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Autor: Betreff: Wie kann ein Mensch seine Gefühle verlieren ohne Schaden davon zu tragen ???
Fussvolk
Fussvolk


Beiträge: 3
Registriert: 22/10/2009
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 22/10/2009 um 16:51  
Hmm also ich denke dass Gefühle sehr wichtig sind und man keinesfalls ohne sie Leben kann.
Mal den Film Equilibrium (oder so) gesehen?
Die Menschheit hat schiss dass aufgrund von Gefühlen der 4. Weltkrieg ausbricht den die Welt nicht überleben würde. Deswegen werden sämtliche Gegenstände die Emotionen auslösen (Musik, Bilder, Erinnerungen) zerstört und die Menschheit spritzt sich irgendwelche Kampfdrogen dass es keine Gefühle wie Freundschaft sondern nur noch objektives denken gibt. Sex dient nur noch zu Fortpflanzungszwecken und wenn dein Sohn ein Haustier besitzt und dieses Tier mag wird er eben umgebracht (ja dein Sohn nicht das Tier !!!)

Ist natürlich ziemlich extrem dargestellt aber zeigt mmn ziemlich genau was du hier erreichen willst.
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Novize
Novize


Beiträge: 11
Registriert: 12/11/2009
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 17/11/2009 um 09:37  
tja gefühle^^ gutes thema also erst mal glaube ich gibt es eingebildete und reaktionale gefühle.
alle gefühle die dein verstand dir suggeriert sind wenn man so will eingebildete gefühle weil sie gefühlt werden ohne einen bezug auf das gerade real erlebte zu haben.
zb liebeskummer... du bist traurig weil ein geliebter mensch nicht bei dir ist, bzw sich von dir abgewendet hat.
aber wenn du diese gefühle hast liegst du vieleicht im bett und hast EIGENTLICH keinen grund traurig zu sein weil du liegst halt nur im bett da is nix wo man traurig sein müßte^^
diesen gefühlen muß man auf den grund gehen und für sich selber eine lösung finden und diese dann umsetzen.
kurz um diese gefühle kannst du loswerden... nich einfach aber was is scho einfach^^

dann gibt es noch aus meiner sicht reaktionale oder auch reale gefühle.
zb. du unterhältst dich mit jemandem und hast plötzlich ein gefühl... sei es zuneigung oder auch ablehnung.
oder auch natürlich wenn du dich in den finger schneidest empfindest du schmerz.
oder gehst du im winter nackt raus wird dir kalt.^^
diese gefühle sind real also momentbezogen und weder gut noch schlecht sie kommen automatisch.

wichtig meines erachtens ist zwischen den gefühlen zu unterscheiden. sind sie real oder entstehen sie durch verstandesgemäße oder auch gedankliche vorgänge...DENN DIESE gefühle MACHST DU selbst. kannst sie also auch ÄNDERN.

alles liebe rappmc :)
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Studius
Studius

Maleficia
Beiträge: 16
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red_folder.gif erstellt am: 11/1/2010 um 15:09  
Aber das kann man doch auch anders sehen.

Ich z.B. wünschte mir ich hätte keine Gefühle...

Denn bei mir würde das wirklich nicht schaden.
Ich habe keine wünsche.

Was ich meine ist, das wenn man wirklich nur schlimmes gewohnt ist...
also nicht den Wunsch hat zu leben sondern sag,:" Ich werde einfach mein leben weiter leben und wenn ich irgendwann sterbe ist es mir egal." Wenn man niemanden wirklich liebt... Wenn man einfach nur noch genug von Schmerz hat. Seelischen UND Körperlichen aber das Körperliche ist nicht das wichtige.
Also wie ich schon sage wenn es einem egal ist und man nur noch den Weg gehen möchte bis man stirbt oder sonstwas passiert...

DANN Wäre es wirklich nützlich nichts zu fühlen.
Ich weiss es wäre als wäre man schon tot. Kein Spaß, keine Liebe und auch nicht so gute Gefühle sind nützlich und wichtig. Aber bei mir gibt es so was nicht.
Ich wünschte mir von ganzen Herzen nicht mehr zu fühlen.

Da wäre doch nichts zu entgegnen oder?

Doch hier ging es ja um etwas anderes. Es ging darum dass es dann besser wäre und das sie angeblich nur stören. Ich meine eben das was ich schriebe


freundliche Grüße
Mali.
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Neophyt
Neophyt


Beiträge: 64
Registriert: 3/11/2009
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red_folder.gif erstellt am: 11/1/2010 um 22:00  
zu male..., natührlich gibt es solche menschen denen alles egal ist aber mal auf die welt betrachtet ist es primitiv denn erst durch glück lernt man, glück ist ein gefühl.

zb ein baby steht auf und läuft zu einem bonbon, wenn es lernt das papier wegzumachen ist es glücklich und merkt sich das.

ohne gefühle, dem verlangen nach dem bonbon, hätte es nicht laufen gelernt.

versteht ihr


[Editiert am 11/1/2010 um 22:01 von mono5]
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Magister Templi
Magister Templi


Beiträge: 384
Registriert: 20/6/2009
Status: Offline
red_folder.gif erstellt am: 11/1/2010 um 22:32  
Das Baby hätte sowieso laufen gelernt.Mach dir da nichts vor.
Du kannst ein Baby nur dadurch am laufenlernen hindern, wenn du ihm die Beine abhackst (oder ähnliches).Dennoch glaube ich zu verstehen, was du meinst;ist aber eine völlig andere Geschichte.


[Editiert am 11/1/2010 um 22:37 von Vau]
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Studius
Studius

Maleficia
Beiträge: 16
Registriert: 11/1/2010
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 12/1/2010 um 14:55  

Zitat von mono5, am 11/1/2010 um 22:00
zu male..., natührlich gibt es solche menschen denen alles egal ist aber mal auf die welt betrachtet ist es primitiv denn erst durch glück lernt man, glück ist ein gefühl.



Mir ist nicht allles egal.
Nur wenn ich mein Leben betrachte wünschte ich mir wirklich das wäre es!
Hier geht es ja um die Gefühle .. und wie man sie ausschaltet.
Ich würde es sofort tun wenn ich eine möglichkeit hätte!
Denn z.B Liebe ist ein Gefühl. Ohne Liebe kein Schmerz.
Aber euch ohne Liebe keine Freude.
Ohne Freude keine Enttäuschung.
Ohne Schmerz und Enttäuschung kein Willen.

Aber mir scheint das alles nichts mehr zu nützen!
Ich weiss wie wichtig Gefühle sind!

Nur würde ich vieles dafür tun um sie nicht mehr zu haben.
Egal ob ich dann "Primitiv" wäre oder nicht.

Also wer da etwas weiss bitte bitte bitte Antworten.

Gruss,
Mali.
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Neophyt
Neophyt

Seelenfluegel
Beiträge: 56
Registriert: 2/12/2009
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Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 12/1/2010 um 22:54  

Zitat von Maleficia, am 12/1/2010 um 14:55

Zitat von mono5, am 11/1/2010 um 22:00
zu male..., natührlich gibt es solche menschen denen alles egal ist aber mal auf die welt betrachtet ist es primitiv denn erst durch glück lernt man, glück ist ein gefühl.



Mir ist nicht allles egal.
Nur wenn ich mein Leben betrachte wünschte ich mir wirklich das wäre es!
Hier geht es ja um die Gefühle .. und wie man sie ausschaltet.
Ich würde es sofort tun wenn ich eine möglichkeit hätte!
Denn z.B Liebe ist ein Gefühl. Ohne Liebe kein Schmerz.
Aber euch ohne Liebe keine Freude.
Ohne Freude keine Enttäuschung.
Ohne Schmerz und Enttäuschung kein Willen.

Aber mir scheint das alles nichts mehr zu nützen!
Ich weiss wie wichtig Gefühle sind!

Nur würde ich vieles dafür tun um sie nicht mehr zu haben.
Egal ob ich dann "Primitiv" wäre oder nicht.

Also wer da etwas weiss bitte bitte bitte Antworten.

Gruss,
Mali.



Wir alle tragen unseren Emotionalkörper mit uns. Er gehört quasi dazu. Inwieweit wir den Emotionalkörper interagieren lassen, das ist ein anderes Thema. Bei Dir lösen sich aus bestimmten Gründen bestimmte Emtionen aus. Sicher,unangenehme Emotionen mag man nicht so gerne erleben, aber sie weisen auf etwas hin. Es ist wichtiger, den HIntergrund zu betrachten, statt das Symptom auszuradieren.

"Was bringt mich zum Leiden"? Da wäre eine Frage, mit der Du Dich auseinandersetzten könntest.

"bin ich meine Emotionen?" Gehst Du in Identifikation mit Deinen Emotionen?


____________________
Licht & Schatten
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Magus
Magus


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red_folder.gif erstellt am: 12/1/2010 um 23:23  
Kein Mensch kann Gefühle ausschalten. Man kann Gefühle verdrängen, durch Drogen, oder psychische Abwehrmechanismen. Früher oder später drängen sie in einer Stresssituation massiv ins Bewusstsein.
Es gibt nun einige Techniken um negative Situationen, dass was man dann in der Situation fühlt, konstruktiv umzudeuten. Kann man mit magisch oder theapeutschen Verfahren machen, der Unterschied ist nur ein Gedanke.

Wenn ich den Anfang der Diskussion lese, stellt sich mir die Frage, ob hier tatsächlich ein Unterschied zwischen Gedanken und Gefühlen, zwischen Emotionalem- und Verstandessystem gemacht wird? Auf neurologischer Ebene sind Gefühle und Gedanken nur unterschiedliche Facetten der einen gesamtorganismischen Informationsverarbeitung.

In diesem Zusammenhang kann man auch geistig argumentieren. Ich kann mit Gedanken und Bildern ein Gefühl evozieren (welches auch körperlich wahrnehmba ist) und umgekehrt. Genauso können Gefühle, die aus einer Körpererfahrung resultieren, in die geistige Ebene hineinwirken und umgekehr.

Ich kann Gefühle nicht wegmachen, ich kann aber in eine "beziehungslose Beziehung" zu den Gefühlen treten, durch Zeugenbewusstsein (auch Achtsamkeit genannnt). Ich spüre und erlebe dadurch das auftretende Gefühl ganz bewusst (es ist viel Intensiver als im Alltagsbewusstsein = Autopilotenmodus), mache aber keine Geschichte daraus. Ein normales Erleben wäre, der Chef faltet mich zusammen und im inneren Dialog foltere ich den Chef gedanklich, emotional in den nächsten Stunden und halte dadurch die Geschichte und die Wut am Kochen. Ich bin Teil der Geschichte, ich bin diese Geschichte. Wenn ich Achtsam den Moment der Autorität (mag es falsche oder richtige Autorität sein) erlebe, kann der Zorn kommen, er ist da und geht wieder. Bei einer richtigen Autorität (das wahre Wille/ das Wahre Wesen) spricht durch die äußere Form des Chefs) sehe ich den Zorn der Autorität und das natürliche Beugen in Demut und Würde, in meiner Form, ohne das ein emotionale Geschichte von Macht und Ohnmacht daraus gemacht wird. Die wahre Autorität kann durch jede Form sprechen.


[Editiert am 13/1/2010 um 12:50 von Alles und Nichts]
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Neophyt
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Seelenfluegel
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red_folder.gif erstellt am: 12/1/2010 um 23:24  
Ach übrigens. Liebe ist keine Emotion.

Freude und Liebe sind unser natürliches Sein hinter all unseren Masken der Dunkelheit und des Leids.

Enttäuschung ist auch nix Schlimmes. Sie ist eine gute Freundin, denn sie bringt Dich auf den Boden der Tatsachen zurück.

Ebenso der Schmerz, er ist ein guter Freund. Er zeigt Dir, wo Du Dir am meissten weh tust, wo Di Dich am meissten verletzt.


...


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Licht & Schatten
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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 13/1/2010 um 17:37  

Zitat von Seelenfluegel, am 12/1/2010 um 23:24
Ach übrigens. Liebe ist keine Emotion.

Freude und Liebe sind unser natürliches Sein hinter all unseren Masken der Dunkelheit und des Leids.

...


Hallo Seelenflügel,

ich bin ganz Deiner Meinung!

Was normal unter Liebe verstanden wird, nenne ich die romantische Liebe. Die romantische Liebe ist der unbewusste Versuch des Egos die verloren gegangene Einheit mit der allumfassenden Liebe wieder herzustellen.
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Fussvolk
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red_folder.gif erstellt am: 17/4/2012 um 13:19  

Zitat von GeorgeTheMerlin, am 16/10/2009 um 23:16

Zitat von White dragon, am 7/10/2009 um 12:30
Ich Glaube das Gefühle nur eine Behinderung eines Menschen sind und desswegen möchte ich keine Gefühle mehr haben aber ich weiß nicht wie ich sie am besten los werde ohne Schaden davon zu tragen und desswegen möchte ich wissen ob und wie es geht hoffe ich bekomm von euch ein paar gute antworten und ratschläge.



Du ERSCHAFFST deine Gefühle.

Die Gefühle, die dich behindern, sind UNBEWUSSTES ERSCHAFFEN und haben ihren Ursprung in einer unverarbeiteten Vergangenheit.

Deine Frage ist also SCHON IM ANSATZ falsch.
Ebenso deine Erkenntnis, dass GEFÜHLE DIE URSACHE deiner Probleme sind. Das erscheint OBERFLÄCHLICH zwar so - aber der Ursprung liegt DAHINTER - nämlich im unbewussten Erschaffen dieser emotionalen Gegen-Absichten.

Die richtige Frage zum richtigen Problem lautet: wie verwandle ich unbewußtes Erschaffen wieder in bewußtes Erschaffen?

Gehst du nämlich von deinem Ansatz aus - würdest du unbewußt Gefühle erschaffen, die dich behindern - und dann GLEICHZEITIG versuchen, diese Gefühle wieder loszuwerden.
Damit erschaffst du GLEICHZEITIG eine Emotion UND eine Gegenemotion - poetisch ausgedrückt eine innere Wand, wo du dir ewig den Kopf einrennst.

grüssli merlYnn


Liebe Forengemeinde entschuldigt bitte dass ich diesen alten Strang wieder nach vorne hole, aber merlynn hat hier ein dilemma beschrieben in dem ich auch stecke und welches mich seit mehreren Jahren beschäftigt, Denn die innere Wand von der merlynn spricht, gegen diese laufe ich selbst immer wieder.
Mir ist es vollkommen bewusst dass meine negativen Emotionen nur symthome sind und keine Ursachen. Merlynn, kannst du bitte die Aussage erläutern:
"Die richtige Frage zum richtigen Problem lautet: wie verwandle ich unbewußtes Erschaffen wieder in bewußtes Erschaffen?"
Ich kann diese Aussage noch nicht verstehen/ gedanklich greifen?

Werde mich gleich im Vorstellungstread vorstellen, habe mich eben erst hier registriert weil ich denke der Beitrag von Merlynn ist der Schlüssel zu der Lösung welche ich schon so lange suche.
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Adeptus Major
Adeptus Major


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red_folder.gif erstellt am: 17/4/2012 um 16:26  
Hey Ulrik,

ich bin zwar nicht Merlin aber denke das ich trotzdem etwas dazu sagen kann denn was er beschreibt wird in der Psychotherapie genauso angewendet.

Der Themenersteller ging davon aus das seine Emotionen das Problem seien doch für eine Emotion gibt es immer einen Außlöser. Also wenn z.B. jemand gestorben ist, liegt das Problem nicht in der aufkommenden Trauer sondern darin das jemand gestorben ist.

Gefühle sind nicht die Ursache von Problemen oder Ereignissen sondern ihre Wirkung.

Natürlich kann eine Emotion die vorher eine Wirkung war zur Ursache einer neuen Wirkung also eines neuen Ereignisses werden.
Doch das Problem ist nie die Emotion selber sondern das Ereignis oder der Lebensumstand der die Emotion ausgelöst hat.

Einfach ausgedrückt, arbeite nicht an der negativen Emotion sondern an dem Umstand der diese Emotion ausgelößt hat.

Gruß Alichino
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Ipsissimus
Ipsissimus

LoS
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red_folder.gif erstellt am: 17/4/2012 um 21:27  

Zitat von Alichino, am 17/4/2012 um 16:26
Gefühle sind nicht die Ursache von Problemen oder Ereignissen sondern ihre Wirkung.


Das ist soweit richtig, wenn man auch eher von Feedback sprechen sollte als von Wirkung. Wirkung wäre wie wir auf die Gefühle reagieren und da wir es gewohnt sind, daß Ursache und Wirkung keine Zwischenschritte haben, sind Gefühle den meisten normalen Menschen nur begrenzt zugänglich/erfassbar/änderbar.


Zitat von Alichino, am 17/4/2012 um 16:26
Doch das Problem ist nie die Emotion selber sondern das Ereignis oder der Lebensumstand der die Emotion ausgelöst hat.


Entschuldige, aber das halte ich für einen völlig verantwortungslosen Ansatz!

Das ist klassisches "I didn't do it - YOU made me do it!" - ich finde alles auf Lebensumstände abzuwälzen, damit macht man es sich einfach/ist ein netter Sündenbock.

Das Problem mit einer Situation (zB der Tod von XY) ist nicht der Tod von XY, sondern ein Cocktail aus unseren Ängsten um den Eigenen Tod, der Trauer um das was man keine Zeit und Gelegenheit hatte mit der Person zu erleben (kurzum ein nahezu unendliches Spektrum an angenehmen und jetzt dahingeschiedenen Möglichkeiten beidseitige Freude zu generieren), Mitgefühl den Hinterbliebenen gegenüber (wahlweise verstärkt durch die Fähigkeit sich in sie gut hineinzuversetzen und mit ihnen so zu leiden wie sie es tun, teilnehmen am Unglück), Erwartungen die wir hatten und vieles mehr. Ich finde dem Toten die Schuld an all diesen Gefühlen zu geben, die er durch sein (plötzliches) abkratzen ausgelöst hat ist ein wenig unfair, meinst Du nicht? Vor allem, wenn ers sich nicht ausgesucht hat, si? Und nichts anderes wäre das.

Der Knackpunkt ist unsere Perspektive. Wir kümmern uns in aller Regel um Ängste nur wenn sie Akut werden, leben in irgend ner abgefuckten Wolkenschloss-Zukunft in der wir für alles mit jedem alle Zeit der Welt haben werden und deshalb tritt sowas unserem Lebensgefüge auch so mächtig in den *blubb*. Würden wir die Vergänglichkeit und den Verfall als allgegenwärtigen und unabwendbaren Teil des Daseins besser akzeptieren und uns mehr dem Moment selbst verschreiben, würde sich ein Großteil dieser Probleme in Luft auflösen. Zumindest bei diesem Beispiel. Und die meisten, die mit sich und ihren Gefühlen besser und besser klarkommen, landen witzigerweise - egal wie sie hingekommen sind - bei dieser Wahrnehmungsverschiebung.

@Ulrik:
Wenn ich Dir eines empfehlen kann, lern so viel wie Du kannst über Dich selbst. Lerne Deine Betrachtungsweisen zu modifizieren, Dich, alles was Dich umgibt und auftretende Ereignisse durch nicht nur Deine Augen zu sehen. Stück für Stück wird sich Dir dann jeglicher innere Zusammenhang erschließen. Es braucht eine Weile beständigen Fortschrittes, möchte ich meinen. Aber meiner Erfahrung nach ist das einer der zuverlässigsten Wege diese "Mauer" loszuwerden.


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Ich bin von der Nachtschicht. Glaubst Du an Geister?

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Fussvolk
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red_folder.gif erstellt am: 17/4/2012 um 21:48  
Ja, an dieser Mauer arbeite ich schon seit Jahren. Um meine Vergangenheit dbzgl auf den Kopf zu stellen hatte ich mich vor ungefähr 2 Jahren fast den ganzen Sommer zuhause eingeschlossen um meine Vergangenheit auf links zu drehen. Will heißen diese zu erforschen um die Mauer abzubauen. Andere Probleme wurden dadurch beseitigt aber die Mauer blieb. Bin inzwischen halt ein bissi ratlos was ich noch tun kann, somal ich da schon einige Jahre rein investiert habe. Ist halt ziemlich demotivierend immer an der Mauer im eigenen Kopf zu scheitern. Ein kleiner Erfolg dass die Mauer etwas kleiner/weniger wird wäre nach so vielen Jahren arbeit mal was schönes....

Ich habe schon mit visualisierungen, affirmationen daran gearbeitet meine Betrachtungsweisen zu ändern. Nur leider blieb ich auch hierbei erfolg los. Meißtens funkt dann das UB dazwischen und meint sowas in der Richtung "Was redest du dir jetzt wieder ein, Stimmt doch gar nicht usw"
Gibt es eine Wirkungsvolle strategie wie das doch funktioniert?


[Editiert am 17/4/2012 um 21:51 von Ulrik]
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Ipsissimus
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LoS
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red_folder.gif erstellt am: 17/4/2012 um 21:58  
Dann solltest Du damit beginnen genau diese Widerstände, also das was Du vom UB als Gegenreaktion wahrgenommen hast, abzubauen. Wäre zumindest ein einigermaßen logischer nächster Schritt.

Außerdem solltest Du Dich vielleicht generell etwas tiefer mit psychischer/m Hygiene/Aufbau, NLP, Therapietechniken, etc. auseinandersetzen. Dissoziation ist zum Beispiel eine der zugänglichen Möglichkeiten, wenn Du mit Visualisation/Imagination bereits gearbeitet hast. Es ist zwar nicht alles Gold was glänzt, aber andererseits suchen wir ja auch nicht nach Gold. ;)


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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 17/4/2012 um 22:13  

Zitat von Ulrik, am 17/4/2012 um 21:48
Meißtens funkt dann das UB dazwischen und meint sowas in der Richtung "Was redest du dir jetzt wieder ein, Stimmt doch gar nicht usw"

Das ist nicht das UB.
Antwort 40
Adeptus Major
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red_folder.gif erstellt am: 17/4/2012 um 22:26  
Hallo LoS,


Zitat von LoS, am 17/4/2012 um 21:27

Das ist soweit richtig, wenn man auch eher von Feedback sprechen sollte als von Wirkung. Wirkung wäre wie wir auf die Gefühle reagieren und da wir es gewohnt sind, daß Ursache und Wirkung keine Zwischenschritte haben, sind Gefühle den meisten normalen Menschen nur begrenzt zugänglich/erfassbar/änderbar.


Wirkung ist wie wir auf unsere Gefühle reagieren.
Wirkung ist aber auch wenn ein bestimmtes Gefühl ausgelößt wird.
Es ist immer Ursache und Wirkung wobei die Wirkung zur nächsten Ursache wird.


Zitat von Alichino, am 17/4/2012 um 16:26
Doch das Problem ist nie die Emotion selber sondern das Ereignis oder der Lebensumstand der die Emotion ausgelöst hat.


Dieser Satz ist so richtig.
Doch da ich dir in deinen weiteren Ausführungen nicht wiederspreche gehe ich davon aus das du mich falsch verstanden hast.



Zitat von LoS, am 17/4/2012 um 21:27

Entschuldige, aber das halte ich für einen völlig verantwortungslosen Ansatz!

Das ist klassisches "I didn't do it - YOU made me do it!" - ich finde alles auf Lebensumstände abzuwälzen, damit macht man es sich einfach/ist ein netter Sündenbock.


Darum geht es hier ja garnicht. Ein Sündenbock ist nicht nötig da Gefühle nicht schlecht sind. Auch wenn sie manchmal weh tun!



Zitat von LoS, am 17/4/2012 um 21:27

Das Problem mit einer Situation (zB der Tod von XY) ist nicht der Tod von XY, sondern ein Cocktail aus unseren Ängsten um den Eigenen Tod, der Trauer um das was man keine Zeit und Gelegenheit hatte mit der Person zu erleben (kurzum ein nahezu unendliches Spektrum an angenehmen und jetzt dahingeschiedenen Möglichkeiten beidseitige Freude zu generieren), Mitgefühl den Hinterbliebenen gegenüber (wahlweise verstärkt durch die Fähigkeit sich in sie gut hineinzuversetzen und mit ihnen so zu leiden wie sie es tun, teilnehmen am Unglück), Erwartungen die wir hatten und vieles mehr. Ich finde dem Toten die Schuld an all diesen Gefühlen zu geben, die er durch sein (plötzliches) abkratzen ausgelöst hat ist ein wenig unfair, meinst Du nicht? Vor allem, wenn ers sich nicht ausgesucht hat, si? Und nichts anderes wäre das.


Du hast mich eindeutig falsch verstanden!
Ich bin mir nicht sicher was du an Schuld findest, dass hast du jetzt mehrfach erwähnt doch hier gibt es keinen Schuldigen und die Situation ist natürlich auch nicht schuld^^

Mir ging es darum das es keine Lösung ist gegen die Gefühle zu kämpfen sondern das man lernen muss mit einer unangenehmen Situation adäquat um zu gehen.

Außer bei einer Depression oder einer Manie ist nämlich "immer" eine Situation für die vorwiegenden Gefühle verantwortlich! Natürlich hängt das auch von der Frustrationstoleranz der beteiligten Person ab. Ein Cholerika regt sich schneller auf als jemand der täglich Meditiert.
Also nicht die Situation oder der Verstorbene ist Schuld an der trauer des Hinterbliebenen sondern der Hinterbliebene weiß keinen besseren Weg mit seinen Gefühlen um zu gehen. Vielleicht weil er nichts anderes gelernt hat.
In einer solchen Situation hilft es nichts an der Trauer zu arbeiten, man hätte sich z.B. im Vorfeld darauf vorbereiten können das die Person bald stirbt.

Außerdem sind Gefühle nicht schlecht! Es ist nicht falsch mal wütend oder traurig zu sein!



Zitat von LoS, am 17/4/2012 um 21:27

Der Knackpunkt ist unsere Perspektive. Wir kümmern uns in aller Regel um Ängste nur wenn sie Akut werden, leben in irgend ner abgefuckten Wolkenschloss-Zukunft in der wir für alles mit jedem alle Zeit der Welt haben werden und deshalb tritt sowas unserem Lebensgefüge auch so mächtig in den *blubb*. Würden wir die Vergänglichkeit und den Verfall als allgegenwärtigen und unabwendbaren Teil des Daseins besser akzeptieren und uns mehr dem Moment selbst verschreiben, würde sich ein Großteil dieser Probleme in Luft auflösen. Zumindest bei diesem Beispiel. Und die meisten, die mit sich und ihren Gefühlen besser und besser klarkommen, landen witzigerweise - egal wie sie hingekommen sind - bei dieser Wahrnehmungsverschiebung.


Da brauche ich eigentlich nichts zu sagen natürlich hast du Recht.
Das worauf wir gefasst sind erschüttert uns weniger, nur das was unerwartet kommt. Radikale Akzeptanz ist ein gutes Mittel damit die Gefühle im Fluss bleiben.
Doch wie gesagt, an Gefühlen ist nichts schlechtes!


Lieben Gruß Alichino
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red_folder.gif erstellt am: 17/4/2012 um 22:29  
Ohh tut mir Leid :redhead:


Zitat von Alichino, am 17/4/2012 um 16:26
Doch das Problem ist nie die Emotion selber sondern das Ereignis oder der Lebensumstand der die Emotion ausgelöst hat.


Bei dieser Formulierung hast du natürlich Recht, ich habe geschrieben der Lebensumstand sei Schuld^^ tut mir Leid. :puzz:

Natürlich meinte ich wie wir mit dieser Lebenssituation umgehen. :redhead:

Danke das du meinen Fehler berichtigt hast.


[Editiert am 17/4/2012 um 22:30 von Alichino]
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Ipsissimus
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red_folder.gif erstellt am: 18/4/2012 um 00:00  
Ich kann auch nur lesen was da steht, meine Kristallkugel ist im Moment leider in Reparatur. ;)

Aber ja, natürlich ist an Gefühlen nichts schlechtes. Wir haben erst dann ein Problem damit wenn wir sie (oder einen Umstand der zu ihnen führte) die Annahme verweigern.

Und gern. ^^ So konnte ich meines Amtes walten und den wortklauberischen Kotzbrocken spielen, so wie ich es gerne tu. :]


[Editiert am 18/4/2012 um 00:01 von LoS]



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Fussvolk
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red_folder.gif erstellt am: 18/4/2012 um 20:49  
Um in den Moment zu kommen stelle ich mir gerne die Frage " Was will ich jetzt machen, Was will ich genau jetzt". Wenn ich nun zuhause bin und mir diese Frage stelle kommt beispielsweise als Antwort "Ich will meinem Arbeitskollegen xy die Meinung sagen". Wenn ich aber dann in der Firma meinen Arbeitskollegen vor mir habe, krieg ich als Antwort "Ich will jetzt nichts sagen".
Mit genau dieser Mauer in meinem Kopf habe ich dieses Problem. Ich will zuerst etwas tun und wenn ich genau das tun kann, was ich vorher wollte, will ich es auf einmal nicht. Wenn ich mich dann aber doch dazu überwunden habe und meinem Kollegen die Meinung gesagt habe fühle ich mich auf einmal gut. Nur ich muss beim nächsten mal wenn sowas eintritt wieder die Mauer in meinem Kopf überwinden.
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