Templum Baphomae
Magie-Com (alt) - Impressum
 
Benutzername:
Passwort:
 
 
 
   
   
 

Wer ist Online
Alle Mitglieder: 7020
Registriert Heute: 0
Registriert Gestern: 0
Mitglied(er) online: 0
Gäste Online: 74

Bitte registrieren Sie sich hier. Als angemeldeter Benutzer nutzen Sie den vollen Funktionsumfang dieser Seite.

Hauptmenü

Foren
Magie & Hexen Forum
TB & AO Forum
Allg. & Gesch. Forum

User

Internes

Suchen

FAQs
 Downloads (6)
 WebLinks (5)
Magie & Hexen Forum der www.Magie-Com.de Sie sind nicht eingeloggt


Nach unten
« vorheriges  nächstes »
Aufsteigend sortiern Absteigend sortieren      print
Autor: Betreff: Ich brauche Hilfe - wer weiss weiter??
Gast

Gast
smilies/question.gif erstellt am: 1/11/2006 um 16:01  
Hallo ihr Lieben!

Ich bin heute schon den ganzen Tag im Internet auf der Suche nach diesem und jenem, und bin nun über euer Forum gestolpert. Erst einmal möchte ich ein großes Lob aussprechen, es befinden sich sehr interessante Themen hier in eurem Forum, auch verständlich für noch nicht so versierte hexer und hexen.

Ich selbst hüte mich davor, mich als Hexe zu bezeichnen, ich würde mich eher als sehr naturverbundenen und spirituellen Menschen bezeichnen. Meine Kenntnisse beziehen sich eher auf Naturheilkunde, die Kräuter auf den heimischen Wiesen und deren Gebrauch.


Nun bin ich eben hier bei euch, weil mein Wissen für die Dinge, die derzeit in meinem Leben passieren nicht mehr ausreicht, und ich hoffe von erfahreneren Menschen ein paar gute Tips bekommen zu können.

Mein Papa leidet seit 12 Jahren an Krebs, es geht ihm mal besser mal schlechter, aber er kämpft unermüdlich weiter. Ich habe damals ihn schon sehr erfolgreich während der Chemotherapie mit Misteltee und -extrakt unterstützen können, die Nebenwirkungen waren so erträglicher für ihn.
Nun - bitte seid nicht schockiert jetzt - ist auch meine Mutter an Krebs erkrankt.
Sie wird in etwa 4 Wochen mit der Chemotherapie beginnen und die Misteln werden natürlich bereits fleißig gesammelt, aber ich wollte euch um Rat fragen.
Vielleicht kennt jemand noch weitere Möglichkeiten (weitere Tees oder ev. sogar Salben für den äußerlichen Gebrauch) die weiter unterstützend wirken können.
Da meine Mama so gut wie keine Substanz am Körper hat (wir frauen sind alle gesegnet trotz massenhafter nahrungsaufnahme kein gramm zuzunehmen) mache ich mir große Sorgen um sie, da eine chemotherapie (wo ich eigentlich eh dagegen bin) doch den Körper sehr angreift.

Vielleicht hat ein kundiger Mensch noch ein paar Tipps für mich, ich würde mich sehr freuen!

Alles Liebe und Gute bis dahin
Ipsissimus
Ipsissimus

Eliphas Leary
Beiträge: 1439
Registriert: 12/10/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 1/11/2006 um 20:47  
Da war was mit Aloe als Getränk, das die Chemotherapie erträglicher machen soll.

Alles Gute!


____________________
"Der größte Trick den der Teufel jemals abgezogen hat war es, die Leute glauben zu machen er sei am Kreuz für ihre Sünden gestorben..."

Eliphas Leary's kleine Videoserie über Magie...
Profil anzeigen Homepage besuchen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 1
Philosophus
Philosophus

Mondscheinbluete
Beiträge: 134
Registriert: 7/12/2005
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 1/11/2006 um 22:15  
hallo Eliphas

nun.. da hast dumit deinen eltern aber ganz schön was durchzustehen.

doch die kräuter und öle lindern nur die symptome.. nicht aber die ursache. die ursache, gerade bei krebs, liegt meist bei dem betroffenen selbst... krebs zeigt usnmit am deutlichsten an, dass etwas in unserer seele nicht stimmt. krankheiten sind der ausdruck unserer seele... ist unsere seele krank, ist auch der körper krank.

wo hat dein vater krebs und wo deine mutter? wie wirkt sich das aus? weißt du,ob deine eltern irgendwo probleme haben, etwas, was sie stark innerlich belastet?


____________________
Weisheit ist nicht mittelbar.
Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit!

(Hermann Hesse- Siddhartha)

http://www.hagalazrainbow.de.vu
Profil anzeigen Homepage besuchen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 2
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 1/11/2006 um 23:13  
danke für die schnellen antworten erst mal!!


du hast sehr recht mit deiner aussage, mondscheinblüte (sehr schöner nick übrigends!)

es ist eine recht lange geschichte, mein papa war eigentlich immer ein sehr cholerischer mensch, der sich schnell über dinge aufgeregt hat (kleine, unwichtige dinge)
aber bei ihm ist die krbeserkrankung wohl genetisch veranlagt, weil alle männlichen Familienmitglieder meines papas an darmkrebs gestorben sind (also mein opa, uropa..)

Trotzdem ist er nicht unbeteiligt an den vielen weiteren erkrankungen, wie ich denke, vorallem, weil der darmkrebs bei ihm sehr früh und noch heilbar diagnostiziert wurde.
Aber er hat den Fehler (meine meinung) gemacht, sich nach der operation völlig abzukapseln, er hatte schlimme stimmungsschwankungen und war teilweise unerträglich, aber man konnte nie mit ihm sprechen weil er immer zu machte.
Dann kamen etwa alle 3 jahre (ich weiß, es klingt fast surreal) weitere Erkrankungen. Erst Hodenkrebs, dann Ohrspeicheldrüse rechts und jetzt links - aber immer ohne metastasen, was mir meine theorie ein wenig bestätigt.

Die Beziehung meiner eltern war in den letzten monaten auch soweit erkaltet, das sie sich eigentlich nach seiner jetzigen operation trennen wollten. seitdem dieser schritt bei ihnen zu wort gebracht war, hat sich die gemütslage meiner mama drastisch verbessert.
sie war natürlich sicher, das sie den kontakt nie verlieren wollten, aber sie war einfach - wie ich denke - erleichtert.
ich muss dazu sagen, das zusammenleben mit meinem papa war wirklich sehr anstrengend.

als ich im mai eine gallenoperation hatte - mir wurde die gallenblase aufgrund von gallensteinen entfernt - riet ich meiner mama dazu, diese operation endlich machen zu lassen, da ich eine kolik hatte und ihr die schmerzen nicht gewünscht hätte.
(ihr hatte bereits vor 3 jahren ein arzt gesagt, ihre gallenblase sollte entfernt werden, da auch sie steine hatte.

nun entschied sie sich dafür - und es wurde krebsgewebe um die gallenblase herum (plattenepithelkarzinom) diagnostiziert.

(ich möchte mich gleich vorab entschuldigen, falls jemand meine beschreibungen und erklärungen etwas eigenartig formuliert findet, ich komme jetzt darauf zurück)


Als ich nach meiner Operation wieder zuhause war und mich davon erholte, verbrachte ich lange zeit in meditation und hatte wohl so etwas wie eine kleine erleuchtung, ich habe viele zusammenhänge und grundlegende dinge in meinem leben plötzlich verstanden.

Natürlich sind all die Sorgen, Probleme, Ängste und das Leid meiner Eltern die ganzen Jahre nicht spurlos an mir vorüber gegangen.
Auch ich hatte im letzten Jahr viele kleinere und größere dinge in meinen gedanken, die mir sorgen bereitet haben und dann auch ihre auswirkungen (unfälle etc.) auf mein leben gezeigt haben.

Seit ende letzten jahres hat sich einges drastisch geändert (bei mir). ich hatte im oktober einen schweren autounfall, der mich gute 6 monate zuhause ans bett fesselte. In dieser zeit habe ich mich viel mit mir und meiner person beschäftigt und auch vieles verstanden, was ich in meinem leben falsch gemacht habe (reaktionen, charakterschwächen etc.)

als diese phase vorbei war und ich wieder einen job hatte und alles endlich überstanden schien, kam die gallenkolik. ich hatte noch nie zuvor solche schmerzen und wünsche es keinem menschen auf dieser welt.
als nach der operation einmal ein arzt zu mir ins zimmer kam, um sich nach meinem befinden zu erkundigen, setzte der sich kurz zu mir und sagte plötzlich "meine liebe, wissen sie, gallensteine sollen verhärtete aggressionen sein, die ihren weg aus dem geist nicht gefunden haben und sich deswegen im körper festgesetzt und verhärtet haben - denken sie darüber nach"
erst hab ich nicht verstanden, was er damit meinte, aber als ich eben zuhause an meinem platz am fenster saß und meditierte kam alles über mich herein.

auch ich hab jahrelang geschluckt, mich gesorgt, gelitten, aber ich habe niemals mit jemandem darüber gesprochen.
als ich dann mit mir selbst im reinen war, konnten sich all diese sorgen, das leid - kurz all die aggressionen (wovon sicherlich viele dabei waren) aus der vergangenheit von mir lösen.
dieser umstand lässt mich nicht daran zweifeln, das ich niemals an einer derartigen erkrankung leiden werde (ich geh trotzdem brav zu meinen vorsorgeuntersuchungen, keine sorge ;-)


ich hoffe, ich konnte euch meine meinung ein bisschen verständlich darstellen, es würde aber vermutlich den rahmen des forums sprengen, wenn ich alles erzählen würde. aber vielleicht schreib ich irgendwann mal ein buch ;-)


ach ja, und aloe ist das erste, was ich morgen sobald ich zeit dazu habe, googeln werde, danke für den tip Eliphas!
Antwort 3
Philosophus
Philosophus

Mondscheinbluete
Beiträge: 134
Registriert: 7/12/2005
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 1/11/2006 um 23:52  
ärm.. ja.. also meine erste antwort war an dich, madcat... sorry... :puzz: ich komm hier mit den namen nicht klar, weil der der gepostet hat, immer schwarz und verdeckt ist, wenn ich antworte... ne.. ist klar :D

ich werd mal so einiges überdenken von dem, was du geschrieben hast... aber einiges ist doch eindeutig:

wenn es deine mutter schwer mit deinem vater hatte, was sicherlich bei einem choleriker der fall ist, so wird sich sicherlich viel in sich hineingefressenhaben, damit die ehe überhaupt funktiniert. demnach sollte sie sich also auch darauf besinnen... . da du selbst auch erfahrungen damit gemacht hast, kannst du ihr vielleicht helfen, die überschüssige und angestaute energie der aggressionen herauszulassen oder umzuwndeln.

zu deinem vater: ja.. es ist bekannt, dass choleriker hodenkrebs bekommen... da kenne ich so einige fälle, bei diesen diese parallelität auftritt.

also in erster linie gilt es da wirklich das, was auch du schon selbst herausgefunden und erlbt hast: die ursache finden und diese beseitigen.... sprich an sich selbst, an seiner psyche und an der seele. allerdings ist es immer schwer, dass den eltern deutlich zu machen.

alles liebe, kraft, geduld und ausdauer auf diesem weg!


____________________
Weisheit ist nicht mittelbar.
Weisheit, welche ein Weiser mitzuteilen versucht, klingt immer wie Narrheit!

(Hermann Hesse- Siddhartha)

http://www.hagalazrainbow.de.vu
Profil anzeigen Homepage besuchen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 4
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 2/11/2006 um 08:09  

Zitat:
ärm.. ja.. also meine erste antwort war an dich, madcat... sorry... :puzz: ich komm hier mit den namen nicht klar, weil der der gepostet hat, immer schwarz und verdeckt ist, wenn ich antworte... ne.. ist klar :D


kein problem, das hab ich mir schon gedacht!!

Zitat:
allerdings ist es immer schwer, dass den eltern deutlich zu machen.


oh ja, wie recht du mit dieser aussage nur hast. zu meiner mutter komme ich da eher hin, ich hab ihr geraten, das sie vielleicht (beide) einen psychologen aufsuchen sollten.
aber wann und ob sie es überhaupt macht(en) kann ich natürlich nicht beeinflussen, nur mit rat und tat zur seite stehen.

danke für die lieben worte!
Antwort 5
Zelator
Zelator

peshtar
Beiträge: 79
Registriert: 3/2/2005
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 2/11/2006 um 22:38  

Zitat:
... da eine chemotherapie (wo ich eigentlich eh dagegen bin)...


Klar belastet eine Chemotherapie, schliesslich wird ja Zellgift (wozu auch das Viscotoxin der Mistel gehört) in den Körper gegeben. Trotzdem bin ich strikt dagegen, von Chemotherapien abzuraten, weil sie immer noch das Mittel mit den höchsten Heilungschancen gegen Krebs darstellen.

Vielleicht informierst Du Dich mal über Chemotherapeutika aus der Natur, das Taxol der Eibe ist z.B. sehr vielversprechend. Allerdings nutzt da kein Tee, alle Wirkstoffe können nur über die Blutbahn in den Tumor gelangen...


____________________
Ich bin der Tod, der alle gleich macht.
Profil anzeigen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 6
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 3/11/2006 um 08:29  
hm, danke pesthar, das mit dem Taxol der Eibe wusste ich bis dato nicht. Werd mich da aber mal schlau machen - weils mich interessiert - weil ich nicht denke, das sich meine ma auf intravenöse naturheilmittel einlässt.

Natürlich darf man die chemotherapie nicht verteufeln, das weiß ich schon.
Nur finde ich, das sie heutzutage dem Patienten viel zu schnell verschrieben wird. Wenn ich denke, meine mama bekam am Mittwoch vormittag die Diagnose und schon 4 (!) Stunden später kam ein junger Arzt und meinte "So, und morgen fangen wir mit der Chemo an". Meine Mutter hatte den Umstand und die Diagnose an sich noch nicht mal richtig realisiert, und als der Arzt mit Chemotherapie kam ist sie natürlich total zusammengeklappt, weil sies da erst realisiert hatte.

Außerdem hab ich Kenntniss über den hohen Gewinn (mehrere hunderttausen euro) die ein krankenhaus einnimmt, wenn es eine chemotherapie an den patienten bringt. klar verurteile ich das nicht, bin auch absolut kein schwarzseher, aber einfach vorsichtiger geworden. Und ich gehe im Gesundheitswesen sehr viel sparsamer mit meinem Vertrauen um als früher.
Antwort 7
Administrator
Magus

GeorgeTheMerlin
Beiträge: 596
Registriert: 26/10/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 4/11/2006 um 15:28  
Hallo Madcat

Bei Krebs reagieren Ärzte naturgemäß sehr schnell - das würde ich jetzt nicht negativ überbewerten. Ich hatte damals abends den Bescheid - und war am nächsten morgen in der Klinik (zum Glück wars heilbar). Sie sagten bei Krebs sind sie auch dann so schnell wenn kein Platz ist und sie das Bett in den Gang stellen müßten ...

In der Naturmedizin gibts so einiges - aber warum gehen deine Eltern nicht zum Naturarzt? Warum TUN SIE NIX SELBER???

Das ist für mich erstmal die wichtigste Vorraussetzung - der eigene Wille zum Überleben und das EIGENE Engagement. Sonst ist jede Hilfe sehr begrenzt - und man muß das halt akzeptieren.

Dann gibts da Dinge die dein Engagement überfordern würden - die Art wie deine Eltern leben. Da wäre bestimmt eine GUTE PARTNERTHERAPIE nicht verkehrt, und sei es nur um aufzuarbeiten - aber deine Eltern müssen natürlich WOLLEN.

_______________________________________________________

Von Magie und Natur gibts auch einige Antworten zu Krebs. Dieser scheint aber VIELE Ursachen zu haben - und von einem Allheilmittel zu reden wäre falsch. Naturmittel wirken oft LANGSAM - und im sehr akuten Fall ist ja schnelles Reagieren angesagt. Ein Naturarzt kann aber bestimmt NEBEN der normalen Therapie nützliches verordnen. Ich habe damals einiges Zusätzliches bekommen.

DArmkrebs hat nach heutigen Erkenntnissen viel mit falscher Ernährung zu tun - und könnte in vielen Fällen verhindert werden.

Auf der Ebene von Luise Hay - nicht gerade der Weisheit letzter Schluß - könnte man vermuten daß Darmkrebs etwas mit psychischer Verdauung zu tun hat - vieles im Leben nicht gut verdauen zu können - siehe auch cholerisch reagieren.

____________________________________________

Vom Pendeln her hat es früher mal von einem Freiherr v. Pohl eine Untersuchung gegeben über den Zusammenhang von Krebs und Wasseradern oder Verwerfungen oder geomantischen Störfeldern. Diese Untersuchungen wurden auch von anderen wiederholt und die Signifikanz bestätigt. Man würde das heute aber kaum noch als alleinige Ursache erklären oder gar ein Allheilmittel daraus machen.

Aber ein nützlicher Schritt kann es allemal sein. Störstellen saugen und Nachts Lebensenergie ab und stören die Zellfrequenz. Eine Entstörung sollte allemal vitalisierend wirken.

Hier könnt ihr lesen wie man ohne pendeln zu können - in Grenzen und wenn keine Verwerfungen da sind - sein Bett entstören kann:

http://www.baphomae.com/modules.php?name=eBoard&file=viewth read&tid=43

Wenn du magst, madcat, kannst du mir ja Fotos von dem Bett deiner Eltern - und auch von deiner Schlafstelle - zuschicken. Am Besten einmal bevor und nachdem du sie entstört hast - wenn du magst. *g ich tippe da mal auf nix Gutes.


grüssli merlYnn
Profil anzeigen Homepage besuchen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 8
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 4/11/2006 um 18:10  
Hallo George!

Vielen Dank das auch du dich an meinem Thema interessierst!
Du hast natürlich recht, in erster Linie müssen sich meine Eltern selbst um sich kümmern. Da ich mich selbst schon sehr lange mit Kräutern, Ritualen etc. beschäftige, bin ich nun gewillt meinen Eltern etwas aus meinen Gedanken näher zu bringen.

Ich hab im Endeffekt eh schon viel geleistet was das angeht, die beiden gehen besser miteinander um und achten mehr auf die Welt um Ihnen, statt sich immer nur mit den eigenen Problemen zu beschäftigen.
Leider kann ich die Vergangenheit nicht ändern, weshalb meine Eltern wohl jetzt mit den Konsequenzen kämpfen müssen. Aber ich will sie bei Ihrem Kampf in erster Linie unterstützen und ihnen beibringen endlich auf ihren eigenen Körper und ihre Gefühle zu hören.


Dein Angebot, unsere Schlafstellen zu "entschärfen" werde ich sehr gerne annehmen.
Meine eigene werde ich wohl nächstes Wochenende in Angriff nehmen, und ich werde dir auch gerne vorher/nachher bilder zukommen lassen. Mir scheint, du kennst dich gut aus in solchen Dingen.
Da ich voraussichtlich erst wieder zu Weihnachten in Salzburg bei meinen Eltern sein werde, wird das noch ein wenig dauern, aber ich bin dir trotzdem sehr dankbar für diesen wertvollen Tip (und den dazugehörigen Link natürlich) !

Also meine Lieben, ich schicke schöne Grüße an alle und wünsche jedem einzelnen ein erholsames und ruhiges Wochenende!
Antwort 9
Studius
Studius


Beiträge: 20
Registriert: 21/8/2005
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 5/11/2006 um 08:26  

Zitat:
zu deinem vater: ja.. es ist bekannt, dass choleriker hodenkrebs bekommen... da kenne ich so einige fälle, bei diesen diese parallelität auftritt.

Sorry, Mondschein, aber das ist ganz und gar nicht bekannt und mit nichten bewiesen! Die Welt der Erkrankung (und besonders die Welt der Tumorerkrankungen) ist extrem vielfältig und komplex. Und klar neigen wir alle dazu, für uns selbst einfache Erklärungsmodelle dazu zu erschaffen. Aber nirgends lässt sich bislang eine konkrete Kausalität feststellen, was psychische Faktoren angeht... Seid vorsichtig mit solchen Äusserungen. Sie verbreiten und Kreisen von weniger diffenenzierten Denkern die Auffassung, "man sei selber am Krebs schuld, wenn man seine Psyche nicht im Griff hat oder sonst angeknackst ist" (nicht dass jemand hier das jetzt behauptet hat. Ich illustriere nur meine Gedankengänge). Auch vergrössern solche Auffassungen den Leidensdruck für die Erkrankten, wenn sich in der Gesellschaft die ignorante Haltung, man sei "selber Schuld" durchsetzt. Krankheit hat auch andere Gesichter als "eine Strafe zu sein". Sie kann eine Erlösung, ein Lebensinhalt oder eine Chance sein, unter welchen Umständen auch immer.

Euer Ansatz, welchen Aufforderungscharakter die Krankheit an die beiden betroffenen Eltern stellt, finde ich viel, viel besser und konstruktiver! Zumal diese Erkenntnisse vor allem von den Erkrankten für sich selbst gefunden werden müssen (evtl mit Unterstützung durch Nahestehende), damit sie ihnen etwas nutzen und den weiteren Verlauf postitv beeinflussen können.

Aber vergesst niemals: Ältere Menschen (und dazu zählen auch wir bereits...) sind in ihrer Psyche nicht mehr so flexibel und tragen die Wunden und Macken eines Ganzen Lebens mit sich. Da reicht es einfach nicht, zu sagen "ändere dies oder das an Dir und alles wird besser" (ich sage damit nicht, dass jemand hier diese Auffassung vertritt!). Vielfach wird eine Änderung des Lebens oder psychischer Faktoren gar nicht mehr gut vertragen. Und wenn doch einiges geändert wird, dann sicher nicht mehr so durchgreifend oder erfolgreich wie es vielleicht in jüngeren Tagen geschehen wäre. Da muss man sich als Aussenstehender auch in Geduld und Verständnis üben, um eine echte unterstützung darstellen zu können.

Madcat, alles in allem finde ich es toll, wie feinfühlig Du Hilfestellung für Deine Eltern in dieser schwierigen Zeit zu sein versuchst und wünsche Dir viel Kraft und Energie dazu. Und ich wünsche Dir, dass Du trotz den traurigen und hilflosen Momenten, die Du vielleicht erlebst, nicht verzagst und viel Bereicherndes aus der Situation für Dich mitnehmen kannst.

Alles Liebe und Gute!


____________________
in vita veritas
Profil anzeigen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 10
Administrator
Magus

GeorgeTheMerlin
Beiträge: 596
Registriert: 26/10/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 5/11/2006 um 10:55  
High!

In der Welt der Erkrankungen ists mir echt fraglich, ob man wegen der Komplexität überhaupt von EINER Kausalität ausgehen kann. Ob es nicht vielmehr ein ineinanderwirkendes NETZ von Kausalitäten ist.

Dann aber wären Patentrezepte wie ICH HEILE ALLES!!!! schon prinzipiell nicht angebracht.

Angebracht wäre dann aber auf VIELEN EBENEN zu arbeiten. Weil jede Ebene EIN GWEISSES ETWAS auf dem gesamten Netz bewirkt.

Kräuter sind eine Ebene. Eine andere Ebene ist Psychosomatik. Ob es da KEINERLEI durch Studien belegte Zusammenhänge zum Krebs gibt möchte ich aber stark bezweifeln. Psychosomatik ist ja ein offizielles Forschungsgebiet. Da kann ich aber durchaus mal nachfragen an fachlicher Stelle.

Louise Hay - ich hoffe da ist so ein bischen meine Ironie durchgekommen, sonst führe ich das mal weiter aus.

Ihr Postulat scheint eine psychisch-somatische RESONANZ oder ENTSPRECHUNG auf der Grundlage des offensichtlich-Funktionellen zu sein. Also Halsbeschwerden=Kommunikationsbeschwerden, Magen =psychisch was nicht verdauen zu können usw. Viele schwören darauf und sagen es hätte geholfen. WAS ist davon zu halten?

Im TB betont man die VERNETZUNG von Psyche. Traumatas, Unbewußtes wirkt nicht eindimensional linear - sondern VERNETZT. Miteinander verbunden.

Dieses Wisssen kann man praktisch einsetzen. Z.B. wird man nicht anfangs die SCHWERSTEN Klöpse behandeln - sondern viele einfache alltägliche Unannehmlichkeiten. Hat man das eine Weile lang praktiziert - hat man soviel Schmerzenergie aus dem Netz genommen daß vormals schwerwiegende Dinge nun realtiv einfach aufgelöst werden können. So arbeiten wir zumindest in den Selbsthilfekursen beim Mentaltraining.

Von da aus würde ich Hay ein wenig ironisch sehen. Ob man mit solch OFFENSICHTLICHEM an Krebsursachen herankommt möchte ich bezweifeln. Aber JEDES bewußte Erleben und Erlösen vormalig verdrängtem Materials entfernt psychosomatische Schmerzenergie aus dem GESAMTEN NETZ - und in diesem Sinne wird Louise Hay IMMER etwas hilfreich sein wenn man IRGENDEIN verdrängtes Thema damit wirkungsvoll behandelt.

Interessant ist aber auch moiras SCHULDFRAGE. Für mich ist es eher eine LERNFRAGE. Also - wenn ich meine Psyche besser durchschaue LERNE ich dadurch besser mit den Dingen umzugehen. Es ist auch eine BEFREIUNGSFRAGE. Ich bin freier, viel mehr zu tun. *loool also so wie vor 20 Jahren möchte ich jetzt nicht mehr sein!

Auf die Idee einer Schuldfrage bin ich da noch gar nicht gekommen - interessant!

So eine Schuldfrage kann aber nur auftreten wenn man nicht effektiv arbeitet und Unbewußtes ERLÖST - sondern nur IM BREI HERUNRÜHRT und alles unerlöst und unaufgelöst läßt. Aus diesem Grunde ist fachliche Hilfe da angesagt - als Verwandter ist man hier überfordert, auch wenn man das eine oder andere von außen sieht.

Für einen Schattenarbeiter eh eine interesante Konstellation - er bekommt Krebs - sie will sich trennen - kaum ist der Entschluß der Trennung gefaßt bekommt sie auch Krebs ... hmmm. Aber wie gesagt - das gehört in fachliche Hände. Therapeutische Begleitung gibts durchaus auch für ältere Menschen. Sie wird nicht etwa verweigert weil ältere Menschen zu unflexibel dafür seien.

__________________________________________

Der EIGENE ENTSCHLUß ZU LEBEN ist natürlich wichtig. Auch das könnte ja in so einer Therapie aufgedröselt werden.

Im TB hatten wir das Thema bei Ursi - sie hatte Speiseröhrenkrebs. Klaro - da hat jeder so seine Weisheiten gesammelt und in die Hände gespuckt und jetzt wollen wir mal sehen.

Aber Alkoholprobleme - Kettenrauchen .... da mußten wir einfach irgendwann zurücktreten und sagen: oki - alles was wir machen können ist Sterbebegleitung. Das auch schon aus dem Gesichtspunkt heraus den moira genannt hat - ein Dagegenankämpfen hätte nix anderes bewirkt außer Schuldgefühle.

Ich hatte auchmal den Schlafplatz gependelt bei jemandem mit Darmkrebs. Eine Wasserader lief von oben nach unten durch. Eine Entstörung oder Platzverschiebung hatte sie dann abgelehnt - sie glaubt sowas prinzipiell nicht. Nun - wenn was nix kostet hätte sie ja sagen können: glaube ich zwar nicht - aber ich kanns mir ja mal anschauen. Einfach mal gucken was dann passiert. Aber sie hats von vornherein abgelehnt.

Das ist völlig ok. Den Willen muß man akzeptieren und sich dann völlig zurückziehen.


grüssli merlYnn













[Editiert am 5/11/2006 von GeorgeTheMerlin]
Profil anzeigen Homepage besuchen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 11
Studius
Studius


Beiträge: 20
Registriert: 21/8/2005
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 5/11/2006 um 18:15  
Sehr schöner post, Merlin!

Das ist der Ansatz, unter welchem ich persönlich lieber Krankheit diskutiere. Und keine Frage, es ist ein Netzwerk.

Was die Kausalität, Psyche und Krankheit angeht: Ich bezweifle durchaus nicht, dass ein Zusammenhang von Krankheit und psychosomatischen Einflüssen besteht! Aber einen psychischen Faktor oder Charakterzug als kausal für eine bestimmte Krankheit zu nennen, ist mir doch deutlich zu einfach und geht auf das menschliche Bedürfnis nach Erklärung des Unverständlichen zurück, nicht mehr. :(

Viel besser ist Dein Ansatz des Netzwerkes! :thumbup:

Und zuletzt: Schuld oder Erlösung, was ich damit sagen wollte ist nur, dass nicht jeder, der sich mit einer Krankheit, wie auch immer, auseinandersetzen muss, auch in der Lage ist, fruchtbar (oder wie wir es vielleicht als fruchtbar bezeichnen würden...) umzugehen. Und wenn diese Menschen noch mit Schuldgefühlen zu kämpfen haben, ist ihre Chance auf "Erlösung" erstens viel kleiner und zweitens ihr Weg viel schmerzlicher als es sein müsste. Das war alles, was ich sagen wollte.





[Editiert am 5/11/2006 von moira]


____________________
in vita veritas
Profil anzeigen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 12
Administrator
Magus

GeorgeTheMerlin
Beiträge: 596
Registriert: 26/10/2006
Status: Offline
Geschlecht: männlich
red_folder.gif erstellt am: 6/11/2006 um 00:53  
Hallo moira!

Habe mich heute mal zwischen Tür und Angel mit einer Psychologin über das Thema unterhalten - aber nur ein paar Sätze. Es hätte in der Psychologie mal einen Ansatz gegeben Krebs psychologisch zu erklären - man versuchte eine sogenannte Krebspersönlichkeit zu definieren.

Von diesem Ansatz sei man inzwischen abgekommen. Auch deshalb - das war sehr interessant :) - weil man damit bei den Patienten nur schwere Schuldgefühle erzeugt hätte.

Wie gesagt - nur ein paar Sätze zwischen Tür und Angel. Werd da mal jemanden nächste Wo anrufen um genaueres zu erfahren.

DIESER Ansatz war aber wieder der Versuch einer Alles oder Nichts Erklärung - ging auch nicht von vielen vernetzten Ursachen aus. Ebenso schien man keine praktische Erlösung oder Lösung erreicht zu haben - wenn die Leute da nur in Schuldgefühlen steckengeblieben sind.

____________________________________________________

Nun kommen wir vielleicht mit so einer Diskussion von Madcats Anliegen ab - was man praktisch tun könnte.

Mit dem Gedanken der Vernetzung von Ursachen ist es richtig auf vielen Ebenen unterstützend zu wirken - auch auf sehr kleinen Ebenen.

Bei Darmkrebs wäre das zum Beispiel eine Ernährungsberatung. Das ist schulmedizinisches Wissen - der Chefarzt des örtlichen Krankenhauses hatte in unserem Betrieb einen Vortrag gehalten daß bei richtiger Ernährung und Verhalten Darmkrebs in vielen Fällen vermeidlich wäre. Wäre zu fragen ob eine solche Beratung auch die Krankenkassen unterstützen da dieser Zusammenhang ja anerkannt zu sein scheint.

Eine zweite Ebene wäre Naturmedizin. Klaro kann man hier Mistel sammeln und als Verwandter ist es gut hier was zu tun wenn man sich damit auskennt - aber ein guter Natrurheilarzt weiß bestimmt sehr gute Präparate und kann auch Verhaltenstips geben. Da gibts ja Homöopathie, Kraüter, anthroposophische Medizin .....

Eine andere Ebene sind Geomantische Störfelder. In der Literatur lese ich oft daß in Radiästhesisten in keinem Fall einen Krebskranken gefunden hätten, der auf einer ungestörten Stelle geschlafen hätte. Meist handelt es sich um Wasseradern - Verwerfungen - Gitternetzkreuzungen. Eine Entstörung wirkt auf jeden Fall vitalisierend.

Ich habe bisher nur bei zwei Krebskranken die Wohnungen gemessen - einmal wars ne Wasserader die längs durch das Bett lief - bei Ursi wars das schlimmste was ich je in einem Haus gemessen habe - überall Verwerfungen und es gab nur am Ofen einige ungestörte Quadratdezimeter ... huh!

Wieder eine andere Ebene ist die psychologische. Eine gestörte Beziehung bedeutet auf jeden Fall Streß, der sich auch auf körperlicher Ebene auswirkt - ebenso ein cholerisches Verhalten als gestaute unterdrückte Wut. Eine gute fachliche Therapie könnte hier auch auf körperlicher Ebene entstressend, vitalisierend wirken.

Es gibt also mehrere Ebenen, auf denen man neben der ärztlichen Grund-Versorgung unterstützend wirken kann. Frage ist nur, ob der Betreffende das auch will - aktiv mitwirken will - Hilfe annehmen will usw. Versuchen zu missionieren sollte man da jedenfalls nicht - das geht nach hinten los.

Aber Möglichkeiten und Ebenen der Unterstützung gibts genug meine ich. Auch wenn man hier nicht mit dem Anspruch einer Heilung herangehen kann - da kann man realistisch gesehen nur die Wahrscheinlichkeit minimal verbessern - aber auf jedenfall hat man da viel für die LEBENSQUALITÄT getan. Und DAS lohnt sich.

So war es bei Ursi. Man gab ihr im der Klinik noch etwa zwei Monate. Sie hat noch 6 Monate gelebt - noch einen Urlaub gemacht im Ausland - und diese Zeit sehr intensiv erleben dürfen. Wir haben dabei auf der Ebene von Lebensqualität geholfen.



grüssli merlYnn





[Editiert am 6/11/2006 von GeorgeTheMerlin]
Profil anzeigen Homepage besuchen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 13
Studius
Studius


Beiträge: 20
Registriert: 21/8/2005
Status: Offline
Geschlecht: weiblich
red_folder.gif erstellt am: 6/11/2006 um 12:10  
MerLynn, nochmals sehr guter post! Ich freue mich immer, wenn ich ertwas tiefgründiges lesen kann! :)

Ich weiss, wir weichen langsam aber sicher vom Ursprungssinn dieser Box ab. Aber das Thema bleibt für mich sehr interessant und wichtig, weshlab ich hoffe, madcat wid uns verzeihen, dass wir zeitweise etwas ausschweifen.

Das mit der Psychologie wusste ich nicht, Ich meine, dass man versucht hat, eine "Krebspersönlichkeit" zu definieren. Aber eigentlich wundert es mich auch nicht sonderlich. Und noch weniger wundert mich der Grund, weshlab abgebrochen wurde... :(

Ich finde Deine Erklärungen, auf vielen Ebenen zu unterstützen sehr schön. Auch die Quintessenz davon, dass es primär darum gehen soll, Lebensqualität und -Intensität zu schaffen!!! :thumbup: Ich meine, nur schon den Anspruch, jemanden sein Leben und sein Sterben erklären zu wollen, genauso wie den Anspruch zu haben "alles heilen zu können/wollen" gründen doch nur in der menschlichen Eitelkeit, Drang nach Kontrolle und Ausleben des eigenen Egos. Das hat aber eigentlich wenig mit dem Betroffenen zu tun...

Meine Erfahrung zeigt auch, dass z.B. eine Krebsdiagnose bei den Betroffenen gänzlich andere Gefühle auslöst und Bedürfnisse weckt, als bei den nächsten Angehörigen. Die Angehörigen (madcat, bitte fühle Dich hiervon nicht angesprochen! Ich rede von einer breiteren Masse!) haben eher das Bedürfnis, dass sich ab Dato der Diagnose alles ums Sterben, Sterbebegleitung, Tod und Erklärungen dreht. Die Betroffenen zum Teil gar nicht. Sie sind eher bemüht, wie Du, MerLynn sehr schön beschrieben hast, ihr Leben intensiver und meist auch viel reicher als zuvor zu leben.

Und das schöne, was ich immer wieder erlebe: Die Betroffenen finden für sich selbst sehr oft auch zu dieser intensiveren Lebensqualität! Natürlich wird alles durch die Diagnose und den möglichen, nahen Tod überschattet, aber lange nicht so, wie wir uns das landläufig immer vorstellen... Die Angehörigen sind es, die sehr viel mehr damit hadern.

Ich persönlich wäre wohl, auch durch meine Vorstellung vom Leben nach dem Tod nicht so sehr durch eine infauste Diagnose erschüttert. Aber ich muss zugeben, dass das Sterben meiner Liebsten mich völlig in Verzweiflung und Trauer stürzen würde. Ich denke, das ist der Teil des menschlichen Daseins, den wir niemals erklären, nur leben können...


____________________
in vita veritas
Profil anzeigen Nach allen Beiträgen dieses Users suchen Antwort 14
Gast

Gast
red_folder.gif erstellt am: 6/11/2006 um 21:06  

Zitat:
Und das schöne, was ich immer wieder erlebe: Die Betroffenen finden für sich selbst sehr oft auch zu dieser intensiveren Lebensqualität!


das kann ich nur voll und ganz bestätigen! Wie bereits erwähnt, war die Beziehung meiner Eltern vor all dem schon ziemlich den Bach hinunter, mein Papa war schon auf Wohnungssuche etc. , der Auszug war für diesen Monat geplant.

Durch die Diagnose meiner Mom haben - so schlimm es im endeffekt klingen mag - die beiden wieder zueinander gefunden. Meine Ma hat mir erzählt, das sie erst jetzt, da sie selbst in der situation ist, die viele schlechte Laune etc. meines Vaters verstehen kann.
Und auch er ist weit weniger aggresiv im Umgang mit seiner Umwelt - kurzum, beide haben jetzt endlich angefangen die zeichen ihres körpers zu verstehen. Mein papa hat jahrelang nicht darauf geachtet, und ist immer weiter erkrankt.
Vielleicht ist dies der weg für beide, um zufrieden zu werden.
ich hoffe, ich hab mich jetzt nicht falsch sondern wenigstens ein bißchen verständlich ausgedrückt!


Seid bitte im Übrigen nicht besorgt, wenn wir vom Thema abkommen, ich bin froh, wenigstens zeigt sich, das sich doch viele Menschen mit meinem Problem beschäftigen und darüber nachdenken.
Das Wissen über diesen Umstand ist ein Aspekt, der mir sehr viel Kraft gibt, es ist also absolut kein Problem, wenn man sich vom Urthema ein wenig entfernt.


Noch ein kleines, aber wie ich finde sehr aussagekräftiges Detail:
Meine Mama hat mir erzählt, sie hat in der Nacht bevor sie die Diagnose bekam, einen sehr eigenartigen und intensiven Traum gehabt. Sie träumte davon, bei uns zuhause im Wohnzimmer mit meinem Papa auf der Couch zu sitzen. Sie hat geweint und lag an seiner Schulter, und er sagte zu ihr: "ich lass dich nicht vor mir gehen" Es war so intensiv, wie sie sagte, das sie mitten in der Nacht hochgeschreckt ist und aufwachte.
Der Traum hat sich am übernächsten Tag bewahrheitet.


ich möchte euch nochmals meinen dank aussprechen, für die zahlreiche beteiligung an diesem meinungsaustausch!

grüße aus österreich
Antwort 15
« vorheriges  nächstes »        print
Nach oben


mxBoard, © 2006 by pragmaMx.org, based on aBoard, XMB and XForum

0,042 Sekunden - 43 queries
 
 
Wir weisen darauf hin, das wir keine Verantwortung für gelinkte Seite übernehmen, egal ob sie von uns eingestellt wurden oder von Useren. Bei Verstoß gegen Copyright-Rechte bitte melden sie es sofort dem Administrator: admin@magie-com.de Es wird sofort behoben werden.
Alle Logos und Warenzeichen auf dieser Seite sind Eigentum der jeweiligen Besitzer und Lizenzhalter. Im übrigen gilt Haftungsausschluss. Weitere Details finden Sie im Impressum.
Die Artikel sind geistiges Eigentum des/der jeweiligen Autoren, alles andere © Okt. 2002 - 2007 by Magie-Com; © Jan. 2007 by Templum Baphomae

Seitenerstellung in 0.0222 Sekunden, mit 7 Datenbank-Abfragen