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Autor: Betreff: Was ist Schattenarbeit?
Novize
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Hexe23
Beiträge: 11
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Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 15/4/2010 um 10:36  
Ich finde Schattenarbeit ein sehr interessantes Thema, auf das ich erst vor kurzem von einem anderen User gestoßen wurde. Vorher kannte ich den Begriff gar nicht. Es soll es soll einem zur Selbstfindung helfen und von seinen Ängsten vielleicht auch befreien? So denke ich. Sich selbst im vollen und ganzen zu erkennen. Ich glaube auch das es keine Psychoanalyse ist, da das kein Selbstversuch sein sollte. Psychoanalyse ist etwas was nur ein gerlernter Therapeut durchführen kann und nicht man selbst. Aber ich denke Schattenarbeit ist etwas was man alleine durchführen kann, wenn man stabiel genug für Magie im allgemeinen ist. Man arbeitet an sich, um sich von den Schatten zu lösen und sie zu akzeptieren. Was nicht heißt das man sie in seine magische Arbeit aufnehmen sollte oder?


____________________
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Studius
Studius

Abenteurer
Beiträge: 22
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 05:37  
Ich denke Schattenarbeit ist allgemein wichtig. Dieser Begriff wird nur in der Magie so genannt. Im Grunde kann man es auch ein "Überdenken" nennen oder ein "Abwägen" der Situation oder ein "Was kann mir passieren wenn..." Jeder Mensch muss sich mit dem Schatten konfrontieren ob er nun Magie ausübt oder nicht.

Für mich persönlich ist der Schatten auch das "zweischneidige Schwert" und er ist das Mittelmass von Licht und Dunkelheit.
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Practicus
Practicus

Bartock_II
Beiträge: 106
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 09:18  
Mich würde mal interessieren, ob die Leute, die das Wort Schattenarbeit verwenden, tatsächliche Techniken, Abläufe und vor allem eine Form der Erfolgskontrolle durch Notizen und Tagebücher führen.
Oder einfach nur vor sich hin grübeln, und wenn sie dann nach ihrer Praxis gefragt werden, was sie denn magisch so machen würden, sagen sie Schattenarbeit. Nur mal so ne böse Unterstellung.

Wie sieht Schattenarbeit denn praktisch aus?!


[Editiert am 16/4/2010 um 10:28 von Bartock_II]
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Administrator
Ipsissimus

Hephaestos
Beiträge: 2903
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 10:16  

Zitat:
was sie denn magisch so machen würden, sagen sie Schattenarbeit. Nur mal so ne böse Unterstellung.


weswegen ich nie behaupte, schattenarbeit zu machen :D, ich bleib einfach ein schlechter mensch :)


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any sufficiently analyzed magic is indistinguishable from science

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Adeptus Minor
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dana-fox-1
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 10:37  
Hallo Bartock,
vielleicht haben die Leute, die sich mit Schattenarbeit beschäftigen aber auch einfach keine Lust mehr alles x-mal aufs Neue durchzukauen, nur weil ein neues Mitglied wieder mal zu faul ist die Suchfunktion zu benutzen.
Lies doch mal Beiträge von GeorgeTheMerlYn, Sid Amos u.a., besorge dir die Bücher von Akron oder Castaneda - da findest du ganz viele Anregungen zum Thema Schattenarbeit.
Dana


[Editiert am 16/4/2010 um 10:50 von dana-fox-1]



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Practicus
Practicus

Bartock_II
Beiträge: 106
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 12:16  
Hallo Dana-Fox,
ich bin kein neues Mitglied, sondern hier schon ne ganze lange Weile hier unterwegs. Im übrigen auch länger als du

In der Form auf ein Buch zu verweisen finde ich dünn, denn du haust mir vor den Kopf:"Du bist dumm, lies. So dumm, dass du erstmal alles lesen solltest von XYZ". Ob ich damit umgehen kann, ist die eine Sache; ob es so von dir beabsichtigt war, die andere. Zum anderen geht es auch so ziemlich an meiner Frage vorbei;nämlich einer Frage ganz konkreter Natur: Was macht der Einzelne!

Das meiste was man so über Schattenarbeit liest sind Erläuterungen zu diversen Archetypen. Aber mit dem Lesen und dem Grübeln über Archetypen und ihre Bedeutung ist es nicht getan.
Wenn ich Erkenntnise aus Arbeiten wie einer schamanischen Reise in eine Karte nicht umsetze, dann habe ich bloß Kino zum anfassen und mitfühlen und mir das Geld für ne Kinokarte gespart. Mehr praktischen Nutzen habe ich daraus nicht! Im Gegenteil: ich entferne mich auf gefährliche Art und Weise von der Realität und habe einen gegenteiligen Effekt, ich werde labil.

Das ist meine Kritik an der Schattenarbeit wie sie sich präsentiert. Und das passt zum Thema des Beitrages, das zusammengefasst lautet: "Ich mache Schattenarbeit, denn Schattenarbeit ist wichtig"
Also wenn ich jetzt angefahren werde, weil ich mich an das Thema halte.. uh, dann weiß ich auch nicht weiter...

LG
Bartock II


[Editiert am 16/4/2010 um 12:19 von Bartock_II]
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Magus
Magus

Spinnenbein
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 12:49  
Ich stimme Bartok zu: Erkenntnisse sammeln allein bringt nicht viel. Man weiß dann nur, warum man regelmäßig in die gleichen Fallen tappt. Evtl. kann man dann mit hohem Kraftaufwand die Fallen vermeiden. Geheilt, aufgelöst fühlt sich anders an.

Das verstehe ich als Sinn der Magie, auflösen, heilen. Dabei lege ich nicht so großen Wert auf Bewusstheit. Man kann auch heilen, ohne vorher die ganzen Zusammenhänge verstanden zu haben. Es kann dann durchaus sein, dass man denkt, huch, warum bin ich hier eigentlich so entspannt, das kenne ich doch gar nicht von mir, wie schön.

Die psychologische Betrachtung finde ich im ganzen eher deprimierend, weil sie nicht die Kraft vermittelt. Magie ist für mich die reine Kraft.

(Und Haphaestos hat natürlich recht, warum sich ändern, wenn nur andere drunter leiden. Das ist der andere Ausweg aus dem Land der Schatten, mach Deinen Mitmenschen das Leben zur Hölle und zieh ihnen die Energie ab, kleiner Scherz :D :D )
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Ipsissimus

Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 13:43  
Aber mal ganz ehrlich: Arbeiten und sich NICHT dabei zu verändern, das ist wie Schokolade essen und nicht zuzunehmen - es bedarf schon eines Kraftaufwandes - oder sehr ineffektiver Praxis. Egal in welcher Art.
Nur manchmal sind die Veränderungen und Verschiebungen so geringfügig, dass sie sich erst mit der Zeit erkennen lassen.

Ich führe Buch über meine Reisen, meist, und die Male, wo ich zu faul war, wurmen mich jetzt - allerdings habe ich das meiste inkonkret auch so im Kopf.

Psychologische Betrachtung ist aus meinen Augen eine ganz gute Ergänzung für Reflektionsprozesse in der Nacharbeit, um zu verstehen, was da eigentlich gerade passiert.

Allerdings: Bewusste (also kopfliche) Integration von erschlossenen Dingen findet bei mir nicht statt. Die Veränderungen kommen von alleine.

Praktisch arbeiten, Bartock? Mh, würdest du denn deine Reisen etc hier rein stellen? Ich habe da kein großes Bedürfnis, denn was bringt denn mein Gruselkino hier den anderen, wenn ich keine direkte Frage dazu habe?


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Magus
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Spinnenbein
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 14:25  
Ja, eine Reise sehe ich schon als Magie, als „Kraftakt“. Nur psychologische Betrachtungen ohne diese Möglichkeiten, die empfinde ich als deprimierend. Denn gewusst habe ich fast schon immer, wie es zusammenhängt. Mein Leben war halt mies, aber nicht kompliziert genug, um dafür noch aufwendige Erklärungen zu brauchen.

Und genau wie Du sagst, bewusste Arbeit nach der Reise, Anrufung, was auch immer, ist dann gar nicht nötig. Wenn es gewirkt hat, dann hat es gewirkt und man kann es an sich selbst merken. Es kann sogar im bewußten Erleben umgekehrt sein, erst indem sich etwas ändert, bemerkt man erst im Rückblick die Zusammenhänge.
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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 14:53  
der unterschied zwischen magie und psychologie ist nur ein gedanke, nämlich ob ich auch im außen etwas bewirken oder nicht. die methoden der psychologie wurden in weiten teilen aus der magie, dem schamanismus etc. übernommen und sprachlich adaptiert.

ob nun mein zugang ein magischer oder psychologischer ist, ist somit in weiten teilen nebensächlich. wichtig ist die intention. will ich die außenwelt manipulieren und kontrollieren um mich durchzusetzen oder will ich mich selbst besser verstehen, möglicherweise sogar ganz aus dem spiel von maya aussteigen?

ersteres wäre erfolgsmagie (z.b. tarot-pfad-arbeit) oder aus der psychologischen ecke nlp.

zweiteres wäre die schattenarbeit aus der magischen ecke oder unterschiedliche psychotherapeutische methoden der ich-stabilisierung. es geht um integration im sinne von aneignung. dies verstehe ich noch nicht als heilung sondern einfach als besseres funktionieren. das eigentliche problem ist noch immer vorhanden.

dritte form ist mystik (advaita, christliche mystik, sufismus, bestimmte formen des buddhismus). in der psychologie wird darüber nicht sehr viel geschrieben. stichwort ist transpersonale psychologie. es geht um absolute innere freiheit, die auflösung des ich und die integration in das eine.

egal welcher weg gegangen wird, ohne arbeit, wie immer diese aussehen mag, wird es keine veränderung geben, wird man keine früchte ernten.


[Editiert am 16/4/2010 um 14:54 von Alles und Nichts]
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Ipsissimus

Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 15:03  
Das sehe ich nicht unbedingt so. Das kommt wahrscheinlich immer auf das "Problem" an... wenn du dir in den Finger schneidest, wirst du es sicher auch nicht als Heilung betrachten, dir den Arm abzuhacken - eine Problemlösung ist es sicherlich.

Ich befürchte, dass es erst möglich ist, in der Gegenwart zu sein (etwas, das ich als Einswerdung bezeichne), wenn die Dinge, die dich anketten (nämlich eben jene Schatten) eben dieses nicht mehr tun.


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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 15:28  

Zitat von Serafia_Serafin, am 16/4/2010 um 15:03
Das sehe ich nicht unbedingt so. Das kommt wahrscheinlich immer auf das "Problem" an... wenn du dir in den Finger schneidest, wirst du es sicher auch nicht als Heilung betrachten, dir den Arm abzuhacken - eine Problemlösung ist es sicherlich.

Ich befürchte, dass es erst möglich ist, in der Gegenwart zu sein (etwas, das ich als Einswerdung bezeichne), wenn die Dinge, die dich anketten (nämlich eben jene Schatten) eben dieses nicht mehr tun.


hallo serafia_serafin

schön wieder mal von dir zu hören.

die voraussetzung für das verweilen in der gegenwart sehen wir schon ident, unterstelle ich mal so. um in der gegenwart zu verweilen muss man meiner meinung nach den mystischen weg gehen. dieser führt im ersten schritt zu einer bewusstwerdung der schatten, im zweiten schritt zu einem verbrennen der schatten, im dritten schritt zu einer integration der essenz gottes und im vierten schritt zum erwachen aus dem traum. diese darstellung ist sehr grob und vereinfacht, habe etwas nachsicht mit mir.

bei einigen artikeln zur schattenarbeit (variante 2) habe ich den eindruck, dass es zu einer aneignung kommt und die kontrolle des egos weiter triumphiert. dies ist ja auch ok, nur soll man sich dann über bestimmte dinge nicht beschweren, falls diese überhaupt bewusst werden.
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Practicus
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Bartock_II
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 15:54  

Zitat von Serafia_Serafin, am 16/4/2010 um 13:43

Allerdings: Bewusste (also kopfliche) Integration von erschlossenen Dingen findet bei mir nicht statt. Die Veränderungen kommen von alleine.

Naja, so einfach sehe ich das nicht.
Es stimmt zwar, dass ein bleibender Eindruck entsteht.
Aber wie kontrollierst du, dass dieser Schatten tatsächlich gelöst wurde? Reicht das einfache erkennen aus um ihn zu lösen? Ich denke eben nicht.


Zitat von Serafia_Serafin, am 16/4/2010 um 13:43
Praktisch arbeiten, Bartock? Mh, würdest du denn deine Reisen etc hier rein stellen? Ich habe da kein großes Bedürfnis, denn was bringt denn mein Gruselkino hier den anderen, wenn ich keine direkte Frage dazu habe?

Das stimmt. Die nicht aufgearbeiteten Inhalte sind für andere in der Regel wertlos. Es sei denn man ist Dorfschamane und macht aus seinen Reisen die Mysterientradition des Dorfes.

Aber du verwechselst gerade die Inhalte mit den abstrakten Mechanismen die man einsetzten kann. Die Inhalte gehören tatsächlich höchstens in einen literarischen Teil eines Forums.

Was ich meine sind die vielen vielen herangehensweisen. Die schamanische Reise ist eine von so vielen Möglichkeiten.
Es fängt zum Beispiel alleine mit dem erkennen der Schatten an. Ein Problem ist "Wie erkenne ich objektiv meine Schwachstellen!" Nenne mir mal einer aus dem Stehgreif drei grundlegende Schwächen und drei grundlegende Stärken des eigenen Charakters.

Das könnte bespielsweise in einer schamanischen Reise geschehen, bei der ich mich auf die Suche nach meinen Schatten begebe.
Ich kann aber auch über einer Tafel mit einer Zerlegung des Charakters in verschiedene Faktoren pendeln.
Oder aber meinen Körper anhand der energetischen Verteilung der Chakren untersuchen.

So, und was dann? Bezwinge ich den Schatten bereits in der schamanischen Reise? (Bezwingen natürlich nicht im Sinne von bekämpfen.) Reicht das überhaupt? Oder muss ich davon ausgehen, dass die Geisterebene nicht ausreicht oder nur hinreichend ist und sich das ganze in der grobstofflichen Welt noch einmal analog abspielt.
Wenn ich meinen Schatten erkannt habe, muss ich mich dann auch mit ihm konfrontieren? Ist eine Evokation ein Weg dazu? Muss ich Dämonen zwingen und ihnen drohen oder gibt es einen anderen Weg mich gegen sie zu behaupten? Die ganze Abramelin Operation ist eine einzige große Schattenarbeit, das Bezwingen der Dämonen ein Teil davon!! In der Gruppe gibt es zig Möglichkeiten, bei Aufstellungen anfangend, um sich mit seinen Persönlichkeitsteilen zu konfrontieren.

Oder aber völlig entschlackt und dafür auch mit praktischem Kraftzuwachs am Ende des Tages: Taoistische Meditation.
Übrigens ein gutes Beispiel dafür, dass explizite Schattenarbeit gar nicht nötig ist. Denn wer zu Macht kommen will darf sich seinen Launen nicht einfach hingeben, wird aber feststellen, dass er sie nicht einfach abstellen kann.
Über den Weg der Stille erfährt man aber solches Glück, dass die Problemchen des Alltags ganz schnell daneben verblassen; indem man sich konsequent eingesteht, dass Probleme von begrenzeter Dauer, und wenn nicht ersichtlich, dann bloß jenseits unseres aktuellen Horizontes liegend, sind, und dass glück und Zufriedenheit einfach Dinge der Einstellung sind.
Quasi, die nicht schamanische Variante zur von Merlyn vorgestellten Core Transformation. (Interessante parallele: Man läd auch hier einen Kern, das untere Dantin, mit einer art lichten Energie, in dem Fall mit Ching, das zu Chi transformiert wird, auf.)

Ich finde es erstaunlich, dass gerade die jenigen, die kaum praktisches auf ihrem magischen Stundenzettel zu verbuchen haben, explizit Schattenarbeit erwähnenswert finden...
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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 15:55  
Ich sehe die Seele, das Innere des Menschen im magischen Sinn auch „materiell“. Ein Etwas, das verletzt sein kann. Die Heilung kann über bewusste Arbeit ohne alle Magie mit viel viel Aufwand erfolgen. Oder mit Energie = Magie, schneller und tiefgreifender.

Das ist einfach so. Ebenso wie man mit Magie = Energie auch körperliche Phänomene, Knochenbruch, Infektion usw. schneller heilen kann und unter Umständen auch besser, sogar da, wo die Schulmedizin nur noch angibt, wie viel Monate noch bleiben würden. (Vorausgesetzt, der Behandler, Magier weiß, was er tut und hat schon ein bißchen mehr gelernt.)

Das ist mehr als Bewusstheit, denn solche Formen der Wandlung und Heilung funktionieren auch hinterrücks bei Menschen, denen nicht bekannt ist, dass sie damit behandelt werden.

Es ist schon ein Unterschied zwischen echter Magie und den abgekupferten Psycho-Methoden. Die will ich damit nicht schlecht machen, aber sie sind weniger als eben möglich ist.
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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 16:03  
@ Bartok: wie Du denke ich auch, dass das bloße Verstehen und Erwägen nicht ausreicht.

Aber ich gehe grundsätzlich weiter: das Verstehen und Erwägen ist meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig.

Der Arzt muß wissen, welche Infektion der Patient mit starker Lungenentzündung hat, damit er gezielt helfen kann. Der Geistheiler eben nicht, er geht ganz anders ran.

Ebenso ist es mit psychischer Heilung. Der Psychotherapeut muß wissen, wie alles zusammenhängt. Der Heiler kann auch hier anders rangehen.

Das heißt nicht, dass Heilung über Magie was für Dumme ist. Auch hier lernt man Methoden und dies und das. Aber man erforscht nicht notwendigerweise Ursachen wie es beim bewussten Umgang mit psychischen Problemen üblich ist.

Indem ich z. B. eine bestimmte Kraft anrufe, kann ich einen seelischen Schmerz auflösen (mit der natürlichen Folge, dass der Mensch dann ganz anders sein kann) ohne die Ursache erkannt zu haben. Die mag dann später als Abschied noch ins Bewußtsein aufsteigen, oder sie mag für immer verborgen bleiben. Das ändert nichts an der Heilung.
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Practicus
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 16:09  

Zitat:
dieser führt im ersten schritt zu einer bewusstwerdung der schatten, im zweiten schritt zu einem verbrennen der schatten, im dritten schritt zu einer integration der essenz gottes und im vierten schritt zum erwachen aus dem traum


hey, das erinnert mich an ein thema bei castaneda, dass ganz interessant war. mal schaun ob ich es noch zusammenkriege. zu erst muss man ueber sein ego hinaus kommen, wenn das erledigt ist muss man die angst besiegen, danach muss man der macht entgehen sein wissen fuer niedere ziele zu verwenden und wenn das alles erledigt ist, bleibt nur noch das alter, was man ueberstehen muss --> Lebensaufgabe!

Literarisch sehr interessant und ne nette Anekdote...die Psyche ist wahrscheinlich stabiler als wir denken, und nicht jede Erkenntnis muss man bedingungslos an der Oberflaeche mit sich herumfuehren. Nichts wird je vergessen.
Allerdings sind ein paar Grundsatzregeln sicher nicht verkehrt, bezueglich bestimmter Erfahrungen und deren Kartographie -- aber so oder so bleibt das alles nur allzu theoretisches Gefasel.
Ein wichtiges Konzept bleibt fuer mich soetwas wie Biofeedback-alles andere waere belangloser Eskapismus. D.h. ich erwache aus dem Traum, aber nur um wieder einzuschlafen - nichts endgueltiges, kein jenseitiges Nirvana dieser doesenden Zombies, nur mit einem Quaentchen mehr Erfahrung jedesmal von neuem auf die Entdeckungstour in der Interzone zu gehen.

Sie ist zu facettenreich, als dass man sie meistern koennte - es ist kein Ort aufrichtiger Zusammentreffen und jeder mit einem Tropfen Verstand weiss, dass das ein Spiel mit dem Feuer ist, dass dieses Ganzlich-Andere undurchschaubar bleibt und wir nur die Chance haben kleinlaut unsere Wuensche auszusprechen. Nur mal so abschweifend unters Volk spruehend...


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mundus vult decipi
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Practicus
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Bartock_II
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 16:30  

Zitat von Lug Skywalker

Literarisch sehr interessant und ne nette Anekdote...die Psyche ist wahrscheinlich stabiler als wir denken, und nicht jede Erkenntnis muss man bedingungslos an der Oberflaeche mit sich herumfuehren. Nichts wird je vergessen.
Allerdings sind ein paar Grundsatzregeln sicher nicht verkehrt, bezueglich bestimmter Erfahrungen und deren Kartographie -- aber so oder so bleibt das alles nur allzu theoretisches Gefasel.

Sehr richtig. Darum halte ich das gerede über Archetypen und über faktoranalytische Zerlegungen psychischer Komponenten für einen besseren Zeitvertreib für Menschen mit Hang zum Tagtraum.
Es geht um das verinnerlichen solcher Erkenntnisse. Nicht um die Listung und Diskussion.

Und daher ist es so wichtig konkret zu wissen, wie es weitergeht. Sonst liegt der Fokus auf dem Problem, dem Schatten, und nicht dessen Lösung!


[Editiert am 16/4/2010 um 17:04 von Bartock_II]
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Ipsissimus

Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 16:58  
@ Alles und Nichts: Philosophisches wartet, weil das Themengebiet, das ich im Moment bearbeite eine einzige Gewitterwolke ist - also eher nichts für hier.
Dank für den Gruß :)


Zitat von Alles
um in der gegenwart zu verweilen muss man meiner meinung nach den mystischen weg gehen. dieser führt im ersten schritt zu einer bewusstwerdung der schatten, im zweiten schritt zu einem verbrennen der schatten, im dritten schritt zu einer integration der essenz gottes und im vierten schritt zum erwachen aus dem traum.


Im ersten Punkt stimme ich dir zu - Arbeit geht nicht ohne Bewusstwerdung. Das Verbrennen jedoch sehe ich skeptisch. Denn die Dinge, die mich verfolgten ließen sich nicht verbrennen, nicht logisch nachvollziehen- alles was möglich war, war ein stetes aufeinander zugehen, verstehen & vorsichtiges "Auflösen". Aber vielleicht gehen wir auch ganz unterschiedlich auf diese Dinge zu - mein "Nicht" sein ist ein Einfließen in den Organismus Welt - allerdings als wahrnehmende Zelle. Was ist das, was aufgelöst wird, wenn das Ego sich auflöst? Es gibt kein Ego - nur Wahrnehmung. Wenn das aber so ist, was löst sich auf, wenn du es auflöst?
Ich sehe es so: Alles ist zu jeder Sekunde wirklich & wir bestimmen den Aufenthaltsort. Essenz Gottes? Was ist das, wenn nicht das Jetzt?

Aber vielleicht bin ich tatsächlich zu naiv und es geht noch unglaublich viele Schritte weiter...



Zitat von Bartock_II
Was ich meine sind die vielen vielen herangehensweisen. Die schamanische Reise ist eine von so vielen Möglichkeiten.
Es fängt zum Beispiel alleine mit dem erkennen der Schatten an. Ein Problem ist "Wie erkenne ich objektiv meine Schwachstellen!"

Ich kann wenig über Techniken reden, weil ich keine Techniken gelernt habe. Die Reise ist mein Weg, weil ich damit angefangen habe und weil es die (für mich) effektivste Lösung ist. Aber was soll ich dir an Technik dazu erzählen? Du kennst es doch selbst.

Kennst du ein Patentrezept, um mit Schatten "fertig" zu werden? Ich nicht. Ein Problem verlangte von mir, mich mit etwas zu konfrontieren und in den Kern der Dunkelheit zu gehen, eine Menge Mut aufzubringen... ehe ich verstehen konnte, was in der Alltagswelt wirklich falsch lief - und genau das ändern konnte.
Aber das ist keine Lösung, die man jemandem anbieten kann, der gerade damit anfängt, oder?

Natürlich ist bloße Beschäftigung mit etwas, ohne jemals eine Lösung anzustreben keine Lösung - allerdings ist der menschliche Geist ziemlich flexibel. Und ich denke, dass es auch ein automatischer Prozess sein kann, dass man, wenn man sich mit einem Thema auseinander setzt man es auch Be-/verarbeiten wird. Vorausgesetzt, man öffnet sich dafür.


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Ipsissimus

Serafia_Serafin
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 16:59  
Bartock, bitte mach das Zitat in deinem Post wieder mit sowas: [ / quote] zu... sonst wird das Lesen hier anstrengend.


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Practicus
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Bartock_II
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 17:03  
Du, das muss sich mal ein Mod oder Admin ansehen.
Ich habe schon vorher versucht das zu beheben, keine Ahnung was los ist.
Hinten an ist definitiv ein [ /quote ] mit dran. (Ohne die Leerstellen)
Also daran liegts nicht

//edit: beim eröffnenden Befehl fehlte nach der Zahlenkollone die schließende eckige Klammer, sry for that


[Editiert am 16/4/2010 um 17:06 von Bartock_II]
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Practicus
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 17:04  

Zitat:
Kennst du ein Patentrezept, um mit Schatten "fertig" zu werden? Ich nicht


ganz klar, die reversible peter-pan-technik -- funktioniert immer :D


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mundus vult decipi
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Practicus
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Bartock_II
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 17:09  
@Serafia_Serafin:
Es geht nicht um Patentlösungen, sondern um sachliche und objektive Lösungen.
Wenn man dann meint etwas erkannt zu haben, woran sieht man dann, dass man zu etwas besserem geworden ist und sich nicht irrt?
Kann man auf objektive kriterien Zählen, wie die Meinung Dritter? Nur als Beispiel.
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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 18:43  
Zitat Bartock_II
Es fängt zum Beispiel alleine mit dem erkennen der Schatten an. Ein Problem ist "Wie erkenne ich objektiv meine Schwachstellen!" Nenne mir mal einer aus dem Stehgreif drei grundlegende Schwächen und drei grundlegende Stärken des eigenen Charakters.

AuN: Schau einfach mal was Dir an einem Gegenüber nicht passt. Ist der Gegenüber Ignorant, Oberlehrerhaft, Stur etc. ... . Du kannst dann zu 100% davon ausgehen, dass Du damit zu tun hast. Schamanische Reisen / Bewusstseinreisen müssen dann nur noch für ein tieferes Verständnis verwendet werden. Ebenso hilft der Dialog mit jemanden, der den Weg schon ein Stück des Weges gegangen ist. Ich kann dir auch das Enneagramm empfehlen, um Deinen Schatten auf die Spur zu kommen.

Zitat Spinnenbein
Das ist mehr als Bewusstheit, denn solche Formen der Wandlung und Heilung funktionieren auch hinterrücks bei Menschen, denen nicht bekannt ist, dass sie damit behandelt werden.

AuN: Wenn Du jemand Anderen heilen (körperlich oder eine psychische Stabilisierung) willst, brauchst Du nicht viel Bewusstheit. Wenn Du Deinem Schatten oder den Schatten eines Anderen auf die Spur kommen willst, brauchst Du eine hochgradige Bewusstheit, die über das Alltagsbewusstsein weit hinaus geht. Das Alltagsbewusstsein empfinde ich als absolut unbewusst. Bewusstheit ist auch nicht mit veränderten Bewusstseinzuständen wie eine schamanische Trance zu vergleichen.

Zitat Lug Skywalker:
D.h. ich erwache aus dem Traum, aber nur um wieder einzuschlafen - nichts endgueltiges, kein jenseitiges Nirvana dieser doesenden Zombies, nur mit einem Quaentchen mehr Erfahrung jedesmal von neuem auf die Entdeckungstour in der Interzone zu gehen.

AuN: Das Einschlafen ist die Landung im Ego, im Schatten. Jenseitiges Nirvana hört sich nach Abhängen in Samadhi an. Erwachen aus dem Traum geschieht im JETZT und gebiehrt sich aus dem Organismus/der Form heraus. Die Reise ist trotz Erwachens niemals zu Ende.

Zitat Serafia_Serafin:
Im ersten Punkt stimme ich dir zu - Arbeit geht nicht ohne Bewusstwerdung. Das Verbrennen jedoch sehe ich skeptisch. Denn die Dinge, die mich verfolgten ließen sich nicht verbrennen, nicht logisch nachvollziehen- alles was möglich war, war ein stetes aufeinander zugehen, verstehen & vorsichtiges "Auflösen". Aber vielleicht gehen wir auch ganz unterschiedlich auf diese Dinge zu - mein "Nicht" sein ist ein Einfließen in den Organismus Welt - allerdings als wahrnehmende Zelle. Was ist das, was aufgelöst wird, wenn das Ego sich auflöst? Es gibt kein Ego - nur Wahrnehmung. Wenn das aber so ist, was löst sich auf, wenn du es auflöst?
Ich sehe es so: Alles ist zu jeder Sekunde wirklich & wir bestimmen den Aufenthaltsort. Essenz Gottes? Was ist das, wenn nicht das Jetzt?

AuN:
Du kannst Verbrennen nicht machen wie - ach da ist meine Ignoranz und nun lenke ich feurige Energie darauf. In hochgradigen Bewusstheit wird ein Schattenanteil gesehen und Kraft steigt von alleine auf und verbrennt den Schatten. Es erfolgt keine Bewegung im Geist sondern nur stilles Zeuge sein. Ev. ist das vorsichtige Auflösen, wie Du es beschreibst ein identischer Prozess, da das Feuer Shivas auch sehr sanft sein kann.
Gott ist das ewige JETZT. In diesem JETZT zeigen sich natürliche Qualitäten, sobald die falschen Bilder des Egos sich aufgelöst haben. Ich muss keine Autorität mehr spielen, es ist Autorität im Raum (Raum = Jetzt, Unendlichkeit, Leere, Bewusstheit)
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Practicus
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Bartock_II
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 21:12  

Zitat von Alles und Nichts, am 16/4/2010 um 18:43
Zitat Bartock_II
Es fängt zum Beispiel alleine mit dem erkennen der Schatten an. Ein Problem ist "Wie erkenne ich objektiv meine Schwachstellen!" Nenne mir mal einer aus dem Stehgreif drei grundlegende Schwächen und drei grundlegende Stärken des eigenen Charakters.

AuN: Schau einfach mal was Dir an einem Gegenüber nicht passt. Ist der Gegenüber Ignorant, Oberlehrerhaft, Stur etc. ... . Du kannst dann zu 100% davon ausgehen, dass Du damit zu tun hast. Schamanische Reisen / Bewusstseinreisen müssen dann nur noch für ein tieferes Verständnis verwendet werden. Ebenso hilft der Dialog mit jemanden, der den Weg schon ein Stück des Weges gegangen ist. Ich kann dir auch das Enneagramm empfehlen, um Deinen Schatten auf die Spur zu kommen.

Ich kenne das Enneagramm. Aber auch das Enneagramm ist nur eine Aufstellung von neun Charaktertypen mit Unterschiedlichen Abhängigkeiten untereinander. Das reine Lesen einer solchen Aufstellung, wie soll uns das helfen?
Darüber hinaus sehe ich beim Enneagramm einen großen Haken: Die Beschreibungen sind steif und wenig dynamisch in den einzelnen Beschreibungen. Da heißt es einfach Typ vier ist so und so und so. Punkt! Positiv ist dagegen das genaue und rücksichtslose Ausleuchten der Schattenseiten.

Ich frage mich, wieso all die Erfahrenen Schattenmeister hier, das schwerwiegende Problem der objektiven Betrachtung seiner selbst nicht sehen.
Denn wenn wir den objektiven Blick fürs Wesentliche (bei uns selbst) hätten, bräuchten wir keine Schattenarbeit.
Natürlich ist das gemeinsame Arbeiten auf Augenhöhe miteinander, oder aber das Arbeiten mit einem, der weiter ist als man selbst eine Möglichkeit. Doch was macht man alleine?

Ich kenne eine nette, unkomplizierte, meditative Methode die man alleine und im Idealfall in der Gruppe machen kann. Aber sowas scheint hier ja keinem zu Fehlen ;)


Zitat von Alles und Nichts, am 16/4/2010 um 18:43

Du kannst Verbrennen nicht machen wie - ach da ist meine Ignoranz und nun lenke ich feurige Energie darauf. In hochgradigen Bewusstheit wird ein Schattenanteil gesehen und Kraft steigt von alleine auf und verbrennt den Schatten. Es erfolgt keine Bewegung im Geist sondern nur stilles Zeuge sein. Ev. ist das vorsichtige Auflösen, wie Du es beschreibst ein identischer Prozess, da das Feuer Shivas auch sehr sanft sein kann.
Gott ist das ewige JETZT. In diesem JETZT zeigen sich natürliche Qualitäten, sobald die falschen Bilder des Egos sich aufgelöst haben. Ich muss keine Autorität mehr spielen, es ist Autorität im Raum (Raum = Jetzt, Unendlichkeit, Leere, Bewusstheit)

Führst du das Auflösen von Schatten grundsätzlich auf Shiva zurück?
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Adeptus Minor
Adeptus Minor

dana-fox-1
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red_folder.gif erstellt am: 16/4/2010 um 21:35  
Hallo Bartock,
ich beziehe mich jetzt nur auf den Text, den du mir geschrieben hast.
Lass uns ein wenig praktische Schattenarbeit leisten.
Schattenarbeit beschäftigt sich mit Wahrnehmungen, Bildern und Emotonen die tief in unserem Unterbewußtsein verborgen liegen - es bedarf der Übung - diesen Wahrnehmungen nachzuspüren - obwohl dein Partner, deine Freunde und am allerbesten noch deine Feinde dir vermutlich sehr viel über deine Schatten erzählen könnten.
Da du und ich wissen, dass du kein neues Mitglied in der Com bist und ich auch mit keinem Wort erwähnt habe, dass ich dich für dumm halte - wäre hier die Frage welcher Schattenteil da aus dir spricht bzw. sich angesprochen fühlt?
Ich arbeite mit solchen Schattenteilen im ersten Schritt folgendermaßen: Ich spreche alles aus, was dieser Teil zu sagen hat, bewege mich, wie er sich bewegen würde, achte auf Gefühle und innere Bilder - beziehe kurz gesagt alle Sinne mit in das Geschehen hinein.
Beispiel
Nehmen wir mal den ersten Beitrag von dir - die böse Unterstellung (ich zitiere jetzt nur deine eigenen Worte). Welcher Schattenteil in dir gefällt sich in bösen Unterstellungen.
Vielleicht erinnerst du dich an verschiedene Erlebnisse aus deinem Leben, wo du diesen Teil , der ein Geschehen, welches er bisher noch nicht verstanden hat, erst einmal runtermacht um im Umfeld Reaktionen zu provozieren, ausgelebt hast. Anhand dieser Reaktionen, Erklärungen und Antworten. erhofft sich dieser Schattenteil nun Klarheit über dieses Geschehen zu erlangen. Er fragt nicht direkt, sondern er provoziert - weil -und jetzt sind wir wieder beim Thema dumm - er Angst hat für dumm gehalten zu werden.
Ich werde diesen kleinen dämonischen Rumpelstilzchen-Teil jetzt der Einfachheit halber mal den kleinen Fiesling nennen - aber auch jede andere Bezeichnung von deiner Seite wäre in Ordnung.
Ich spiele also jetzt diesen kleinen Fiesling - in der Realität.
Ich bin zornrot, stapfe mit schweren Tritten durch den Raum und spreche alles aus, was mir gerade in den Sinn kommt. Die Dana, dieses blöde Huhn, muss mich ja für schön blöd halten, wirft mich mit Büchern zu und beantwortet noch nicht mal meine Frage. Das macht mich aber ganz schön verdrieslich, (lautes auf den Boden stampfen). Die Suchfunktion soll ich benutzen (knurr), dabei steht hier ja nur unendliches Gerede, aber nichts Fassbares ( zorniges Schnaub). Wer soll das ganze Blabla denn verstehen oder etwas damit anfangen können...usw. Die können ja alle gar nix, das ist doch keine praktische Magie (grunz).
So ähnlich könnte eine Darstellung der kleinen Fieslings aussehen - und wozu das ganze Theater - damit du mit deinem Schattenteil in Kontakt kommst. Dieser Vorgang nennt sich Jagen (bei Castaneda) - deine Beute ist der kleine Fiesling.
Tu das so lange, bis du die Botschaft des kleinen Fieslings erfasst hast und integriere diese Botschaft in deinen Alltag.
Dana


[Editiert am 16/4/2010 um 21:51 von dana-fox-1]



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