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Autor: Betreff: Atheisten/ Götter/ Religion/ Dämonen / Wesen/ Magier
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Ipsissimus

Serafia_Serafin
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Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 22/12/2009 um 23:49  
Immer wieder lese oder höre ich, dass ein "seriöser" Magier (gibt es so etwas eigentlich??) wissenschaftlich in seiner Arbeitsweise sei; dass er sich von dem Thema Religion distanziert habe und er allein mit Energien arbeitet...

Was mir erst einmal daran auffällt ist, dass Glaube und Religion eigentlich doch nur wenig miteinander zu tun haben - wenn ich es zumindest richtig definiere:

Glaube: Persönlicher Bezug zu Gottheiten/Wesenheiten eventuell im Rahmen einer bestimmten religiösen Tradition bzw sich bestimmten Gottheiten gewidmet zu haben; Eine Weltsicht, die durch die bevorzugte Gottheit und der damit zusammenhängenden Traditionen beeinflusst wird

Religion: Organisation und Zusammenfassung verschiedener Individuen zu einer Gemeinschaft, die bestimmte Riten, Weltanschauungen und Ansichten über Nichtalltägliches hat.

Was ist dann mit Magiern, die mit Wesenheiten arbeiten - sind das dann keine Magier, oder folgen sie einfach nur einem anderen Weg - oder gehören sie nicht mehr in die "Sparte" Magier, sind sie eher Schamanen oder Hexen?

Kann ein atheistischer Magier eine Invokation durchführen?

Glaubt ein atheistischer Magier nicht an den einen Vatergott aus den Buchreligionen oder lehnt er die anderen nichtmateriellen Wesenheiten ebenfalls ab? (Ich weiß, man kann nicht etwas ablehnen, das für einen gar nicht existiert - es ist spät, mir ist gerade nichts anderes eingefallen).

Ich finde es nämlich immer wieder verwirrend, wenn andere hier davon schreiben, dass sie nur mit Energien arbeiten - oder dass sie Atheisten sind. Wahrscheinlich ist meine Weltsicht eine vollkommen andere... aber, auch wenn ich mich stark dagegen sträube, mich irgendeiner Religion anzuschließen und meinen Glauben nicht definieren könnte (weil ich, denke ich, keinen habe) - kann ich die Wesen der anderen Seite nicht negieren. Sie sind da, wie andere Menschen in meiner Welt sind... und es ist ganz gleichgültig, ob ich sie anbete oder nicht.


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Magister Templi
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Beiträge: 384
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red_folder.gif erstellt am: 23/12/2009 um 00:00  
Wesen und Götter sind vorgefertigte Formen mit Energien einer festen Ausrichtung.
Mann muss nicht an sie "glauben", um damit umzugehen.Davon frei wäre allenfalls "Chaosmagie", m.M.n.
An sie im Substantiellen Sinn zu glauben, Sie als Individuen zu sehen,schränkt sehr ein.Atheismus ist da ein gutes Gegengift (Selbst wenn du "Ihnen" begegnest,etc)
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Ipsissimus
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Idan
Beiträge: 1619
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red_folder.gif erstellt am: 23/12/2009 um 07:20  
Es tut mir leid, aber bei einem solchen Post reißt mir echt die Hutschnur:

@Serafia_Serafin:
Zitat:
Immer wieder lese oder höre ich

Wo und bei wem hast du das gelesen? Wieso sagst du nicht, gegen wen du dich konkret wendest, anstatt hier so ganz allgemein und pauschal mal eben in die Allgemeinheit zu protestieren. Damit greifst du gleich mal alles und jeden an. Was versprichst du dir von einem solchen provaktiven Angriff?

Zitat:
Was mir erst einmal daran auffällt ist, dass Glaube und Religion eigentlich doch nur wenig miteinander zu tun haben - wenn ich es zumindest richtig definiere:


Ach, dann ist also deine persönliche Definition die Richtige und alle anderen Definitionen sind falsch? Du hast Recht und alle anderen, die anderer Meinung sind, sind einfach nur zu dumm, es richtig zu machen?

Seit Jahrhunderten versuchen Religionswissenschaftler und Forscher, eine allgemeingültige Definition vom Begriff "Religion" hinzukriegen. Bis heute hat es keiner geschafft. Auch die Trennung der Begriffe von Glaube und Religion ist eine wissenschaftliche Problematik, an der sich bereits große Geister den Kopf zerbrochen haben.

Aber schön, dass du nun meinst, dieses Problem gelöst zu haben, vor allem, weil du eine ganz andere Definition hast als die Religionswissenschaftler, Philosophen und auch die Juristen.

Hier mal die Wikipedia-Artikel zu Religion und Glaube
http://de.wikipedia.org/wiki/Religion
http://de.wikipedia.org/wiki/Glaube

Hier mal der Artikel der bundeszentrale für politische Bildung über Religionsfreiheit, die explizit den individuellen Glauben schützt und nicht nur den institutionalisierten. Der Begriff "Religion" erfasst juristisch auch den individuellen Glauben eines Einzelnen:
http://www.bpb.de/wissen/X833WF,0,Glaubens_Gewissens_und_Be kenntnisfreiheit.html

Zitat:
Kann ein atheistischer Magier eine Invokation durchführen?


Es gibt durchaus atheistische Magier, die zwar an Energien und psychologische Archetypen glauben und entsprechend ihre Magie ausrichten, aber an keinen Gott. Sie sind Atheisten, wirken aber durchaus auch erfolgreich Magie an.

Ich finde es echt unmöglich, wie du dich hier aufführst, Serafia! In Internetforen geht es gerade darum, dass Menschen unterschiedlicher Ausrichtung und Hintergründe sich austauschen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen miteinander teilen. Ich bin auch nicht allem hier einverstanden und habe in einigen Punkten auch mal ganz konträre Ansichten und auch Lebenserfahrungen.

Aber sich hier mal eben über alle anderen auszulassen, über richtig und falsche Weltsicht zu urteilen, den eigenen Glauben als richtiger und wahrer darzustellen als den Glauben anderer und dabei auch noch die Dreistigkeit zu besitzen, uns vorzuschreiben, wie wir Glaube und Religion zu definieren haben, das ist echt der Gipfel der Unverschämtheit.

Keiner hier im Forum muss sich vor dir rechtfertigen, wie er seine Magie wirkt, ob er an Wesenheiten glaubt oder nicht und niemand muss sich an deine Definitionen von Religion und Glaube halten. Was bildest du dir eigentlich ein, wer du bist? Gerade Menschen wie du, die anderen Vorschriften machen wollen in religiösen Fragen, sind doch der Grund, dass viele sich von den Kirchen abwenden und lieber einen individuellen Weg gehen wollen, um eigene Erfahrungen zu sammeln.

Und dann kommst du daher und machst einen auf magischen Papst? Tut mir leid, aber bei so viel Selbstüberschätzung, Intoleranz und Dogmatismus schreite ich ein und wasch den Leuten den Kopf, was ich hiermit ausreichend getan habe. Übe du dich lieber mal in Toleranz, in der Wertschätzung von Pluralismus und Vielfalt, anstatt hier anderen etwas vorschreiben zu wollen.

@all:
Lasst euch von Serafia nicht verunsichern. Jeder hat ein Recht auf seinen individuellen Weg der Magie, auf seine eigenen Lebenserfahrungen und auf seine eigene Definitionen. Lasst euch von niemanden vorschreiben, was ihr glauben sollt, an wen ihr glauben sollt oder wie ihr was nennen sollt. Macht eure eigenen Erfahrungen, lest viele Bücher und tauscht euch mit anderen aus. Der Rest ergibt sich von allein.

Magie findet in der Regel ihren eigenen Weg, egal ob man an Wesenheiten glaubt oder nicht, egal ob man eher naturwissenschaftlich oder eher religiös arbeitet.


[Editiert am 23/12/2009 um 07:48 von Idan]



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Magister Templi
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Beiträge: 384
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red_folder.gif erstellt am: 23/12/2009 um 12:18  
@idan:Es ist möglich, Serafia_Serafin`s Post so zu verstehen,wie du es verstanden hast,
mir macht es jedoch Mühe, daraus auch nur eine Spur von Anmassung etc. herauszulesen;es ist für mich sicher, dass es sich hier in der Absicht der Absenderin
um eine Frage handelt.
Sie schreibt nix vor, wie Wer Was zu definieren hat(ich hab´s zur Sicherheit gerade noch mal gelesen).
Irgendeine Sache darin berührt womöglich einfach dein "persönliches rotes Tuch"?

Ansonsten halte ich es nicht für widersprüchlich,z.B. mit den Energien eines Gottes erfolgreich zu arbeiten,ohne an das Wesen zu glauben oder der Religion anzugehören,die es anbetet/erfunden hat/es vorraussetzt-etc.
Es ermöglicht lediglich, sich in einen sehr konkreten Bewusstseinszustand zu befördern, der für die Ausführung der eigenen Absicht hilfreich sein kann.

Analoges würde für mich z.B.für Runen gelten:Leute arbeiten damit,erfolgreich,
-egal, ob es sich hier um jahrtausende altes traditionellen Wissen handelt,oder nicht.
Der "Atheist" oder nicht-gläubige ist sehr im Vorteil, wenn sich herausstellen sollte, das Runen einfach durch den versuch , römische Schrift zu kopieren entstanden sind,
ohne geschwungene Linien leichter irgendwo hineinzuritzen:
Ihm ist kein Glaube zerstört worden, und die Runen behalten ihren praktischen Wert.
Das, was vielleicht Wesen oder auch Energien sein mögen, behandle ich lieber als
Energien oder Muster/bilder,da es mir als riskant erscheint,mit wesen zu arbeiten, die sich selbst als Individuen betrachten;-aus wohl naheliegenden Gründen-
und egal , ob und wie es sie "wirklich" gibt.
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Ipsissimus
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Idan
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red_folder.gif erstellt am: 23/12/2009 um 14:46  

Zitat von Vau, am 23/12/2009 um 12:18
@idan:Es ist möglich, Serafia_Serafin`s Post so zu verstehen,wie du es verstanden hast,
mir macht es jedoch Mühe, daraus auch nur eine Spur von Anmassung etc. herauszulesen;


Es gibt keine allgemeingültige Definition von Glaube und Religion. Wenn Serafia ihre persönliche Definition als "richtig" hinstellt, und das tut sie mit dieser Formulierung:

Zitat:
Was mir erst einmal daran auffällt ist, dass Glaube und Religion eigentlich doch nur wenig miteinander zu tun haben - wenn ich es zumindest richtig definiere:


ist das Anmaßung. Sie behauptet damit eine Definition zu liefern, die es nicht gibt und nie gab, noch dazu eine, die im Widerspruch zur Wissenschaft, Rechtssprechung und Allgemeinheit steht. Glaube und Religion werden in Wissenschaft und Rechtssprechung als untrennbar miteinander verbundene Aspekte betrachtet, die man nicht allgemein definieren kann, sondern nur grob beschreiben kann, wobei Religion und Glaube oft dazu benutzt werden, sich gegenseitig zu beschreiben.

Serafia behauptet, ihre Definition sei richtiger als all das, was Menschen in den letzten Jahrhunderten über diese Begriffe gesagt und geschrieben haben. Sie stellt ihre Definition über sämtliche Konventionen und letztendlich behauptet sie indirekt, dass sie Recht hat und alle anderen Unrecht.

Zugegeben, vielleicht hat sie es auch nur sehr unglücklich formuliert, letztendlich wollte sie auf den Gegensatz von individuellem Glauben und institutionalisierten Glauben (was sie dann Religion nennt) hinaus. Aber dann sollte sie sich bitte erst besser mit diesen Begriffen auseinander setzen und gründlicher recherchieren, als einfach so blind drauf los zu posten.

Du sprichst von einem "roten Tuch". Ja, es ist für mich ein rotes Tuch, wenn Menschen behaupten, sie hätten mehr Recht als andere, noch dazu ohne sich mit den anderen auseinander zu setzen. Mit dieser Einstellung kann man vielleicht Kardinal im Vatikan werden, aber im Bereich der Hexerei und Magie, noch dazu in einem Forum das dem Austausch verschiedenster Meinungen und Sichtweisen dient, ist es absolut unangebracht.

Ich muss mich nicht an Serafias Definitionen halten und ich bin der Meinung, dass niemand das muss. Wenn Serafia dieses Forum dazu benutzt, ihre Sichtweise für richtiger als andere hinzustellen, dann benutze ich mit demselben Recht dieses Forum dazu, ihre Meinung für nicht richtiger als andere Meinungen darzustellen.


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Ipsissimus
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Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 23/12/2009 um 14:58  

Zitat von Serafia_Serafin, am 22/12/2009 um 23:49
Immer wieder lese oder höre ich, dass ein "seriöser" Magier (gibt es so etwas eigentlich??) wissenschaftlich in seiner Arbeitsweise sei; dass er sich von dem Thema Religion distanziert habe und er allein mit Energien arbeitet...


Dann bin ich aber froh, kein "seriöser" Magier zu sein.....
Wie will man mit etwas arbeiten, wenn man sich davon distanziert?


Zitat von Serafia_Serafin, am 22/12/2009 um 23:49

Was mir erst einmal daran auffällt ist, dass Glaube und Religion eigentlich doch nur wenig miteinander zu tun haben - wenn ich es zumindest richtig definiere:

Glaube: Persönlicher Bezug zu Gottheiten/Wesenheiten eventuell im Rahmen einer bestimmten religiösen Tradition bzw sich bestimmten Gottheiten gewidmet zu haben; Eine Weltsicht, die durch die bevorzugte Gottheit und der damit zusammenhängenden Traditionen beeinflusst wird

Religion: Organisation und Zusammenfassung verschiedener Individuen zu einer Gemeinschaft, die bestimmte Riten, Weltanschauungen und Ansichten über Nichtalltägliches hat.


Aber da siehst Du doch, daß Religion und Glaube so einiges miteinander zu tun haben. Religion gibt Strukturen für den Glauben vor. Glaube ist neben Erfahrung eine Art, sich ein Bild von der Realität zu machen. Durch die Vorgabe von Glaubensstrukturen stellen Religionen sicher, daß in einer Gesellschaft ein möglichst einheitliches Bild der Realität vorhanden ist. Und durch Verbote verschiedener Erfahrungen wird sichergestellt, daß der Glaube einheitlich bleibt. Durch diese Verbote werden bestimmte Erfahrungen eben zu Teilen des "Nichtalltäglichen".


Zitat von Serafia_Serafin, am 22/12/2009 um 23:49

Was ist dann mit Magiern, die mit Wesenheiten arbeiten - sind das dann keine Magier, oder folgen sie einfach nur einem anderen Weg - oder gehören sie nicht mehr in die "Sparte" Magier, sind sie eher Schamanen oder Hexen?


Also Chaosmagier arbeiten mit allen möglichen und unmöglichen Wesen. Jene ominösen Gestalten, von denen du da schreibst, beschränken sich in den Glaubensstrukturen die sie nutzen. Ihr Ziel scheint es eher zu sein, sich ein Weltbild zu basteln, als daß es ihnen darum geht, in Freiheit zu wirken. Aus meiner sicht sollte ein Magier in der Lage sein, zwischen den verschiedenene Weltsichten zu wechseln, wie es gerade angebracht oder notwendig ist.


Zitat von Serafia_Serafin, am 22/12/2009 um 23:49

Kann ein atheistischer Magier eine Invokation durchführen?


Wahrscheinlich nicht.


Zitat von Serafia_Serafin, am 22/12/2009 um 23:49

Glaubt ein atheistischer Magier nicht an den einen Vatergott aus den Buchreligionen oder lehnt er die anderen nichtmateriellen Wesenheiten ebenfalls ab? (Ich weiß, man kann nicht etwas ablehnen, das für einen gar nicht existiert - es ist spät, mir ist gerade nichts anderes eingefallen).


Keine Ahnung. Michdünkt 's ist eine persönliche Frage.


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"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

Eliphas Leary's kleine Videoserie über Magie...
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Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 23/12/2009 um 16:34  
@Idan

Zitat:

Es gibt keine allgemeingültige Definition von Glaube und Religion. Wenn Serafia ihre persönliche Definition als "richtig" hinstellt, und das tut sie mit dieser Formulierung:

Zitat:
Was mir erst einmal daran auffällt ist, dass Glaube und Religion eigentlich doch nur wenig miteinander zu tun haben - wenn ich es zumindest richtig definiere:


ist das Anmaßung. Sie behauptet damit eine Definition zu liefern, die es nicht gibt und nie gab, noch dazu eine, die im Widerspruch zur Wissenschaft, Rechtssprechung und Allgemeinheit steht. Glaube und Religion werden in Wissenschaft und Rechtssprechung als untrennbar miteinander verbundene Aspekte betrachtet, die man nicht allgemein definieren kann, sondern nur grob beschreiben kann, wobei Religion und Glaube oft dazu benutzt werden, sich gegenseitig zu beschreiben.


Nein, das ist Quatsch, was du da schreibst. Ich fand ihre Überlegungen interessant und lese aus dem Zitat da nichts arrogantes oder diktierendes vor, vielmehr stellt sie ihre eigenen Überlegungen dar und achtet darauf, Ich-Formulierungen zu benutzen, um niemanden zu nahe zu treten. Im Gegensatz zu dir benutzt sie nicht das Kollektiv um sich mehr Autorität zu verschaffen (Die Rechtsprechung, Die Wissenschaft, Die Allgemeinheit, Die Menschen in den letzten Jahrhunderten).


Zitat:
Du sprichst von einem "roten Tuch". Ja, es ist für mich ein rotes Tuch, wenn Menschen behaupten, sie hätten mehr Recht als andere, noch dazu ohne sich mit den anderen auseinander zu setzen. Mit dieser Einstellung kann man vielleicht Kardinal im Vatikan werden, aber im Bereich der Hexerei und Magie, noch dazu in einem Forum das dem Austausch verschiedenster Meinungen und Sichtweisen dient, ist es absolut unangebracht.

Ich muss mich nicht an Serafias Definitionen halten und ich bin der Meinung, dass niemand das muss. Wenn Serafia dieses Forum dazu benutzt, ihre Sichtweise für richtiger als andere hinzustellen, dann benutze ich mit demselben Recht dieses Forum dazu, ihre Meinung für nicht richtiger als andere Meinungen darzustellen.


Dann mach dich mal auf was gefasst, weil wie ich Serafia kenne, wird sie bis an die Zähne bewaffnet bei dir zuhause einreiten und dich zwingen, ihre persönlichen Definitionen von Glaube und Religion anzunehmen und nur darauf zu beharren. :-)

Es ist nicht das erste Mal, dass du gleich wegen Nichtigkeiten so aus der Haut fährst und Leute mit ellenlangen Texten anprangerst. Dabei fällt mir sehr auf, dass du nur allzu gerne vorschnell in Postings reininterpretierst wie es dir passt und dann gegen deine eigenen Interpretationen wetterst. Wenn du irgendwelche Probleme mit vorherrschenden Gedankenmustern hast, dann mach doch ein neues Thema auf, da musst du nicht diese Muster in irgendwelche Themen reininterpretieren.

Ich meine das nicht böse und will mich hier auch nicht in irgendeine primitive Hackordnung im Internet initiieren, aber ich finde dein Verhalten (das mir schon sehr oft aufgefallen ist) auch unmöglich. Lehn dich doch erstmal zurück, lies dir Dinge nochmal durch und gehe mit etwas weniger Emotionen an die Sache heran. Keep cool, Serafia ist ja nicht Hitler. :-)


Zitat:
Immer wieder lese oder höre ich, dass ein "seriöser" Magier (gibt es so etwas eigentlich??) wissenschaftlich in seiner Arbeitsweise sei; dass er sich von dem Thema Religion distanziert habe und er allein mit Energien arbeitet...


Hm, Magie ist sicher nicht wissenschaftlich, wie wir das Wort heute verstehen. Vielleicht arbeiten viele Magier methodisch und statistisch, machen Aufzeichnungen und prüfen einmalige Erlebnisse nach, aber das würde keinesfalls wissenschaftlich anerkannt werden. Magie ist also wenn überhaupt sowas wie eine Pseudowissenschaft für die Allgemeinheit. Ich finde das Thema Religion und Magie interessant, man muss nicht religiös sein, um Magie zu machen. Mir z.B. soll mal jemand erklären, wieso man Gedankenstille nicht ohne Gott machen kann oder nicht machen kann, wenn man ein übelster Schwarzmagier ist. Allerdings finde ich, dass Religion wichtige Werte vermitteln kann und dass nicht immer klar zwischen Magiesystem und Religion unterschieden werden kann, auch deshalb, weil es in den großen Religionen viele unterschiedliche Strömungen gibt und z.B. auch im Islam Sufis gibt, die magisch arbeiten. Es gibt da eine sehr interessante Website darüber, aber ich weiß nicht, ob ich die hier posten darf.

Zitat:
Kann ein atheistischer Magier eine Invokation durchführen?


Ich glaube schon. Es ist mir unwahrscheinlich, dass ein atheistischer Magier mit dem Geistermodell arbeiten wird, weil da ja die eigenständige, externe Existens der Wesen im Vordergrund steht, aber ich denke, dass es leicht sein wird für einen atheistischen Magier, anzunehmen, dass bestimmte Wesenheiten bestimmte Prinzipien wie z.B. Liebe, Zerstörung, Hass, Fruchtbarkeit repräsentieren und dass es machtvoll sein kann, wenn man sich ihre Prinzipien in die Psyche integriert. Dann könnten sie aber gleich mit den reinen Prinzipien arbeiten und Liebe und Hass als Prinzipien invozieren. Das würde dann das psychologische Modell sein. Atheisten (zumindest viele) glauben ja irgendwie doch an irgendwas, zumindest bestreiten sie die Wirkung der Hypnose nicht und die meisten erkennen das Unterbewusstsein an. Damit lässt sich doch dann auch eine Invokation machen, in der man ja Dinge in sich hineinruft und verankert.


Gruß


[Editiert am 23/12/2009 um 16:36 von Tyrann]
Antwort 6
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Ipsissimus

Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 23/12/2009 um 23:19  
Erst einmal vielen Dank an Vau, Eliphas und Tyrann - sowohl für die Darlegungen (mit denen ich mich alsbald auseinander setzen werde) als auch dafür, mich vor der Angst bewahrt zu haben, dass ich nun als Radikale (in welche Richtung auch immer) eingestuft werde. Schön, wenn man gleich beide Seiten sehen kann.

Eine Antwort auf Idan brennt mir jedoch unter den Fingernägeln und konnte - trotz fortgeschrittener Stunde nicht warten. Dementsprechend hier nun völlig ot:

Bester Idan,

ich weiß nicht, womit genau ich deinen Ausbruch nun verdient habe - ob dich mein rechthaberisches und dominantes Wesen schon länger gestört hat; ob du vielleicht alle meine bisherigen Posts in den falschen Hals bekommen haben solltest... was auch immer.

Ich wollte dich nur auf ein Wort hinweisen, das dir vielleicht eine Spur dahin gelegt hätte, dass ich nicht der Überzeugung bin, über die ultimative Weisheit zu verfügen (wer gibt denn so etwas schon gern öffentlich zu, gell?) :

wenn ich es zumindest richtig definiere

Ein Synonym für dieses Wort ist "falls", was länger ausgeschrieben bedeutet: In dem Fall dass...
Dieses Wort impliziert die Möglichkeit, dass es auch anders sein kann.

Zu meiner unzureichenden Quellenangabe:

a) Ich kann in der Tat keine genaue Quelle angeben, da es zum Teil aus persönlichen Gesprächen stammt, die ich leider weder im Kalender verzeichnet noch mitgeschnitten habe.
b) Ich bin zu Faul, mir die Aussagen aus den betreffenden Threads herauszugreifen, die Personen dazu zu schreiben, weil es mir in diesem Fall völlig irrelevant vorkommt, von wem diese Aussage stammt.
Ich will ja nicht mit xy darüber diskutieren, wie er das sieht (weil diese Person vielleicht diesem Modell eines "seriösen" Magiers entspricht) - in dem Fall hätte eine PN gereicht. Oder mehrere.

Ich wollte wissen, wie das von anderen gesehen wird. Nicht von denen, deren Ansichten ich eventuell schon gehört oder gelesen habe.

Dementsprechend ist es mir auch schleierhaft, wie du darauf kommst, dass ich irgendjemandem vorschreiben will, wie sein Weg auszusehen habe - und zwar so massiv, dass man vor mir warnen müsste.

Des weiteren dürften dir auch die Anführungszeichen ( "... ") aufgefallen sein, die in der schriftlichen Konversation auch folgenden Begriff ersetzen können: so genannte.
so genannte seriöse Magier

Auch wenn ich zugebe, dass der Begriff seriös vielleicht nicht absolut glücklich gewählt war - wollte ich damit das Bild eines erfahrenen Menschen heraufbeschwören, der sich selbst vielleicht so sieht, von mir jedoch nicht als nonplusultra erachtet wird (deswegen die Anführungszeichen).


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Magus
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Aszan
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red_folder.gif erstellt am: 25/12/2009 um 16:25  
naja also ich denke ich passe ganz gut in das bild dieses energiemagiers,
meine magie basiert so gut wie komplett auf der energetik, und glauben tu ich auch an keine religion.

und das geht ganz gut, ich erkläre mal kurz mein magisches system, für mich ist alles energie auch die materie in form von dichter energie, ich kenne raum, und ich kenne ebenen wobei mehrere ebenen einen raum ausfüllen was sag ich unendlich viele ebenen, und ein raumkomplex macht ein system aus. das ist jetzt auch nicht so vern von den vorstellungen anderer
für mich war am anfang und am ende nichts und etwas, das heist es gilt das gesetz der gegenteile, ein grundsatz der meiner "religion" oder philosopie ist der : die energie die stillstand bewegte sich gleichzeitig und es entstanden extremen, die sie am leben erhellt denn bewegung ist stillstand und bewegung denkt, und lebt, so entstanden die ersten.

in meiner welt der magie hat sich alles ein wenig geordnet, es braucht extremen, damit es nicht zum stillstand kommt, so hat die energie wesen erschaffen die diese aufrecht erhält. also ist mein gott der allebentliche wille, quasi der mittelpunkt der energie. ob das nun religon glaube oder was auch immer ist, darüber kann man sich denke ich streite, wichtig ist, dass ich es nur glaube, weil micht meine erfahrungen und mein wissen zu dieser überzeugung gebracht haben.
und mit enegetik lässt sich eigentlich alles relativ leicht erklären, und es geht auch viel, also für mich ist das bis jetzt ein wirklich angenehmes magisches system. wensen sind für mich energiebälle oder auch eine art energetischer zusammenschluss. also ich kann mich da nicht beklagen.

Aszan

ich finde es ist auch egal welches magische modell man verfolgt, solange es in der praxis hinhaut, ich bin halt nur kein besonderer fan von ritualen und auswendiggelerne, deshalb arbeite ich gerne mit der energetik. und oft reicht die erklärung für eine energetische operation gleich für zwanzig andere, das ist bei den ritualen ja meist nicht so, wenn ich mal daran denke wieviel man da auswendig lernt, und immerwieder wiederhohlt, bis es einem im blut festsitzt außerdem ist man nichtso fixiert.


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Es ist egal wie die Welt ist wenn man nur selber tief genug ist um eine Welt zu sein.
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Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 25/12/2009 um 21:05  
Nun habe ich auch alles durchgelesen... :D Frohe Weihnachten so nebenbei!

Und danke noch einmal für eure Antworten.

In vielen Fällen stimme ich mit der Sicht der Autoren überein (was mich ein bisschen erstaunt als auch beruhigt hat) - so zum Beispiel der Gedanke, dass die Wesen unabhängig vom Glauben des Magiers sind, und dass der praktische Nutzen der Dinge, nicht ihre Mystifizierung, den eigentlichen magischen Wert bestimmen kann. (Vau)

Zu Eliphas Post habe ich eine Frage: Warum ist es wichtig, die Weltsichten wechseln zu können? Was würde einen bewussten Wechsel angebracht machen?

Des weiteren: Wenn ein atheistischer Magier die reinen Prinzipien invozieren kann, - oder mit ihnen arbeitet - verliert das Ganze dann nicht an Komplexität? Götter sind so vielschichtig, (also in meinen Augen keine reinen Prinzipien). Genauso gibt es ja nicht nur "Feuer" sondern "verzehrendes Feuer" "wärmendes Feuer" "tötendes Feuer" "läuterndes Feuer"... etc etc ... gibt es überhaupt reine Prinzipien? Was ist das?


Aszan: Ich denke, in mehreren Dingen stimme ich mit dir überein, auch wenn ich eine Freundin einer Mischung aus beiden Dingen bin - weil ich finde, dass bestimmte Dinge in Ritualen (Sprüche, Handlungen) wie Werkzeuge sind, die sehr unterstützend wirken können, und die Arbeit erleichtern.


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Eliphas Leary
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red_folder.gif erstellt am: 26/12/2009 um 02:24  
Merry Lemmymas euch allen! []


Zitat von Serafia_Serafin, am 25/12/2009 um 21:05

Warum ist es wichtig, die Weltsichten wechseln zu können?
Was würde einen bewussten Wechsel angebracht machen?


Nun, es ist ein bißchen so wie im Zengarten, wo man nie alle Steine gleichzeitig sehen kann. Eine Weltsicht (Religion, Philosophie, was auch immer) kann verschiedene Dinge deutlich machen, aber andere Dinge nimmt man gar nicht wahr. Am deutlichsten wird dies in der Kommunikation: Wenn man nur atheistisch denkt, redet und handelt wird man Monotheisten nicht verstehen, selbst wenn beide im Grunde das Selbe sagen, nur halt aus der jeweiligen Warte. Wenn der Atheist nun verstehen kann, was der Monotheist sagen will (oder umgekehrt), dann ist das zwar schon ein wichtiger Schritt, aber wenn man in der Lage ist, tatsächlich in das monotheistische Denken einzutauchen und es zu teilen, dann wird man sein Verständnis um einiges effektiver erweitern (und damit den Zugriff auf die Realität). Das Selbe gilt für polytheistisches, animistisches, pantheistisches, deistisches usw. usf. Denken. Alles sind Betrachtungsweisen der selben Realität, aber sie benutzen verschiedene Konzepte und Begrifflichkeiten (also Symbole).

Zudem bereitet man durch das Festhalten an einer bestimmten Weltsicht immer auch eine Krise vor. Die meisten Krisen im Leben sind Resultat der Verwechslung von in einer Weltsicht gründenden Identität und dem eigenen individuellen Potential, das in dieser Weltsicht nicht ausgelebt werden kann. Die Krise ist also eine Chance, seine Weltsicht zu erweitern. Später kann man in die frühere Weltsicht zurückwechseln, wenn es vorteilhaft ist.


Zitat von Serafia_Serafin, am 25/12/2009 um 21:05

Des weiteren: Wenn ein atheistischer Magier die reinen Prinzipien invozieren kann, - oder mit ihnen arbeitet - verliert das Ganze dann nicht an Komplexität? Götter sind so vielschichtig, (also in meinen Augen keine reinen Prinzipien). Genauso gibt es ja nicht nur "Feuer" sondern "verzehrendes Feuer" "wärmendes Feuer" "tötendes Feuer" "läuterndes Feuer"... etc etc ... gibt es überhaupt reine Prinzipien? Was ist das?


Och, da gibt's schon Möglichkeiten. Zum Beispiel wird im henochischen System jedes Element in Unterelemente und Unterelemente der Unterelemente zerteilt. Da hat man dann z.B. den wässrigen Erdengel des luftigen Viertels der Feuertafel. Das System ist zwar sehr komplex, lässt aber genug Interpretationsnotwendigkeit, daß sich jeder seinen eigenen - auch atheistischen - Zugang erarbeiten kann. Oder die Hofkarten im Tarot, wo jedes Element in vier Unterelemente gegliedert erscheint (genauso bei den übrigen kleinen Arkana, da sind's dann halt zehn).
Ist der Wunsch nach reinen Prinzipien nicht auch der Wunsch, die Realität ungefiltert von einer Weltsicht zu erfahren? Und ist die Welt komplex oder sind es die Symbole, die wir uns zum Begreifen der Realität erschaffen haben?

Scuzzi, das Fresskoma zehrt gerade alles Blut ins Gedärm und es ist spät...


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Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 27/12/2009 um 22:16  

Zitat von Eliphas Leary
Ist der Wunsch nach reinen Prinzipien nicht auch der Wunsch, die Realität ungefiltert von einer Weltsicht zu erfahren? Und ist die Welt komplex oder sind es die Symbole, die wir uns zum Begreifen der Realität erschaffen haben?


Der Satz hat mich gerade angeblinkt wie ein ganzer entzündeter Weihnachtsbaum...

Ist es das wirklich? Gibt es überhaupt Prinzipien? Sind Prinzipien nicht eigentlich eine Weltsicht für sich?
Machen wir sie uns nicht erst selbst, bevor wir sie als Grundbausteine bestimmen?

Und zum zweiten würde ich sagen: Die Welt ist komplex - aber die Symbole stellen sie vereinfacht dar, um gewisse Aspekte der Vorgänge zu verdeutlichen.

Wenn du aber darauf anspielen möchtest, dass das, was ich als Götter bezeichne, in deiner Sicht schlechthin Symbole für bestimmte Abläufe sind (womit du nicht Unrecht hättest, wenn man es vom naturwissenschaftlichen Standpunkt aus betrachtet) - müsste ich sagen, kommen wir hier einfach nicht zusammen. Vom logischen Standpunkt aus verstehe ich, was du sagen willst - von der Wahrnehmung meiner Realität aus jedoch kann ich dir nicht folgen - da es schwierig für mich ist eigenständige Charaktere als reine Symbolfiguren zu betrachten.


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Magister Templi
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red_folder.gif erstellt am: 28/12/2009 um 17:30  
Ich glaube, dem Stom der Wahrnehmung (ungewertete Information) ist, neben oder innerhalb einiger datenreduzierender Filter ein "Bedeutungsfinder" nachgeschaltet, der aus auch ungestalteten Informationen Prinzipien, Figuren und zusammenhänge herausfiltert.
Ich glaube, es gibt ebensowenig Prinzipien, wie es Buchstaben oder/und Zahlen gibt.
Eigenständige Charaktere können ohne die Bereitschaft, sie als solche zu sehen,womöglich nur dann veriviziert werden, wenn sie durch eigenmotiviertes Handeln in Erscheinung treten.

In dem Buch "Herr der Fliegen"von William Golding wird dem Leser z.B. nahegebracht, wie aus einem toten Fallschirmspringer ein Monster (Wesen)herausgelesen wird, das Opfer fordert;-einen Willen und Charakter hat.
In Bezug auf weniger "kindische Götter"lässt sich ein solches Bedeutungsfinder-Muster vielleicht nur zum Teil anwenden und/oder ist komplexer, aber für mich ist sicher, dass auch als handlungsfähig erlebte Charaktere
Ursachen ausserhalb "Ihrer selbst" haben können.
Ob sie "real" nicht existieren ist unwichtig, solange Sie wirksam in Erscheinung treten können.
-Oder so, vielleicht
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Ipsissimus

Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 28/12/2009 um 20:39  
Vau, ich denke du hast recht...
Aber dann kommt für mich die Frage nach dem Huhn und dem Ei.

Ich gebe zu, dass es Momente gab, in denen dieser "Bedeutungsfilter" bei mir ausgeschaltet war - vielleicht durch Erziehung (atheistischer Vater) - aber wenn ich mich mit dieser Sichtweise meiner Umwelt und ihren Abläufen konfrontiert sah, empfand ich die Dinge und mich selbst als so sinnlos und zufällig, dass es nur schwer zu ertragen war.
Brauchen wir also unseren "Bedeutungsfilter" um uns in dieses gewaltige Gefüge einzubetten?

Von der magischen Sichtweise aus betrachtet wird dieser Gedanke des Filters für mich noch fataler... ergo würde ich die Ergebnisse einer magischen Arbeit nur in die natürlichen Prozesse hineininterpretieren - ebenso meine Wahrnehmungen, die ich jetzt der nichtalltäglichen Ebene zuschreibe: Sie wären dann nur noch Produkte eines Verstandes, der die Welt nicht so hinnehmen kann, wie sie ist.


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Magister Templi
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red_folder.gif erstellt am: 29/12/2009 um 14:15  
Ich glaube, die welt hinzunehmen, wie sie ist, würde den Verstand schon allein aufgrund der Datenflut überfordern.daher die "Filter".Einerseits schalten sie sich automatisch zu, um sinnvolles Erleben zu ermöglichen, aber gerade bei magischen Handlungen wählt der Praktizierende durch Konzentration und Visualisation selbst (-die Diskussion über freien Willen und die Grenzen des Individuums einmal aussen vor lassend).
Womöglich ist jede Wahrnehmung eine Interpretation, aber welche Intention/motivation daraus erwächst, bleibt offen.

Nach meinem Verständniss ist jeder Prozess natürlich,unverstandenes und unverstehbares miteingeschlossen."Natürlich",
Ein ähnlich irrefürender Begriff wie "sinnvoll" oder "Liebe", beides empfindungen, die neben ihrem erleben keine objektive Qualität haben,und darum nicht auf ein "Nur"(-Bewusstseinsstruktur, programme,biochemie,etc.)
reduziert werden können.

ich hatte mal eine existenzialistisch/zynische Zeit, in der ich alles (Werte,sinn,Bedeutung)kaputtreflektiert habe:
Alles war determiniert,beliebig,ziel-und Wertlos wie das Wachstum einer Schimmelkolonie auf Fallobst..Ich habe den Gläubigen jeder Färbung
(Religiös,ethisch,wissenschaftlich,etc.) die Krücke ihrer Märchenwelt weggetreten, um zu sehen, was von ihrer (selbst-)Zufriedenheit dann noch übrigbleibt.
Irgendwann ist mir aufgefallen , das das weder mir noch Anderen irgendwas bringt, und begonnen, mir Zufriedenheit zum Ziel zu setzen.
Resultat:Die welt ist bunt und potentiell schön und Grenzenlos, ihre Sinnlosigkeit schränkt nur den ein, der "objektives Wissen" sucht (siehe:Sokrates),
Gewonnen habe ich durch diesen (um)Weg eine hohe Immunität gegen mentale Krisen und die Verlockungen von Glaubensgemeinschaften und allgemeingültigen Paradigmen.
Und:Der Erlebnisswert von fast allem ist willkürlich formbar.

Das lange Geplauder aus dem Nähkästchen ist als Antwort auf deinen Beitrag vielleicht etwas sperrig, aber ich hoffe auf eine nutzbare Schnittmenge.


[Editiert am 29/12/2009 um 15:11 von Vau]
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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 13/1/2010 um 18:14  
Hallo Serafia_Serafin,

Glaube definiere ich auf einer tieferen oder auch höheren Ebene. Glaube ist die Identifikation oder auch Nicht-Identifikation (=Abwehr) von einem Objekt der Wahrnehmung. Ein Objekt der Wahrnehmung kann ein Auto oder auch ein Gedanke sein, wie die Vorstellung von Dämonen oder auch die energetische Wahrnehmung eines Gottes. Damit kann in der kleinen Welt des Ichs, welches zwischen außen und innen trennt, auf einer magischen Ebene sehr effektiv gearbeit werden, um persönliche Ziele zu erreichen (siehe hierzu z.B. Anleitung zur Wunscherfüllung - von Frank S. Lee). Glaube ist die Beziehung des Ichs zu diesem Objekt. Somit ist auch ein überzeugter Atheist ein tiefgläubiger Mensch :-)
Die Bedeutungsfilter/ Wahrnehmungsfilter schützen uns nicht, sondern halten uns auf der Ebene von Glauben fest (etwas klarer formuliert, auf der Ebene von Dummheit) und verhindern die klare Sicht auf die Realität, auf das Absolute, jenseits aller Relativität des Ichs. In der Tiefe und Höche findest Du nur Stille und Du erkennst, dass die Welt in Dir ist. Dafür brauchst man keinen Glauben, keine Religion, sonderen einfach JETZT genau hinschauen.
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Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 16/1/2010 um 22:52  
@ Vau...

Ist also Hedonismus letztendlich der einzige Weg?
Ist Erfahrung der einzige Grund?
Gibt es überhaupt einen Grund, wenn wir ohnehin vergehen und vergessen werden - und nichts bleibt...?


@ Alles_und_Nichts

Es gibt keine Realität. Wir leben im Chaos (bio)chemischer oder physikalischer Prozesse. Das ist alles, was ich als Realität bezeichnen will. Alles andere ist Ansichtssache. Du weißt nicht einmal mit Sicherheit, ob die Farbe Rot von allen Menschen so wahrgenommen wird, wie du sie wahrnimmst.
Die Welt in sich zu erkennen, bedeutet das nicht, in der Suche nach eben jener Wirklichkeit zu stagnieren, und sich auf einen nackten Felsen im Ozean zurück zu ziehen?
Dies fragt eine, die auf einem ebensolchen Felsen steht. Und trotzdem fragt sie.


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Magister Templi
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red_folder.gif erstellt am: 17/1/2010 um 15:01  
Während man danach trachtet, die Welt in sich zu erkennen ist es schon möglich, gleichzeitig ein erfülltes Leben zu leben,wenn man die Gestalt des Geschehens einfach als gegeben hinnimmt,-als Arbeitshintergrund und Grundlage der Erfahrung, nicht als absolute Wirklichkeit.
Ich verstehe die Enttäuschung, die darurch entsteht, dass man über "Dinge" und "Wirklichkeit" reflektiert, wenn man erkennt, das man als bewusster Lebender bestenfalls in der Luft hängt.
Wirklich hart wird dieser Weg, wenn die eigene Person zum Gegenstand der Reflexion wird;Individualität, Bewusstsein,Entscheidungsfreiheit,etc.
Werden zu schwammigen Begriffen ohne realen Inhalt.

Andererseits ist Ent-Täuschung ein positiver Begriff.
Durch die Erkenntniss der Relativität aller Phänomene wird das Bewusstsein zwar mit Unsicherheit und Einsamkeit konfrontiert, aber das Wissen darum, das dem schon immer so war,das nichts verändert wurde ,(durch diese Erkenntniss) als die eigene Sichtweise, löst , zumindest bei mir, ein Grundgefühl der Heiterkeit aus, ich kann mich mehr verantwortlich fühlen, für das, was ich tue.

Die Bezugnahme auf logische oder göttliche gesetze, auf Himmel&Hölle, auf Konvention,höheren Sinn, Moral, -sonstwas; ist unsinnig geworden, da diese Begriffe nun keine sicheren, realen Orientierungspunkte mehr bilden (können).
Das Individuum ist zwar erschüttert, aber auch weit weniger manipulierbar durch Religion, Medien, Common Sense allgemein.

Ich glaube, das gefühl der Geborgenheit, wie es vor dem Beginn des Nachdenkens/der "Erkenntniss" bestand,kommt erst wieder, wenn man es schafft, loszulassen,sich damit abfindet, was man ist (ohne das womöglich jemals wirklich zu erfassen).
Und/oder:man ist so aufmerksam,das die Getrenntheit zum Rest des Geschehens (Universum) nicht mehr erlebt wird & man "Sich" als allgegenwärtig und ausserhalb der Zeit befindlich erlebt ,also ab und zu ein erleuchtungserlebniss hat, indem das "ego"überwunden wird, wie es z.B. die Zen-Buddhisten machen, ohne das es eine Religion ist.

Bewusstseinsentwicklung einer Welle:
1.-Sie rollt übers Meer,ist dabei guter Dinge, denn sie erfreut sich artgerechter Haltung und stellt keine Fragen.

2.Sie begegnet einem Schiff, wird gestört,beginnt über sich und die Welt zu reflektieren.Sie erkennt, das ein grösseres Objekt, etwa eine Küste, sie auslöschen würde, das sie sich auf eine Solche zubewegt, und dass Sie nicht imstande ist, ihre Richtung zu ändern .Ausserdem ist sie Wasser, ein unbedeutendes Stück Ozean, und andererseits Wind, der dieses Wasser aufwellt,und darum eigentlich nicht real,weder das eine, noch das Andere.
Die Welle sehnt sich zurück nach Zustand "1",Würde als Mensch vielleicht fromm oder Drogensüchtig, oder eine überbehütende Mutter, etc.
Aber der Weg zurück existiert nicht, ebensowenig wie der Weg zurück ins Paradies für Adam&Eva nach dem Apfel vom Baum der Erkenntniss.

3:Die Welle realisiert die Ausweglosigkeit ihrer Situation und gleichzeitig den Lebensgenuss, den sie bei gleichen äusseren Bedingungen (!) am Anfang hatte.
Sie öffnet ihre innere Aufmerksamkeit und erlebt sich als Ozean, als Wind, als Küste.
Alle diese Begriffe verschwinden.

Die LebensQualität aus "1" hat sie wiedererlangt, ohne das eine weitere Begegnung mit einem Schiff(etc)Sie noch aus der Ruhe bringen könnte.
Eine Welle nach erlangen der Buddhaschaft sozusagen.

Soweit der Ausweg, wie ich ihn verstehe, aus der Misere dessen, der auf einem Kahlen Felsen inmitten des Ozeans lebt, und das nicht mag.

-Soweit die Theorie.Die Praxis ist schwer (für mich,immer anzuwenden)
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red_folder.gif erstellt am: 17/1/2010 um 18:22  
Hallo Vau,

ich bin mit vielem von dem was Du sagt, vollkommen einverstanden. Das Bild der Welle stelle ich immer ein klein wenig anders dar.

Du glaubst eine Welle zu sein, wie viele andere Wellen auch. Wenn Du aber im Meer versinkst, siehst Du, dass Du das Meer bist.

Hallo Serafia_Serafin,

was ist den das Chaos (bio)chemischer oder physikalischer Prozesse anderes als ein Ausdruck der einen Realität. Wir sehen Formen, diese Formen setzten sich aus Molekülketten zusammen, die Moleküle aus Atomen, die Atome aus Teilchen, die Teilchen aus Quanten und die Quanten erscheinen im Nichts. Die Frage ist, was Dein denker Geist aus den Formen macht und glaubt. Glaubt er, dass alles relativ ist? Der Glaube (Realitätstunnel) Deines Ichs setzt sich in Beziehung zu den den Objekten der Wahrnehmung und gibt diesen Objekten eine Bedeutung. Wir können uns gerne über die Bedeutungsgebung unterhalten, dann sprechen wir über unterschiedliche Ansichtssachen. Aus der Perspektive des Ichs, ist die Relativität, die höchstmögliche Entwicklungsstufe, die das sozialisierte (individuation im Sinne von stärker, schöner und besser gehört noch immer zur Sozialisation) Ich erreichen kann. Dieses Ich wird aber immer Leiden. Mag es ein permanentes Streben, sagen wir besser Kämpfen, um Autonomie, Anerkennung oder Sicherheit sein. Auf dieser Ebene der Wahrnehmung ist die Welt nichts anders als ein Produkt des Verstandes (= denkende Geist), wie Du es sagtest. Das ist eine wesentliche Erkenntnis. An diesem Punkt ist die Aufmerksamkeit des Menschen schon sehr differenziert, aber noch immer zerstreut und vor allem nach außen gerichtet. Ich bin in der Welt. Energetisch gesehen, ist dies wie ein Sog, der eine klare innere Sicht verhindert. Hier geht es um die Unterscheidung zwischen dem, was Dein Verstand Dir sagt (Bedeutungsgebung, Ansichtssache) und dem was genau Jetzt hier ist. Ich sage nicht, das der Verstand verdammenswert ist. Er muss nur wissen, welchen Platz er hat. Du brauchst ihn schließlich, damit der Körper von A nach B kommt. Der Körper ist ebenso ein Objekt der Wahrnehmung, zu dem das trennende ICH eine Beziehung aufbaut, z.B. ich habe einen häßlichen oder einen schönen Körper. Daraus resultieren weitere Illusionen.

Nun stellt sich die Frage, ob Du Deinem Verstand weiter glauben schenken willst, oder Dich auf die Suche nach der Quelle machst. Die Quelle ist nicht ein nackter Fels im Ozean, auf dem das Ich sich zurückzieht. In der relativen Welt sitzt Du (das ICH) am Felsen, im Ozean. Wenn Du die Wahrheit wissen willst, musst Du springen, ohne Dich festzuhalten. Innerlich nackt musst Du sinken, um zu erkennen, dass Du der Ozean bist. Du bist mit allem was jetzt hier ist, in einer beziehungslosen Beziehung stehst.

Achtsamkeit ist der Schlüssel zum Ausstieg aus dem ICH, wie wir es uns gemeinhin vorstellen. Entsprechende Beschreibungen für Achtsamkeitstechniken findest Du im Zen-Buddhisten. Um was im Kern geht, findest Du in vielen Büchern von Advaita. Lesenswert sind die Bücher von OM C. Parkin oder auch Pyar Franziska Troll oder auch Tolle. Jeder der Autoren hat seinen eigenen Stil, weisst aber mit der dualistischen Sprache auf das Absolute, die Quelle hin. Das Absolute ist das allumfassende, alles durchdringende NICHTS. Sie ist Still, klar, Unpersönlich,Bewusst, Frei,Kraftvoll, unendlich, ohne Grenzen. Dies sind nur unzureichende Attribute für das Unaussprechliche.

Ich weiss zwar nicht ob wir Rot identisch wahrnehmen, wenn ich Dir aber gegenüberstehe, weiss ich ob Dein Geist still ist, ein geistloser Geist ist. Umgekehr ist es genauso, wenn Du innerlich still bis.

Ich bin nicht von dieser Welt, stehe jedoch mitten in ihr.

Glaube nichts, überprüfe alles und erkenne direkt (ohne Umweg über das Ich).

Wenn Du in Deiner Suche jeden Schleier des Ichs (Ansichten) beseiteschiebst, wird die Stille immer mehr zur absoluten Realität. Der Weg ist permanentes Prüfen, dann das Ich kann sogar Erleuchtung imitieren.


[Editiert am 17/1/2010 um 18:22 von Alles und Nichts]
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indifferent vacuity
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red_folder.gif erstellt am: 27/1/2010 um 01:58  
Hallo zsm,

ob Chaos oder andere arten der Magieanwendung alles im allem eine Anwendung wie man sie anwendet benutzt oder dergleichen das bleibt jedem überlassen.
Aber alles im allem ist es Magie es heißt nicht umsonst magie dinge die über das übernatürliche hinaus gehen was wahrscheinlich nicht so übernatürlich ist weil es jeder kann der möchte.Solange er den Drang dazu hat man kann glauben an was man will jedem dem seine im endeffekt geht es alles auf das gleiche hinaus.
Ich will einfach nur sagen es kann jeder es kann devinitiv jeder heutzutage gibt es nicht mehr viel von uns,weil der Mensch die spiritualität verloren hat in richtung Magie heute gibt es Maschinen die zum Teil dinge von früher lösen.

PS:wer meine einstellung oder interpredation für falsch hält pls schreibt nachrichten an mich Thx

MFG indifferent vacuity


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Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 29/1/2010 um 09:47  
an Vau und Alles und Nichts:

Um antworten zu können, musste ich erst einmal eure Texte sehr sehr gründlich lesen - weil ich beim ersten Mal überhaupt nichts verstanden habe - als hätte ich eine Mauer zwischen mir und den Aussagen gehabt. Nun habe ich mir endlich die Zeit genommen, um die Dinge zu verstehen, von denen ihr schreibt.
Lustig oder? Dass es in diesem Fall weiter geht, als logisches Nachvollziehen möglich macht.

Ich danke euch, für die Einsichten, die mir dadurch möglich gemacht wurden, an die ich mich erinnerte und auch für die, zu denen es bisher noch nicht gekommen ist.

Nun verbleibe ich fragenlos, bis auf eine letzte:

Dann endet die Reise damit, dass man zu dem wird, was man immer war... nur stimmiger nun, zufriedener vielleicht?
Kann das sein?
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red_folder.gif erstellt am: 29/1/2010 um 13:47  

Zitat von Serafia_Serafin, am 29/1/2010 um 09:47

Dann endet die Reise damit, dass man zu dem wird, was man immer war... nur stimmiger nun, zufriedener vielleicht?
Kann das sein?


Habe zwar die Texte von Vau und alles und Nichts noch nicht gelesen, werde das aber nachholen.

Deine Frage, Serafia, erinnert mich aber an eine schöne Geschichte von August Derleth, eine von denen, die er aus Fragmenten von H. P. Lovecraft entwickelt hat. Der Titel ist glaube ich "AlHazreds Lampe":
Ein junger Mann findet in einem Trödelladen am Hafen eine alte orientalische Öllampe. Er kauft sie und wieder zuhause füllt er Öl nach, stellt dabei aber fest, daß noch harzige Reste alten Öls darin sind. Als er die Lampe anzündet wirft das Licht der Lampe wie ein Filmprojektor Szenen aus längst vergangenen Zeiten an die Wände und auf die Möbel. Er sieht ausgestorbene Tiere, urzeitliche Wälder, vorzeitliche Kulturen und ihre Kriege. In den folgenden Monaten sitzt er jeden Abend in seinem Zimmer, entzündet die Lampe und beobachtet gebannt die Dinge, die ihm die Lampe zeigt. Irgendwann aber findet er keine Zeit mehr für die Lampe und verstaut sie auf dem Dachboden.
Nach vielen Jahrzehnten findet der nun alte Mann die Lampe wieder, erinnert sich an die unglaublichen Dinge, die er mit ihr bestaunen konnte. Also bringt er sie in sein Wohnzimmer, füllt Öl in die harzigen Reste und entzündet den Docht. Aber die Lampe wirft nicht mehr die Szenen an die Wand, die er erwartete. Stattdessen zeigt sie ihm die Orte seiner Kindheit, die Parks und Gärten, die Häuser und Strassen, in denen er spielte, als er klein war.


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"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

Eliphas Leary's kleine Videoserie über Magie...
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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 31/1/2010 um 17:26  

Zitat von Serafia_Serafin, am 29/1/2010 um 09:47


Nun verbleibe ich fragenlos, bis auf eine letzte:

Dann endet die Reise damit, dass man zu dem wird, was man immer war... nur stimmiger nun, zufriedener vielleicht?
Kann das sein?


Hallo Serafia_Serafin,

je mehr Du Deine Bilder, wie Du glaubst zu sein und auch nicht zu sein, loslässt, umso mehr wirst Du zu dem was Du immer schon warst. Ja! Mit dem Erkennen, was Du wirklich bist, beginnt die Reise, da Du nun an nichts mehr festhaltest.

Es ist ein Lernprozess, der Dich auch zufriedener macht. Die Zufriedenheit ist in der Regel aber ein Gemütszustand des Ichs, da dieser Prozess viele innere Spannungen abbaut, ist somit vergänglicher Natur. Je näher Du mit Deiner Aufmerksamkeit an die Quelle kommst, umso mehr wirst Du inneren Frieden wahrnehmen. In diesem Frieden kann auch "äußerer" Kampf sein. Du führst diesen Kampf aber in inneren Frieden. Das ist Freiheit. Dabei hat es für Dich keine Bedeutung ob Du verlierst oder Gewinnst, weil Du in diesem Moment der Kraft dienst, die Kampf fordert, zu 100%.

Es geht um dieses innere Freiheit.

Du gibst alles auf, was Du Dir bis jetzt angeeignet hast. Dann öffnet sich Freiheit. In der Freiheit zeigt sich unpersönlicher Mut, unpersönlicher Frieden, unpersönliche Liebe, unpersönliche Nüchternheit, alles nehmen, alles geben. Auf diesem Weg wird es immer wieder Phasen grundloser Glückseligkeit und allumfassender Ekstase geben. Genauso Moment immenser Herausforderung und Angst. Befreie die Angs von den Bildern und erforsche was Angst wirklich ist.

Bezeuge alles, aber in innerer Freiheit, die sich immer weiter vertieft.
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Fussvolk
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SCARABUS
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smilies/bigsmile.gif erstellt am: 19/5/2013 um 18:17  
Hallo, ich finde es sehr schade, wenn Du von Dir selbst behauptest an garnichts zu glauben.....so die Worte doch Kräfte sind und Du Dir durch Deine Gedanken Gefühle und Worte Deine eigene Welt erschaffst in der Du schließlich mehr oder weniger glücklich Deinen Platz suchst. Halte einmal Deine geöffneten Hände parallel zueinander und versuche an einfach garnichts zu denken sondern lasse die Gedanken einfach unbeachtet an Dir vorrüber ziehen und dann spühre einfach mal in Dich bzw. spühre die scheinbar magnetische Kraft die Deine Hände zusammenzieht.....spührst Du etwas ??? Dann ist da auch etwas von daher gebe ich Dir den für Dich sehr wertvollen Rat: Wenn Du die Kraft eben verspührt hast, hast Du Dir selbst etwas bewiesen nämlich. dass die Kraft zwar nicht unbedingt erklärbar ist.......aber aus Dir also in Dir ruht und abrufbar ist wenn Du Dein Geist zur Ruhe kommen lässt und nicht Deinen Gedanken hinterher hängst. Also kannst Du auch an etwas Glauben.......nämlich an DICH SELBST.......man muss nicht das Universum erklären können um zu erkennen, dass das Universum in uns selbst ist und aus uns wirkt....... :D :D :D
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Ipsissimus
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LoS
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red_folder.gif erstellt am: 19/5/2013 um 18:30  
Yeah, drei Jahre alte Posts aus der Mottenkiste holen anstatt im Vorstellungsbereich mal hallo zu sagen! Muss wohl echt eilig gewesen sein, dazu was loszuwerden. ^^


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Ich bin von der Nachtschicht. Glaubst Du an Geister?

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