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Autor: Betreff: Ego: Was ist denn das?
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Ipsissimus

Hephaestos
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red_folder.gif erstellt am: 15/5/2013 um 11:20  
Um da mal aus dem verantwortungs-thread rauszukommen (der hier)..

wie siehts denn aus, was ist denn dieses "ego" für euch?

Ego 1: Das Psychologische Ego und die "Seele"

Vom Psycologischen Ego ausgehend...

Also ich bin psychologisch nur echt laienhaft bewandert (soll heißen, ich kann sowas googeln und evtl. im Zimbardo nach gucken, dazu müsste ich aber aufstehen) aber anscheinend gehen die Definitionen von Ego doch arg auseinander.

Ich hab unter "Ego" immer (sinngemäß) verstanden: "das, was wir von uns selbst glauben & wissen, zu sein". sprich: alles, außer dem "unbewussten".

Unbewusst sind mir (im Normalfall) halt sowohl "an-konditionierte" und "sozialisiert-unhinterfragte" Gedankenmuster sowie irgendwelche "inneren triebe" die ich irgendwie verdränge, hab ich das in etwa auf die reihe gekriegt?

In wiefern jetzt Sachen zu unserem Ego gehören, hängt also vom Grad unserer Selbst-bewusstheit ab...?

Nun also esoterisch:

Wenn "Ego" also die Sammlung dessen ist, was uns bewusst ist - ja, dann gehört doch zumindest eine Repräsentation dessen, was wir für unseren "inneren Kern"/"Seele" halten, doch auch zu unseren Erfahrungen, und ist dem Ego bewusst, also zugehörig?




Ok, nun hab ich doch nachgeguckt, was Wikipedia über das "Spirituelle Ego" sagt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ich#Das_Selbst_im_spirituellen _Bereich

Und muss sagen, ich versteh das nur zum Teil.

Wie soll ich folgendes Verstehen, Bspw.:
Zitat:

Der Schüler eines geistigen Weges [...] erkennt, dass sein Ich sich im „inneren Selbst“ auflöst und damit die Einheit mit dem Göttlichen als Selbsterkenntnis stattfindet.


Ich kann mich doch nicht auflösen? Was ist "mein Ich"? "Ich" bin doch "Ich"? Was genau heisst "ich habe ein Ich" das ist genauso sinnfrei als wenn man sagt "Eine Tasse hat eine Tasse". Und eine Tasse kann sich demnach auch nicht in ihrer "inneren Tasse" auflösen? Und eins mit dem Göttlichen werden? das geht mir so gar nicht in den Kopf...

Wenn ich nun hergehe, und mein "Selbstbewusstsein" auflöse (also Gedankenleere und so mache, das ich mir halt nicht mehr bewusst bin, was "Ich" denn nun genau ist) passiert folgendes:Ich bin mir meiner Individualität/Begrenztheit nicht mehr bewusst und nehme daher an "Ich" und "Alles" wäre das selbe, oder? Ist das in etwa das, was mir wikipedia erklären will?


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Ipsissimus
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red_folder.gif erstellt am: 15/5/2013 um 14:07  
Schöner Threadansatz. Danke zunächst mal dafür. :D


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20
wie siehts denn aus, was ist denn dieses "ego" für euch?


Also in dem alltäglichen Gebrauch des Wortes Ego sehe ich es als das Selbstbild. Inklusive aller möglichen Komponenten des Selbstwertgefühls, meist angekoppelt an von außen Wahrgenommenes.

Im Kontext der Psychologie ist es das bewusste, steuernde, sich verhaltende und entscheidende Ich. In Abgrenzung zum Unbewussten.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20
Also ich bin psychologisch nur echt laienhaft bewandert (soll heißen, ich kann sowas googeln und evtl. im Zimbardo nach gucken, dazu müsste ich aber aufstehen) aber anscheinend gehen die Definitionen von Ego doch arg auseinander.


Das lag im bezeichneten Thread daran, daß nicht von allen Beteiligten klargestellt wurde, um welche Art der Interpretation von "Ego" es sich gerade handelt. Wenn einer sagt "Ich finde Äpfel lecker", ein anderer "Ich nutze Äpfel um mein Feld zu düngen", ein dritter "Ich finde Apfeltelefone toll" und ein vierter "Das ist wohl ein Zankapfel", dann reden sie von vier verschiedenen Dingen. Wenn man den Kontext aus Fixierung oder der Überzeugung von der Wichtigkeit seiner Sicht ausblendet, passiert genau das was dort geschehen ist.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20
Ich hab unter "Ego" immer (sinngemäß) verstanden: "das, was wir von uns selbst glauben & wissen, zu sein". sprich: alles, außer dem "unbewussten".


Diese Definition ist griffig, verbreitet und man kann damit durchaus arbeiten und debattieren.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20
Unbewusst sind mir (im Normalfall) halt sowohl "an-konditionierte" und "sozialisiert-unhinterfragte" Gedankenmuster sowie irgendwelche "inneren triebe" die ich irgendwie verdränge, hab ich das in etwa auf die reihe gekriegt?


Unbewusst ist eins, das Unbewusste/Unterbewusstsein etwas anderes. Ankonditionierte und erzieherisch vererbte Mechanismen und Muster sind idR unbewusst, wirken aber auf das sich verhaltende, bewusste Ego aus. Das Unterbewusstsein wird dadurch in aller Regel übergangen, in Double-Binds eingesponnen, eingesperrt, etc. Da es aber viel empfindsamer und lebendiger ist, als das Tages-Selbst/Ego, ist es nicht hilflos, sondern versucht über die ihm zur Verfügung stehenden Mitteln der Neurosen-/Psychosen-/Psychosomatikgeneration auf sich aufmerksam zu machen. Aber jetzt sind wir mit einem Bein bereits in der Traumaforschung, also wieder zurück - Das Unbewusste bekommt die Konditionierungsauswirkungen ab, wie das "Ego" auch, aber es ist weder ihr Sitz, noch ihr Nährer, sondern ihr Opfer.

In manchen Sichtweisen und Kulturen wird zwischen der Seele und der Psyche nicht unterschieden - ich denke mittlerweile, daß diese Unterscheidung künstlich gemacht und gefördert wurde, um eine Machtstruktur zu etablieren in der man über die eigene Seele nicht mehr gebieten kann und von einer Gottheit oder ähnlichem in der Verheißung seines Seelenheils abhängig ist. Auf diese Weise nahm man dem Menschen auch die Zügel für sein eigenes psychisches Wohl und den damit verbundenen Einfluss auf sein Bewusstsein aus der Hand.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20
In wiefern jetzt Sachen zu unserem Ego gehören, hängt also vom Grad unserer Selbst-bewusstheit ab...?


Anders ausgedrückt: Je bewusster ich um die Prozesse bin, die mich beeinflussen, desto besser bin ich in der Lage, mich im Ego und Unbewussten vor ihnen zu schützen und mich selbst in Einklang zu bringen. So würde ich es beschreiben.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20
Wenn "Ego" also die Sammlung dessen ist, was uns bewusst ist - ja, dann gehört doch zumindest eine Repräsentation dessen, was wir für unseren "inneren Kern"/"Seele" halten, doch auch zu unseren Erfahrungen, und ist dem Ego bewusst, also zugehörig?


Nur, wenn es ihm gestattet ist. Bei vielen ist selbst das nur ein Zerrbild, quasi ein Milchglas vor dem was durchschimmert.

Die Menschheitsgeschichte ist voll von Negationen: Sei es die Entwertung der körperlichen und weltlichen Seins und seiner Freuden im Namen einer Glaubens- oder Transzendenzkarotte vor dem Esel, baumelnd auf einer Verheißungsangel die uns glauben machen will, daß wir erst [gut/erleuchtet/fromm/edel/wasauchimmer] sind, wenn [Regeln/Gebote/Erleuchtungsstufen] berücksichtigt wurden. Also daß wir nicht gut genug sind, daß mit uns etwas nicht stimmen muss, nicht stimmen darf.

So werden wir an Ideologien, Religionen und Hierarchien gekettet und verbleiben in ihnen ein Leben lang, es sei denn wir gelangen irgendwann zu der ver-rückten Wahrheit, daß das alles erstunken und erlogen ist und wir es brauchen wie einen zweiten Darmausgang am Ellenbogen. Sei es die Konditionierung durch Medien und Umfeld, die uns sagt, daß wir ein drittes Smartphone brauchen, ein viertes Auto und eine Zahl mit so vielen Nullen auf dem Konto, daß wir sie nicht mehr zählen können und erst dann sind wir wer. Sei es durch die Erwartung des Prestiges der Eltern und der Familie, daß aus uns "etwas anständiges geworden" ist und wir nicht im Leichtsinn der Jugend versackt sind und "nur" eine abgebrochene Lehre als Maler und Lackierer vorweisen können, weil wir uns den ganzen Tag lieber mit praktischer Anwendung von Altruismus und Philosophie befasst haben.

Die meisten Menschen haben bereits vergessen wer sie sind, noch bevor sie überhaupt jemand sein durften. Und das hat System und ist auch so gewollt, schauen wir uns die erzieherischen Schriften aus der Vorkriegszeit und der davorliegenden 200 Jahre genauer an. Die Menschen sind den ganzen Tag damit beschäftigt, dem nächsten Trend hinterherzurennen, um zu wissen was sie denn nun schon wieder sein müssten, anstatt einfach mal zu sein. Wozu es zum Glück mittlerweile weitreichende Gegenbewegungen gibt. Aber ich schweife wieder ab.. ;)



Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20

Zitat:
Der Schüler eines geistigen Weges [...] erkennt, dass sein Ich sich im „inneren Selbst“ auflöst und damit die Einheit mit dem Göttlichen als Selbsterkenntnis stattfindet.


Ich kann mich doch nicht auflösen? Was ist "mein Ich"? "Ich" bin doch "Ich"? Was genau heisst "ich habe ein Ich" das ist genauso sinnfrei als wenn man sagt "Eine Tasse hat eine Tasse". Und eine Tasse kann sich demnach auch nicht in ihrer "inneren Tasse" auflösen? Und eins mit dem Göttlichen werden? das geht mir so gar nicht in den Kopf...


Wichtig: Spirituelle Definitionen gelten im Gegensatz zu ihren eigenen Ansprüchen zunächst ausschließlich innerhalb ihres eigenen Kontextes.

Das ist das, was die meisten Leute gerne ignorieren, um entweder Weisheitscreditpoints zu sammeln oder eine Allgemeingültigkeit zu proklamieren, beides sind Werbemaßnahmen spiritueller Lehren ohne die sie ihre Anhängerschaft längst eingebüßt hätten. Die Menschen sind auf der Suche nach einer TOE (Theory of Everything) im spirituellen Bereich und wenn man ihnen keine Bietet, verlieren sie schnell das Interesse und wenden sich lieber einer einfacheren zu, einem geschlossenen System, oder einem welches an irgendwas andockt. Mundus vult decipi - in der Version, daß sich jeder seine Lieblingslebenslüge aussuchen kann.

Aber zurück zu diesem Zitat: Es ist wichtig, daß die verwendeten Termini klar definiert sind, damit das ganze Sinn ergibt. Was auflösen für Dich bedeutet und was es für mich bedeutet kann was anderes sein als das was ein Guru meinen würde. Letztlich setzt jeder seine Aspekte und Akzente, also muss man klar im Kontext bleiben, wenn man sowas versucht zu verstehen.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20
Wenn ich nun hergehe, und mein "Selbstbewusstsein" auflöse (also Gedankenleere und so mache, das ich mir halt nicht mehr bewusst bin, was "Ich" denn nun genau ist) passiert folgendes:Ich bin mir meiner Individualität/Begrenztheit nicht mehr bewusst und nehme daher an "Ich" und "Alles" wäre das selbe, oder? Ist das in etwa das, was mir wikipedia erklären will?



Soweit ich das sehen konnte / erklärt bekommen habe geht es um das umfassende Begreifen universeller Einheit. Wenn Du die Grenze zwischen Dir und Nicht-Dir fortwischst, bist Du in der Lage alle Blickpunkte einzunehmen, zT auch gleichzeitig. Dadurch erhältst Du einen perspektivischen Bonus, eine quasi-Objektivität, Einsicht, whatever. Du bist dann alles. Und alles ist dann Du. Es gibt keinen Unterschied mehr. Und das Alles kann man auch als Göttlichkeit beschreiben, weil es keine Beschränkung mehr gibt.

Der Witz ist: Das geht auch genausogut ohne Auflösung, ist als dauerhafter Zustand weder nötig noch erstrebenswert aufrecht zu erhalten und ist nur eins von vielen Werkzeugen in der Selbstentwicklungskiste. Ein gehöriges Maß an Reflektion, Grips und Geduld und die Perspektive ist genauso einfach zu erlangen. Manche bekommen diese Ansicht sogar einfach durch Beobachtung und Interaktion mit der Welt die sie umgibt (daher sind Ansätze dieser Denkweise oft auch in schamanistischen Lehren und Naturreligionen zu finden).

Und durch diese Perspektive - zumindest in der Theorie - bekommst Du einen ganz anderen Blick auf Dich selbst und das was Dich ausgemacht hat, von außen und unbeeinflusst von bestimmten Dingen denen Du zu nah bist um sie zu sehen, wenn Du nicht in dieser Perspektive bist. Das ist das was (in meinem Verständnis) dieses "Auflösen" ausmacht.

Dadurch verändert man sich in der Form, daß man eine ganz andere Beziehung zwischen sich und allem in der Welt sieht, und diese Veränderung nimmt man mit. Banale Selbsterkenntnis, echt nix besonderes, dennoch nicht unwichtig und in den meisten Fällen für Menschen nicht nachvollziehbar bis ins hohe Alter hinein, weil sie sich auf die pragmatisch-weltliche Ebene gekettet sehen.

Oft wird von verfechtern der Transzendenz gepriesen wie losgelöst und lichtern sie sind, wenn sie das erreicht haben - letzten Endes ist das aber auch nix anderes als der Spruch "Realität ist was für Leute, die mit Drogen nicht umgehen können", die entgleiten dann lieber in ihre alles relativierende und sie nur zum schein weiterbringende Gedankenkonstrukte und tun und ändern letzten Endes nichts. Womit wir wieder beim Daoismus und wuwai landen könnten. Könnten. ^^

Auch wichtig: Alle Lehren die alt genug sind, sind für eine Zielgruppe abgefasst gewesen, die nie die Elite gestellt hat und immer etwas bodenständiger gestrickt war, meist nicht besonders gebildet und wenig abstrakt denkend. Deswegen sind viele Lehren auch so dogmatisch - die Trottel vom Felde brauchen eben eine Step-by-Step Anleitung, das hat nichts damit zu tun, daß man sie Wort für Wort befolgen muss als Vorraussetzung für auch nur irgendwelchen Erfolg.

Ich hoffe das war jetzt nicht zu viel Satzbausalat. Möglicherweise hab ich einiges nicht genau ausgedrückt, sorry, bin etwas in Eile gerade. ;D


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Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20

Ego 1: Das Psychologische Ego und die "Seele"

Der Begriff der Seele kommt in der akademischen Psychologie seit dem Behaviorismus nicht mehr wirklich vor.

Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20

Ich hab unter "Ego" immer (sinngemäß) verstanden: "das, was wir von uns selbst glauben & wissen, zu sein". sprich: alles, außer dem "unbewussten".

Es ist eine der umgangssprachlichen Definition.
Es gibt in der Psychologie Modelle, die eine Grenze zwischen Ich und dem Unbewussten sowie dem Über-Ich ziehen genauso wie es andere Modelle gibt. Stell Dir vor, ein Normschema von Dir lautet: Ich muss mich zurückhalten. Du bist Dir dieses Normschema nicht bewusst, es ist also unbewusst. Bei einem entsprechenden (Außen)-Reiz wird das Normschema aktiviert und Du wirst zum braven und folgsamen kleinen Jungen, obwohl Du 30 bist (das Zusammenspiel zwischen Norm- und Selbstschema lassen wir nun mal außen vor). Aus irgendeinem Grund wird es Dir bewusst (Coaching, Therapie, eigene Selbstrefelxion). Wird dieses Normschema erst dann zu einem Teil Deines Ego / Ichs, wenn es Dir bewusst wird oder ist es schon vorher ein Teil von Dir? Ich denke, die Antwort ist eindeutig. Es wirkt schon vorher in Dir und ist aus meiner Sicht somit ein Teil Deines Egos.
Normschema ist ein Begriff aus der klärungsorientierten Psychotherapie. In der Transaktionsanalyse würde man von einem Teil des kritischen Eltern-Ich sprechen und der gute alte Freud würde was Über-Ich murmeln.
Schemata entstehe durch Lernprozesse, also Konditionierung. Es gibt aber auch genetisch alte Verhaltensprogramme, die ohne Lernprozesse aktiviert werden können (siehe Das Netz der Persönlichkeit. Wie unser Selbst entsteht von Joseph E. LeDoux). Diese genetischen Verhaltensprogramme sind ursprünglich in einer vergangenen Generation durch Konditionierung entstanden und wurden in die DNS geschrieben.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20
In wiefern jetzt Sachen zu unserem Ego gehören, hängt also vom Grad unserer Selbst-bewusstheit ab...?

Aus der vorhergehenden Antwort würde ich sagen, es hat nichts mit der Selbst—bewusstheit zu tun.

Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20

Wenn "Ego" also die Sammlung dessen ist, was uns bewusst ist - ja, dann gehört doch zumindest eine Repräsentation dessen, was wir für unseren "inneren Kern"/"Seele" halten, doch auch zu unseren Erfahrungen, und ist dem Ego bewusst, also zugehörig?

Aus meiner Sicht ist der innerste Kern des Ego nicht mit der Seele gleichzusetzten. Hier komme ich nun zur spirituellen (nenne es esoterischen) Definition von Ego. Das Ego ist die grundsätzliche Spaltung in Ich und Du. Diese Spaltung entsteht durch die Übertragung von Erlebens- und Verhaltensprogrammen durch die Umwelt (Eltern, Peers, etc.) sowie durch Körpererfahrungen (angenehm versus unangenehm). Aus dieser Spaltung entsteht ein immer komplexeres Muster von Erlebens- und Verhaltensprogrammen (psychologisch währen dies z.B. Schemata), welche dein Leben steuert. Jemand der mit dem Ego identifiziert ist vermeidet unangenehmes (soweit es möglich ist) und strebt zum angenehmen. Das Ego hängt also in der Zeit von Vergangenheit und Zukunft fest. Dadurch ist es nicht in der Gegenwart. Bildlich gesprochen liegt das psychologische Ego wie ein Schleier über der grundsätzlichen Spaltung. Durch das Drama des äußeren Lebens wird die Aufmerksamkeit nach außen gelenkt und die erste Spaltung (Ich und Du) versinkt immer mehr im Unbewussten.
Die Seele ist das Spürende, das Fühlende, das Sehende. Die Seele ist nicht gespalten und mit dem einverstanden was jetzt ist. Das Problem bei einem Baby und jungen Menschen ist, dass das reflexive Bewusstsein nahezu noch nicht vorhanden ist. Da die Eltern ebenso mit dem Ego identifiziert sind, wird die Seele und das was aus der Seele aufsteigt nicht bestätigt. Im übertragenen Sinne wird das Wesen der Seele im Kind nicht konditioniert. Ohne Zuwendung würde das Kind sterben, also beginnt es sich zu verstellen. Es setzt eine Maske (in der akademischen Psychologie würden wir von Images und Spielverhalten sprechen) auf und beginnt sich immer mehr mit dieser Maske zu identifizieren und vergießt dadurch, was es im Innersten ist. Das was ein Mensch üblicherweise als das innerste Seines Egos / seiner Seele versteht, ist nichts anderes als die allererste Überlebensstrategie die nach der Spaltung in Ich und Du entsteht. Die allererste Überlebensstrategie wirkt in der Regel bis zum physischen Tod, ohne das sich die meisten Menschen dieser Strategie bewusst sind. Die Überlebensstrategie ist ständiges tun. Aus diesem Grund sagt man auch: Tue nichts, nicht einmal nichts.

Die Seele könnte auch als der göttliche Funke betrachtet werden. Sie ist der Geburtskanal zum Selbst. Der spirituelle Begriff des Selbst ist nicht mit dem umgangssprachlichen oder psychologischen Begriff des Selbst gleichzusetzen.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20

Ok, nun hab ich doch nachgeguckt, was Wikipedia über das "Spirituelle Ego" sagt:
Der Schüler eines geistigen Weges [...] erkennt, dass sein Ich sich im „inneren Selbst“ auflöst und damit die Einheit mit dem Göttlichen als Selbsterkenntnis stattfindet.


Aus Sicht des Egos gibt es zuerst mal eine Annahme, die im Erleben überprüft werden kann. In der Regel dauert dies aber einige Zeit.
Annahme: Das Bewusstsein ist größer als das Ich.
Bewusstsein ist hier ein Synonym für das Selbst, das was IST, Gott, Sein, das Höchste etc. Es ist unpersönlich.
Die Auflösung wird durch Dekonditionierung möglich. Dadurch kann es zu einer Veränderung von beobachtbaren Verhaltensmustern kommen, muss es aber nicht. Was sich ändert, ist das Erleben. Die Dekonditionierung erfolgt durch die Unterlassung von Beziehungsurteilen wie z.B. das bin ich, das bin ich nicht, der Andere missbraucht Autorität, das will ich, das will ich nicht etc.. Die Urteile gehen über alle Ebenen der menschlichen Existenz (Körperreaktionen, Gefühlsreaktionen, Gedanken). Modelle der Psychologie, wie Schemata, dienen dem Erkennen der Konditionierung. Wenn ich weiß, auf was ich Konditioniert bin, muss ich keine Beziehung zu dem Trigger (auslösende Reiz) eingehen. In der Psychotherapie wird im Unterschied eine neue Beziehung aufgebaut, man nennt dies kognitive Umstrukturierung.

Dadurch, dass der Schüler sich Dekonditioniert, löst sich das Ego im Selbst auf. Wenn sich das Ego vollständig auflöst, also wenn der Schüler in der Lage ist, die erste Spaltung zu spüren, zu fühlen und zu sehen und nichts damit macht, geht „er im Selbst auf“. Der Schüler erkennt, alles ist er Selbst. Es gibt kein Innen und kein Außen mehr.
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Geht doch. :) Tat's weh? :P

Nee, Bissigkeit beiseite, AuN, danke für diesen Beitrag - genau das hatte ich eigentlich von Dir auf die Rückfragen haben wollen, die letzten drei größeren Themen: eine simple Skizze über das wie Du es einordnest und worauf Du Deine Begriffe fußt. Mit Quellen und ohne diese seltsame Attitüde, die ich sonst bemängelt hab. Find ich gut.


Zitat von Alles und Nichts, am 22/5/2013 um 10:36
Jemand der mit dem Ego identifiziert ist vermeidet unangenehmes (soweit es möglich ist) und strebt zum angenehmen.


Nungut, das hat uns seinerzeit auch der gute alte Epikur auch verklickern wollen. ^^


Zitat von Alles und Nichts, am 22/5/2013 um 10:36
Das Ego hängt also in der Zeit von Vergangenheit und Zukunft fest. Dadurch ist es nicht in der Gegenwart.


Und damit ist doch eine Vielfalt an Wegen "da raus" gegeben, oder nicht? Also wenn das Problem erkannt wurde.


Zitat von Alles und Nichts, am 22/5/2013 um 10:36
Es setzt eine Maske (in der akademischen Psychologie würden wir von Images und Spielverhalten sprechen) auf und beginnt sich immer mehr mit dieser Maske zu identifizieren und vergisst dadurch, was es im Innersten ist.


Konditionierung/Erziehung. So weit, so gut. Oder genuer, so schlecht.


Zitat von Alles und Nichts, am 22/5/2013 um 10:36
Das was ein Mensch üblicherweise als das innerste Seines Egos / seiner Seele versteht, ist nichts anderes als die allererste Überlebensstrategie die nach der Spaltung in Ich und Du entsteht. Die allererste Überlebensstrategie wirkt in der Regel bis zum physischen Tod, ohne das sich die meisten Menschen dieser Strategie bewusst sind.


Richtig. Aber in dem Moment, wo man den ersten Schritt zum Durchschauen und Gegenwirken unternimmt (in der Idealversion einer jeden tatsächlich hilfreichen Therapie und nicht ihrer Populäratrappen) ist man schon auf dem Weg raus. Und an diese Stelle kommen nicht mal so wenige Menschen ganz von alleine, aufgrund von Ereignissen in ihrem Leben, Beschäftigung mit der eigenen Weltsicht, etc. Nur gehen die wenigsten weiter, schon gar nicht so weit wie nötig oder gar möglich.


Zitat von Alles und Nichts, am 22/5/2013 um 10:36
Die Überlebensstrategie ist ständiges tun. Aus diesem Grund sagt man auch: Tue nichts, nicht einmal nichts.


Liegt im Nichtstun nicht eine Komponente akzeptierter Passivität? Ich finde, man sollte das Gerüst eher demontieren als ihm beim Rosten zuzusehen und darauf zu vertrauen, daß wenn man so wenig wie möglich dazu beiträgt, daß es schlimmer wird, schon besser kommen kann. Anderer Vergleich - wenn Du im Treibsand steckst, machst Du Deine Lage mit jeder Bewegung unvorteilhafter, also ist "sich nicht rühren" ein guter Rat. Aber ihn in der Form auszulegen, daß man sich so wenig rührt, daß man nicht mal nach einem Zweig greift oder einem Seil, nicht nach dem Telefon um Hilfe anzufordern oder whatever - das halte ich für kontraproduktiv. Oder verstehe ich Dich jetzt falsch? Mir liegt es fern, blinden Aktionismus zu propagieren, ich finde nur daß wir unsere Zeit, unser Potenzial und unsere Chancen etwas zu ändern was uns missfällt verschwenden, wenn wir eben nichts tun oder noch nicht einmal nichts.


Zitat von Alles und Nichts, am 22/5/2013 um 10:36
Die Dekonditionierung erfolgt durch die Unterlassung von Beziehungsurteilen wie z.B. das bin ich, das bin ich nicht, der Andere missbraucht Autorität, das will ich, das will ich nicht etc..


Sie kann dadurch erfolgen. Sie muss aber nicht.


Zitat von Alles und Nichts, am 22/5/2013 um 10:36
Dadurch, dass der Schüler sich Dekonditioniert, löst sich das Ego im Selbst auf. Wenn sich das Ego vollständig auflöst, also wenn der Schüler in der Lage ist, die erste Spaltung zu spüren, zu fühlen und zu sehen und nichts damit macht, geht „er im Selbst auf“. Der Schüler erkennt, alles ist er Selbst. Es gibt kein Innen und kein Außen mehr.


Also geht es bei der ganzen Sache, die sich für Dich im spirituellen Sektor bewegt letztlich um die Perfektionierung der Dekonditionierung .. okay, nachvollziehbar und sinnig, aber durch Passivität? Oder meinst Du das im Sinne von "erst das eine, dann das andere, ich bin noch nicht so weit um anders als mit 'Passivität' zu handeln, weil sich dafür erst o.g. Sicht einstellen muss"?

Herzlichst,
LoS


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Zitat von LoS, am 22/5/2013 um 23:24

Geht doch. :) Tat's weh?

*Meckermodus an* Nee, ich hab nur keinen Bock mich ständig im Detail zu wiederholen. Was glaubste den, wie oft ich den Scheiß schon in den verschiedensten Varianten geschrieben habe. Habe ja schließlich auch noch Brötchen zu verdienen und einen Hausdrachen zu pflegen. *Meckermodus aus*

Zitat von LoS, am 22/5/2013 um 23:24


Zitat von Alles und Nichts, am 22/5/2013 um 10:36
Jemand der mit dem Ego identifiziert ist vermeidet unangenehmes (soweit es möglich ist) und strebt zum angenehmen.


Nungut, das hat uns seinerzeit auch der gute alte Epikur auch verklickern wollen.


Denke, er war nicht der einzige. Liegt ja eigentlich offensichtlich vor der Nase rum, aber der Vollständigkeit halber.


Zitat von LoS, am 22/5/2013 um 23:24

…….. Nur gehen die wenigsten weiter, schon gar nicht so weit wie nötig oder gar möglich.

Da stimme ich Dir zu. Wobei man auch sagen muss, dass viele Therapeuten nicht so weit gehen wie möglich. Wenn ein Therapeut nicht weiter geht, sondern auf der Ebene von Umkonditionierung stehen bleibt, kann er auch seine Klienten nicht weiter bringen.
Noch eine für mich wesentliche Unterscheidung: In der Therapie oder im Coaching erfolgt in der Regel eine Umkonditionierung und keine Dekonditionierung. Umkonditionierung meint die Hemmung eines dysfunktionalen Schema und den aufbau eines funktionalen Schema. Das macht Sinn, hält aber die grundsätzliche Spaltung in Ich und Du aufrecht. Unter Dekonditionierung verstehe ich die vollständige Löschung eines Schema und damit die Aufhebung einer Teilspaltung im Ich.

Zitat von LoS, am 22/5/2013 um 23:24

Liegt im Nichtstun nicht eine Komponente akzeptierter Passivität? Ich finde, man sollte das Gerüst eher demontieren als ihm beim Rosten zuzusehen ….

Sagen wir es mal so, es gibt die Falle des Fatalismus. Es gibt Person, die identifizieren sich mit einer spirituellen Lehre und hören / lese – tue nichts, es geschieht alles von alleine, daraus entsteht eine verantwortungslose Scheißegal-Haltung und derjenige bleibt eigentlich da stehen, wo er steht. Man liegt im Treibsand und greift nicht nach einem erreichbaren Ast.
Zwischen der vollkommenen Identifizierung mit der eigenen Konditionierung/Erziehung und erwachten Bewusstsein liegt für jeden Sucher sein eigener Weg. Auf diesem Weg muss Verantwortung für die eigenen Geschichten übernommen werden. Ich nenne es den Schritt vom kindlichen Ego (vollkommene Identifizierung) zum erwachsenen Ego. In dieser Phase würde ich von aktiven nichts-tun sprechen. Von aktiver Dekonditionierung und von aktiver Integration abgelehnter Anteile und gleichzeitiger Akzeptanz von dem was innerlich / äußerlich anwesend ist.
Um die Erfahrung von „Nichts Tun, nicht einmal nichts“ zu machen, ist vollkommenes Tun notwendig. Hier begeben wir uns in einen inneren Raum von Paradoxien, der mit den üblichen psychologischen Modellen nicht mehr erklärbar ist, zumindest sind mir keine entsprechenden Modelle bekannt.


Zitat von LoS, am 22/5/2013 um 23:24

Sie kann dadurch erfolgen. Sie muss aber nicht.

Wie könnte die Dekonditionierung aus Deiner Sicht noch erfolgen?


Zitat von LoS, am 22/5/2013 um 23:24

Also geht es bei der ganzen Sache, die sich für Dich im spirituellen Sektor bewegt letztlich um die Perfektionierung der Dekonditionierung .. okay, nachvollziehbar und sinnig, aber durch Passivität?

Mir geht es nicht um eine Perfektionierung der Dekonditionierung sondern um erwachtes Bewusstsein. Die Dekonditionierung ist ein Werkzeug, welches „aktiv“ verwendet wird. Bzgl. Passivität siehe den Absatz Fatalismus. Ein weiteres Werkezeug ist die Arbeit mit Kundalinienergie. In anderen Traditionen Chi etc. . Es geht aber nicht um die gezielte Anregung und Lenkung der Energie, wie bei den meisten Kundalinimeditationen sondern einfach nur Aufmerksam mit der Energie zu sein. Sie bahnt sich meiner Erfahrung nach den Weg. Dadurch werden Themen hochgespült, die Analysiert und Dekonditioniert werden. Diese Themen sind in der Regel auch gerade ziemlich aktuell. Es kommt zu einer Auflösung von Blockaden und die Energie steigt weiter auf und / oder ab. Aus psychologischer Sicht würde ich die Kundalini mit arousel gleichsetzen. Die meisten Klienten hätten beim verstärkten auftreten von arousel gerne ein klein wenig Tavor, was aus meiner Sicht eigentlich in den meisten Fällen kontraindiziert ist. Genug des kleinen Ausfluges. Um die Auflösung des Ich im Selbst darzustellen greife ich auch auf ein Bild zurück.
Bewusstsein ist aus spiritueller Sicht alles. Das komplette Universum ist ein Ausdruck / eine Manifestation von Bewusstsein (Form ist Leere und Leere ist Form). Es ist das Eine, welches dem gesamten Werden zugrundeliegt und im innersten eines jeden Phänomens gefunden werden kann. Alles steigt aus diesem Urgrund in das Werden (unsere äußere Welt) auf. Betrachte dieses Aufsteigen wie eine Funksendung. Das Ich entsteht im Körper eines Menschen und wie es aussieht auch schon bei Menschenaffen. Das Ich verformt und Fixiert die empfangende Seele (das Spüren, das Fühlen, das Sehen) im Menschen durch seine Spaltung in Ich und Du. Es kämpft gegen die Empfangene Sendung an, um zu überleben. Wenn man bedenkt, woher es ursprünglich kommt (Tierreich), ist es nachvollziehbar. Die Seele und ihr materieller Abdruck (das Gehirn) ist ein Funkempfänger. Dieser Empfänger ist somit falsch eingestellt. Das Empfangene aus dem Urgrund ist mehr oder weniger verpixelt. Durch die Dekonditionierung und Integration von Abgespaltenen wird das Gehirn wieder scharf gestellt, die Fixierung in der Seele wird weniger. Hierfür ist Tun notwendig, bis erkannt wird, dass es nichts zu tun gibt, das jeder Moment so wie er ist, perfekt ist, selbst wenn in diesem Moment der Körper stirbt.

Man könnte auch sagen, die systemischen Rückkoppelungsprozesse des menschlichen Organismus mit seiner Umwelt fließen ohne Widerstand.
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Ipsissimus
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LoS
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red_folder.gif erstellt am: 24/5/2013 um 00:43  

Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35
*Meckermodus an* Nee, ich hab nur keinen Bock mich ständig im Detail zu wiederholen. Was glaubste den, wie oft ich den Scheiß schon in den verschiedensten Varianten geschrieben habe. Habe ja schließlich auch noch Brötchen zu verdienen und einen Hausdrachen zu pflegen. *Meckermodus aus*


Olle Nörgelbacke! Entspann Dich und nimm Dir 'nen Keks - kann ich ja nix zu, was Dich alles wurmt, ich will nur paar Sachen wissen, mehr nicht. :P


Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35
Da stimme ich Dir zu. Wobei man auch sagen muss, dass viele Therapeuten nicht so weit gehen wie möglich. Wenn ein Therapeut nicht weiter geht, sondern auf der Ebene von Umkonditionierung stehen bleibt, kann er auch seine Klienten nicht weiter bringen.


Richtig. Und leider münden die meisten Therapien nicht in Heilung. Was aber auch an den vergleichsweise wenig effektiven Methoden liegt, die bevorzugt gefördert werden.


Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35
Noch eine für mich wesentliche Unterscheidung: In der Therapie oder im Coaching erfolgt in der Regel eine Umkonditionierung und keine Dekonditionierung. Umkonditionierung meint die Hemmung eines dysfunktionalen Schema und den aufbau eines funktionalen Schema.


Und genau hier liegt das Problem, nämlich daß von einer Therapie erwartet wird aus einem nicht funktionierenden Menschen einen funktionierenden zu machen und idR nur der gesellschaftliche Rahmen berücksichtigt wird. Da sind nahezu alle Ansätze den Therpeuten als Werkzeugsteller auf dem Weg der Selbstrepartur zu betrachten besser.. UMkonditionierung bringt es nicht.


Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35
Sagen wir es mal so, es gibt die Falle des Fatalismus. Es gibt Person, die identifizieren sich mit einer spirituellen Lehre und hören / lese – tue nichts, es geschieht alles von alleine, daraus entsteht eine verantwortungslose Scheißegal-Haltung und derjenige bleibt eigentlich da stehen, wo er steht. Man liegt im Treibsand und greift nicht nach einem erreichbaren Ast.


Richtig. Und diese Herangehensweise ist leider wesentlich häufiger als ihre Ausnahmen, wenn man in die Richtung gehende mal beobachtet. Menschen tappen gern in Fallen.


Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35
Zwischen der vollkommenen Identifizierung mit der eigenen Konditionierung/Erziehung und erwachten Bewusstsein liegt für jeden Sucher sein eigener Weg. Auf diesem Weg muss Verantwortung für die eigenen Geschichten übernommen werden.


Richtig. Und das kann auf so verschiedene Weisen angegangen werden, wie es Menschen gibt. Die Konditionierungen sind in der Regel so umfassend, daß man praktisch überall anfangen könnte, dran zu arbeiten - je nach dem wie weit man dann geht, desto einfacher oder schwerer fallen einem dann bestimmte Dinge.


Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35
Von aktiver Dekonditionierung und von aktiver Integration abgelehnter Anteile und gleichzeitiger Akzeptanz von dem was innerlich / äußerlich anwesend ist. Um die Erfahrung von „Nichts Tun, nicht einmal nichts“ zu machen, ist vollkommenes Tun notwendig. Hier begeben wir uns in einen inneren Raum von Paradoxien, der mit den üblichen psychologischen Modellen nicht mehr erklärbar ist, zumindest sind mir keine entsprechenden Modelle bekannt.


Es gibt dazu keine Modelle, aber die sind an der Stelle auch überflüssig. Genau ab da hilft meiner Meinung nach das drüber Nachdenken und Suchen einem nicht weiter, kein Theoretisieren, keine abstrakten Analogien, nichts. Ab dem Moment muss man sich Schritt für Schritt pragmatisch vorarbeiten, demontieren, mit den bisherigen verfügbaren Werkzeugen sich die Hände schmutzig machen und draufzu zu gehen.


Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35

Zitat von LoS, am 22/5/2013 um 23:24

Sie kann dadurch erfolgen. Sie muss aber nicht.

Wie könnte die Dekonditionierung aus Deiner Sicht noch erfolgen?


Man kann mit allem möglichen beginnen, was in Dekonditionierung mündet - im Großen wie im kleinen. Von der Banalität der Weltanschauungsfrage bis zu gezieltem Bearbeiten konkreter Problemfälle. Wichtig ist, daß man aus dem "so wie immer" rauskommt und bereit ist an sich zu arbeiten, der Rest ist Sandbox und hängt vom Einzelfall ab.


Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35
Mir geht es nicht um eine Perfektionierung der Dekonditionierung sondern um erwachtes Bewusstsein. Die Dekonditionierung ist ein Werkzeug, welches „aktiv“ verwendet wird. Bzgl. Passivität siehe den Absatz Fatalismus. Ein weiteres Werkezeug ist die Arbeit mit Kundalinienergie. In anderen Traditionen Chi etc. . Es geht aber nicht um die gezielte Anregung und Lenkung der Energie, wie bei den meisten Kundalinimeditationen sondern einfach nur Aufmerksam mit der Energie zu sein. Sie bahnt sich meiner Erfahrung nach den Weg. Dadurch werden Themen hochgespült, die Analysiert und Dekonditioniert werden.


Hm. Hier bin ich anderer Meinung. Für mich klingt das was Du beschreibst nach dem "Warten bis ein Staudamm durchrostet". Warum sollte man weniger tun als man kann, wenn man bei der Dekonditionierung sich selbst ein Kompass wird und den Rest zu erledigen lernt oder irgendwann auch weiß? Daß Energie "von selbst" sicher irgendwann irgendwas hochspülen könnte was sich dann auflöst - okay - ja, mag sein. Aber mir wär das zu langsam. Aber vielleicht erwarte ich von mir und meinem Leben auch mehr als das zu schaffen was von selbst passiert wenn ich ihm genug "Raum" gebe. So wirkt das jedenfalls auf mich.


Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35
Diese Themen sind in der Regel auch gerade ziemlich aktuell. Es kommt zu einer Auflösung von Blockaden und die Energie steigt weiter auf und / oder ab.


Gut, sowas ist mir aus Lowen's Körpertherapie und der MAH bekannt, aber das ist eben auch nicht das einzige was man machen kann, wenns für den jeweiligen Moment sicher nützlich ist.

Die skizzierte spirituelle Komponente ist durchaus interessant. Allerdings kann ich leider keinen Nutzen für meine persönliche Entwicklungspraxis entdecken. Von der magischen ganz zu schweigen. Been there, done that, next one. Ich bin mir irgendwie immernoch nicht ganz sicher, was Du aus der Sicht mitnimmst oder mitzunehmen glaubst. *skeptisch guck*


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Magus
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red_folder.gif erstellt am: 28/5/2013 um 18:39  

Zitat:

Zitat von Alles und Nichts, am 23/5/2013 um 13:35

Zitat von LoS, am 22/5/2013 um 23:24

Sie kann dadurch erfolgen. Sie muss aber nicht.

Wie könnte die Dekonditionierung aus Deiner Sicht noch erfolgen?


Man kann mit allem möglichen beginnen, was in Dekonditionierung mündet - im Großen wie im kleinen. Von der Banalität der Weltanschauungsfrage bis zu gezieltem Bearbeiten konkreter Problemfälle. Wichtig ist, daß man aus dem "so wie immer" rauskommt und bereit ist an sich zu arbeiten, der Rest ist Sandbox und hängt vom Einzelfall ab.

Stimmt, aus dem „rauskommen wie immer“. Ich finde es erschreckend, wenn man erkennt, dass man Muster X schon als 4-jähriger gezeigt hat und dann Jahrzehnte durchführt, mit oberflächlicher Kosmetik die angepasst ist an scheinbar erwachsenes Verhalten.
Klar, Überprüfung und Bearbeitung von Weltanschauungsfragen und den darin enthaltenen Überzeugungen / Ideologien. Die Gefahr, die ich dabei sehe ist, dass eine Weltanschauung gegen eine Andere ausgetauscht wird. Jede Weltanschauung steht in einem Spannungsfeld von richtig und falsch, womit wir wieder bei Urteil stehen.
In der Welt sind wir gezwungen, uns mit den Dingen die da sind auseinander zu setzen, sozusagen Problemfälle zu bearbeiten und alle Methoden des Selbstmanagement sind Willkommen. Einige magische Werkzeuge (die auch durchaus als Grundlagen in der Mystik anzusehen sind) sind durchaus Grundlage für ein gutes Selbstmanagement. Diese Ressourcen bleiben erhalten und werden gezielt eingesetzt. Wobei, je fortgeschrittener die Dekonditionierung ist, desto mehr geschieht (nicht tun) eine Selbstorganisation der Ressourcen in der Situation. Ich mache (im Sinne von geschehen) mir eine entsprechende Planung und gehe die Aufgabe an. Die innere Haltung ist aber Ergebnisoffen und ich Verurteile mich nicht, wenn es anders kommt.
Eine ganz einfache Methode um aus dem „Alten“ rauszukommen ist, es einfach um 180° anders zu machen. Das alte Muster sagt „Vermeidung“, dann ist es anders zu machen höchstwahrscheinlich „Konfrontation“. Die inneren Haltung ist dabei wieder Ergebnisoffen.

Zitat von LoS, am 24/5/2013 um 00:43

Und diese Herangehensweise ist leider wesentlich häufiger als ihre Ausnahmen, wenn man in die Richtung gehende mal beobachtet. Menschen tappen gern in Fallen.

Das Schlimmste an den Fallen in die wir rein treten ist, dass wir sie uns auch noch selbst hingestellt haben.


Zitat von LoS, am 24/5/2013 um 00:43

Für mich klingt das was Du beschreibst nach dem "Warten bis ein Staudamm durchrostet". Warum sollte man weniger tun als man kann, wenn man bei der Dekonditionierung sich selbst ein Kompass wird und den Rest zu erledigen lernt oder irgendwann auch weiß? Daß Energie "von selbst" sicher irgendwann irgendwas hochspülen könnte was sich dann auflöst - okay - ja, mag sein. Aber mir wär das zu langsam. Aber vielleicht erwarte ich von mir und meinem Leben auch mehr als das zu schaffen was von selbst passiert wenn ich ihm genug "Raum" gebe.

Es gibt zwei grundsätzliche Wege: Den Weg des Tuns und den Weg des Nichts-Tuns. Die Frage ist, was man möchte? Ich bin den Weg des Tuns gegangen und habe für mich Festgestellt das der „Staudamm dadurch nur einen neuen Rostanstrich bekommt“. Auf diesem Weg war mein Kompass eigentlich das Über-Ich. Die gefährlichste Tarnkappe des Über-Ich ist Idealisierung.
Das „aktive“ Warten (also das aktive unterlassen von Tun) führt bei mir zu einem schnelleren durchrosten des Staudammes, da es keinen gemachten Rostanstrich gibt. Der Staudamm wird dadurch schnell porös. Wobei ich eher von einem Verbrennen sprechen würde. Inneres Tun erlebe ich als ein Löschung des inneren Brennens. Ich erwarte nichts vom Leben, sondern ich will einfach Leben. Die virtuellen Bilderwelten des Ego, die durch Konditionierung entstehen, sind mehr tot als lebendig. Ich könnte es auch so sagen, viele Menschen flüchten sich in das Internet, bauen ein virtuelles idealisiertes Leben auf, weil sie in der Welt nicht mehr zurecht kommen. Das ist etwas, was ein jeder für sich selbst überprüfen muss.


Zitat von LoS, am 24/5/2013 um 00:43

Die skizzierte spirituelle Komponente ist durchaus interessant. Allerdings kann ich leider keinen Nutzen für meine persönliche Entwicklungspraxis entdecken. Von der magischen ganz zu schweigen.

Es ist einfach die Frage wo Du Dich hin entwickeln willst.
Ich hatte in der Vergangenheit sogar dasselbe Ziel wie jetzt und es mit magischen Werkzeugen angestrebt. Ich habe das Ziel nur anders benannt und es zeigt sich aus meiner jetzigen Sicht in einer oberflächlichen und veräußerlichten Vorstellung. Man könnte sagen, dass Ego hat sich des innersten Wunsches der Seele bemächtigt und ihn auf dem Weg in die Manifestation immer mehr verzerrt.
Was den Nutzen betrifft, muss ich Dich enttäuschen. Du musst alles geben und bekommst Nichts. Alles geben im Sinne von 100% tun (100% loslassen aller Konditionierungen). Du bekommst Nichts, weil Nichts (ohne Bedeutungsgebung existiert kein Sinn, kein höheres Irgendetwas, kein versteckter Lebensauftrag der gefunden werden muss, etc. ) existiert und Du erkennst, Du musst nichts tun. Das Leben geschieht von selbst und das was Du bist, ist das Leben. Etwas was vielleicht nicht so ganz klar ist. Um dahin zu kommen, muss auch die Konditionierung auf den „eigenen“ Körper dekonditioniert werden.
Auf dem Weg dahin gibt es durchaus nützliches, einiges davon würden manche sogar durchaus magisch nennen. Auch dass muss losgelassen werden. Die Frage nach dem Nützlichen ist dualistischer Natur und führt in den Prozess der Konditionierung.

Was verstehst Du unter magischer Entwicklung genau, ohne jetzt vielleicht auf persönliches einzugehen.

Leben ohne Tun erlebe ich intensiver und es ist wie ständiger Urlaub, sogar wenn der Körper arbeiten geht.
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red_folder.gif erstellt am: 6/6/2013 um 23:42  
So ich steig jetzt einfach mal ein. Ich muss zugeben, ich habe nicht alles gelesen, da es mir sehr zäh erscheint. So hier meine Definition. Das Ego ist die Traumgestalt. Sie beinhaltet unter anderem den materiellen Körper und die dazugehörigen Bedürfnisse, soweit die erfüllung dem selbstzweck dient. Ein weiterer Teil ist das konzept der Zeit und von "Ursache und Wirkung"("Wenn ich dies tue passiert jenes."). Anders ausgedrückt das festhalten an Konstanz.("so bin ich"). Je tiefer man in dieser Illusion schläft, desto stärker regiert das Ego.

Also weiß nicht so richtig zufrieden bin ich mit meiner Formulierung nicht. Aber ich bin mir sicher es werden vielleicht ein paar Fragen kommen die das noch irgendwie aufschlüsseln:)

Vielleicht Poste ich hier nochmal was ich zur einen Wahrheit geschrieben hab.

Es gibt nur eine absolute Wahrheit aber viele Relative.

Da der Verstand jedoch nichts mit absoluten Wahrheiten anfangen kann (wie auch wenns nur eine gibt, ists eh gelogen)(Ja meine Lieben Dogmatiker) ist "der Weg" die Reibung und Auflösung dieser relativen Wahrheiten hin zur einen oder Absoluten die jedoch nie erreicht werden kann.(wie ein Grenzwert in der math.) Da dies die auflösung des Bewusstseins also des relativen standpunktes beinhalten würde. => unendliches wachstum in unendlichen Realitäten.

relative Wahrheit= (subjektive) Realität

Eine Auflösung des Egos würde das aufwachen aus dem Traum bedeuten. Vielmehr ist ein erkennen des Egos anzustreben(naja jeder wie er halt will). Hinein in die Beobachtung und Facettenreichere Erfahrung dieses Traumes, der selbstverständlich NICHT überflüssig oder gar schlecht, sondern lediglich eine lern/selbsterfahrung ist.
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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 13/6/2013 um 15:47  
So nochmal alles gelesen. Ich denke, das Wichtigigste sind die Limitierungen auf Konstanz.


Zitat von Hephaestos, am 15/5/2013 um 11:20


Ich hab unter "Ego" immer (sinngemäß) verstanden: "das, was wir von uns selbst glauben & wissen, zu sein". sprich: alles, außer dem "unbewussten".


Ja dem würde ich auch zustimmen.

Und nochmal zum Ego-Tod. Ich lese gerade "Visuelle Magie" und da wird A. O. Spares "Todesstellung" erwähnt. Was im Prinzip die Verabschiedung des obigen ist. Ich denke, viele misinterpretieren dies als einen Ego-Tod. Vergessen dabei aber, dass sich danach lediglich ein neues Ego bildet, welches sich jetzt in einer neuen relativen Wahrheit (um bei meiner Wortwahl zu bleiben) befindet. Und in dieser früher oder später eine neue "Todesstellung" erfahren wird. Dies versucht es jedoch zu umgehen indem es sich einfach selbst leugnet.

Ich nenne das die "Homöopathie des Seins" lool scherz;)

Edit: flüchtigkeitsfehler entfernt :puzz:


[Editiert am 13/6/2013 um 15:49 von Goldy]
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red_folder.gif erstellt am: 13/6/2013 um 15:51  
Also wenn Du die Grenzen zwischen "Dir" und allem anderen entfernst, dann sollte es keine "neue" Grenze geben können.


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red_folder.gif erstellt am: 13/6/2013 um 16:00  
Meine Damen und Herren! Hiermit heiße heiße ich in deisem Thread herzlichst wilkommen:... Das ALLES!
Kleiner Scherz ich denke Hephaestos' Tassenbeispiel trifft es ganz gut.
Oder vielleicht sollten wir einen Poll machen.
Antwort 10
Ipsissimus
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LoS
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red_folder.gif erstellt am: 13/6/2013 um 18:41  

Zitat von Goldy, am 13/6/2013 um 16:00
Oder vielleicht sollten wir einen Poll machen.


Hm.. ich bin gegen einen Poll. Bin aber bereit mich von einer Abstimmung diesbezüglich umstimmen zu lassen. Vielleicht dazu einen Poll? ;P


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red_folder.gif erstellt am: 14/6/2013 um 01:01  

Zitat von LoS, am 13/6/2013 um 18:41
Hm.. ich bin gegen einen Poll. Bin aber bereit mich von einer Abstimmung diesbezüglich umstimmen zu lassen. Vielleicht dazu einen Poll? ;P

xD worauf warten wir noch!?

Ne, mich würde aber mal interessieren, was hier andere noch so denken. Wo doch so oft die Rede vom Ego ist, sollte hier doch high life sein...
Antwort 12
Magus
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red_folder.gif erstellt am: 14/6/2013 um 12:22  
Ich stell mal ne gewagte Behauptung auf: Je mehr du dich darauf konzentrierst dein Ego aufzulösen, desto mehr verfängst du dich darin.
Ich halte diese ganzen Ego Diskussionen auf die hier immer wieder eingegangen wird für absolut überflüssig, sind sie doch nur Ausdruck des Egos...ala "Ich bin so toll weil ich grad mein Ego auflösen will/ es aufgelöst hab what ever...", zumindest kommen viele die behaupten ihr Ego aufzulösen/aufgelöst haben, sehr rechthaberisch und Arrogant daher, was meines Erachtens eine noch tiefere Verflechtung ist als zuvor.

Ja ich weiß diejenigen unter euch schreien jetzt auf: "'Ha, er is totaaal in seinem Ego gefangen"...ist das derjenige, der dabei ist sich nur noch damit zu beschäftigen, denn nicht? Auch hier behaupte ich, mehr denn je!
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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 31/8/2013 um 19:49  
Oh, Ich seh grad LoS, du bist AuN noch deine Definition von "magischer Entwicklung" schuldig.
Würd mich auch interessieren.
Antwort 14
Novize
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red_folder.gif erstellt am: 18/11/2013 um 21:28  
Ich komme in der Hinsicht ja eher aus der psychologischen Strömung. Für mich ist das Ego gleichbedeutend mit Ich und damit mit der Persönlichkeit des Menschen. Wobei das Ich sich, wie Freud sagen würde, immer in Konfrontation mit dem Es und dem Über-Ich (man könnte auch sagen den Moralvorstellungen der Gesellschaft etc. und den Trieben/Motivationen des ES) befindet. Das Ego ist somit die Zwischeninstanz und etwas, dass sich jedes Mal neu definiert, je nachdem, ob mal das Überich oder das ES überhand gewinnt. Natürlich kann man sich fragen, ob es eine solche Topograpfhie überhaupt geben kann. Weil ein Mensch schlecht mehrer Entitäten in sich vereinen kann - aber der Ansatz ist interessant, wie ich finde :)

Quelle: http://erlppp.wordpress.com/2013/02/25/es-ich-uber-ich-freu ds-modell-der/
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Gast

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red_folder.gif erstellt am: 20/11/2013 um 22:47  
Diese verschiedenen Modelle sind nur Ausdruck verschiener Perspektiven. Das Freudsche Modell mag hilfeich sein, wenn es um die Umkonditionierung eines fremden Bewusstseins geht. Jedoch liegt seiner Begrifflichkeit mit "Es" und "Über-Ich" auch schon eine ganz klare konnotierung vor.
Ich das Thema haben wir übrigens auch hier in einem Folgethread behandelt. http://www.magie-com.de/modules.php?name=eBoard&file=viewth read&tid=996
Ich halte es immer für besser mit eigenen Systemen zu arbeiten. Keinen vorgefertigten Weg zu nehmen, sondern in Bewegung zu bleiben.
Antwort 16
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