Thema: Was ist für euch Liebe?

Forum: Umfragen

Autor: Jiin


Jiin - 19/1/2009 um 19:08

Viele von euch kennen sicherlich einige Standpunkte zu diesem Thema...
Viele Naturwissenschaftler sind der einstimmigen Überzeugung, dass Liebe im Gehirn seinen Ausgangspunkt findet. Ein biochemischer Cocktail aus verschiedenen Hormonen sei dafür verantwortlich. Unter anderem verschiedene Endorphine und die Neurotransmitter: Serotonin, Dopamin, Noradrenalin

Neurotransmitter sind chemische Botenstoffe, die in den Nervenzellen einen entsprechenden Puls und eine Reaktion auf bestimmte Körperperipherien oder im Gehirn selbst mit anderen gekoppelten Nervenzellen bzw. Synapsen auslösen.

Menschen mit romantischerem Weltbild reicht das nicht...
Manche assozieren mit Liebe auch Magie und sogar womöglich die Quelle der Existenz und damit die Liebe als einzige Konstante im Universum nebst dem Tod. Wenn die Realität nicht das ist, was sie zu sein scheint, dann liegt der Gedanke nahe, dass für die weltlich orientierte Wissenschaft das Selbe gilt.


Wie seht ihr das?
Ist Liebe...

...mit Naturwissenschaft erklärbar? (Chemie/Biologie)

...durch eine Symbiose von Naturwissenschaft und Magie, bzw. mystischem Denken und Emotionen zu erklären?

...ausschließlich mit mystischem Denken und Emotionen bzw. Magie zu erklären?

... der Inbegriff des Seins? (universale Konstante)

...irgendwie anders erklärbar? (Post oder Kommentar)


[Editiert am 19/1/2009 um 19:21 von Jiin]

Silva - 20/1/2009 um 21:45

liebe ist das gefunden zu haben, was man gesucht hat.
in sich selbst und sich in einem anderen

GeorgeTheMerlin - 21/1/2009 um 01:48

Hmm - kann ein biochemischer Cocktail aus Hormonen einen anderen biochemischen Coktail aus Hormonen lieben.

Und wenn man das schon nicht demonstrieren kann - wie kann Liebe dann ein biochemischer Cocktail aus Hormonen sein? Oder DORT irgendeinen Augangspunkt haben?

Können zwei Gehirne sich lieben? Und wenn nicht - wie kann dann das Gehirn AUGANGSPUNKT für Liebe sein?


Also wenn man mir demonstrieren kann, das man zwei Gehirne auf den Tisch legt und da irgendwo ein Ausgangspunkt für Liebe entsteht - würde ich das ja glauben.

Wenn aber das Gehirn selber LEBEN zum Ausgangspunkt haben muss, um zu funktionieren - dann KANN doch logischerweise der Ausgangspunkt nicht im Gehirn sein - sondern IM LEBEN.

Das ist für mich keine Frage von Romantik - sondern von Logik - bzw. wissenschaftlicher UNLOGIK und Ignorieren der eigenen DEFINITIONEN von sich selber als Wissenschaft.

Also: die Verdrängung von Logik in einer Wissenschaft, die die Tatsache ignoriert, dass sie nicht WEISS, was LEBEN selber ist - weil sie Leben nur MANIPULIEREN kann, aber nicht ERSCHAFFEN.

Und was wir nicht erschaffen können, verstehen wir nicht.

Und so klammert die Wissenschaft die Fragen, die sie nicht beantworten kann, aus der Definition ihrer Disziplin aus - vergisst in der weiteren Folge diese Ausklammerung aus der Definition ihrer selbst - tut fälschlicher weise so als könne sie Aussagen jenseits ihrer Ausklammerung machen - und setzt den Anfangspunkt dahin, wo er nicht ist.

Das sind logische Fehler im rationalen Denken.

Ich kann keine BEGLEITUMSTÄNDE, auch wenn sie noch so kausal verbunden sind - zum AUSGANGSPUNKT erklären.

Natürlich kann man Liebe auch mit DROGEN erzeugen, wenn man die biochemischen kausalen Zusammenhänge erkennt.

Aber jeder, der schonmal folgendes erlebt hat:

Aber du hast mir doch einen so glühenen Liebesbrief geschrieben - warum ist jetzt keine Liebe mehr da? Was ist denn mit der ursprünglichen Liebe passiert?

Antwort: ach was - als ich den Brief geschrieben haben, da stand ich doch unter EKSTACY!

Dies ist in der Tat so ein SCHWANK AUS MEINEM LEBEN *loool - und ist doch schon ein wissenschaftlich experimentelles GEGENARGUMENT für die These, dass Liebe ihren Ausgangspunkt im Gehirn hat.

Wo sie den Ausgangspunkt DORT hatte, im chemischen Cocktail - war sie später KEINE Liebe!

Und das mit dem AUSGANGSPUNKT der Liebe im chemischen Cocktail funktioniert meiner Erfahrung nach nicht. Da entsteht keine Liebe.

Ich kann keine BEGLEITUMSTÄNDE zu AUSGANGSPUNKTEN machen. An diesem Punkt wird Wissenschaft IRRATIONAL - psychologisch verdrängt sie etwas, nämlich die Definition WAS sie ist und was nicht.

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Persönlich würde ich dem, was Silva sagt, zustimmen - das ist dann der ruhige, stille Pol der Liebe. Man hat gefunden, was man gesucht hat.

Der dynamische Pol ist, dass Liebe einem die Möglichkeit ÖFFNET, sich mit einem anderen (im DU) immer wieder neu zu suchen und zu finden. Sich öffnen, in die Weite gehen ...

grüssli merlYnn


[Editiert am 21/1/2009 um 01:51 von GeorgeTheMerlin]

Jiin - 21/1/2009 um 16:18

Also kurz gesagt:
Du denkst, dass Liebe zudem noch situationsabhängig und von den Umständen im Leben abhängig ist und nicht ohne Weiteres als systematisches Konstrukt unseres Kopfes abgetan werden kann.

Konkreter siehst du die Dinge, die sich in unserem Kopf abspielen als Begleitumstände.

Und aus diesen Begleitumständen lässt sich nicht so ohne Weiteres die Ursache jener Emotionen herleiten.
Du denkst also ferner nicht, dass dieser Ausgangspunkt, wie oben erwähnt, irgendwie rational zu erklären oder erfassen ist?
Und wenn doch, dann psychologisch und Psychologie ist dann auch ein wissenschaftliches Teilgebiet, oder nicht?
Welche Definition verdrängt in diesem Sinne die Wissenschaft?
Die Definition von Liebe? Wenn ja: Gibt es denn eine einheitliche Definition dafür?
Jeder beschreibt das doch irgendwie sehr subtil und individuell.

Grüße Jiin


[Editiert am 21/1/2009 um 16:21 von Jiin]

Anu-Sol   - 21/1/2009 um 20:56

Kann man Liebe überhaupt in Worte fassen?
Ist nicht Liebe für jeden von uns anderes, Liebe hat für mich eine andere
bedeutung als für dich,oder dich.
Liebe kann man nicht anfassen, nicht greifen und begreifen.
Liebe ist einzigartig, für uns alle.
Liebe ist ein eigens Universum.

Darkneesdream - 23/1/2009 um 12:50

liebe ist für mich

wenn zwei seelen miteinander verschmelzen und aus dieser verschmelzung
neu entstehen...

*lach* auf jeden fall ist dies ein gefühl und kein wissenschaftlicher vorgang

und hat auch nix (oder nich viel) zu tun mit blosser verliebtheit.....

Damona - 23/1/2009 um 18:02

Ein Chemiescher, wenn man das so sagen kann,
aber wissenschaftlicher? :puzz:

rockit - 20/2/2009 um 01:18

Liebe ist für mich...

...wenn man vorbehaltlos auch die Schwächen des Partners mag...
...wenn man freiwillig und nicht aus Abhängigkeit (fast) alles für diese Person tun und geben würde, ohne irgendwann aufzurechnen...
...wenn das Leben ohne ihn zwar nicht zu Ende wäre, aber nicht vorstellbar...
...wenn ich das Gefühl habe "zuhause" zu sein, egal wo ich mit ihm bin...
...wenn ich ein Vertrauen habe, daß kein anderer Mensch von mir hat...

und die Liebe kann man nur "leben", wenn man sich selbst genug liebt!

Xenja - 18/8/2009 um 06:47

Liebe ist, was sie ist: Unbeschreibar schön und doch so schmerzhaft, dass es unerträglich ist.

Psychopompus   - 18/8/2009 um 11:41

Ein biochemischer Hormoncocktail, der einen dazu befähigt, sich auf das andere Geschlecht einzulassen, zwecks Fortpflanzung. Also nichts göttliches und eher das, was Biologen, Mediziner und so unter Liebe verstehen. Liebe sind Hormone, mehr nicht.

Psychopompus   - 18/8/2009 um 11:44


Zitat:
auf jeden fall ist dies ein gefühl und kein wissenschaftlicher vorgang

Du wirst dich wundern, welche Homne man im Blut findet, wenn man total verknallt ist. Liebe ist nichts unerklärliches, Liebe ist nichts göttliches.

Die Liebe eine Mutter zu ihren Kindern ist auch nichts göttliches, sondern von de Natur so gewollt zum Schutze und zur Entwicklung der Neugeborenen. Auch hier findest du versch. Hormone im Blut :-P

Seht es endllich ein, Liebe ich ein biochemischer Prozess und nichts göttliches.

Abu-Fihamat - 18/8/2009 um 14:07

Gedanke, Gefühl und Zustand

Cryz-Tyan - 18/8/2009 um 20:35

Wenn es das Wort Liebe nicht gäbe, wüssten viele nicht, dass sie existiert...hat mal irgendein Schlauberger geschrieben...

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