Thema: Rotbuche

Forum: Hexentum & Kräuterkunde

Autor: Hanshuran


Hanshuran - 18/1/2008 um 10:56

Rot Buche

Fagus sylvatica
GB Beech
F Hetre
NL Beuk
S Bok
SF Pyökki

Vorkommen
Nördliche Erdhalbkugel

Habitat
Bestandsbildend in Wäldern, im subalpinen Gebüsch, auf Weiden, in kühlhumider Klimalage auf lehmigen, sandigen Böden, Ebene bis in Höhen von 1700 m

Beschreibung:
Laubbaum, April bis Mai bis zu 40m. kann 300-900 Jahre Alt werden. Als Solitärbaum kurzstämmig mit ausladender Krone, bestandsbildend dagegen mit langen astfreien Stamm (kaum Borkenbildung) Blätter wechselständig, zweizellig angeordnet, 1-2 cm gestielt. Spitze Eiförmig bis elliptisch, Spitz, 5-10cm lang. Blattrand leicht wellig, im Frühjahr noch seidig behaart. Früchte je zwei Scharf dreikantige, 1-2 cm lange Nüsschen (Buckeckern), in braun weichstacheliger Hülle (Kupula), zur Reifezeit öffnend. Männliche Blütenstände lang gestielt, hängend, weibliche aufrecht, beide leicht rötlich braun

Essbare Teile:
Die Bucheckern und die jungen Blätter.

Sammeln:
Die jungen hellgrünen Blätter werden im Frühjahr geerntet, indem sie von den zweigen abgestreift oder gepflückt werden. Die Früchte nach dem Herunterfallen im Spätherbst, Winter oder mit Glück noch im Frühling.

Inhaltsstoffe
Gerbstoffen in der Rinde, Kreosotum im Holz
im Mundraum wirksam als Mundwasser (Rinde auskochen, Rindensud nicht schlucken nur zum Spülen verwenden)

anouk - 7/9/2009 um 15:04

....auch als stock in der kampfkunst eine günstige variante zur chinesischen roteiche.

flexibles stabiles hölzchen....mit sonnenkraft. ;-)

Damona - 10/9/2009 um 19:56

Hallo,
zu den Bucheckern ist noch zu sagen;

Diese niemals roh essen!!

Werden die Bucheckeren roh gegessen kann das zu Vergiftungserscheinungen durch den Wirkstoff Fagin führen.
(Schwester is Gärtnerin, drum wollt ich das mitteilen)

Spinnenbein - 11/9/2009 um 10:02

Danke für die Warnung. Als Kind habe ich schon mal so ein paar gegessen, die grad rumlagen. Aber wenn man dann anfängt zu sammeln und womöglich sich was gutes tun will, ist es gut, das zu wissen. :thumbup:

Waris Silvermoon - 1/10/2009 um 03:41

Die Rotbuche ist doch auch als Blutbuche bekannt oder?
Ich dachte diese hat keine Bucheckern. Zumindest die in unseren Garten.

Und was die Eckern angeht kann ich es nicht so recht glauben, dass dies giftig sind. Habe sie als Kind immer wieder gegessen und letztes Jahr haben dieses unsere Weihnachtsplätzen garniert.

Lunae-Lumen - 12/10/2009 um 19:44

Danke für den Tipp Damona.

Ich selbst habe auch als Kind rohe Buccheckern gegessen, da die Eltern meinten es währe essbar.
Aber wie macht man die Bucheckern essbar. Währe da die Variante, wie bei den ess Kastanien, die man im Offen o. Backoffen gar macht durch Hitze?

Glasperle - 19/10/2014 um 08:23

Ich kann mich nur erinnern, dass meine Großmutter, die in einem kleinen Dorf als Kräuter,Undinge galt, Buchdeckeln gesammelt, getrocknet und gemahlen hat. Zum Teil hat sie mit diesem "Mehl" gebacken, zum Teil hat sie es aufgebrüht und einenFrühstücksdrink draus gemacht .

20-1-30-40 - 20/10/2014 um 09:21

Meinst Du nicht etwa Bucheckern:
http://de.wikipedia.org/wiki/Buchecker

Die schmecken gut, das Mehl ist auch super, aber derAufwand genug zu sammeln und diese dann zu pulen is gigantisch.

Glasperle - 20/10/2014 um 20:59

Natürlich, sich.. Autokorrektur.. Tut mir leid.

silverdragon - 27/10/2014 um 12:42

naja und mit etwas zeit kann man aus den wurzeln nen guten kaffee machen ist bloß zeit intensiv

GeorgeTheMerlin - 27/10/2014 um 13:33

*lach ja die hab ich auch immer gerne gegessen - aber der Zeitaufwand bis man da ein bischen zusammenhatte bei dem Gepuhle :)

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