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Autor: Betreff: Franz Bardon und Aleister Crowley eure Erfahrungen
Kandidat
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Minerva1
Beiträge: 36
Registriert: 10/8/2009
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 14:17  
Hallo, vor einiger Zeit habe ich das Buch "Der Weg zum Wahren Adepten" von Franz Bardon gelesen und mich mit seiner Weltsicht(die mir zu "Christlich" ist) befasst und und kurz darauf mit Crowleys System verglichen. Was háltet ihr von den Systemen? und welches mögt ihr liber?

Ich freue mich von euch zu hören.
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 16:44  
Schwer zu sagen.

In Crowleys Philosophie geht es ja eigentlich nur um Sex, Sex, Sex.....und Sex. und Spiritualisiert und ritualisiert kommt da dann die Sexualmagie raus, wobei ich stark bezweifel, das Sexualmagie bei irgendwelchen Gurus und/ode Praktizierenden einzig und alleine der spirituellen Arbeit dient, weiterhin zweifel ich auch an, das Sexualmagie wohl eine ode die mächtigste/n Magieform überhaupt ist. "Sexualmagie", "Sexualmagier" und das heutige Sexualverhalten samt der Leute die es praktizieren oder zumindest tollerieren stelle ich eigentlich auf die allerniedrigste Stufe, was man vieleicht schon mit Verachtung gleichsetzen könnte.
Antwort 1
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 17:02  

Zitat von Psychopompus, am 12/8/2009 um 16:44
In Crowleys Philosophie geht es ja eigentlich nur um Sex, Sex, Sex.....und Sex.


Ach so ein Unsinn! Du hast doch bestimmt noch nicht mal ein einziges Buch von Crowley gelesen...

Zitat:
und Spiritualisiert und ritualisiert kommt da dann die Sexualmagie raus, wobei ich stark bezweifel, das Sexualmagie bei irgendwelchen Gurus und/ode Praktizierenden einzig und alleine der spirituellen Arbeit dient, weiterhin zweifel ich auch an, das Sexualmagie wohl eine ode die mächtigste/n Magieform überhaupt ist.


Worauf stützt Du Dein Wissen? Ich dachte Du bist Reiki Meister? Da kannst Du ja von den Inhalten des Meistergrades nicht viel begriffen haben, wenn Du Dich so äußerst.

Jede Form der höheren Magie entfaltet dadurch ihre Macht, dass sie die Dualität überwindet. Wir Menschen hier sind alle nur halbe Wesen, denn wir sind in männliche und weibliche Wesen getrennt. Erst durch die Aufhebung dieser Trennung erlangt man die Kraft höhere Magie anzuwenden, es muss eine einswerdung stattfinden.

Das findet sich symbolisch in jeder Magieform wieder. Auf jedem tibetischen Thangka findet sich neben dem Meister eine Sonne und ein Mond, als Zeichen, das er das männliche und weibliche Prinzip in sich vereinigt. Im Reiki Meistergrad vereinigt man dem männlichen und weiblichen Pol in sich (die beiden unteren Teile des Meistersymbols stellen Mond und Sonne dar, also männlich und weiblich).

In einer Saturnloge vereinigt der Meister den solaren und saturnischen Pol in sich, sprich den männlichen und den weiblichen Pol. Im Vajrayana hat jede Gottheit einen Partner oder Partnerin, denn nur durch die Paarung von Methode (männlich) und Weisheit (weiblich) kann man die Erleuchtung erlangen.

Dies alles sind Symbole für die sexuelle Vereinigung. Diese auch praktisch zu erfahren ist für jeden ernsthaften Magier sicher eine große Bereicherung. Es geht hier eben gerade nicht um stumpfe Trieb befriedigung, wie der normale Sexuelle Akt bei den Meisten Menschen ausgelegt ist.

Vielmehr stellt es sich so dar, das während dessen höchste Meditation gehaltn wird und mit den Körperenergien gearbeitet wird. Dadurch stellt sich das ergebnis ein, das Mann und Frau zunächst die Körper tauschen, sprich der Geist des Mannes in dem Körper der Frau steckt und umgekehrt. Danach wird die materielle Ebene komplett verlassen und man ist zu EINEM Wesen geworden, welches außerhalb der Dualität existiert. Hinterher hat man mit dem Partner meist eine so starke Bindung erlangt, das man immer seine Gedanken lesen kann und wenn einer von beiden z.B. Alkohol trinkt wird der ander mit ihm betrunken, selbst wenn er selber nichts getrunken haben sollte.

Das hat also nichts mit Schmuddelkram oder sonstigem zu tun, sondern ist eine wunderschöne mystische Erfahrung.

Zitat:
und das heutige Sexualverhalten samt der Leute die es praktizieren oder zumindest tollerieren stelle ich eigentlich auf die allerniedrigste Stufe, was man vieleicht schon mit Verachtung gleichsetzen könnte.


Das liegt daran, dass Du Deine psychischen Probleme kompensierst und selbst keinen freien Umgang mit der Sexualität hast. Darum projiozierst Du das nach außen und regst Dich über andere auf. Helfen würde es Dir wenn Du erkennen würdest das es hier um Dich und Dein Problem geht und nicht um andere.

LG

Cassiel
Antwort 2
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 17:25  

Zitat:
Ach so ein Unsinn! Du hast doch bestimmt noch nicht mal ein einziges Buch von Crowley gelesen...

Wetten doch? Astrologick, Liber Aleph vel CXI, Liber 777, Das Buch Thoth, Liber al vel Legis und Magick without Tears!

Zitat:
Worauf stützt Du Dein Wissen? Ich dachte Du bist Reiki Meister? Da kannst Du ja von den Inhalten des Meistergrades nicht viel begriffen haben, wenn Du Dich so äußerst.

Ich nehme einige Dinge nicht einfach so hin, ich bilde mir meine eigenen Ansichten und Überzeugungen aufgrund eigener Erfahrungen.

Zitat:
Das liegt daran, dass Du Deine psychischen Probleme kompensierst und selbst keinen freien Umgang mit der Sexualität hast. Darum projiozierst Du das nach außen und regst Dich über andere auf. Helfen würde es Dir wenn Du erkennen würdest das es hier um Dich und Dein Problem geht und nicht um andere.

Seitdem ich denken kann, habe ich sowas verabscheut und verachtet. Unter anderem kannte ich so ein Verhalten nichtmal aus der Schule - heute ist es ja gang und gebe das jede/r mal mit jeden/jede orgelt. Obwohl wir ja eine generation sind: Ich kannte es aus meinen Umkreis nie! Bei uns in der Schule hatten wir eine, die jede Woche zwei bis drei verschiedene Typen im Bett hatte und für deren kind heute vie Väter in frage kommen. Von den anderen Weibern in de Schule wurde sie regelmäßig aufgrund ihes verhaltens verprügelt und kam irgendwann icht meh zur Schule deswegen. Heute muss man sich ja schon entschuldigen wenn man nicht die Klasse durch hat.
Antwort 3
Kandidat
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Minerva1
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red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 17:38  
Mir ging es eher um Bardons doch sehr "auf Gott gerichtete Perspektive im Vergleich zu Crowles "Ego Tripp" und dem daraus resultierenden Thelema.
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Ipsissimus
Ipsissimus

Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 17:46  

Zitat von Minerva1, am 12/8/2009 um 14:17
Hallo, vor einiger Zeit habe ich das Buch "Der Weg zum Wahren Adepten" von Franz Bardon gelesen und mich mit seiner Weltsicht(die mir zu "Christlich" ist) befasst und und kurz darauf mit Crowleys System verglichen. Was háltet ihr von den Systemen? und welches mögt ihr liber?

Ich freue mich von euch zu hören.


Eindeutig Crowley. Als ich gelesen habe, was Bardon als "Kabbalah" bezeichnet wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Das große Problem (bzw. der große Vorteil - es kommt auf den Blickwinkel an) bei Crowley ist halt, daß er eine Menge vom Leser verlangt was Bildung und selbständiges Denken angeht. Und wenn man das System des Golden Dawn ncht kennt, wird man kaum etwas von seinen Schriften verstehen. Trotzdem finde ich, daß sein "Magick in Theorie und Praxis" zu den besten Büchern über Magie gehört, die jemals geschrieben wurden. Ganz großes Tennis!
Von Bardon halte ich nicht sehr viel. Zu dogmatisch, zu sehr auf sein Weltbild beschränkt. Crowley dagegen kann man als den ersten Chaosmagier bezeichnen, da er die Systeme gewechselt hat wie es ihm richtig erschien und auch noch in der Lage war, auf verschiedene Weltbilder einzugehen.


Zitat von Psychopompus, am 12/8/2009 um 17:25
Wetten doch? Astrologick, Liber Aleph vel CXI, Liber 777, Das Buch Thoth, Liber al vel Legis und Magick without Tears!


Fraglich nur, ob Du irgendetwas davon auch nur im Ansatz verstanden hast. Das Liber AL und Liber 111 sind eindeutig zu hoch für Dich.


____________________
"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

Eliphas Leary's kleine Videoserie über Magie...
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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 17:47  

Zitat von Minerva1, am 12/8/2009 um 17:38
Mir ging es eher um Bardons doch sehr "auf Gott gerichtete Perspektive im Vergleich zu Crowles "Ego Tripp" und dem daraus resultierenden Thelema.


Bardon benutzt zwar ein christliches Erklärungsmodell, aber seine magischen Praktiken sind ja unabhängig von einer speziellen Weltanschauung benutzbar und haben Hand und Fuß.

Crowley hat ebenfalls einen hervorragenden Angang, aber der ist mehr für Fortgeschrittene. Anfänger werden nicht verstehen worum es wirklich geht. Siehe Psychpompus.

Sehr gut ist Crowleys Thelemitische Triade, mir ist keine Praktik in der westlichen Magie bekannt, durch die man schneller magische Fähigkeiten erlangen könnte.

LG

Cassiel
Antwort 6
Practicus
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Abu-Fihamat
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red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 18:24  
Ich kann mich Leary nur anschließen!

Bardon ist mir zu dogmatisch und Crowley zZ zu tief oder besser gesagt zu hoch. :redhead:
Dazu muss ich mir erstmal die Zeit und Geduld nehmen.

Wenn du etwas Richtung Thelema suchst, empfehle ich dir Rodney Orpheus- Abrahadabra. Leicht verständlich und sehr praktisch!

lg


____________________
Ich bin das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit, amen!
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 19:02  

Zitat:
Das Liber AL [...] eindeutig zu hoch für Dich.

Mal abgesehen davon....gehe ich nicht davon aus, dass das Liber AL wirklich aus einer "höheren Ebene" gechannelt wurde. Crowley war auch Dichter und wusste sich in verschiedenen Art und Weisen auszudrücken - ich denke es enstammt einzieg und alleine de feder Crowleys ohne metaphysischen Hintergrund.

Und venehme aus dem Liber AL lauter (aber nicht nur, sondern zum Großteil) sexuelle Anspielungen ;)
Antwort 8
Ipsissimus
Ipsissimus

Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 19:34  

Zitat von Psychopompus, am 12/8/2009 um 19:02

Und venehme aus dem Liber AL lauter (aber nicht nur, sondern zum Großteil) sexuelle Anspielungen ;)


"Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre." -Sigmund Freud
"Cohiba me!" - Homer J. Simpson

Das Liber AL bietet so viele Möglichkeiten der Interpretation, daß der Ursprung ziemlich wurscht ist. In einigen von Crowleys Büchern kann man gut erkennen, daß der "Mensch" Crowley sie schrieb (z.B. der größte Teil von Konx Om Pax, mit Ausnahme von "The Wake World"), in anderen Büchern wird deutlich, daß er sie mit einem "erleuchteten" bzw. "vollkommeneren" Teil seiner Selbst schrieb. So ist Liber LVX z.B. vom Magister Templi V.V.V.V.V. geschrieben und kommentiert worden, Liber Aleph wurde vom Magus To Mega Therion verfasst, Liber 777 wurde von Frater Perdurabo (und seinem Lehrer Allen Bennett) zusammengestellt. Das Liber AL ist von einer Art, zu der der Mensch Aleister Crowley nicht fähig gewesen wäre (was deutlich wird, wenn man sich seine Gedichte anschaut), es wurde ihm von seinem HGA diktiert - aber was das zu bedeuten hat, das wird aus seinen anderen Schriften deutlich, z.B. "Magick in Theorie und Praxis".


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"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

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Kandidat
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Minerva1
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red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 20:46  
Mit "Christich" einte ich konservativ und gottgefällig. Ich muss gestehen das ich Thelema sehr viel abgewinnen kann. ´Bardon Ist mir irgendwie zu weltfremd. Ich finde Crowleys Ideen da schon ansprechender, wenn auch etwas schwer.
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Studius
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anouk
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red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 21:44  
Hallo.

Ich würde Bardon nicht unbedingt als christlich bezeichnen, er selbst spricht von der "grossen weissen Bruderschaft"...

Sein System ist apollynisch, wobei man da genau auf die Praxis schauen sollte, die Bardon selbst an den tag gelegt hat, mal rauchte er wie ein Schlot, mal trank er Kaffee wie ein Berserker, mal war er abstinent...je nachdem...also war er eigentlich genauso ein "Willensmensch" wie Crowley...

Sein System ist auf Disziplin aufgebaut und deshalb sehr schwierig ( :P ) heutzutage. Ich persönlich kenne keinen, der den "wahren Adepten" wirklich durch gezogen hat. Es ist allerdings immer wieder hilfreich, so ein pures, disziplinorientiertes System zur Hand zu haben, da es ja nur den "Leitfaden" repräsentiert....wie Jungkurth mal sagte (oder Crowley): "Die Landkarte ist nicht das Terretorium."

...ich empfehle das Buch "Frabato" und "Erinnerungen an Franz Bardon", um sich mit der Person Bardon bekannt zu machen, damit man versteht, wie man den zu nehmen hat.

....was Crowley angeht, stimme ich Cassiel zu, er ist eher etwas für Fortgeschrittene, da es eben nicht um "Ego" geht, in seinem System.

...Crowley war ein Provokateur "par excellence" und lebte in einer Zeit in der das Bürgertum noch "allmächtig" war, ich glaube würde er heute leben, wäre er vielleicht "straight edge", keusch oder konservativ, da sein Hauptanliegen, sozial gesehen, war, zu polarisieren.

Sicherlich dreht es sich bei ihm um Sexualmagie, jedoch in einem anderen Kontext, als wie es popularistisch dargestellt wird, eben um die Transformation von Sex, entweder hinauf (in "feinere" Seinsbereiche) oder hinunter (was ihn ja so "berüchtigt" gemacht hat).

Gegenüber seinen Schülern hat Crowley immer gesagt, man solle ihm kein Wort glauben.....und ich glaube er würde sich im "Grabe umdrehen" wenn er wissen würde, wer sich heutzutage alles so als seinen Schüler bezeichnet.

"Thelema" ist übrigens nicht von Crowley das erste mal benannt worden sondern von Rabelais, für Crowley war es das "Wort des neuen Aeons", welches er als Ipsissimus (??) in die Welt sagte, es sollte das Wort des alten Mahatma Jesus (sein Wort war "Agape") ablösen.

Man kann sagen, Crowley System ist solar. Das heisst, es arbeitet mit dem Bewusstsein, sagte er doch auch "Der Weg ist Wissenschaft, das Ziel Religion" (wobei religio hier wortwörtlich zu verstehen ist, als "Rück-anbindung ans Ursprüngliche").

Bardon ist davon gar nicht so weit entfernt, nur das er eine andere Sprache benutzt, welche technischer ist, obwohl Crowley widerum der grössere Mathematiker war mit dem ganzen Kabbalakram....

Entscheidend sind für mich die Veränderungen, die Crowley vorgenommen hat, zum Beispiel im Tarot (Tzaddi ist nicht der Stern...)....

Auch sehr bezeichnend für Crowley (auch wieder bezogen auf das Thema "Sex") ist der Satz aus dem Liber Al, "Jede Frau und jeder Mann ist ein Stern". Da steht eben nicht "jedes Wesen" oder "jeder Mensch"....man sollte eben erst sein Mann sein oder seine Frau sein verwirklichen, um zur "Sternenhaftigkeit" (die Gesellschaft des Himmels") zu gelangen....

...das macht Crowley eigentlich erhaben über den Vorwurf, Satanist zu sein....

....eigentlich muss ich sagen, ist Crowley einer der "weissesten Magiere" die ich kenne, am Ende des Tages... ;-)
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 12/8/2009 um 23:47  

Zitat von Eliphas Leary, am 12/8/2009 um 19:34

Zitat von Psychopompus, am 12/8/2009 um 19:02

Und venehme aus dem Liber AL lauter (aber nicht nur, sondern zum Großteil) sexuelle Anspielungen ;)


"Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre." -Sigmund Freud
"Cohiba me!" - Homer J. Simpson

Das Liber AL bietet so viele Möglichkeiten der Interpretation, daß der Ursprung ziemlich wurscht ist. In einigen von Crowleys Büchern kann man gut erkennen, daß der "Mensch" Crowley sie schrieb (z.B. der größte Teil von Konx Om Pax, mit Ausnahme von "The Wake World"), in anderen Büchern wird deutlich, daß er sie mit einem "erleuchteten" bzw. "vollkommeneren" Teil seiner Selbst schrieb. So ist Liber LVX z.B. vom Magister Templi V.V.V.V.V. geschrieben und kommentiert worden, Liber Aleph wurde vom Magus To Mega Therion verfasst, Liber 777 wurde von Frater Perdurabo (und seinem Lehrer Allen Bennett) zusammengestellt. Das Liber AL ist von einer Art, zu der der Mensch Aleister Crowley nicht fähig gewesen wäre (was deutlich wird, wenn man sich seine Gedichte anschaut), es wurde ihm von seinem HGA diktiert - aber was das zu bedeuten hat, das wird aus seinen anderen Schriften deutlich, z.B. "Magick in Theorie und Praxis".


ok, ich werde das Liber AL noch mal genauer studieren.
Antwort 12
Kandidat
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Minerva1
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red_folder.gif erstellt am: 13/8/2009 um 08:56  
Bardon ist meiner Ansicht nach zu technisch. Er reizt die ASW zu sehr raus und legt es darauf an. Ich arbeite zumeist intuitiv und in kleineren ´Schritten. Vor allem halte ich nichts von seiner Brachial-Methode. Mann lernt ja eh nie aus. Ich denke mir fehlt einfach der Hintergrund, da ich von einer anderen Baustelle bin und eher taoistisch denke.
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Magister Templi
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Seraphine
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Registriert: 28/6/2009
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red_folder.gif erstellt am: 13/8/2009 um 16:09  

Zitat:

Zitat von Eliphas Leary, am 12/8/2009 um 19:34

"Manchmal ist eine Zigarre nur eine Zigarre." -Sigmund Freud



Manchmal aber auch nicht! :P :redhead:

@ Psychopompus

suche dir einfach das Beste aus Crowleys System raus. Und das was du als Dreck empfindest schließe aus. Und lasse dir Zeit beim Abwegen.

Seraphine


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Nur in einem ruhigen Teich spiegelt sich das Licht der Sterne.

Konfuzius

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Novize
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mohammed
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red_folder.gif erstellt am: 13/8/2009 um 22:19  
....eigentlich solltest du dir mal austin osman spare geben, der könnte dich inspirieren.
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Studius
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Gattsu
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red_folder.gif erstellt am: 26/8/2009 um 16:54  
Hi, ich habe oben gelesen das man crowleys werke wohl erst verstehen kann wenn man sich mit den systemen des golden dawn auskennt.

Wo, bzw mithilfen von was, kann man denn anfangen sich über diese Systeme schlau zu machen?
Profil anzeigen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 16
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red_folder.gif erstellt am: 26/8/2009 um 19:46  

Zitat von Gattsu, am 26/8/2009 um 16:54
Hi, ich habe oben gelesen das man crowleys werke wohl erst verstehen kann wenn man sich mit den systemen des golden dawn auskennt.


Naja nicht unbedingt. Aber man sollte schon recht tief in die klassische westliche Magie eingestiegen sein. Zudem hatte er auch viele Anregungen aus der östlichen Magie entnommen, Crowley war ja der erste westliche Magier der eine Audienz beim Dalai Lama hatte.

Zitat:
Wo, bzw mithilfen von was, kann man denn anfangen sich über diese Systeme schlau zu machen?

Naja es wird doch sicher Bücher über den Golden Dawn geben oder? Ich meine vor zehn Jahren mal ein Buch gesehen zu haben das "das magische System des Golden Dawn" hieß. Einfach mal Amazon oder ZVAB durchsuchen.

Das ist aber mehr von historischem Interesse. So sonderlich viel bringen tut es heute natürlich nicht mehr ein System zu erlernen, welches vor 100 Jahren ausgestorben ist.

LG

Cassiel
Antwort 17
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 26/8/2009 um 20:05  

Zitat:
Zudem hatte er auch viele Anregungen aus der östlichen Magie entnommen, Crowley war ja der erste westliche Magier der eine Audienz beim Dalai Lama hatte.


Welcher dalai Lama war das? Gibts davon irgendwelche öffentliche Berichte oder so? Du sagst Crowley war der erste, gabs noch andere? Wenn ja, wer?

Interessiert mich sehr.
Antwort 18
Majestät
Magus

Silva
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red_folder.gif erstellt am: 26/8/2009 um 20:06  
ich habe hier die einweisungen zum gd. diese durchzuarbeiten, bedeutet eine menge arbeit und schon vorab ein recht großes grundwissen.
ich bin auch, wie du cassile, der meinung, daß sich dieser orden nicht weiterentwickelt hat.
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 26/8/2009 um 20:15  

Zitat von Tyrann, am 26/8/2009 um 20:05
Welcher dalai Lama war das? Gibts davon irgendwelche öffentliche Berichte oder so? Du sagst Crowley war der erste, gabs noch andere? Wenn ja, wer?


Das war der 13. Dalai Lama, also der Vorgänger von unserem heutigem. Ne ein öffentliches Protokoll über da Gespräch gibt es nicht, soviel ich weiß.

Es hat damals einen regen Austausch zwischen den Magiern im Osten und Westen gegeben. Crowley hat ja viel in seine Lehren übernommen, bzw. östliches Gedankengut in eine westliche Verkleidung gepackt. Das selbe hat die Fraternitas Saturni damals ja auch getan. Intern wurde sogar mit dem Chenrezig Mantra gearbeitet.

So einen Austausch unter den Eingeweihten gibt es auch heute noch. Allerdings hat der Vajrayana inzwischen im westen selbst Fuß gefaßt und man ist heute nicht mehr darauf angewiesen das die großen Führer der westlichen Tradition die östlichen Lehren für die Westler aufbereiten. Die Menschen hier im westen stehen heute im direkten Kontakt zu den Lamas und Ihren magischen Lehren.

LG

Cassiel
Antwort 20
Studius
Studius

Gattsu
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red_folder.gif erstellt am: 26/8/2009 um 20:47  
Ah okay, ich verstehe. Vielen Dank^^

Also meint ihr, dass es nichtmal nötig ist etwas über den golden dawn zu studieren, weil er veraltet ist, sondern sich einfach auf die magischen Grundlagen zu konzentrieren^^ ?

Also bei dem Thema bin ich schon gut dabei mich rein zu fuchsen^^

Bin/war vor kurzem noch sehr suchend in dem was ich mache, habe jetzt einigermassen den Neopaganismus für mich entdeckt. Würde es reichen, wenn ich mich damit gut genug beschäftigt habe, um ein crowley werk zu verstehen?

Liebe Grüsse
Profil anzeigen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 21
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 26/8/2009 um 21:02  
Versuchs doch.

Ich versteh hier zum Teil die Ansichten nicht. Hermetik ist ein RIIIIIIESEEEEN BERG und der Golden Dawn war ein hermetischer Oden, das Material ist enorm umfangreich und keinesfalls veraltet. Es bildet Grundlage für sehr viele heutige Praktiken und es finden sich übernommene unveränderte Rituale und Adaptionen in nahezu jedem westlichen Orden. Ohne die Werke von Israel Regardie würde es die Magie, wie sie heute hier praktitiziert wird, wohl kaum geben oder nur wenigen vorbehalten sein. Ansonsten, welche Neuerungen in der Magie gibts denn seit der Hermetik? Und welche Rolle nehmen sie ein? Das ist eine kleine. Vajrayana, gut, zuegegeben habe ich keine Ahnung davon, ABER ich würde behaupten, dass sich diese Form von Buddhismus auch seit Jahrhunderten nicht verändert oder "weiterentwickelt" hat. Vielleicht erhebt sie auch nicht den anspruch darauf sondern existiert so, weil sie sich bewährt hat. Ich finde aus der westlichen Magie hat sich Hermetik für mich bewährt. Mir fällt wenig ein, was es sonst noch geben würde. Chaosmagie? Ich finde die stagniert auch schon eine ganze Weile. Geforscht haben auch hermetische Magier/Hermetiker, sonst wäre wohl kaum so umfangreiches Material zustande gekommen. Wenn das alleine Chaosmagie ausmachen soll, ist wohl jeder Caosmagier. Wenn Chaosmagie heißt, mit verschiedenen Göttern zu arbeiten, schamanistische Reise versuchsweise durch die Toilette zu induzieren oder duch einen fahrstuhl (soll keine Kritik sein), aber ich finde da nichts Neues dran. Das alles ist super interessant, aber die Grundpfeiler haben sich meiner Meinung nach nie wirklich geändert. Irgendwo habe ich mal gelesen "Chaosmagick: Nothing is new, everything is boring." Nur meine Gedanken. Nicht zu offensiv verstehen.
Antwort 22
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 29/8/2009 um 23:07  

Zitat von Tyrann, am 26/8/2009 um 21:02
Ich versteh hier zum Teil die Ansichten nicht. Hermetik ist ein RIIIIIIESEEEEN BERG und der Golden Dawn war ein hermetischer Oden, das Material ist enorm umfangreich und keinesfalls veraltet.


Doch angestaubt ist das Material schon etwas. Der Orden hat sich vor 106 Jahren aufgelöst, das Material was dort gelehrt wurde ist mindestens 150 Jahre alt, wenn nicht noch älter. Inzwischen haben wir ein ganz anderes Zeitalter, nämlich das Wassermannzeitalter. Die Menschen sind von einem ganz anderem Schlag (insbesondere die Frauen), auch die Glaubensparadigmen haben sich geändert.

Magische Lehren werden in bestimmten Übertragungslinien vom Meister auf den Schüler weiter gegeben. Die Aufgabe der jeweils amtierenden Priester ist es das Wissen der Zeit, in der sie leben entsprechend anzupassen. Siehe das Wassermannzeitalter, welches das Zeitalter des Horuskindes ist. Die Ägyptische Kultur ist längst ausgestorben, aber es gibt immer noch Priester, die deses alte Wissen der heutigen Zeit anpassen und den Praktizierenden zur Verfügung stellen, beispielsweise in Form der thelemitischen Triade.

Ein magischer Orden zeichnet sich dadurch aus ein Kraftfeld zu besitzen, in dem die Energie und das Wissen der Meister schwingt und für die Mitglieder abrufbar ist. Dies ist eine aktive Form von Wissen und geht über solches Wissen, welches rein durch den Verstand erlangt werden kann weit hinaus.

Aus diesem Grund sind die Lehren des Golden Dawn tot denn es gibt weder ein Kraftfeld noch eingeweihte Priester, die dieses Wissen "lebendig" halten - seit 106 Jahren nicht mehr.

Zitat:
Es bildet Grundlage für sehr viele heutige Praktiken und es finden sich übernommene unveränderte Rituale und Adaptionen in nahezu jedem westlichen Orden.


In wie vielen westlichen Orden warst Du das Du das weißt? Ich hab in den Orden in denen ich war jedenfalls keine unverändert übernommene Golden Dawn Rituale kennen gelernt.

Zitat:
Vajrayana, gut, zuegegeben habe ich keine Ahnung davon, ABER ich würde behaupten, dass sich diese Form von Buddhismus auch seit Jahrhunderten nicht verändert oder "weiterentwickelt" hat. Vielleicht erhebt sie auch nicht den anspruch darauf sondern existiert so, weil sie sich bewährt hat.


Vajrayana wird beständig den Gegebenheiten der jeweiligen Zeit angepasst. Alleine schon aus dem Grund um zu verhindern, das sich durch die Jahrtausendealte Überlieferung mit der Zeit Fehler einschleichen, z.B. weil jemand etwas nicht richtig verstanden hat und diesen Denkfehler nun an seine Schüler weiter gibt.

Aus diesem Grund hat der 2. Buddha Padmasambhava im 8. Jahrhundert Geistschätze, sogenannte Termas, also Schriftrollen mit Belehrungen an bestimmten Orten versteckt. Diese Belehrungen werden jeweils von bestimmten Meistern gefunden, dessen Erscheinung er voraus gesagt hat. Diese entdecken diese Geistschätze wieder und erneuern so die Linie der Belehrungen. Auf diese Weise wird der Vajrayana modern gehalten und erhält jeweils genau die Praktiken, die für die Menschen der jeweiligen Zeit genau passend sind.

Und das ist eben wichtig, das sich die Lehren dem Geist der im Moment im Menschen vorherrscht angepasst werden. Das kann nur eine lebendige aktive Priesterschaft leisten, deswegen betrachte ich das Wissen des Golden Dawns als tot an.

LG

Cassiel
Antwort 23
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 30/8/2009 um 13:56  

Zitat:
In wie vielen westlichen Orden warst Du das Du das weißt? Ich hab in den Orden in denen ich war jedenfalls keine unverändert übernommene Golden Dawn Rituale kennen gelernt.


Auch nicht das kleine bannende Pentagrammritual, das so in seiner heutigen Form exakt aus dem Golden Dawn kommt? Es existierten zwar schon vorher Vorläufer des Rituals, aber der GD ritualisierte es und fügte es seinem System an. Ich war noch in keinem Orden, aber es gibt diese Bücher mit den Praktiken vom Golden Dawn von Regardie und ich vermute, dass auch heute noch in anderen Orden das Kleine bannende Pentagrammritual gelehrt wird. Unbestreitbar ist, dass es mit das bekannteste westlich-magische Ritual ist.

Zu den anderen Sachen kann ich nichts mehr sagen.


Grüße,

Tyrann
Antwort 24
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