschaftlich nicht belegbar oder messbar, sondern ein philosophisches Konstrukt, das auf Daoismus basiert, ebenso wie Feng Shui.
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Magus
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Cruihn
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2017 um 23:47  

Zitat von Hephaestos, am 10/3/2017 um 18:24

ICH WILL MEHR ZEIT HABEN!


Die du dir selbst einteilst und nimmst!
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Ipsissimus

Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2017 um 18:24  
Hm. Die frage ist einfach, interessiert mich das so sehr, das ich mir ein weiteres Buch kaufe, das dann im Schrank ungelesen vergammelt?

ICH WILL MEHR ZEIT HABEN!


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Adeptus Minor
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greebo
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2017 um 13:34  

Zitat von Seraphine, am 6/3/2017 um 13:15
Hat jemand vielleicht Buchtipps für mich zum Thema???

"zhuangzi - mit den passenden schuhen vergißt man die füße - ein zhuangzi-lesebuch von hendrick jäger" - ammann verlag
ist meiner meinung nach eine pflichtlektüre.



Zitat von Seraphine, am 10/3/2017 um 11:54
Was der Taoismus mit Qi Gong und Tai Chi zu tun haben soll, ist mir auch schleierhaft?

yangsheng (pflege des lebens) ist eine daoistische entwicklung, aus der die gesundheitsübungen, wozu auch qi-gong oder tai chi gehören, uvm. hervorgegangen sind. all diese systeme basieren auf daoistischen konzepten. vor allem die entwicklung vom wu-wei hin zum wei-wu-wei und dem fehlenden konzept einer reinkarnations- oder jenseitslehre beflügelten die "disziplin" des yangsheng und der dazugehörigen "unsterblichkeitsübungen" ... bzw. in einigen daoistischen richtungen, die entwicklung des jadekörpers ...



Zitat von 20-1-30-40, am 10/3/2017 um 10:27

Zitat von Hephaestos, am 8/3/2017 um 12:04
Huch, von Fries gibt's was zum Tao? Interessant!


Das ist sogar recht gut das Buch. Allerdings musste ich dann ganz schön suchen um weitere Infos zu einigen Techniken zu bekommen. Der "Tanz des Yü" ist für mich eine super spannende Übung und dazu sind Informationen schwer zu bekommen.

Zum "Lo Shu" gibt es eine ganz kleine spannende Gruppe im Web.

habe auch gar nicht mitbekommen daß er ein buch zum tao geschrieben hat. werde es mir einmal zu gemüte führen.

eine kleine spannende Gruppe zum thema "lo shu" im web? hört sich interessant an! kannst du mir einen link zukommen lassen? und hast du vielleicht noch empfehlenswertes material zu ansonsten schwer zugänglichen informationen?
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Magister Templi
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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2017 um 11:54  
Also momentan wusel ich mich gerade durch das "Tao, Zen und schöpferische Kraft" Buch ist gar nicht so schlecht... danach schaue ich mal weiter....

Vielleicht macht es ja irgendwann "klick" und ich versteh das dann.

Was der Taoismus mit Qi Gong und Tai Chi zu tun haben soll, ist mir auch schleierhaft?


[Editiert am 10/3/2017 um 11:56 von Seraphine]



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red_folder.gif erstellt am: 10/3/2017 um 10:27  

Zitat von Hephaestos, am 8/3/2017 um 12:04
Huch, von Fries gibt's was zum Tao? Interessant!


Das ist sogar recht gut das Buch. Allerdings musste ich dann ganz schön suchen um weitere Infos zu einigen Techniken zu bekommen. Der "Tanz des Yü" ist für mich eine super spannende Übung und dazu sind Informationen schwer zu bekommen.

Zum "Lo Shu" gibt es eine ganz kleine spannende Gruppe im Web.


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Ipsissimus

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red_folder.gif erstellt am: 8/3/2017 um 12:04  
Huch, von Fries gibt's was zum Tao? Interessant!


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Ipsissimus

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red_folder.gif erstellt am: 7/3/2017 um 09:16  
Zum I-Ging würde ich unbedingt dieses Buch empfehlen:
Das Mawangdui-Yijing

Da geht es um eine etwas andere Fassung des I-Ging nach einem Grabfund, vermutlich ist dies die frühere Interpretation.

Ich habe ausserdem "TAO: The Watercourse way" von Alan Watts gerne gelesen als ich mich mit Taoistischer Donnermagie befasst habe. Daraus Auszüge finden sich bei Jan Fries "Living Midnight: Movements of the Tao".

Mir persönlich hat der "Tanz des Yü" als Übung recht viel Spaß gebracht. Ausserdem kann man damit doch einiges magisches anstellen :)


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red_folder.gif erstellt am: 6/3/2017 um 18:39  
Ok. Das I-Ging habe ich hier, das könnte ich natürlich noch einmal lesen, ist bestimmt schon 15 Jahre her, dass ich mich damit ein wenig befasst hatte.

Das wahre Buch vom südlichen Blütenland muss ich dann mal nach schauen.

Tao Te King kenne ich natürlich. :)

Und nach dem Buch von der Beck'schen Reihe werde ich dann auch mal Ausschau halten.

Das ist natürlich kein gewöhnlicher Roman gewesen ;)

Vielen Dank schon einmal für deine Antwort.


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red_folder.gif erstellt am: 6/3/2017 um 16:36  
Klassiker sind natürlich das I-Ging, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland, Tao te King oder das wahre Buch vom quellenden Urgrund. Allerdings sind die philosophisch auf hohem Niveau und erschließen sich nicht einfach. Für den Anfang ist ein Einführungsbuch gut, z.B.
Der Daoismus: Von Laozi bis heute (Beck'sche Reihe)

Daoismus ist sehr komplex und nicht einfach über Romane zu erschließen.
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red_folder.gif erstellt am: 6/3/2017 um 13:15  
Momentan befasse ich mich auch mit dem Daoismus. Aber irgendwie hat es da bei mir noch nicht "klick" gemacht.

Hat jemand vielleicht Buchtipps für mich zum Thema???

Ich habe gerade "Die sieben Meister des wunderbaren Tao" zu Ende gelesen und bin mir noch nicht sicher, ob ich "Tao, Zen und die schöpferische Kraft" anfangen soll zu lesen.

Das erste ist mehr ein taoistischer Roman, das zweite Buch sehr philosophisch gehalten mit Anklang an chinesische Kunst.


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red_folder.gif erstellt am: 16/8/2012 um 09:07  
Wuuuu, de Experte kommt.


zur kenntnis genommen...


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Studius
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thasadeb
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red_folder.gif erstellt am: 10/7/2011 um 19:21  
Es gibt im Daoismus viele verschiedene Strömungen, wie schon gesagt wurde. Was alle gemeinsame haben, sind bestimmte Prinzipien, wie beispielsweise Natürlichkeit und Rückkehr zum Ursprung. Schulen und Dao-Wege gibt es mehrere. Sie unterscheiden sich in Ziel, Methode und Effektivität. Ich selbst gehöre der philosophischen Strömung an. Sie grenzt sich zur religiösen Strömung ab, da ihr nichts heilig ist, angebetet wird oder vor Kritik sicher ist. Philosophische Daoisten sind keine Mönche.

Unsere Motivationen sind Wahrheitssuche und Gesundheitspflege. Das Ziel ist die Erleuchtung. Die Methode ist Wuwei als Hauptübung sowie weitere, unterstützende Übungen. Als Anfänger tritt man zunächst auf die Vorbereitungsstufe. Die kann gut und gerne zehn Jahre dauern, wenn man sich Mühe gibt. Wer in der Vorbereitungsstufe langsam das Qi zu entdecken beginnt, fängt an, damit zu arbeiten. Damit beginnt der eigentliche Dao-Weg unserer Schule.

Was uns auszeichnet, ist, dass wir von Anfang an mit Wuwei arbeiten. Echtes Wuwei kommt in den anderen Schulen meist später, oft ganz zum Schluss. Wuwei ist eine Übung beziehungsweise ein Prozess und etwas anderes als sich Außenseiter einbilden. Aber es glauben ja auch viele, dass sie zaubern können.
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Studius
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Gattsu
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red_folder.gif erstellt am: 23/7/2009 um 16:25  
Achso, okay.
Dann haben wir unterschiedliche Ansichten von der Bedeutung "folgen"... bzw. ich meine eine andere Form davon ;)

Ist eigentlich auch egal.

Es klingt spannend für mich, zusammen zu arbeiten.
Hast ein pm^^
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Ipsissimus
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red_folder.gif erstellt am: 22/7/2009 um 06:03  

Zitat von Gattsu, am 21/7/2009 um 19:26
Ja,
Man folgt so gesehen ja einer persöhnlichkeit. Sowie die Leute z.B. Buddha, Jesus, Gandhi oder Ché geflogt sind, was aber auch ein geben und nehmen war/ist :D

Nein, für mich sind das zwei vollkommen verschiedene Arten der Religion:

Wenn ich einer Person "folge", dann halte ich mich an Regeln und Gebote, um so zu werden, wie die andere Person es von mir will.

Ich arbeite mit Apollo, das bedeutet für mich, dass ICH etwas von MIR will und versuche, es durch die Arbeit Apollo und seiner Energie zu erreichen.

Das sind zwei völlig verschiedene Grundeinstellungen für mich.


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Studius
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red_folder.gif erstellt am: 21/7/2009 um 19:26  
Ja, ich weiss was du meinst^^
Mit folgen meinte ich eher... hmm..schwer zu sagen.
Man folgt so gesehen ja einer persöhnlichkeit. Sowie die Leute z.B. Buddha, Jesus, Gandhi oder Ché geflogt sind, was aber auch ein geben und nehmen war/ist :D
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Ipsissimus
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red_folder.gif erstellt am: 21/7/2009 um 18:32  
"Folgen" würde ich es nicht sagen, aber wir kooperieren magisch miteinander. Es ist ein Geben und Nehmen ;-)


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red_folder.gif erstellt am: 21/7/2009 um 16:13  
Ahh okay, das ist cool. Du folgst apollo, meinst du damit der Gottheit apollo?

Ich werde mir jetzt auf jedenfall mal, dank deiner beschreibung, den shintoismus anschauen.
Vieles was darin vorkam wurde mir als kleinen junge mal erzählt, vielleicht liegt mein grosses interesse daran.
Ich wenn ich mich dieser glaubensgemeinschaft wohl nicht anschliessen werden kann..^^
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Ipsissimus
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red_folder.gif erstellt am: 21/7/2009 um 05:05  
Ich habe mich eine ganze Zeitlang mit ostasiatischen Religionen beschäftigt und während meiner Studentenzeit habe ich im Nebenfach Philosophie den Schwerpunkt ostasiatische Philosophie gehabt. Mir hatte es vor allem der Daoismus angetan gehabt, weil ich zur damaligen Zeit viel mit Astrologie und Feng Shui gearbeitet habe.

Dazu kam, dass ich früher ein großer Anime/Manga-Fan bin und man sich da zwangsläufig mit der japanischen Religion und Kultur beschäftigen muss, um vieles zu verstehen. Wie oben schon geschildert kommt in vielen Serien und Filmen Shinto-Wissen vor.

Ich selbst bezeichne mich als freifliegende Hexe und ordne mich nicht speziell einer Glaubensrichtung zu. Aber ich arbeite zurzeit schwerpunktmäßig mit Apollo.


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red_folder.gif erstellt am: 20/7/2009 um 20:32  
Ja, mit sicherheit hast Du recht...
Kontakt ist aber leider abgebrochen (Bzw. wurde mir vor ca. 7 Jahren verboten).
Hab jetzt versucht ihn zu finden die letzten Jahre, aber Japan iost gross.. :puzz:

Hab durch dich aber schon gut was erfahren, habe mir jetzt auch die wiki seite durchgelesen, die andere werde ich mir später vornehmen, die ist ja bedeutend grösser^^
Woher weisst du eigentlich so viel von alle dem?
Welcher religion bzw religionsgemeinschaft bist du denn angehörig/interessiert?

Gruss
Gattsu
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red_folder.gif erstellt am: 20/7/2009 um 18:59  
Dann wird er als Japaner dir sehr viel mehr dazu sagen können als jeder von uns.

http://de.wikipedia.org/wiki/Shinto
http://www.japanlink.de/ll/ll_religion_shinto.shtml


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Gattsu
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smilies/thumbup.gif erstellt am: 20/7/2009 um 18:12  
Okay, vielen Dank!
Eigentlich verdiente das ganze der letzten paar Beiträge einen eigenen Threat :)
Und Du hattest recht, ich meine Mitleid. Das war es wovon ich hörte.

Ich werde mich die Tage, wenn ich Zeit dazu finde mal mehr über den Shintoismus schlau machen, das war es was ich eigentlich gesucht hatte! Deine Beschreibung hat mir verdeutlicht was ich meinte, aber nicht genau wusste.
Mein Vater hatte davon mal gesprochen, es ist aber sehr lange her...
Anbei gesagt, er is Japaner, und das ganze war vor gut 13 Jahren, als ich Ihn das letzte mal besuchen konnte...
Von daher wollte ich gerne genaueres dazu wissen ^_^

Danke nochmal

Gruss
Gattsu
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Ipsissimus
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red_folder.gif erstellt am: 20/7/2009 um 05:28  
Ich beschränke mich mal auf das Wesentlichste:

Buddhismus und Daoismus habe ich weiter oben ja bereits erklärt.

Zen-Buddhismus ist eine besondere Form des Buddhismus, bei dem es einige Unterschiede zu anderen buddhistischen Richtungen gibt. Ein Hauptunterschied ist das Erlangen der Erleuchtung (Buddha-Werdung):

In den meisten buddhistischen Richtungen ist Erleuchtung ein Zustand, dem ein langer Prozess kleiner Erkenntnisse, Abstinenz, emotionaler Arbeit, etc. voraus geht. Erleuchtung kann sich unter Umständen auch in kleinen Schritten über mehrere Inkarnationen hinweg ziehen.

Beim Zen-Buddhismus gibt es die Besonderheit, dass die Erleuchtung schlagartig auftreten kann. Ein kleines Schlüsselereignis kann schlagartig vollkommene Erleuchtung bringen.

Der Zen-Buddhismus entwickelte deswegen Techniken, um den Moment "plötzlicher " Erleuchtung herbeizuführen. Viele dieser Techniken wurden bei uns im Westen sehr berühmt, z.B. Zen Geschichten, die mit einer unlösbaren Frage abschließen. Das Nachdenken über das Pardoxon der Frage soll zu einer Art "Kurzschluss im Gehirn" führen und damit zur Erleuchtung.
Auch bei den Meditationstechniken hat der Zen-Buddhismus viele völlig neue Methoden hervorgebracht, die oft in langweiligen, ständig monotonen Tätigkeiten bestehen, die man irgendwann so automatisch macht, dass man nicht mehr dabei nachdenkt. Und genau darum geht es: innerlich leer werden, nicht mehr Nachdenken um so die Erleuchtung zu bekommen.

Shintoismus
Der Shintoismus ist die Ursprungsreligion des alten Japan. Im Shinto glaubt man, dass in Bäumen, Steinen, Bergen, See, etc. Naturgeister leben. Es gibt unendlich viele Wesenheiten, die die Natur beseelen. Diese Geister können zum Menschen freundlich sein, können aber auch bösartig sein. Aufgabe des Shinto-Priester ist es, sich mit den "Herrschern" einer Landschaft (große Waldgötter, Berggötter, o.ä.) zu versöhnen, um deren Schutz zu erlangen und auch deren Unterstützung im Kampf gegen niedere Dämonen.

Japanische Zeichentrickserien (Anime) schlachten den Shinto oft stark aus. Einige schönere Einblicke in die Glaubenswelt des Shinto vermittelt die Serie "Inuyasha" und der Film "Chihiros Reise ins Zauberland".

Konfuzianismus
Der Konfuzianismus ist eine alte Religion aus China, die auf die Lehren von Kun-Fu-Tse (Konfuzius) zurück gehen. Es ist eigentlich keine richtige Religion, sondern eher ein gigantisches Werk an Regeln und Anweisungen, wie ein braver Mensch sich korrekt im Staatswesen zu verhalten hat. Es enthält sehr viele Lebensweisheiten, die teils sehr praktischer Natur sind, ist in seiner Grundform aber sehr autoritär und Staatsbejahend. Es geht hier letztlich darum, die Menschen zu erziehen und Ordnung im Staat zu schaffen.

Der Konfuzianismus ist der Grund, warum der Kommunismus in China so gut funktioniert, er kann hier eine alte Tradition aufgreifen und stieß auf perfekt vorgeformte Menschen.

Mikkyo sagt mir persönlich nichts ^^ Hier muss ich meine hexerische Allwissenheit mal aufgeben ;)

Für weitere Infos zu den einzelnen Religionen empfehle ich Wikipedia, die Artikel dort sind sehr umfassend und gut, mit vielen Link- und Literaturtipps.

http://de.wikipedia.org/

Zitat:
War es nicht auch beim Buddhismus, das "Liebe die Welt", was dann in alle anderen Religionen mit eingeflossen ist?


Nein, diese Aussage ist nicht buddhistisch, sie steht sogar gegenteilig zu den Kernlehren des Buddhismus. Im Buddhismus geht es darum, sich innerlich von allem zu lösen und zu befreien, nichts mehr wirklich zu "lieben", sein Herz an nichts mehr zu hängen. Erst wenn man innerlich völlig befreit ist von allen Wünschen, Sehnsüchten und Lieben, ist man fähig, Erleuchtung zu erlangen.

Was du vielleicht MEINST ist das "Mitleid". Im Buddhismus gibt es die Tradition des Mitleids für ALLE Lebewesen. So gibt es z.B. die Bodhisattvas, die zwar Erleuchtung erlangt haben und ins Nirvana eingehen KÖNNTEN, es aber aus Mitleid für die unerleuchteten Wesen nicht tun. Statt dessen bleiben sie in einem Zwischenzustand als gottähnliche wesen, um den Menschen zu helfen, Erleuchtung zu erlangen.

Aber hier auch schon der Knackpunkt: Weil die Wesen dieses Mitleid besitzen, können sie nicht ins Nirvana eingehen und damit das letzte Ziel nicht erreichen, ihr Mitleid hält sie davon ab. Deswegen ist auch das Mitleid etwas, das man letztendlich ablegen muss, um ins Nirvana gelangen zu können.

Zu den bedeutensten Bodhisattvas gehört der Buddha Avalokiteshvara, als dessen Inkarnation/Emanation der Dalai Lama gilt.


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