Thema: Euer Leben mit Magie

Forum: Umfragen

Autor: Penthesileia


Penthesileia - 11/9/2007 um 17:47

Hey Leute!
Was ich mich schon länger Frage:
Wie lebt ihr in eurer Umgebung mit der Magie?
Gibt es junge Hexen/Magier etc. die zum Beispiel nicht mit ihren Eltern über ihre magische "Arbeit" reden können, weil diese es für "Humbuk" halten?
Gibt es hier Leute, die in einer ganzen "Magierfamilie" ausgewachsen sind? Gibt es welche unter euch, die nur mit einigen bestimmten Menschen über Magie sprechen, und ihr Leben als Magier vor anderen geheimhalten?
Gibt es welche unter euch, dessen Eltern/Bekannte/Freunde alles wissen und bedingungslos akzeptieren?
Wie gehen die Menschen mit denen von euch um, die aus ihrer magischen Arbeit keine Geheimnisse machen?
Wie lebt ihr eure "magische Seite" aus ?

freue mich schon sehr auf eure Antworten,
liebe Grüße
eure Leia

Munia - 12/9/2007 um 08:43

Also ich mache um ehrlich zu sein nicht wirklich ein Geheimnis um die Tatsache das ich andere Interessen habe als manch andere hier im Umkreis.
Meine Eltern halten es für den absoluten Humbuk und akzeptieren es auch mit Sicherheit nicht. Da wir in unmittelbarer Nähe wohnen und meine Mutter einen Schlüssel zu meinem Haus hat, verschwinden schon mal hier und da ein paar Kleinigkeiten. :mad:
Als sie damals das erste mal meine Athame gesehen hat, wollte sie in meiner Abwesenheit die Polizei rufen weil sie gedacht hat ich bin ein Satanist und werde gefangen gehalten oder so^^
Mhm...meine Freunde(die wenigen die ich im Moment habe) wissen wie es um mich steht ;) .
Der restliche Umkreis kann es nicht wissen, weil ich nicht mit Hexenbesen und Umhang (so was besitze ich auch gar nicht)durch die Welt ziehe... Aber ich glaube im großen und ganzen lebe ich in einer sehr spießigen Gegend. Ich denke nicht das es hier gerne gesehen werden würde. Standartspruch von meiner Family:"Was sagen denn da nur die Leute"^^ ^
Richtig unterhalten bzw. austauschen kann ich mich mit niemendem in der Gegend. Deshalb bin ich hier und habe nach langer unbewußter Suche endlich gefunden...

lg
Munia

Helga Fatima - 12/9/2007 um 14:01

ja leider ist es so.auch ich erlebe das ständig.viele haben
auch gesagt das ich nicht mehr normal bin und haben
sich zurück gezogen,aber das macht mir nichts
mehr aus.ich lebe meine magie mit freude


Helga Fatima :)

Calm Lands   - 14/9/2007 um 13:37

Ganz erlich?Naja es ist so,meine Mutter WEIß (!!) über Magie bescheid,zwar nicht so sehr wie ich es tue aber sie tut es.Meine GANZE Familie bestand aus Medien,doch die meisten sind leider schon gestorben.Ich glaube auch nicht das ich mit ihnen Kontackt haben könnte - den mein Spanisch ist nicht so gut xD.Meine Mutter REIßT mich regelrecht von der Magie fern,doch je stärker sie es versucht umso stärker bleibe ich bei der Magie.Und selbst wenn sie es aktzeptieren würde,würde ich nicht aufhören.Magie ist so was wundervolles,und mein Glaube ist schon seit meiner Kindheit da.Joa soviel zu mir ^^

Okami - 14/9/2007 um 15:54

hmmm bei mir is das so.. ich hab meinen eltern nie etwas über magie erzählt oder über andere dinge die mich interessieren etc , die halten das alles eh für unsinn...
blöd is nur wenn man in einem haus mit seinen eltern wohnt =P
hab nie ruhe zum meditieren etc weil immer jemand ins zimmer platzt oder mich ruft.. recht nervig das ganze..^^

Helga Fatima - 14/9/2007 um 18:28

na ja ich hab da glück,mein mann meditiert mit mir.
leider denkt meine verwandtschaft auch
so negativ über magie,aber das ist mir egal.
wer sagt das die verstorbenen nicht auch
deutsch sprechen.also ich hab es schon erlebt.



Helga Fatima :)

Okami - 14/9/2007 um 21:52

naja ich glaub nich das meine eltern mir das verbieten würden.. es interessiert sie einfach nich so sonderlich und wenn ich ihnen nichts darüber erzähle gibts auch keine nervigen fragen^^

Eliphas Leary - 15/9/2007 um 02:40

Die Meinung anderer Menschen über mein Leben war mir schon immer reichlich egal. Warum sollte ich mich an Menschen anpassen, die mich nicht so akzeptieren können, wie ich nun mal bin? Ein Dickschädel eben...

Das Leben mit Magie hat mich irgendwie ein wenig offener gemacht für die "Kleinigkeiten" im Leben, die Sachen, die gerne in der Hektik des Alltags übersehen werden und doch eigentlch so wichtig sind. Viele Menschen die ich kennenlerne reden von sich aus irgendwann über ihre religiösen Vorstellungen und freuen sich, daß da mal endlich jemand zuhört und ihre Ansichten nicht gleich als Spinnerei abtut.
Manchmal ist es aber auch schon eigenartig geworden, z.B. als sich ein Freund von mir vor zehn Jahren das Leben nahm und sein Bruder mit einem Freund einen Tag später bei mir vorbeikam. Wir trauerten gemeinsam, irgendwann muss ich etwas gesagt haben, daß für die beiden so klang als hätte der Verstorbene es gesagt. Die beiden konnten das nicht vergessen, aber ich hab's irgendwie nicht mitbekommen und auch sofort wieder vergessen. Es ist irgendwie immer unangenehm gewesen, wenn mich einer von beiden daran versuchte zu erinnern oder auch nur darauf ansprach.

Nun ja, es hat halt so seine Vorteile und auch seine Nachteile, es hält sich so ziemlich die Waage. Magie betrachte ich als Weg, um sich selbst zu verbessern, aber nicht um besser als Andere zu werden. Jetzt fällt mir irgendwie Schillers "Ode an die Freude" ein, eine magische und heidnische Hymne...

Licht, Leben & Liebe Euch allen!
Eliphas Leary

Idan - 15/9/2007 um 07:32

Wie lebt ihr in eurer Umgebung mit der Magie?

- Im Berufsleben halte ich mich sehr zurück, was aber daran liegt, dass ich allgemein berufliches und privates trenne. Meine Kollegen geht es nichts an, wie ich lebe oder wen ich liebe, etc.

Gibt es junge Hexen/Magier etc. die zum Beispiel nicht mit ihren Eltern über ihre magische "Arbeit" reden können, weil diese es für "Humbuk" halten?
Gibt es hier Leute, die in einer ganzen "Magierfamilie" ausgewachsen sind? Gibt es welche unter euch, die nur mit einigen bestimmten Menschen über Magie sprechen, und ihr Leben als Magier vor anderen geheimhalten?


- Ich komme aus einer Familie, in der sowohl Christentum als auch Magie in verschiedensten Formen existieren. So ist die Familie meine Großmutter väterlicherseits sehr katholisch (der Onkel meiner Großmutter war z.B. Pastor). Mütterlicherseits kommt mein Großvater aus einer erzprotestantischen Familie, die seit den ersten Tagen der Reformation überzeugte Protestanten waren. Meine Mutter kann eine 400 Jahre alte Linie reiner Protestanten vorweisen, was uns selber erstaunt hat, als sie mit der Ahnenforschung erste Ergebnisse vorzeigte ^^
Gleichzeitig spielte Magie aber auch eine Rolle. Meine Urgroßmutter väterlicherseits konnte Warzen "weghexen", meine Urgroßmutter mütterlicherseits ware Rutengängerin, ihre Schwester las aus dem Kaffeesatz und sprach mit Naturgeistern (Trollen).
In meiner jetzigen Familie spielen beide Wege eine Rolle. Meine Mutter geht eher den christlichen Weg, legt aber z.B. Engelstarot und hat mir mir 14 auch meine ersten Tarotkarten gekauft. Meine Tante ist Schamanin, Feng Shui-Beraterin und Tai Chi-Lehrerin. Meine Schwester wiederum arbeitet ehrenamtlich bei der Kirche mit und unterstützt als Pädagogin die Gestaltung der Kindergottesdienste.
In unserer Familie diskutieren wir nicht viel über Religion. Jeder geht seinen Weg und es wird auch von jedem akzeptiert. Ich habe von vielen Sachen was mitbekommen, bin sowohl getauft und konfirmiert als auch initiiert in Reiki. Religiösität und Magie haben viele Gesichter, viele Wege und in meiner Familie hat man gelernt, die Vielzahl zu akzeptieren.
Von religiöser Intoleranz oder Kämpfen zwischen HEidentum und Christentum merkt man in meiner Familie nichts.

Gibt es welche unter euch, dessen Eltern/Bekannte/Freunde alles wissen und bedingungslos akzeptieren?
- ALLES weiß kaum ein Mensch ;) Aber mein Hexenbuch kursiert auch innerhalb der Familie ^^

Wie gehen die Menschen mit denen von euch um, die aus ihrer magischen Arbeit keine Geheimnisse machen?
Wie lebt ihr eure "magische Seite" aus ?

- was gibt es da auszuleben? Magie ist ein Teil von mir und ich lebe eben mein Leben.

Penthesileia - 15/9/2007 um 11:20

Hey!
Erstmal ein großes Dankeschön für all eure Antworten!
Bei mir selbst sieht es kniffliger aus mit der Magie. Ich ahbe leider nicht das Glück und kann mich "magisch ausleben" Meine Eltern sind nicht angetan von der religiösen Richtung, die ich einschlage. Obwohl meine Mutter Magie als Humbuk ansieht, hat sie mir erklärt dass sie nicht möchte das ich zB Rituale, Gläserrücken, Kartenlegen etc. machen soll, weil es gefährlich ist... was mir dann zeigt dass sie einfach nur Angst vor dem Unbekannten hat. Meine gesamte Familie ist seit jeher katholisch und nur mein Vater hat sich vor kurzem von der katholischen Kirche und Religion abgewandt. (kurze zwischeninfo: meine Eltern leben seit langem geschieden) Daher war das natürlich gar nicht nett für meine Mutter, als ich bei Gottesdiensten aufgehört hatte mitzusprechen und immer seltener mitgegangen bin...
Da ich noch Zuhause wohne, verhält es sich bei mir ebenso kompliziert wie bei okami; man ist kaum alleine und kann nicht wirklich richtig meditieren usw.
In meinem Leben gibt es jedoch - gott sei dank - auch zwei "magische Rettungsstrohhalme" Zum ersten ist meine Großmutter väterlicherseits eine Hexe, wenn man es so nennen will; sie legt Karten ist im Besitz einer faszinierenden Glaskugel und wird des öfteren von Visionen "heimgesucht"
Zum zweiten habe ich drei sehr gute Freundinnen! Als ich irgendwann mit jemanden darüber reden wollte dass mich Magie interessiert, habe ich ihnen von meiner Oma erzählt. Merkwürdigerweise haben sie sich weder von mir abgewandt, noch mich für bescheuert gehalten sondern haben aufmerksam zugehört, mein Interesse dafür akzeptiert und begonnen sich selbst ebenfalls damit zu beschäftigen. Seitdem entdecken und lernen wir die Magie so gut wir können und gehen gemeinsam den "alten Pfad" entlang ;)

Ich freue mich auf viele verschiedene weitere Antworten von euch!
liebe Grüße
Leia

Mondwoelfin - 30/12/2007 um 16:32

Ich mache zwar kein Geheimnis aus der Tatsache womit ich mich befasse, aber ich binde es auch nicht jedem auf die Nase. Sprich, wenn mich ein Mensch nicht sonderlich anspricht, werde ich ihm kaum private Dinge von mir erzählen, warum also sollte ich ihm dann meine Interessen, meinen Lebensweg und mein Innerstes auf die Nase binden?

Familie habe ich ja kaum, mein Vater weiß ohnehin nicht viel von mir, und meine Mutter ist mindestens ebenso durchgeknallt wie ich. Wir kamen dann vor einiger Zeit drauf, daß wir uns unabhängig voneinander für Steine interessieren, meditieren und schon einige schräge Erlebnisse hatten. Die folgenden Gespräche waren recht aufschlussreich. Mein Mann befasst sich ohnehin mit der Materie und meine Tochter hat sich schon mit Drachen unterhalten, bevor ich noch richtig wußte in welche Richtung mein Weg eigentlich geht.

Alles in Allem fällt mir auf, daß vor allem "Kinder" bzw Jugendliche, also Menschen die noch unter der Obsorge ihrer Eltern stehen das Problem haben, daß sie sich nicht outen können, obwohl sie es vielleicht wollen, einfach um die Menschen die sie lieben, an dem Wundervollen daß sie erleben, Teil haben lassen zu können.

LG
Mondwölfin

Hitzi - 1/1/2008 um 19:58

Ich bin mit sicherheit nicht der verschwiegendste, das ließe sich mit meinem Party Verhalten auch nicht vereinbaren. Aber ich versuche immer die Leute dort abzuholen wo sie sind. Dann redet man halt ein wenig über autogenes Training, Astrologie(an die man selbst natürlich nicht 100% glaubt), bisschen Elementgeschwafel, Übersinnliches aus der Kampfkunst,... die meisten sind da durchaus bereit, man muß halt mit etwas Gefühl an die Sache rangehn. Wenn ich mekre, daß da wer ein Wand aufzieht bevor ich den ersten Satz anfange dann scheint ab jetzt nur noch hoffentlich morgen die Sonne *g*.
Meine Freunde, dadurch daß ich mit sehr vielen "Alternativen" rumhänge, sind extrem offen, fast alle.
Sogar Doyle Brunson schreibt in seinem Super System, daß es an "Magie" glaubt... bei dem Texas Holdem Boom Momentan ein spitzen Argument.
Warum sollte ich mit jemandem, der sich nicht aktiv beschäftigt über meine magische Arbeit sprechen, da will ich ja helfenden austausch... das wird er kaum bieten können.
Ansonsten ist die Welt ein toller Experimentierkasten, ein bisschen die Leute beobachten, wie sie reagieren. Ich habe mir unlängst vorgestellt, daß mich unterm Tisch ein wundervolles Mädl verwöhnt, meinen Gesichtsausdruck und Körpersprache so gut ich es eben kann, aber ich glaube schon gut, gleichgelassen... der Typ neben mir ist voll nervös geworden, hat mit dem einen Fuß schon exzessiv gewippt. - Aufschlußreich.

Hephaestos - 3/1/2008 um 09:07

pokermagie? lustig!

der tegtmeier (V.D.)hat auch mal ein glücksspielbuch geschrieben, glaub ich....

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