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Autor: Betreff: Ein Pendel selbst hergestellt
Studius
Studius

Poeta Immortalis
Beiträge: 29
Registriert: 24/10/2011
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 22/3/2013 um 14:06  
Im Folgenden soll erläutert werden, wie ein Holzpendel selbst herzustellen sei:

"Ein Pendel ist ein für viele Hexen und Magier wichtiges Instrument, das die unterschiedlichsten magischen Praktiken vereinfachen oder erst möglich machen kann. Solche wären zum Beispiel Suchpendeln, Kommunikation mit Göttern und Geistwesen oder auch divinatorisches Pendeln, um nur Einzelne herauszugreifen. Das Pendel ist eine Art des magischen Zeigers, der, wie alle Hexenwerkzeuge, eine tiefe sympathiemagische Verbindung zu seinem Benutzer haben sollte, um optimal zu wirken. Was könnte da mehr Sympathie hervorbringen, als die Schöpfung eines solchen Kleinkunstwerkes durch die eigenen Hände?! Doch was benötigt man alles dafür?
Ohne große Anschaffungen an teuren Arbeitsgeräten bietet sich als Material natürlich Holz an. Zu allererst braucht man für dessen Beschaffung viel Ruhe und einen oder mehrere ausgedehnte Spaziergänge durch den persönlichen Lieblingswald, am Besten nach einem Sturm oder Gewitter (Windbruch). Dort hält man Ausschau nach dem geeigneten Holzstück, das einem fast schon von selbst ansprechen sollte. Das Ausgangsstück der Arbeit sollte zwischen 7 und 10 cm lang und etwa 2 bis 2,5 cm dick sein, damit ausreichend Bearbeitungsspielraum bleibt. Ein solches Stück, möglichst stabilen und nicht zu weichen Holzes, kann man sich natürlich auch leicht von einem länger aufgefundenen Ast absägen. Wichtig ist, es zu Hause, vor der Bearbeitung, ordentlich trocknen zu lassen. Eine Woche sollte das Stück mindestens liegen, wenn es draußen feucht war. In der Zwischenzeit lassen sich, neben der Säge, auch noch ein Schnitzmesser (ein einfaches Schälmesser tut es meist auch), eine Feile, ein Hammer, ein kleiner Nagel, sowie eine solide Schnur oder ein dünnes Lederband besorgt werden. Alternativ zum Nagel geht natürlich auch eine kleine Schraube, die dann jedoch auch einen Schraubendreher als Werkzeug benötigt.
Ist das Holz trocken und relativ sauber geht es nun an die Schnitzarbeit, die man besser im Freien machen sollte, da ansonsten auch anschließend jede Menge zu reinigen wäre. Hierbei arbeitet man für gewöhnlich vom Körper weg, um Verletzungen zu vermeiden, sowie in Wuchsrichtung, damit keine Splitter entstehen. Eine Seite des Stückes sollte gerade abschließen, die man am Besten sägt und dann noch fein beschnitzt oder feilt, während die andere Seite spitz zulaufen sollte. Ansonsten sind der Fantasie, Lust und Intuition keine Grenzen gesetzt. So hat sich bei meinem Stück schon von Anfang an eine Vogelform gezeigt, die ich einfach als solche ausgearbeitet habe. Experimentieren ist angesagt! Steht nun die äußere Form fest, so kann es an die Feinbearbeitung gehen: Mit der Feile werden Grate und unangenehme Spitzen oder Oberflächen geglättet. Wer es ganz akkurat und glatt liebt, sollte noch Schleifpapier verwenden. Ansonsten können auch magische Zeichen, Glyphen, Initialen und Verzierungen eingeritzt oder aufgemalt werden. Ich habe bei meinem Stück Linien mit einem Brandmalkolben aufgebracht, was natürlich besser, als jede Bemalung, am Objekt haften bleibt und das Element Feuer mit in das magische Werkzeug einfließen lässt. Nun markiert man den exakten Mittelpunkt der glatten Pendeloberseite, die am Besten abgemessen werden sollte, wenn man kein übermäßig großes Fingerspitzengefühl dafür besitzt. Mit der Spitze des Messers oder dem Nagel sollte man an dieser Stelle das Loch für den Nagel schon mal vorstechen, bevor dieser dann vorsichtig, und nicht bis zum Anschlag, eingeschlagen wird. Das Nägelchen muss ein kleines Stück hervorstehen, damit man das Band noch ordentlich daran befestigen kann. Hat das Pendel seine Schnur, sollte man ersteinmal testen, ob es denn gut schwingt und auch der Mittelpunkt erwischt wurde. Falls nicht, sind jetzt Feinjustierungen angesagt. Zu guter Letzt wird eventuell noch oben an der Schnur eine Schlaufe, ein Knoten oder Perlen angebracht, die das Stück abrunden und einen guten Halt bieten. Schließlich soll das fertige Pendel ja nicht ständig aus den Fingern rutschen.
Das magische Objekt kann nun, den Bedürfnissen entsprechend, bezaubert, geweiht, ge- oder entladen werden."

by Poeta Immortalis
von der Internetseite NebelALLraunen
http://nebel-all-raunen.blogspot.de/2013/03/handgemacht-ein-h olzpendel.html


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